{"id":32351,"date":"2023-07-17T14:36:11","date_gmt":"2023-07-17T12:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=helfer-henker-heilige"},"modified":"2025-07-25T11:15:39","modified_gmt":"2025-07-25T09:15:39","slug":"der-letzte-tag-jesu-dramatis-personae","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-letzte-tag-jesu-dramatis-personae\/","title":{"rendered":"Der letzte Tag Jesu. Dramatis Personae"},"content":{"rendered":"<p>Diese 24 Stunden haben die Welt ver\u00e4ndert. Der letzte Tag des Jesus von Nazareth ist zweifellos ein entscheidendes Datum der Weltgeschichte. Es sind 24 Stunden voller Dramatik, voller Unrecht und Feigheit, voll von Intrigen und Gewalt.<\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrigen biblischen Tage r\u00fccken den letzten Tag Jesu ins Zentrum und widmen sich den Personen und Figuren in den Passionserz\u00e4hlungen. Die vielen Gesichter und Namen im Umfeld der Passion sind wie Br\u00fccken: Sie f\u00fchren ins Geschehen und erz\u00e4hlen ausdrucksstark von den Ereignissen und \u2013 vor allen Dingen \u2013 von der Bedeutung der letzten 24 Stunden Jesu.<\/p>\n<p>Am Anfang ginge es nun darum, die B\u00fchne des Geschehens auszuleuchten. Vor diesem Hintergrund soll dann der Scheinwerfer \u2013 Zug um Zug \u2013 auf einzelne Handlungstr\u00e4ger gerichtet werden. Der Blick auf die Vorg\u00e4nge und Ereignisse stellt eine Verst\u00e4ndnisfolie dar, auf der die Konturen der einzelnen Personen deutlich hervortreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Hintergrund<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zum Zeitpunkt: <\/strong>Alle Evangelien des Neuen Testaments stimmen darin \u00fcberein, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. So betont das Markusevangelium: \u201e<sup>42<\/sup> Und als es schon Abend geworden war \u2013 es war n\u00e4mlich R\u00fcsttag, das ist der Vorsabbat \u2013, <sup>43<\/sup> kam Josef von Arimath\u00e4a, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch das Reich Gottes erwartete, und er wagte es und ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu.\u201c (Mk 15,42-43)<\/p>\n<p>Unklar aber ist, ob dieser Freitag der R\u00fcsttag zum Paschafest (I) war oder der Paschatag selbst (II). Das Johannesevangelium (Joh 19,31) datiert den Todestag Jesu in ein Jahr, in dem \u2013 im Sinn der ersten M\u00f6glichkeit (I) \u2013 das Paschafest auf einen Sabbat fiel. Jesus wurde somit am Vortag eines besonders gro\u00dfen Pascha-Sabbats gekreuzigt. Die Synoptiker dagegen vertreten die zweite M\u00f6glichkeit (II) und gehen von einer Hinrichtung Jesu am Paschafeiertag selbst aus. Veranschaulichen wir die unterschiedlichen Datierungen des Todestags Jesu anhand einer Grafik. <strong>(siehe <em>Grafik 1<\/em>)<\/strong><\/p>\n<p>Das Paschafest datiert stets auf den 15. Nisan. Der Monatsname \u201eNisan\u201c leitet sich vom Akkadischen ab und bedeutet \u201eFr\u00fchjahrsbl\u00fcte\u201c. Nach dem gregorianischen Kalender beginnt der 30 Tage dauernde Monat Mitte M\u00e4rz. Der Vortag \u2013 der 14. Nisan \u2013 ist der R\u00fcsttag: Die Vorbereitungen f\u00fcr die Paschafeier werden getroffen und am Nachmittag die Paschal\u00e4mmer f\u00fcr das Paschamahl geschlachtet. Das Paschamahl findet in der Nacht vom 14. auf den 15. Nisan, nach Einbruch der Dunkelheit, statt.<\/p>\n<p>Nach der Darstellung des Johannesevangeliums (I) f\u00e4llt im Todesjahr Jesu das Paschafest \u2013 der 15. Nisan \u2013 auf einen Sabbat: \u201eDie Juden nun baten Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuz blieben, weil es R\u00fcsttag war \u2013 denn der Tag jenes Sabbats war gro\u00df \u2013, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen w\u00fcrden.