{"id":32362,"date":"2023-07-17T14:36:22","date_gmt":"2023-07-17T12:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=wachsen-an-verwundungen"},"modified":"2025-11-14T13:29:36","modified_gmt":"2025-11-14T12:29:36","slug":"resilienz-verwundbarkeit-und-sicherheit-was-theologie-und-ethik-zum-resilienzdiskurs-beitragen-koennen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/resilienz-verwundbarkeit-und-sicherheit-was-theologie-und-ethik-zum-resilienzdiskurs-beitragen-koennen\/","title":{"rendered":"Resilienz, Verwundbarkeit und Sicherheit"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Der Aufstieg des Resilienzbegriffs in einer Zeit der multiplen Krisen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fast alle sozialwissenschaftlich gepr\u00e4gten Beitr\u00e4ge erkl\u00e4ren die gro\u00dfe Beliebtheit des Resilienzbegriffs damit, dass er gut zu unserer Zeit passt. Wir berufen uns deswegen so gerne auf Resilienz, weil wir in einer Zeit beschleunigter Ver\u00e4nderungsprozesse und sozialer, \u00f6konomischer und \u00f6kologischer Umbr\u00fcche leben. Und weil wir nicht wollen, dass wir von diesen Prozessen einfach mitgerissen und von ihnen \u00fcberrollt werden, suchen wir nach St\u00e4rke und Widerstandskraft beziehungsweise nach einer Absorptions- beziehungsweise Anpassungsf\u00e4higkeit. Weniger anf\u00e4llig zu sein, von Schocks und disruptiven Ereignissen nicht vollkommen aus der Bahn geworfen zu werden und anpassungs- und wandlungsf\u00e4hig zu sein \u2013 all das sind Aspekte von Resilienz. Der besondere Charme des Resilienzbegriffs liegt dabei darin, dass auf Krisen und radikalen Wandel nicht mit einem Angst- oder Defizitdiskurs geantwortet, sondern nach den Ressourcen gefragt wird, die ein Individuum oder ein System ben\u00f6tigt, um entweder flexibel auf ver\u00e4nderte Bedingungen reagieren (Response-F\u00e4higkeit) oder sich von nicht nachhaltigen \u201ePfadabh\u00e4ngigkeiten\u201c befreien zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Bemerkenswerte, aber auch Verwirrende am Begriff Resilienz ist, dass er in ganz unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten verwendet wird. In immer mehr wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Feldern ist davon die Rede \u2013 von den Material- und Ingenieurwissenschaften, der \u00d6kologie und Klima(folgen)forschung, der Psychologie, \u00fcber die Risiko- und Katastrophenforschung, die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu armuts-, sicherheits- und kultursoziologischen Forschungen.<\/p>\n<p>Wer und was sich als resilient erweist, wird zudem f\u00fcr unterschiedliche Ebenen untersucht: f\u00fcr Staatenb\u00fcnde wie die Europ\u00e4ische Union, f\u00fcr Nationen, f\u00fcr Regionen, Institutionen und f\u00fcr den Einzelnen. Bisweilen braucht es ein erhebliches Ma\u00df an Phantasie, um in den Anwendungen des \u201eBreitbandbegriffs\u201c Gemeinsamkeiten zu erkennen. Oft wird der gleiche Begriff verwendet, aber in den verschiedenen Kontexten etwas v\u00f6llig anderes gemeint. Die Differenzen werden \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Philosophie, Ethik und Theologie beginnen gerade erst, die Resilienzforschung wahrzunehmen und nach einer eigenen Positionierung zu fragen. Ihre Aufgabe k\u00f6nnte sein, begrifflich-analytisch vorzugehen und den Beitrag des Resilienzbegriffs f\u00fcr die Artikulation von lebensweltlichen Erfahrungen in den Vordergrund zu r\u00fccken. Die folgenden \u00dcberlegungen verstehen sich als ein erster Schritt in diese Richtung. Ich gehe dabei davon aus, dass es nicht die Resilienz gibt, sondern nur das, was als Resilienzstrategie und Resilienzressource im jeweiligen soziohistorischen Kontext gedeutet und