{"id":32384,"date":"2023-07-17T14:36:39","date_gmt":"2023-07-17T12:36:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=mensch-und-liturgie"},"modified":"2025-12-05T16:04:28","modified_gmt":"2025-12-05T15:04:28","slug":"entstehung-und-wandel-des-buches-vom-geist-der-liturgie-1917-1934-2","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/entstehung-und-wandel-des-buches-vom-geist-der-liturgie-1917-1934-2\/","title":{"rendered":"Entstehung und Wandel des Buches \u201eVom Geist der Liturgie\u201c (1917-1934)"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Ein bekannter Text ist neu zu lesen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Guardini hat in seinem Mooshausener \u201eExil\u201c (1943\u20131945) \u2013 etwa 27 Jahre nach den Ereignissen \u2013 die Bedingungen, unter denen \u201eVom Geist der Liturgie\u201c entstanden war, in \u201eBerichte \u00fcber mein Leben\u201c festgehalten. Erinnerungen haben nur bedingt historischen Wert. Genretypisch wird manches eingeebnet und so erz\u00e4hlt, dass es sich harmonisch in die Selbstwahrnehmung f\u00fcgt. Das lie\u00dfe sich m\u00fchelos demonstrieren, wenn man die autobiographischen Aussagen Abt Herwegens und Cunibert Mohlbergs zur gleichen Sache beiziehen wollte.<\/p>\n<p>Doch Guardinis Erinnerungen sind anders gelagert. Sein Bericht gibt, wie sich jetzt zeigt, die Vorg\u00e4nge historisch verl\u00e4sslich wieder. Allerdings w\u00e4hlte er \u2013 wie es jeder Historiker tut und tun muss \u2013 aus, und zwar so, dass man ihm bei aller Zuverl\u00e4ssigkeit eine Art R\u00fccksichtnahme oder sogar verh\u00fcllende Rede nachsagen darf.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re spannend zu h\u00f6ren, wie er selbst den Text gelesen h\u00e4tte, aber vermutlich existiert kein Tondokument dieser Art. Eine Relecture mit allen bedenkenswerten Akzenten und den n\u00f6tigen Pausen bricht das in sechs S\u00e4tzen Verdichtete auf und verleiht ihm einen fremden Klang, der sich im Druckbild kaum einfangen l\u00e4sst:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAls ich dann wieder in Mainz war, \/\/<\/p>\n<p>versuchte ich, f\u00fcr jemand, der mich darum gebeten hatte, in einigen Kapiteln zu sagen, was Liturgie sei. \/\/<\/p>\n<p>Diese Kapitel waren der Grundstock des sp\u00e4teren Buches ,Vom Geist der Liturgie\u201b. \/\/<\/p>\n<p>Ich zeigte sie dem Maria Laacher Benediktiner Kunibert Mohlberg, der vor einiger Zeit promoviert hatte \/\/<\/p>\n<p>und gro\u00dfe liturgiegeschichtliche Pl\u00e4ne hegte. \/\/<\/p>\n<p>Er war davon sehr angetan \/\/<\/p>\n<p>und gab sie dem Hochw\u00fcrdigsten Herrn Abt von Maria Laach, P. Ildefons Herwegen, \/\/<\/p>\n<p>bei dem sie ebenfalls warmes Interesse fanden. Damals wurde in Laach die Frage einer Reihe allgemein verst\u00e4ndlicher Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber liturgische Dinge er\u00f6rtert, und es kam zur Gr\u00fcndung der Sammlung ,Ecclesia orans\u2018. Meine Kapitel aber wurden, als sie die n\u00f6tige Zahl erreicht und sich zu einem Ganzen abgerundet hatten, als erstes St\u00fcck der Reihe genommen und erhielten den oben genannten Titel ,Vom Geist der Liturgie\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Schon beim ersten Lesen f\u00e4llt auf, dass Guardini keine Jahreszahlen nennt. Die Zeitebenen und zeitlichen Zusammenh\u00e4nge bleiben vage. Er l\u00e4sst die Leserin oder den Leser selbst herausfinden, dass er ab 1915 wieder in Mainz war, und Cunibert Mohlberg 1911 promoviert hatte, dessen gro\u00dfe liturgiegeschichtliche Pl\u00e4ne aber erst 1918 richtig in Schwung kamen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hebt sich ein Abschnitt, in dem die Handelnden mit Namen vorgestellt werden, ab von Vorg\u00e4ngen, die nicht auf eine bestimmte Person bezogen werden. Damit bleibt offen, wer die Frage einer Reihe allgemein verst\u00e4ndlicher Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber liturgische Dinge er\u00f6rterte und wer die \u201eEcclesia orans\u201c gr\u00fcndete. Sogar wer letztlich f\u00fcr den Buchtitel verantwortlich war, bleibt am Ende offen.