{"id":32365,"date":"2023-07-17T14:36:25","date_gmt":"2023-07-17T12:36:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=geburt-als-appell"},"modified":"2025-11-14T14:01:30","modified_gmt":"2025-11-14T13:01:30","slug":"eine-ethik-der-beziehung-von-eltern-und-kind","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-ethik-der-beziehung-von-eltern-und-kind\/","title":{"rendered":"An ethics of the relationship of parent and child"},"content":{"rendered":"<p>Im franz\u00f6sischen Dokumentarfilm \u201eBabies\u201c von 2010 schildert der Regisseur Thomas Balm\u00e8s das Leben vierer Kinder von der Geburt bis zum Ende ihres ersten Lebensjahrs. Die beiden Buben Ponijao aus Namibia und Bayar aus der Mongolei und die beiden M\u00e4dchen Mari aus Japan und Hattie aus Kalifornien werden bei ihren ersten Entwicklungsschritten portr\u00e4tiert, ihrem ersten Lachen, ihren ersten Gehversuchen, ihrem ersten Spiel. Beeindruckend ist, wie sehr sich die Kindheiten unterscheiden. W\u00e4hrend Bayar in einer einsam gelegenen mongolischen Jurte aufw\u00e4chst und meistens mit Ziegen spielt, lebt Mari in der Millionenstadt Tokyo und wird noch vor ihrem ersten Lebensjahr zur musikalischen Fr\u00fcherziehung gebracht. Kind zu sein hei\u00dft auf dieser Welt, unter den unterschiedlichsten Bedingungen aufzuwachsen und mit einer unendlichen Vielfalt von Kulturen konfrontiert zu sein, Kind einer nomadischen Viehz\u00fcchterfamilie oder akademisch gebildeter Eltern zu sein, in der W\u00fcste oder in einer Millionenmetropole gro\u00df zu werden.<\/p>\n<p>Der Beginn des menschlichen Lebens steht im Zeichen von Fremdbestimmung. Menschen werden gezeugt und geboren, ohne auf die Umst\u00e4nde ihres Zur-Welt-Kommens in irgendeiner Weise Einfluss nehmen zu k\u00f6nnen. Wann, wo und unter welchen Umst\u00e4nden wir geboren werden, bestimmen andere. Die neuen reproduktionsmedizinischen Techniken haben wesentlich dazu beigetragen, das Ausma\u00df dieser Fremdbestimmung sichtbar zu machen. Indem sie Eltern Instrumente in die Hand geben, die Existenzweise ihres Kindes, z.B. durch genetische Auswahl, noch mehr als bisher zu beeinflussen, f\u00fchren sie uns vor Augen, wie sehr der Beginn menschlichen Lebens ganz allgemein von den Entscheidungen Dritter abh\u00e4ngt. F\u00fcr alle reproduktionsmedizinischen Techniken \u2013 seien es Verh\u00fctungsmittel, pr\u00e4konzeptionelle genetische Tests, die Pr\u00e4implantations- oder Pr\u00e4nataldiagnostik, die Keimzellspende oder Leihmutterschaft \u2013 gilt: Sie bieten vielleicht den beteiligten Eltern gr\u00f6\u00dfere Freiheiten, aber die radikale Unfreiheit des Kindes \u00e4ndern sie nicht. Diese tritt im Kontrast zur elterlichen Freiheit nur umso deutlicher zu Tage. Diese Unfreiheit ist radikal, weil sie s\u00e4mtliche Lebensbedingungen des Geborenen betrifft. Kinder haben schon immer die Bedingungen ihrer Existenz zu akzeptieren, seien sie ein erw\u00fcnschter oder unerw\u00fcnschter Nachkomme, mit oder ohne erbliche Erkrankungen, von armen oder reichen Eltern gezeugt, in Krieg oder Frieden.