{"id":32360,"date":"2023-07-17T14:36:20","date_gmt":"2023-07-17T12:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=sand-wie-sand-am-meer"},"modified":"2025-11-14T12:20:50","modified_gmt":"2025-11-14T11:20:50","slug":"ein-wichtiger-rohstoff-wird-knapp","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ein-wichtiger-rohstoff-wird-knapp\/","title":{"rendered":"An important raw material becomes scarce"},"content":{"rendered":"<p>Sand ist in unserem Leben allgegenw\u00e4rtig. Es ist ein Stoff, \u00fcber den man sich eigentlich keine Gedanken mehr macht. Der Begriff \u201eSand\u201c impliziert in unseren K\u00f6pfen h\u00e4ufig, dass es etwas im \u00dcberfluss gibt. Wir stellen uns die gro\u00dfen W\u00fcsten vor, mit ihren weiten und hohen D\u00fcnen und einem Meer aus Sand, das bis zum Horizont reicht. Die Vorstellung von ausgedehnten Str\u00e4nden beinhaltet dieser Begriff ebenfalls, sp\u00e4testens dann, wenn wir nach dem Strandurlaub\u00a0die letzten Sandk\u00f6rner aus den Taschen klopfen. Der Begriff Sand hat auch in vielf\u00e4ltiger Weise Eingang in unsere Sprache gefunden \u2013 wir sehen die \u201eSpuren im Sand\u201c, wir \u201estecken den Kopf in den Sand\u201c, wir \u201ebauen auf Sand\u201c, wir lassen etwas \u201eim Sande verlaufen\u201c und es gibt Dinge in H\u00fclle und F\u00fclle, eben \u201ewie Sand am Meer\u201c.<\/p>\n<p>Der Rohstoff Sand ist aber auch real allgegenw\u00e4rtig, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind. Wir fahren auf Stra\u00dfen, die ohne Sand nicht gebaut werden k\u00f6nnen, wir wohnen in H\u00e4usern aus Stein und Beton, deren Errichtung gro\u00dfe Mengen Sand ben\u00f6tigen, wir schauen durch Glasfenster, die ohne den Rohstoff Sand nicht hergestellt werden k\u00f6nnen, wir telefonieren mit unseren Smartphones, ohne zu wissen, dass ein wesentlicher Rohstoff f\u00fcr die Herstellung der in ihnen enthaltenen Mikrochips Sand ist. Sand finden wir in Reinigungsmitteln, Zahnpasta und Kosmetika; er wird auch bei dem vornehmlich in den Vereinigten Staaten praktizierten Fracking zur Steigerung der Ausbeutung von \u00d6l- und Gaslagerst\u00e4tten eingesetzt. Wir sch\u00fctzen unsere K\u00fcsten mit Sand, und diese Liste lie\u00dfe sich fortsetzen. Den gr\u00f6\u00dften Sandbedarf hat aber der Bausektor. Sand wird mit Kies, Zement und Wasser zu Beton vermischt und dann, je nach Bedarf und Anforderungen, mit weiteren Stoffen, wie etwa Stahl, verbaut. Zusammen mit dem Tiefbau (Stra\u00dfen, Gr\u00fcndung von Bauwerken, etc.) pr\u00e4gt diese Art der Nutzung heute das Gesicht unserer modernen St\u00e4dte. Der Verbrauch f\u00fcr diese Nutzung liegt nach vorsichtigen Sch\u00e4tzungen bei ca. 75 % der global gef\u00f6rderten Sandmenge. Verl\u00e4ssliche Zahlen \u00fcber den Abbau liegen nach einer UN-Studie \u2013 The First Global Integrated Marine Assessment, M\u00e4rz 2017 \u2013 \u00fcberwiegend erst seit Beginn der 1990ziger Jahre vor, und auch nur aus den hochentwickelten Industriel\u00e4ndern. Das Handelsvolumen dieses Rohstoffes liegt bei ca. 70 Milliarden US $ pro Jahr \u2013 Stand 2016, Tendenz steigend. Der Begriff Sand wird aber seit einigen Jahren aufgrund der enormen Nachfrage auch in einem ganz anderen Zusammenhang gebraucht. Begriffe wie \u201eSand Mafia\u201c, \u201eillegaler Sandraub\u201c, \u201eStrandr\u00e4uber\u201c oder \u201eSchwarzmarkt\u201c tauchen immer h\u00e4ufiger in den Medien auf. Es gipfelt in der Steigerung f\u00fcr den Begriff \u201eknapp\u201c, die lautet: knapp, knapper, Sand. Damit wird der Begriff Sand gleichzeitig aus dem rein naturwissenschaftlichen und anwendungsorientierten Bereich in den soziologischen und gesellschaftspolitischen Bereich hineingetragen. Die Nutzung dieses Rohstoffs f\u00fchrt mittlerweile in vielen L\u00e4ndern zu gravierenden \u00f6kologischen und sozialen Problemen.<\/p>\n<p>Was also ist das f\u00fcr ein unscheinbarer, harmlos aussehender \u201eAllesk\u00f6nner\u201c, der unser Leben auf so vielf\u00e4ltige Art und Weise begleitet und beeinflusst?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was ist Sand?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Hinter dem Begriff \u201eSand\u201c verbirgt sich zun\u00e4chst einmal nur eine Gr\u00f6\u00dfenbezeichnung f\u00fcr mineralische Rohstoffe mit einem Durchmesser von 0,063 mm bis zu 2,0 mm, unabh\u00e4ngig davon, woraus sie bestehen. Neben dem Korndurchmesser ordnen wir den Sanden aber noch weitere Eigenschaften zu: die K\u00f6rner k\u00f6nnen rund oder kantig sein, die Oberfl\u00e4chen glatt oder rau. All diese Eigenschaften haben bei der Bewertung eines Sandes hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Nutzung gro\u00dfe Bedeutung. Die \u00fcberwiegende Menge an Sand entsteht durch die nat\u00fcrliche Zerkleinerung von Felsgestein durch die Verwitterung, an der chemische, biologische und physikalische Prozesse beteiligt sind, sowie dem Transport durch Gletscher, Wasser und Wind. Es dauert zehntausende von Jahren, bevor ein Gebirgsbrocken als Sand zerkleinert am Ufer eines