<\/p>\n<p>Der bisherige Kronzeuge zur Entstehungsgeschichte von Guardinis erster Schrift bot also einigen Spielraum zur Interpretation. Mittlerweile sind ihm jedoch weit \u00fcber hundert zeitgen\u00f6ssische Dokumente zur Seite getreten, in der Mehrzahl dem Dunkel der Archive entlockt. Zu den bislang unbekannten Quellen geh\u00f6rt vor allem die Sammlung der Briefe Guardinis an den Laacher M\u00f6nch und Gelehrten Cunibert Mohlberg. Die Schreiben aus dem Jahr 1917, erg\u00e4nzt um die Korrespondenz der Herderschen Verlagshandlung in Freiburg mit Abt Herwegen, erlauben es nun, die Phasen der Buchwerdung jenseits von Erinnerungen quellennah zu rekapitulieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Entstehung des Grundstocks (3.06.-25.07.1917)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damit kann sicher gesagt werden, dass es weder einen \u201efr\u00fchen Entwurf\u201c noch eine \u201eTeil-Entstehung des Buches \u201c gegeben hat. \u201eVom Geist der Liturgie\u201c war eine Gelegenheitsschrift, was Guardini so definierte: \u201eFast alle meine Schriften waren Gelegenheitsschriften \u2013 das Wort so verstanden: \u2026 als etwas, das aus dem Zusammenhang des Lebens heraus zur Sprache dr\u00e4ngte.\u201c<\/p>\n<p>Inzwischen kennen wir sowohl den konkreten Lebenszusammenhang, aus dem heraus Guardinis schon l\u00e4nger gespeichertes Gedankengut \u00fcber das Wesen der Liturgie zur Sprache dr\u00e4ngte, als auch die Person, die ihn zu sagen bat, was Liturgie ist. Es war Franz Prankraz F\u00fcrstweger, ein damals 47-j\u00e4hriger, wohlhabender Mainzer B\u00fcrger, Besitzer einer Billardfabrik und zweiter Vorsitzender des dortigen Schachvereins. Sein Name taucht in der Guardini-Mohlberg-Herwegen-Korrespondenz erstmals am 10. Mai 1917 auf und wird zum letzten Mal am 25. Juli 1917 erw\u00e4hnt \u2013 pr\u00e4zise in dem Brief, mit dem Mohlberg die Zusendung eines umfangreichen liturgischen Skripts angek\u00fcndigt wurde.<\/p>\n<p>Guardini war zu diesem Zeitpunkt Milit\u00e4rkrankenw\u00e4rter im Mainzer Festungslazarett und F\u00fcrstweger als Lazarettinspektor sein Dienstvorgesetzter. Beide unternahmen am 31. Mai 1917 einen Ausflug in die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard bei Eibingen. Der Grund: F\u00fcrstweger war ein an gregorianischem Choral sehr interessierter Mann. Cunibert Mohlberg, der sich zu Studienzwecken in der Abtei aufhielt, sorgte durch die Terminwahl zum einen daf\u00fcr, dass dem St\u00e4dter ein seltenes Liturgieerlebnis erm\u00f6glicht wurde, zum anderen, dass Abt Ildefons Herwegen und Guardini sich erstmals pers\u00f6nlich begegnen konnten, denn der Laacher Abt kam als f\u00fcr Eibingen zust\u00e4ndiger Ordinarius zur Jungfrauenweihe von Thecla Brand in den Rheingau. Dieses mehraktige Drama einer Personenweihe l\u00f6ste die Frage F\u00fcrstwegers aus: Was eigentlich ist Liturgie? Schon drei Tage sp\u00e4ter sa\u00df Guardini am Schreibtisch und begann, das ber\u00fchmteste Kapitel niederzuschreiben. Er meldete Mohlberg:<\/p>\n<p>\u201eDieser Tage kriegen Sie ein Nachnahme-Paket von 20.- Mk. Erschrecken Sie aber nicht. S\u2019ist n\u00e4mlich Schwindel. Ich will Ihnen einige comestibilia schicken. [\u2026] Es ist drin ein St\u00fcck Speck f\u00fcr Ihre Frau Mutter, kostet 1,50 (ca 1 Pfd) Mk. Ebenso ein Fl\u00e4schchen reines Oliven\u00f6l, kostet 0,50 Pf. Dann ist drin f\u00fcr das Kloster Eibingen ein wenig Reis und eine Dose Krankenmehl. Letztere beide Objekte bitte ich Frau \u00c4btissin als kleine renumeratio f\u00fcr g\u00fctig gew\u00e4hrte Gastfreundschaft annehmen zu wollen.