\u201c (Joh 19,31) Somit stirbt Jesus am 14. Nisan, dem R\u00fcsttag zum Paschafest, das in besagtem Jahr ein besonders gro\u00dfer Feiertag war und auf einen Sabbat fiel. Diese Datierung setzt zugleich voraus, dass Jesu Abschiedsmahl kein Paschamahl im eigentlichen Sinn war. Zum Zeitpunkt des regul\u00e4ren Paschamahls (in der Nacht vom 14. auf den 15. Nisan) war Jesus bereits tot.<\/p>\n<p>Dagegen gehen die Synoptiker (II) von der Tatsache aus, dass Jesus mit seinen J\u00fcngern ein Paschamahl feierte. Darauf weist die Aussage der J\u00fcnger hin, die Jesus fragen: \u201eUnd am ersten Tag der unges\u00e4uerten Brote, als man das Passalamm schlachtete, sagen seine J\u00fcnger zu ihm: Wo sollen wir hingehen und das Passamahl f\u00fcr dich bereiten?\u201c (Mk 14,12) Der synoptischen Chronologie nach wird Jesus \u2013 nach Einnahme des Paschamahls \u2013 in der Nacht vom 14. auf den 15. Nisan verhaftet und am Nachmittag des 15. Nisan \u2013 dem Tag des Paschafests \u2013 gekreuzigt. Auch nach der synoptischen Darstellung ist der Todestag Jesu ein Freitag und insofern der Tag vor dem Sabbat (Mk 15,42-43).<\/p>\n<p>Mit den unterschiedlichen Datierungen ist eine jeweils eigene theologische Aussage verbunden. Im Johannesevangelium stirbt Jesus zu der Zeit, in der die Paschal\u00e4mmer f\u00fcr das Paschamahl geschlachtet werden: am Nachmittag des R\u00fcsttages zum Paschafest, am Nachmittag des 14. Nisan. Schon am Beginn des Evangeliums wird Jesus als Lamm Gottes pr\u00e4sentiert: \u201eAls Jesus vor\u00fcberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!\u201c (Joh 1,36; ebenso Joh 1,29)<\/p>\n<p>Die synoptische Tradition ist dagegen vom Interesse bestimmt, das letzte Mahl Jesu als ein originales Paschamahl und als Mahl des neuen Bundes darzustellen.<\/p>\n<p>Historisch d\u00fcrfte eine Hinrichtung Jesu am Paschatag \u2013 aus kultischen, religi\u00f6sen, politischen und gesellschaftlichen Gr\u00fcnden \u2013 \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich sein. Die synoptische Tradition widerspricht sich auch selbst, wenn sie einerseits von der Kreuzigung Jesu am Nachmittag des Paschatags ausgeht, aber andererseits das folgende Wort der j\u00fcdischen Autorit\u00e4ten zitiert: \u201e<sup>1<\/sup> Es waren noch zwei Tage bis zum Paschafest und den Tagen der Unges\u00e4uerten Brote. Und die Hohepriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und t\u00f6ten k\u00f6nnten. <sup>2<\/sup> Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.\u201c (Mk 14,1-2) Eine Versammlung des Synhedriums, eine r\u00f6mische Gerichtsverhandlung und eine \u00f6ffentliche Hinrichtung, aber auch die angedeutete Feldarbeit von Simon von Zyrene (Mk 15,21) und der Kauf eines Leintuchs durch Joseph von Arimath\u00e4a (Mk 15,46) vertragen sich nicht mit dem Paschatag als H\u00f6hepunkt des j\u00fcdischen Festjahres. Das Leben in Jerusalem stand dann still. Die Feierlichkeiten konnten, durften und wurden nicht durch einen Prozess und durch eine das kultische Empfinden extrem belastende Hinrichtung gest\u00f6rt. Ebenso macht die in der synoptischen Tradition erw\u00e4hnte Paschaamnestie nur am R\u00fcsttag des Paschafestes Sinn. Die Freilassung sollte dem Gefangenen ja die M\u00f6glichkeit geben, mit seiner Familie das Paschamahl zu feiern. Nach der synoptischen Chronologie war das Mahl (in der Nacht vom 14. auf den 15. Nisan) zum Zeitpunkt der Amnestie (am Vormittag des 15. Nisan) bereits vor\u00fcber. Kurzum: Die synoptische Tradition weist doch deutliche Spannungen und Ungereimtheiten auf. Historisch