{"id":32344,"date":"2023-07-17T14:36:04","date_gmt":"2023-07-17T12:36:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=die-zukunft-der-volluniversitaet"},"modified":"2025-07-15T13:14:40","modified_gmt":"2025-07-15T11:14:40","slug":"die-zukunft-der-volluniversitaet-muenchner-hochschulkreis-der-katholischen-akademie-in-bayern","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zukunft-der-volluniversitaet-muenchner-hochschulkreis-der-katholischen-akademie-in-bayern\/","title":{"rendered":"The future of the comprehensive university"},"content":{"rendered":"<p>Ich darf mich zun\u00e4chst einmal f\u00fcr die Einladung ganz herzlich bedanken. Ich bin gerne hier, auch deswegen, weil ich die Katholische Akademie immer als einen Ort der Ruhe und der Reflexion empfinde. Das gibt die Gelegenheit, einmal grunds\u00e4tzlich \u00fcber ein paar Dinge nachzudenken, einen Schritt zur\u00fcckzutreten und sich ein wenig mit der Rolle und der Bedeutung der Universit\u00e4t zu besch\u00e4ftigen, losgel\u00f6st vom Tagesgesch\u00e4ft. Es gibt ja dieses Bonmot: Alles, was dringend ist, ist nicht wirklich wichtig, und alles, was wirklich wichtig ist, ist nicht dringend. Das stimmt wahrscheinlich nicht immer, aber hat den wahren Kern, dass man, wenn man sich aus den Zw\u00e4ngen des Tagesgesch\u00e4fts einmal l\u00f6st, vielleicht den einen oder anderen interessanten Punkt machen kann.<\/p>\n<p>Folgendes will ich versuchen zu tun: Ich werde mich in meinen Ausf\u00fchrungen zun\u00e4chst auf die Volluniversit\u00e4ten beschr\u00e4nken. Damit meine ich den Typus Universit\u00e4t, wie ihn die LMU M\u00fcnchen verk\u00f6rpert, oder auch die Universit\u00e4ten Heidelberg oder G\u00f6ttingen, und international beispielsweise Cambridge und Oxford. Universit\u00e4ten, die, beginnend mit den Geisteswissenschaften, \u00fcber Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und bis zur Medizin, den gro\u00dfen Teil aller F\u00e4cher \u00fcberspannen \u2013 jedoch in Deutschland typischerweise ohne Ingenieurwissenschaften; international ist das teilweise anders. Ich will versuchen, f\u00fcr diese Universit\u00e4ten ein wenig in die Zukunft zu schauen und zu sehen, welche Perspektiven sich ergeben. Gezielt au\u00dfen vor lassen werde ich Fachhochschulen und Technische Universit\u00e4ten ebenso wie Einzeluniversit\u00e4ten oder hochspezialisierte Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Lehre<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte auch nicht zu detailliert auf die LMU eingehen. Stattdessen werde ich mit zwei Entwicklungstrends beginnen \u2013 der eine betrifft die Lehre, der andere die Forschung \u2013, die zeigen, wie sich das Universit\u00e4ts- und Hochschulsystem in den letzten Jahren entwickelt hat. Zun\u00e4chst f\u00e4llt auf, dass die Universit\u00e4t, so wie wir sie heute kennen, ein relativ neues Ph\u00e4nomen ist. Hierzu gibt es eine sehr anschauliche Zahl: Nach einer Sch\u00e4tzung, die von Eric Hobsbawm stammt, gab es vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien zusammen maximal etwa 150.000 Studenten. Heute gibt es allein in M\u00fcnchen \u00fcber 100.000 Studierende! In der Greater London Area sind sogar eine Million Studierende eingeschrieben. Wir beobachten also in den letzten 60, 70 Jahren eine unglaubliche Expansion des Hochschul- und Universit\u00e4tssystems. Das ist an sich schon eine beispiellose Erfolgsgeschichte.