<\/p>\n<p>Bin an meiner kleinen Studie \u00fcber die Liturgie als \u201eSpiel\u201c, als zwecklose Lebenshandlung. Sie sollen sie kriegen, sobald es etwas damit geworden ist.\u201c Ende Juli war etwas daraus geworden und noch mehr: Guardini k\u00fcndigte am 25. Juli \u201eein gr\u00f6\u00dferes Skriptum\u201c an, von \u201e50-60 Seiten\u201c. Doch irgendetwas verz\u00f6gerte den Versand um fast 14 Tage, so dass es am 5. Augugust hei\u00dft:<\/p>\n<p>\u201eHier ist also das Opus. Es kommt in zwei eingeschriebenen Briefen, weil es eingeschriebene Pakete nicht mehr gibt. Vorweg bitte ich Sie, wenn Sie es zur\u00fccksenden, es auch eingeschrieben zu schicken. [\u2026] Diese liturgischen elucidationes bitte ich also, mit kritischer Feder bewaffnet zu lesen; falls Rmus Zeit hat, w\u00e4re mir auch sein Urteil, und vor allem, wertvoll.\u201c<\/p>\n<p>Eine Karte vom 7. August best\u00e4tigte den endg\u00fcltigen Versand. Damit war der \u201eGrundstock\u201c des sp\u00e4teren Buches fertig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u00dcberarbeitung und Herausgabe als Brosch\u00fcre (20.06.-30.11.1917)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was im Einzelnen dazu geh\u00f6rte, wird nicht genau gesagt, doch l\u00e4sst sich dem Brief vom 20. August entnehmen, dass es sich um eine Aufsatzfolge handelte, von denen \u201eLiturgie als Spiel\u201c einen Teil bildete: \u201eMit Ihrer Kritik haben Sie sicher das Richtige getroffen. Die philosophischen Deduktionen sind zu lang \u2013 besonders f\u00fcr jeden, den folgende Begriffsarbeit nicht interessiert. Will sehen, da\u00df ich sie k\u00fcrze. Das andere ist schon schwerer, die Definitionen an bew\u00e4hrte Autorit\u00e4ten anzuschlie\u00dfen. Wo finde ich gerade f\u00fcr diese Sachen solche Leute? Wissen Sie welche? Ich bitte auch den Hochw\u00fcrdigsten Herrn Abt um offene Kritik, damit ich nicht sp\u00e4ter am Zeug geflickt kriege. Was die Anordnung angeht, so haben Sie, glaube ich, recht. Das Kapitel \u00fcber \u201eSpiel &#8230;\u201c geh\u00f6rt erst an den Schlu\u00df, es ist der H\u00f6hepunkt des ganzen.\u201c<\/p>\n<p>Demnach fanden Mohlbergs kritische Anmerkungen bei Guardini Geh\u00f6r. Ende August oder im September \u00fcberarbeitete er die Urfassung und d\u00fcrfte die neu geordnete Aufsatzfolge am 12. Oktober 1917 oder kurz danach nach Mooshausen geschickt haben, denn am 30. November fragte er beim dortigen Pfarrer, seinem Freund Josef Weiger, an: \u201eHast du meine litg. Arbeit bekommen?\u201c und meldete am gleichen Tag Cunibert Mohlberg: \u201eDie gro\u00dfe litg. Arbeit (vermehrt um ein Kapitel \u201eDer Primat des Logos \u00fcber das Ethos\u201c) m\u00f6chte ich allerdings gern als Brosch\u00fcre erscheinen lassen.\u201c<\/p>\n<p>Guardinis Entscheidung, seine Liturgieaufs\u00e4tze nicht aufzuspalten und einer oder mehreren Zeitschriften zur Publikation anzubieten, stellt einen Wendepunkt in der Entstehungsgeschichte des Buches dar. Drei Gr\u00fcnde lassen sich ausmachen, warum Guardini darauf bestand, dass seine Aufs\u00e4tze monographisch zusammengebunden erscheinen sollten. Erstens: Er betrachtete diese Aufs\u00e4tze als einen Wurf und als eine gebundene, gedanklich in sich geschlossene Einheit.