{"id":32355,"date":"2023-07-17T14:36:15","date_gmt":"2023-07-17T12:36:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-dreissigjaehrige-krieg-des-17-jahrhunderts"},"modified":"2025-11-07T12:08:18","modified_gmt":"2025-11-07T11:08:18","slug":"was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/","title":{"rendered":"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Es war ein vergleichsweise harmloses Ereignis, das einen Krieg ausl\u00f6ste, der nicht nur drei\u00dfig Jahre gedauert hat, sondern in dem auch etwa ein Drittel der in den Territorien des Hl. R\u00f6mischen Reichs Deutscher Nation lebenden Menschen den Tod fanden \u2013 nicht nur durch unmittelbare Kriegshandlungen, sondern auch infolge von Hungersn\u00f6ten und Seuchenwellen, die schon bald zu Begleitern der durchziehenden Heere und der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me wurden. Das Missverh\u00e4ltnis zwischen dem Prager Fenstersturz und einem Krieg, der ganz Deutschland verheerte, hat seit jeher alle umgetrieben, die sich mit diesem Krieg besch\u00e4ftigt haben. Man hat deswegen, wie das auch beim Ersten Weltkrieg und dessen Ausl\u00f6sung durch das Attentat auf den \u00f6sterreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau in Sarajewo der Fall war, auf die von dem altgriechischen Historiker Thukydides eingef\u00fchrte Unterscheidung zwischen \u201eAnlass\u201c und \u201eUrsache\u201c zur\u00fcckgegriffen: der Prager Fenstersturz war blo\u00df der Anlass f\u00fcr einen Krieg, dessen Ursachen, so die These, tiefer lagen, und dann wurden die konfessionelle Spaltung, die Paralyse der Reichsinstitutionen infolge der konfessionellen Konflikte und schlie\u00dflich die Dominanz radikaler Gruppen innerhalb von Protestantismus und Katholizismus genannt. In der Folge dieser \u201eErkl\u00e4rung\u201c des Krieges ist dieser dann als Konfessions- bzw. Religionskrieg begriffen worden. Aber trifft das wirklich zu? \u2013 Darum soll es im ersten Teil gehen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem bei der Betrachtung dieses Krieges besteht in der Beantwortung der Frage, warum der Krieg so unendlich lange gedauert hat und warum es nicht gelungen ist, ihn fr\u00fcher zu beenden \u2013 etwa nach dem Sieg des Kaisers und der katholischen Liga in der Schlacht am Wei\u00dfen Berg \u00fcber das b\u00f6hmische St\u00e4ndeheer im Oktober 1620. Es h\u00e4tte sich dann um den \u201eb\u00f6hmischen Krieg\u201c gehandelt, und f\u00fcr den w\u00fcrden sich heute au\u00dfer ein paar Spezialisten niemand mehr interessieren. Oder nach dem L\u00fcbecker Frieden von 1628, mit dem die Interventionsmacht D\u00e4nemark aus dem Krieg ausschied. Oder mit dem Prager Frieden von 1635, als der Kaiser auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht und die proprotestantische Interventionsmacht Schweden milit\u00e4risch am Rande des Abgrunds stand. Der Krieg hat danach noch dreizehn Jahre gedauert, und der H\u00f6hepunkt der Verheerung Deutschlands stand noch bevor. Oder anders gefragt: Warum ist keine der gro\u00dfen Schlachten dieses Krieges zur definitiven Entscheidungsschlacht geworden?<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich ist da noch die Frage, ob wir etwas \u2013 und wenn ja, was \u2013 aus dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg f\u00fcr die Gegenwart lernen k\u00f6nnen, seitdem das Religi\u00f6s-Konfessionelle wieder zu einer Kriegsursache geworden ist? Und vor allem: K\u00f6nnen wir etwas aus dem Westf\u00e4lischen Frieden lernen, der in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck \u00fcber mehr als vier Jahre lang ausverhandelt worden ist und durch den nicht nur der Krieg beendet, sondern zugleich eine grundlegend neue politische Ordnung in Europa geschaffen worden ist? Oder ist die Besch\u00e4ftigung mit diesem Krieg ein Abtauchen in einen Abschnitt der Geschichte, der definitiv vergangen ist und f\u00fcr den sich nur noch die interessieren, denen die Erforschung der Vergangenheit ein Selbstzweck ist? \u2013 Um diese drei Fragen soll es im Folgenden gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Warum aus dem Prager Fenstersturz ein verheerender Krieg wurde<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Beim Prager Fenstersturz ist keiner der \u201eDefenestrierten\u201c ums Leben gekommen. Der b\u00f6hmische K\u00f6nig Ferdinand h\u00e4tte also durchaus die M\u00f6glichkeit gehabt, mit den Aufr\u00fchrern zu verhandeln und zu versuchen, eine L\u00f6sung zu finden, die beide Seiten zufriedengestellt h\u00e4tten. Seine Vorg\u00e4nger Mathias und Rudolf h\u00e4tten das wahrscheinlich getan \u2013 nicht zuletzt deswegen, weil sie nicht die M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tten, starke Truppenverb\u00e4nde aufzustellen, um sie gegen eine Rebellion in B\u00f6hmen einzusetzen. Das war in Ferdinands Fall anders: erstens, weil an der Balkanfront Ruhe herrschte, da das Osmanische Reich sich in Mesopotamien persischer Angriffe zu erwehren hatten und das Gros ihrer Streitkr\u00e4fte dort im Einsatz war, und zweitens, weil sich die Madrider Linie des Hauses Habsburg, K\u00f6nig Philipp III., entschlossen hatte, die Wiener Verwandten in dem Konflikt mit Geld und Truppen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Es waren somit zwei Umst\u00e4nde, die es Ferdinand erm\u00f6glichten, statt auf Verhandlungen auf Gewalt zu setzen: der Frieden auf dem Balkan und der spanische Entschluss, seine Mittelmeerpl\u00e4ne hintanzustellen und sich stattdessen in Mitteleuropa zu engagieren. Das war eine bemerkenswerte Entscheidung, die einer genaueren Betrachtung bedarf. Spanien war damals der m\u00e4chtigste Akteur in Europa, wobei die spanische Macht auf zwei Pfeilern beruhte: dem Silber aus der \u201eneuen Welt\u201c und den in Flandern, der Wallonie sowie Norditalien rekrutierten Regimentern, die seit etwa einem Jahrhundert zu dem Besten geh\u00f6rten, was in Europa an milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten anzutreffen war. Und w\u00e4hrend die spanische Linie des Hauses Habsburg \u2013 Karl V. hatte das Reich zwischen seinem Sohn Philipp II. und seinem Bruder Ferdinand I. aufgeteilt \u2013 \u00fcber die <em>materiellen Ressourcen<\/em> f\u00fcr die Position einer europ\u00e4ischen Vormacht verf\u00fcgte, besa\u00df die deutsche Linie die <em>Legitimit\u00e4t<\/em> f\u00fcr die Inanspruchnahme dieser Vorherrschaft, da sie seit etwa eineinhalb Jahrhunderten den Kaiser stellte. \u00dcber eine solche Zusammenballung von materiellen und ideellen Machtressourcen verf\u00fcgte kein anderer Akteur.<\/p>\n<p>Aber Spanien hatte ein Problem, und das war der Aufstand in den n\u00f6rdlichen Niederlanden, der nun schon mehrere Jahrzehnte andauerte und den die Spanier nicht niederzuwerfen vermochten. Die Z\u00e4higkeit, mit der sich die Niederl\u00e4nder gegen die spanische Weltmacht behaupteten, zehrte an deren Reputation: Offenbar war Spanien doch nicht so \u00fcberm\u00e4chtig, wie man geglaubt hatte. Reputation war auch zu Beginn des 17. Jahrhunderts schon eine relevante W\u00e4hrung der \u201einternationalen\u201c Politik. Reputation sorgte n\u00e4mlich daf\u00fcr, dass man nicht st\u00e4ndig auf Zwangsgewalt zur\u00fcckgreifen musste, sondern dass sich potentielle Widersacher freiwillig f\u00fcgten. Der Einsatz von Zwangsmitteln war teuer, Reputation hingegen war ein ausgesprochen kosteng\u00fcnstiges Mittel bei der Behauptung eines Vormachtanspruchs. Wir w\u00fcrden heute von \u201esoft power\u201c (J. Nye) sprechen. Ein Imperium stand umso besser da, je mehr es sich auf seine Reputation verlassen konnte. Als man sich in Madrid zur Unterst\u00fctzung des Wiener Vetters gegen die B\u00f6hmen entschloss, herrschte in den Niederlanden gerade ein Waffenstillstand, mit dessen Folgen die f\u00fchrenden spanischen Politiker unzufrieden waren. Mit Aufst\u00e4ndischen einen Waffenstillstand abzuschlie\u00dfen war der halbe Weg zu ihrer Anerkennung als gleichrangiger Akteur.