codiert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Spannungsverh\u00e4ltnisse und paradoxe Zusammenh\u00e4nge<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um zun\u00e4chst begriffliches Licht in die oft schwammigen Begriffsbestimmungen zu bringen, stelle ich zun\u00e4chst vier Spannungsverh\u00e4ltnisse vor, von denen in meinen Augen der Resilienzdiskurs gepr\u00e4gt ist: n\u00e4mlich von einer Spannung zwischen Unverwundbarkeit und Verletzlichkeit, zwischen Geschlossenheit und Offenheit, zwischen Kontrolle (Handlungsm\u00e4chtigkeit) und Gelassenheit, zwischen Systemerhaltung (\u00dcberleben) und Transformation.<\/p>\n<ol>\n<li>Spannung zwischen Unverwundbarkeit und Verletzlichkeit: Auf den ersten Blick ist der Gegenbegriff zu Resilienz die Verletzlichkeit beziehungsweise Vulnerabilit\u00e4t. Resilienzstrategien haben daher oft zum Ziel, \u201eFenster der Verwundbarkeit\u201c zu schlie\u00dfen. Dies ist auch ein Grund, warum Resilienz in der Sicherheitspolitik zu einem Leitbild geworden ist. Resilienz ist demnach eng verkn\u00fcpft mit dem Bed\u00fcrfnis nach Schutz, aber auch mit der Emotion der Angst und der Erfahrung von Verletzlichkeit. Angst vor Gefahren zu haben hat zur Voraussetzung, dass man verletzlich beziehungsweise verwundbar ist. Um nicht verwundet zu werden, sch\u00fctzt man sich. In diesem Sinne ist Resilienz ein basales Grundbed\u00fcrfnis.<br \/>\nUnd doch ist Resilienz nicht einfach das Gegenteil von Verletzlichkeit. Vielleicht ist der Unverwundbare der Resilientere. Resilient zu werden setzt aber Verwundbarkeit voraus. Nur wer verletzlich ist, ist offen f\u00fcr einen Reifungsprozess. Die Pioniere der psychologischen Resilienzforschung, Emmy Werner und Ruth Smith, nennen deshalb resiliente Menschen \u201evulnerable, but invincible\u201c. Hiermit wollen sie ausdr\u00fccken, dass es sich bei Menschen, die sich durch widrige Umst\u00e4nde, Lebenskrisen und einschneidende Ver\u00e4nderungen nicht unterkriegen lassen, nicht einfach um unverwundbare \u201esuperkids\u201c handelt. Nicht die Abschottung vor Gefahren, Risiken und Ver\u00e4nderungen macht resilient. Abschottung f\u00fchrt langfristig gesehen zu st\u00e4rkerer Verwundbarkeit \u2013 so wie Eltern ihren Kindern mehr schaden als n\u00fctzen, wenn sie sie \u00fcberf\u00fcrsorglich besch\u00fctzen. Das \u201epsychische Immunsystem\u201c wird vielmehr durch die komplexen Wechselwirkungen von Gefahren, Ver\u00e4nderungen und Regenerationen gest\u00e4rkt. Resiliente Menschen sind nicht nur Stehaufm\u00e4nnchen, die sich nach Krisen schnell wieder erholen, sie machen auch die Erfahrung, dass sie durch die durchlebten Krisen an pers\u00f6nlicher Kompetenz und Charakterst\u00e4rke gewinnen.<br \/>\nDiese psychologische Erkenntnis l\u00e4sst sich auch auf Staat und Gesellschaft \u00fcbertragen: Gemeinwesen kommen besser mit Gewalt, Katastrophen und Unsicherheit zurecht, wenn sie Sicherheit nicht zum h\u00f6chsten Gut erkl\u00e4ren, wenn sie sozusagen um ihre Verletzlichkeit wissen und darum, dass sie sich nicht unangreifbar machen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Spannung zwischen Geschlossenheit und Offenheit: Resilienzpraktiken, die \u201eFenster der Verwundbarkeit\u201c schlie\u00dfen wollen, m\u00fcnden meist in Strategien der Abschottung. Auch dies hat eine anthropologische Dimension: Um uns vor Gefahren zu sch\u00fctzen, suchen wir Unterschlupf in H\u00f6hlen, \u201eumfrieden\u201c Bereiche, ziehen Grenzen, bauen H\u00e4user und Burgen. Und doch gibt es auch hier \u201eparadoxe Zusammenh\u00e4nge\u201c: Nur wer Problemen und Herausforderungen nicht ausweicht und offen ist f\u00fcr neue Erfahrungen und Erkenntnisse, wird und ist resilient. Wer aber offen ist, ist auch verletzlich. Genau diese