<\/p>\n<p>Zweitens: Guardini steckte in einer gro\u00dfen Krise. Er produzierte im Sommer 1917 zwar pausenlos liturgische Aufs\u00e4tze, aber damit war weder auf liturgischem Feld noch f\u00fcr seine berufliche Zukunft viel erreicht. Am 12. Oktober \u2013 also kurz nach Abschluss der \u00dcberarbeitung des \u201eGrundstocks\u201c \u2013 schrieb er deprimiert an seinen Freund in Mooshausen: \u201eKarl wird Dir erz\u00e4hlt haben, da\u00df ich versetzt wurde, an den Posten in die Milit\u00e4rseelsorge zu [Textl\u00fccke]. Das hat sich nun aber zerschlagen, und ich bin auf eine andere Stellung im Lazarett gekommen, die mir kaum Zeit zu eigener T\u00e4tigkeit l\u00e4\u00dft. Der Dienst ist dort sehr anspruchsvoll. Die letzten Zeiten sind schlimme und unerfreuliche. [\u2026] Ich bin in den letzten Wochen innerlich und \u00e4u\u00dferlich \u00fcber[dreht?] Vor allem dr\u00fcckt mich, da\u00df ich mit meiner wissenschaftlichen Arbeit gar nicht vorankomme. Alles mu\u00df liegenbleiben, und dabei werde ich nun schon bald 33 Jahre alt. Ich habe ja einige Hoffnung, da\u00df ich Fr\u00fchjahr herauskomme, aber bis dahin ist es doch lang, und wer wei\u00df, was alles passiert in der Zwischenzeit.\u201c<\/p>\n<p>Drittens: Das Vorhaben einer Brosch\u00fcrenfolge geisterte schon seit August 1916 in Guardinis Kopf. Damals schrieb er, wiederum an Josef Weiger: \u201eWas sagst Du zu folgendem Plan: Karl und ich m\u00f6chten einmal eine Brosch\u00fcrenfolge herausgeben, die sich mit der Deutung der konkreten Kulturerscheinungen, besonders in ihrem Verh\u00e4ltnis zur Religion befa\u00dft. Hefte nicht zu gro\u00df; etwa 30\u201340 Seiten. (1.- Mk.) Nicht reine Fachschriften, sondern an ein weiteres Publikum gewendet; aber doch so solid, da\u00df sie wissenschaftlich zitierbar sind, also im Niveau h\u00f6her als die M\u00f6nchen-Gladbacher. Weiter nicht blo\u00df der Analyse der Kulturerscheinungen gewidmet, sondern auch ihrer Deutung, Beurteilung; also schaffend, nicht nur darstellend; andererseits der konkreten Kultur, nicht reinen Prinzipienfragen gewidmet. So h\u00e4tte ich gern beigesteuert: die religi\u00f6se Geisteshaltung der Liturgie. Karl: Geist und Sinn des kanonischen Rechts.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Abrundung zu einem Ganzen (Januar 1918)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis Weihnachten 1917 tat sich nichts mit Guardinis Manuskript \u2013 und dann konnte es pl\u00f6tzlich nicht schnell genug gehen. Was war vorgefallen? Eigentlich nichts Besonderes. Beda Kleinschmidt hatte j\u00fcngst in der \u201eTheologischen Revue\u201c einen Beitrag publiziert. Der Titel: \u201eDie Aufgaben der liturgischen Forschung in Deutschland\u201c. Darin forderte der Vorsteher der s\u00e4chsischen Franziskanerprovinz zur Mitarbeit an einem dreigliedrigen liturgischen Forschungs- und Publikationsunternehmen unter franziskanischer Leitung auf. In diesem Aufruf stie\u00df Guardini auf den Satz: \u201eEs droht eine Zersplitterung der auf dem Gebiete der liturgischen Forschung t\u00e4tigen und heranwachsenden Kr\u00e4fte und eine Verzettelung der m\u00fchsam in Einzelstudien gewonnenen Resultate und der edierten Handschriften.\u201c<\/p>\n<p>Das war Wasser auf Guardinis M\u00fchlen: Sofort, noch am heiligen Weihnachtsfest, griff er zur Feder und best\u00fcrmte Mohlberg: \u201eCarissime\u201c \u2013 so setzt der Brief unvermittelt ein \u2013 \u201eNur kurz zwei Zeilen. Ein Plan, ein sch\u00f6ner Plan! Machen Sie bitte kein entsetztes Gesicht. Es geht sicher. Reden Sie einmal mit dem hochw\u00fcrdigsten Herrn dar\u00fcber. Etwas derart mu\u00df sein, sonst zersplittern sich die Kr\u00e4fte und die Arbeiten gehen im Wust der Literatur verloren. Ich glaube, Leute sind zu finden.\u201c<\/p>\n<p>Dann folgt ein ausgefeiltes Programm, wie eine solche Publikationsreihe zu liturgischen Fragen aussehen sollte \u2013 recht \u00e4hnlich der Brosch\u00fcrenfolge, wie er sie schon 1916 zusammen mit Karl Neund\u00f6rfer erdacht hatte. Die Sache einer \u201eReihe allgemein verst\u00e4ndlicher Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber liturgische Dinge\u201c wurde also \u2013 wie Guardini in seinen Lebenserinnerungen schrieb \u2013 in Maria Laach er\u00f6rtert, aber er selbst hatte den Ansto\u00df dazu gegeben und als erster den Plan der \u201eEcclesia orans\u201c entfaltet.