Flusses, in einem See oder im Meer abgelagert wird. Manchmal bleiben diese K\u00f6rner Jahrmillionen an einem Ort liegen, bevor sie erneut transportiert werden. Es sind Prozesse eines nat\u00fcrlichen, geologischen Zyklusses. Die Kaolinsande (Kaolin ist ein wei\u00dfes Tonmineral), die an mehreren Stellen auf der Insel Sylt aufgeschlossen sind, geh\u00f6ren zu einem ausgedehnten Flusssystem, das sich bis vor ca. 2 Millionen Jahren von Skandinavien bis weit in die Nordsee erstreckte. Die Eiszeiten haben diesen Transport unterbunden und nach ihrem Abklingen hatte sich das Relief mit der inzwischen entstandenen Ostsee so stark ver\u00e4ndert, dass er nicht wieder einsetzte. Heute werden diese Kaolinsande ca. 7 \u2013 8 km vor der nordfriesischen K\u00fcste abgebaut und f\u00fcr den K\u00fcstenschutz in Form der 1972 begonnenen und sich mittlerweile j\u00e4hrlich wiederholenden Sandvorsp\u00fclungen auf der Nordseeinsel Sylt genutzt. Mehr als 500 Millionen Jahre alte sandige Ablagerungen eines flachen Meeres finden wir heute an der K\u00fcste Estlands auf der Halbinsel Pakri. Diese Sande sind nie durch geologische und physikalische Prozesse wie Temperatur- und Druckerh\u00f6hung stark verfestigt worden, lassen sich zwischen den Fingern zerbr\u00f6seln und werden heute von der Ostsee wieder aufgearbeitet. Sie gehen nach \u00fcber 500 millionen Jahren Ruhe wieder auf nat\u00fcrliche Art und Weise als Sandk\u00f6rner in den Sedimenttransport ein. Wir erkennen, dass es schwer ist, das Alter eines Sandes anzugeben. Was wir aber durch verschiedene Datierungsmethoden genauer bestimmen k\u00f6nnen, ist der Zeitpunkt seiner letzten Ablagerung.<\/p>\n<p>Wir sprechen auch von Sand, wenn wir diese nahezu wei\u00dfen Str\u00e4nde der tropischen Inseln vor Augen haben, wie etwa die Malediven im indischen Ozean, die wir gerne als \u201eParadise Islands\u201c bezeichnen. Hier verwittert kein Gestein, sondern die Materiallieferanten sind ausschlie\u00dflich die Meeresbewohner, \u00fcberwiegend Korallen, aber auch Muscheln und Schnecken. Deren durch Brandung und biologische Aktivit\u00e4t zerkleinertes Material \u2013 ein ausgewachsener Papageienfisch produziert ca. 90 kg Korallensand pro Jahr \u2013 wird als Sandkorngr\u00f6\u00dfe von Wellen und Str\u00f6mungen an die Str\u00e4nde gesp\u00fclt.<\/p>\n<p>Auch wenn das Bild von Sandst\u00fcrmen sehr beeindruckend ist, so ist das \u00fcberwiegende Transportmedium f\u00fcr Sand nicht der Wind, sondern das Wasser und damit die vielen kleinen und gro\u00dfen Flusssysteme an Land sowie die Wellen und Str\u00f6mungen an der K\u00fcste. Sand ist das dynamischste und vielseitigste geologische Material auf der Erde. Wir finden es an der Erdoberfl\u00e4che oder oberfl\u00e4chennah, wodurch es ohne gro\u00dfen technischen Aufwand und hohe Kosten abbaubar ist. Sand ist extrem leicht transportierbar und passt sich den jeweiligen Transportbedingungen durch Wind und Wasser an. Je h\u00e4ufiger dieser Transport stattfindet, um so besser wird das Material, abh\u00e4ngig von seiner Resistenz gegen Aufarbeitung angereichert, so dass am Ende dieses Prozesses nur die h\u00e4rtesten K\u00f6rner als ein sehr reiner und hochwertiger Sand, der fast ausschlie\u00dflich aus Siliziumdioxid (SiO<sub>2<\/sub>) besteht, \u00fcbrigbleibt.<\/p>\n<p>Neben seiner Nutzung durch den Menschen ist Sand aber auch f\u00fcr den Aufbau und den Erhalt vieler \u00d6kosysteme an Land und im Wasser unersetzlich, sowohl als Lebensraum als auch als Baumaterial. Eine Beeintr\u00e4chtigung des aus Sand bestehenden \u00d6kosystems entsteht aber nicht allein durch den Materialverlust beim Abbau durch den Menschen, sondern auch die Art des Abbaus kann sowohl an Land wie auch im Wasser eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung darstellen.<\/p>\n<p>Mittlerweile erreichen uns immer h\u00e4ufiger noch ganz andere Bilder von den K\u00fcsten. Weltweit werden ungef\u00e4hr 31 % aller nicht vereisten K\u00fcsten den sandigen Str\u00e4nden zugeordnet. Viele dieser Str\u00e4nde zeigen nicht mehr ihre urspr\u00fcngliche Breite, sondern werden immer schmaler; wir sehen auf diesen Str\u00e4nden dicke Rohrleitungen, \u00fcber die Sand von dem vorgelagerten Seegrund auf die K\u00fcste gesp\u00fclt wird und schwere Fahrzeuge, die diesen Sand im Strandbereich verteilen. Wir sehen K\u00fcsten, an denen B\u00e4ume im Wasser stehen, die ehemals an Land gewachsen sind und K\u00fcsten, wo die f\u00fcr Touristen errichtete Infrastruktur ins Wasser f\u00e4llt. An manchen Str\u00e4nden \u00fcberwiegt heute schon der Beton gegen\u00fcber dem Sand.<\/p>\n<p>Sand ist mittlerweile nach Wasser weltweit der am h\u00e4ufigsten genutzte Rohstoff mit dem Unterschied, dass wir Wasser mehrfach verwenden k\u00f6nnen, den Sand aber leider nicht. Aktuell verbrauchen wir mehr Sand, als durch nat\u00fcrliche Prozesse neu produziert wird, wodurch Konflikte zwischen der Nutzung durch den Menschen und dem Erhalt nat\u00fcrlicher \u00d6kosysteme vorprogrammiert sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wo finden wir den Rohstoff Sand?