{"id":32388,"date":"2023-07-17T14:36:43","date_gmt":"2023-07-17T12:36:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=von-der-macht-des-heiligen"},"modified":"2025-12-08T11:36:53","modified_gmt":"2025-12-08T10:36:53","slug":"prophetie-und-prognose-wie-reden-wir-ueber-die-zukunft-ein-gegenentwurf-zu-max-webers-entzauberungsthese","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/prophetie-und-prognose-wie-reden-wir-ueber-die-zukunft-ein-gegenentwurf-zu-max-webers-entzauberungsthese\/","title":{"rendered":"Prophetie und Prognose: Wie reden wir \u00fcber die Zukunft?"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen war ich als Studiogast in der Fernsehsendung \u201eScobel\u201c auf 3 SAT, vielen von Ihnen vermutlich bekannt. Thema des Abends war \u201eDie kirchliche Leere\u201c, geschrieben mit zwei \u201ee\u201c. Dieser eigentlich nicht besonders geistreiche Witz, eher ein Kalauer, signalisierte die Tendenz der eingespielten Filmberichte: Unsere Kirchen seien meist leer und damit weitgehend entbehrlich geworden, keiner interessiere sich mehr f\u00fcr die Botschaften des christlichen Glaubens, stattdessen bl\u00fchten Esoterik und asiatische Formen der Spiritualit\u00e4t im Westen. Eine Biologin, die auch Religionswissenschaftlerin zu sein in Anspruch nahm, behauptete, das Christentum sei seit 2000 Jahren nur verl\u00e4ngerter Arm des Staates gewesen \u2013 seit 2000 Jahren, streng genommen also schon vor der Kreuzigung Christi!<\/p>\n<p>Zu Beginn der Sendung wurde der Abriss des Immerather \u201eDoms\u201c gezeigt, einer Kirche, die dem Braunkohletagebau im n\u00f6rdlichen Rheinischen Braunkohlerevier zum Opfer fiel \u2013 was allerdings nicht erw\u00e4hnt wurde, sondern zur Illustration der These von der \u00dcberfl\u00fcssigkeit gro\u00dfer Kirchenbauten in unserer Zeit diente. Das historische Bild, das suggeriert werden sollte, lie\u00dfe sich so kennzeichnen: Obwohl das Christentum in seiner Staatsn\u00e4he an allen Formen politischer Unterdr\u00fcckung und sozialer Ungleichheit wesentlich mitschuldig sei, hingen ihm bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und des Wirtschaftswunders hinein fast alle Menschen in Deutschland an. Danach aber sei ein einmaliger und sich laufend selbst verst\u00e4rkender Absturz erfolgt, der heute zu einer Marginalisierung des Christentums f\u00fchre und alles Reden von einer christlich gepr\u00e4gten Kultur hierzulande in Zweifel zu ziehen erlaube oder zwinge.<\/p>\n<p>Nun bin ich nat\u00fcrlich auch nicht mit Blindheit geschlagen, so dass ich die Zeichen abnehmender Christlichkeit und fortschreitender S\u00e4kularisierung \u00fcbersehen k\u00f6nnte. Tats\u00e4chlich wurden ja seit dem Jahr 2000 etwa 500 katholische Kirchen umgewidmet und 140 davon sogar abgerissen. Wenn man aber den genauen Charakter und die Verursachung dieses Prozesses wirklich verstehen will, muss man sich etwas tiefer auf die Sache einlassen. Man muss z. B. bereit sein, den Blick \u00fcber Deutschland hinaus auszuweiten. Dann wird schnell deutlich, dass \u2013 im Weltma\u00dfstab gesehen \u2013 die Schw\u00e4chung der Religion die Ausnahme ist. Sie betrifft einige, keineswegs alle, ex-kommunistische L\u00e4nder Europas, am ausgepr\u00e4gtesten die Tschechische Republik, Ostdeutschland und Estland. Sie ist in einer ganzen Reihe westeurop\u00e4ischer L\u00e4nder zu finden (England, Schweden, Frankreich, die Niederlande), wobei es sich aber lohnt, das Verh\u00e4ltnis der Bev\u00f6lkerungsmehrheit zur Minderheit ernsthaft \u201epraktizierender\u201c Christen jeweils n\u00e4her ins Auge zu fassen.