<\/p>\n<p>Dort \u2013 in Maria Laach \u2013 studierte man nat\u00fcrlich auch den Leitartikel der \u201eTheologischen Revue\u201c und war alarmiert: Ein Franziskaner machte sich auf einem urbenediktinischen Feld breit. Das schien unerh\u00f6rt. Doch was hatte man dem franziskanischen Plan entgegenzustellen? Cunibert Mohlbergs Edition des fr\u00e4nkischen \u201eSacramentarium Gelasianum\u201c in alamannischer \u00dcberlieferung, das in der Reihe \u201eBeitr\u00e4ge zur Geschichte des alten M\u00f6nchtums\u201c publiziert werden sollte, war noch nicht druckreif. Herwegen und Mohlberg entschieden nun kurzerhand gleich zwei liturgiegeschichtliche Reihe zu begr\u00fcnden, n\u00e4mlich die \u201eLiturgiegeschichtlichen Quellen\u201c und die \u201eLiturgiegeschichtlichen Forschungen\u201c.<\/p>\n<p>Doch das half f\u00fcr den Augenblick nicht viel. Bis der erste Band erscheinen konnte, w\u00fcrden noch ein paar Monate ins Land gehen. Man musste m\u00f6glichst bald etwas vorzeigen k\u00f6nnen, um den Vorrang der Benediktiner und das Vordenken der Laacher auf liturgischem Gebiet zu dokumentieren. In dieser prek\u00e4ren Situation kamen Guardinis Aufs\u00e4tze und seine Vorschl\u00e4ge zu einer Brosch\u00fcrenfolge wie gerufen. Erst jetzt erw\u00e4rmte sich Herwegen so richtig f\u00fcr Guardinis Aufs\u00e4tze. Am 7. Januar 1918 schrieb der Abt an Hermann Platz, einen der Pioniere der Liturgischen Bewegung in Deutschland: \u201eSehr verehrter Herr Doktor! Leider m\u00fcssen Sie schon wieder so bald ins Feld. [\u2026] Es wird Sie aber sicher interessieren, dass ich mich mit Herrn Dr. Guardini dahin geeinigt habe, eine Sammlung von liturgischen Schriften herauszugeben, in die sowohl rein wissenschaftliche wie auch dem Leben dienende liturgische Arbeiten Aufnahme finden sollen. Sobald das N\u00e4here feststeht und ein Verleger gefunden ist, werde ich Ihnen eingehender schreiben.\u201c<\/p>\n<p>In Windeseile \u00fcberarbeitete Guardini ab den ersten Januartagen 1918 seine Aufsatzserie. Zweifellos auf Wunsch Herwegens baute er zus\u00e4tzlich ein bereits im April 1917 unter dem Titel \u201eDie Liturgie und die psychologischen Gesetze des gemeinsamen Betens\u201c publizierten Zeitschriftenbeitrag ein. Au\u00dferdem verfasste er noch das fehlende Schlusskapitel \u201eDer Primat des Logos \u00fcber das Ethos\u201c. Damit war die n\u00f6tige Zahl an Kapiteln erreicht und die Schrift um den 20. Januar 1918 herum zu einem Ganzen abgerundet. An Mohlberg meldete er: \u201eMein Manuskript wird gerade abgeschrieben. Ist 4mal durchgenommen worden, dann kriegen Sie es. Ich mag\u2019s bald nicht mehr riechen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Wandel (1918-1934)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Phase war gleichsam das Unbehagen des Autors angesichts seiner ersten Schrift. F\u00fcr die Gr\u00fcndung der Reihe und die Aufnahme seiner Aufs\u00e4tze \u201eals erstes St\u00fcck\u201c \u2013 von ihm erdacht und so sehr gew\u00fcnscht \u2013 hatte Guardini einen doppelten Preis zu zahlen. Unter dem Druck Herwegens war es zu einem \u00fcberst\u00fcrzten Abschluss des Manuskripts gekommen, sodass Guardini von Anfang an der Gedanke plagte, f\u00fcr die Marke \u201eEcclesia orans\u201c nicht das ausgereifte Produkt geliefert zu haben. Bereits am 6. Januar 1918 schrieb er an Mohlberg: \u201eMit der Arbeit von Herrn Dr. Tippmann sind nun schon zwei. Wissen Sie noch andere? Vielleicht lassen Sie die Tippmannsche zuerst drucken. Dann f\u00e4ngt die Sache solider an.\u201c<\/p>\n<p>Offensichtlich hatte Cunibert Mohlberg binnen weniger Tage schon einen zweiten potenziellen Mitarbeiter an der neuen Reihe angeworben. Mit welchem Thema Guardini dem Essener Pastoraltheologen Tippmann den Vortritt lassen wollte, ist unbekannt.