<\/p>\n<p>Die Idee der Universit\u00e4t hat sich weltweit in vielerlei Hinsicht entwickelt, und es ist keineswegs so, dass diese Entwicklung sich verlangsamt. In den letzten 25 Jahren scheint sie sich sogar weiter zu beschleunigen. Auch hier eine eindrucksvolle Zahl: Anfang, Mitte der 1990er Jahre gingen 20 Prozent eines Schulabg\u00e4nger-Jahrgangs zum Studieren an eine Hochschule. Heute liegen wir in Deutschland bei mehr als 50 Prozent, und wenn Sie es global betrachten wollen, gibt es Sch\u00e4tzungen, dass es im Jahr 2040 etwa 500 Millionen Studierende weltweit geben wird. Man kann das f\u00fcr gut oder f\u00fcr falsch halten. Interessant ist aber die Frage nach den Ursachen: Wie kann man erkl\u00e4ren, dass so viele junge Leute an die Hochschulen, an die Universit\u00e4ten dr\u00e4ngen? Ein Faktor ist sicherlich das pers\u00f6nliche Interesse, also das Interesse an der Entwicklung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit. Aber es ist letztendlich doch so, dass vor allem die Perspektiven f\u00fcr den eigenen Beruf, f\u00fcr die eigene Karriere determinieren, ob junge Leute ein Hochschulstudium aufnehmen. Und man muss sagen, die Perspektiven sind mit einem Hochschulstudium eben weiterhin ganz hervorragend.<\/p>\n<p>In Deutschland wird das mitunter dann so \u00fcbersetzt \u2013 wir sind ja immer ein bisschen defensiv oder pessimistisch \u2013, dass ein Hochschulstudium der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit ist. In den USA wird die Frage etwas offensiver angegangen; dort gibt es Berechnungen, die versucht haben zu ermitteln: Was bringt mir eigentlich ein Hochschulstudium an zus\u00e4tzlichen Einkommenschancen, an Arbeitsmarktchancen? Das wird in der sogenannten \u201ecollege wage premium\u201c berechnet. Konkret: Was verdient man zus\u00e4tzlich, wenn man einen Hochschulabschluss hat, im Vergleich zu einer Person, die keinen Hochschulabschluss hat? Legt man hier die \u00fcblichen Zahlen zugrunde, kommt man zu dem Ergebnis, dass in den USA \u2013 die Zahlen in Europa und in Deutschland unterscheiden sich nur unwesentlich \u2013, diese \u201ecollege wage premium\u201c bei 70 oder 80 Prozent liegt. Wohlgemerkt nicht individuell; das ist keine individuelle Erfolgsgarantie. Aber im Schnitt verdient man 70 bis 80 Prozent mehr als eine Person ohne Hochschulabschluss.<\/p>\n<p>Jetzt werden Sie sagen, das h\u00f6rt sich doch schon mal gar nicht schlecht an. Trotzdem muss man vorsichtig sein; denn es variiert von Fach zu Fach. Leider sieht es in machen klassischen Geisteswissenschaften mit der \u201ecollege wage premium\u201c nicht ganz so toll aus wie beispielsweise bei Ingenieuren oder \u00c4rztinnen. Au\u00dferdem beobachtet man auch erhebliche Schwankungen der \u201ecollege wage premium\u201c; wir wissen also nicht, wie stabil diese Entwicklung in Zukunft bleibt. Es gibt durchaus Hinweise darauf, dass diese Pr\u00e4mie sinken wird, dass \u2013 mit anderen Worten \u2013 in Zukunft ein Hochschulstudium wieder weniger attraktiv werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das f\u00fcr die Zukunft? Global werden sicherlich die Studierendenzahlen in den n\u00e4chsten Jahren weiter wachsen. Dabei spielt Asien eine zentrale Rolle, w\u00e4hrend sich in Deutschland die Situation komplexer darstellt. Hier gibt es zwei Entwicklungstrends: Zum einen haben wir hierzulande aktuell einen Studierendenanteil von 50 Prozent aller Schulabg\u00e4nger, also eine sehr hohe Akademikerquote. Es gibt andere L\u00e4nder wie die Schweiz, wo weiterhin nur 20 oder 25 Prozent eines Jahrgangs an die Hochschulen gehen. Von daher spricht einiges daf\u00fcr, dass in Deutschland die Zahl nicht ohne weiteres zu steigern ist, zumal es ja auch weiterhin nichtakademische Berufe gibt, die finanziell durchaus attraktiv sind. Denken Sie an Bauhandwerk wie Schreiner oder Installateure.