<\/p>\n<p>Man kann aber das, was von einem Standpunkt der Freiheit wie moralisch unerw\u00fcnschte Fremdbestimmung aussieht, auch aus einer anderen Perspektive betrachten. Denn wenngleich wir alle als Kinder unweigerlich den Entscheidungen Dritter ausgesetzt sind, bewerten wir diese existenzielle Erfahrung doch in der Regel als positiv, und manchen gilt gerade die Eltern-Kind-Beziehung als moralisches Vorbild f\u00fcr viele andere Formen menschlicher Abh\u00e4ngigkeit. Nicht wenige werden auf ihre Kindheit als eine besonders sch\u00f6ne Zeit zur\u00fcckblicken, in der sie sich umsorgt und beh\u00fctet f\u00fchlten, und im Vergleich dazu die Zeit der Freiheit des Erwachsenenalters als eine eher belastende Situation ansehen. Es lohnt sich also zu fragen, warum eine so gro\u00dfe, geradezu existenzielle Fremdbestimmung als eine wunderbare Erfahrung und eine Beziehung der fundamentalsten Abh\u00e4ngigkeit als ein moralisch h\u00f6chst gesch\u00e4tztes Verh\u00e4ltnis aufgefasst werden kann.<\/p>\n<p>Dazu muss vor allen Dingen mehr als bisher die Sicht der Kinder auf dieses Verh\u00e4ltnis ernst genommen werden. Denn bislang wurden die ethischen Fragen aus der Perspektive von Erwachsenen und im Rahmen einer Ethik f\u00fcr Erwachsene gestellt. F\u00fcr das Neugeborene und das Kleinkind ist aber eine auf den Ideen der Freiheit und Selbstbestimmung fu\u00dfende Ethik weitgehend sinnlos. Und doch kann die moralische Perspektive des Kindes nicht einfach \u00fcbergangen werden, so als ob die Phase der Kindheit nur ein \u00dcbergangsstadium sei und sich die ernst zu nehmenden Fragen der Ethik erst stellten, wenn das betroffene Individuum das Stadium der moralischen Autonomie erlangt habe. Die Rechte von Kindern ernst zu nehmen hei\u00dft, auch das Kind als moralischen Akteur zu betrachten und seine Perspektive neben der des Erwachsenen in ethische Analysen einzubeziehen.<\/p>\n<p>Mit diesem Ziel soll hier also die Geburt betrachtet werden \u2013 als ein aus der Perspektive des Kindes hoch bedeutsames moralisches Ereignis. Es ist gekennzeichnet durch das Faktum der \u201eNatalit\u00e4t\u201c, d.h. durch ein radikales Vorherbestimmt-Sein und eine radikale Abh\u00e4ngigkeit der kindlichen Existenz. Was folgt aus Natalit\u00e4t f\u00fcr das moralische Eltern-Kind-Verh\u00e4ltnis?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Diktat der Geburt<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Als die Philosophin Hannah Arendt den Begriff \u201eNatalit\u00e4t\u201c pr\u00e4gte, wollte sie auf das Wunder dieses Lebensanfangs aufmerksam machen. F\u00fcr Arendt bedeutet Natalit\u00e4t das ganz und gar Unerwartete, das sich in der Geburt eines jeden Menschen manifestiert. Der Mensch wird nicht mit einer bestimmten \u201eNatur\u201c geboren, sondern ist gekennzeichnet durch Zufall und Unvorhersehbarkeit und muss Antwort geben auf eine ebenso von Zufall und Unvorhersehbarkeit gepr\u00e4gte umgebende Welt.<\/p>\n<p>Radikale Kontingenz und radikale Determiniertheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Weil das Kind sich in Situationen absoluter Fremdbestimmung vorfindet, ist es gezwungen, mit radikaler Offenheit darauf zu reagieren. Das \u201eDiktat der Geburt\u201c (Ludger L\u00fctgehaus) betrifft Ort und Zeit, Herkunft und Ausstattung, Kultur und Religion. Nichts davon kann sich das Kind aussuchen \u2013 weder ob es in einer Kleinfamilie aufw\u00e4chst noch in einem Nomadenstamm, in Krieg- oder Friedenszeiten, als erstes und einziges oder letztes von zehn Kindern, als lang ersehnter Erbe oder Verh\u00fctungsunfall. F\u00fcr all das muss sich das Kind als offen