{"id":32337,"date":"2023-07-17T14:35:59","date_gmt":"2023-07-17T12:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=gehorsam-als-fuehrungsinstrument"},"modified":"2025-07-10T16:53:49","modified_gmt":"2025-07-10T14:53:49","slug":"impulse-aus-der-regel-des-heiligen-benedikt-akademiegespraech-mit-offizieren-der-bundeswehr","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/impulse-aus-der-regel-des-heiligen-benedikt-akademiegespraech-mit-offizieren-der-bundeswehr\/","title":{"rendered":"Impulse aus der Regel des heiligen Benedikt"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die verbindende Grundhaltung im Kloster ist der Gehorsam, ein gesellschaftlicher Wert, eine Tugend, die in der Werteskala momentan relativ weit unten angesiedelt wird. Das h\u00e4ngt sicher nicht zuletzt damit zusammen, dass Gehorsam gerade im preu\u00dfischen Sinne auch als blinder Gehorsam oder Kadavergehorsam verstanden wird. Es hat auch damit zu tun, dass \u2013 ohne Nestbeschmutzung zu betreiben \u2013 die katholische Kirche Gehorsam immer wieder als Machtinstrument eingesetzt hat. Tats\u00e4chlich assoziieren die meisten entweder milit\u00e4rische Strukturen oder eben die katholische Kirche mit diesem Begriff.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte versuchen, Ihnen Gehorsam auf andere Weise nahe zu bringen. F\u00fcr uns Benediktiner ist der Gehorsam eines der wesentlichen Gel\u00fcbde. Im Deutschen findet sich in der Mitte des Wortes Gehorsam die Silbe \u201ehor\u201c. Sie kommt von \u201ehorchen\u201c. Das ist schon ein anderes Horchen als das Radioh\u00f6ren beim Z\u00e4hneputzen morgens. Der Zusatz \u201e\u2013sam\u201c in deutschen W\u00f6rtern bedeutet soviel wie \u201eeifrig sein\u201c. Ein spar-sam-er Mensch ist eifrig im Sparen, ein folg-sam-es Kind ist eifrig im Folgen. So verstanden ist ein gehor\u00adsamer Mensch \u201eeifrig im Horchen\u201c. Wenn wir im Deutschen vor ein Wort \u201ege\u201c schreiben, dann handelt es sich um einen Sammelbegriff, dann bring ich den Begriff auf den Punkt. Sage ich, das Buschwerk da drau\u00dfen ist eine Berberitze, dann ist es ein Geb\u00fcsch. Und wenn ich das Rauschen definieren kann und sage, das r\u00fchrt von einem 5er BMW, der vorbeif\u00e4hrt, dann handelt es sich um ein Ger\u00e4usch. So verstanden ist Gehorsam ein eifriges Horchen, das ich in einem Begriff auf den Punkt bringe.<\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnen Sie nat\u00fcrlich einwenden, Benedikt hat vor 1500 Jahren gelebt. Er schrieb seine Regeln nicht in Deutsch, sondern in Latein. Im Lateinischen gibt es zwei W\u00f6rter f\u00fcr Gehorsam. Das eine habe ich als Kind oft geh\u00f6rt. Da haben meine Eltern manchmal gesagt: \u201eWenn du nicht parierst&#8230;\u201c Dann wusste ich, entweder ich leiste den Anordnungen meiner Eltern folge oder ich werde die Konsequenzen tragen m\u00fcssen. Parieren stammt vom lateinischen <em>parere<\/em>, das den willenlosen Gehorsam beschreibt, das Ausf\u00fchren dessen, was Autorit\u00e4ten befehlen. Benedikt benutzt dieses Wort <em>parere<\/em> in seiner Regel an keiner Stelle, obwohl es in der M\u00f6nchliteratur seiner Zeit absolut \u00fcblich war vor 1500 Jahren. Ihm geht es nicht um <em>parere<\/em>, um das Parieren. Er benutzt ausschlie\u00dflich das Wort <em>obaudire<\/em>. Das Wort <em>audire<\/em> allein bedeutet h\u00f6ren; \u201eob\u201c bedeutet entgegen, aufeinander. Benedikt geht es also um das H\u00f6ren. Darin soll die F\u00fchrungskraft, soll der Abt Vorbild sein.