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite erleben wir den klaren Trend zur Akademisierung vieler Berufe. Auch in traditionellen Handwerksberufen oder Pflegeberufen gibt es den Wunsch nach einer akademischen Ausbildung. Das betrifft nat\u00fcrlich vorrangig die Fachhochschulen. In der Summe kann man wahrscheinlich davon ausgehen, dass sich bei uns die beschriebene Wachstumsentwicklung, die wir in den letzten 20, 30 Jahren erlebt haben, etwas abflachen wird und damit auch Raum geschaffen wird, um zum Beispiel \u2013 und das ist f\u00fcr uns in Deutschland interessant \u2013 auch hochqualifizierte ausl\u00e4ndische Studierende nach Deutschland zu holen.<\/p>\n<p>Was sind eigentlich die Konsequenzen aus diesen hohen Studierendenzahlen? Ein Aspekt ist \u2013 und das ist wirklich nicht neu \u2013, dass die Hochschulen \u00fcberlastet sind. Dabei muss man ehrlicherweise konzedieren, dass die \u00dcberlastung in einigen F\u00e4chern massiv, in anderen weniger ausgepr\u00e4gt ist. Lassen Sie mich auf einen zweiten Aspekt eingehen, der in Zukunft an Bedeutung zunehmen wird: Die heutige Studierendenschaft ist viel bunter und vielf\u00e4ltiger, als es fr\u00fcher der Fall war. An der LMU sind 20 Prozent der Studierenden aus dem Ausland. Weiterhin haben nach Sch\u00e4tzungen zehn Prozent der Studierenden eine chronische Erkrankung. Letzteres stellt auch die Problematik des barrierefreien Studiums in den Raum. Auf all das muss sich die Universit\u00e4t als Institution einstellen. Das war vor 20 Jahren noch kaum ein Thema; heute ist ein barrierefreier H\u00f6rsaal, den man auch mit einem Rollstuhl besuchen kann, selbstverst\u00e4ndlich. Wenn sich eine Institution \u00f6ffnet, wie wir es an den Hochschulen getan haben, kommen nat\u00fcrlich auch alle Fragen, alle Probleme der Gesellschaft bei uns an der Universit\u00e4t an, mit unterschiedlichsten Diskussionen, Anfragen, Forderungen oder W\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Das sehen Sie in den USA noch deutlicher als hier. Dort findet derzeit eine gro\u00dfe Diskussion um die Frage von Minderheitsrechten versus akademischer oder Wissenschafts- und Meinungsfreiheit statt. Diskussionen \u00fcber \u201eno-platforming\u201c oder \u201etrigger warnings\u201c besch\u00e4ftigen dort viele Hochschulpr\u00e4sidenten. In Berkeley schlug sich beispielsweise die Debatte, ob man Veranstaltungen von weit rechts stehenden Studierendenorganisationen an der Universit\u00e4t zulassen m\u00fcsse, neben vielen Diskussionen direkt auch in Gerichtsprozessen nieder. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu den USA selten die typische Campus-Universit\u00e4t, daher sind diese politischen Ph\u00e4nomene bei uns weniger ausgepr\u00e4gt. Ich pers\u00f6nlich bin optimistischer und glaube, dass die Chancen, die wir durch so viele unterschiedliche, heterogene, diverse junge Leute bei uns an den Hochschulen gewinnen, deutlich h\u00f6her zu bewerten sind als m\u00f6gliche Risiken. Wir \u00f6ffnen uns f\u00fcr Teile der Gesellschaft, die bisher \u00fcberhaupt keinen Zugang zu Hochschulen hatten, und darin liegt f\u00fcr uns als Gesellschaft, als Land eine gro\u00dfe Chance.