erweisen, d.h. als f\u00e4hig, auf unterschiedlichste Menschen, Situationen und Anforderungen zu reagieren und damit zurecht zu kommen. Die modernen reproduktionsmedizinischen Techniken haben der Vielfalt noch einige weitere sozio-kulturell bedeutsame Varianten hinzugef\u00fcgt. Das Kind einer thail\u00e4ndischen Leihmutter, das von einem schwedischen Elternpaar aufgezogen wird, kann mehr als zwei Eltern und Vorfahren in unterschiedlichen Kontinenten haben; das Kind, das dank Samenspende von einem lesbischen Paar aufgezogen wird, hat zwei M\u00fctter und einen Vater. Dies alles lenkt den Blick auf die eine wiederkehrende Tatsache: Mit der Geburt verbindet sich \u201enie die Freiheit der Geborenen, nur die ihrer Verursacher\u201c (Ludger L\u00fctgehaus).<\/p>\n<p>Die Unfreiheit des Neugeborenen setzt sich in seinen ersten Lebensjahren fort. Es kann sich nicht selbst w\u00e4rmen, sondern muss gew\u00e4rmt werden. Es kann sich nicht selbst ern\u00e4hren, sondern muss ern\u00e4hrt werden. Es kann sich nicht selbst bewegen, sondern muss getragen werden. Es hat Eltern und Gro\u00dfeltern, Geschwister, Cousins und Cousinen; es erh\u00e4lt eine Staatsb\u00fcrgerschaft und wird in einer Religion aufgezogen. Seine Identit\u00e4t, sein Platz in der Familie wird stets in vielerlei Hinsicht vorgepr\u00e4gt sein: \u201eNatalit\u00e4t\u201c ist diese existenzielle Situation des Kindes zwischen radikaler Vorher- und Fremdbestimmung einerseits und radikaler Offenheit andererseits. Sie stellt eine moralische Herausforderung f\u00fcr alle jene Beteiligten dar, die sich die Freiheit herausnehmen, dem Kind eine solche Existenz zuzumuten. Dies wird umso deutlicher, je mehr wir Erwachsenen auf die Bedingungen des kindlichen Zur-Welt-Kommens direkten und gezielten Einfluss nehmen k\u00f6nnen. Mit den praktischen M\u00f6glichkeiten, Ort und Zeit der Geburt, genetische Ausstattung und Verwandtschaftsverh\u00e4ltnisse des Geborenen zu bestimmen, tritt die moralische Verantwortung gegen\u00fcber dem so gezeugten Lebewesen umso deutlicher hervor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ethik der Natalit\u00e4t<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Was ist eine angemessene Antwort auf diese moralisch prek\u00e4re Lage des Kindes? Aus der Perspektive des <em>ethischen Liberalismus<\/em> kann Natalit\u00e4t nur kompensiert werden, indem das Recht der zuk\u00fcnftigen Person auf Selbstbestimmung in den Mittelpunkt ger\u00fcckt wird. Das leistet z.B. das sogenannte<em> Argument der offenen Zukunft<\/em>, das vom amerikanischen Philosophen Joel Feinberg in die Debatte eingef\u00fchrt wurde. Es besagt, Erziehung m\u00fcsse so gestaltet werden, dass dem Kind alle wesentlichen zuk\u00fcnftigen Optionen offen gehalten werden. Feinberg argumentiert damit gegen bestimmte Formen fundamentaler religi\u00f6ser Erziehung, wenn diese die schulische Bildung des Kindes kompromittieren. Dies beschr\u00e4nke wesentliche zuk\u00fcnftige Optionen der dereinst erwachsenen Person. Auch J\u00fcrgen Habermas versucht, das moralische Problem vorgeburtlicher genetischer Fremdbestimmung zu l\u00f6sen, indem er auf die Notwendigkeit einer Zustimmung der zuk\u00fcnftigen autonomen Person verweist. Eine Entscheidung sei nur dann zu rechtfertigen, wenn antizipiert werden k\u00f6nne, \u201edass die zuk\u00fcnftige Person das grunds\u00e4tzlich anfechtbare Ziel der Behandlung bejahen w\u00fcrde\u201c (J\u00fcrgen Habermas).