{"id":32399,"date":"2023-07-17T14:36:52","date_gmt":"2023-07-17T12:36:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=menschenbilder-der-reformation"},"modified":"2025-12-08T16:44:19","modified_gmt":"2025-12-08T15:44:19","slug":"das-bild-des-menschen-in-der-kunst-der-reformationszeit-die-katholische-perspektive","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-bild-des-menschen-in-der-kunst-der-reformationszeit-die-katholische-perspektive\/","title":{"rendered":"Das Bild des Menschen in der Kunst der Reformationszeit"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine kurze Vorbemerkung zur Begrifflichkeit scheint notwendig: Der Gebrauch des Wortes \u201ekatholisch\u201c als distinktive Bezeichnung des konfessionellen Unterschiedes ist vergleichsweise jung und erst im Fortgang der reformatorischen Auseinandersetzung als Bezeichnung f\u00fcr all jene Christen \u00fcblich geworden, die in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts an der Einheit mit dem Papst und den Traditionen von Eucharistieverst\u00e4ndnis, Liturgie und kirchlicher Struktur festhalten wollten und den Bruch mit Rom ablehnten. Als es zum Konflikt kam, bei dem die kirchlichen Autorit\u00e4ten in Frage gestellt wurden, der bald auch \u2013 vor allem und st\u00e4rker als anderswo \u2013 im Deutschen Reich zu einem gesellschaftlichen und politischen Streit wurde, kam es schlie\u00dflich zur Spaltung. Die Profilierung der Parteiungen gegeneinander, der Vorgang der Konfessionalisierung, der vom 16. Jahrhundert letztlich bis ins 19. Jahrhundert dauerte, f\u00fchrte zur Distinktion zwischen \u201ekatholisch\u201c auf der einen Seite und \u201eevangelisch\u201c und \u201ereformiert\u201c auf der anderen Seite. In der Sprache des 16. Jahrhunderts unterschied man zwischen den \u201eAltgl\u00e4ubigen\u201c und den Anh\u00e4ngern der \u201eReformation\u201c.<\/p>\n<p>Auch die Formulierung \u201eBild des Menschen\u201c scheint mir erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Sie schlie\u00dft weit mehr ein als bildliche Darstellungen, auch wenn es bei einem Redner, der als Kunsthistoriker spricht, selbstverst\u00e4ndlich auch um \u201eBilder\u201c des Menschen geht. Doch ist der im Titel der Tagung gebrauchte Begriff \u201eMenschenbild\u201c vieldeutig und gr\u00fcndet tiefer. Er stammt aus der philosophischen beziehungsweise theologischen Anthropologie und meint Vorstellungen zum Wesen des Menschen. Spricht man vom \u201eMenschenbild\u201c, das sich im \u201eBlick auf den Menschen\u201c offenbart, betrifft dies einerseits grunds\u00e4tzliche Wesensmerkmale und Eigenschaften, andererseits aber auch jene Vorstellungen, die sein Denken und Handeln bestimmen, die seine sozialen Werte und die Beziehungen des Menschen zu anderen betreffen, eine Dimension, die auch in seiner religi\u00f6sen Praxis deutlich wird. Beide Aspekte \u2013 der Mensch f\u00fcr sich allein und der Mensch in Interaktion \u2013 sind eng miteinander verwoben und in der historischen R\u00fcckschau nicht voneinander zu trennen, beide haben ihren Niederschlag in den Bildk\u00fcnsten gefunden, auch wenn die Bilder jener Zeit oft nur indirekte R\u00fcckschl\u00fcsse gestatten: Mein Beitrag pr\u00e4sentiert eher Wirkungen oder Spieglungen eines bestimmten Menschenbildes. Deutlicher lie\u00dfe sich diese Frage aus der Literatur und aus personenbezogenen Quellen wie Briefen oder Testamenten beantworten.