Verletzlichkeit ist die Voraussetzung f\u00fcr Reifungsprozesse. Best\u00e4tigt werden diese Zusammenh\u00e4nge durch die psychologische Pers\u00f6nlichkeitsforschung. Offenheit ist eine der f\u00fcnf grundlegenden Dimensionen (\u201ebig five\u201c) der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit. Wer offen ist, so eine Erkenntnis, ist mehr am Lernen interessiert als an der eigenen Sicherheit. Offene Menschen haben gelernt, dass sich alles im Leben ver\u00e4ndern kann, dass diese Ver\u00e4nderungen aber keine Katastrophen sind, auch wenn sie sich kurzfristig so anf\u00fchlen, sondern das Potenzial f\u00fcr Wachstum und Entwicklung in sich bergen.<br \/>\nF\u00fcr soziale Systeme, Kulturen und Lebensformen gilt ein \u00e4hnlicher Zusammenhang: Nicht zu stagnieren und auf den Status quo zu beharren, sich auf Neues ein- und soziale Lernprozesse zulassen zu k\u00f6nnen, ist eine Bedingung f\u00fcr Zukunftsf\u00e4higkeit und Resilienz. Wesentliche Einsichten zu den Voraussetzungen gesellschaftlicher Lernprozesse k\u00f6nnen ex negativo aus der Analyse des Zusammenbruchs von sozialen Systemen entnommen werden. Ein wesentlicher Faktor ist die Unf\u00e4higkeit eines Systems, auf Ver\u00e4nderungen zu reagieren. Eine Ursache daf\u00fcr ist die fehlende Offenheit: \u201eAbgeschlossene\u201c Kulturen sind nicht lernf\u00e4hig, und wenn sie nicht lernf\u00e4hig sind, drohen sie zu stagnieren und nicht selten auch \u201eunterzugehen\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Spannung zwischen Kontrolle (Handlungsm\u00e4chtigkeit) und Gelassenheit: In der Resilienzforschung spielen die Begriffe \u201emastery\u201c (Beherrschbarkeit) und \u201eagency\u201c (Handlungsf\u00e4higkeit) eine wichtige Rolle. Damit ist gemeint, dass Menschen umso resilienter sind, je weniger sie sich in der Rolle von Opfern sehen, je handhabbarer sie die Situation wahrnehmen (je beherrschbarer sie also ist) und je mehr Handlungsspielr\u00e4ume sich er\u00f6ffnen. Resilient ist, wer von seiner Umwelt, von Ver\u00e4nderungen, Krisen und Schocks nicht einfach \u00fcberrollt wird, also nicht die Kontrolle verliert und die Situation beherrscht. Das Gef\u00fchl der Kontrolle verringert den Eindruck, von bedrohlichen Bedingungen verletzt werden zu k\u00f6nnen. In der psychologischen Literatur wird in diesem Zusammenhang vielfach auf Selbstwirksamkeitserfahrungen verwiesen.<br \/>\nDie Frage von Beherrschung und Kontrolle spielt auch f\u00fcr die Reaktion auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen eine wichtige Rolle. Menschen f\u00fcrchten sich vor allem davor, Entwicklungen, Machthabern und dergleichen hilflos ausgeliefert zu sein und keine Kontrolle mehr zu haben. Um die Kontrolldimension zu st\u00e4rken, bedarf es rechtlicher Garantien und sozialer Sicherungs- beziehungsweise Versicherungsmechanismen. Fehlen jene, \u00f6ffnet sich Fenster der Verwundbarkeit. Sicherungen und Schutzma\u00dfnahmen st\u00e4rken die Kontrolle. Zugleich gilt es aber auch hier paradoxe Zusammenh\u00e4nge zu beachten. Zu viel Kontrolle bewirkt nicht selten einen Kontrollverlust. Ein Kontrollwahn, der alle Unsicherheit ausschalten will, der alles im Griff behalten und \u00fcberwachen m\u00f6chte, l\u00e4hmt.