<\/p>\n<p>Doch jede Ethik, die sich an der Autonomie der zuk\u00fcnftigen Person orientiert, l\u00e4uft Gefahr, das Kind hier und jetzt zu \u00fcbergehen. \u201eDaf\u00fcr wirst Du mir noch einmal dankbar sein!\u201c sagten die Erwachsenen fr\u00fcher, und damit wurden auch noch die gravierendsten Verst\u00f6\u00dfe gegen die W\u00fcrde des Kindes gerechtfertigt. Das Schlagen des Kindes war ja in den Augen vieler P\u00e4dagogen nicht Selbstzweck oder gar sadistisches Vergn\u00fcgen, sondern sollte auf die Freiheit als Erwachsener vorbereiten, indem der kindliche Delinquent dazu angehalten wurde, anst\u00e4ndig, flei\u00dfig oder selbstdiszipliniert zu werden, mithin sp\u00e4ter einmal eine Pers\u00f6nlichkeit zu entwickeln, der alle T\u00fcren offen stehen. Auf die existenziell abh\u00e4ngige Situation des Kindes nur mit einem Versprechen auf zuk\u00fcnftige Autonomie zu reagieren, ist also unzureichend, ja unter Umst\u00e4nden sogar sch\u00e4dlich. Natalit\u00e4t erfordert eine moralische Antwort, die das Kind nicht als zweitrangig hinter seiner zuk\u00fcnftigen erwachsenen Person zur\u00fccktreten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Mit dem Faktum der Natalit\u00e4t als ethischer Herausforderung hat sich auch Immanuel Kant auseinandergesetzt. Dabei ber\u00fccksichtigt Kant die Perspektive des Kindes. Man k\u00f6nne nicht anders, als \u201eden Akt der Zeugung als einen solchen anzusehen, wodurch wir eine Person ohne ihre Einwilligung auf die Welt gesetzt, und eigenm\u00e4chtig in sie her\u00fcber gebracht haben\u201c. Die Heteronomie der Geburt erzeuge eine moralische Pflicht der Eltern, ihre Kinder f\u00fcr diesen Zustand zu kompensieren, da \u201eauf den Eltern nun auch eine Verbindlichkeit haftet, sie, so viel in ihren Kr\u00e4ften ist, mit diesem ihrem Zustande zufrieden zu machen\u201c (Immanuel Kant). Die moralische Antwort der Eltern muss der existenziellen Situation des Kindes angemessen und so beschaffen sein, dass das Kind mit seinem fremdbestimmten Zustand zufrieden sein kann. Dies ist Aufgabe und Ziel der moralischen Kompensationsleistung der Eltern.<\/p>\n<p>F\u00fcr deren konkrete Ausgestaltung gibt es allerdings angesichts der Tatsache, dass Kinder unter den unterschiedlichsten Bedingungen zur Welt kommen, keine einfachen Rezepte. Nat\u00fcrlich denkt man dabei zun\u00e4chst an solche einfachen Handlungen wie F\u00fcttern oder Windeln, ohne die ein Kind nicht \u00fcberleben kann. Aber satt sein und sauber sein allein gen\u00fcgt nicht, um den Menschen mit seinem \u201eZustande zufrieden zu machen\u201c. Die Verantwortung der Eltern gegen\u00fcber ihrem Kind gilt nicht nur einem bed\u00fcrftigen Wesen, das gewindelt und gef\u00fcttert werden muss, sondern der Person, die eigenm\u00e4chtig \u201eher\u00fcber gebracht\u201c wurde.