<\/p>\n<p>Am deutlichsten formulierte Guardini die Zweifel an seinem Opus am 24. April 1918, als er gerade die Druckfahnen aus der Hand gelegt hatte: \u201eAlso die 1 .Correktur ist fertig. Ich habe ein sehr schlechtes Gewissen, und w\u00e4re froh, wenn ich das Ding noch einmal haben konnte. Aber nun ist\u2018s am Laufen und ich kann nichts mehr \u00e4ndern. &#8211; Hoffentlich hat Rmus gesagt im Vorwort, da\u00df es Kriegsaufs\u00e4tze ohne besonderen Anspruch sind? Es ist kein guter Anfang f\u00fcr die Sammlung!\u201c Zwei Worte sind unterstrichen: \u201esehr\u201c bei \u201esehr schlechtes Gewissen\u201c und \u201ekein\u201c bei \u201ekein guter Anfang\u201c. Doch schneller als gedacht sollte sich Gelegenheit bieten, \u201edas Ding\u201c wenigstens etwas aufzubessern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u00dcberarbeitungen und Erweiterungen (1919-1923)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits im September 1918 war das Kontingent der Erstausgabe so gut wie aufgebraucht. Herder schrieb am 5. des Monats: \u201eWir freuen uns, Euer Gnaden mitteilen zu k\u00f6nnen, dass die Sammlung ,Ecclesia orans\u2018 allerorts eine sehr g\u00fcnstige Aufnahme gefunden hat, so dass der Vorrat des ersten B\u00e4ndchens: Guardini, Vom Geist der Liturgie, schon vollst\u00e4ndig aufgebraucht ist. [\u2026,] so m\u00f6chten wir vorschlagen, alsbald einen m\u00f6glichst unver\u00e4nderten Neudruck des ersten B\u00e4ndchens wieder in dreitausend Exemplaren (dazu die Freiexemplare) als zweite u. dritte Auflage vorzunehmen, um so das erste B\u00e4ndchen, das der Einf\u00fchrung der ganzen Sammlung dient, m\u00f6glichst bald wieder liefern zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Mit der zweiten, noch 1918 erschienenen Ausgabe begann die kurze Etappe von \u00dcberarbeitungen. Wie energisch Guardini zun\u00e4chst w\u00fcnschte, bei jeder Neuausgabe Feinarbeiten sprachlicher Art vorzunehmen, ist seinem Brief vom 22. September 1919 zu entnehmen. Damals war vom Verlag die \u201e4. u. 5. Auflage in Aussicht genommen\u201c worden: \u201eVon Herder erhielt ich den beifolgenden Brief. Da\u00df das B\u00fcchlein neu aufgelegt werden soll, ist sehr erfreulich. Ich bin bereits mit einer genauen Revision besch\u00e4ftigt. Sie ist vorwiegend auf das Sprachliche gerichtet. Ich m\u00f6chte die Fremdw\u00f6rter m\u00f6glichst beseitigen und auch Abstrakta zu gunsten von Konkreta, Substantiva zu gunsten von Verben zur\u00fcckdr\u00e4ngen. Man verdirbt sich durch das wissenschaftliche Reden die ganze Sprache! Was Herder ferner anregt, gef\u00e4llt mir gar nicht. Durch eine Stereotypierung verliere ich die M\u00f6glichkeit, best\u00e4ndig an dem Werkchen feilen zu k\u00f6nnen. Was meinen Ew. Gnaden dazu? [\u2026] Auch bin ich zur Zeit damit besch\u00e4ftigt, ein Kapitel &#8218;Liturgischer Ernst&#8216; zu schreiben. Es soll hinter &#8218;Die Litg. als Spiel&#8216;, und ist bestimmt, einer aesthetizistischen Auffassung der Liturgie zu begegnen.\u201c<\/p>\n<p>Ob man die sprachlich-stilistischen \u00c4nderungen Guardinis in jedem Fall als Verbesserungen betrachten will, sei dahingestellt. Denn mit dem Abschleifen gingen \u2013 aus heutiger Sicht \u2013 auch Konturen und eine gewisse Urspr\u00fcnglichkeit und Frische verloren. Andere Varianten belegen ein Umdenken, wenn er zum Beispiel an dem \u00fcberindividuell-objektiven Charakter der Liturgie festh\u00e4lt: \u201eHier scheidet sich der katholische Begriff des gemeinsamen Gottesdienstes von der einseitig individualistischen protestantischen Auffassung\u201c (Erstausgabe S. 4) und 1920 (4. und 5. Auflage) abschw\u00e4chte: \u201eHier scheidet sich der katholische Begriff des gemeinsamen Gottesdienstes von der vorwiegend individualistischen protestantischen Auffassung.