<\/p>\n<p>Was ist das f\u00fcr ein H\u00f6ren, <em>obaudire<\/em>? Was f\u00fcr eine Struktur steht dahinter, eine Struktur \u00fcbrigens, die \u2013 ich werde darauf zur\u00fcck\u00adkommen \u2013 zutiefst etwas mit Kundenorientierung oder auch Mitarbeiterorientierung zu tun hat.<\/p>\n<p>Benedikt unterstreicht, dass es ihm ums H\u00f6ren geht. Wenn im Mittelalter bzw. am Ende der Antike jemand ein Buch geschrieben hat, dann setzte sich der Titel dieses Buches aus den ersten W\u00f6rtern zusammen. Die P\u00e4pste haben das bis heute beibehalten. Der Titel einer Enzyklika, eines Rundschreibens an die ganze Kirche, ist noch immer nach ihren ersten W\u00f6rtern benannt. Von daher sollte man sich immer \u00fcberlegen mit welchen Worten man sein Werk beginnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie f\u00e4ngt Benedikt seine Regel an? Was sind seine Signalw\u00f6rter? <em>Obsculta, o fili, praecepta magistri<\/em>, hei\u00dft: \u201eLausche mein Sohn auf die Weisung des Meisters\u201c. Das ist die \u00dcberschrift. Es geht um das Lauschen, das eifrige H\u00f6ren. Mit dem Meister ist Jesus gemeint. Zwar konnte Benedikt den Begriff des <em>Life Long Learning<\/em> noch nicht kennen, doch beschreibt er die Klostergemeinschaft als Schule, nicht als Hochschule, auch nicht als Gymnasium, sondern als einfache Schule, in der Menschen lebenslang miteinander und aneinander lernen. Auch vom <em>center of excellence<\/em> wusste Benedikt nat\u00fcrlich nichts, ebenso wenig von Strategien im Qualit\u00e4tsmanagement. Das ist auch gut so. Benedikt beschreibt das Kloster als Werkstatt, in der Menschen miteinander und aneinander arbeiten, um mit Blick auf eine geistliche Zielsetzung Fortschritte zu machen, die zugleich immer auch materielle Ziele beinhaltet.<\/p>\n<p>Es geht um das H\u00f6ren, um das Lauschen im Kloster, das ist die \u00dcberschrift. Wir k\u00f6nnen jetzt aus dem ersten Vers der Regel eine Art Dreischritt des H\u00f6rens ableiten: \u201eH\u00f6re mein Sohn auf die Weisung des Meisters\u201c, das ist die \u00dcberschrift. Dann f\u00e4hrt Benedikt fort: \u201eNeige das Ohr deines Herzens\u201c. Neige das Ohr deines Herzens, das bedeutet, nach innen zu gehen, zu reflektieren. W\u00e4hrend in modernen Leitbildern die Rede davon ist, dass sich jede F\u00fchrungskraft zur Selbstreflexion verpflichtet, hei\u00dft das in unserer Sprache also: Neige das Ohr deines Herzens. Ich w\u00fcrde es umschreiben mit \u201eH\u00f6ren im Schweigen\u201c<\/p>\n<p>Der Schweigsamkeit widmet Benedikt ein ganzes Kapitel, das sechste Kapitel seiner Regel. Er beginnt es mit dem Satz: \u201eIch sprach, ich will auf meine Wege achten, damit ich mich mit meiner Zunge nicht verfehle\u201c. \u201eIch sprach ich will auf meine Wege achten\u201c, steht f\u00fcr \u201eProzessorientierung\u201c. \u201eDamit ich mich mit meiner Zunge nicht verfehle\u201c, zeigt mir an, wann ich diese Prozessorientierung zu leisten habe, n\u00e4mlich bevor ich rede. Bevor ich in den Dialog mit meinem Partner gehe, ist also die Standortbestimmung wichtig als eine Voraussetzung von F\u00fchrung, als Voraussetzung von Kommunikation in der kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft wie auch in jeder anderen Organisation, wo Menschen miteinander leben und arbeiten.