<\/p>\n<p>Am Fall Schweden wurde der Begriff \u201evicarious religion\u201c (Grace Davie) entwickelt, um eine wohlwollende Haltung derer, die am Sonntag nicht in die Kirche gehen, zu denen, die stellvertretend f\u00fcr alle den Gottesdienst besuchen, auszudr\u00fccken. Den Kirchenbesuchern in Ostdeutschland wird dieses Wohlwollen eher nicht zuteil. Nur in ganz wenigen nicht-europ\u00e4ischen Gesellschaften gibt es \u00e4hnliche starke S\u00e4kularisierungstendenzen (Neuseeland, Uruguay). Die kommunistische Unterdr\u00fcckung der Religion findet sich heute vor allem noch in Nordkorea; China erlebt dagegen trotz aller staatlichen Repression einen vielf\u00e4ltigen religi\u00f6sen Aufschwung, der sowohl kultureigene religi\u00f6se Traditionen (Buddhismus, Daoismus) betrifft wie das Christentum. Spektakul\u00e4r ist die Entwicklung in S\u00fcdkorea, wo einer der rapidesten wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Modernisierungsprozesse, die es in der Weltgeschichte jemals gegeben hat, mit einer Revitalisierung eigener Traditionen und einer starken Christianisierung zusammenf\u00e4llt. In vielen afrikanischen Staaten w\u00e4chst das Christentum stark, obwohl auch einige der kl\u00fcgsten Beobachter, z. B. der gro\u00dfe Theologe Paul Tillich, einst annahmen, dass das Ende der Kolonialherrschaft das Christentum als europ\u00e4isches Implantat zum Verdorren bringen werde. In Gestalt der sogenannten Pfingstbewegung breitet sich das Christentum gegen gr\u00f6\u00dfte Widerst\u00e4nde sogar in einigen Gegenden Indiens heute weiter aus.<\/p>\n<p>Die sogenannte S\u00e4kularisierungsthese hat aufgrund dieser Entwicklungen heute f\u00fcr die meisten Forscher auf diesem Gebiet ihre Plausibilit\u00e4t verloren. Hier ist sofort vor einem h\u00e4ufigen Missverst\u00e4ndnis zu warnen. Diese These hat nie einfach besagt, dass es S\u00e4kularisierung <em>gibt<\/em>. Sie wird deshalb auch nicht durch unbestreitbare Ph\u00e4nomene der Schw\u00e4chung von Religion best\u00e4tigt oder durch religi\u00f6se Neuaufschw\u00fcnge widerlegt. Diese These oder Theorie nahm vielmehr einen engen kausalen Zusammenhang von Modernisierung und S\u00e4kularisierung an: Je moderner eine Gesellschaft, desto schw\u00e4cher oder aufs Private reduzierter die Religion. Aber eben diese Annahme hat sich immer mehr als eine falsche Verallgemeinerung von Ph\u00e4nomenen der europ\u00e4ischen Geschichte herausgestellt. Schon immer war deutlich, dass sie auf die USA nicht passt \u2013 eine unbestreitbar moderne, aber zugleich religi\u00f6s h\u00f6chst vitale und sogar religionsproduktive Gesellschaft. Heute wird deutlich, dass sie au\u00dferhalb Europas fast nirgends von den Tatsachen best\u00e4tigt wird. Selbst ihre noch verbliebenen Verfechter r\u00e4umen ein, dass das st\u00e4rkere Bev\u00f6lkerungswachstum in religi\u00f6s vitalen Gesellschaften die Welt immer religi\u00f6ser mache.<\/p>\n<p>Das aber hat mannigfaltige Konsequenzen. Auf drei davon will ich hier kurz zu sprechen kommen: <strong>1.<\/strong> Wenn Modernisierung nicht die Erkl\u00e4rung f\u00fcr S\u00e4kularisierung ist, brauchen wir eine andere Erkl\u00e4rung etwa f\u00fcr den deutschen Fall. <strong>2.