<\/p>\n<p>Die Madrider Entscheidung zur Unterst\u00fctzung der Wiener Verwandtschaft war also keineswegs so selbstlos, wie es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Das Kalk\u00fcl der spanischen Politik sah vor, alles zu tun, damit den deutschen Habsburgern kein \u201ezweites Holland\u201c entstand, und wenn der b\u00f6hmische Aufstand mit Hilfe spanischen Milit\u00e4rs niedergeworfen w\u00fcrde, was aufgrund der geographischen Verh\u00e4ltnisse sehr viel leichter sein sollte als in den Niederlanden, wo die Aufst\u00e4ndischen das Land unter Wasser setzen konnten, um milit\u00e4rische Operationen zu verhindern, w\u00fcrde das auch den Ruf der Unbesiegbarkeit des spanischen Milit\u00e4rs wiederherstellen. Und schlie\u00dflich konnte man danach eine angemessene Gegenleistung erwarten, und die w\u00fcrde in einem Angriff des Hauses auf die Niederlande bestehen, und dann w\u00fcrde man der Aufst\u00e4ndischen Herr werden. Also transferierte man gro\u00dfe Summen Golddukaten nach Wien und setzte die besten Regimenter aus Flandern und der Wallonie nach B\u00f6hmen in Marsch.<\/p>\n<p>Fassen wir das bislang Gesagte zusammen, so waren es mindestens drei Gr\u00fcnde, die daf\u00fcr sorgten, dass aus dem antihabsburgischen Aufstand ein Krieg wurde, der das ganze Hl. R\u00f6mische Reich erfassen sollte. Da war zun\u00e4chst der Verfassungskonflikt in Prag, der sich um die Frage drehte welche Rechte der K\u00f6nig besa\u00df und in welchem Ma\u00df er bei der Regierung des Landes auf die St\u00e4nde R\u00fccksicht nehmen musste oder gar auf deren Zustimmung angewiesen war. Dieser Verfassungskonflikt hatte auch beim Aufstand der Niederlande eine zentrale Rolle gespielt, und er sollte sich ab 1640 in England wiederholen, wo das Parlament in der \u201ebloody revolution\u201c gegen den K\u00f6nig Krieg f\u00fchrte und ihn schlie\u00dflich hinrichten lie\u00df. Insofern geh\u00f6rt der b\u00f6hmische Aufstand in die Fr\u00fchphase der europ\u00e4isch-atlantischen Revolutionen, in deren Verlauf die Parlamentarisierung der Regierungsmacht durchgesetzt wurde. Was in anderen F\u00e4llen zu Revolutionen oder der Verselbst\u00e4ndigung von Staaten gegen\u00fcber einem Imperium wurde, entwickelte sich in B\u00f6hmen zu einem Krieg, der zwar im wesentlichen auf deutschem Boden ausgetragen wurde, aber tats\u00e4chlich ein europ\u00e4ischer Krieg war.<\/p>\n<p>Es waren indes nicht nur seine absolutistischen Neigungen, sondern auch seine gegenreformatorischen Vorstellungen, die Ferdinand dazu veranlassten, mit den aufst\u00e4ndischen B\u00f6hmen nicht zu verhandeln und nach einem verfassungspolitischen Kompromiss zu suchen. Die konfessionelle Aufladung des Verfassungskonflikts, die bereits in den Niederlanden eine Rolle gespielt hatte, sorgte daf\u00fcr, dass es nicht bei einer Auseinandersetzung zwischen b\u00f6hmischen St\u00e4nden und habsburgischem K\u00f6nig blieb, sondern die Aufst\u00e4ndischen auf ein Netz protestantischer Unterst\u00fctzungsm\u00e4chte zur\u00fcckgreifen konnten, die den B\u00f6hmen den R\u00fccken st\u00e4rkten, sie mit Geld unterst\u00fctzten, so dass die \u00fcber ihr St\u00e4ndeheer hinaus weitere Truppen anmieten konnten. Das wiederum f\u00fchrte dazu, dass sie sich den spanischen Truppen nicht umgehend geschlagen geben mussten. Aus dem Aufstand wurde ein Krieg. Dies war die zweite Ebene des Krieges, die von Anfang an eine zentrale Rolle spielte: der konfessionelle Konflikt innerhalb Europas, durch den sowohl die B\u00fcndnis- als auch die Feindschaftslinien vorgezeichnet waren, was daf\u00fcr sorgte, dass der Konflikt nicht auf B\u00f6hmen beschr\u00e4nkt blieb, sondern von Anfang an zu einem europ\u00e4ischen Konflikt wurde. Freilich war 1618\/1619 noch offen, wie viele Akteure in diesen Krieg hineingezogen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re jedoch falsch, aus dem Umstand, dass dieser Krieg \u2013 auch \u2013 ein Konfessionskrieg war, zu schlussfolgern, er sei dies g\u00e4nzlich oder auch nur haupts\u00e4chlich gewesen. Das war er keineswegs, und neben der \u00dcberlagerung des Verfassungs- und des Konfessionskonflikts spielte bis 1631 (und teilweise auch noch dar\u00fcber hinaus) eine Rolle, dass die politischen Akteure entscheiden konnten, ob sie den Krieg eher als