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Forschung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen Sie mich jetzt ein paar Worte zum Thema Forschung sagen, wo wir eine \u00e4hnliche Expansion beobachten. Ich mache das wieder an ein paar Zahlen deutlich: In den 1950er Jahren wurden in den Naturwissenschaften und der Medizin j\u00e4hrlich 50.000 Artikel ver\u00f6ffentlicht. Heute liegen wir bei 1,5 Millionen \u2013 anderthalb Millionen Artikel werden im Bereich Naturwissenschaften und Medizin jedes Jahr ver\u00f6ffentlicht, weltweit. Auch diese Entwicklung hat sich unterdessen noch einmal beschleunigt. Wir z\u00e4hlten um das Jahr 2000 noch 800.000 Publikationen j\u00e4hrlich. Diese Zahl an Publikationen hat sich also allein in den letzten 15 Jahren noch einmal fast verdoppelt.<\/p>\n<p>Was sind die Gr\u00fcnde daf\u00fcr? Ein Grund ist, dass Forschung in den Naturwissenschaften, in der Medizin, Grundlagenforschung insbesondere, einer der Treiber f\u00fcr Innovation ist. Forschung er\u00f6ffnet Chancen und h\u00e4lt f\u00fcr viele \u201egreat challenges\u201c unserer Zeit \u2013 zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Nahrung \u2013 Antworten bereit. Investition in die Grundlagenforschung ist auch immer mit der Hoffnung verbunden, damit auf Dauer \u2013 neben der wissenschaftlichen Erkenntnis \u2013 auch Innovationen zu generieren, die in der Medizin und in vielen anderen Bereichen dann zu konkreten gesellschaftlichen Fortschritten f\u00fchren. Es ist zum Zweiten nat\u00fcrlich auch ein Spiegelbild des Wachstums der Universit\u00e4ten. Wie ich vorhin gezeigt habe, sind die Universit\u00e4ten in den vergangenen 60 Jahren enorm gewachsen. \u00dcberall sind zus\u00e4tzliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingestellt worden, die neben der Lehre \u2013 ganz nach Humboldt \u2013 nat\u00fcrlich auch Forschung betreiben. Insoweit ist das ein Wachstum, das parallel zu dem der Universit\u00e4ten verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, und das erkl\u00e4rt den Anstieg seit etwa 2000, die Rolle asiatischer L\u00e4nder: dort passiert im Moment ein unglaublicher Aufholprozess, mit dem Asien seine Rolle als Wissenschaftsstandort zunehmend st\u00e4rker geltend macht. Auch hierzu ein Zahlenbeleg: Mittlerweile werden in China mehr wissenschaftliche Papiere j\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlicht als in den USA. China und andere asiatische L\u00e4nder artikulieren ihre Rolle in der Wissenschaft deutlich. Das ist eine au\u00dferordentlich spannende Entwicklung, die auch in Zukunft noch weitergehen wird, mit der Konsequenz, dass das Wissenschaftssystem weltweit weiter w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Kann man also den Publikationsoutput von 1,5 Millionen Ver\u00f6ffentlichungen pro Jahr noch weiter steigern? Man sollte sich zumindest vergegenw\u00e4rtigen, dass damit auch Qualit\u00e4tsprobleme verbunden sind. Im Englischen wird die Problematik unter dem Bild des \u201edeath of the Renaissance man\u201c zusammengefasst. Damit wird verbildlicht, wie immer mehr in Teams zusammengearbeitet wird und wie sich der einzelne Wissenschaftler immer weiter spezialisiert. Die beschriebenen Ph\u00e4nomene bringen neue Herausforderungen mit sich, mit denen sich die Universit\u00e4ten auseinandersetzen m\u00fcssen. Man muss sich fragen: Sind nicht manche Themen irgendwann einmal ausgeforscht? Gibt es nicht auch Fragen, die wir am Ende nicht beantworten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Hierzu ein Beispiel aus der \u00d6konomie, das den Zusammenhang zwischen Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Forschung und die m\u00f6glichen Grenzen zeigt. Es geht um die Relation von Ersparnis und Zins. Also: Was passiert, wenn