{"id":32332,"date":"2023-07-17T14:35:53","date_gmt":"2023-07-17T12:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=kardinal-wetter-preis"},"modified":"2025-07-10T11:52:26","modified_gmt":"2025-07-10T09:52:26","slug":"laudatio-auf-die-preistraegerin-zsofia-schnelbach","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/laudatio-auf-die-preistraegerin-zsofia-schnelbach\/","title":{"rendered":"Laudatio auf die Preistr\u00e4gerin Zsofia Schnelbach"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Ansatzpunkt dieser Untersuchung liegt mitten im Leben. Denn die Geburt eines Kindes ist \u2013 in den meisten F\u00e4llen jedenfalls \u2013 ein freudig herbeigesehntes Ereignis im Leben werdender Eltern. Schon lange vor dem errechneten Zeitpunkt der Geburt treffen sie alle Vorkehrungen, um dem neuen Erdenb\u00fcrger ein Zuhause zu bieten, in dem er bzw. sie sich wohlf\u00fchlen kann. Neben der Einrichtung des Kinderzimmers und der Anschaffung der notwendigen Ausstattungsgegenst\u00e4nde haben die Eltern auch ein berechtigtes Interesse zu erfahren, ob die embryonale Entwicklung ihres Kindes normal verl\u00e4uft, das Kind gesund ist oder m\u00f6glicherweise Beeintr\u00e4chtigungen aufweist. Die verschiedenen pr\u00e4natalen Diagnosem\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen in der Regel rasche und sichere Auskunft geben.<\/p>\n<p>Doch trotz guter Untersuchungsergebnisse beim Fetus und eines anscheinend problemlosen Schwangerschaftsverlaufs k\u00f6nnen unvermutet Komplikationen auftreten. Im besten Fall gelingt es den behandelnden \u00c4rzten, durch gezielte Ma\u00dfnahmen der Intervention gegenzusteuern und die auftretenden Probleme zumindest so weit in den Griff zu bekommen, dass die Schwangerschaft bis zum festgesetzten Termin fortgesetzt und mit der Geburt eines gesunden Kindes abgeschlossen wird. Im zweitbesten Fall wird die Geburt auf medikament\u00f6sem Weg eingeleitet und ein fr\u00fchgeborenes Kind erblickt das Licht der Welt.<\/p>\n<p>Die Verfasserin der hier vorgelegten Dissertation wendet sich allerdings einer dritten, bisher noch nicht angesprochenen M\u00f6glichkeit zu.<\/p>\n<p>Es kommt leider immer wieder vor, dass der Schwangerschaftsverlauf sich v\u00f6llig problemlos darstellt, die Ergebnisse der pr\u00e4natalen Diagnostik keinerlei Anlass zur Besorgnis bieten, pl\u00f6tzlich einsetzende Wehen oder nicht vorhersehbare Komplikation aber dazu f\u00fchren, dass ein voll ausgebildetes Kind tot auf die Welt kommt. Die Dramatik wird noch gesteigert, wenn die Schwangerschaft bis kurz vor dem errechneten Zeitpunkt der Geburt v\u00f6llig normal verl\u00e4uft und die Mutter pl\u00f6tzlich bemerkt, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist, weil die Kindsbewegungen auf einmal nicht mehr wahrnehmbar sind.<\/p>\n<p>Nach der Feststellung des intrauterinen Todes wird die Geburt in den meisten F\u00e4llen medikament\u00f6s eingeleitet. Den Eltern, besonders der Mutter, die in ihrer Phantasie bereits das Kind mit allen Zeichen der Liebe und Zuneigung umgab, bleibt nur die traurige Gewissheit, ein totgeborenes Kind in den Armen zu halten.<\/p>\n<p>Aber wie gehen Eltern mit solchen Erfahrungen um, die ihre gesamten Lebenspl\u00e4ne durchkreuzen?<\/p>\n<p>Fr\u00fcher sprach man in solchen F\u00e4llen gew\u00f6hnlich von einer Fehl- oder Totgeburt, je nachdem, in welchem Stadium seiner Entwicklung der Fetus auf die Welt kam.