ist der Datierung und Chronologie des Johannesevangeliums zu folgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zum Ort: <\/strong>Der Ort des Geschehens ist Jerusalem. Jesus trifft dort nach einer langen Reise, von Galil\u00e4a herkommend, ein. Das Markusevangelium ist bem\u00fcht, diesen Weg Jesu hinauf nach Jerusalem als einen Weg in die Erniedrigung und ans Kreuz darzustellen (Mk 8,22-10,52). Die Aktion Jesu im Tempel d\u00fcrfte den Konflikt versch\u00e4rft und die j\u00fcdischen Autorit\u00e4ten zu einem Einschreiten und Handeln bewogen haben.<\/p>\n<p>In der Paschawoche und f\u00fcr die Paschafeierlichkeiten kommen gewaltige Pilgerstr\u00f6me in die Stadt. Neben den gesch\u00e4tzten 40.000 Einwohnern Jerusalems wohnen dann bis zu 100.000 Pilger in der Stadt und in den umliegenden Orten. Die Pilger beziehen Privatquartiere und \u00f6ffentliche Herbergen, wohnen in Zelten und H\u00fctten oder \u2013 wie wohl auch Jesus und seine J\u00fcnger (Mk 11,12) \u2013 in Vororten der Stadt.<\/p>\n<p>Gerade am R\u00fcsttag des Paschafests herrscht in Jerusalem hektische Betriebsamkeit. Das Schicksal eines einzelnen verurteilten Verbrechers d\u00fcrfte in den Vorbereitungen auf das Fest kaum registriert worden sein. Allenfalls der Kreuzweg Jesu durch die \u00fcberf\u00fcllten Stra\u00dfen der Stadt wird in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen. Dies war durchaus auch eine bewusste Absicht, sollte doch die Hinrichtung und die \u00f6ffentliche Zurschaustellung des Verurteilten abschreckend wirken. Der bevorstehende Beginn des Paschafestes erkl\u00e4rt die Eile und den \u00fcberst\u00fcrzten Prozess: Die Causa sollte schnell und kompromisslos erledigt werden, um die Feierlichkeiten nicht zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zum (ungef\u00e4hren) Verlauf: <\/strong>Die letzten 24 Stunden Jesu d\u00fcrften wie folgt verlaufen sein: Nach einem Mahl mit seinen J\u00fcngern, das zwar kein originales Paschamahl gewesen ist, aber doch (am Abend des 13. Nisan) im Dunstkreis und in zeitlicher N\u00e4he zum Paschafest stattfand, wird Jesus von der j\u00fcdischen Tempelmiliz verhaftet. An der Auslieferung und dem Verrat des Aufenthaltsorts d\u00fcrfte ein J\u00fcnger beteiligt gewesen sein. Die anderen J\u00fcnger flohen. F\u00fcr die Zuverl\u00e4ssigkeit der beiden Aussagen \u2013 Verrat und Flucht \u2013 spricht das Kriterium der Tendenzwidrigkeit: derart negative Details des Geschehens sind wohl kaum von den Evangelisten erfunden worden. Vielmehr wurden sie \u2013 obwohl ern\u00fcchternd und belastend \u2013 \u00fcberliefert, weil sie den Tatsachen entsprachen.<\/p>\n<p>In einem informellen Vorverh\u00f6r unter Vorsitz des Hohepriesters und unter Beteiligung einzelner Mitglieder des Synhedriums werden die Anklagepunkte sondiert. Die Blutgerichtsbarkeit oblag den R\u00f6mern. Sollte Jesus vor Pilatus der Prozess gemacht werden, mussten die Argumente sorgsam gewogen und pr\u00e4zisiert werden. Religi\u00f6se Anklagepunkte d\u00fcrften die R\u00f6mer \u2013 im Gegensatz zu den j\u00fcdischen Autorit\u00e4ten \u2013 kaum interessiert haben. Im Prozess Jesu werden darum auch zun\u00e4chst religi\u00f6se Anklagepunkte vorgebracht, die dann \u2013 weil f\u00fcr Pilatus nicht stichhaltig \u2013 um politische erg\u00e4nzt werden. Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes konnte als Angriff auf die Herrschaft Roms verstanden werden. Wom\u00f6glich wurde an jenem Morgen noch anderen politischen Unruhestiftern der Prozess gemacht: die Erw\u00e4hnung von Barabbas und zwei Mitgekreuzigten l\u00e4sst diesen Schluss zu. Wenn es sich dabei um Aufst\u00e4ndische handelte (Mk 15,7), k\u00f6nnte die politische Anklage auch auf den Prozess Jesu abgef\u00e4rbt haben.