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Sand gibt es auf allen Kontinenten und von den Tropen bis in die hohen Breiten, allerdings nicht \u00fcberall in gleichen Mengen. Schaut man in die Literatur oder in die Preislisten f\u00fcr Sand, so finden wir zwei Gr\u00f6\u00dfenordnungen, die Gewichtsangabe \u201eTonne (t)\u201c oder das Raumma\u00df \u201em\u00b3\u201c. Je nach Korngr\u00f6\u00dfe und Kornsortierung verhalten sich diese beiden Gr\u00f6\u00dfenordnungen unterschiedlich zueinander. Als Anhalt sollen folgende Angaben dienen: 1 m\u00b3 Sand wiegt je nach Korngr\u00f6\u00dfe und Sortierung 1 \u2013 2 t. Beachvolleyballsand: 1 m\u00b3 = 1,2 t; Estrichsand: 1 m\u00b3 = 1,6 t<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Schauen wir nun zun\u00e4chst auf den Standort Deutschland, wo j\u00e4hrlich 230 \u2013 250 millionen Tonnen dieses Rohstoffes verbraucht werden. Hier ist Sand aufgrund der geologischen Gegebenheiten in ausreichender Menge vorhanden, wenngleich die Preise von Ort zu Ort differieren \u2013 das aber eher aufgrund unterschiedlicher Distanzen zwischen Nutzer und Abbauort. Die letzten Eiszeiten haben in S\u00fcd- und Norddeutschland gro\u00dfe Mengen Sand hinterlassen und auch in der Mitte Deutschlands finden wir ihn entlang von Flussl\u00e4ufen. Das entscheidende f\u00fcr einen Abbau ist aber nicht die Menge, die durch die geologischen Bedingungen bereitstellt wird, sondern die Menge, die tats\u00e4chlich legal, nach dem Durchlaufen aller Genehmigungsverfahren, verf\u00fcgbar ist. Sandressourcen unter St\u00e4dten, in Landschafts- oder Grundwasserschutzgebieten, in milit\u00e4rischen \u00dcbungsbereichen, in Naturschutzgebieten oder Bereichen, die einer anderweitigen Nutzung unterliegen, schr\u00e4nken die Verf\u00fcgbarkeit stark ein. Abgebaut wird im trockenen Verfahren oder durch das Nassbaggerverfahren. Bei dem trockenen Verfahren bleiben leere Gruben zur\u00fcck, die renaturiert werden. Der Eingriff in die Landschaft ist nicht garvierend. Bei dem Nassbaggerverfahren bleiben offene Wasserfl\u00e4chen zur\u00fcck. Da das Wasser verdunstet und die Gruben in Kontakt zum Grundwasser stehen, kann es hier zu einem Ungleichgewicht im Grundwasserhaushalt f\u00fchren.<\/p>\n<p>Mittlerweile wird der Sandbedarf vornehmlich in Norddeutschland zu 15 % aus dem Meer abgedeckt. F\u00fcr einige Nutzungen gibt es sogar bereits Importe aus den Nachbarl\u00e4ndern. Sandvorsp\u00fclungen zu K\u00fcstenschutzzwecken an der schleswig-holsteinischen Ostseek\u00fcste werden h\u00e4ufig mit Sand aus d\u00e4nischen K\u00fcstengew\u00e4ssern durchgef\u00fchrt, da aufgrund der geologischen Gegebenheiten Schleswig-Holsteins K\u00fcstengew\u00e4sser der Ostsee nicht \u00fcber ausreichende Ressourcen verf\u00fcgen. Auch die im Jahr 2018 begonnenen Umbauarbeiten an der Kieler Schleuse des Nord-Ostsee Kanals, der weltweit meistbefahrenen k\u00fcnstlichen Wasserstra\u00dfe, ben\u00f6tigen ebenfalls 110.00 m\u00b3 Sand, der in d\u00e4nischen Gew\u00e4ssern gef\u00f6rdert und dann importiert wird. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die geologischen Gegebenheiten schon wieder anders aussehen, muss Sand nicht importiert werden.<\/p>\n<p>Dort, wo durch die Fl\u00fcsse mehr Material in das Meer transportiert wird, als Wellen und Str\u00f6mung aufnehmen und verteilen k\u00f6nnen, baut der Sand zusammen mit feinerem Material das Land in das Meer vor; es entstehen Deltas, die nur wenige Meter \u00fcber den Meeresspiegel hinausragen. Bekannte Vertreter sind das Mississippi Delta (USA), das Nil Delta (\u00c4gypten), das Mekong Delta (Vietnam), das Chao Praya Delta (Thailand), das Huang He Delta des Gelben Flusses (China) und noch viele weitere. Deltas k\u00f6nnen Fl\u00e4chen von mehreren 10.000 km\u00b2 einnehmen. Die fruchtbaren B\u00f6den und die Fl\u00fcsse als Wirtschaftsadern haben dazu gef\u00fchrt, dass sich solche Regionen zu Mega- Metropolen, also zu angewachsenen St\u00e4dten mit Millionen von Einwohnern wie Bangkok, Ho Chi Minh City, Shanghai, New Orleans und viele andere entwickelt haben. Sie sind nach wie vor ein Magnet f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Wo aber viele Menschen leben, wird auch das lebensnotwendige Wasser ben\u00f6tigt. Dies wurde und wird teilweise auch heute noch aus dem Untergrund entnommen \u2013 mit der Folge, dass sich das Land absenkt. Neuere Untersuchungen zeigen Absenkungsraten f\u00fcr St\u00e4dte wie Bangkok, Ho Chi Minh City oder New Orleans in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 2,5 &#8211; 4 cm pro Jahr \u2013 ein Mehrfaches dessen, was als Meeresspiegelanstieg bis zum Jahr 2100 prognostiziert ist. Um den Absenkprozess zu unterbinden, war der n\u00e4chste Schritt der Bau von Staud\u00e4mmen oberhalb der Bereiche dichter Besiedlung, um Trinkwasserreservoirs zu schaffen und gleichzeitig die Wasserkraft zur Energiegewinnung f\u00fcr die stetig wachsenden Ballungszentren zu nutzen. Mit dem Aufstauen des Wassers bleibt