<\/p>\n<p>Heute verwendet man immer mehr den aus dem Englischen stammenden Terminus der \u201estillen Geburt\u201c (stillbirth). Dieser Begriff beschreibt das tragische Ereignis sensibler und einf\u00fchlsamer und entspricht dadurch besser der Gef\u00fchlswelt der Eltern.<\/p>\n<p>Allerdings wurden die psychischen und sozialen Folgen des Kindsverlustes w\u00e4hrend der Schwangerschaft sowohl im klinischen Bereich als auch in der Forschung lange Zeit kaum erforscht. Erst Ende der 1960er Jahre wurden im englischsprachigen Raum die Auswirkungen der stillen Geburt im Blick auf den psychischen Zustand der M\u00fctter nach Tot- und Lebendgeburt untersucht. F\u00fcr die \u00c4rzte bzw. das Pflegepersonal, Familienangeh\u00f6rige sowie den Freundes- und Bekanntenkreis ist die Totgeburt in der Regel ein Nicht-Ereignis (non event), das nur schwer zuzuordnen und nicht so greifbar ist wie der Verlust eines anderen Menschen. F\u00fcr die Eltern aber war das Kind existent. Sie hatten ihm vielleicht schon einen Namen gegeben, sein Zimmer eingerichtet und sich in ihrer Phantasie das Leben mit ihm ausgemalt. Das Schweigen des Umfeldes, das meistens mit Hilflosigkeit reagiert, vergr\u00f6\u00dfert die eingetretene Leere und verst\u00e4rkt die Erfahrung der Totgeburt als leere Trag\u00f6die. In einem Satz gesagt herrschte lange Zeit die \u00dcberzeugung, es sei das Beste, das Drama einer stillen Geburt m\u00f6glichst totzuschweigen und so bald wie m\u00f6glich in die \u201eNormalit\u00e4t\u201c zur\u00fcckzukehren. Diese \u201eBew\u00e4ltigung\u201c wurde allerdings mit einem hohen Preis bezahlt: der Traumatisierung der M\u00fctter und V\u00e4ter, die ihr Leben lang unter der Last des Schweigens und der Nichtbeachtung einer menschlichen Trag\u00f6die litten, die in den Augen ihrer Umwelt keine war, weil man sie behandelte, als habe sie niemals stattgefunden.<\/p>\n<p>Heute wissen wir, dass Unterst\u00fctzung und Begleitung f\u00fcr betroffene Frauen genauso wichtig sind wie die M\u00f6glichkeit, ihr Kind sehen und halten zu d\u00fcrfen. Werden den Betroffenen Sehen, Ber\u00fchren und Teilnahme an der Beerdigung vorenthalten, sind sp\u00e4tere Traumatisierungen wahrscheinlich. Weitere kritische Momente sind die R\u00fcckkehr in die eigenen vier W\u00e4nde und die Reaktionen des sozialen Umfeldes. Als besonders negativ werden in diesem Zusammenhang sowohl Bagatellisieren und Totschweigen erlebt.<\/p>\n<p>Das Thema Totgeburt wurde bereits eingehend erforscht, sodass in diesem Bereich umfangreiche Literatur vorliegt. Jedoch stand der Bew\u00e4ltigungsprozess, den betroffene Eltern leisten, bislang kaum im Mittelpunkt wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Die vorliegende Dissertation hat zum Ziel, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Diskussion \u00fcber die Verarbeitung einer stillen Geburt zu leisten.<\/p>\n<p>Das Erkenntnisinteresse dieser Dissertation richtet sich auf die folgende Forschungsfrage: Wie gestaltet sich die Bew\u00e4ltigung bei den Eltern, die ihr Kind durch intrauterinen Tod verloren haben? Im Zusammenhang mit dieser zentralen Fragestellung sind weitere Aspekte zu ber\u00fccksichtigen: Was erleben Eltern zum Zeitpunkt der Feststellung des Todes, kurz nach der Geburt und nach dem endg\u00fcltigen Abschiednehmen von ihrem Kind? Wie gestaltet sich ihr Elternsein?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Aufbau und Inhalt<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Beantwortung dieser Fragen erfolgt in einer auf drei Hauptteile angelegten Untersuchung.