<\/p>\n<p>Den eigentlichen Urteilsspruch f\u00e4llt Pilatus. Jesus wird \u2013 sollte es f\u00fcr die Hinrichtung eines Provinzialen minderen Rechts \u00fcberhaupt eines offiziell nachpr\u00fcfbaren Schuldspruchs bedurft haben \u2013 wegen Majest\u00e4tsbeleidung (crimen laesae maiestatis) verurteilt. Nach den \u00fcblichen Praktiken der Gei\u00dfelung und Verspottung wird Jesus zur Hinrichtungsst\u00e4tte gef\u00fchrt und dort zusammen mit zwei weiteren Verurteilten gekreuzigt. Es war Freitag, der 14. Nisan des Jahres 30, der R\u00fcsttag zum gro\u00dfen Pascha-Sabbat.<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich war die Beisetzung des Leichnams Jesu in einem Einzelgrab. Eigentlich sollten die Gekreuzigten zur Abschreckung noch tagelang am Kreuz verbleiben. Die sterblichen \u00dcberreste wurden in aller Regel sp\u00e4ter in einem Massengrab verscharrt. Die Beisetzung Jesu in einem Einzelgrab hat sich der urchristlichen Erinnerung \u2013 aufgrund der Besonderheit \u2013 fest eingepr\u00e4gt. Der ungew\u00f6hnliche Sachverhalt spiegelt sich in den gebrauchten Verben: Joseph von Arimath\u00e4a \u201ewagte es, Pilatus um den Leichnam Jesu zu bitten\u201c (Mk 15,43). Die Herausgabe des Leichnams war keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Joseph muss um diesen Gunsterweis des Statthalters bitten. Nicht von ungef\u00e4hr vermitteln die Erz\u00e4hlungen von der Beisetzung einen recht hektischen Eindruck. Es war Freitag, der R\u00fcsttag zum gro\u00dfen Feiertag und Sabbat. Der Beginn der Paschafeierlichkeiten stand unmittelbar bevor. Es blieben nur wenige Stunden, um Jesus noch vor Sonnenuntergang zu bestatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Personen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die letzten 24 Stunden Jesu ereignen sich an verschiedenen Handlungsorten. In den Erz\u00e4hlungen der Evangelien treten an den einzelnen Orten des Geschehens verschiedene Personen auf. Eine \u00dcbersicht soll veranschaulichen, welche Figuren mit welcher Handlungssequenz in Verbindung stehen. <strong>(siehe Grafik 2)<\/strong><\/p>\n<p>Unter den Personen der Passionserz\u00e4hlungen finden sich kleinere und gr\u00f6\u00dfere Charaktere, entscheidende Handlungstr\u00e4ger und nur beil\u00e4ufig erw\u00e4hnte Anwesende. Bei allen Unterschieden zwischen den Evangelien zeigt sich doch eine bemerkenswerte Kongruenz durch alle Traditionen. Alle Evangelien stimmen gr\u00f6\u00dftenteils hinsichtlich der auftretenden Personen in den jeweiligen Handlungssequenzen \u00fcberein. Im Unterschied etwa zur Geburt Jesu wurden die Ereignisse der Passion Jesu von Augenzeugen direkt verfolgt und tradiert. Schon in den 30er Jahren d\u00fcrfte ein Ur- oder Kurzbericht des Geschehens vorgelegen haben. Die m\u00fcndliche Weitergabe und die zunehmend schriftliche Fixierung der Passion Jesu gehen \u2013 in einem langen und komplizierten Traditions- und \u00dcberlieferungsprozess \u2013 Hand in Hand, greifen aufeinander aus und bedingen sich wechselseitig. Vor der Abfassung des Markusevangeliums jedenfalls lag eine schriftliche Fassung der Passion bereits vor. Sie bildete die Grundlage f\u00fcr die theologisch-literarische Bearbeitung und Entfaltung in den einzelnen Evangelien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Regisseure<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedes Evangelium beleuchtet die auftretenden Personen im Kontext der Passion Jesu anders. Die Zeichnung und Darstellung sind eigen und von der theologischen