<\/p>\n<p>Dieses existenzielle Ausgeliefert-Sein des Neugeborenen wird nicht ausreichend mit der Pflicht zu einzelnen F\u00fcrsorge-Leistungen beantwortet. Sonst w\u00fcrden Eltern sich nicht von professionell Pflegenden unterscheiden. Das Wesen der Elternschaft besteht gerade darin, solche funktionalen und instrumentellen Zwecke zu \u00fcberschreiten. Die moralische Rolle der Eltern leitet sich auch nicht allein aus der Zukunft der Person des Kindes her (im Sinne einer Erziehung zu einem selbst\u00e4ndigen Menschen), sondern aus der schieren Gegenwart, und zwar aus dem umfassenden Angewiesen-Sein des Kindes auf sein Gegen\u00fcber, das sich als verantwortungsbewusst zu erweisen hat. Und es ist diesem Verst\u00e4ndnis zufolge nicht prim\u00e4r die Erf\u00fcllung bestimmter F\u00fcrsorgepflichten, die das Gegen\u00fcber als moralisch verantwortungsbewusst kennzeichnen, sondern die Haltung angesichts des Faktums der Natalit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Kind ist moralischer Akteur<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Wesen elterlicher Verantwortung wird in der Literatur \u00fcblicherweise als Schutz und Sorge f\u00fcr das Kind aufgefasst. Tats\u00e4chlich wird es im Alltag oft auf solche Akte der Sorge, der Interessensvertretung oder des Schutzes hinauslaufen. Doch greift diese Charakterisierung, die auf das Instrumentelle elterlichen Handelns zielt, zu kurz und trifft nicht das Eigentliche. Umfassende Sorge und elementare Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr das Kind sowie pers\u00f6nliche Zuwendung zum Kind implizieren mehr als Schutz und Sorge. Im Mittelpunkt steht nicht die Funktionalit\u00e4t bestimmter Handlungen (Wird das Kind gut ern\u00e4hrt? Wird es vor Gefahren gesch\u00fctzt?), sondern eine bestimmte Haltung, mit der das Kind in seiner Abh\u00e4ngigkeit und seinem Ausgeliefert-Sein als moralisch gleich anerkannt wird. Das setzt allerdings voraus, dass das Kind nicht nur als schutzbed\u00fcrftiges Wesen, sondern auch als moralischer Akteur anerkannt wird. Hierin liegt vermutlich die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde f\u00fcr eine Ethik der Natalit\u00e4t. Denn die Entwicklungspsychologie ist \u00fcber lange Zeit davon ausgegangen, dass das Kind ein amorales Wesen ist, das Moralit\u00e4t erst von den Erwachsenen erlernt. Ganz unbemerkt von der philosophischen Ethik hat sich aber in der Entwicklungspsychologie eine Revolution vollzogen. Forscher wie Michael Tomasello, Alison Gopnik oder Charles Helwig konnten zeigen, dass schon Dreij\u00e4hrige ein grundlegendes Moralempfinden zeigen, das unabh\u00e4ngig vom Urteil erwachsener Autorit\u00e4ten ist. Und das bedeutet: Das Kind ist nicht nur schutzbed\u00fcrftig, es bedarf der Anerkennung als moralisch empfindendes Wesen. Es ist nicht Objekt elterlichen Schutzes, sondern Beziehungssubjekt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es wom\u00f6glich noch naheliegend ist, das Kleinkind als moralisch empfindendes Wesen aufzufassen, f\u00e4llt es jedoch schon wesentlich schwerer, in ihm auch einen moralischen Akteur zu sehen \u2013 eine Person, die aktiv moralische Beziehungen gestaltet. Das liegt zum einen daran, dass die Ethik oft mit einem sehr eingeengten Begriff des moralischen Akteurs operiert. Diesem engen Verst\u00e4ndnis zufolge ist ein moralischer Akteur jemand, der moralische Verantwortung f\u00fcr sein Handeln \u00fcbernimmt. Das k\u00f6nnen Kleinkinder nicht. Meines Erachtens ist es nicht angezeigt, den Begriff derart auf bestimmte moralische Verhaltensweisen zu reduzieren (und damit implizit kleine Kinder aus der Welt der moralischen Akteure zu verbannen). Unter einem moralischen Akteur verstehe ich eine Person, die zu moralischen Empfindungen in der