{"id":32356,"date":"2023-07-17T14:36:15","date_gmt":"2023-07-17T12:36:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-dreissigjaehrige-krieg-in-bayern"},"modified":"2025-11-07T12:14:33","modified_gmt":"2025-11-07T11:14:33","slug":"der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/","title":{"rendered":"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur"},"content":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Kriege riefen stets auch gro\u00dfe Dichter zur Feder und mitunter zu den Waffen. Dies galt namentlich f\u00fcr den Gro\u00dfen Krieg schlechthin, den Ersten Weltkrieg, der im angels\u00e4chsischen Sprachraum noch heute als <em>The Great War<\/em> bekannt ist. In Bayern zog Ludwig Thoma sogar selbst die Uniform an und ging an die Front, unter anderem nach Galizien, wenn auch im Sanit\u00e4tsdienst angesichts seines fortgeschrittenen Alters. Und der eigentlich aus Schwaben stammende Lieblingsschriftsteller Kaiser Wilhelms II., Ludwig Ganghofer, w\u00e4hlte den Waffendienst mit Worten als Kriegsberichterstatter.<\/p>\n<p>Sogar Lena Christ suchte durch ihre Schriftstellerei die allgemeine Kampfmoral zu heben. Dies gilt auch f\u00fcr den Wahlm\u00fcnchner Thomas Mann, der essayistisch mit seinen <em>Gedanken im Kriege<\/em> und mit <em>Friedrich und die Gro\u00dfe Koalition<\/em> den Pr\u00e4ventivkrieg gegen Frankreich und Belgien rechtfertigte und damit zugleich den Bruderkrieg mit dem frankophilen Heinrich Mann weiter eskalieren lie\u00df. Nur wenige Schriftsteller wollten sich dem anf\u00e4nglichen Kriegstaumel, ja der Kriegsbegeisterung von anno 1914 versagen. Zu diesen wenigen Skeptikern geh\u00f6rt der Schwabe Joseph Bernhart, dessen im Ersten Weltkrieg entstandener Ritterroman eher wehrkraftzersetzend anmutet, von der ganz unkriegerischen Lyrik Bernharts in dieser Zeit ganz zu schweigen, was wohl auch mit den frankophonen und von daher auch frankophilen Wurzeln des Renouveau Catholique zu tun hat, dem Joseph Bernhart als Schriftsteller sehr nahestand.<\/p>\n<p>Doch soll es im Folgenden nicht um die kriegskritischen schw\u00e4bischen Mundartgedichte Joseph Bernharts gehen, auch nicht um den Schwaben Abraham a Sancta Clara, der f\u00fcr Friedrich Schiller als Vorbild f\u00fcr den Rollentext des Kapuzinerpredigers in <em>Wallensteins Lager<\/em> rhetorische Feuerwerke abbrannte. Schon beim nebenberuflichen Historiker und zeitweiligen Geschichtsprofessor sowie herkunftsm\u00e4\u00dfigen und lebenslang mundartlich gepr\u00e4gten Schwaben Friedrich Schiller aber sehen wir \u00fcberdeutlich die gro\u00dfe Faszination, welche der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg aus\u00fcbte, indem Friedrich Schiller den nur mit Napoleon vergleichbaren Feldherrn Wallenstein sowohl historisch als Geschichtsprofessor wie auch dichterisch als Dramatiker in der gewaltigen Wallenstein-Trilogie zum Lebensthema machte.<\/p>\n<p>Und eben dieser Wallenstein fand auch tats\u00e4chlich h\u00f6chstselbst den Weg nach Bayerisch-Schwaben, genauer in die Freie Reichsstadt Memmingen, wo der Generalissimus Wallenstein samt Heer und Hofstaat l\u00e4ngere Zeit sein Lager aufschlug, was die Memminger Ortschronistik mitunter durchaus positiv vermerkte. Diese literarische Erinnerungsarbeit in Memmingen zeigte sich noch 2016 im beeindruckenden Wallenstein-Freilichtspiel der professionell agierenden Theatertruppe des Memminger Fischertagsvereins unter der Regie von Ralf Weikinger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>Damit aber sind wir mitten in unserer Thematik, der literarischen Rezeption des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs in Bayern. Und am Ende d\u00fcrften sich durchaus literaturgeschichtlich differenzierte Profile herausarbeiten lassen, was man etwa schon am Unterschied zwischen dem wittelsbachischen sowie katholischen Baiern