Konzeption, den Adressaten, den literarischen F\u00e4higkeiten und Schwerpunkten, aber auch von der geistesgeschichtlichen Beheimatung des jeweiligen Evangeliums gepr\u00e4gt. Es geht also \u2013 der Gattung und dem Darstellungsinteresse der Evangelien nach \u2013 nie nur um eine krude Wiederholung vermeintlich historischer Fakten. Die Geschichte soll lebendig erz\u00e4hlt werden und muss darum entfaltet, \u00fcbersetzt und auch \u2013 rein historisch gesehen \u2013 ver\u00e4ndert werden. Vier Grunds\u00e4tze erkl\u00e4ren die Form und Art der Darstellung:<\/p>\n<p><strong>(1)<\/strong> Es w\u00e4re sicher falsch, die Passionsberichte als unhistorische Erz\u00e4hlungen abzutun. Die komplexe und lange \u00dcberlieferungsgeschichte und die erw\u00e4hnten Details machen deutlich, dass sich die einzelnen Evangelisten sehr wohl auch der Geschichte und den Ereignissen verpflichtet wussten. Gerade auch die konkrete Personen, Namen und Ortsbezeichnungen belegen das durchaus historische Interesse.<\/p>\n<p><strong>(2)<\/strong> Zugleich aber sind alle Evangelien \u201enach\u00f6sterlich\u201c entstanden. Sie setzen den Glauben an die Auferweckung und Erh\u00f6hung Jesu voraus. Oder anders: Der Osterglaube pr\u00e4gt die Darstellung der Passion und des Todes Jesu. Er liefert die Farben zur Zeichnung des Geschehens. Die Passion Jesu wird auf Basis der Ostererfahrung theologisch-christologisch gedeutet. Beispiele hierf\u00fcr w\u00e4ren etwa die Finsternis beim Sterben Jesu, das Zerrei\u00dfen des Tempelvorhangs oder das Bekenntnis des Hauptmanns. \u00dcber die historische Darstellung hinaus sind die Erz\u00e4hlungen an einer theologisch-christologischen Deutung des Geschehens interessiert.<\/p>\n<p><strong>(3)<\/strong> Immer geht es dabei auch um eine Verteidigung Jesu, der ja als Verbrecher verurteilt und gekreuzigt wurde. Der Hauptmann im Markusevangelium, der Sch\u00e4cher im Lukasevangelium, aber auch Pilatus selbst verb\u00fcrgen sich f\u00fcr die Schuldlosigkeit Jesu. F\u00fcr die urchristliche Verk\u00fcndigung sind dies wesentliche Gew\u00e4hrsleute, um Jesus von neutraler oder sogar gegnerischer Seite aus positiv darzustellen.<\/p>\n<p><strong>(4)<\/strong> Schlie\u00dflich sind die Evangelien stets mit Blick auf die Adressaten verfasst. Die Passion Jesu gewinnt Aufforderungscharakter und zielt auf das Verst\u00e4ndnis und das Verhalten der intendierten Leserinnen und Leser. Das Lukasevangelium gestaltet die Passion Jesu als Modell: In der Apostelgeschichte stirbt Stephanus wie Jesus und vergibt seinen M\u00f6rdern (Apg 7,59-60). Mit der Passion Jesu ist die Aufforderung zur Umkehr (Lk 23,48) oder zum Zusammenhalt der J\u00fcnger (Lk 22,32; Joh 19,26-27) verbunden. Die Darstellungsformen sind adressatenorientiert und wenden sich an eine judenchristliche oder reichsr\u00f6mische Leserschaft: mit der Verwendung alttestamentlicher Traditionen oder pagan-hellenistischer Vorstellungen. Im Einzelnen lassen sich die Schwerpunkte und das theologische Kolorit der jeweiligen Evangelien wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>The Gospel of Mark<\/strong>: Schon das \u00e4lteste Evangelium gibt der Passion Jesu \u2013 mit Blick auf die Fragen und Verst\u00e4ndnism\u00f6glichkeiten der Adressaten \u2013 einen eigenen theologischen Sinn und eine ethische Bedeutung. Martin K\u00e4hler bezeichnete das Markusevangelium als \u201ePassionsgeschichte mit ausf\u00fchrlicher Einleitung\u201c. In der Tat: Das gesamte Wirken Jesu steht im Zeichen des Kreuzes und der Passion. In keinem anderen Evangelium tritt der Aufruf zur Kreuzesnachfolge so deutlich hervor. Immer wieder k\u00fcndigt