<\/p>\n<p>Wie geht das bei uns? Es gibt feste Zeiten und Orte der Schweig\u00adsamkeit, der Reflexion. Deswegen hat das Kloster so etwas wie eine Klausur, einen abgeschlossenen Lebensbereich. Es geht darum, einen abgeschlossenen Bereich zu haben, in dem der M\u00f6nch nicht gest\u00f6rt wird, in der Reflexion, im Schweigen. Der Standortbestim\u00admung dienen die Fragen: Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? Deshalb ist es auch so wichtig, dass der M\u00f6nch seinen abgeschlos\u00adsenen Bereich hat, seine Klosterzelle. Zelle hei\u00dft im lateinischen nichts anderes als Zimmer. Die Gef\u00e4ngniszellen sind entstanden als die Kl\u00f6ster s\u00e4kularisiert wurden. Schon die W\u00fcsten\u00adv\u00e4ter (Menschen, die am Beginn der monastischen Bewegung im 4. Jahrhundert ihr Leben als Einsiedler und Gott-Sucher in den W\u00fcstengegenden \u00c4gyptens und Pal\u00e4stinas gestaltet haben) sagen, dass der M\u00f6nch in seine Zelle geh\u00f6rt wie der Fisch ins Wasser. \u201eGehe in dein Kellion, geh in dein Zimmer und es wird dich alles lehren\u201c, hei\u00dft es in der Tradition der W\u00fcstenv\u00e4ter.<\/p>\n<p>Selbstreflexion ist die Voraussetzung f\u00fcr die Standortbestimmung und damit f\u00fcr die Prozessorientierung und f\u00fcr den Dialog mit dem Partner. Deshalb haben wir auch feste Zeiten der Schweigsamkeit, zum Beispiel in den Stunden der Nacht, und deshalb beginnen wir das letzte Gebet mit einer Gewissenserforschung, bei der sich jeder in der Stille die Frage stellt \u2013 was war gut heute, was war schlecht. Deswegen haben wir auch Reflexionszeiten. Sie w\u00fcrden diese Reflexionszeiten Training nennen, wir nennen es mit dem lateini\u00adschen Begriff \u201eExerzitien\u201c. Im Rahmen dieser Exerzitien ist die Gemeinschaft vier Tage in Stille zusammen und ein externer Trainer gibt Impulse, an Hand derer auch jeder einzelne seinen Standort reflektieren kann.<\/p>\n<p>Es geht also um Standortbestimmungen: \u201eIch sprach, ich will auf meine Wege achten, damit ich mich mit meiner Zunge nicht verfehle.\u201c Diese Standortbestimmungen legt der erste Schritt des Gehorsams mit den Worten nahe: \u201eNeige das Ohr Deines Herzens.\u201c Benedikt f\u00e4hrt dann fort mit dem zweiten Schritt: \u201eNimm den Zuspruch des g\u00fctigen Vaters willig an\u201c. Den Zuspruch des g\u00fctigen Vaters willig annehmen, das bedeutet, in den Dialog mit einem anderen zu treten. Zuspruch bedeutet eben nicht Befehl oder Anweisung, sondern das ermutigende Ergebnis des Dialogs. Mit dem g\u00fctigen Vater ist zun\u00e4chst nat\u00fcrlich der Abbas, der Abt, der Vater im Kloster gemeint als Stellvertreter Christi, aber eben auch die Gemeinschaft selbst. Nach dem H\u00f6ren im Schweigen wird hier also das H\u00f6ren im Dialog als zweiter Schritt angesprochen. \u201eSuche nach einem Konsens\u201c, w\u00fcrde ich es umschreiben.<\/p>\n<p>Gleich das zweite Kapitel in seiner Regel besch\u00e4ftigt sich mit der Rolle des Abtes. Im Anschluss daran, im dritten Kapitel stellt Benedikt den Dienst des Abtes in den des gesamten Klosters: Unter der \u00dcberschrift \u201eDie Einberufung der Br\u00fcder zum Rat\u201c schreibt Benedikt dem Abt ins Stammbuch: \u201eTue alles mit Rat, dann brauchst du nach der Tat nichts zu bereuen.