Maximilians samt schw\u00e4bischem Streubesitz der Wittelsbacher einerseits und andererseits der protestantischen Reichsstadt Memmingen oder dem <em>cum grano salis<\/em> parit\u00e4tischen Augsburg ausmachen kann. Davon w\u00e4ren nat\u00fcrlich die kleineren fr\u00e4nkischen und schw\u00e4bischen Adelsherrschaften, die Kl\u00f6ster, die habsburgischen Gebiete (Vorder\u00f6sterreich in Schwaben) und andere Obrigkeiten mehr mit ihrem je gesondert zu wertenden literarischen Leben zu unterscheiden. Und schon der Begriff literarisches Leben als terminologische und methodische Basis des hier grundgelegten Literaturverst\u00e4ndnisses inkludiert eben auch Gattungen wie Chroniken und Sagen, die aber f\u00fcr die vormoderne Beschreibung eines Ph\u00e4nomens wie des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs als literarische Quellen und in ihrer wiederum literarisch kunstvollen Stilisierung unverzichtbar sind.<\/p>\n<p>Denn mit reiner H\u00f6henkammliteratur als Gegenbegriff zum literarischen Leben fasst man den folgenschweren Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg dagegen meist in den wohlfeilen deutschen Literaturgeschichten durch die Namen Grimmelshausen, Gryphius oder Greiffenberg. Letztere, die aus \u00d6sterreich stammende und durchaus als Folge des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges in N\u00fcrnberg Exil suchende Catharina Regina von Greiffenberg avancierte unter den Fittichen der den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wiederholt explizit aufgreifenden Pegnitz-Sch\u00e4fer zu einer der f\u00fchrenden Dichterinnen ihrer Zeit. F\u00fcr diese herausragende evangelisch-lutherische \u00d6sterreicherin in Franken haben wir in dieser Epoche freilich kein Pendant in Schwaben.<\/p>\n<p>Dagegen konnten es die Schwaben mit den Franken und namentlich den N\u00fcrnbergern in einer anderen wichtigen zeitgen\u00f6ssischen Gattung locker aufnehmen. Im Meistersang n\u00e4mlich. Und da brauchten sich die Meistersinger von Memmingen und auch die Meistersinger von Augsburg keineswegs vor den Meistersingern von N\u00fcrnberg zu verstecken. Letztere haben durch Richard Wagner ja Ber\u00fchmtheit erreicht, der damit in der Auseinandersetzung etwa mit Giacomo Meyerbeer auch sein antisemitisches S\u00fcppchen kochte. Jedenfalls haben die ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Wagnerschen Meistersinger von N\u00fcrnberg lange auch die Germanistik beeinflusst, die in den g\u00e4ngigen Literaturgeschichten das Bild von den treudeutschen Handwerkerpoeten h\u00e4tschelte. Dagegen zeigen neuere Forschungen etwa, dass beispielsweise die Augsburger Meistersinger als Mitglieder nicht nur Handwerker hatten, und die produktivsten unter den Augsburger Meistersingern waren gerade die Juristen und Lehrer.<\/p>\n<p>Und neben den Meisterliedern spielte man zwischen Lech und Wertach auch ausgiebig Theater und \u00fcbersetzte Homer. Und wie sieht es mit Meistersingern in Altbayern aus?<\/p>\n<p>Bis auf wenige M\u00fcnchner Meistersinger war die Gattung im Wittelsbachischen Herrschaftsgebiet in der Fr\u00fchen Neuzeit kaum vertreten. Meistersinger gibt es kaum in Residenzst\u00e4dten, daf\u00fcr aber in freien Reichsst\u00e4dten. Von daher kann man sagen, dass Meistersang freies Singen f\u00fcr freie B\u00fcrger war. Und der Meistersang war auch ein Zeitgenosse des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges.<\/p>\n<p>Bemerkenswert an den Memminger Meistersingern, auch unter ihnen gab es Juristen, Lehrer und reichsst\u00e4dtische Beamte, war ihre hohe Produktivit\u00e4t w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs. Davon geben die Stammb\u00fccher der Memminger Meistersinger ein lebhaftes Zeugnis. Und wenn diese mehrheitlichen Erzlutheraner aus der Psalmenverdeutschung Martin Luthers fromme Meisterlieder formten, dichteten und komponierten, war das ihre Art, mit den Drangsalen der Besetzung durch den Katholiken Wallenstein und der allgemeinen Kriegsbedrohung im Land sowie der Drangsal der pestartigen Seuchen zu begegnen.