<\/p>\n<p>Die katholisch-altgl\u00e4ubige Perspektive des Menschenbilds in der Reformationszeit deckt sich im Wesentlichen mit den traditionellen Vorstellungen vom Menschen, die seit dem Hochmittelalter ausgepr\u00e4gt waren und deren G\u00fcltigkeit von den Anh\u00e4ngern der alten Kirche nicht in Frage gestellt wurden, wenngleich in den Anf\u00e4ngen dieser Auseinandersetzungen gerade in den gebildeten Kreisen deutliche Sympathien f\u00fcr die Anliegen einer durchgreifenden Kirchenreform formuliert wurden. Jene, die sich nicht zur Abkehr von der alten Kirche entschlossen oder von ihrer Obrigkeit dazu verpflichtet wurden, hielten am traditionellen Welt- und Menschenbild des Sp\u00e4tmittelalters fest, auch wenn neue Akzente erkennbar sind. Das katholisch-altgl\u00e4ubige \u201eMenschenbild\u201c, vorsichtiger: der \u201eBlick auf den Menschen\u201c besteht in Darstellungen deswegen oft in einem Reflex: Wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu Gott verbildlicht wird, l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, wie sich der Mensch selbst sah und verstand, in seiner Begrenztheit, Hilfsbed\u00fcrftigkeit und Heilssehnsucht. W\u00e4hrend die allgemeine Bestimmung des Menschen wohl insgesamt wenig Konfliktstoff bot, zeigt der Blick auf den Menschen in seiner Fr\u00f6mmigkeit, in dem durch seinen Glauben und seine Hoffnungen bestimmten Handeln sehr unterschiedliche Bewertungen. Ich versuche beide Aspekte \u2013 den allgemeinen und den spezifischen \u2013 in der Perspektive der katholisch-altgl\u00e4ubigen Seite in den Spiegelungen der Bildk\u00fcnste vorzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das traditionelle Menschenbild im Sp\u00e4tmittelalter war im Wesentlichen schon in der Fr\u00fchscholastik ausgepr\u00e4gt und definierte den Menschen zun\u00e4chst als Gesch\u00f6pf Gottes, nach Gottes Bild geschaffen, von seinem Sch\u00f6pfer aber auch signifikant unterschieden, schon weil der Mensch sich im Gegensatz zur Ewigkeit seines Sch\u00f6pfers als zeitlich erfuhr: Der Wandel durch die einander abl\u00f6senden Lebensalter und die Sterblichkeit am Ende charakterisieren das gesch\u00f6pfliche Leben des Menschen.<\/p>\n<p>Daran erinnern Darstellungen der Lebensalter und des Gl\u00fccksrads, aber auch die Bilder zur \u201eArs moriendi\u201c, der \u201eKunst des Sterbens\u201c. Der Holzschnitt stammt aus einer gr\u00f6\u00dferen Serie mit Szenen, die unterschiedliche Modelle des Sterbens zeigen: den guten Tod, bei dem der Sterbende sich Gottes Gericht und Urteil bewusst ist, und den schlechten Tod, bei dem der Mensch noch in seiner Sterbesunde s\u00fcndigt durch Habsucht, Zorn, Hochmut, Begehrlichkeit, \u00dcberma\u00df. Die Aussage des Holzschnitts greift \u00fcber das moralische Argument hinaus: Unten rechts sieht man als bedrohliche Gegenfigur den Teufel, der die Hochm\u00fctigen ins H\u00f6llenfeuer zieht. Der zeitgen\u00f6ssische Betrachter wurde hier mit einer menschlichen Grundbestimmung vertraut gemacht: Der Mensch ist mit Vernunft begabt, die ihn zur Einsicht bef\u00e4higt, aber auch mit dem freien Willen, der es ihm erm\u00f6glicht zu s\u00fcndigen. Die Gabe der Vernunft unterscheidet den Menschen ebenso vom Tier wie die Beseelung. In der Hochscholastik hatte die neuplatonische Dichotomie von Leib und Seele noch deutlich nachgewirkt, seit dem 13. Jahrhundert setzte sich dann nach und nach eine aristotelisch gepr\u00e4gte Auffassung durch, wonach die Kr\u00e4fte der Seele nur in Verbindung mit dem Leib aktiv w\u00fcrden, die volle Person des Menschen eben aus Leib und Seele bestehe. Das Verh\u00e4ltnis zum K\u00f6rper blieb allerdings ambivalent: Auf der einen Seite war dies derjenige Teil des Menschen, der S\u00fcnde und Tod ausgesetzt war, auf der anderen Seite war er Ebenbild Gottes. Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, verk\u00f6rperte das ideale Bild des Menschen, dessen Physiognomie man noch dazu aus apokryphen Beschreibungen wie dem Lentulus-Brief zu kennen glaubte und zu imaginieren bem\u00fcht war. Au\u00dferdem sollten, so bekannte man im Credo, bei der Wiederkehr Christi zum Gericht die Toten einen neuen Leib erhalten. Dass dabei der Mensch k\u00f6rperlich auferstehe, f\u00fchrte nicht nur zu komplizierten Erw\u00e4gungen sp\u00e4tscholastischer Theologen, sondern auch zu so eigent\u00fcmlichen Bildsch\u00f6pfungen wie zum Beispiel in der Wallfahrtskirche Untermais in S\u00fcdtirol, wo in einem Wandgem\u00e4lde ein Rabe dem noch unvollst\u00e4ndigen Auferstehenden einen Arm bringen muss, um dessen Auferstehungsleib zu komplettieren.<\/p>\n<p>Schon in der hochmittelalterlichen Kosmologie galt unbestritten, dass der Mensch als Teil des von Gott geschaffenen Kosmos mit den Kr\u00e4ften der Natur verbunden war, dass er die Ordnung von Welt und Natur in seiner eigenen K\u00f6rperlichkeit widerspiegle und als \u201eMikrokosmos\u201c zu verstehen sei. Charakteristisch f\u00fcr den Menschen galt deswegen nicht nur die Geschlechterdifferenz von Mann und Frau, sondern auch der Einfluss der Gestirne auf das Wohlergehen des K\u00f6rpers, das man mit Hilfe des Aderlassens zu regulieren suchte. Regelm\u00e4\u00dfig war seit der Sp\u00e4tantike auch von Planetenkindern die Rede. Man glaubte, Menschen w\u00fcrden in ihren charakterlichen, physischen und sozialen Merkmalen, in Temperament, Physiognomie und Berufswahl von jenem Planeten bestimmt werden, in dessen wechselndem Wirkungsbereich diese geboren waren und im Augenblick der Empf\u00e4ngnis oder Geburt auf diese Weise bestimmte Wesensmerkmale erhalten h\u00e4tten. Die Vorstellung der regierenden Tierkreiszeichen wurde h\u00e4ufig bildlich umgesetzt, regelm\u00e4\u00dfig setzte man seit dem sp\u00e4teren Mittelalter zu den Planeten (die man ganz in der antiken Tradition personifizierte) auch ihre \u201eKinder\u201c ins Bild.<\/p>\n<p>Mit dem Einfluss der Gestirne stand ein Erkl\u00e4rungsmodell f\u00fcr die Frage nach Individuum und Individualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung, eine der gro\u00dfen Fragen der Renaissance, mit dessen Hilfe sich die Auspr\u00e4gung der einzelnen Pers\u00f6nlichkeit erkl\u00e4ren lie\u00df, ohne dass es die einzige und ausschlie\u00dfliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr gewesen w\u00e4re. Die Humanisten entdeckten am Vorbild der Antike, die sie nachzuahmen und wiederzubeleben suchten, auch das pers\u00f6nliche Streben und die pers\u00f6nliche Leistung als Wesenszug des Individuums. Wie die zeitgen\u00f6ssischen Darstellungen von Gelehrten und Kaufleuten zeigen, wurde damit die Individualit\u00e4t der Person selbst, nicht mehr historische Tat, f\u00fcrstlicher Rang oder geistliche W\u00fcrde, zum Bildthema. Nicht allein aus Gr\u00fcnden der Sorge um die Erinnerung im Ged\u00e4chtnis k\u00fcnftiger Generationen oder der Repr\u00e4sentation wegen hatte deswegen die Bildaufgabe des Portr\u00e4ts seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert eine erste Hochkonjunktur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tmittelalterliche Umwelt war eine relativ fest gef\u00fcgte Ordnung, gepr\u00e4gt durch Strukturen wie die st\u00e4ndische Gesellschaft und das Regelwerk des kirchlichen Lebens. Der einzelne erfuhr sich zwar als Individuum, vor allem aber als Teil einer bestimmten Gruppe, die durch lebensweltliche Kategorien definiert war und umgekehrt den Blick auf den jeweiligen Menschen stark mitbestimmte. Der vor wenigen Jahren verstorbene franz\u00f6sische Historiker Jacques Le Goff benannte als Kategorien daf\u00fcr M\u00f6nche, Krieger, Bauern, St\u00e4dter, Intellektuelle, K\u00fcnstler\/Handwerker, Kaufleute, Frau und Familie, Heilige und Au\u00dfenseiter (Dirnen, Bettler, Henker, Gaukler, Totengr\u00e4ber). In der grunds\u00e4tzlichen Ambivalenz des zeitgen\u00f6ssischen Menschenbilds, das den Christen beschrieb als ebenso auserw\u00e4hlt wie angefochten, als zur ewigen Seligkeit berufen und doch s\u00fcndig, kam dem Denken und Handeln des Einzelnen f\u00fcr sein Seelenheil eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Die w\u00e4hrend seiner Lebenszeit vollzogenen Taten w\u00fcrden \u2013 dessen war man sich sicher \u2013 am Ende der Tage in einer gro\u00dfen Abrechnung im Guten wie im Schlechten summiert, abgewogen und f\u00fcr gut oder schlecht befunden werden, so wie es auch in zahllosen Bildern dargestellt war.<\/p>\n<p>Vom Ausgang dieser endzeitlichen Abrechnung hing das weitere Schicksal ab: die Aufnahme ins Paradies oder die Verdammnis und Verurteilung zu den Strafen der H\u00f6lle. Die allt\u00e4glichen Lebensumst\u00e4nde lie\u00dfen kaum zu, die Erinnerung an Begrenztheit und Tod zu verdr\u00e4ngen; die Bilder dazu taten ein \u00dcbriges. Die Endzeiterwartung betraf jeden Menschen einzeln und die Gesamtheit aller Menschen, gleich welchen Standes. Lochners Bild zeigt noch an den zum Gericht aus ihren Gr\u00e4bern Gerufenen die Zugeh\u00f6rigkeit zu bestimmten Gruppen. So sieht man in der H\u00f6lle \u2013 durchaus mit einem gewissen kirchenkritischen Unterton \u2013 auch Papst, Kardinal, Bischof und Kleriker. Die Theologen des Mittelalters hatten auf der Grundlage der Bibelauslegung durch die Kirchenv\u00e4ter, besonders jener des Augustinus, die Lehre von den letzten Dingen formuliert, ein als verbindlich geltendes Deutungsmodell. Voraussetzung daf\u00fcr waren die an verschiedenen Stellen des Alten und Neuen Testaments beschriebenen, keineswegs \u00fcbereinstimmenden Aussagen \u00fcber das Ende der Zeit und die dann anbrechende neue Ordnung. Die Bild\u00fcberlieferung illustriert die Textgrundlagen ebenso wie die daran ankn\u00fcpfenden Harmonisierungsversuche. Man kann im Wesentlichen zwei Modelle unterschieden: Das eine geht auf Mt 25,31ff. zur\u00fcck, das andere auf die Schriften des Johannes. Im ersten Fall geht es um die Letzten Dinge, die den einzelnen betreffen, im anderen, um das allgemeine Gericht \u00fcber alle Menschen. Der Einzelne werde unmittelbar nach dem Tod einer ersten Beurteilung unterworfen und verweile dann bis zum J\u00fcngsten Tag vorl\u00e4ufig und vor der endg\u00fcltigen Auferstehung des Leibes in einem Zwischenbereich, seit dem 13. Jahrhundert als L\u00e4uterungsort, \u201eFegefeuer\u201c beschrieben. Erst mit der Wiederkehr Christi zum Weltgericht breche die Endzeit an, geschehe die leibliche Auferstehung der Toten, werde diesen endg\u00fcltig Himmel oder H\u00f6lle zugewiesen, wie es in zahlreichen dramatischen Verbildlichungen des Sp\u00e4tmittelalters vor Augen stand.<\/p>\n<p>Die Furcht vor dem Gericht war gro\u00df. Prediger wie der Franziskaner Johannes von Capistran ermahnten zur Umkehr und zu bu\u00dffertigem Leben. Urspr\u00fcnglich Jurist, war er nach einem weltlichen Leben als Richter und Diplomat 1416 in Perugia Franziskaner der strengen Observanz geworden und Sch\u00fcler Bernardins von Siena. Mehrere P\u00e4pste beauftragten ihn, als Inquisitor gegen Fratizellen, Juden in Sizilien, Moldawien und Polen vorzugehen, aber auch gegen Hussiten und Juden in Schlesien, Ungarn, B\u00f6hmen und M\u00e4hren: Auftr\u00e4ge, die er mit aller H\u00e4rte und Entschiedenheit ausf\u00fchrte. Sein Ruf verschaffte ihm nicht nur gro\u00dfen Zulauf bei seinen \u00f6ffentlichen Bu\u00dfpredigten, bei denen er regelm\u00e4\u00dfig seine Zuh\u00f6rer dazu aufforderte, als Zeichen ihrer bu\u00dffertigen Gesinnung B\u00fccher und Luxusgegenst\u00e4nde auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen, wie es ein in Bamberg erhaltenes Tafelbild aus der Zeit um 1470 zeigt. Seine strenge Fr\u00f6mmigkeit und asketische Lebensf\u00fchrung, verbunden mit einer entsprechenden Rhetorik, verfehlten ihre Wirkung auf seine Zuh\u00f6rer nicht, die ihn schon zu Lebzeiten als heiligm\u00e4\u00dfig verehrten. Das Beispiel seiner gro\u00dfen Wirksamkeit ist charakteristisch f\u00fcr die Stimmung in den Jahrzehnten vor der Reformation. Man hat ermittelt, dass in Ober\u00f6sterreich die Zahl der Messstiftungen nach 1450 kontinuierlich anwuchs bis zum H\u00f6hepunkt 1517 (dann freilich fast schlagartig zur\u00fcckging). In einer Stadt wie Hamburg gab es bis zur Einf\u00fchrung der Reformation insgesamt 99 Bruderschaften, die meisten davon erst nach 1450 gegr\u00fcndet. Es gab wohl zu keiner anderen Zeit so viele Feiertage und Prozessionen. In diesem Zeitraum ist au\u00dferdem im ganzen deutschsprachigen Raum, von der Ostsee bis nach Holland, von K\u00e4rnten bis ins Elsass, von Norddeutschland bis S\u00fcdtirol, eine neue intensive Baut\u00e4tigkeit festzustellen: Unz\u00e4hlige sp\u00e4tgotische Kirchen wurden gebaut und oftmals mit gr\u00f6\u00dftem Aufwand ausgestattet. Zum allergr\u00f6\u00dften Teil beruhte dies alles auf dem Stiftungswesen des Sp\u00e4tmittelalters.<\/p>\n<p>Fragt man nach dem Menschenbild, das sich auch in den Bildk\u00fcnsten erkennen l\u00e4sst, so gibt es vielf\u00e4ltige Anzeichen daf\u00fcr, dass in der Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung der Zeitgenossen sich der Mensch in einem Zustand dauerhafter Anfechtung und gravierender Heilsbed\u00fcrftigkeit befand. Die \u201eHeilssehnsucht\u201c korrespondierte der Verunsicherung. Existenznot und Hilfsbed\u00fcrftigkeit f\u00fchrten zu \u00fcbersteigertem religi\u00f6sen \u00dcbereifer, skrupul\u00f6ser Vorsicht, zu Strategien der Vergewisserung, wenn etwa Graf Werner von Zimmern 1483 1000 Seelenmessen f\u00fcr sich feiern lie\u00df oder der geldrische Herzog 1469 befahl, nach dem Tod seiner Frau die Glocken aller Arnheimer Kirchen drei Tage lang zu l\u00e4uten. W\u00e4hrend dieser Zeit sollten in allen Kirchen alle Priester stille Messen feiern und das Totenoffizium beten. Die Frage, was man tun m\u00fcsse, wie man leben solle, um vor dem k\u00fcnftigen Gericht zu bestehen und in die ewige Seligkeit gelangen zu k\u00f6nnen, war eine dauerhafte, lebenslange Anforderung, die nicht allein durch Glaube und Gebet erf\u00fcllbar schien, obwohl es gerade im Sp\u00e4tmittelalter zu einer Differenzierung und Intensivierung gerade der privaten Fr\u00f6mmigkeit gekommen war.<\/p>\n<p>Diese \u2013 die private Fr\u00f6mmigkeit \u2013 konzentrierte sich in besonderer Weise auf die Passion Christi, die dem Einzelnen zur Nachempfindung in Gebet und Betrachtung anempfohlen war. In der Volksfr\u00f6mmigkeit des sp\u00e4ten 15. Jahrhunderts war der Subjektivismus der Mystik des vorausgehenden Jahrhunderts in einer popul\u00e4ren, vereinfachten Form wirksam geblieben. Die zahlreichen Bildzeugnisse zur Passion zeigen das Bestreben, diese in ihren Einzelheiten m\u00f6glichst anschaulich zu schildern, um es dem Gl\u00e4ubigen zu erleichtern, sich in dieses Geschehen zu vertiefen und es sich ins Ged\u00e4chtnis zu rufen. Der den zeitgen\u00f6ssischen Passionsdarstellungen innewohnende Realismus entsprach einem f\u00fcr das Sp\u00e4tmittelalter kennzeichnenden Streben nach sinnlicher Anschaulichkeit. Das Bed\u00fcrfnis, etwas sehen, ja ber\u00fchren zu k\u00f6nnen, ist an vielen Stellen belegt, das \u201eSchauverlangen\u201c etwa f\u00fchrte zur zweiten Elevation der Hostie in der Messe.