Lage ist und ihr Verhalten danach ausrichtet. Eine solche Charakterisierung trifft auch schon auf Kleinkinder zu. Zwar k\u00f6nnen Kleinkinder keine rationalen Entscheidungen \u00fcber das moralische angemessenste Verhalten treffen, aber sie k\u00f6nnen auf eine sehr basale Art und Weise ihren Moralempfindungen Ausdruck verleihen. Die meines Erachtens wichtigste Verhaltensweise ist Vertrauen. Indem das Kind Vertrauen schenkt oder Vertrauen entzieht, handelt es als moralischer Akteur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Vertrauen im \u00dcberma\u00df<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Zutreffend ist deshalb meines Erachtens Burckhard Liebsch\u2018 Charakterisierung von Elternschaft als eines Versprechens, das Vertrauen des Kindes nicht zu entt\u00e4uschen. Elternschaft wird dieser Auffassung zufolge in normativer Hinsicht nicht durch Zeugung oder durch einen Entschluss der sorgenden Person begr\u00fcndet; zu Eltern wird man vielmehr eingesetzt angesichts des im \u00dcberma\u00df vertrauenden Kindes. Dieses Vertrauen des Kindes ist verschwenderisch, denn es rechnet nicht mit einem ausgewogenen Geben und Nehmen.<\/p>\n<p>Der Begriff des Vertrauens ist hervorragend geeignet, moralische Beziehungen jenseits von freiwilligen Zusammenschl\u00fcssen von Menschen zu charakterisieren. Die Bedeutung von Vertrauen f\u00fcr f\u00f6rderliche zwischenmenschliche Beziehungen, sein Stellenwert als ein soziales Gut, seine Implikation der Verletzlichkeit des Menschen, der f\u00fcr Vertrauen notwendige Glaube an ein Gutes im Anderen \u2013 diese Eigenschaften haben Vertrauen zu einem gerade f\u00fcr Ethiker faszinierenden Begriff werden lassen. Ein Vertrauensverh\u00e4ltnis ist ein Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis, denn wer vertraut, \u00fcberantwortet dem Vertrauten \u2013 jedenfalls in Teilen \u2013 die Verantwortung f\u00fcr das eigene Wohlergehen, ohne dessen Handlungen im Einzelnen kontrollieren zu k\u00f6nnen. Dennoch ist der Abh\u00e4ngige nicht ohnm\u00e4chtig dem anderen ausgeliefert, denn indem er vertraut, verpflichtet er sein Gegen\u00fcber implizit zu einem f\u00f6rderlichen Verhalten. Wer Vertrauen leichtfertig entt\u00e4uscht, muss mit sozialen Sanktionen rechnen, beispielsweise mit dem Entzug der Freundschaft. Und mehr noch: Gegen Vertrauenspraxen zu versto\u00dfen hat oft weitreichende gesellschaftliche Folgen, f\u00fcr die man ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden kann. Ein Arzt, der professionelles Vertrauen verspielt, etwa weil er Operationen nur gegen Bestechungsgeld durchf\u00fchrt, kann der ganzen Profession Schaden zuf\u00fcgen und muss deshalb mit weitreichender Missbilligung rechnen.<\/p>\n<p>Wenn man die Eltern-Kind-Beziehung als ein umfassendes Vertrauensverh\u00e4ltnis versteht, ber\u00fccksichtigt man zum einen die existenzielle Abh\u00e4ngigkeit des Kindes, gesteht dem Kind zum anderen aber auch eine moralisch aktive Rolle zu. Denn indem das Kind Vertrauen schenkt, \u00fcbernimmt es einen aktiven Part in der Beziehung. Man mag hier einwenden, dass ein sehr kleines Kind ja nicht anders k\u00f6nne, als den Eltern zu vertrauen. Doch auch ein sehr kleines Kind kann schon mit nachhaltigem Misstrauen auf grob ungeschickte oder gar b\u00f6swillige elterliche Verhaltensweisen reagieren; dies \u00e4u\u00dfert