<\/p>\n<p>Im ersten Hauptteil erfolgt zun\u00e4chst eine Einleitung in Form einer Definition der zentralen Begriffe (Totgeburt, Fehlgeburt, stillbirth) sowie der Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu diesem Bereich. Dieser notwendigen definitorischen Vorabkl\u00e4rung und Dokumentation schlie\u00dfen sich unmittelbar die Formulierung der Forschungsfrage und eine Erl\u00e4uterung des systematischen Leitfadens an, dem diese Dissertationsschrift folgt.<\/p>\n<p>Dazu noch eine Bemerkung zu der Pr\u00e4misse, von der Frau Schnelbach ausgeht und damit schon eine deutliche Vorentscheidung im Blick auf die Hermeneutik trifft, die ihrer Untersuchung zugrunde liegt: In der Forschungsfrage ist keineswegs zuf\u00e4llig nicht nur von den betroffenen Frauen und M\u00fcttern, sondern bewusst von <em>den Eltern<\/em> die Rede. Die Formulierung der Forschungsfrage gibt bereits zu erkennen, dass Frau Schnelbach in die Prozesse der Bew\u00e4ltigung von Kindsverlust von Beginn an die V\u00e4ter mit einbezieht. Anders gesagt: Das Thema \u201estille Geburt\u201c ist nicht nur Frauensache, sondern betrifft beide Elternteile. Es handelt sich also um ein genuines Elternthema. Dieser Sachverhalt war der feministischen Bioethik der ersten Stunde noch nicht bewusst. In dieser Frage ist die Forschung inzwischen ein gutes St\u00fcck vorangekommen.<\/p>\n<p>Nachdem Frau Schnelbach in Kapitel 1 pr\u00e4zise Grundlagenarbeit geleistet hat, verfolgt sie in den Kapiteln 2 \u2013 4 das Ziel, die Theorie aufzuarbeiten und sich mit dem aktuellen Forschungsstand auseinanderzusetzen. In den folgenden Kapiteln \u201eGesellschaftliche Aspekte des Eltern- und Kindseins\u201c, \u201ePsychologie der Schwangerschaft\u201c und \u201eBew\u00e4ltigung\u201c geht die Verfasserin der Frage nach, in welchem medizinischen und sozialen Kontext sich Frauen heute auf die Geburt ihres Kindes vorbereiten und wie sich die Bindung an das ungeborene Kind entwickelt. Im zweiten Hauptteil (Kapitel 5 \u2013 6) ihrer Untersuchung wendet sich Frau Schnelbach der Empirie zu.<\/p>\n<p>Vor dem dargestellten theoretischen Hintergrund formuliert sie drei \u00fcbergeordnete Fragen, an denen sich der Verlauf dieses Hauptteils orientiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Was erleben Eltern bei der Diagnosestellung, kurz nach der Geburt und nach der endg\u00fcltigen Trennung von ihrem Kind?<\/li>\n<li>Wie gestaltet sich ihr Bew\u00e4ltigungsprozess?<\/li>\n<li>Wie l\u00e4sst sich das Elternsein bei stiller Geburt beschreiben?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Forschungsinteresse besteht darin, anhand des empirischen Materials die erz\u00e4hlten Prozesse und psychischen Zust\u00e4nde zu benennen und zu den referierten Theorien in Beziehung zu setzen. Hier sind insbesondere die Trauermodelle von Ruthmarijke Smeding und Dennis Klass hervorzuheben. Aufgrund der Sensibilit\u00e4t des Themas hat Frau Schnelbach die vorliegende Studie als qualitative Untersuchung konzipiert. Anhand dieser Ans\u00e4tze wurde als Erhebungsinstrument das semistrukturierte Leitfadeninterview gew\u00e4hlt; f\u00fcr die Auswertung der Daten die qualitative Inhaltsanalyse. Der empirische Teil stellt die Ergebnisse der Befragung von insgesamt 15 Gespr\u00e4chen mit 11 M\u00fcttern und 4 V\u00e4tern vor, unter denen sich 3 Ehepaare befanden.