\u201c Das gr\u00fcndet auf Erfahrungen, die Sie sicher auch schon machen durften. Laut Benedikt ist es ganz wichtig, dass der Abt in allen wichtigen Angelegenheiten des Klosters den Rat der Br\u00fcder einholt. So treffen wir uns jeden Monat in der Gemeinschaft, um zusammen alle wichtigen Themen des Klosterns zu besprechen. Wir beraten, ob wir einen neuen Mitbruder in unserer Gemeinschaft aufnehmen oder wir stimmen dar\u00fcber ab, ob wir in unsere Produktpalette noch eine weitere Biersorte aufnehmen. Hier besprechen wir auch, ob gr\u00f6\u00dfere Investitionen der Brauerei get\u00e4tigt werden m\u00fcssen bis hin zu organisatorischen Fragen, wie ob wir fr\u00fcher aufstehen oder morgens l\u00e4nger liegen bleiben oder wohin wir unseren Konventausflug machen. Es kommt alles auf die Tagesordnung, was f\u00fcr das kl\u00f6sterliche Zusammenleben wichtig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Benedikt spielt in diesem Zusammenhang der Rat der J\u00fcngsten eine bedeutende Rolle. Der Abt soll den Rat der J\u00fcngsten zum einen deshalb einholen, weil die J\u00fcngsten dem Ideal noch am n\u00e4chsten sind. Wir sprechen im Kloster vom <em>fervor Novicii<\/em>, vom Eifer des Novizen. Die Neueintretenden im Kloster erinnern uns stets daran, wie das M\u00f6nchtum richtig geht. Sie machen die Verneigungen noch im richtigen Winkel, unterhalten sich auch mit schwierigen Mitbr\u00fcdern, verrichten die anfallende Arbeit, erscheinen p\u00fcnktlich zum Gebet. Wir sind der Quelle, dem Ideal der Werte einfach wieder n\u00e4her, sobald junge Mitbr\u00fcder eintreten.<\/p>\n<p>Der zweite Vorteil ist, dass die J\u00fcngsten auch die Routineabl\u00e4ufe auf ihre Stimmigkeit hinterfragen. \u201eWarum macht ihr das so? Warum betet ihr das? Warum habt ihr diese Abl\u00e4ufe in der Brauerei so und nicht anders? Braucht ihr die?\u201c Auf diese Weise werden Fehler aufgedeckt, die sich \u2013 wir sind da wahrscheinlich noch st\u00e4rker gehandikapt als Sie alle \u2013 \u00fcber Jahrhunderte hinweg eingeschlichen haben und die gemacht werden, \u201eweil es schon immer so war\u201c. Das ist im Kloster nicht anders als in Wirtschaftsunternehmen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem schreibt Benedikt dem Abt ins Stammbuch, er solle den Rat der Senioren einholen. Die Senioren stehen f\u00fcr die gewonnene Weisheit in einem Unternehmen. Sie haben das Know-how gesammelt. Benedikt geht es darum, dieses Know-how, das, was man fr\u00fcher Weisheit genannt hat, auch zu nutzen.<\/p>\n<p>Benedikt empfiehlt dem Abt \u00fcbrigens auch klug zu \u00fcberlegen, ob er besser einen alten, weisen Mitbruder zu jemandem schickt, mit dem es Probleme gibt, anstatt selbst mit ihm zu reden. Der alte, weise Mitbruder kann vieles relativieren. Er kann dem j\u00fcngeren Mitbruder, der anf\u00e4ngt zu murren, der destruktive Kritik aufkommen l\u00e4sst, der Stimmung macht oder gar aus dem Kloster austreten will, mit Verst\u00e4ndnis entgegentreten und von seinen eigenen Erfahrungen berichten; dass er sich selbst auch habe die H\u00f6rner absto\u00dfen m\u00fcssen, er selbst habe das auch erlebt und das m\u00fcsse man durchhalten. Er kann ihm auch empfehlen, die Angelegenheit einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Weisheit des Alters ist im Rat der Br\u00fcder genauso gefragt wie der Eifer der Jungen.