<\/p>\n<p>So formte der Memminger Meistersinger und Steuerschreiber Michael Schuester, der von 1581 bis 1661 lebte, Luthers 23. Psalm <em>Der HERR ist mein Hirte<\/em> in folgendes Meisterlied um:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Herr ist ia mein Hirte<\/p>\n<p>und mir nicht manglen w\u00fcrte,<\/p>\n<p>durch eine Auen f\u00fchrte,<\/p>\n<p>Er mich zum Bach gez\u00fcrte,<\/p>\n<p>mein Seel tractierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auff rechtem weg regierte,<\/p>\n<p>seins Namens will mich rierte,<\/p>\n<p>ob ich schon wandlent irrte,<\/p>\n<p>im finstern Thal pausierte,<\/p>\n<p>mich nicht vexierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Ungl\u00fcckh und bloquirte,<\/p>\n<p>der Herr mich auch umb schauerte,<\/p>\n<p>da\u00df ich mich nicht verlierte,<\/p>\n<p>sein Stab auch disponierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sein Tischmal mir praestirte,<\/p>\n<p>viel gnadt dein oel mich schmigte,<\/p>\n<p>sich guets demonstrirte,<\/p>\n<p>bei mir, weil ich marchirte,<\/p>\n<p>wie sichs geb\u00fchrte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer Luthers mitteldeutsch gepr\u00e4gte Psalmenversion im Ohr hat, wird hier unschwer die oberdeutsche Fassung heraush\u00f6ren, etwa in den schw\u00e4bisch-mundartlichen bis hyperkorrekten Formen <em>w\u00fcrte<\/em> und <em>rierte<\/em>, aber auch in der Schlussaffrikate bei <em>Ungl\u00fcckh<\/em>. Gelehrter Kanzleistil zeigt sich beim Steuerschreiber und Meistersinger Schuester im regen Lehnwortgebrauch <em>metri causa<\/em> im Endreim. Dabei f\u00e4llt auf, dass im 17. Jahrhundert als Quelle des Lehnwortschatzes das Lateinische zunehmend vom Franz\u00f6sischen abgel\u00f6st wird, wie etwa hier in den Verben <em>bloquirte<\/em> und <em>marchirte<\/em>, Verben die man inhaltlich assoziativ und aktualisierend auch auf das Kriegswesen der Zeit im Sinne von Marsch und Blockade beziehen kann.<\/p>\n<p>In der Summe zeigt sich hier bei Schuester also ein moderner Wortschatzgebrauch, der Luther vom Sprachgebrauch her im 17. Jahrhundert beinahe alt aussehen l\u00e4sst. Diese Anlehnungen an das damals moderne Franz\u00f6sische, man spricht von der <em>\u00e0 la mode<\/em>-Zeit, lassen sich durchaus politisch deuten. Denn der franz\u00f6sische K\u00f6nig wollte die Habsburger schw\u00e4chen und unterst\u00fctze daher protestantische Reichsst\u00e4dte wie Memmingen. Der Meistersinger erweist mit seinen franz\u00f6sischen Lehnw\u00f6rtern den Franzosen die Referenz. Jedenfalls widerlegen solche wortschatzm\u00e4\u00dfigen und andere inhaltliche Beobachtungen zum Memminger Meistersang die g\u00e4ngigen Vorurteile von der vermeintlich altfr\u00e4nkischen Meistersingerei. Die \u2013 \u00fcberdies bislang kaum erforschten \u2013 Memminger Meistersinger bildeten bis ins ausgehende 18. Jahrhundert sogar die literarische Avantgarde der Reichsstadt, die etwa Schillers Revolutionsst\u00fcck <em>Die R\u00e4uber<\/em> auf die B\u00fchne brachte, obwohl andernorts die Zensur schon diesbez\u00fcglich zugeschlagen hatte.