<\/p>\n<p>Der Befragung wurde eine Zeitgrenze von 20 Schwangerschaftswochen zugrunde gelegt. Neben dem Gestationsalter wurde auch eine Mindestgrenze gezogen, wie lange die Erfahrung zur\u00fcckliegen sollte. Demnach fand ein Gespr\u00e4ch statt, wenn seit der stillen Geburt mindestens 12 Monate vergangen waren. Eine Obergrenze wurde nicht festgelegt, da die Verfasserin dieser Untersuchung zu Recht davon ausgehen konnte, dass \u2013 unabh\u00e4ngig vom Geburtsjahr des Kindes \u2013 eine Narration vorhanden ist.<\/p>\n<p>Die Lekt\u00fcre der dokumentierten Gespr\u00e4che bzw. wichtiger Gespr\u00e4chsausschnitte kann niemanden unber\u00fchrt lassen. Dass solche Gespr\u00e4che, die Menschen am Punkt der tiefsten Ersch\u00fctterung und Durchkreuzung ihrer Lebenspl\u00e4ne abholen, \u00fcberhaupt m\u00f6glich werden konnten, ist zum einen sicher mit der hohen Empathief\u00e4higkeit zu erkl\u00e4ren, \u00fcber die Frau Schnelbach verf\u00fcgt, zum anderen sicher auch der Tatsache geschuldet, dass sie als unmittelbar selbst Betroffene diese Gespr\u00e4che anbahnen und durchf\u00fchren konnte. Das allein verdient schon hohe Anerkennung.<\/p>\n<p>Der Respekt vor dieser Leistung wird noch einmal betr\u00e4chtlich gesteigert, weil es Frau Schnelbach gelungen ist, trotz aller pers\u00f6nlichen Betroffenheit die n\u00f6tige reflexive Distanz herzustellen, indem sie es immer wieder versteht, die sehr pers\u00f6nlich gef\u00e4rbten Gespr\u00e4che an den wissenschaftlichen Forschungsstand und in der umfassenden Theorie kritischer Lebensereignisse zu verorten.<\/p>\n<p>Im dritten Hauptteil (Kapitel 7) erreicht die vorliegende Untersuchung ihren H\u00f6hepunkt. Die Verfasserin hat sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, die zentralen Forschungsfragen anhand der Ergebnisse des empirischen Teils zu beantworten. Das geschieht in zwei Schritten. Im ersten Schritt (Abschnitt 1 \u2013 4) werden die zentralen Elemente des Erlebens und der Bew\u00e4ltigung dargestellt und mit den im theoretischen Teil der Arbeit referierten Konzepten und Forschungsergebnissen verkn\u00fcpft. Auch theologische Ans\u00e4tze werden aufgearbeitet, insbesondere die Gottes- und Theodizeefrage hinsichtlich der Ver\u00e4nderung des Weltbildes.<\/p>\n<p>Der zweite Schritt (Abschnitt 5) der Interpretation wird anhand der dem ersten Teil zugrundeliegenden Reihenfolge der Ereignisse durchgef\u00fchrt. Der Punkt \u201cDas Wesen des Elternseins bei stiller Geburt\u201c leitet \u00fcber in die Entwicklung eines Modells, in dem die wesentlichen Erkenntnisse der vorliegenden Untersuchung in einer Gesamtschau zusammengefasst und an die Forschungsarbeiten von Dennis Klass und Ruthmarijke Smeding zur\u00fcckgebunden werden.<\/p>\n<p>Von dort stammt auch gro\u00dfenteils die metaphorische Begrifflichkeit, die Frau Schnelbach von Ruthmarijke Smeding \u00fcbernommen und zu einem Vier-Stationen-Modell des Elternseins bei stiller Geburt weiterentwickelt hat.<\/p>\n<p>Dieses Vier-Stationen-Modell l\u00e4sst sich unter die Oberbegriffe <em>Schwangerschaft<\/em>, <em>Januszeit<\/em> (Schleusenzeit), <em>Labyrinthzeit<\/em> und <em>Regenbogenzeit<\/em> subsumieren. Da die Begrifflichkeit der 1. Station, der Schwangerschaft, praktisch selbsterkl\u00e4rend ist, gestatten Sie mir, dass ich mich auf eine kurze Erl\u00e4uterung der f\u00fcr die folgenden 3 Stationen verwendeten Metaphorik beschr\u00e4nke, die inzwischen in der Trauerforschung weithin Verbreitung gefunden hat.<\/p>\n<p>Am Anfang steht als 1. Station die sog. <em>Janus-Zeit<\/em>, so benannt nach dem r\u00f6mischen Gott, der als Schutzh\u00fcter der Tore, der Durchg\u00e4nge und des Anfangs galt und stets mit einem Doppelantlitz dargestellt wurde. Er ist bekanntlich auch Namensgeber des ersten Monats im neuen Jahr.