<\/p>\n<p>Der dritte Rat, den Benedikt in diesem Kapitel empfiehlt, ist \u2013 ohne, dass er je etwas von Benchmarking oder \u00c4hnlichem geh\u00f6rt hat \u2013 der Rat von G\u00e4sten. F\u00fcr ein Unternehmen sind das die externen, m\u00f6glicherweise branchenfremden Berater, deren Rat man einholt. Benedikt schreibt, der Abt solle sehr gut auf den Rat von M\u00f6nchen h\u00f6ren, die aus anderen Kl\u00f6stern zu Gast sind. Weil sie die Dinge mit ihrer Brille anschauen, das hei\u00dft mit einer gewissen Distanz, aber auch aus einer anderen Spiritualit\u00e4t heraus, k\u00f6nnen sie auf Fehlerquellen bzw. auch auf Verbesserungen hinweisen. Neben dem Rat der Br\u00fcder, soll der Abt also auch den der G\u00e4ste sehr ernst nehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist es ganz wichtig, dass die Kommunikation auch im t\u00e4glichen Ablauf stimmt. Deshalb versammeln wir uns morgens nach dem ersten Gebet um sechs Uhr zu einem Stehkonvent. Wir stellen uns im Kreis hin und h\u00f6ren, was jeder am Tag macht. Dieses morgendliche Jour Fixe nimmt sehr viel Spannung aus dem kl\u00f6sterlichen Leben. Denn auch bei uns fallen Phrasen wie: \u201eWo steckt der denn schon wieder? Was macht der schon wieder?\u201c Wir sind auch nur Menschen. Umso wichtiger ist es, auf menschliche Weise die Kommunikation zu pflegen. Es ist klar, dass es in diesem Gehorsam, in diesem Dialog auch zum Konflikt kommen kann. Auch Benedikt wusste das und schrieb eigens ein Kapitel, das 68. Kapitel, \u00fcber den Gehorsam im Konflikt.<\/p>\n<p>Wenn einem Mitbruder Unm\u00f6gliches aufgetragen wird, schreibt Benedikt, dann soll er noch einmal mit sich selbst zu Rate gehen und sich fragen, warum er den Auftrag des Abtes nicht ausf\u00fchren kann. Er soll noch einmal in sich h\u00f6ren im Schweigen und reflektieren. Wir w\u00fcrden heute sagen, er solle noch mal eine Nacht dar\u00fcber schlafen. Wenn er dann \u00fcberzeugt ist, dass er den Auftrag nicht ausf\u00fchren kann, soll er das Gespr\u00e4ch mit dem Abt suchen. Er solle zum Abt gehen und ihm vern\u00fcnftig und angemessen darlegen, warum er seinen Auftrag nicht erf\u00fcllen kann. Vern\u00fcnftig und angemessen hei\u00dft, er soll nicht etwa in die Abtei rauschen, auf den Tisch klopfen und sagen: \u201eHerr Abt, so nicht!\u201c Der Ton macht die Musik.<\/p>\n<p>Den Abt ermahnt der Heilige Benedikt au\u00dferdem, er solle sich immer bewusst machen, dass er mehr dienen als herrschen solle. Der Abt habe nicht die Gewaltherrschaft, lateinisch <em>tyrannis<\/em>, \u00fcber Gesunde \u00fcbernommen, sondern die Sorge um die Gebrechlichen, und f\u00fcr jeden seiner M\u00f6nche m\u00fcsse er einmal Rechenschaft ablegen. Er verantworte, was er tue und solle daran denken, dass er das Gef\u00e4\u00df nicht so ausputzt, dass es zerbricht. Und der Abt solle dem M\u00f6nch die Chance zum Dialog geben. Wenn der Abt dann bei seiner Ansicht bleibe und auf seinen Befehl bestehe, solle der M\u00f6nch davon \u00fcberzeugt sein, dass es gut so f\u00fcr ihn ist.<\/p>\n<p>Es gibt in diesem Zusammenhang nat\u00fcrlich auch Trennungen von der Gemeinschaft, auch von der kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft. Das wusste auch Benedikt, sonst h\u00e4tte er nicht ein Kapitel dar\u00fcber geschrieben, was man mit M\u00f6nchen macht, die wieder eintreten wollen. Das hei\u00dft ja, dass sie vorher ausgetreten sein m\u00fcssen. Soviel zum Gehorsam im Dialog als Suche nach einem Konsens. Der Vers lautet: \u201eNeige das Ohr Deines Herzens, nimm den Zuspruch des g\u00fctigen Vaters willig an, und erf\u00fclle ihn durch die Tat.