einen Verfassungs- oder als einen Konfessionskonflikt ansahen. Das spielte vor allem im Fall des s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten eine Rolle, der als Oberhaupt der Lutheraner in Deutschland keineswegs auf Seiten der aufst\u00e4ndischen b\u00f6hmischen Protestanten in den Krieg eingriff, sondern es l\u00e4nger als ein Jahrzehnt mit dem Kaiser hielt. Johann Georg h\u00e4tte jedoch bestritten, dass er damit de facto f\u00fcr die katholische Seite Partei ergriff und in Abrede gestellt, dass es sich wesentlich um einen Konfessionskrieg handelte. Er sah vielmehr vor allem den Verfassungskonflikt, also den Aufstand des Adels gegen den K\u00f6nig, und der war f\u00fcr ihn Widerstand gegen die Obrigkeit. Das aber kam f\u00fcr einen Lutheraner mit Blick auf R\u00f6mer 13, wo jedermann aufgerufen wird, der Obrigkeit untertan zu sein, denn diese sei von Gott, nicht in Frage. Also hielten es die Sachsen \u2013 und in ihrem Schlepptau auch die reformierten Brandenburger lange mit dem Kaiser. Hier gingen die Frontlinien mitten durch die konfessionellen Lager hindurch.<\/p>\n<p>Neben der Ablehnung einer jeden Form von Aufruhr spielte f\u00fcr den s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten indes noch etwas ganz anderes eine Rolle, und das war das Interesse an der Ausweitung seines Herrschaftsgebiets. Johann Georg hatte sein Auge n\u00e4mlich auf die Ober- und Niederlausitz geworfen und beide Herrschaftsgebiete, die mit den aufst\u00e4ndischen B\u00f6hmen (wie auch Schlesien und M\u00e4hren) ein Verteidigungsb\u00fcndnis eingegangen waren) sich als Pfand f\u00fcr die Milit\u00e4rhilfe aush\u00e4ndigen lassen. Johann Georg lie\u00df die beiden Lausitzen von seinen Truppen besetzen, strich dort Steuern und Abgaben ein und setzte darauf, beide Gebiete seinem Kurf\u00fcrstentum eingliedern zu k\u00f6nnen. Das waren sehr profane Motive, wie man sie im klassischen Staatenkrieg findet, in dem es um Grenzverschiebungen und die Ausweitung eines Herrschaftsgebiets geht.<\/p>\n<p>Diese weitere Ebene des Krieges spielte neben dem s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten auch f\u00fcr Herzog Maximilian von Bayern eine Rolle, der nicht nur an der \u00dcbertragung der Kurw\u00fcrde von dem in Heidelberg residierenden Pf\u00e4lzer Friedrich auf ihn selbst interessiert war, sondern auch an der Eingliederung der Oberpfalz in das Herzogtum Bayern. Reputationsgewinn und Machtvergr\u00f6\u00dferung trieben Maximilian an, auch wenn daneben sein gegenreformatorischer Eifer eine wichtige Rolle spielte. Ganz selbstlos stellte er das von Generalleutnant Tilly kommandierte Heer der Liga Ferdinand nicht zur Verf\u00fcgung, sondern erst, nachdem ihm der 1619 zum Kaiser Gew\u00e4hlte als Gegenleistung den Kurhut und die Oberpfalz zugesagt hatte. Ferdinand sah sich dazu gezwungen, nachdem es den spanischen Truppen nicht gelungen war, die B\u00f6hmen zur Schlacht zu stellen und sie zu schlagen. Nicht zuletzt die protestantische Unterst\u00fctzung der B\u00f6hmen, die inzwischen Kurf\u00fcrst Friedrich V. von der Pfalz anstelle Ferdinands zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt hatten, machte diese neuerliche Ausweitung des Krieges erforderlich. Mit ihr war die Ordnung des Reichs zur Disposition gestellt. Von nun an ging es nicht nur um die Verfassung B\u00f6hmens, sondern auch um die des Reichs.<\/p>\n<p>So wurden immer neue Konflikte in den Krieg hineingezogen, und je mehr das der Fall war, desto schwieriger wurde es, den Krieg zu beenden. Au\u00dfer einem Verfassungskrieg, einem Konfessionskrieg und einem Staatenkrieg war der Krieg auch ein Hegemonialkrieg, und er war das sp\u00e4testens von dem Zeitpunkt an, da Richelieu begriff, dass sich ihm hier die M\u00f6glichkeit zur Aufsprengung des Rings der Habsburger um Frankreich bot bzw. dass Habsburg, wenn es in diesem Krieg erfolgreich war, Frankreich endg\u00fcltig umklammern w\u00fcrde. Mehr und mehr machte er Frankreich zur Kriegspartei, erst mit Subsidien an die Schweden, seit 1635 dann auch mit eigenen Truppen. Die Neuordnung Europas wurde