Jesus seine Passion an (Mk 8,31; 9,31; 10,33). Sie wirkt sich auf die Form und Gestaltung der J\u00fcngernachfolge aus: auf die Bereitschaft zum Statusverzicht, zum Tragen des eigenen Kreuzes und zur Nachfolge Jesu im Alltag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>The Gospel of Matthew<\/strong>: F\u00fcr judenchristliche Adressaten verwendet das Matth\u00e4usevangelium insbesondere alttestamentliche Darstellungsmotive und Bilder: das Beben der Erde, das \u00d6ffnen der Gr\u00e4ber oder das Erscheinen Verstorbener im Moment des Todes Jesu (Mt 27,51-53). Deutlich negativ werden die Tat und der Tod von Judas gezeichnet. Auch die Rolle und Beteiligung des j\u00fcdischen Volks an der Verurteilung Jesu wird drastisch erweitert. Der Blutruf des Volks (Mt 27,25) gibt sicherlich kein historisches Geschehen wieder, sondern ist von Spannungen mit der j\u00fcdischen Gemeinde veranlasst und gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Positiver dagegen erscheint \u2013 als Kehrseite der Medaille \u2013 Pilatus: die Unschuldsgeste und die Warnung seiner Frau r\u00fccken \u2013 zulasten der Juden \u2013 den historisch eigentlich Verantwortlichen f\u00fcr den Tod Jesu in ein positives Licht (Mt 27,17-19.24). Um das in der Adressatengemeinde noch im Umlauf befindliche Ger\u00fccht vom Leichenraub zu entsch\u00e4rfen, unterstreicht das Matth\u00e4usevangelium die Bewachung des Grabes Jesu: Das Ger\u00fccht wird als bewusste Intrige entlarvt (Mt 28,11-15).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Lukasevangelium<\/strong>: Nur im Lukasevangelium findet der Rangstreit der J\u00fcnger im Abendmahlssaal statt (Lk 22,24). Jesus richtet ein Wort an Simon (Lk 22,31-32) und die Klagefrauen auf dem Kreuzweg (Lk 23,28-31). Er verhei\u00dft dem reum\u00fctigen Sch\u00e4cher das Paradies (Lk 23,43) und stirbt gewaltlos und vergebend. Das Lukasevangelium ist bem\u00fcht, die Passion Jesu als Handlungsmodell darzustellen: Die Art, wie Jesus leidet und stirbt, muss Konsequenzen f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis und in der Lebensf\u00fchrung der J\u00fcnger zeitigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>The Gospel of John<\/strong>: Im Grunde spricht und handelt im Johannesevangelium nicht mehr der historische Jesus, sondern der auferstandene und zum Vater erh\u00f6hte Christus. Auch die synoptischen Evangelien nehmen das Leben und Wirken Jesu durch das Prisma des Osterglaubens wahr. Der johanneische Ansatz aber ist noch radikaler und durch und durch von einer christologischen Tiefenwahrnehmung Jesu bestimmt. Die Kreuzigung ist keine Erniedrigung, sondern die Verherrlichung Jesu. Der johanneische Christus leidet eigentlich nicht, sondern thront hoheitlich am Kreuz. Er sorgt f\u00fcr die Mutter und den J\u00fcnger und vollendet selbstbewusst seine Sendung: \u201eEs ist vollbracht.\u201c (Joh 19,30) Die Passion Jesu wird ins Flutlicht des Osterbekenntnisses ger\u00fcckt und zu einem eindrucksvollen christologischen Glaubensportrait umgestaltet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das theologische Kolorit und Aussageinteresse der einzelnen Evangelien bestimmen die Zeichnung der Figuren. So kann es passieren, dass ein und dieselbe Person in jedem Evangelium doch anders erscheint. Bleibt die Darstellung von Pilatus im Markusevangelium noch relativ neutral, erscheint sie im Johannesevangelium wie eine ironisierende Karikatur eines machtlosen Richters: Pilatus sitzt selbst auf der Anklagebank und erkennt die Wahrheit nicht, die in Person Jesu vor ihm steht (Joh 18,38).