<\/p>\n<p>Jedenfalls formierten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg die Psalmen im Korpus der Memminger Meistersinger den textlichen Trostfundus angesichts der f\u00fcr eine vergleichsweise kleine Reichsstadt bedrohlichen Zeitl\u00e4ufte. Und dass man auf den Psalmendichter David vertraute, zeigen schon die prachtvoll kolorierten Zeichnungen im Stammbuch. Dort finden wir neben Abbildungen von K\u00f6nig David auch Szenen mit Meistersingerpr\u00fcfungen etwa in der Memminger Dreik\u00f6nigskapelle. Die externen Gutachter zu den meisterlichen Psalmenges\u00e4ngen kamen dorthin auch aus dem schw\u00e4bischen Augsburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>In Augsburg aber waren die Protestanten nicht nur durch die politisch m\u00e4chtige katholische Minderheit innerhalb der Stadtmauern gef\u00e4hrdet, von denen etwa die Lieder des Jonas Losch im Zuge des Kalenderstreits am Vorabend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs ebenso lebhaft Zeugnis ablegen wie die zahlreichen in Periochen fassbaren Propagandast\u00fccke der bei Losch als <em>Iesuwidder<\/em>, also <em>gegen Jesus<\/em>, verspotteten Jesuiten, sondern auch durch die siegreichen Habsburger. Die Jesuiten wurden n\u00e4mlich von den Habsburgern in Wien und den Wittelsbachern in M\u00fcnchen massiv unterst\u00fctzt. Nicht erst Kurf\u00fcrst Maximilian I. bediente sich an seinem M\u00fcnchner Hof der Jesuiten. Diese machten auch als Professoren an der Wittelsbachischen Landesuniversit\u00e4t in Ingolstadt durchaus Propaganda f\u00fcr die katholische Sache. Besonders in Altbayern vermochten die Jesuiten als intellektuelle Waffe im Sinne des Katholizismus vor und w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges durch lateinische und deutsche Schriften zu wirken.<\/p>\n<p>Nicht zu untersch\u00e4tzen ist dabei das Jesuitentheater, auch wenn es lateinisch aufgef\u00fchrt wurde. Denn die B\u00fchnentechnik, die Feuerwerke, heute w\u00fcrde man von <em>special effects<\/em> sprechen, des Jesuitentheaters beeindruckte sogar Analphabeten. Von daher braucht man sich nicht zu wundern, dass die Jesuitische Theaterpropaganda und dass der Orden insgesamt bei den Protestanten mehr als verhasst war. So karikierte etwa ein 1632 gedrucktes Flugblatt die Folgen des kaiserlichen Restitutionsedikts von 1629, wonach Papst und Jesuitengeneral als apokalyptische Ungeheuer ihre Anh\u00e4nger \u00fcber Augsburg ausspeien, w\u00e4hrend die wackeren Anh\u00e4nger der <em>Confessio Augustana<\/em> aus der Stadt fliehen. Im Einzelnen lesen wir \u00fcber<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die betrangte Stadt Augspurg.<\/em><\/p>\n<p><em>Wann der g\u00fcnstige Leser wissen will \/ was dies zwey ungehewre Thier bedeute \/ so kan er das 13. Cap. der offenbarung Johannis fleissig besehen: darum durch das sibenk\u00f6pffichte Thier die beschaffenheit de\u00df Papsts zu Rom und seiner M\u00fcnchen und Pfaffen abgebildet; durch das ander Thier aber insonderheit \/ in diesem seculo erst ersprungene Sect und gesellschafft bezeichnet worden \/ welche sich von dem Namen des Lambs (Iesu) benennet \/ und alle Macht thut de\u00df ersten Thiers \/ das ist\u00a0 \/ sich richtet nach der weise de\u00df Antichrists \/ und demselben die Wunden heilet \/ verstehe durch allerley Griff das Papsthumb \/ so viel m\u00f6glich\u00a0 \/ best\u00e4rckt \/ wie auch grosse streich von Zeichen unnd Wundern f\u00fcr gibt \/ also ob sie das Fewer vom Himmel bringen \/ und Berg versetzen k\u00f6ndten \/ gestallt man in den L\u00fcgenden von den Wunderzeichen Lojolae, Francisci Xaverij und anderer der lenge nachliset<\/em>. [\u2026]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Umgekehrt werden auch schw\u00e4bische Katholiken zu Glaubens- und Kriegsfl\u00fcchtigen, wovon etwa das Tagebuch des Augsburger Benediktiners Carl Stengel lebhaft Zeugnis ablegt, w\u00e4hrend sein leiblicher Bruder, der Jesuit Georg Stengel, ebenfalls mit der Feder f\u00fcr die katholische Sache focht. Und nicht zu vergessen der aus Babenhausen stammende fruchtbare katholische Schriftsteller Johannes Bissel, dessen lateinisches Gedicht \u00fcber die G\u00fcnz zur Schwabenhymne mutiert, wobei aber f\u00fcr unsere Fragestellung seine die Flucht vor den Schweden schildernde <em>Icaria<\/em> einschl\u00e4gig w\u00e4re. Denn dass die Schweden, in deren Sold auch S\u00fcddeutsche standen, gleichsam zur Gei\u00dfel Gottes mutierten, indem sie mit Feuer und Schwert die Umgegend von Augsburg verw\u00fcsteten und beispielsweise das nahe Aichach komplett zerst\u00f6rten, zeigt sich etwa im Gebet <em>Kindlein bet, morgen kommt der Schwed<\/em>.