aber auch das Sediment, das an den Flussm\u00fcndungen gebraucht wird, nun hinter den Staumauern liegen. So hat sich zum Beispiel die Sedimentfracht des Gelben Flusses in China seit dem Beginn des Baus von Staud\u00e4mmen in den 1960er Jahren um ca. 90% reduziert, mit fatalen Folgen f\u00fcr die K\u00fcstenregion. Allein in den USA blockieren heute ca. 80.000 Staud\u00e4mme den Weg des Wassers und des Sedimentes ins Meer, und bis 2020 soll hier kein Wasserlauf mehr ungehindert ins Meer flie\u00dfen. Das Resultat solcher Bauprojekte ist heute schon eine an vielen Stellen dramatisch zur\u00fcckweichende K\u00fcste mit R\u00fcckgangsraten, die an den K\u00fcsten der gro\u00dfen Deltas im Bereich von 10 Metern pro Jahr liegen. Zu allem \u00dcberfluss werden Staumauern ebenfalls aus Beton gebaut; dadurch wird zus\u00e4tzlich die Ressource Sand verbraucht.<\/p>\n<p>Aber es wird auch noch anderweitig in die Transportadern des Sandes eingegriffen. In vielen L\u00e4ndern wird schon in den Oberl\u00e4ufen vieler Fl\u00fcsse der Sand h\u00e4ufig illegal abgebaut, mit dramatischen Folgen sowohl f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung als auch f\u00fcr die Umwelt. Es kommt zu Ufererosion, zu einer Vertiefung der Flussbetten und als Folge zu einer Erh\u00f6hung der Str\u00f6mungsgeschwindigkeit. Dadurch vergr\u00f6bern sich die Sedimente im Fluss und das Fluss\u00f6kosystem \u00e4ndert sich. H\u00f6here Str\u00f6mungsgeschwindigkeiten f\u00fchren weiterhin zu einer st\u00e4rkeren Belastung und Untersp\u00fclung von Br\u00fcckenpfeilern, einer Absenkung des Grundwasserspiegels und damit zu einer nachhaltigen Beeintr\u00e4chtigung der Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Fl\u00fcsse. So f\u00fchrt etwa im Mekong Delta die vermehrte Sandentnahme im Fluss dazu, dass in den Monaten M\u00e4rz\/April, der Endphase der Trockenzeit, das Salzwasser mittlerweile bis zu 93 Kilometer stromaufw\u00e4rts reicht und zur Versalzung der B\u00f6den in diesem landwirtschaftlich so bedeutsamen Gebiet f\u00fchrt. Aurora Torres und ihr Team berichten in ihrem Artikel \u201eA looming tragedy of the sand commons (Science, 09\/2017)\u201c \u00c4hnliches von Sri Lanka. Noch gravierender bewerten sie die in tropischen und subtropischen L\u00e4ndern nach der Sandentnahme offen gebliebenen L\u00f6cher an Land, die sich mit Wasser f\u00fcllen und die idealen Brutgebiete f\u00fcr die Malaria \u00fcbertragenden Moskitos sind. Die Folgen des unkontrollierten Sandabbaus haben damit massive Auswirkungen nicht nur auf die wirtschaftliche Situation der Bev\u00f6lkerung, sondern auch auf deren Gesundheit.<\/p>\n<p>Der Sandhandel hat mittlerweile in vielen Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern mafi\u00f6se Strukturen angenommen. Dieses im Verh\u00e4ltnis zu anderen Rohstoffen wie \u00d6l, Gas oder Erze sehr leicht und kosteng\u00fcnstig zu gewinnende Naturprodukt wird als Allgemeingut angesehen, an dem sich jeder bedienen kann. Gesetze, die den Abbau regeln, gibt es in vielen dieser L\u00e4nder kaum, und wenn sie bestehen, werden sie h\u00e4ufig und mit krimineller Energie unterlaufen. Von Indien wird berichtet, dass die \u201eSandmafia\u201c mittlerweile die m\u00e4chtigste kriminelle Organisation des Landes ist. Hier sind in den vergangenen Jahren mehrere hundert Menschen Opfer krimineller Aktivit\u00e4t geworden, die im Zusammenhang mit dem illegalen Sandabbau stehen. Ca. 50 % des Sandes, der in Marokko verbaut wird, stammt ebenfalls aus illegalem Abbau; Gleiches ist aus S\u00fcdafrika, Kenia, Sierra Leone, Kambodscha und vielen weiteren L\u00e4ndern bekannt.<\/p>\n<p>Der Abbau von Sand unmittelbar an den Str\u00e4nden, in den K\u00fcstend\u00fcnen und in den flachen K\u00fcstengebieten \u2013 nach einem Bericht der UN von M\u00e4rz 2017 (The First Global Integrated Marine Assessment) wird Sand \u00fcberwiegend nur in Wassertiefen bis zu 50 m abgebaut \u2013 kann in mehrfacher Hinsicht nachhaltig negative Folgen haben. Im marinen \u00d6kosystem finden 26 % der globalen biologischen Produktion in den K\u00fcstenmeeren statt, davon wiederum 80 % in den oberen, lichtdurchfluteten 10 Metern; 90 % der globalen Fischerei beschr\u00e4nken sich ebenfalls auf die K\u00fcstenzone. Indonesien deckt 92% seines Fischbedarfs durch die traditionelle Fischerei in den lokalen K\u00fcstengew\u00e4ssern ab. Da man bei der Sandgewinnung nur die groben Bestandteile gewinnen m\u00f6chte, wird das feine Material wieder \u00fcber Bord gesp\u00fclt. Diese feinen Bestandteile sinken aber nur sehr langsam zu Boden, werden w\u00e4hrend des Absinkprozesses mit der Str\u00f6mung transportiert und bedecken damit ein wesentlich gr\u00f6\u00dferes Areal, als es allein durch die Materialentnahme beansprucht wird. Diese als Suspension bezeichneten Partikel beeinflussen nicht nur das Bodenleben, indem sie es zudecken, sondern sie verhindern auch, dass das f\u00fcr die Photosynthese der pflanzlichen Organismen notwendige Licht in das Wasser eindringen kann. Pflanzen, die auch vielen kleinen