<\/p>\n<p>Sicherlich ist in den Erz\u00e4hlungen \u00fcber die Passion Jesu nicht alles aus der Luft gegriffen. Die Traditionen ranken sich um historische Haftpunkte. Die historische Fragestellung aber ist nicht die einzige und f\u00fcr die Evangelien auch nicht die entscheidende. Noch wichtiger sind die Hintergr\u00fcnde und die Bedeutung des Geschehens, das Ergriffensein und das existentielle Begreifen der Adressaten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>The meaning<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Personen der Passionsgeschichte erf\u00fcllen verschiedene Funktionen. Es ist ein lohnendes Unterfangen, sich von ihnen an der Hand nehmen und in das Geschehen f\u00fchren zu lassen. Sie sind wie Anker, Br\u00fccken und Spiegel f\u00fcr die Leserinnen und Leser.<\/p>\n<p>Die Figuren sind keine M\u00e4rchengestalten oder Phantasieprodukte. Wer in ihnen nur Erfindungen oder literarische Kondensate sieht, hat ihre Relevanz und Bedeutung noch nicht begriffen. Grundlegend darf angenommen werden, dass sich die Erinnerung an konkrete Personen, Handlungstr\u00e4ger und Zeugen des Geschehens tief in die urchristliche Erinnerung eingegraben hat. Inmitten aller Theologie und Deutung sind die Figuren auch als historische Haftpunkte wahrzunehmen. Wer ihnen folgt, erf\u00e4hrt \u2013 grunds\u00e4tzlich und generell \u2013 etwas \u00fcber das historische Geschehen und den Gang der damaligen Ereignisse.<\/p>\n<p>Das Anliegen der Evangelien ersch\u00f6pft sich aber nicht im Berichten \u00fcber Gewesenes. Die Figuren sind eben nicht nur \u201eGeschichte\u201c. Sie sind dazu bestimmt und derart gestaltet, dass die Geschichte lebendig werden kann. Der Leser schaut aus ihrer Perspektive und durch ihre Brille auf die Ereignisse. Insofern fordern sie zum aneignenden Lesen auf: In ihrer Rolle werden die Leserinnen und Leser ein aktiver Teil des Geschehens und k\u00f6nnen die letzten Stunden Jesu konturreich nachvollziehen.<\/p>\n<p>In den Gesichtsz\u00fcgen der Personen spiegelt sich das leitende Interesse des jeweiligen Evangelisten. Die Figuren repr\u00e4sentieren und personifizieren den Aussagewillen und die Zielsetzung des Evangeliums. Sie sind Teil der literarischen Strategie: Impulsgeber, Platzhalter, Aktualisierungsauftrag und Handlungsmodell.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sind sie \u2013 f\u00fcr jene, die mehr haben wollen als historische Informationen oder Kenntnisse \u00fcber die Situation und Fragen der damaligen Adressaten \u2013 auch lehrreiche Spiegelbilder. Ja, man kann sich selbst in diesen Figuren erkennen. Manchmal erschrickt, err\u00f6tet oder erbleicht man: Wie \u00e4hnlich sie einem doch sind! Meine eigene Feigheit verk\u00f6rpert durch Petrus, meine Wankelm\u00fctigkeit dargestellt anhand von Pilatus, die Fassungslosigkeit hallt nach in den Tr\u00e4nen der Frauen beim Kreuz\u2026<\/p>\n<p>Von Martin Walser stammt der Satz: \u201eMan kann, um sich zu begegnen, in den Spiegel schauen, auf alte und neuere Fotos, aber auch in ein Buch. Man begegnet sich da. Lesen ist nicht etwas wie Musikh\u00f6ren, sondern wie Musizieren. Das Instrument ist man selbst.\u201c Die Figuren der Passionserz\u00e4hlung musizieren mit uns. Man kann sich auf ihnen spielen. Oder anders: Sie bringen im aufmerksamen und hingebungsvollen Leser etwas zum Klingen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese 24 Stunden haben die Welt ver\u00e4ndert. Der letzte Tag des Jesus von Nazareth ist zweifellos ein entscheidendes Datum der Weltgeschichte. Es sind 24 Stunden voller Dramatik, voller Unrecht und Feigheit, voll von Intrigen und Gewalt. 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