<\/p>\n<p>Neutestamentliche Texte wie der Jakobusbrief gaben einen Anhalt f\u00fcr die Vorstellung, dass der unt\u00e4tige Glaube, ein Glaube ohne Taten, ohne gute Werke, nichts fruchte. Augustinus hatte auf dieser Grundlage (und in einem gewissen Gegensatz zur paulinischen Gnadenlehre) die Vorstellung weiterentwickelt, dass es m\u00f6glich sei, \u00fcbernat\u00fcrlichen Verdienst zu erwerben durch gute Werke \u2013 ein Gedanke, den sp\u00e4ter die Reformatoren ablehnen sollten, weil sie darin eine Schm\u00e4lerung der Gnade und der Verdienste Christi sahen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob man mit Thomas von Aquin der biblisch begr\u00fcndeten Annahme folgte, dass f\u00fcr die Verdienstlichkeit guter Werke die innere Disposition des Handelnden Voraussetzung sei, oder mit Duns Scotus und den sp\u00e4tmittelalterlichen Nominalisten von der M\u00f6glichkeit einer freien, voraussetzungslosen Annahme guter Werke durch Gott ausging, f\u00fchrte diese \u00dcberzeugung im Sp\u00e4tmittelalter zu einer un\u00fcbersehbaren F\u00fclle von unterschiedlichen Stiftungen, die darauf schlie\u00dfen lassen, dass man im Alltag vereinfachend von einer \u00d6konomisierbarkeit des Heilserwerbs ausging und sich von nachhaltiger Stiftung auch nachhaltiges endzeitliches Heil erhoffte. Wie sehr man sich dessen sicher zu sein glaubte, mag das \u00f6fter zitierte Beispiel der Bruderschaft \u201eUnserer Lieben Frau\u201c in s\u2018Hertogenbosch belegen, die einem verstorbenen Mitglied der Bruderschaft 1465 einen Brief an den Heiligen Petrus in den Sarg legte, damit der Verstorbene, unter Berufung auf die durch die Bruderschaft verrichteten guten Werke, ungehindert die Himmelst\u00fcr w\u00fcrde passieren k\u00f6nnen. Es kam hinzu, dass man glaubte, auch stellvertretend f\u00fcr Verstorbene und f\u00fcr k\u00fcnftige Nutznie\u00dfer ein solches himmlisches Guthaben ansammeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf solchen Stiftungen basierte ein gro\u00dfer Teil des mittelalterlichen Sozialwesens, der kollektiven Sorge um Arme und Kranke. Diese war zwar als allgemeine Pflicht christlicher N\u00e4chstenliebe zu verstehen, aber ohne das Almosen- und Stiftungswesen der Zeit h\u00e4tte diese Aufgabe nur unzureichend erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Solche Stiftungen betrafen Messstipendien, mit deren Feier mehrfacher geistlicher und endzeitlicher Gewinn zu erreichen war, f\u00fcr den zelebrierenden Priester, f\u00fcr die anwesenden Zeugen der Liturgie, f\u00fcr den Stifter und f\u00fcr den- oder diejenigen, deren Seelenheil die Stiftung zugutekommen sollte. Gestiftet wurden aber auch Pfr\u00fcnden, um Geistliche zu entlohnen. Im Dom von Konstanz, einem Bischofssitz, bestanden 54 Altarstiftungen, im Ulmer M\u00fcnster, einer Pfarrkirche, etwa gleichviel, an der Elisabethkirche in Breslau gab es gegen 1500 122 Messpfr\u00fcnden an insgesamt 47 Alt\u00e4ren. Gestiftet wurden Ausstattungsgegenst\u00e4nde aller Art, vom Reliquienbeh\u00e4ltnis oder Altarger\u00e4t bis zum Kerzenwachs, von der liturgischen Gewandung bis zum Altarretabel oder Reliquienschrein.<\/p>\n<p>Alle diese Werke sind Zeugnisse f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis ihrer Auftraggeber, die um ihr k\u00fcnftiges Heil sorgten, wenngleich neben religi\u00f6sen gewiss auch andere Beweggr\u00fcnde eine Rolle gespielt haben m\u00f6gen. Gerade im Zeitalter des Fr\u00fchkapitalismus, einer Zeit neuen Reichtums und sozialen Aufstiegs, d\u00fcrfte auch das Repr\u00e4sentationsbed\u00fcrfnis konkurrierender st\u00e4dtischer Familien, nicht zuletzt auch im Vergleich mit der Stiftungspraxis adeliger Familien, den Stifterwillen bef\u00f6rdert haben. Beide Motivationen sind aufs Engste miteinander vermischt und im Verst\u00e4ndnis der Zeit als einander erg\u00e4nzende Motive zu sehen, gleichsam zwei Seiten einer Medaille. (BILD) Der Hochaltar der Pfarrkirche St. Georg in der Reichsstadt N\u00f6rdlingen zeigt die selbstverst\u00e4ndliche Pr\u00e4senz der st\u00e4dtischen Gesellschaft, bei der durchaus unterschieden wurde, wer an der Messe im Gest\u00fchl teilnimmt und wer seinen Platz an einer weniger bedeutenden Stelle fand.