Fischen Schutz vor Fressfeinden bieten, k\u00f6nnen nicht \u00fcberleben. Zudem ver\u00e4ndert sich der Boden und die Str\u00f6mungen, und ganze Vergesellschaftungen von Organismen wandern- oder sterben ab. Ihnen fehlt das entsprechende Substrat. In L\u00e4ndern, wo ein Gro\u00dfteil der t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung durch den Fischfang bestimmt ist \u2013 wie etwa in S\u00fcdostasien \u2013, haben Sandentnahmen in diesen Bereichen gravierende Folgen f\u00fcr die Natur und die lokale Bev\u00f6lkerung. Somit trifft es gerade die Menschen in den \u00e4rmeren L\u00e4ndern, die vom t\u00e4glichen Fischfang in den flachen K\u00fcstenregionen nicht nur leben, sondern \u00fcberleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wo und wie nutzen wir den Rohstoff Sand?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl Sand nach Wasser weltweit der am meisten gebrauchte Rohstoff ist, gibt es \u00fcber den globalen Sandverbrauch keine genauen Angaben, wohl aber \u00fcber die Zementproduktion, die auf der Angabe von 150 L\u00e4ndern (Zeitpunkt 2012) bei 3,7 Milliarden Tonnen lag. Zement wird f\u00fcr die Betonherstellung genutzt. F\u00fcr 1 Tonne Zement werden 6 \u2013 7 Tonnen Sand und Kies ben\u00f6tigt, um daraus Beton herzustellen. Allein die Betonherstellung verschlingt damit ca. 26 \u2013 30 Milliarden Tonnen Sand und Kies, wovon der reine Sandanteil bei ca. 10,4 \u2013 12,0 Milliarden Tonnen liegt. Beton besteht zu 40% aus Sand \u2013 allerdings mit einem Trend in der Bauentwicklung, der sich hin zu immer feinerem Beton und damit zu h\u00f6heren Sandanteilen entwickelt. Rechnet man all die anderen Nutzungen zu dem Verbrauch f\u00fcr Beton hinzu, so ergibt sich nach einer sehr konservativen Absch\u00e4tzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP, 2014) ein globaler Sand- und Kiesverbrauch von ca. 40 Milliarden Tonnen, wovon ca. die H\u00e4lfte der reine Sandverbrauch ist. Pascal Peduzzi, der Autor dieser Studie, gibt an, dass man allein mit der Menge des j\u00e4hrlich hergestellten Betons eine Mauer um den \u00c4quator ziehen k\u00f6nnte, die 27 m hoch und 27 m breit w\u00e4re. W\u00fcrde man nur die j\u00e4hrlich verbrauchte Sandmenge in den Bodensee leiten, w\u00e4re dieser in ca. 5 Jahren komplett aufgef\u00fcllt. Eine langj\u00e4hrige Studie von Milliman &amp; Farnsworth (2011) zeigt, dass j\u00e4hrlich ca. 20 Milliarden Tonnen Sediment von allen Fl\u00fcssen weltweit ins Meer geliefert werden, jedoch mit stark abnehmender Tendenz durch die vielen Staud\u00e4mme. Das meiste davon (&gt; 50 %) ist feiner als Sand und wird als sogenannte Suspensionsfracht in den Ozean transportiert. Sie ist f\u00fcr Bauzwecke nicht nutzbar. So verbrauchen wir aktuell j\u00e4hrlich wesentlich mehr Sand, als alle Fl\u00fcsse dieser Welt ins Meer liefern. Diese Vergleiche machen die Menge des Sandverbrauchs etwas vorstellbarer. Von allen Rohstoffen, die abgebaut werden, verzeichnet Sand die h\u00f6chsten Steigerungsraten. Nach der Studie von Aurora Torres und ihrem Team (Science, 2017) ist der Verbrauch dieses Rohstoffs f\u00fcr Geb\u00e4ude und die Transport-Infrastruktur von 1900 bis 2010 um das 23-fache gestiegen. China allein verbraucht ca. 60 % der weltweit gef\u00f6rderten Sandmenge und hat in dem Zeitraum von 2010 \u2013 2014 so viel Sand verbraucht, wie die USA in den vergangenen 100 Jahren. Unsere Sandlagerst\u00e4tten, die sich \u00fcber Jahrmillionen gebildet haben, baut der Mensch derzeit mit einer exponentiell steigenden Geschwindigkeit ab \u2013 als g\u00e4be es kein Morgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Schutz einer K\u00fcste ist Sand das herausragende Material. Er zeigt hier einmal mehr seine Vielseitigkeit. Unter Sturmbedingungen werden sandige Str\u00e4nde zwar durch die Wellenenergie abgebaut, aber der Sand ist keineswegs verschwunden. Er wandert vom Strand in den vorgelagerten, seew\u00e4rtigen Bereich und h\u00f6ht dort den Meeresboden auf. Das hat zur Folge, dass gro\u00dfe Wellen aufgrund der Verringerung der Wassertiefe bereits vor den K\u00fcsten brechen und dort ihre Energie abgeben \u2013 und nicht erst auf dem Strand. Die k\u00fcstennahe Bebauung bleibt von Zerst\u00f6rung verschont. Beruhigt sich die See nach dem Sturm, wird der Sand langsam wieder Richtung K\u00fcste transportiert und die Str\u00e4nde werden wieder breiter und h\u00f6her. Eine K\u00fcste mit ausreichend Sand sch\u00fctzt sich bei Sturm damit quasi selbst. Nimmt man den K\u00fcsten aber den Sand von den K\u00fcstend\u00fcnen, den Str\u00e4nden und aus dem flachen Unterwasserbereich \u2013 was gr\u00f6\u00dftenteils mit Hilfe von Maschinen, aber in einigen L\u00e4ndern wie etwa den Kap Verden auch allein dadurch geschieht, dass Personen ohne jegliche technische Hilfsmittel hinabtauchen, dort Eimer oder Plastikgef\u00e4\u00dfe f\u00fcllen, die dann an die Wasseroberfl\u00e4che gezogen werden \u2013, so beraubt man die K\u00fcste ihres wertvollsten Materiales. Die Zerst\u00f6rungen der Infrastruktur an einer K\u00fcste durch einen Sturm als Folge des Sandabbaus sind katastrophal, wie uns Beispiele aus der ganzen Welt zeigen.