{"id":32427,"date":"2023-07-17T14:37:14","date_gmt":"2023-07-17T12:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=was-tun"},"modified":"2026-01-16T11:23:11","modified_gmt":"2026-01-16T10:23:11","slug":"reagieren-auf-politischen-populismus","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/","title":{"rendered":"Responding to political populism"},"content":{"rendered":"<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: \u201eWas tun?! Reagieren auf den politischen Populismus\u201c. Sie wissen sicherlich, \u201eWas tun?\u201c ist die Hauptschrift von Lenin. Wir haben dem Fragezeichen ein Ausrufezeichen hinzugef\u00fcgt und es dadurch hoffentlich entleninisiert. Man kann den Titel jetzt doppelt lesen, \u201ewas tun\u201c als Frage, was soll man denn tun, oder als Aufforderung: \u201etut was\u201c. Ich bin gespannt, wie weit wir daf\u00fcr mit der Diskussion kommen werden.<\/p>\n<p>K\u00f6nnten wir uns trotz oder wegen der beiden sehr klaren Statements auf einen Begriff von Populismus einigen, \u00fcber den wir sprechen werden? Sie, Herr Blume, haben drei Adjektive gebracht: ein reaktion\u00e4rer Populismus, ein restaurativer, ein sich verselbstst\u00e4ndigender.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Ich w\u00fcrde die Adjektive vollst\u00e4ndig akzeptieren. Kurz zusammengefasst: Der Populismus, \u00fcber den wir hier reden m\u00fcssen, tut so, als g\u00e4be es einfache L\u00f6sungen f\u00fcr komplizierte Probleme, verweist daf\u00fcr auf sozusagen unvordenkliche Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die man einfach aus der Vergangenheit heute einpflanzen kann, und h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr alternativlos. Der w\u00e4re dann nicht nur reaktion\u00e4r, sondern auch autorit\u00e4r. Und das ist alles genau das Gegenteil einer demokratischen Kultur. Die bedeutet nicht, dass ich durchsetze, was ich richtig finde, sondern dass ich das im Lichte einer anderen M\u00f6glichkeit kommunikativ tun kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Die Auseinandersetzung mit jeder Art des Populismus ist schwierig, weil es auch im Schlechten etwas Gutes gibt. Denn die radikale Vereinfachung hat dazu gef\u00fchrt, dass bestimmte Dinge, die vorher nicht zur Debatte standen, neu gesehen werden: Menschen zum Beispiel, die abgeh\u00e4ngt waren, die sich vielleicht auch politisch nicht repr\u00e4sentiert gef\u00fchlt haben. Konkretes Beispiel: Globalisierung. Es war m\u00f6glicherweise in den Vereinigten Staaten von Amerika mit wahlentscheidend, dass es ein zuvor nicht ausgesprochenes und auch nicht aufgel\u00f6stes Gerechtigkeitsgef\u00e4lle gab: zwischen der Sonnenseite des Landes, Kalifornien, und dem \u201eRust Belt\u201c, wo fr\u00fcher echt gearbeitet wurde. Ich habe da auch f\u00fcr mich dazugelernt, dass es nicht ausreicht, wenn am Ende die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz stimmt; sondern wir m\u00fcssen sicherstellen, dass wirklich jeder zum Globalisierungsgewinner werden kann. Das ist deutlich anspruchsvoller und bisher wenig diskutiert, so etwas wie der \u201eblinde Fleck der Globalisierung\u201c. Es gibt bestimmt einen \u00e4hnlichen \u201eblinden Fleck\u201c bei der Digitalisierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Vizepr\u00e4sident Joe Biden hat nach der Trump-Wahl von der \u201eRache der Mittelschicht\u201c gesprochen. Nicht nur die Arbeitslosen, sondern ein Gro\u00dfteil der Mittelschicht scheint in Amerika auf die andere Seite gegangen zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Aus empirischen Daten wissen wir ziemlich genau, dass die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr den Populismus, auf dessen Definition wir uns gerade geeinigt haben, keineswegs eindeutig korreliert mit soziodemografischen und mit sozio\u00f6konomischen Lagen. Es gibt kein einfaches Distributionsproblem. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, seit es die modernen industriegesellschaftlichen Nationalstaaten gibt, war das doch der Punkt, an dem sich politische Konzepte scharfgestellt haben: etwas mehr, etwas weniger Deregulierung, etwas mehr oder weniger Redistribution. Das waren so die Themen. Und wir sind daran gew\u00f6hnt, alles daran festzumachen.<\/p>\n<p>Jetzt erleben wir tats\u00e4chlich, dass es durch alle Schichten hindurch Gruppen gibt, die sich selbst als Globalisierungs- und Modernisierungsgewinner f\u00fchlen, mit Abweichungen umgehen k\u00f6nnen, sich auf die digitale Wende freuen, und andererseits Leute, die zum Teil eingebildete, zum Teil sehr reale \u00c4ngste haben. Diese Unterscheidung ist inzwischen die Konfliktlinie, mit der wir zu tun haben. Wenn Politik, Sozialwissenschaften, Medien immer nur die alten Geschichten anbieten und diesen Konflikt nicht ernstnehmen, dann gibt es ein gro\u00dfes Problem. Das erleben die Mittelschichten viel st\u00e4rker als die anderen, weil bis vor kurzem zu ihnen geh\u00f6rte, so etwas wie eine \u201enarrative authority\u201c gehabt zu haben, dar\u00fcber semantisch zu bestimmen, was ein \u201enormales Leben\u201c in der Gesellschaft ausmacht. Diese Autorit\u00e4t haben sie verloren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Kann man noch etwas spezifizieren? Was ist Angst, was ist Einbildung, was ist Projektion und was Wirklichkeit?