\u201c<\/p>\n<p>Die Tat ist die Konsequenz des H\u00f6rens. Benedikt schreibt dazu: \u201eSchnellen Fu\u00dfes folgen sie dem Ruf des Befehlenden\u201c. So schnell geht es auch bei uns nicht immer, aber was Benedikt damit meint ist, dass der im Dialog gefundene Konsens mit Blick auf die gemeinsame Sache zum Antrieb wird f\u00fcr die Gemeinschaft und f\u00fcr den Einzelnen. Das also w\u00e4re dieser Dreischritt des eifrigen H\u00f6rens, des Gehorsams. Mit dieser Regel Benedikts versuchen wir, unser Kloster und das Leben in unserem Kloster zu gestalten. Sie gibt Aufschluss dar\u00fcber, wie F\u00fchrung im Kloster gehen soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was hat das jetzt alles mit Kundenorientierung und mit Mitarbeiterorientierung zu tun? Ich m\u00f6chte Ihnen ganz kurz unsere Kundenorientierung erl\u00e4utern. Unser Kloster Andechs ist zun\u00e4chst einmal durch seine Starkbierprodukte bekannt geworden. Das h\u00e4ngt mit unserem Auftrag zusammen. Vor 500 Jahren wurde unser Kloster auf dem Heiligen Berg gestiftet und mit der Aufgabe betraut, sich um Leib und Seele der Wallfahrer zu k\u00fcmmern. Nahrungsmittel konnte man immer sehr gut auf die Wallfahrt mitgeben. Die Mitnahme von Getr\u00e4nken war im Mittelalter schon sehr viel schwieriger, weil es kaum gelang, diese haltbar zu machen. Starkbier war eine L\u00f6sung. Man braute ein Bier, das mit einem etwas h\u00f6heren Malzcharakter schneller verg\u00e4rt und daher mehr von dem Konservierungsstoff Alkohol enth\u00e4lt. Starkbier durfte in Bayern jedoch eigentlich nur in der Fastenzeit gebraut werden, in der man auf N\u00e4hrstoffe verzichtet, also kein Fleisch und keine Wurst isst, denn das Fl\u00fcssige bricht das Fasten nicht. Da aber eine Wallfahrt eine so anstrengende Geschichte ist, hatte Andechs das Privileg, Starkbier das ganze Jahr \u00fcber zu brauen. Und so steht eben der Heilige Berg Bayerns Andechs immer noch f\u00fcr Starkbierprodukte.<\/p>\n<p>Wenn wir kein gehorsames Unternehmen w\u00e4ren, h\u00e4tten wir bis heute noch kein alkoholfreies \u201eWei\u00dfbier\u201c, wie die Bayern sagen. Wir haben erst einmal eine Standortbestimmung gemacht: Wof\u00fcr stehen wir? Dass wir ein bierbrauendes Unternehmen sind und dass uns das aus Tradition zugewachsen ist, ist unser wirtschaftliches Standbein, mit dem wir auch unsere karitativen Zwecke unterst\u00fctzen, etwa die Obdachlosen-Arbeit in M\u00fcnchen. Wir wissen also wof\u00fcr wir stehen. Das muss ein kundenorientiertes Unternehmen zuerst einmal wissen: Wof\u00fcr stehen wir, was haben wir zu bieten.<\/p>\n<p>Ebenso wichtig ist es, den Gehorsam im Dialog zu pflegen. Das hei\u00dft, dass man auch auf den Markt h\u00f6rt, dass man einmal schaut, was der Konkurrent anbietet, wie dort der Absatz ist, welche Produkte wachsen. Gehorsam im Dialog hei\u00dft au\u00dferdem, den internen Dialog zu pflegen: Haben wir M\u00f6glichkeiten, ein neues Produkt in unsere Palette aufzunehmen? Kommt alkoholfreies Wei\u00dfbier bei unseren Stammkunden an? Die Taten sind gefolgt. Inzwischen haben wir seit einigen Jahren alkoholfreies Wei\u00dfbier und es geh\u00f6rt zu einem der wachsenden Segmente, was sich auch an den Aussto\u00dfzahlen zeigt.