<\/p>\n<p>Gerade Altbayern wurde von den Schweden stark heimgesucht. Dabei ist aber zu beachten, dass im schwedischen Heer nicht nur Skandinavier dienten, sondern ein durchaus buntes V\u00f6lkergemisch. Noch deutlicher ist das penetrant bedrohliche Schwedenbild in der schw\u00e4bischen Volkssage, f\u00fcr das etwa G\u00fcnther Kapfhammer zeigen konnte, dass die Schweden vielerorts in einer Art kollektiven Unterbewusstseins haften blieben. Umgekehrt darf nicht verschwiegen werden, dass die Augsburger Sage vom <em>Stoinernen Ma<\/em> die katholischen Belagerer zum Feind macht. Darin wird geschildert, wie ein Augsburger B\u00e4cker die Stadt Augsburg, die aufgrund der Belagerung von Hunger heimgesucht wird, vor den Feinden rettet, indem er sein letztes Brot vor die Stadtmauern wirft und so den Feinden vorgaukelt, die Augsburger h\u00e4tten noch Brot im \u00dcberfluss. Die erbosten Gegner revanchieren sich mit einem gezielten Kanonenschuss, durch den der B\u00e4cker seinen Arm verliert, was bis heute im steinernen Standbild sichtbar ist. Dahinter steckt letztlich eine Wandersage, die sich auch im Kontext anderer belagerter St\u00e4dte in der Fr\u00fchen Neuzeit findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend die Gattung der Sage bayernweit solcherma\u00dfen die Schrecken des Krieges mehr bildhaft in einer griffigen Geschichte verdichtet, gibt es auch Gattungen, die sich mit gr\u00f6\u00dferer Pr\u00e4zision den Kriegsereignissen widmen, so etwa die zwischen Prosa und selbstverfassten Reimgebeten schwankenden Aufzeichnungen eines F\u00fcssener Handwerkers. Es geht hier um die <em>Chronik der Stadt F\u00fcssen und ihrer n\u00e4chsten Umgebung. Von 1618 bis einschl\u00fc\u00dflich 1640. Verfa\u00dfet von Hans Faigele, F\u00e4rber zu F\u00fcssen<\/em>. Bei dieser und vielen anderen bayerischen Chroniken der Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges w\u00e4re als Forschungsdesiderat der jeweilig Grad der literarischen Stilisierung methodisch im Sinne des neuen Handbuchs von Gerhard Wolf ebenso erst noch zu erforschen wie die sprachliche Einordnung in verschiedene Register im Sinne einer \u201eSprachgeschichte von unten\u201c nach Stephan Elspa\u00df mit der Methode der Korpuslinguistik zu erfolgen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend aber die Gattung der bayerischen Kriegschronik als solche literaturgeschichtlich auch in anderen Sprachlandschaften nicht ungew\u00f6hnlich ist, hat Schwaben in Augsburg seit dem Kriegsende etwas gattungsm\u00e4\u00dfig ganz Einzigartiges hervorgebracht. Denn das Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges haben nicht zuletzt die von katholischer Seite bedr\u00e4ngten Augsburger Lutheraner besonders ersehnt, w\u00e4hrend sie erst nach 1648 allm\u00e4hlich wieder und dann dauerhaft ihre religi\u00f6sen und politischen Freiheiten erlangten, die letztendlich in das Hohe Friedensfest als Feier der wiedererlangten selbstbewussten Stellung gegen\u00fcber den Katholiken m\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Von dieser lutherischen Feierfreude am Friedensfest gibt insbesondere die Gattung der \u00fcber Jahrhunderte hinweg an die Schulkinder ausgegebenen Friedensbilder samt dazu abgedruckten gereimten Versen lebhaftes Zeugnis. Vor dem Hintergrund des zumindest in Augsburg bl\u00fchenden protestantischen Schultheaters \u2013 hinzuweisen w\u00e4re auch auf die k\u00fcnstlerisch produktiven protestantischen Meistersinger und die konfessionspolitisch agitierenden protestantischen B\u00e4nkels\u00e4nger \u2013 vermag die k\u00fcnstlerische Ambition bei den