auf deutschem Boden ausgefochten. So wurde der b\u00f6hmische Aufstand zum europ\u00e4ischen Krieg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Warum der Krieg so lange dauerte<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren die vier Ebenen, auf denen der Krieg stattfand, einer der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass alle Friedensbem\u00fchungen ein ums andere Mal scheiterten. Wobei die Vorstellung von den Ebenen des Krieges den Eindruck vermittelt, die Motive und Ziele des Krieges seien voneinander apart gewesen, was aber nicht der Fall war. Sie durchdrangen vielmehr einander, und es l\u00e4sst sich nicht generell sagen, welches der Motive das ausschlaggebende war. Das l\u00e4sst sich nur im konkreten Einzelfall absch\u00e4tzen, und auch da muss man davon ausgehen, dass sich die Bedeutung der Kriegsgr\u00fcnde und Kriegsziele im Kalk\u00fcl eines politischen Akteurs im Laufe der Zeit verschoben. Diese sich best\u00e4ndig ver\u00e4ndernde Gemengelage war einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass weder der Ausgang einer gro\u00dfen Schlacht, also die Entscheidung \u00fcber Sieg und Niederlage, noch ein Friedensvertrag zwischen einigen der kriegsbeteiligten Parteien den Krieg beendete.<\/p>\n<p>Die Historiker haben den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg als einen aus mindestens vier Kriegen bestehenden Krieg beschrieben: dem b\u00f6hmisch-pf\u00e4lzischen Krieg, der trotz der vernichtenden Niederlage der B\u00f6hmen am Wei\u00dfen Berg und der milit\u00e4rischen Erfolge Tillys und seiner spanischen Verb\u00fcndeten in der Ober- und der Rheinpfalz nicht zu Ende ging, sondern sich im nieders\u00e4chsisch-d\u00e4nischen Krieg fortsetzte, als Christian IV. von D\u00e4nemark in den Krieg eingriff, wobei er sich auf den R\u00fcckhalt der protestantischen M\u00e4chte im Nordwesten Europas st\u00fctzen konnte. Beim Eingreifen des D\u00e4nen, der als Herzog von Holstein ein Reichsstand war, spielten ein weiteres Mal unterschiedliche Motive und Ziele eine Rolle: die Verfassungsfrage, die Konfessionsfrage und nicht zuletzt die d\u00e4nische Position im Machtgef\u00fcge von Ost- und Nordsee. So lebte der Krieg wieder auf, und er wurde auf der Gegenseite dieses Mal nicht nur von Tilly, sondern auch von Wallenstein gef\u00fchrt, der f\u00fcr den Kaiser ein gewaltiges Heer aufgestellt hatte. Tilly und Wallenstein zerschlugen Christians Streitkr\u00e4fte und besetzten D\u00e4nemark bis zur n\u00f6rdlichen K\u00fcste J\u00fctlands, aber sie waren nicht in der Lage, dem K\u00f6nig auf die d\u00e4nischen Inseln zu folgen oder ihm die Kontrolle der Ostsee, die er mit Hilfe seiner Flotte behauptete, streitig zu machen.<\/p>\n<p>Damit wird eine weitere Ursache f\u00fcr die lange Dauer des Krieges sichtbar: der Umstand, dass keine der gro\u00dfen Schlachten in der Lage war, den Krieg zu entscheiden, weil die je siegreiche Macht nicht die F\u00e4higkeiten besa\u00df, den milit\u00e4rischen Erfolg in uneingeschr\u00e4nkte politische Dominanz umzuwandeln. Wallensteins Siegeszug endete an den K\u00fcsten von Ost- und Nordsee, weil er keine Flotte aus dem Boden stampfen konnte, wie er zuvor Heere aus dem Boden gestampft hatte. Zum Symbol f\u00fcr die Grenze von Wallensteins im Landkrieg \u00fcberlegene Macht wurde die Stadt Stralsund, die der kaiserliche Generalissimus nicht zu erobern vermochte, da sie \u00fcber See versorgt wurde. Einige Jahre sp\u00e4ter wiederholte sich das bei dem Schwedenk\u00f6nig Gustav Adolf, der bis \u00fcber die Donau vorgesto\u00dfen war und die Heere Tillys in gro\u00dfen Schlachten zertr\u00fcmmert hatte, nun aber nicht auf Wien ins Zentrum der kaiserlichen Macht marschieren konnte, weil er dann seine Versorgungslinien nach Pommern und zur Ostsee \u00fcberdehnt worden w\u00e4ren. Also f\u00fchrte er einen systematischen Verw\u00fcstungskrieg gegen Bayern, um Herzog Maximilian die Mittel zur Fortf\u00fchrung des Krieges zu nehmen, aber das war nur ein weiterer Eskalationsschritt des Krieges, ohne dass damit eine kriegsentscheidende Entwicklung verbunden gewesen w\u00e4re. Immer mehr trat im Verlauf des Krieges an die Stelle des anf\u00e4nglichen Gedankens einer Niederwerfung des Gegners die Strategie der Ermattung, was eine weitere Erkl\u00e4rung f\u00fcr die lange Dauer des Krieges ist.