<br \/>\nUm der Ungewissheit resilient begegnen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir unser Bed\u00fcrfnis nach Beherrschbarkeit m\u00e4\u00dfigen. Ohnmacht und Angst m\u00fcssen ausgehalten werden, ansonsten bef\u00e4llt uns eine unbestimmte, l\u00e4hmende Angst. Handlungsm\u00e4chtigkeit ist auch darauf angewiesen, dass man seinen Wunsch nach Beherrschbarkeit relativiert. Die Relativierung der Kontrolldimension ist in besonderer Weise relevant f\u00fcr den Umgang mit nicht vorhersehbaren Herausforderungen und Problemen. F\u00fcr diese ist das angemessene Reaktionsmuster nicht das Streben nach Kontrolle im Sinne einer vollst\u00e4ndigen Situationsbeherrschung nach einem vorausgehenden Plan, sondern eine differenzierte Wahrnehmung und die F\u00e4higkeit, die eigenen Handlungsmuster zu \u00fcberdenken und gegebenenfalls zu wandeln. Bei komplexen Risiken und un\u00fcbersichtlichen Situationen ist Handeln trotz Nichtwissen gefordert. Dieses sollte einhergehen mit der Bereitschaft, eingeschlagene Wege wieder zu \u00e4ndern. Daher m\u00fcndet die Relativierung des Ideals der Kontrolle in ein Resilienzkonzept, in dem Rahmenbedingungen f\u00fcr individuelle und institutionelle Lernprozesse einen zentralen Stellenwert einnehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li>Spannung zwischen Systemerhaltung (\u00dcberleben) und Transformation: Welche Resilienzdimension auch hervorgehoben wird, im Endeffekt geht es immer um die Funktionserhaltung von Menschen und Systemen. Diese Zielrichtung ist auf den ersten Blick nicht gerade anspruchsvoll, ja Teil der \u201enat\u00fcrlichen\u201c Reaktion auf Bedrohungen und Gefahren. Und doch w\u00e4re es ein Fehler dar\u00fcber hinwegzusehen. So kritisiert zum Beispiel der Philosoph Hans Jonas in seiner \u00dcberlebensethik der intergenerationellen Verantwortung den \u201eanthropologischen Irrtum der Utopie\u201c und postuliert eine Revision des Verh\u00e4ltnisses von Furcht, Hoffnung und Verantwortung. In diesem Sinne kann von den auf Funktions- und Selbsterhaltung zielenden Resilienzkonzepten gelernt werden, nicht auf \u201eutopische\u201c Ziele zu setzen, sondern auf die \u201ewirklichen\u201c und vorrangigen Probleme zu schauen und sich auf die Aspekte zu konzentrieren, die das \u00dcberleben und den Schutz der Menschen sichern.<br \/>\nDer narzisstische und strukturkonservative Fokus auf Selbsterhaltung ist aber nur eine Dimension von Resilienz. Im Kontext systemisch-\u00f6kologischer Ans\u00e4tze wird vielmehr vorgeschlagen, zwischen Persistenz, Adaptation und Transformation zu differenzieren. Bei der Persistenz von Strukturen und Systemen zielen die Ma\u00dfnahmen auf Gefahrenabwehr und Risikominimierung. Bei der Anpassung liegt der Schwerpunkt auf der F\u00e4higkeit, sich an ein schnell wandelndes Umfeld anzupassen. Dabei kann man passive Anpassung von aktiver, die auch innere Wandlungsprozesse einschlie\u00dft, unterscheiden.<br \/>\nDer Fokus ist bei der Anpassung \u2013 wie auch bei der Persistenz \u2013 auf die Selbsterhaltung gerichtet, ohne weitergehende strukturelle Ursachen in den Blick zu nehmen oder einen bestimmten Entwicklungspfad in Frage zu stellen. Letzteres steht bei der Transformation im Mittelpunkt. Diese zielt auf die F\u00e4higkeit, neue Strukturen und Systeme zu schaffen, weil die vorhandenen nicht mehr tragf\u00e4hig sind. Es geht hier um den \u00dcbergang von einem bestehenden zu einem neuen beziehungsweise nachhaltigeren Zustand. Eine Voraussetzung daf\u00fcr ist ein sozio-kultureller Wandel, der mit einem Umdenken in den Leitwerten und -zielen einhergeht, ein Wandel, wie ihn zum Beispiel das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats f\u00fcr Umweltfragen unter dem Label \u201eGro\u00dfe Transformation\u201c anmahnt.<br \/>\nDie in der systemischen Resilienzforschung diskutierte Differenzierung zwischen Persistenz, Anpassung und Transformation findet sich auch in psychologischen Resilienzkonzepten. Dort wird Resilienz zum einen als Stressresistenz verstanden. Hier ist die Perspektive auf die Robustheit gerichtet. Zweitens kann Resilienz schnelle Regeneration bedeuten. Der Anpassungsprozess beruht auf der selbstregulativen F\u00e4higkeit, nach einer Belastung in einen stabilen Zustand zur\u00fcckzukehren (bounce back). Ein drittes Konzept konzentriert sich auf die F\u00e4higkeit zur Rekonfiguration. Personen sind nach einem traumatischen Ereignis in der Lage, Handlungsweisen oder zentrale Kognitionen zu ver\u00e4ndern. Dies wird in der Fachliteratur als \u201ePosttraumatische Reifung\u201c beschrieben. Reifung beziehungsweise Wachstum deshalb, weil traumatische Erfahrungen zu einem Motor der Transformation werden k\u00f6nnen.