<\/p>\n<p>Die Januszeit wird auch als <em>Schleusenzeit <\/em>bezeichnet. Sie ist die Zeit zwischen dem Eintritt des Todes und der Bestattung. Mit dem Tod bzw. der Totgeburt des gelieb\u00adten Menschen, des Kindes, schlie\u00dft sich die T\u00fcr zwischen den Angeh\u00f6rigen und dem Verstorbenen, dem Kind \u2013 aber eine neue T\u00fcr hat sich noch nicht ge\u00f6ffnet. In dieser Phase erfolgt der \u00dcbergang eines Angeh\u00f6rigen bzw. der Eltern in die Rolle der Hinterbliebenen, in eine neue Wirk\u00adlichkeit. Dabei kommt dem \u201eAbschiednehmen&#8220; eine besondere Bedeutung zu \u2013 also der Realisation des Todes des geliebten Menschen.<\/p>\n<p>Die Betroffenen beschreiben diese Zeit als eine <em>Schleuse<\/em>, durch die sie &#8222;wie fernge\u00adsteuert&#8220; gehen mussten. In diesen ersten Tagen haben Helfer (Begleiter, Lotsen)<strong>, <\/strong>z.B. \u00c4rzte, Schwestern, Bestatter und Seelsorger, engen Kontakt zu den Betroffenen und k\u00f6nnen eine unterst\u00fctzende Hilfe sein. Oft sind es praktische Hilfen, mit denen man den Betroffenen am besten helfen kann, und Zeit. \u201eTr\u00f6sten\u201c kann man die Trauernden nicht: Trauernde sind untr\u00f6stlich, denn der Verlust ist endg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Die <em>Janus-Zeit<\/em> steht am Anfang der Trauerzeit und ist die Zeit der Zerrissenheit. Das Leben der Angeh\u00f6rigen ist gespalten. Einerseits blicken die Betroffenen zur\u00fcck in die Vergangenheit und erinnern sich sehr intensiv an die gemeinsame Zeit der Schwangerschaft und des Lebens, das sie gemeinsam mit dem geliebten Kind erhofft hatten. Andererseits wissen sie genau, dass sie nach vorn blicken sollten bzw. die allt\u00e4glichen Verpflichtungen regeln m\u00fcssen, um im Hier und Jetzt zu bestehen. Die Trauernden sehnen sich nach ihrem erhofften und ertr\u00e4umten Leben mit dem geliebten Kind und wehren sich gegen ein Leben ohne die verlorene Person. Kenn\u00adzeichnend ist das Hin und Her zwischen der Vergangenheit und der Notwendigkeit, weiterleben zu m\u00fcssen (zu funktionieren).<\/p>\n<p>Den Verlust eines Menschen zu bew\u00e4ltigen, stellt f\u00fcr die Hinterbliebenen eine Auf\u00adgabe dar. Das Labyrinth ist ein Symbol f\u00fcr die 2. Station des inneren Weges: dieser ist gewunden, unruhig und schwer, aber es geht immer vorw\u00e4rts, auch dann, wenn die Angeh\u00f6ri\u00adgen manches St\u00fcck des Weges r\u00fcckw\u00e4rtsgehen. Es ist die Zeit des Lernens, der Traurigkeit, des Schmerzes und der Gef\u00fchle wie Wut und Verzweiflung. Die <em>Laby\u00adrinth-Zeit<\/em> kann als die Suche nach einem Weg zur Mitte beschrieben werden, wodurch die Trauernden an einen Punkt kommen, den sie durchschreiten und von dem aus sie als \u201eVer\u00e4nderter&#8220; aus dem Labyrinth herauskommen. In dieser Zeit m\u00fcssen die Trauernden lernen, die Belastungen auszuhalten und den Verstorbenen loszulassen.<\/p>\n<p>Beim Ankommen an der 3. Station, der sog. <em>Regenbogenzeit<\/em>, beschreiten die Trauernden ihren pers\u00f6nlichen Lebensweg weiter, ohne die ver\u00adstorbene Person aufzugeben (= Weiterleben und Erinnern). Sie sind schon weit auf ihrem Trauerweg fortgeschritten, erfreuen sich am Leben und betrachten gleichzei\u00adtig die Trauer als einen Teil ihres Lebens. Das hei\u00dft aber auch, sie haben keine Angst, in \u201ekleine Janus-Zeiten oder Labyrinth-Zeiten\u201c zur\u00fcckzufallen \u2013 z. B. am Geburtstag oder Hochzeitstag.