<\/p>\n<p>Das Ausscheiden Christians IV. von D\u00e4nemark im Frieden von L\u00fcbeck f\u00fchrte nicht zum Ende des Krieges, weil nun der alte Kontrahent der D\u00e4nen um die Hegemonie im Ostseeraum, n\u00e4mlich Schweden, in den Krieg eingriff \u2013 der offiziellen Lesart nach, um den Protestantismus in Deutschland zu retten, was f\u00fcr Gustav Adolf zweifellos eine Rolle spielte, aber zweifellos auch, um im Hegemonialkonflikt der beiden M\u00e4chte Skandinaviens den Sieg davonzutragen. 1644 haben Schweden und D\u00e4nemark dann gegeneinander Krieg gef\u00fchrt, wiewohl beide dem Lutherschen Bekenntnis anhingen. Das zeigt einmal mehr, dass der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg kein reiner Religionskrieg, sondern immer auch ein Staaten- und ein Hegemonialkrieg war. So begann mit der Landung Gustav Adolfs im Jahre 1630 auf Usedom der schwedische Krieg, der bis zur Schlacht von N\u00f6rdlingen (1634) dauerte und dann in den schwedisch-franz\u00f6sischen Krieg \u00fcberging. Im Prager Frieden von 1635 unternahm der Kaiser noch einmal den Versuch, den Krieg zu beenden, aber er hatte dabei die Ebene des Hegemonialkriegs au\u00dfer Betracht gelassen und in religionspolitischer Hinsicht seine eigenen Vorstellungen \u00fcberzogen, so dass es im Reich einige F\u00fcrsten gab, die nur darauf warteten, das zeitweilig unterbrochene Kriegsgeschehen wieder aufnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fassen wir zusammen: die \u00dcberlagerung unterschiedlicher Kriegsmotive und Kriegsziele in der Gemengelage eines Verfassungs-, eines Religions-, eines Staaten- sowie eines Hegemonialkriegs sorgten daf\u00fcr, dass sich nach jedem Abschnitt des Kriegsgeschehens immer wieder Gr\u00fcnde fanden, die in der Sicht einiger Akteure gegen die Beendigung und f\u00fcr die Fortsetzung des Krieges sprachen. Erst Max von Trautmannsdorff, dem kaiserlichen Verhandlungsf\u00fchrer in M\u00fcnster und eigentlichen Architekten des Westf\u00e4lischen Friedens, gelang es in den sich \u00fcber mehr als vier Jahre hinziehenden Verhandlungen in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck, die Ebenen des Krieges voneinander zu separieren, auf allen Ebenen tragf\u00e4hige Kompromisse zu finden und gleichzeitig daf\u00fcr zu sorgen, dass sich diese Kompromisse nicht widersprachen. Aber auch dann w\u00e4re die kaiserliche Seite, die sich im Kriegsverlauf lange Zeit auf der Siegerstra\u00dfe gesehen hatte und sich in den Verhandlungsergebnissen von M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck zu vielen Zugest\u00e4ndnissen gen\u00f6tigt sah, wohl kaum zu unterschreiben bereit gewesen, wenn nicht die Aussicht auf eine Verbesserung der Kriegslage und damit der eigenen Verhandlungsposition infolge einiger Niederlagen geschwunden w\u00e4re. Es war die Ersch\u00f6pfung aller beteiligten Parteien, die sie schlie\u00dflich in den Frieden einwilligen lie\u00df.<\/p>\n<p>Was aber hatte dazu beigetragen, dass diese Ersch\u00f6pfung nicht schon viel fr\u00fcher eingetreten ist und das K\u00e4mpfen beendet hat? Betrachtet man den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg als einen Krieg, der wesentlich auf deutschem Boden ausgetragen wurde, auch wenn es gelegentlich zur Ausweitung des Kriegsgeschehens auf d\u00e4nischen, polnischen, ungarischen, italienischen und franz\u00f6sischen Boden kam, so f\u00e4llt auf, dass er von einer offenen und eben nicht einer geschlossenen Kriegs\u00f6konomie getragen wurde. Das hei\u00dft, der Krieg \u201eern\u00e4hrte\u201c sich nicht nur aus den Ressourcen, die im Gebiet der jeweiligen Kriegsschaupl\u00e4tze zu finden waren, sondern wurde \u00fcber seine gesamte Dauer von au\u00dfen \u201eangef\u00fcttert\u201c. Bei einer geschlossenen Kriegs\u00f6konomie w\u00e4ren nach einiger Zeit die Ressourcen zur Weiterf\u00fchrung des