der Zins einmal nicht f\u00e4llt, sondern steigt? Wie reagieren die Menschen: Sparen sie mehr oder sparen sie weniger? Es gibt Argumente f\u00fcr beide Seiten. Theoretisch ist der Zusammenhang unklar, und es ist auch schon lange bekannt, dass der Zusammenhang unklar ist. Er wird seit 50 Jahren in unz\u00e4hligen empirischen Studien untersucht. Vor einiger Zeit erschien in einem sehr sch\u00f6nen Handbuch ein Artikel von einem wirklich hervorragenden finanzwissenschaftlichen Kollegen aus den USA, der feststellte, dass es unz\u00e4hlige Untersuchungen gebe, und wenn er diese alle zusammenfassen m\u00fcsse, k\u00e4me er zu dem Schluss: Die Frage ist noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Nach 50 Jahren also weiterhin: \u201emore research is needed\u201c, es braucht noch mehr Forschung. An dieser Stelle k\u00f6nnte man sich stattdessen vielleicht auch fragen: Ist das tats\u00e4chlich sinnvoll und zielf\u00fchrend, hier weiter zu forschen?<\/p>\n<p>Fest steht, dass wir hohe Studierendenzahlen haben, die wahrscheinlich weltweit noch weiter wachsen werden. In Deutschland wird sich wohl k\u00fcnftig diese Entwicklung, zumindest an den Universit\u00e4ten, etwas abflachen. Es wird dann vielleicht die M\u00f6glichkeit geben, mehr internationale Studierende an die deutschen Universit\u00e4ten zu holen. Auch im Bereich der Forschung sind Deutschland und die gesamte EU weiterhin hervorragend aufgestellt; wir sp\u00fcren aber auch die Konkurrenz aus Asien. Das ist also aktuell der Rahmen \u2013 und nun zur Frage: Was hei\u00dft das f\u00fcr die Volluniversit\u00e4ten, \u00fcber die wir ja sprechen wollen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Folgerungen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnte man die verschiedensten Fragestellungen diskutieren. Ich will ganz bewusst nicht auf die Frage eingehen, was Digitalisierung f\u00fcr die Volluniversit\u00e4t bedeutet. Ich lasse auch andere Themen wie Internationalisierung und ihre Konsequenzen f\u00fcr die Volluniversit\u00e4t beiseite. Vielmehr frage ich vor dem Kontext des rasanten Wachstums der Universit\u00e4ten in den letzten 50 bis 60 Jahren, was das Studium, was die Lehre, was die Studierendenzahlen und was auch die Forschung betrifft: Was ist die Zukunft der Volluniversit\u00e4ten?<\/p>\n<p>Wird es eigentlich bei der Volluniversit\u00e4t klassischen Typs bleiben? Wird dieses Modell, mit einem gro\u00dfen Verband an F\u00e4chern, mit den vier gro\u00dfen F\u00e4chergruppen Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin, zusammengespannt in einer Einrichtung auch in Zukunft noch funktionieren? Das kann man durchaus kritisch sehen. In einigen L\u00e4ndern wurde die Medizin in sogenannten medizinischen Hochschulen, also in spezialisierten Universit\u00e4ten zusammengefast. Und es gibt hervorragende medizinische Hochschulen, wie etwa das Karolinska-Institut in Schweden. Es gibt auch sehr bekannte und renommierte Business Schools, z.B. die London Business School oder die London School of Economics. Spezialisierte Institutionen k\u00f6nnen also auch sinnvoll sein. Auch hierzulande gibt es immer wieder Initiativen, neue spezialisierte Universit\u00e4ten oder Hochschulen einzurichten. J\u00fcngstes Beispiel ist der Plan der bayerischen Staatsregierung, in N\u00fcrnberg eine sehr profilscharfe Technische Universit\u00e4t neu einzurichten. Es existieren durchaus andere sinnvolle Entwicklungsmodelle \u2013 auch neben der Volluniversit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was ist also der entscheidende Vorteil der Volluniversit\u00e4t? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, aber ich sehe bei der Volluniversit\u00e4t mehrere Vorteile. Da ist zum einen eine diversifizierte F\u00e4cherstruktur. Wenn sich etwas \u00e4ndert, sei es in der Wissenschaft oder in der Studierendennachfrage, kann eine Volluniversit\u00e4t relativ leicht darauf reagieren. Sie erm\u00f6glicht es zudem, interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit zu f\u00f6rdern, was in vielen F\u00e4chern an Bedeutung gewinnt. Naturwissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, da er\u00f6ffnen sich viele M\u00f6glichkeiten. Und dann bietet die Volluniversit\u00e4t nat\u00fcrlich das, was Kant den Streit der Fakult\u00e4ten nannte, der eine Universit\u00e4t einfach belebt und als Institution in vielerlei Hinsicht fruchtbar macht. Ich w\u00fcrde vielleicht eher vom Wettbewerb der Fakult\u00e4ten sprechen. Ich halte insgesamt die Vorteile, die eine Volluniversit\u00e4t gegen\u00fcber einer spezialisierten Institution hat, f\u00fcr so gro\u00df, dass ich davon ausgehe, dass die Volluniversit\u00e4t auch in Zukunft ein Erfolgsmodell bleiben wird.<\/p>\n<p>Ein deutlicher Hinweis darauf zeigt sich aktuell in Frankreich. In Deutschland wird das nicht so stark wahrgenommen, aber in unserem Nachbarland findet in gewisser Weise eine Revolution in der Hochschul- und Universit\u00e4tsszene statt. Frankreich hatte traditionell sehr spezialisierte Universit\u00e4ten. Sie sind in der Folge von 1968 entstanden \u2013 unter anderem deshalb, um die Studentenproteste zu kanalisieren. Nun wurde vor einigen Jahren den Universit\u00e4ten die M\u00f6glichkeit geboten, wieder zusammenzuarbeiten und sich zusammenzuschlie\u00dfen. Was ist passiert? Ich habe das in Paris in einem Fall begleitet. Da ist quasi eine neue Sorbonne entstanden: Aus dem Zusammenschluss der Geisteswissenschaften an der fr\u00fcheren mit der Medizin und den Naturwissenschaften wird wieder eine klassische Volluniversit\u00e4t. Ein \u00e4hnliches Konstrukt hat zur neuen, gr\u00f6\u00dferen Universit\u00e9 de Strasbourg gef\u00fchrt. Die Tatsache, dass die Institutionen diesen Schritt proaktiv gehen, zeigt, wie produktiv diese Idee ist. Es wurde der Wunsch umgesetzt, die wissenschaftliche Zukunft f\u00fcr diese Institution gemeinsam zu gestalten. Insoweit ist die Volluniversit\u00e4t immer noch das Erfolgsmodell f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Aber wie wird die Volluniversit\u00e4t in Zukunft im Einzelnen aussehen? Da sind viele Punkte offen. Ich habe bei Weitem nicht auf jede Frage eine Antwort. Wir k\u00f6nnten dazu erneut ganz unterschiedliche \u201eapproaches\u201c diskutieren. Ich will drei Beispiele geben: Wenn Sie sich die Organisationsstruktur einer Universit\u00e4t ansehen, die \u201egovernance\u201c, wie man neudeutsch sagt, dann gibt es in der \u00f6ffentlichen Diskussion sehr polarisierte Positionen. Auf der einen Seite die beispielsweise an der TU Berlin immer wieder diskutierte Drittel- oder gar Viertelparit\u00e4t in den akademischen Gremien. Auf der anderen Seite gibt es das Modell der unternehmerischen Universit\u00e4t, einer Universit\u00e4t also, die sich in ihrer Organisation an einem Unternehmen orientiert, und selbstverst\u00e4ndlich gibt es unz\u00e4hlige Zwischenformen zwischen diesen beiden Visionen. Daran zeigt sich, dass die Vorstellung davon, wie eine Universit\u00e4t organisiert werden soll, wie ihre Verfassung aussehen soll, sehr unterschiedlich ist.