<\/p>\n<p>Der Abschluss des Trauerweges (= Ende der Regenbogenzeit) bedeutet nicht, dass die Trauer beendet ist. Aus der sog. \u201eRest-Trauer&#8220; k\u00f6nnen z. B. Rituale ent\u00adstehen, die die Beziehung zum Verstorbenen am Leben erhalten und damit Teil des neuen Lebens werden. Ruthmarijke Smeding, der Frau Schnelbach auch in diesem Punkt folgt, versteht unter dem Begriff der \u201eResttrauer\u201c, dass ein Teil der Trauer nie verschwindet, aber der Trauernde lernt, damit ohne Schmerzen zu leben: nicht trauern <em>m\u00fcssen<\/em>, aber trauern <em>d\u00fcrfen<\/em>.<\/p>\n<p>Diese Typisierung gibt zu erkennen, dass Verlustarbeit mit intensiver Identit\u00e4tsarbeit einhergeht. Diesem Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnis kommt jedoch der Charakter eines Fragments zu. Das gilt in beide Richtungen der Zeitachse. Es ist insofern Fragment der Vergangenheit, weil etwas, das bereits existierte, unwiederbringlich verloren gegangen ist. Es ist aber auch ein Fragment, das in die Zukunft weist. Die m\u00f6gliche Entwicklung dieses einmal dagewesenen Kindes wird f\u00fcr immer verborgen bleiben. Damit wird deutlich, dass in diesem Kontext sowohl die Existenz des stillgeborenen Kindes als auch die elterliche Identit\u00e4t nur als Fragmente existieren. Sie tragen jedoch den Verweischarakter auf Transzendenz in sich, der indirekt schon die beiden gro\u00dfen Herausforderungen thematisiert, die sich am Ende dieser umfassenden Untersuchung stellen: die Gottesfrage und \u2013 eng mit ihr verbunden \u2013 die Theodizeefrage. Die Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen wird im fortgeschrittenen Bew\u00e4ltigungsprozess unvermeidlich. Allerdings kann der Ausgang durchaus in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Es ist m\u00f6glich, dass die Frage \u201eWo war Gott, als er nicht da war und unser Kind starb?\u201c nur durch das Schweigen Gottes beantwortet zu werden scheint. Die Vergeblichkeit der Suche nach einer Antwort, die ja auch Wolfgang Borcherts Nachkriegsdrama \u201eDrau\u00dfen vor der T\u00fcr\u201c wie ein cantus firmus durchzieht, kann m\u00f6glicherweise durch den Aufbruch in einen Atheismus ad maiorem hominis salutem abgemildert und ertr\u00e4glicher gestaltet werden (um eine durch Odo Marquard bekannt gewordene Formulierung in abgewandelter Form zu zitieren). Sie kann allerdings auch zu einer Ver\u00e4nderung des Welt- und Gottesbildes auf einer h\u00f6heren Stufe der Reflexion oder zu einer Wiederentdeckung kindlichen Vertrauens auf einer h\u00f6heren Stufe f\u00fchren, das hei\u00dft zu einer \u201ezweiten Naivit\u00e4t\u201c im Sinne Paul Ric\u0153urs. Im Hintergrund dieser Transformation des Gottesglaubens steht im \u00dcbrigen die Gestalt des biblischen Hiob, der zum Urbild des unschuldig Leidenden wurde und auf den sich Frau Schnelbach zu Recht bezieht.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Schicksal wie der Krise des Gottesglaubens kann der nahezu unausweichlichen Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage beschieden sein. Eltern, die sich vergeblich an der Warum-Frage abarbeiten, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum gerade ihr Kind sterben musste oder warum Gott, dem man die Attribute der Allmacht und G\u00fcte zuspricht, solches zulassen konnte, werden sich m\u00f6glicherweise von jeder Form transzendenter Spiritualit\u00e4t und damit auch vom Gottesglauben abwenden. In einem therapeutisch oder seelsorglich begleiteten