<\/p>\n<p>Nirgends tritt die Person deutlicher in den Blick als an den Stellen, an denen der Stifter und seine Familie und\/oder seine Ahnen durch ihr Wappen oder durch fig\u00fcrliche Bildnisse, je sp\u00e4ter desto deutlicher portr\u00e4thaft, den Tatbestand der Stiftung dokumentieren, im Sinne der Erinnerung, oft auch wie ein rechtsverbindlicher Besitzvermerk, denn in den von Familien gestifteten Erbbegr\u00e4bnissen, Kapellen einer Kirche, blieb die Ausstattung in der Regel Eigentum der Stifter. Auf einem Bild aus der Zeit um 1500 (heute in dem durch ein S\u00e4ureattentat besch\u00e4digten und restaurierten Zustand), einem Epitaph, das der reiche N\u00fcrnberger Goldschmied Glimm nach dem Tod seiner ersten Ehefrau bei Albrecht D\u00fcrer in Auftrag gab und das urspr\u00fcnglich seinen Platz in der N\u00e4he des Grabs in der N\u00fcrnberger Dominikanerkirche hatte, sieht man den Stifter, die verstorbene Ehefrau und die drei Kinder, beide Eheleute stammten aus wappenf\u00fchrenden Familien. Hier sind der Stifter und seine Angeh\u00f6rigen durch ihren wesentlich kleineren Ma\u00dfstab nicht Teil des Geschehens, der Niederlegung des vom Kreuz abgenommenen Christus. Andere Beispiele zeigen auf den Fl\u00fcgeln eines Altarretabels das kniende Stifterpaar zu Seiten des Altars. Sie setzen ihre Anbetung damit im Bild \u00fcber ihre Lebensdauer hinaus kontinuierlich fort. Begleitet werden sie in aller Regel von Heiligen, oft den Namenspatronen der Stifter. Die Heiligen nehmen ihre Rolle als Vermittler zwischen den Gl\u00e4ubigen und der Majest\u00e4t Gottes wahr. Es galt die \u00dcberzeugung, durch die Heiligen F\u00fcrbitte und Beistand bei Gott zu erlangen, man verstand sie als Sachwalter an h\u00f6herem Ort, die deswegen angerufen und verehrt wurden. In erster Linie galt dies f\u00fcr Maria. Ihre besondere Rolle in der Heilsgeschichte und ihre m\u00fctterliche N\u00e4he zu Christus lie\u00dfen es besonders wirkungsvoll erscheinen, sie um F\u00fcrbitte anzurufen. Ihr Schutz musste Gefahren wehren k\u00f6nnen, ihr Eintreten beim Endgericht lie\u00df auf Begnadigung oder mindestens ein g\u00fcnstigeres Urteil hoffen. In Bildern wie der Schutzmantelmadonna wurde dies immer wieder veranschaulicht.<\/p>\n<p>Man hoffte jedoch auch auf die aktive F\u00fcrsprache der Heiligen. Als Bildthema auf Retabeln oder Votiven oder Epitaphien begegnen h\u00e4ufig Szenen aus ihrem Leben, die sie als besondere Exempel beispielhaften christlichen Lebens \u2013 bis zum Martyrium \u2013 ausweisen. Bemerkenswert ist die starke Verehrung, die im Sp\u00e4tmittelalter gerade solche Heilige erfuhren, deren Vita auch als moralisches Exempel gelten konnte, wie Alexius, der als reicher Kaufmann eine Pilgerschaft antrat, zur\u00fcckkehrte und in seinem eigenen Haus unerkannt bis zu seinem Tod in untergeordneter Stellung lebte, oder Maria Magdalena, die als bekehrte S\u00fcnderin galt, weil man im Mittelalter mehrere im Neuen Testament erw\u00e4hnte Frauen zu einer Biographie verschmolz, Maria Magdalena die Jesus von b\u00f6sen Geistern befreit hatte, die im Lukasevangelium (Lk 7,36-50) genannte S\u00fcnderin, die Jesus im Hause des Pharis\u00e4ers Simon die F\u00fc\u00dfe gesalbt hatte, und Maria, die Schwester des Lazarus. Die Vorstellung des zum Heiligen bekehrten S\u00fcnders war besonders ansprechend, denn je gr\u00f6\u00dfer die vorausgegangene S\u00fcnde gewesen war, desto gewichtiger schien die Bekehrung und Begnadigung durch Gott, damit desto auch wertvoller und wirkungsvoller sch\u00e4tzte man die F\u00fcrsprache einer oder eines solchen Heiligen bei Gott ein.