<\/p>\n<p>Was hat dieser Dreischritt des Gehorsams mit Mitarbeiterorientierung zu tun? Ich denke sehr viel. Ich habe in einer Regensburger Niederlassung des Unternehmens, in dem ich meine Dissertation schreiben durfte, einen sehr interessanten Prozess beobachtet. Mit Hilfe von externen Partnern wurde dort regelm\u00e4\u00dfig im Turnus von drei Jahren eine fl\u00e4chendeckende Mitarbeiterbefragung durchgef\u00fchrt. Sie wurde damals bezeichnenderweise Kommunikationsoffensive genannt. Jeder Mitarbeiter wurde anhand des EFQM-Modells befragt. Die Befragung wurde ausgewertet, die Ergebnisse wurden wieder an die Teams, an die Mitarbeiter vor Ort zur\u00fcckgegeben. Es wurden Abarbeitungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt und dann kam noch mal eine Evaluationsphase. Es war also genau der Dreischritt des Gehorsams: erstens H\u00f6ren im Schweigen, jeder Mitarbeiter reflektiert seinen Arbeitsplatz, zweitens H\u00f6ren im Dialog, versuchen Ma\u00dfnahmen umzusetzen, und drittens Taten folgen lassen und reflektieren durch die Evaluation.<\/p>\n<p>Wir haben dieses System seit \u00fcber 1000 Jahren. Das hat sich bei uns in den Kl\u00f6stern Benedikts entwickelt in einer Zeit, in der die Ordensspiritualit\u00e4t nachlie\u00df und die M\u00f6nche etwas dekadent und bequem geworden waren. Es war die gro\u00dfe Zeit der Reformbewegungen in der benediktinischen Spiritualit\u00e4t. Erst kam die von Cluny ausgehende Reformbewegung, dann folgten die Zisterzienser. Und die Zisterzienser haben, um die Qualit\u00e4t in den Kl\u00f6stern sicherzustellen, ein Visitationssystem entwickelt. Wir w\u00fcrden dieses System heute mit \u201eexterner Beratung\u201c umschreiben. Alle vier Jahre kommen ein Abt und ein normaler M\u00f6nch aus einem anderen Kloster zu Besuch und schauen sich die Abl\u00e4ufe in einem Kloster, in einer Abtei an. Jeder Mitbruder bekommt w\u00e4hrend dieser Visitation einen Fragebogen mit Fragen nach den wichtigsten Grundhaltungen, unseren Gel\u00fcbden und Lebensweisen. Das geht bis hin zur Frage nach der Qualit\u00e4t der Klosterk\u00fcche. Denn: <em>bona cocina, bona disciplina<\/em>, gute K\u00fcche, gute Disziplin.<\/p>\n<p>Jeder Mitbruder hat dabei die M\u00f6glichkeit zur Standortbestimmung im Schweigen. Den ausgef\u00fcllten Fragebogen gibt jeder gekennzeichnet mit seinem Namen zur Auswertung zur\u00fcck an die Visitatoren. Die beiden Visitatoren f\u00fchren mit jedem Mitbruder ein Einzelgespr\u00e4ch. Sie h\u00f6ren im Dialog. Im Vorfeld konnten sie feststellen, wo die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen dieser Gemeinschaft liegen. Im Dialog mit jedem einzelnen Mitbruder wird alles noch einmal reflektiert. Es ist von Vorteil, dass immer eine F\u00fchrungsperson und ein normaler M\u00f6nch gemeinsam visitieren. Ihre Sichtweisen erg\u00e4nzen sich. Die Visitatoren erstellen einen Bericht, der nur zum Teil, wenn es um personelle Fragen geht, ausschlie\u00dflich dem Abt vorgelegt wird, ansonsten aber vor dem ganzen Konvent, vor der ganzen Gemeinschaft verlesen wird. Dort werden auch Verbesserungsma\u00dfnahmen empfohlen.