sich etwa in abwehrendem Verhalten, Schreien oder emotionalem R\u00fcckzug. Kinder machen von dieser M\u00f6glichkeit, Erwachsene in ihrem Verhalten zu beeinflussen, fr\u00fch Gebrauch. Nach Erik Erikson \u00e4u\u00dfert sich schon das Urvertrauen des Kindes in den ersten Monaten darin, dass das Kind die Abwesenheit der Mutter ertr\u00e4gt, ohne zu schreien. Eltern wird diese Bereitschaft, ihnen auch in Abwesenheit zu vertrauen, motivieren, dem Kind zu Hilfe zu eilen, wenn es schreit. So induziert geschenktes Vertrauen weiteres vertrauensw\u00fcrdiges Verhalten, und das wiederum erm\u00f6glicht neues Vertrauen. In dieser Interaktion sind beide Partner aktiv, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Jedes elterliche Spiel, jede Interaktion ist ein Werben um das Vertrauen des Kindes \u2013 die Reaktionen des Kindes wiederum zeigen, wann Vertrauen geschenkt wird und wann nicht. Wenn man das Kind \u201ein die H\u00f6he\u201c wirft, um ihm Vergn\u00fcgen zu bereiten, wenn es das erste Mal allein laufen soll, wenn es zum Arzt gebracht wird, um sich untersuchen zu lassen, werden Eltern und Kind gemeinsam herausfinden m\u00fcssen, was das Kind bereit ist, mitzumachen, und wann sich sein Vertrauen ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Kind als Beziehungssubjekt<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe eine moralische Konzeption von Elternschaft vorgestellt, die in der Natalit\u00e4t des Kindes ihren Ausgang nimmt. Natalit\u00e4t meint die existenzielle Situation des Kindes zwischen radikaler Vorher- und Fremdbestimmung einerseits und radikaler Offenheit andererseits. Vom Faktum der Natalit\u00e4t geht ein moralischer Appell aus, auf den die Eltern mit dem Versprechen antworten, das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu entt\u00e4uschen. Selbst wenn man zugesteht, dass es sich dabei um ein anspruchsvolles moralisches Ziel handelt, dem die allermeisten Menschen im Lebensalltag allenfalls nahe kommen, hat dieses Ideal doch eine hohe gesellschaftliche Bedeutung und erkl\u00e4rt das au\u00dferordentlich gro\u00dfe Ma\u00df an Zuwendung, ja Selbstaufopferung, zu dem viele Eltern in der Lage sind. Dies l\u00e4sst sich nur begreiflich machen, wenn wir die elterliche Selbstverpflichtung als Spiegelbild des kindlichen Ausgeliefert-Seins verstehen. Die moralische Beziehung zwischen Eltern und Kind wird dadurch reziprok: Dem umfassenden Ausgeliefert-Sein wird mit einem ebenso umfassenden Versprechen auf Vertrauen entgegnet. Nur so erscheint das Kind nicht wie ein Objekt der F\u00fcrsorge, sondern wie ein echtes Beziehungssubjekt. Das elterliche Versprechen zielt also hoch \u2013 nicht auf die Bed\u00fcrfnisse des Kindes, sondern auf das Kind als Person und moralischer Akteur.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An ethics of the relationship of parent and child<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":112269,"menu_order":1491,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32365","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-ethik","media-library-category-gesundheit","media-library-category-hochschule-fuer-philosophie-hfph","media-library-category-medizin","media-library-category-menschenwuerde"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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