Trauer- und Bew\u00e4ltigungsprozess kann die erlebte Krise des Gottesglaubens aber auch zu dem Ergebnis f\u00fchren, dass Eltern sich von der Warum-Frage verabschieden, deren Vergeblichkeit sie erkannt haben. Frau Schnelbach fasst diesen Schritt in die folgenden S\u00e4tze: \u201eEs ist jedoch [\u2026] feststellbar, dass die Warum-Frage \u2013 obwohl ihr Aufbrechen in den meisten Krisensituationen zun\u00e4chst unvermeidbar ist \u2013 die psychische Qual vertieft. Damit das seelische Gleichgewicht wiederhergestellt wird, sollen diese Stimmen verstummen. In den inneren Auseinandersetzungen gelangen Eltern zu der Erkenntnis, dass es f\u00fcr den Eintritt des tragischen Lebensereignisses [\u2026] keine Erkl\u00e4rung gibt und dass sich auf die Warum-Frage keine Antwort finden l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p>Ihre Suche nimmt stattdessen eine neue Richtung und l\u00f6st die kausale Frage durch eine finale Frage ab: Welcher Sinn verbirgt sich hinter der menschlichen Trag\u00f6die, die uns widerfahren ist? Im Hintergrund dieser \u00dcberlegungen steht die richtungweisende Schrift Kants \u201e\u00dcber das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee\u201c, die Frau Schnelbach \u00fcberzeugend f\u00fcr den therapeutischen Kontext rezipiert. Eine authentische Theodizee lehrt uns deshalb, die Unverf\u00fcgbarkeit des Todes als Grundverfasstheit unserer Existenz zu akzeptieren. Sie hat deshalb ihren legitimen Ort in der Mitte der Theologie.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>W\u00fcrdigung<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die vorliegende Arbeit hat einen wichtigen und innovativen Forschungsbeitrag geleistet. Daf\u00fcr k\u00f6nnen drei wichtige Gr\u00fcnde angef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Frau Schnelbach hat <em>erstens <\/em>in ihrer Dissertation Neuland betreten, das im Bereich der Theologie, insbesondere in den thematisch relevanten Disziplinen der Caritaswissenschaft, Moraltheologie, Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie, bisher weitgehend unbearbeitet ist. Insofern hat sie substantiell zur Weiterentwicklung des intratheologischen Diskurses beigetragen, indem sie neue und weiterf\u00fchrende Einsichtsbest\u00e4nde er\u00f6ffnet und damit den Anspruch in vollem Umfang erf\u00fcllt hat, der an eine Dissertation zu stellen ist.<\/p>\n<p>Aus methodisch systematischer Hinsicht ist <em>zweitens<\/em> hervorzuheben, dass die vorliegende Arbeit durch den konsequent durchgehaltenen gedanklichen Duktus \u00fcberzeugt, in vorbildlicher Weise die Theorie- und Praxisebene des ersten und zweiten Hauptteils miteinander verzahnt, im dritten Hauptteil miteinander vermittelt und einer inhaltlich anspruchsvollen Synthese zuf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es ist <em>drittens<\/em> als beachtlicher Ertrag dieser Arbeit hervorzuheben, dass Frau Schnelbach auch den theologischen Anspr\u00fcchen in vollem Umfang gerecht wird, weil sie in sachlicher Hinsicht einem zentralen Anliegen der Pastoralkonstitution des 2. Vatikanischen Konzils \u201eDie Kirche in der Welt von heute\u201c konsequent folgt. Dort hei\u00dft es, dass es Aufgabe der Kirche sei, Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute zu teilen. Es d\u00fcrfe von daher nichts Menschliches geben, das der Kirche fremd sei. Man sollte diese S\u00e4tze jeder theologischen Arbeit, die in verantworteter Zeitgenossenschaft betrieben wird, als Pr\u00e4ambel voranstellen. Frau