<\/p>\n<p>Besonderer Ausdruck der Heiligenverehrung war die intensive Verehrung der Reliquien, entweder am Grab eines Heiligen selbst oder in eigens daf\u00fcr geschaffenen Beh\u00e4ltnissen, oft gro\u00dfen und aufwendig geschm\u00fcckten Schreinen. Man stellte an besonderen Tagen Reliquien \u2013 in der Sprache der Zeit \u201eHeilt\u00fcmer\u201c \u2013 zur Schau und bot sie damit den Gl\u00e4ubigen zur Verehrung, man f\u00fchrte die Schreine und Reliquiare in Prozessionen mit und erhoffte sich durch die Verehrung beistand.<\/p>\n<p>Mit dem Besitz von Reliquien waren oftmals besondere Abl\u00e4sse verbunden. So glaubte Kardinal Albrecht von Brandenburg, der Erzbischof von Mainz und Magdeburg, sich mit den von ihm in Halle zusammengetragenen Reliquien einen Ablass von knapp 40.000 Jahren gesichert zu haben. Das seit dem 11. Jahrhundert gebr\u00e4uchliche Ablasswesen resultierte aus der theologischen Vorstellung der Schl\u00fcsselgewalt der Kirche, die diese in den Stand setze, von der S\u00fcndenschuld und von den S\u00fcndenstrafen loszusprechen, beides zu tilgen. Der vollkommene Ablass hob alle zeitlichen S\u00fcndenstrafen auf. Abl\u00e4sse, die zu erlangen man Gebete und gute Werke verrichten musste, verpflichteten zu entsprechenden Almosen. Die daraus erwachsenen, durch reisende Ablassprediger unterst\u00fctzten Missbr\u00e4uche sind bekannt. Sie geh\u00f6ren zu den gro\u00dfen Kritikpunkten der kirchlichen Praxis seitens der Reformatoren, eine Kritik, die schlie\u00dflich das ganze kirchliche Leben und ihre Tr\u00e4ger einschloss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hermann Heimpel schrieb einmal, Deutschland sei im Sp\u00e4tmittelalter \u201eein besonders mittelalterliches Land\u201c gewesen. Es scheint, dass gerade Intensivierung der Fr\u00f6mmigkeit in den Jahrzehnten vor der Reformation eine der Voraussetzungen f\u00fcr ihr Zustandekommen war. Die \u00fcberkommenen Vorstellungen \u00fcber das Wesen des Menschen wurden erst im Lauf des 15. Jahrhunderts allm\u00e4hlich aufgebrochen und ver\u00e4ndert durch die Humanisten und deren neue Auffassung von Individuum und Individualit\u00e4t. Auf der katholisch-altgl\u00e4ubigen Seite blieben die traditionellen Koordinaten g\u00fcltig, obgleich es durchaus Akzentverschiebungen gab.<\/p>\n<p>Das Bild des Menschen in der Kunst der Reformationszeit bietet \u2013 auf der altgl\u00e4ubigen Seite \u2013 wie in einem Spiegel die Fortdauer der traditionellen Denkmodelle, freilich nicht ohne Brechungen. Der Mensch wird gezeigt als Gottes Gesch\u00f6pf, dem trotz aller Angewiesenheit in der Beziehung zu seinem Gott ein aktiver Part zukommt. Die andere Sichtweise der Reformatoren auf das Verh\u00e4ltnis von Gott und Mensch ver\u00e4nderte auch ihren Blick auf den Menschen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Conference in Coburg with Catholic Adult Education<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32561,"menu_order":1539,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32399","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-242","media-library-category-coburg","media-library-category-erzdioezese-bamberg","media-library-category-keb","media-library-category-luther-martin","media-library-category-reformation"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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