<br \/>\nVielleicht liegt die f\u00fcr den Resilienzbegriff eigent\u00fcmliche Spannung zwischen Funktionserhaltung und Transformation im Begriff der Ver\u00e4nderung selbst, insofern jede Beschreibung von Ver\u00e4nderung etwas, das mit sich identisch bleibt, voraussetzt. Aber oft fehlen klare Kriterien, um zu beurteilen, ob etwas, das sich transformiert, noch \u201ees selbst\u201c oder \u201eetwas anderes\u201c ist. Auch die Unterscheidung zwischen dem, was noch Anpassung ist, und dem, was schon als Transformation bezeichnet werden kann, f\u00e4llt nicht immer leicht. Man kommt also aus dem paradoxen Verh\u00e4ltnis von Wandel und Bewahrung nicht hinaus. Im Grunde liegt dem Streit um konservative oder progressive Deutungen des Resilienzkonzeptes ein philosophisch nicht aufl\u00f6sbares Spannungsverh\u00e4ltnis zugrunde. Irgendetwas bleibt konstant, anderes muss sich ver\u00e4ndern. Bisweilen kann gerade die F\u00e4higkeit, sich zu wandeln, das besonders Erhaltenswerte sein. Nur wenn sich Teile und einzelne Eigenschaften des Systems \u00e4ndern, bleibt dieses als Ganzes erhalten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Einfache und reflexive Resilienz<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die von mir dargestellten Spannungsverh\u00e4ltnisse und paradoxen Zusammenh\u00e4nge, die den Resilienzdiskurs begleiten, k\u00f6nnen mit einer Differenzierung plausibilisiert werden, die der Soziologe Wolfgang Bon\u00df eingef\u00fchrt hat: die Differenzierung zwischen einer einfachen und reflexiven Resilienz. Bei der einfachen Resilienz steht die St\u00e4rkung der Schutzfaktoren im Mittelpunkt, also der Faktoren, die dazu beitragen, vor Verwundbarkeit zu sch\u00fctzen. \u201eEinfach\u201c ist dieses Verst\u00e4ndnis von Resilienz, weil das Schutzbed\u00fcrfnis quasi angeboren ist. Auf dieser Ebene ist Resilienz eine Reaktion auf das Gef\u00fchl der Angst. So wie die Angst ein \u201eurt\u00fcmliches\u201c Gef\u00fchl ist, das auf Gefahren und m\u00f6gliche Verletzungen hinweist, so ist das Bed\u00fcrfnis nach Schutz eine elementare Form der Weltbeziehung, um Risiken zu minimieren und Gefahren abzuwehren.<\/p>\n<p>Reflexiv(er) werden Resilienzstrategien, wenn sie vom einfachen Reagieren zum aktiven Handeln und Lernen \u00fcbergehen und St\u00f6rungen oder Wandlungsprozesse nicht einfach nur abwehren. Zu der f\u00fcr Resilienz so wichtigen Response-F\u00e4higkeit z\u00e4hlt auch die Kompetenz, auf ein sich st\u00e4ndig \u00e4nderndes Umfeld und auf Probleme zweiter Ordnung, also auf zuvor nicht bekannte Probleme, antworten zu k\u00f6nnen. Die Antwort beschr\u00e4nkt sich dann nicht (nur) auf eine kurzfristige Gefahrenabwehr oder auf ein \u201ebounce back\u201c, sondern auf das Lernen, mit den ver\u00e4nderten Umst\u00e4nden langfristig leben zu k\u00f6nnen. Dies ist dann eine Response, in dem das Antworten eine dialogische Form annimmt. Zum einen werden die Herausforderungen in ihren Tiefendimensionen und Wechselwirkungen in den Blick genommen, zum anderen werden Konsequenzen f\u00fcr das eigene System gezogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Theologischer Ausblick<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die bisherigen \u00dcberlegungen zeigten, dass Resilienz zum einen ein gehaltvoller