<\/p>\n<p>Der vielf\u00e4ltigen Bedeutung des Sandes f\u00fcr die Natur steht die vielf\u00e4ltige Anwendung und der uners\u00e4ttliche und kontinuierlich ansteigende Hunger auf Sand der modernen Gesellschaft gegen\u00fcber. Sand ist der Motor f\u00fcr das Wachsen gro\u00dfer St\u00e4dte, wie wir es derzeit in China, Indien und anderen wirtschaftlich aufstrebenden L\u00e4ndern beobachten. Schauen wir auf die Stadt Shenzen in Sichtweite der Metropole Hongkong (7,35 Millionen Einwohner in 2016). Shenzen hatte 1979 ca. 30.000 Einwohner; 2016 waren es bereits 11.910.000 Einwohner, eine Steigerung um 400 %. Saudi Arabien hat 2017 das Bauprojekt f\u00fcr die v\u00f6llig neu zu errichtende Stadt Neom am Roten Meer in der Grenzregion zu Jordanien und \u00c4gypten vorgestellt. Diese Stadt soll sich \u00fcber 26.000 km\u00b2 erstrecken, gr\u00f6\u00dfer als das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern oder ungef\u00e4hr halb so gro\u00df wie die gesamte Landesfl\u00e4che der Schweiz. Die Kosten werden auf 500 Milliarden Dollar gesch\u00e4tzt. Auch wenn das Wachstum einiger St\u00e4dte politisch motiviert war, so zieht es die Menschen trotzdem und mehr denn je gerade in die bestehenden gro\u00dfen K\u00fcstenst\u00e4dte \u2013 freilich ungeachtet eines ansteigenden Meeresspiegels, zu dessen Kompensation in Form von K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen ebenfalls Sand ben\u00f6tigt wird. Das Land sinkt, der Meeresspiegel steigt und gleichzeitig dr\u00e4ngen immer mehr Menschen an die K\u00fcste. Eine Herausforderung, von der wir heute nur ahnen k\u00f6nnen, wie gro\u00df sie werden wird. Nach dem aus einem Kooperationsprojekt zwischen der niederl\u00e4ndischen und vietnamesischen Regierung im Jahr 2013 erarbeiteten Mekong Delta-Plans k\u00f6nnten als Auswirkung der Klima\u00e4nderung bis zum Ende dieses Jahrhunderts zwischen 12,8 \u2013 37,8 % der Fl\u00e4che des Mekong Deltas \u00fcberflutet sein. Die Geowissenschaftler Masselink &amp; Gehrels (2014) gehen davon aus, dass sich bereits bis 2050 mehr als 1 Millionen Menschen aus dem Mekong Delta auf den Weg nach einer neuen Heimat machen m\u00fcssen, da ihr bisheriger Lebensraum \u00fcberflutet sein wird.<\/p>\n<p>Schauen wir auf den Bau von Stra\u00dfen: Je nach Land ben\u00f6tigt die Fertigstellung von 1 km Autobahn oder Highway in den USA 30.000 \u2013 40.000 t Sand und Kies. In China m\u00f6chte man bis zum Jahr 2030 165.000 km Stra\u00dfennetzwerk fertiggestellt haben. Damit w\u00e4re das Stra\u00dfennetz dann dreimal so lang wie in den USA. Indien will in den kommenden 5 Jahren 84.000 km Stra\u00dfe bauen. Die Stadt Bangalore in Indien w\u00e4chst rasant. T\u00e4glich fahren ca. 13.000 Lastwagen beladen mit Sand in die Stadt. Diese ehrgeizigen Projekte der aufstrebenden Schwellenl\u00e4nder mit ihrem stark ansteigenden Wirtschaftswachstum verschlingen gro\u00dfe Mengen Sand. Der Bau eines einzelnen Atomkraftwerkes \u2013 auch diese geh\u00f6ren zum Aufschwung der Schwellenl\u00e4nder \u2013 verschlingt ungef\u00e4hr 12.000.000 Tonnen Sand.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che des Stadtstaates Singapur ist seit der Unabh\u00e4ngigkeit von 1965 um 22% (von 58.000 ha auf 71.000 ha) bzw. 130 km\u00b2 gewachsen, und zwar ausschlie\u00dflich durch Landgewinnung in Form von Aufsp\u00fclungen mit Sand, der meist aus den Anrainerstaaten importiert wurde. Bis 2030 m\u00f6chte Singapur seine Landfl\u00e4che um weitere 56 km\u00b2 erweitern. Nach eigenen Angaben wurden in den vergangenen 20 Jahren 517 millionen Tonnen Sand importiert. Damit ist Singapur das Land, das mit 5,4 Tonnen Sand pro Einwohner pro Jahr weltweit die h\u00f6chste Sandimportrate aufweist. Nachbarl\u00e4nder wie Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Vietnam und Thailand, die in der Vergangenheit Sand nach Singapur exportiert haben und teilweise noch exportieren, geben jedoch an, insgesamt 637 Millionen Tonnen Sand geliefert zu haben \u2013 eine Differenz von 120 Millionen Tonnen, f\u00fcr die es keine legale Erkl\u00e4rung gibt. Das Sandgesch\u00e4ft ist zu einem gro\u00dfen Teil illegal und undurchsichtig geworden, auch weil einige L\u00e4nder den Export nach Singapur offiziell verboten haben, da es an den eigenen K\u00fcsten durch den Sandabbau zu gravierenden Landverlusten kam. Allein Indonesien hat 24 Inseln verloren, was auf den Abbau und den Export von Sand zur\u00fcckgef\u00fchrt wird. Das unmittelbare Nachbarland Malaysia hat bereits im Jahr 1997 die Sandexporte nach Singapur gestoppt; Indonesien folgte 2007, Kambodscha 2009, danach Vietnam. Mittlerweile wird auch der Druck auf Myanmar immer gr\u00f6\u00dfer, den Sandexport offiziell zu unterbinden. Wie unklar allerdings die Situation ist, zeigt eine andere Mitteilung, wonach Kambodscha offiziell nach eigenen Angaben zwischen 2007 \u2013 2014 lediglich 3 Millionen Tonnen Sand nach Singapur geliefert hat, gleichzeitig Singapur aber berichtet, einen Import aus Kambodscha in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 62 Millionen Tonnen erhalten zu haben.