konfessionspolitischen Friedensbildern samt ihren gereimten Begleittexten in Augsburg keineswegs zu verwundern. Seit dem Westf\u00e4lischen Frieden, konkret seit 1650, gab es also den j\u00e4hrlichen Brauch, den evangelischen Sch\u00fclern entsprechende Bild-Text-Werke im August, vornehmlich um den 8. August herum, dem Datum des Friedensfestes, zukommen zu lassen. Ein <em>Friedensweck<\/em> sollte den Schulkindern den neuen Feiertag zus\u00e4tzlich zu Bild und Gedicht schmackhaft machen und vers\u00fc\u00dfen. Hierher geh\u00f6ren thematisch die von verschiedenen schw\u00e4bischen Textdichtern verfassten <em>Lindauer Friedens-Ges\u00e4ng<\/em>, welche der Lindauer Komponist Johannes Werlin 1643 dem Rat der Stadt widmete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>Springen wir abschlie\u00dfend von Schwaben nach Franken. Jenseits trockener papierener Selbstgen\u00fcgsamkeit inszenierte man sich in N\u00fcrnberg als bewusster Kontrast zu den teilweise selbst erlebten Schrecken des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges sogar selbst durchaus ironisch \u2013 in Ankn\u00fcpfung an eine gesamteurop\u00e4ische Mode \u2013 als Club der dichtenden Sch\u00e4fer in performativen Akten unter freiem Himmel, zun\u00e4chst in einem Poetenw\u00e4ldchen, sp\u00e4ter im extra f\u00fcr diese Zwecke angelegten N\u00fcrnberger Irrgarten: Dieser 1678 fertiggestellte <em>Irrwald <\/em>befand sich in unmittelbarer N\u00e4he der Kaiserburg. Der Pastor der nahegelegenen <em>Krafftshof-Gemeinde<\/em>, Martin Limburger, genannt <em>Myrtillus der andere<\/em>, entwarf 1676 das (als europ\u00e4isch-romanisches Ph\u00e4nomen anzusprechende) botanische Labyrinth, in dem sich neben einer K\u00fcche Laubh\u00fctten der einzelnen Mitglieder sowie eine Gemeinschaftsh\u00fctte befanden. Am Eingang des Irrgartens war in mythologischer Anspielung zu lesen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hier dichten offtermal die Pegnitz-Hirten-Br\u00fcder<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Ehr des Himmels Lieder.<\/em><\/p>\n<p><em>So wird die Einsamkeit gesellig zugebracht,<\/em><\/p>\n<p><em>Aus Unruh Ruh gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em>Kein Minotaurus woll bey diesen krummen G\u00e4ngen<\/em><\/p>\n<p><em>Sich mit Gewalt eindr\u00e4ngen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Mauren Laub-Smaragd von unserm bunten Hain<\/em><\/p>\n<p><em>Nimmt nie die Frommen ein.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diesen Eskapismus, wobei man im Minotaurus die Verk\u00f6rperung des Kriegs sehen kann, sollte man keineswegs bel\u00e4cheln, denn er ist vor dem Hintergrund der materiellen und geistigen Verw\u00fcstungen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges entstanden. So floh etwa Johannes Klaj aus dem zerst\u00f6rten Sachsen nach N\u00fcrnberg, wo er sich zun\u00e4chst als Lehrer durchschlagen musste. Die Sch\u00e4feridylle an der Pegnitz ist nur vor dem Hintergrund der Kriegsgr\u00e4uel wirklich verst\u00e4ndlich. Und Harsd\u00f6rffer klagt in antithetischem Stil \u00fcber das <em>rasende Schwert<\/em>, das Sachsen zerst\u00f6rt und alle Kunst verjagt habe:<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Sch\u00e4fer und Sch\u00e4ferinnen sind um ihre liebe Wollenheerde gebracht \/ alle D\u00f6rfer \/ Mayerh\u00f6f \/ Forwerge und Sch\u00e4fereyen sind ver\u00f6det \/ Auen und Wiesen verwildert \/ das Geh\u00f6ltze durch die Wachfeuere ver\u00f6siget \/ Obst- und Blumeng\u00e4rten zu Schantzen gemachet worden. Statt der belaubten Fichten schimmern lange Spies und Lantzen \/ vor die Dorfschalmeyen und Hirtenlieder h\u00f6ret man das Wilde Feld- und Mordgeschrey der Soldaten \/ vor das fromme Bl\u00f6ken der Schafe \/ das Wiehern der Pferde \/ das Brausen der Paukken und Schrekken der Trompeten: darum sich dann auch Klajus \/ ein namhaffter Sch\u00e4fer \/ aus selbigen Orten fortgemachet\u00a0 \/ welchem nach vielen wandelbaren Unghl\u00fcksf\u00e4llen sein Verh\u00e4ngnis an den Pegnitzflu\u00df gef\u00fchret.