<\/strong> Wenn Modernisierung und S\u00e4kularisierung kein unaufl\u00f6sliches Gespann bilden, ger\u00e4t auch die verbreitete Deutung der Vorgeschichte moderner S\u00e4kularisierung ins Wanken, n\u00e4mlich die auf Max Weber zur\u00fcckgehende Geschichte von der Entzauberung. <strong>3.<\/strong> Wenn wir die Fehlerhaftigkeit der Prognosen, die sich aus der S\u00e4kularisierungsthese und der Entzauberungserz\u00e4hlung ergeben, ernsthaft durchdenken, sto\u00dfen wir auf sehr grunds\u00e4tzliche Fragen, was solche geschichtlichen Tendenzbehauptungen generell angeht. Diese haben oft prophetische Z\u00fcge. Aber es gibt echte und falsche Propheten. Unser Reden \u00fcber die Zukunft ist immer Teil gegenw\u00e4rtiger K\u00e4mpfe um diese.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn habe ich schon angedeutet, dass ich das Bild einer bis zum Wirtschaftswunder selbstverst\u00e4ndlichen Christlichkeit Deutschlands oder ganz Europas f\u00fcr falsch halte. Schon am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts finden sich erste Stimmen, die ein Verschwinden des Christentums aus Europa voraussagen. Solche Stimmen hatte es, soweit ich sehe, seit der Zeit, als der heilige Augustinus nach Alarichs Pl\u00fcnderung Roms im Jahr 410 eine massenhafte R\u00fcckkehr zum Heidentum durchaus f\u00fcr denkbar hielt, \u00fcber ein Jahrtausend lang in der Tat nicht gegeben. Jetzt aber nahmen sie zu; der preu\u00dfische K\u00f6nig Friedrich II \u00e4u\u00dferte sich in diesem Sinn, und in der Franz\u00f6sischen Revolution gab es gewaltsame praktische Bestrebungen in dieser Richtung. Wir sollten nicht vergessen, dass Friedrich Schleiermacher seine genialen Reden \u201e\u00dcber die Religion\u201c von 1799 nur deshalb \u201ean die Gebildeten unter ihren Ver\u00e4chtern\u201c adressieren konnte, weil es diese Ver\u00e4chter gab \u2013 gebildete und ungebildete.<\/p>\n<p>Im Vorm\u00e4rz und der Revolution von 1848 entfremdete die Treue der evangelischen (Staats-) Kirche zur preu\u00dfischen Dynastie, zu K\u00f6nig, Regierung und Armee weite Teile des liberalen B\u00fcrgertums und der keimenden Arbeiterbewegung vom Christentum \u2013 mit anhaltenden Folgen. Berlin war schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine der s\u00e4kularisiertesten St\u00e4dte der Welt, wesentlich auch deshalb, weil das Christentum sich verb\u00fcrgerlicht hatte und die Unterschichten sich abgesto\u00dfen oder ausgeschlossen f\u00fchlten. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und die nationalsozialistische Bewegung st\u00e4rkten die sektenhaften und antisemitischen Bestrebungen, hinter das j\u00fcdischst\u00e4mmige Christentum auf eine germanische Religiosit\u00e4t zur\u00fcckzugreifen. Bei einem anderen Ausgang des Zweiten Weltkriegs h\u00e4tten diese Ans\u00e4tze vermutlich eine gro\u00dfe Zukunft gehabt; auch an den \u201eDeutschen Christen\u201c ist das Christliche im Sinne eines Universalismus der Liebe ja nicht mehr recht zu erkennen.