\u201c Wie sehr sich im Laufe der Zeit der Sprachduktus ver\u00e4ndert und sich teilweise sogar Aussageabsichten verschoben haben, wird erst eine Synopse der Ausgaben von 1918 bis 1934 ans Licht bringen. Die Jahrhundertschrift \u201eVom Geist der Liturgie\u201c hat nach 100 Jahren eine solche wissenschaftliche Ausgabe verdient.<\/p>\n<p>Die Unzufriedenheit des Autors mit seinem B\u00fcchlein hatte aber noch einen anderen Grund. Der Zeitdruck, unter dem es publiziert wurde, hatte in den Hintergrund treten lassen, was viel schwerer wog als m\u00f6gliche sprachliche M\u00e4ngel und die Frage, ob damit die Reihe auf die bestm\u00f6gliche Weise er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>Wenn Herwegen \u201eLiturgie\u201c sagte, meinte er etwas anderes als wenn Guardini \u201eLiturgie\u201c sagte, und wenn Guardini es unternahm, dem modernen konkreten Menschen etwas vom Geist der Liturgie zu erschlie\u00dfen, war das etwas grundlegend anderes als den \u201ealten, verborgenen Geist, aus dem die Erstlingskirche, ihre M\u00e4rtyrerliebe zu Christus gesch\u00f6pft hat, wieder zu beleben\u201c, so Herwegen im letzten Satz seiner Einf\u00fchrung in die \u201eEcclesia orans\u201c. Guardini lieferte also bald eine \u2013 nennen wir es \u2013 Klarstellung. Sp\u00e4testens seit Ende 1918 plante er, \u201eVom Geist der Liturgie\u201c durch den \u201eKreuzweg unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus\u201c fortzuf\u00fchren. Das neue B\u00fcchlein erschien im Dezember 1919 und l\u00f6ste vor allem durch den nahezu polemisch anmutenden Vorspann einen nach au\u00dfen nur m\u00fchsam verborgenen Dissens mit dem G\u00f6nner und F\u00fcrsprecher Herwegen aus. Als \u201ezweiten Teil zum Geist der Liturgie\u201c verstand Guardini dann seine \u201eLiturgische Bildung\u201c von 1923. Schon seit 1921 im Entstehen, sollte das Buch urspr\u00fcnglich auch innerhalb der \u201eEcclesia orans\u201c publiziert werden.<\/p>\n<p>Damit sind die beiden wichtigsten externen Fortschreibungen von \u201eVom Geist der Liturgie\u201c genannt. Die interne Erweiterung durch das Kapitel \u201eDer Ernst der Liturgie\u201c wurde oben schon am Rande erw\u00e4hnt. Bislang fehlt ein Hinweis darauf, Guardini habe dieses Kapitel auf den Einspruch von Bisch\u00f6fen hin vorgenommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ausdruck einer \u00fcberholten Phase der Liturgischen Bewegung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1922 erschien die 8.-12. Auflage. Damit war ein Vorrat angelegt, der zehn Jahre hinreichen sollte. Es handelte sich nur noch um eine \u201edurchgesehene\u201c Ausgabe, denn inzwischen war Guardinis Eifer, die Schrift immer neu zu \u00fcberarbeiten, aus drei Gr\u00fcnden erlahmt: Zum einen wollte und brauchte er, was er auf liturgischem Gebiet zu sagen hatte, nicht l\u00e4nger in sein erstes B\u00fcchlein hineinzuzw\u00e4ngen. Zum andern hatte er eine entscheidende Lebenswende vollzogen. Im August 1920 hatte er auf Burg Rothenfels in der Begegnung mit den Quickbornern \u2013 wie er gegen\u00fcber Mohlberg bekannte \u2013 \u201eseinen innersten Beruf gefunden\u201c. Fast gleichzeitig gab er den Plan auf, sich mit einem liturgietheologischen Thema zu habilitieren. Guardinis liturgiewissenschaftliche Schaffensphase kam damit ein f\u00fcr alle Mal ans Ende. Fortan verstand er sich in liturgischen Dingen als Mystagoge.<\/p>\n<p>Zum Dritten war die Zeit schlicht weitergegangen, und die Situation, in die das Buch hineingeschrieben war, gab es so nicht mehr. 1922 leitete er im \u201eLiterarischen Handweiser\u201c seinen Beitrag \u00fcber \u201eLiturgische Bewegung und liturgisches Schrifttum\u201c mit den S\u00e4tzen ein: \u201eDie liturgische Bewegung ist an einem Abschnitt angelangt. Die Zeit, da es galt der liturgischen Fr\u00f6mmigkeit \u00fcberhaupt die Anerkennung zu erringen, ist vor\u00fcber.