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andere Auff\u00fchrungsorte jenseits der Barockg\u00e4rten markieren in N\u00fcrnberg auch einen Gattungswechsel, wenn (aus der Feder von Johann Klaj) <em>Der leidende Christus. In einem Trauerspiele vorgestellet in der Fastenzeit 1645<\/em> im akademischen Auditorium deklamiert wird und <em>Irene das ist vollst\u00e4ndige Au\u00dfbildung de\u00df zu N\u00fcrnberg geschlossenen Friedens 1650<\/em> das Rathaus als Schauplatz politischer Bekundungen ausweist. Dieselbe Thematik besch\u00e4ftigte auch Sigmund von Birken (auch Sigmund Betulius). Er wurde von Harsd\u00f6rffer in den Pegnesischen Blumenorden aufgenommen. Neben geistlicher Lyrik verfasste er mit <em>Teutscher Kriegs Ab- und Friedens Einzug<\/em> \u2013 unter anderem f\u00fcr den aus Schillers Wallenstein bekannten Octavio Piccolomini \u2013 oder mit <em>Die friederfreute Teutonia<\/em> auch Werke mit zeitgeschichtlicher Thematik.<\/p>\n<p>Daneben schrieb er die Fortsetzung der <em>Pegnitz-Sch\u00e4ferey<\/em>, behandelt durch <em>Floridan<\/em> <em>und Klajus<\/em>, <em>Der Pegnitz Hirten Fr\u00fchlings Freude<\/em> und <em>Des S\u00fc\u00dfspielenden Strephon Namensfeyer<\/em>. Diese Gattungsvielfalt erweist N\u00fcrnberg auch im 17. Jahrhundert (wie im 16. Jahrhundert mit Hans Sachs) als wichtiges Zentrum deutschsprachiger Literatur. In der Summe weisen die Pegnitz-Sch\u00e4fer auch Perspektiven f\u00fcr die Friedenszeit nach dem traumatischen Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg auf. Zugleich wird dabei im Verein mit den Augsburger Friedensbildern deutlich, dass in den dramatischen Zeitl\u00e4uften auf dem Gebiet des heutigen Bayerns neben Kriegspropaganda auch die Friedensdichtung florierte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Close-up perspective on everyday life and actors<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"menu_order":1476,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32356","media-library","type-media-library","status-publish","hentry","media-library-category-17-jahrhundert","media-library-category-bayern","media-library-category-krieg","media-library-category-noerdlingen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Nahperspektive auf Alltag und Akteure\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-11-07T11:14:33+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"496\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"216\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"16 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\\\/\",\"name\":\"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2023-07-17T12:36:15+00:00\",\"dateModified\":\"2025-11-07T11:14:33+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Nahperspektive auf Alltag und Akteure","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-11-07T11:14:33+00:00","og_image":[{"width":496,"height":216,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","type":"image\/png"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"16 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/","name":"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"datePublished":"2023-07-17T12:36:15+00:00","dateModified":"2025-11-07T11:14:33+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-dreissigjaehrige-krieg-im-spiegel-bayerischer-literatur\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg im Spiegel bayerischer Literatur"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111507,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32356\/revisions\/111507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}