Begriff, zum anderen aber in ethischer Hinsicht ambivalent oder zumindest kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist. Meine weiterf\u00fchrende These ist nun, dass die rekonstruierten Spannungsverh\u00e4ltnisse zwischen Unverwundbarkeit und Verletzlichkeit, zwischen Geschlossenheit und Offenheit, zwischen Kontrolle (Handlungsm\u00e4chtigkeit) und Gelassenheit sowie zwischen Systemerhaltung (\u00dcberleben) und Transformation nicht nur begriffliche Differenzierungen sind, um den Resilienzdiskurs zu strukturieren, sondern auf Grundhaltungen verweisen. Anders ausgedr\u00fcckt: Je nach Interesse oder Grundhaltung wird in unterschiedlicher Perspektive und Form auf Herausforderungen, Krisen und St\u00f6rungen reagiert. Dies ist auch ein Grund f\u00fcr die unterschiedlichen Resilienzdimensionen.<\/p>\n<p>Genau an diesem Punkt lohnt es sich, auf die Rolle von Religion und Glaube zu sprechen zu kommen. Ich bin dabei davon \u00fcberzeugt, dass die Bedeutung religi\u00f6ser Traditionen und theologischer Reflexionen nicht prim\u00e4r in unmittelbaren Probleml\u00f6sungen, sondern auf einer Metaebene liegt: Sie helfen, die mentalen Infrastrukturen, grundlegenden Einstellungen und Sinnmuster zu bestimmen, derer es bedarf, um mit der richtigen Perspektive nach L\u00f6sungen zu suchen. Ich werde dies im Folgenden am Beispiel der drei klassischen theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe darzustellen versuchen.<\/p>\n<ol>\n<li>Machtvoller Glaube: Seit den Anf\u00e4ngen der Resilienzforschung findet die unterst\u00fctzende Auswirkung des religi\u00f6sen Glaubens Beachtung. So hebt Emmy Werner in ihrer Pionierstudie zur Resilienz bei Kindern auf der hawaiitischen Insel Kauai die positive Wirkung des Glaubens und der Mitgliedschaft in einer Gemeinde hervor. Auch andere empirische Untersuchungen best\u00e4tigen, dass ein aktiv gelebter Glaube eine Ressource f\u00fcr Resilienz ist.<br \/>\nFragt man, worin genau die resilienzf\u00f6rdernde Kraft des Glaubens besteht, dann scheint das Ph\u00e4nomen des Vertrauens von zentraler Bedeutung zu sein. Dies gilt auch f\u00fcr die biblischen Zeugnisse: Wer auf Gott vertraut und in diesem Sinne an ihn glaubt, wird nicht zu Schaden kommen. Gottvertrauen wird als Schl\u00fcssel f\u00fcr Krisenbew\u00e4ltigung verstanden und als Kraft erfahren, Schweres durchzustehen. Auch ein Blick in die neuere Geschichte lehrt uns, dass es viele Wege und Weisen gibt, unter widrigsten Umst\u00e4nden Kraft aus dem Glauben zu sch\u00f6pfen. Beispiele hierf\u00fcr sind Dietrich Bonhoeffer, Alfred Delp, Tiziano Terzani, Judith Levine, Pedro Arrupe.<br \/>\nWenn der Glaube an Gott im Sinne von Vertrauen verstanden wird, dann hei\u00dft dies auch: Der Glaube an Gott ist ein Beziehungsgeschehen. Man kann nur vertrauen, wenn man sich f\u00fcr den Anderen \u00f6ffnet und \u201eangesichts des Anderen\u201c zu denken, urteilen und handeln lernt. Dies ist auch der Grund, warum der Glaube auf die Liebe zielt. Wer gelernt hat zu vertrauen, schottet sich nicht ab.<br \/>\nWer an Gott glaubt, lernt zudem die Dinge der Welt zu relativieren. Dadurch kann eine vertrauensvolle Einbettung des eigenen Lebens in einen gr\u00f6\u00dferen Horizont erfolgen. Damit verkn\u00fcpft ist die f\u00fcr gl\u00e4ubige Menschen charakteristische Erfahrung, seine Identit\u00e4t nicht eigener Leistung zu verdanken, sondern sie als Geschenk Gottes wahrzunehmen.