Krieges ausgegangen, und der Zustand definitiver Ersch\u00f6pfung w\u00e4re sehr viel fr\u00fcher eingetreten. Tats\u00e4chlich aber str\u00f6mten von Anfang an Gelder und Waffen, Nahrungsmittel und Munition sowie vor allem Soldaten von au\u00dfen in das Kriegsgebiet ein und sorgten daf\u00fcr, dass der Zustand des \u201eAusbrennens\u201c vorerst nicht eintrat. Der Verfassungskonflikt und der Staatenkrieg um die Zugeh\u00f6rigkeit von Territorien waren die Ebenen des Krieges, die innerhalb des Reichs entschieden werden konnten, aber die Ebenen des Konfessions- und des Hegemonialkriegs hatten europ\u00e4ische Ausma\u00dfe und sorgten daf\u00fcr, dass der Krieg ein europ\u00e4ischer Krieg wurde, der st\u00e4ndig von au\u00dfen \u201eangef\u00fcttert\u201c wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was wir aus dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg f\u00fcr gegenw\u00e4rtige und k\u00fcnftige Kriege lernen k\u00f6nnen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ob man aus der Geschichte grunds\u00e4tzlich lernen kann, ist eine umstrittene Frage. Sicherlich l\u00e4sst sich nichts lernen, wenn man die Konstellationen der Vergangenheit schematisch auf die Gegenwart \u00fcbertr\u00e4gt und dann nach Parallelen sucht. Man muss schon nach strukturellen Mustern und Modellen Ausschau halten bzw. diese durch die Analyse von Konstellationen herausarbeiten, um \u00c4hnlichkeiten beobachten zu k\u00f6nnen. Dabei ist zu beachten, dass die Methode des Vergleichs nicht mit einer platten Gleichsetzung zu verwechseln ist, denn der Vergleich erm\u00f6glicht die Beobachtung von <em>\u00c4hnlichkeiten wie Unterschieden<\/em>, und letztere sollten nicht unter den Tisch fallen, wenn \u00c4hnlichkeiten entdeckt werden. Ein zentraler Unterschied zwischen dem damaligen Krieg und heutigen Kriegen besteht in der Waffentechnik, der eine ganz andere Vernichtungskraft als fr\u00fcher eigen ist, als die Reichweite der Waffenwirkung auf das unmittelbare Schlachtfeld begrenzt war. Das hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts grundlegend ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Auf diesen Unterschied konzentriert, f\u00e4llt auf, dass die Todesraten des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges nicht auf die Gefallenen der gro\u00dfen Schlachten beschr\u00e4nkt waren, die nur einen relativ geringen Bruchteil der Toten infolge des Krieges stellten. Bedeutsamer ist die Zahl der Toten, die nicht in der Konfrontation des Milit\u00e4rs entstanden, sondern Folge soldatischer Gewalt gegen die Zivilbev\u00f6lkerung waren. Je schlechter die Versorgungslage in Deutschland wurde, desto h\u00e4ufiger und intensiver wurde die Auspl\u00fcnderung der Bauern durch die Soldaten, die Misshandlung der M\u00e4nner und die Vergewaltigung von Frauen, das Abbrennen der D\u00f6rfer und das Abschlachten ganzer Familien. F\u00fcr die \u00dcberlebenden begann der Hunger, nachdem das Zugvieh von den Soldaten geschlachtet oder mitgenommen und das Saatgut verzehrt worden war. Das erh\u00f6hte die Zahl der Toten, und schlie\u00dflich breiteten sich mit den umherziehenden Heeren und den Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men Seuchen aus, wie sie die weitgehend station\u00e4re Gesellschaft seit der \u201egro\u00dfen Pest\u201c Mitte des 14. Jahrhunderts nicht mehr erlebt hatte. Am Ende des Krieges war die im Reichsgebiet lebende Bev\u00f6lkerung um ein Drittel geschrumpft.<\/p>\n<p>Das ist die erste Analogie, die wir zwischen dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg und den \u201eneuen Kriegen\u201c unserer Zeit beobachten k\u00f6nnen. Krieg, Hunger und Seuchen, die in der 1648 ausgehandelten \u201eWestf\u00e4lischen Ordnung\u201c voneinander getrennt worden waren, haben sich in den \u201eneuen Kriegen\u201c wieder miteinander verbunden und sind abermals zu einer verheerenden Einheit geworden, zusammen \u00fcbrigens mit einer intensivierten Gewalt des Milit\u00e4rs gegen die Bev\u00f6lkerung. Ostkongo, Libyen, Somalia, Jemen sind nur Stichworte f\u00fcr die Beobachtung dessen. Ein zentrales Element der Westf\u00e4lischen Ordnung war die Beschr\u00e4nkung der Kriegsgewalt auf die Konfrontation der Soldaten, und das ist \u00fcber lange Zeit bis ins 20. Jahrhundert hinein auch weitgehend gelungen. Das ist inzwischen vorbei. Die neuen Kriege werden ebenso gegen die Zivilbev\u00f6lkerung gef\u00fchrt wie gegen die milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte des politischen Gegners.