<\/p>\n<p>Mit diesen wenigen Pinselstrichen will ich ein wenig plausibel machen, dass es eine Alternative zur Erkl\u00e4rung von S\u00e4kularisierung aus Modernisierung gibt. Sie r\u00fcckt die Stellung der Kirchen und Religionsgemeinschaften zu den gro\u00dfen politischen Fragen der jeweiligen Epoche in den Mittelpunkt: zur \u201esozialen Frage\u201c etwa, wie man im neunzehnten Jahrhundert sagte, zur nationalen Frage \u2013 so ausschlaggebend f\u00fcr die Treue der Polen, Iren, Kroaten, Bayern zu ihrer katholischen Kirche, zur demokratischen Frage, zu den Rechten des Individuums, zum Prozess der Frauenemanzipation, zu den Fragen des religi\u00f6sen Pluralismus. Der Flickenteppich der religi\u00f6sen Landkarte Europas, wo manchmal hochgradig religi\u00f6se an hochgradig s\u00e4kulare Regionen angrenzen, wird nur auf solch historisch differenzierendem Weg verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Wir erkennen dann auch, wie wenig bestimmte S\u00e4kularisierungsprozesse unumg\u00e4nglich waren und sind. \u00dcbertriebene Staatsn\u00e4he und machtgest\u00fctzte Monopolstellung wurde f\u00fcr die Kirchen gef\u00e4hrlich, wenn sich in der Bev\u00f6lkerung politische und wirtschaftliche Unzufriedenheit ausbreitet. Das ist der vern\u00fcnftige Kern der zu Beginn zitierten \u00c4u\u00dferung einer Biologin. Wie ungerecht deren Verallgemeinerung aber eben auch ist, zeigt ihre souver\u00e4ne Ignoranz gegen\u00fcber der fr\u00fcheren Geschichte von Christenverfolgungen und der gro\u00dfen Bedeutung des Dualismus von Staat und Kirche in der europ\u00e4ischen Geschichte. Mein Lieblingsbeispiel aus der neueren Geschichte ist eine katholische Schule im Th\u00fcringer Eichsfeld, an der ich einmal einen Vortrag hielt. Ihre Schlie\u00dfung wurde in Bismarcks Kulturkampf erzwungen \u2013 danach wurde sie wieder aufgemacht. Sp\u00e4ter schlossen sie die Nazis \u2013 danach wurde sie wieder aufgemacht. Als n\u00e4chstes schlossen sie die Kommunisten \u2013 danach wurde sie wieder aufgemacht. Drei politische Regime in Deutschland kamen und gingen, und die Schule hat sie alle \u00fcberlebt. Seltsam muss da die These von der unentwegten Staatsn\u00e4he klingen, und es ist deshalb kein Zufall, dass das Eichsfeld ein Asterix-Dorf des katholischen Glaubens durch die Regime hindurch geblieben ist.<\/p>\n<p>Herausforderungen dieser Art geh\u00f6ren auch nicht einfach der Vergangenheit an. Das gilt derzeit etwas f\u00fcr die Fragen der Migrationspolitik, wo eine moralisch argumentierende Bef\u00fcrwortung von Masseneinwanderung zur Entfremdung benachteiligter einheimischer sozialer Milieus von den Kirchen beitragen kann. Zuh\u00f6ren ist da oft wichtiger als Belehren. Die Herausforderungen stellen sich immer neu auch in Fragen von Krieg und Frieden, und von Bedeutung scheinen mir die gestiegenen Bed\u00fcrfnisse nach individualistischen Formen von Spiritualit\u00e4t. Diese k\u00f6nnen aber innerhalb der Kirchen sehr wohl ihre Befriedigung finden oder eben gegen diese gewendet werden. Das ist wiederum der vern\u00fcnftige Kern der Behauptung, Esoterik und Spiritualit\u00e4t n\u00e4hmen zu. Es ist aber empirisch nicht korrekt, Suchbewegungen, die oft nur zu kurzzeitiger Mitgliedschaft oder Praxis f\u00fchren und schon bei der Weitergabe an die Kinder scheitern, zu historischen Tendenzen hochzurechnen.