<br \/>\nDie mit dem Glauben verbundene Relativierung des eigenen Selbst und der eigenen Probleme impliziert eine gewisse Gelassenheit. Das Paradoxe dabei ist: Eine im Glauben gr\u00fcndende Gelassenheit f\u00fchrt nicht in eine passive Haltung, sondern erm\u00f6glicht im Gegenteil eine Handlungsbereitschaft, die sich nicht in kurzatmigem Aktivismus ersch\u00f6pft, sondern im Vertrauen auf eine von Gott verb\u00fcrgte Sinnhaftigkeit Durststrecken scheinbarer Erfolglosigkeit zu \u00fcberwinden hilft. Zudem bewahrt Gelassenheit vor einem Kontrollwahn. Wer alles unter Kontrolle haben m\u00f6chte, kann etwas nicht laufen lassen und kann nicht loslassen. Daher ist nicht die Gelassenheit, sondern die fehlende Gelassenheit der Grund f\u00fcr eine blockierte Handlungsm\u00e4chtigkeit. Ein Kontrollwahn, der alle Unsicherheit ausschalten will, der alles im Griff behalten und \u00fcberwachen m\u00f6chte, l\u00e4hmt. Das Vertrauen und Gelassenheit bewahren davor. Handlungsm\u00e4chtigkeit ist auf Vertrauen angewiesen. Nur wer der Tragf\u00e4higkeit des Bodens vertraut, kann auch aufbrechen und gehen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Durchkreuzte Hoffnung: Das in die Zukunft gerichtete Vertrauen nennen wir Hoffnung. So wie der Glaube die Basisstation ist, so die Hoffnung der Bewegungsvektor. Die vom Glauben grundgelegte Daseinsakzeptanz wird von der Hoffnung geweitet. So wie der Glaube in die Tiefe geht, so die Hoffnung in die Weite. Ein resilienzf\u00f6rdernder Faktor ist die Hoffnung, weil sie zu einer Zuversicht motiviert, die sich nicht vorschnell von vermeintlich unver\u00e4nderlichen Tatsachen l\u00e4hmen l\u00e4sst. Wer hoffen kann, f\u00fchlt sich Herausforderungen und Umbr\u00fcchen nicht ohnm\u00e4chtig ausgeliefert und wird nicht von \u00c4ngsten \u00fcberw\u00e4ltigt. Wer Hoffnung hat, sieht Handlungsperspektiven und R\u00e4ume f\u00fcr Selbstwirksamkeit.<br \/>\nHoffnung sollte aber nicht mit blindem Optimismus verwechselt werden. So ist in der christlichen Tradition die Hoffnung eine Gewissheit, die durch die Erfahrung des Kreuzes, des Leides und Scheiterns hindurchgeht. Theologisch-ethisch ist dabei entscheidend, dass Leid und Scheitern nicht verkl\u00e4rt werden, sondern dass eine \u201egereifte\u201c und \u201edurchkreuzte\u201c Hoffnung zum Ausdruck kommt. Diese wei\u00df um die Gef\u00e4hrdungen des Menschlichen und vertraut zugleich auf die M\u00f6glichkeit neuer Anf\u00e4nge, die Gott, der auch am Kreuz noch Gott geblieben ist und so \u00fcber Scheitern, Leid und Katastrophen hinausweist, zu schenken vermag. Die W\u00fcrzburger Synode hat diesen Zusammenhang im Schlussdokument \u201eUnsere Hoffnung\u201c wunderbar zum Ausdruck gebracht: \u201eDie Hoffnung auf die Auferweckung der Toten, der Glaube an die Durchbrechung der Schranke des Todes macht uns frei zu einem Leben gegen die reine Selbstbehauptung, deren Wahrheit der Tod ist. Diese Hoffnung stiftet uns dazu an, f\u00fcr andere da zu sein, das Leben anderer durch solidarisches und stellvertretendes Leiden zu verwandeln. Darin machen wir unsere Hoffnung anschaulich und lebendig, darin erfahren wir uns und teilen uns mit als \u00f6sterliche Menschen.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Verwandelnde Liebe: Das bereits angesprochene Wechselverh\u00e4ltnis von Verwundbarkeit und Reifung basiert darauf, dass die Grenzen des eigenen Ich por\u00f6s und durchl\u00e4ssig werden \u2013 durchl\u00e4ssig f\u00fcr den Anderen, f\u00fcr sein Leid, seine Hoffnungen und seine Sorgen. Wer verwundbar ist, l\u00e4sst sich anr\u00fchren von der Not des anderen. In der christlichen Tradition wird diese Tugend Barmherzigkeit genannt. Wer barmherzig ist, hat ein offenes Herz f\u00fcr die N\u00f6te und Sorgen des Anderen. Papst Franziskus spricht von einer \u201eUmkehr des Herzens\u201c, von einer Umkehr, die dazu bef\u00e4higt, sich den anderen mit echter Solidarit\u00e4t zu \u00f6ffnen. Dem offenen Herzen stellt er die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber. Die \u201eHaltung der Gleichg\u00fcltigkeit\u201c ist kennzeichnend f\u00fcr den, \u201eder sein Herz verschlie\u00dft, um die anderen nicht in Betracht zu ziehen, der die Augen schlie\u00dft, um nicht zu sehen, was ihn umgibt, oder ausweicht, um nicht von den Problemen anderer ber\u00fchrt zu werden\u201c. Gleichg\u00fcltigkeit, so Papst Franziskus, verursacht \u201evor allem Verschlossenheit und Teilnahmslosigkeit\u201c.