<\/p>\n<p>Die Westf\u00e4lische Ordnung hatte f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung des freien S\u00f6ldnerwesens gesorgt, indem sie die Aufstellung stehender Heere beg\u00fcnstigt hat. Das war die Voraussetzung daf\u00fcr, dass die Staaten die Herren des Krieges wurden und die an wirtschaftlichen Parametern orientierten Kriegsunternehmer keine Rolle mehr spielten. Auch das ist vorbei, und wir sind seit einiger Zeit mit der Wiederkehr von Warlords konfrontiert, die internationale M\u00e4rkte f\u00fcr milit\u00e4rische Arbeitskraft geschaffen und zu einer Re\u00f6konomisierung des Kriegsgeschehens beigetragen haben. Sie leben vom Krieg \u2013 eine Formel, die im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg h\u00e4ufig zur Beschreibung der Lage verwendet wurde.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch die Wiederkehr der Gemengelage unterschiedlicher Kriegsmotive, in denen sich machtpolitische Ziele mit religi\u00f6s-konfessionellen Beweggr\u00fcnden sowie das Interesse an Grenzverschiebungen mit der Frage nach der verfassungspolitischen Ordnung eines Staates verbinden. Hier zeigen sich \u00c4hnlichkeiten zwischen dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg und den Kriegen im Nahen Osten, in Syrien, Libyen und im Jemen. Das ist die dritte \u00c4hnlichkeit. Solche Kriege, das lernen wir aus dem Vergleich, dauern lange und sind schwer zu beenden, und die Verhandlungen zu ihrer Beendigung sind schwierig und kosten viel Zeit. Und wenn das geschafft ist, gibt es die immensen Kosten f\u00fcr den Wiederaufbau eines v\u00f6llig zerst\u00f6rten Landes. Das sind keine sch\u00f6nen Aussichten, doch nur wer sich mit ihnen vertraut gemacht hat, wird in der Lage sein, den auf ihn zukommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>What can be learned for the present<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"menu_order":1457,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32355","media-library","type-media-library","status-publish","hentry","media-library-category-17-jahrhundert","media-library-category-gewalt","media-library-category-krieg","media-library-category-naher-osten"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was man f\u00fcr die Gegenwart lernen kann\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-11-07T11:08:18+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"496\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"216\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"22 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\\\/\",\"name\":\"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2023-07-17T12:36:15+00:00\",\"dateModified\":\"2025-11-07T11:08:18+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Was man f\u00fcr die Gegenwart lernen kann","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-11-07T11:08:18+00:00","og_image":[{"width":496,"height":216,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","type":"image\/png"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"22 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/","name":"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"datePublished":"2023-07-17T12:36:15+00:00","dateModified":"2025-11-07T11:08:18+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-wir-aus-dem-krieg-fuer-gegenwart-und-zukunft-lernen-koennen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Was wir aus dem Krieg f\u00fcr Gegenwart und Zukunft lernen k\u00f6nnen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111506,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32355\/revisions\/111506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}