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Arabischen Emirate importieren f\u00fcr ihre gigantischen Prestigebauwerke, wie das 828 m hohe Burj Kalifa, Sand von den K\u00fcsten Australiens, weil lokale Ressourcen im Meer durch ehrgeizige Projekte, wie etwa die 2001 begonnene k\u00fcnstliche Aufsp\u00fclung von Inseln des Bauwerks \u201ePalm Jumareih\u201c oder die 2002 begonnene Aufsp\u00fclung f\u00fcr The Palm Jebel Ali und \u201eThe World\u201c, verbraucht sind. F\u00fcr \u201eThe Palm\u201c wurden 385 Millionen Tonnen Sand (dies entspricht ca. 186 Millionen m\u00b3) verbraucht; f\u00fcr das noch ehrgeizigere Projekt \u201eThe World\u201c, ein Archipel aus 300 Inseln, die die Welt mit ihren Kontinenten darstellen sollte, wurde die 3-fache Menge Sand veranschlagt. Zum Vergleich: Die j\u00e4hrlich f\u00fcr den K\u00fcstenschutz Sylts vorgesp\u00fclte Sandmenge betr\u00e4gt 1 Million m\u00b3. Die Finanzkrise hat den Ausbau der Infrastruktur, das hei\u00dft den Bau von Hotels und Wohnanlagen auf den aufgesp\u00fclten Inseln f\u00fcr das letztere Projekt aber zun\u00e4chst einmal gestoppt, und auch auf \u201eThe Palm Jebel Ali\u201c sind die Wohnanlagen bisher nicht fertiggestellt. Dennoch sind nahezu eine dreiviertel Milliarde Tonnen Sand verbraucht und alle eigenen marinen Sandressourcen v\u00f6llig ersch\u00f6pft \u2013 mit gravierenden Auswirkungen f\u00fcr die Meeresumwelt. Da der vorhandene W\u00fcstensand f\u00fcr derlei Bauma\u00dfnahmen nicht geeignet ist, muss dieser Rohstoff auch f\u00fcr alle weiteren Bauma\u00dfnahmen importiert werden. Sand verknappt aber in vielen L\u00e4ndern und so nimmt der illegale Abbau und auch der illegale Handel zu. Wird dieser Sand nicht industriell verarbeitet, sondern \u00fcber weite Bereiche und Landesgrenzen transportiert und zur Landgewinnung oder Strandaufsp\u00fclung eingesetzt (wie etwa in Singapur oder den Vereinigten Arabischen Emiraten), so ist auch der Transport invasiver Arten, die ein \u00d6kosystem nachhaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, beg\u00fcnstigt. Dies ist ein weiterer, aber bisher kaum untersuchter Aspekt, der durch den globalen Handel und Transport von Sand entsteht.<\/p>\n<p>Eine Vergr\u00f6\u00dferung der Landesfl\u00e4che durch den Ausbau in das Meer mittels der Aufsp\u00fclung von Sand betreiben aber auch noch andere Staaten. Japan hat in der Vergangenheit in der Tokyo-Bay eine Landgewinnung in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 250 km\u00b2 durchgef\u00fchrt, f\u00fcr die im Aufbau befindliche Stadt Nanhui New City in der N\u00e4he von Shanghai wurden 130 km\u00b2 Land neu gewonnen. In China sind von 2006 \u2013 2010 j\u00e4hrlich ca. 700 km\u00b2 neues Land entlang der K\u00fcsten aufgesp\u00fclt worden. Landgewinnungen f\u00fcr Luxuswohnungen sehen wir auf der Insel Penag (Malaysia) und in der Stra\u00dfe von Johor, unmittelbar an der Grenze zu Singapur. Hier sind 4 Inseln mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 14 km\u00b2 aufgesp\u00fclt wurden \u2013 ein erster Schritt f\u00fcr \u201eForest City\u201c, einer Ansammlung von sogenannten \u201eeco-smart cities of the future\u201d. Es wird erwartet, dass hier in 2050 nach der Aufsp\u00fclung weiterer Inseln ca. 700.000 Personen leben werden. Aufsp\u00fclungen finden auch in der Bucht von Manila (Philippinen) statt. Um diese Zahlen anschaulicher zu machen, seien als Vergleich die Gr\u00f6\u00dfen zweier deutscher St\u00e4dte und der Insel Sylt genannt: Hamburg erstreckt sich \u00fcber 755 km\u00b2; M\u00fcnchen \u00fcber 310 km\u00b2; Sylt hat eine Gr\u00f6\u00dfe von 99,14 km\u00b2. Inzwischen werden die das \u00d6kosystem zerst\u00f6renden und Sand verschlingenden Landgewinnungsma\u00dfnahmen zwischen Dubai und Shanghai als Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet.<\/p>\n<p>In den USA verzeichnet der Sandverbrauch f\u00fcr den K\u00fcstenschutz derzeit h\u00f6here Steigerungsraten als der Sandverbrauch f\u00fcr die Bauindustrie. Diese Aufwendungen steigen deshalb, weil offensichtlich die durch den Menschen verursachte Klima\u00e4nderung zu mehr und heftigeren St\u00fcrmen f\u00fchrt, was wiederum die K\u00fcstenerosion forciert. Im Bundesstaat Florida sind 90% der Str\u00e4nde auf dem R\u00fcckzug, was f\u00fcr die Wirtschaft dieses Sonnenstaates, in dem die H\u00e4lfte des Bruttoinlandsproduktes von den Str\u00e4nden abh\u00e4ngt, katastrophal ist. Das fatale daran ist, dass man mit der Bek\u00e4mpfung der Auswirkungen einer Umwelts\u00fcnde, n\u00e4mlich das Anheizen der Klimaver\u00e4nderung durch die Emission von Treibhausgasen \u2013 die sehr energieaufwendige Betonproduktion tr\u00e4gt mit 6 \u2013 9 % zur globalen CO<sub>2<\/sub>-Produktion bei \u2013 eine andere Umwelts\u00fcnde begangen wird, deren Ausma\u00df wir noch gar nicht kennen: die f\u00fcr den Menschen und das \u00d6kosystem so wichtige Ressource Sand hemmungslos zu verbrauchen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel soll zeigen, wie gedankenlos man mit der Ressource Sand umgeht: Der von Sportarten wie Beachvolleyball und Golf ben\u00f6tigte Sand \u2013 ein normaler Strandsand ist daf\u00fcr leider nicht geeignet, die K\u00f6rner sind oft zu eckig, zu gro\u00df und das Kornspektrum ist zu breit \u2013 wird h\u00e4ufig \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen transportiert. F\u00fcr die Olympischen Spiele 2004 in Athen kam f\u00fcr die Disziplin Beachvolleyball der Sand aus Belgien, f\u00fcr die Europameisterschaften 2015 in Baku (Russland) kam er aus dem S\u00fcden der T\u00fcrkei, ca. 1300 km von Baku entfernt. 