Schnelbach wird diesem Anspruch gerecht und zeigt in ihrer Dissertation die Geschichtsverwiesenheit theologischer Erkenntnis anhand der Bezeugungsorte in den Biographien von Eltern auf, die Erfahrungen wie Trauer, Abschied, Bew\u00e4ltigung und Neuentwurf eines Welt- und Gottesbildes nach pl\u00f6tzlichem Kindstod bew\u00e4ltigen m\u00fcssen. Insofern zeigt sie implizit einen Weg, auf dem es m\u00f6glich wird, jene beiden Grundtypen von Theologie, die vor etlichen Jahren Otto Hermann Pesch auf der einen Seite durch Thomas von Aquin, auf der anderen Seite durch Martin Luther repr\u00e4sentiert sah, einer anspruchsvollen Synthese auf h\u00f6herer Ebene zuzuf\u00fchren, in die als neuer Protagonist auch die empirischen Wissenschaften mitspielen. W\u00e4hrend bei Thomas die Person des Theologen bzw. der Theologin ganz hinter den disziplinierten und rationalen Argumentationsgang zur\u00fccktritt, ist bei Luther das Gegenteil der Fall. Ohne die Person des Reformators und dessen Lebensgeschichte w\u00e4re die leidenschaftliche und aufw\u00fchlende Art der Auseinandersetzung gar nicht nachvollziehbar. Insofern hat Luther, im Gefolge von Paulus und Augustinus, eine Theologie hervorgebracht, die eine, um ein in \u00e4hnlich lautender Form von Johann Baptist Metz, Klaus Demmer und Herbert Vorgrimler benutztes Diktum aufzugreifen, umgewandte Biographie oder bedachte Lebensgeschichte ist.<\/p>\n<p>Die existentiell ersch\u00fctternden Situationen in einem Menschenleben sind aber nicht nur Applikationsort, Bew\u00e4hrungskontext und Forschungsgegenstand von Theologie, sondern auch Entstehungskontext und Lernort. Die damit verbundenen Erfahrungen k\u00f6nnen somit auch Orte in dem Sinne sein, dass die Theologie selbst in die Schule geschickt wird und dazulernt. Anders gesagt: Sie sind \u201eein theologiegenerativer Ort.\u201c<\/p>\n<p>Sie bringen Theologie erst hervor. Freilich nicht eine Theologie, die doktrin\u00e4r, besserwisserisch oder im Brustton der \u00dcberzeugung auftritt, sondern eine \u201eTheologie im pianissimo.\u201c Leise und zur\u00fcckhaltend wird sie Vertrauen wecken, weil sie sagt, was sie <em>kann<\/em>, aber auch den Mut hat zu sagen, was sie <em>nicht mehr kann. <\/em>Eine Theologie von solcher Art, und das gilt insbesondere f\u00fcr die Caritaswissenschaft, wenn sie ihren Ursprung in der Ethik nicht vergessen hat, erreicht an diesem Punkt eine therapeutische Dimension. Sie macht deutlich, was das Studium der Caritaswissenschaft an theologischer Kernkompetenz auch vermitteln will: Ein K\u00f6nnen an der Grenze des Nichtk\u00f6nnens, ein Mitsein an der Grenze des Fernbleibens, ein Verstehen an der Grenze des Unverst\u00e4ndlichen, ein Mitgehen an der Grenze der undurchdringlichen Geschiedenheit.<\/p>\n<p>Aufgrund der innovativen Themenstellung und der auf hohem Niveau durchgef\u00fchrten Einl\u00f6sung eines anspruchsvollen Forschungsvorhabens freue ich mich sehr, dass am heutigen Tag der renommierte Kardinal-Wetter-Preis erstmals f\u00fcr eine Dissertation vergeben wird, die im Fach \u201eCaritaswissenschaft und werteorientiertes Management\u201c angefertigt wurde. Ganz herzliche Gratulation zu dieser hohen Auszeichnung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung \u00a0 Der Ansatzpunkt dieser Untersuchung liegt mitten im Leben. Denn die Geburt eines Kindes ist \u2013 in den meisten F\u00e4llen jedenfalls \u2013 ein freudig herbeigesehntes Ereignis im Leben werdender Eltern. 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