<br \/>\nAuch die Liebe steht der Gleichg\u00fcltigkeit diametral gegen\u00fcber. Durch die Liebe b\u00fc\u00dfen Dinge und Menschen ihre Gleichg\u00fcltigkeit ein. Wer liebt, der sorgt und k\u00fcmmert sich um etwas, wer liebt, dem liegt etwas am Herzen. Dieses sich K\u00fcmmern ist verschr\u00e4nkt mit einer Entgrenzung des Ich. Wer liebt, \u00f6ffnet sich, wer liebt, kreist nicht mehr nur um sich selbst, wer liebt weitet die Grenzen des Selbst und geht eine Beziehung mit dem Anderen ein. Eine Liebesbeziehung l\u00e4sst einen nicht kalt, durch eine Liebesbeziehung werde ich selbst verwandelt.<br \/>\nDies ist meiner Ansicht nach auch der springende Punkt, warum und in welcher Hinsicht die Liebe ein resilienzf\u00f6rdernder Faktor ist. Sie geht \u00fcber das reaktive Streben nach Sicherheit, Kontrolle und Schutz vor Verwundungen hinaus und dr\u00e4ngt auf eine Befreiung von Angst. Sie kann dazu beitragen, sich aus blockierten Weltbeziehungen zu befreien. W\u00e4hrend \u00c4ngste die menschliche F\u00e4higkeit, sich die Welt \u201eanzuverwandeln\u201c und in wechselseitige Beziehungen zu treten, hemmen, dr\u00e4ngt Liebe dazu, offen auf andere zuzugehen. Liebe konstituiert ein dialogisches, von Responsivit\u00e4t und Resonanz gepr\u00e4gtes Weltverh\u00e4ltnis. Insofern die Liebe aus der Angst um sich selbst befreit, macht sie offen f\u00fcr Andere und Anderes, sie erh\u00f6ht die Neugierde und weitet die Perspektiven. Auf Letzteres verweisen auch der Glaube und die Hoffnung. Beide Tugenden bed\u00fcrfen als weiterf\u00fchrende Kraft der Liebe. Die Liebe gibt dem Glauben und der Hoffnung eine Richtung, eine auf den N\u00e4chsten ausgerichtete Zuwendung, die befreit und verwandelt.<br \/>\nDiese wenigen Anmerkung zu den theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe zeigen bereits: Religi\u00f6se Einstellungen und Praktiken, die von narzisstischer Angst befreien, verweisen auf ein Resilienzverst\u00e4ndnis, das mehr verspricht als den Schutz der eigenen Identit\u00e4t. Konstitutiv daf\u00fcr ist ein relational-dialogisches Weltverh\u00e4ltnis. Herausforderungen und Umbr\u00fcche werden in dieser Perspektive nicht nur abgewehrt, sondern angenommen, \u201eanverwandelt\u201c und als unverzichtbares Moment f\u00fcr Lernprozesse angesehen.<br \/>\nZudem kann die Theologie in Antithese zu einer auf funktionale Ert\u00fcchtigung und Selbstoptimierung ausgerichteten Resilienzpsychologie sich f\u00fcr ein \u201eLob der Verletzlichkeit\u201c (Ariadne von Schirach) aussprechen und auf diesem Weg ein analytisches Handwerkszeug liefern, um die auf den ersten Blick paradoxen Zusammenh\u00e4nge zwischen Wunden, Verwundbarkeiten und Resilienz verstehbar zu machen.<\/li>\n<\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interdisciplinary Resilience<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":112251,"menu_order":1504,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32362","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-ethik","media-library-category-medizin","media-library-category-resilienz","media-library-category-sicherheit","media-library-category-spiritualitaet","media-library-category-theologie","media-library-category-verwundungen","media-library-category-vulnerabilitaet"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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