<\/p>\n<p>Zwei letzte Bemerkungen zu diesem Komplex, um nicht missverstanden zu werden. Die Betonung politischer Fragen bedeutet nicht, dass es das eigentlich Religi\u00f6se nicht g\u00e4be und, wie es der Marxismus nahelegt, religi\u00f6se Formen nur verschobener Ausdruck materieller Interessen seien. Aber Hinwendung zu und Abwendung von bestimmten Religionen und auch s\u00e4kularen Weltanschauungen und Wertsystemen geschieht \u00fcber ganzheitliche Identifikation. So werden religi\u00f6se Biographien von politischen Weichenstellungen mitbedingt. Und schlie\u00dflich: Die Folgen solcher Weichenstellungen k\u00f6nnen mit gro\u00dfer Versp\u00e4tung eintreten. Wir wissen aus Gro\u00dfbritannien, dass dort die Kirchenferne von M\u00e4nnern lange Zeit nicht zum Kirchenaustritt f\u00fchrte, weil M\u00fctter, Ehefrauen und Geliebte oft ein Gegengewicht bildeten. Wenn diese Frauen aber ebenfalls ihre Kirchenbindung verlieren, der Unglaube also \u201efeminisiert\u201c wird, kann der Kirchenaustritt lawinenartig zunehmen. Und wenn es einer Elterngeneration durch Zeitumst\u00e4nde nicht gelingt, ihre Kinder in der Glaubensgemeinschaft zu halten, ist galoppierende S\u00e4kularisierung mit Verz\u00f6gerung wahrscheinlich. Das klingt resignierter, als es gemeint ist. Man kann die dreihundertj\u00e4hrige Geschichte der Schw\u00e4chung des Christentums, die ich skizziert habe, auch als Geschichte immer wieder gelungener Verj\u00fcngung lesen, als Anlass, die Vitalit\u00e4t des Christentums auch hierzulande und die unerh\u00f6rte Aktualit\u00e4t seiner Botschaft und seiner liturgischen und diakonischen Praxis nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst seit dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert entwickelt sich in Europa eine intellektuell ausgearbeitete und offensiv verfochtene neue Alternative zum christlichen Glauben in Gestalt dessen, was der gro\u00dfe kanadische Philosoph Charles Taylor den Aufstieg der \u201es\u00e4kularen Option\u201c genannt hat. Vorher gab es gewiss religi\u00f6se Gleichg\u00fcltigkeit, Hass auf einzelne oder alle Kleriker u.\u00e4., aber keine solche selbstbewusste Alternative. Wie konnte es zu dieser kommen? So wie die S\u00e4kularisierungstheorie die Entwicklung der letzten beiden Jahrhunderte zu erkl\u00e4ren beansprucht, so scheint in der Geschichte von der Entzauberung eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die langfristige Vorgeschichte dieser S\u00e4kularisierung zu liegen. \u201eEntzauberung\u201c ist nicht \u201eS\u00e4kularisierung\u201c, obwohl dies immer wieder durcheinander ger\u00e4t. \u201eEntzauberung\u201c bedeutete f\u00fcr Max Weber vielmehr eine Geschichte von zweieinhalb Jahrtausenden, einsetzend bei den alttestamentlichen Propheten (und einigen parallelen Erscheinungen in anderen Kulturen wie dem Buddha). Weber zieht eine Linie, die von diesen Propheten und der Philosophie der Griechen nach R\u00fcckschl\u00e4gen im Mittelalter zur Reformation und zur fr\u00fchneuzeitlichen wissenschaftlichen Revolution, von dort zur Durchsetzung eines kausalmechanistischen Weltbilds und zur Aufkl\u00e4rung, dann aber auch zur tiefen Sinnkrise im europ\u00e4ischen Fin de Si\u00e8cle und am Vorabend des Ersten Weltkriegs f\u00fchrt. Diese Geschichte hat sich als unerh\u00f6rt suggestiv erwiesen. \u00c4hnlich wie Nietzsche dem Christentum eine konstitutive Rolle in einem historischen Prozess zuschrieb, der zur \u00dcberwindung des Christentums f\u00fchren musste, hat Weber bei aller Distanz zu Nietzsche im einzelnen doch auch eine Geschichte konstruiert, die keinen Platz l\u00e4sst f\u00fcr ein intellektuell verantwortbares und vitales Christentum in unserer Zeit.