<\/p>\n<p>Neben politischen Hintergr\u00fcnden hat dies vor allem auch etwas damit zu tun, dass grunds\u00e4tzlich nicht eindeutig gekl\u00e4rt ist, was man von den Universit\u00e4ten erwartet. Die Auffassungen dar\u00fcber, welche Aufgaben die Universit\u00e4ten \u00fcbernehmen sollen, gehen sehr weit auseinander. Eine Gruppe wirbt daf\u00fcr, dass vor allen Dingen die beiden Kernaufgaben einer Universit\u00e4t, n\u00e4mlich Forschung und Lehre, bedient werden. Eine andere Philosophie sieht die Universit\u00e4t als eine allgemeine Begl\u00fcckungsanstalt, die eine Vielzahl von Aufgaben wahrzunehmen hat. Ich selbst bin eher sehr zur\u00fcckhaltend, zu viele Aufgaben bei einer Universit\u00e4t abzuladen.<\/p>\n<p>Daneben wird eine gro\u00dfe Diskussion dar\u00fcber gef\u00fchrt, wie autonom die Hochschulen eigentlich sein sollen. Das ist eine Frage, die vor allen Dingen die staatlichen Hochschulen betrifft. Wir haben ja in den letzten 25 Jahren einen enormen Autonomiezuwachs an den Hochschulen gesehen, was ich am Beispiel der LMU deutlich machen will. Fr\u00fcher hat faktisch das Wissenschaftsministerium neue Professorinnen und Professoren berufen, und der Minister hat jeden Ruf unterschrieben. Heute entscheidet die Universit\u00e4t autonom \u00fcber Berufungen; das Berufungsrecht liegt direkt bei der Universit\u00e4t. Und es gab noch viele weitere \u00c4nderungen, die die Autonomie gest\u00e4rkt haben. Auch dieser Prozess ist nicht unumstritten; es gibt durchaus auch Bef\u00fcrworter einer st\u00e4rkeren Regulierung der Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ich sehe in der hier herrschenden Meinungsvielfalt kein Problem, warne aber vor der Antwort: Lasst uns doch einen goldenen Mittelweg gehen, machen wir von allem ein bisschen. Das halte ich f\u00fcr ein Zeichen von Denkfaulheit und in manchen Punkten f\u00fcr falsch. Was die Aufgabendefinition f\u00fcr die Universit\u00e4ten angeht, bin ich eher Purist und w\u00fcrde immer argumentieren, man solle sich auf Forschung und Lehre konzentrieren.<\/p>\n<p>Wenn man definiert, was eine Universit\u00e4t tun soll, was ihre Aufgaben sind, muss aber auch explizit dargestellt sein, was sie nicht tun soll. Man erlebt eine Art Verantwortungsverschiebung. Beispielsweise wurde das Thema Weiterbildung und viele andere Themen nach und nach, teilweise direkt per Gesetz, den Universit\u00e4ten zugeschrieben. Das fand ich immer sehr gef\u00e4hrlich, und deswegen bin ich der Meinung, dass die Universit\u00e4ten hier im eigenen Interesse sehr vorsichtig sein m\u00fcssen. Die ganze Aufgabenpalette klingt wirklich gut: Technologietransfer, Patentierungen \u2013 alles Aufgaben der Universit\u00e4ten. Man muss aber die Aufgaben auch erf\u00fcllen und wird letztlich an der Erf\u00fcllung dieser Aufgaben gemessen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass die angesprochenen Fragen alle l\u00f6sbar sind, und dass das Modell der Volluniversit\u00e4t wirklich Zukunft hat. Wenn es uns gelingt, diese Fragen f\u00fcr unsere Institution jeweils richtig zu beantworten, dann k\u00f6nnen Sie das, was ich Ihnen heute sagen wollte, folgenderma\u00dfen zusammenfassen: Wenn Sie die Zahlen, die ich Ihnen vorhin genannt habe, nochmal Revue passieren lassen, sehen Sie, dass die zweite H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts das Jahrhundert der Universit\u00e4ten war, sicherlich auch das Jahrhundert der Volluniversit\u00e4ten, trotz oder vielleicht sogar wegen dieses enormen Zuwachses. Und wenn wir es klug anstellen, dann wird das 21. 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