\u201c Da Guardini seine erste Schrift in die Anf\u00e4nge der Liturgischen Bewegung in Deutschland hineingesprochen wusste, fiel es ihm mit wachsendem zeitlichem Abstand immer schwerer, seine Aufs\u00e4tze f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00df zu halten.<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz 1930 schrieb er von Berlin aus an Herwegen: \u201eEw. Gnaden, hochw\u00fcrdigster Vater Abt, dass der ,Geist der Liturgie\u201b nun auch ins Holl\u00e4ndische \u00fcbersetzt wird, freut mich sehr. In Deutschland hat das Buch seine Zeit hinter sich. Umso sch\u00f6ner, dass es nun im Ausland seinen Dienst tun kann.\u201c Doch drei Jahre sp\u00e4ter dr\u00e4ngte Herder zu einer Neuausgabe, und Guardini schrieb wieder an den Laacher Oberen: \u201eMit herzlichem Danke best\u00e4tige ich den Eingang von Ew. Gnaden Ansicht \u00fcber das B\u00fcchlein vom Geist der Liturgie. Ich bin gern damit einverstanden und m\u00f6chte es Ihnen, hochw\u00fcrdigster Vater Abt noch anheimgeben, ob der alte Text unver\u00e4ndert gedruckt werden, oder ob ich eine \u00dcberarbeitung vornehmen soll. An sich w\u00e4re eine solche n\u00f6tig, da eine ganze Reihe von sprachlichen und gedanklichen Einzelheiten im Buche sind, die ich nicht mehr recht verantworten kann.\u201c<\/p>\n<p>Doch mit der 13.-14. Auflage kam es 1934 weder zu einem unver\u00e4nderten Nachdruck noch zu einer gr\u00fcndlichen \u00dcberarbeitung. Guardini beschr\u00e4nkte sich vielmehr darauf, Hinweise auf eigene neuere Publikationen einzustreuen, die sein Weiterdenken in der Sache nachvollziehbar machten. Gleichzeitig wurden fast alle Bez\u00fcge zur Entstehungszeit getilgt. Solcherma\u00dfen \u201eentkonkretisiert\u201c ist \u201eVom Geist der Liturgie\u201c zu dem scheinbar zeitlosen Denkmal geworden, wie man es heute kennt. Die 13.-14. Auflage wurde zur Mutter aller sp\u00e4teren Nachdrucke. Das ist eine nicht geringe Hypothek im Umgang mit der Jahrhundertschrift, denn Guardini hatte das Ergebnis der letzten Revision nicht \u00fcberzeugt, wie wiederum einem Schreiben an den Laacher Abt vom April 1934 zu entnehmen ist: \u201eIn der Osterwoche ist die Durcharbeitung vom ,Geist der Liturgie\u2018 an den Verlag abgegangen, und ich vermute, da\u00df die Korrektur mich bei meiner R\u00fcckkehr nach Berlin dort erwarten wird. Ich habe das Manuskript mit einigem Widerstreben aus der Hand gegeben. Eigentlich geht es heute nicht mehr an, diese Dinge in dieser Weise zu behandeln. Ich habe mich selbst mit der \u00dcberlegung bewogen, da\u00df es auch heute Solche gibt, die aus den Voraussetzungen heraus lesen, aus denen das B\u00fcchlein geschrieben ist.\u201c<\/p>\n<p>Guardinis Erstling hatte als Fanal der Liturgischen Bewegung gewirkt. Wer nach 100 Jahren von der Aktualit\u00e4t dieses Werkes spricht, hat es im Sinne Guardinis mit gr\u00f6\u00dferem Bedacht und unter dem Vorzeichen zu tun, dass die Schrift in eine bestimmte historische Situation hineingesprochen war. Damit wird nicht bezweifelt, dass \u201eVom Geist der Liturgie\u201c Fundamentales und die Kontexte von 1917\/18 weit \u00dcberragendes herausgehoben hat und bleibend anregt. Das Buch und sein Autor wollen uns aber nicht von der Aufgabe entbinden, den Menschen von heute \u201eaus der Tiefe des religi\u00f6sen Lebens [zu] sagen, was Liturgie ist\u201c (Guardini 1966).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Romano Guardini's impulses - today's challenges<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":10466,"menu_order":1486,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32384","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-guardini-romano","media-library-category-kirche","media-library-category-liturgie","media-library-category-theologie","focus-area-romano-guardini"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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