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde den heutigen Anlass v\u00f6llig \u00fcberfordern, diese Geschichte im einzelnen zu er\u00f6rtern. Ich habe in meinem Buch <em>Die Macht des Heiligen<\/em> auf Hunderten von Seiten zu zeigen versucht, woran diese Geschichte krankt und wie eine Alternative auch zu ihr auszusehen hat. Sie krankt an der Vieldeutigkeit des Begriffs \u201eEntzauberung\u201c. Dieser bezeichnet sowohl den Kampf der Propheten gegen Magie (Entmagisierung) wie den Verlust allt\u00e4glichen Handlungs- und Lebenssinns (Entsakralisierung) und die Schw\u00e4chung von Vorstellungen radikaler Transzendenz im Sinne von Jesu Wort vor Pilatus \u201eMein Reich ist nicht von dieser Welt\u201c (Immanentisierung oder Enttranszendentalisierung). Weil Weber diese drei Bedeutungen nicht unterscheidet, spannt er die verschiedenen Prozesse zu einem einzigen weltgeschichtlichen Prozess der Entzauberung hintereinander, der dann Modernisierung und S\u00e4kularisierung erm\u00f6glicht haben soll. Wenn wir aber erkennen, wie verschieden diese Prozesse sind, dann entdecken wir in der Geschichte immer neue Sakralisierungen und Entsakralisierungen, Magisierungen und Entmagisierungen, Transzendentalisierungen und Enttranszendentalisierungen, S\u00e4kularisierungen und religi\u00f6se Revitalisierungen. Das Bild wird dadurch un\u00fcbersichtlicher, trifft aber die Tatsachen besser. Auch hier erweisen sich Machtkonstellationen als wesentlich f\u00fcr die Frage, was sich jeweils historisch durchsetzt. Das Heilige und der Glaube an Transzendenz haben ihre eigene Machtqualit\u00e4t \u2013 als Quelle lebensbestimmender Motivation und Inspiration f\u00fcr den Einzelnen, als Infragestellung und als Quelle von Legitimit\u00e4t, ohne die keine politische Macht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit auszukommen vermag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bild von der Zukunft bleibt deshalb unbestimmt \u2013 offener, als es vielen recht ist. Die Zukunft, auch die der Kirchen und der Religion, h\u00e4ngt mit vom menschlichen Handeln ab, was nicht hei\u00dft, dass diese planbar und frei gestaltbar w\u00e4re. Wie die Christen und ihre Kirchen oder Gemeinschaften in die vergangene Geschichte der S\u00e4kularisierung auch schuldhaft verwickelt sind \u2013 die S\u00e4kularisierung ist eben nicht, wie ein amerikanischer Kardinal (Donald Wuerl) 2012 sagte, ein \u201eTsunami\u201c, der \u00fcber christliche Kulturen unvorsehbar und quasi von au\u00dfen hereingebrochen sei und alles zerst\u00f6re \u2013, so sind sie auch in die zuk\u00fcnftige Geschichte verwickelt. Wir reden \u00fcber die Zukunft oft im Modus falscher Gewissheiten.<\/p>\n<p>Das hat mehrere Gr\u00fcnde. So werden die Prognosef\u00e4higkeiten der Wissenschaften regelm\u00e4\u00dfig \u00fcbersch\u00e4tzt. Unvorhergesehene Ereignisse wirken dann ern\u00fcchternd, aber oft nur f\u00fcr kurze Zeit. Das Prestige etwa der Wirtschaftswissenschaften hat in dieser Hinsicht in den Jahren nach der Finanzkrise von 2008 \u00e4hnlich gelitten wie das der Sozialwissenschaften nach dem unvorhergesehenen Zusammenbruch des Kommunismus in Europa 1989. Aber bald setzt diese \u00dcbersch\u00e4tzung wieder ein. Die S\u00e4kularisierungstheorie, die so verwundert auf das Wachstum der Pfingstbewegung oder die verst\u00e4rkte \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz von Religion in vielen Gesellschaften reagierte, ist freilich mehr als nur eine schlechte Prognose. Sie ist eine verdeckte, sich nicht als solche bekennende Geschichtsphilosophie. Von dieser Art