250 LKW-Ladungen wurden \u00fcber die Stra\u00dfe, mit dem Schiff und auf der Schiene \u00fcber einen langen Transportweg zu der Sportst\u00e4tte gebracht. F\u00fcr einige der Sandbunker auf den Golfpl\u00e4tzen Dubais wurde Sand aus North Carolina (wei\u00dfer Sand) und aus Ontario (r\u00f6tlich brauner Sand) herangeschafft. Dies wird damit begr\u00fcndet, dass die zu runden Sandk\u00f6rner des W\u00fcstensandes zu einem Einsinken der Golfb\u00e4lle f\u00fchren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Alternativen zum Rohstoff Sand<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es wird immer wieder die Frage gestellt, warum nicht W\u00fcstensand f\u00fcr Bauma\u00dfnahmen genutzt wird. Die Antwort ist einfach. D\u00fcnensand ist zu rund geschliffen, die Oberfl\u00e4che ist zu glatt und das gesamte Korngemisch ist hinsichtlich der Korngr\u00f6\u00dfe aufgrund des Transportprozesses zu einf\u00f6rmig. Er ist f\u00fcr die Betonherstellung nicht geeignet, da \u201eZuschlagstoffe\u201c nicht an den Kornoberfl\u00e4chen haften. W\u00e4re es eine Alternative, W\u00fcstensand dennoch so aufzubereiten, dass er auch als Bausand nutzbar ist, w\u00e4re dies ein energiereiches Verfahren, denn er m\u00fcsste angeschmolzen werden. Nun, dort, wo die W\u00fcsten sind, ist durch die Sonne gen\u00fcgend Energie vorhanden und die Nutzung w\u00e4re erschwinglich, aber mit dem W\u00fcstensand w\u00fcrde nur eine weitere nat\u00fcrliche Ressource ausgebeutet werden.<\/p>\n<p>Eine Alternative w\u00e4re ein sinnvolles Recycling, das schon beim Bau anf\u00e4ngt. Materialien m\u00fcssten so miteinander verbaut werden, dass sie sp\u00e4ter beim R\u00fcckbau leichter getrennt und neu verwendet werden k\u00f6nnten. Dennoch wird man eine R\u00fcckf\u00fchrung in die urspr\u00fcngliche Kornstruktur nicht erreichen. Recyceltes Material kann nur dort eingesetzt werden, wo die Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche geringer sind. Einen Kreislauf herstellen und recyceln geht mit Baustoffen, eignet sich aber nicht bei Sandvorsp\u00fclungen f\u00fcr K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen. Sand wird beim Transport sortiert und damit gleichk\u00f6rniger. Das Akkumulationsgebiet, wo der wegtransportierte Sand ankommt, wird nicht die gleiche Kornverteilung aufweisen, wie sie das Gebiet aufweist, aus dem er kommt. W\u00fcrde man diesen Sand nutzen, verringerte sich die Verweildauer und entsprechende Ma\u00dfnahmen m\u00fcssten in immer k\u00fcrzeren zeitlichen Abst\u00e4nden erfolgen.<\/p>\n<p>Bedenkt man, dass ca. 80% der Weltbev\u00f6lkerung in Geb\u00e4uden lebt, die maximal zweigeschossig sind, so k\u00f6nnten hier Baumaterialien genutzt werden, die nicht den hohen Stabilit\u00e4tsanforderungen unterliegen, wie sie f\u00fcr Br\u00fccken, Hochh\u00e4user oder Staud\u00e4mme gefordert sind. Alternative Baustoffe k\u00f6nnten hier eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Die beste Alternative im Umgang mit der Ressource Sand ist aber sicherlich, nur das zu bauen, was wirklich notwendig ist. Bauruinen, wie man sie aus den wirtschaftlich aufstrebenden L\u00e4ndern wie China kennt, wo man zentral organisierte Urbanisierungen der l\u00e4ndlichen Gegenden plant, und wo es Ruinenst\u00e4dte gibt, die f\u00fcr bis zu 4 millionen Menschen geplant waren, gilt es zu vermeiden. Bauruinen gibt es auch in Griechenland oder entlang vieler K\u00fcstenorte S\u00fcdeuropas. Ebenso ist zu \u00fcberlegen, ob die ausufernden Sandaufsp\u00fclungen entlang von K\u00fcsten zur Errichtung von prestigetr\u00e4chtigen Luxushotels und Wohnanlagen notwendig sind. Wir haben gelernt, mit der Ressource Wasser sparsam und sorgsam umzugehen, beim Sand sind wir derzeit noch weit davon entfernt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An important raw material becomes scarce<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":112241,"menu_order":1508,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32360","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-nachhaltigkeit","media-library-category-oekosystem","media-library-category-schoepfung","media-library-category-umweltschutz","media-library-category-wissenschaft-fuer-jedermann"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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