<\/p>\n<p>Es obliegt dann der Gemeinschaft, diese Ma\u00dfnahmen anzugehen. Drei Monate nach der Visitation soll der Prior, also nicht der Abt, sondern sein Stellvertreter an die Visitatoren berichten, was im Kloster geschehen ist und was nicht. Das ist Total Quality Management auf benediktinisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch ein letztes Beispiel dieser Dreischritt-Kombination, welches Sie einfach ermutigen soll. Auch ein Zielvereinbarungsprozess beinhaltet diesen Dreischritt. Wenn Sie \u00fcber Ziele f\u00fchren, dann steht zun\u00e4chst die Selbstreflexion des betroffenen Mitarbeiters an. Der Mitarbeiter und Sie als F\u00fchrungskraft werden sich \u00fcberlegen, welche Ziele Sie miteinander vereinbaren. Es kommt zu einer Dialogphase, in der die Ziele abgeglichen werden. Sobald ein Konsens gefunden ist, kommt es zur Umsetzungsphase. Wir haben diese Zielvereinbarungsprozesse so lange es Benedikts Kl\u00f6ster gibt und zwar in der Haupttrainingszeit der M\u00f6nche, in der Fastenzeit.<\/p>\n<p>Mit diesem Hinweis m\u00f6chte ich auch schlie\u00dfen. Benedikt schreibt in seiner Regel, dass die M\u00f6nche stets ein Leben f\u00fchren sollten wie in der Fastenzeit, das hei\u00dft ein bewusstes Leben. Weil M\u00f6nche das jedoch nicht schaffen \u2013 es geht also ganz menschlich bei uns zu \u2013 sollen Sie in der Fastenzeit besondere Vors\u00e4tze fassen. Damit diese Vors\u00e4tze nicht dazu f\u00fchren, dass manche M\u00f6nche ihren Mitbr\u00fcdern das Leben sauer machen \u2013 auch im Kloster gibt es \u201e\u00dcberflieger\u201c, welche die Messlatte so hoch legen, dass nur wenige dar\u00fcber springen k\u00f6nnen \u2013 unterbreitet jeder M\u00f6nch seine Fastenvors\u00e4tze dem Abt. Auf diese Weise kann der Abt korrigierend wirken und die Anliegen der Gemeinschaft einbringen. So funktioniert das bei uns.<\/p>\n<p>Vor der Fastenzeit teilt der Abt die so genannte Fastenschedula aus. In diesen Fastenplan tr\u00e4gt jeder ein, was er sich vornimmt, Verzicht auf Speis und Trank etwa oder Lekt\u00fcre eines bestimmten Buches. Diese Schedula \u00fcbergibt der M\u00f6nch am Aschermittwoch, zu Beginn der Fastenzeit, seinem Abt. Der Abt f\u00fchrt mit jedem M\u00f6nch ein Einzelgespr\u00e4ch, um dessen Vors\u00e4tze mit ihm zu reflektieren. Dort kann der Abt dann auch vorschlagen, dass sich der M\u00f6nch etwa lieber um einen kranken oder alten Mitbruder k\u00fcmmert. Als ich in der Endphase meiner Dissertation war, hat mir der Abt jede Woche einen einst\u00fcndigen Spaziergang verordnet, damit ich lerne, dass es noch anderes als Studieren im Leben gibt. So kann man das also reflektieren. Mitbruder und Abt unterschreiben nach diesem H\u00f6ren im Dialog die Zielvereinbarung und dann folgt die Umsetzungsphase. In der Osterzeit kommt dann die Reflektion gemeinsam mit den Mitbr\u00fcdern.<\/p>\n<p>Damit von meiner Seite erst einmal genug. Ich danke ihnen herzlich, dass sie so lange im ersten Schritt verharrt haben, im H\u00f6ren, im Schweigen eine ganze Stunde lang mir zugeh\u00f6rt haben. Ganz herzlichen Dank f\u00fcr ihre Aufmerksamkeit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Die verbindende Grundhaltung im Kloster ist der Gehorsam, ein gesellschaftlicher Wert, eine Tugend, die in der Werteskala momentan relativ weit unten angesiedelt wird. Das h\u00e4ngt sicher nicht zuletzt damit zusammen, dass Gehorsam gerade im preu\u00dfischen Sinne auch als blinder Gehorsam oder Kadavergehorsam verstanden wird. 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