gibt es viele. Mir selbst wurde die Unplausibilit\u00e4t einer solchen, allerdings offen vertretenen Geschichtsphilosophie vor Jahrzehnten schlagartig klar, als ich in der DDR mit dem Bewusstsein konfrontiert wurde, der Sozialismus sei auf jeden Fall \u201eum eine ganze Epoche voraus\u201c. Da man zu wissen glaubte, wohin die Geschichte sich entwickelt, musste eine sozialistische Gesellschaft historisch schlicht weiter sein, selbst wenn ihre alten Wohnh\u00e4user zerbr\u00f6ckelten, die st\u00e4dtische Infrastruktur verrottete und die Industrie international nicht \u00a0konkurrenzf\u00e4hig war. Aber solches feste Wissen \u00fcber die Zukunft wird nicht nur im Marxismus unterstellt. Von den Diskussionen \u00fcber den Bildungsf\u00f6deralismus in Deutschland bis zur Frage nach den Chancen einer \u201eimmer engeren\u201c Europ\u00e4ischen Union reichen die Meinungs\u00e4u\u00dferungen, in denen eine historische Tendenz zu gr\u00f6\u00dferen Staaten unterstellt wird und die Gegner einer solchen Entwicklung als r\u00fcckst\u00e4ndig, nostalgisch oder gef\u00e4hrlich diffamiert werden.<\/p>\n<p>Kein Denker hat den Kampfcharakter solcher historischen Tendenzbehauptungen so scharfsinnig analysiert wie der gro\u00dfe, 2006 gestorbene Historiker Reinhart Koselleck. In seinem Buch <em>Kritik und Krise<\/em> zeigte er, wie sehr gerade die aufkl\u00e4rerischen Denker des achtzehnten Jahrhunderts mit geschichtlichen Zwangsl\u00e4ufigkeitsbehauptungen arbeiteten. Diese waren keine wertfreien Thesen \u00fcber empirisch festgestellte Tendenzen, sondern Waffen im Meinungskampf. An die Stelle der offenen politischen Bek\u00e4mpfung des absolutistischen Staates trat immer wieder die geschichtsphilosophische Rede von seiner \u00dcberholtheit. Die Behauptung von der Unvermeidlichkeit seines Verschwindens wurde damit zu einer Waffe, deren Charakter als Waffe aber nicht eingestanden werden sollte. Genau dasselbe gilt von den aufkl\u00e4rerischen Prognosen des Verschwindens des Christentums oder der Religion insgesamt. An die Stelle der Zur\u00fcckweisung des Glaubens oder diese unterst\u00fctzend tritt dann die These von seiner \u00dcberholtheit, R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, Unzeitgem\u00e4\u00dfheit. Es ist bemerkenswert und fast kurios, da\u00df Kosellecks Sensibilit\u00e4t f\u00fcr solche rhetorischen Strategien gerade bei der S\u00e4kularisierungsthese selbst versagt zu haben scheint, wenn er etwa selbst von einem \u201epost-theologischen Zeitalter\u201c spricht. Das spielt in unserem Zusammenhang aber keine Rolle. Mir ging es hier nur darum, die Tatsachen heutiger S\u00e4kularisierung illusionslos ins Auge zu fassen, sie aber in einen historischen und globalen Rahmen zu setzen und damit von den Selbsteinsch\u00fcchterungswirkungen offener und verdeckter Untergangsprophetien zu befreien.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A counter-proposal to Max Weber's disenchantment thesis<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2052,"menu_order":1525,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32388","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-saekularitaet","media-library-category-soziologie","media-library-category-weber-max"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Prophetie und Prognose: Wie reden wir \u00fcber die Zukunft? 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