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Wenn man das so genau sagen k\u00f6nnte, w\u00e4re das toll. Einige Stichworte haben wir schon geh\u00f6rt. Globalisierung geh\u00f6rt ohne Zweifel dazu. Noch viel lebensn\u00e4her ist die digitale Revolution, die uns bevorsteht. Wird tats\u00e4chlich in der n\u00e4chsten Generation das Einkommen eindeutig an Arbeit gekoppelt sein? Daf\u00fcr gibt es noch keine Antworten. Wir sind in Deutschland geradezu auf einer Insel der Seligen im Hinblick sowohl auf unsere technologische Entwicklung als auch unsere Bildungsm\u00f6glichkeiten und \u00f6konomischen Potenzen. Trotzdem erscheint das alles als unbekannte Zukunft.<\/p>\n<p>Was macht ein normales Leben aus? Es sind nicht die gro\u00dfen S\u00e4tze. Das ist das einzige, was ich gegen den Begriff der Leitkultur habe, gar nicht die Inhalte. Was macht ihr Leben aus? Alltagspraxis, die funktioniert. In Routinen zu geraten, so etwas wie Sicherheit zu erleben, so etwas wie Erwartungssicherheit f\u00fcr die n\u00e4chste Generation sich wenigstens vorstellen zu k\u00f6nnen. Sozialen Aufstieg f\u00fcr manche Tr\u00e4gergruppen f\u00fcr denkbar zu halten. Das sind relativ kleine Dinge, gar nicht das Gro\u00dfnarrativ. In der Soziologie sprechen wir von Lebenslagen. Niemand hat auf uns gewartet; wir m\u00fcssen unser Leben selber f\u00fchren. Es ist unglaublich schwierig, Orte daf\u00fcr zu finden. Wenn wir den Leuten nicht helfen, dass diese Orte irgendeine Plausibilit\u00e4t haben, entstehen diese Unsicherheiten.<\/p>\n<p>In meinem Milieu hat man unglaublich dar\u00fcber gespottet, dass das neue Grundsatzpapier der CSU \u201eOrdnung\u201c hei\u00dft. Aber das ist eigentlich eine gute Idee. Ordnung hei\u00dft eigentlich nichts anderes als eine Art von Selektivit\u00e4t dessen, was an Information an mich herankommt und was nicht. Genau das fehlt tats\u00e4chlich vielen Menschen in einer komplexen Gesellschaft. Ich empfehle \u00fcbrigens, sich Migranten anzusehen, wie schwer es denen bisweilen f\u00e4llt, in eine komplexe Gesellschaft hineinzukommen. Ganz \u00e4hnlich ist es auch f\u00fcr die Autochthonen, die ein Leben f\u00fchren und Orte finden m\u00fcssen, was nicht von selber funktioniert, sondern wozu man Kompetenzen braucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Mit Autochthonen meinten Sie unser Publikum?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi:<\/strong> Ja, auch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Die Verlierer sind weit verteilt \u2013 und an die Verlierer angrenzend auch die Verunsicherten. Die Verlierer sagen: W\u00e4re das sch\u00f6n, wenn es uns mal wieder so gut ginge wie fr\u00fcher. Das sind diejenigen, die vielleicht heute schon harte Arbeitsplatzkonkurrenz in alten Industriearbeitsbez\u00fcgen erleben, gerade in den Vereinigten Staaten. Bei uns k\u00f6nnen wir einen radikalen Perspektivenwechsel der Verunsicherten beobachten. Sie h\u00f6ren heute kaum noch junge Eltern sagen: Ich m\u00f6chte, dass es meinen Kindern mal besser geht als mir. Das ist ja auch schwer m\u00f6glich. Sie sagen eher: Ich w\u00e4re schon sehr zufrieden, wenn es meinen Kindern mal so gut geht wie mir. Diese alte Aufstiegserz\u00e4hlung war doch immer dominierend \u2013 bei uns in der alten Bundesrepublik wie in den Vereinigten Staaten. Sie ist ein St\u00fcck weit gebrochen.<\/p>\n<p>Zum Thema der Ordnung. Meine These ist, dass wir heute ein Problem haben mit der Explosion an Freiheit in allen Bereichen. Unsere Gesellschaft ist so offen wie noch nie: keine Grenzen mehr, weltweite Mobilit\u00e4t. \u00c4hnlich in der Wirtschaft: unglaubliche neue M\u00f6glichkeiten durch die Digitalisierung. Dieser Zugewinn an Freiheit macht in gewisser Weise Angst. Erstens muss ich mich selbst zwingen, mich damit auseinanderzusetzen, ja ich muss bef\u00e4higt werden, um \u00fcberhaupt davon profitieren zu k\u00f6nnen. Und zweitens m\u00f6chte ich ja dann doch etwas haben, an dem ich mich festhalten kann.<\/p>\n<p>Eine Gesellschaft, die so viel Freiheit hat, muss sich auch ihrer Grenzen und Regeln versichern. Und wenn wir \u00fcber Regeln reden, dann reden wir nat\u00fcrlich \u00fcber Ordnung. Es ist ein Wesensmerkmal unserer offenen Gesellschaft, dass sie auch von Regeln lebt, nat\u00fcrlich von einer Verfassung, aber auch von den ungeschriebenen Regeln des Zusammenlebens, n\u00e4mlich der Leitkultur. Ihnen mag der Begriff auch in zehn Jahren noch nicht gefallen. Aber im Namen der Freiheit und der offenen Gesellschaft und eingedenk der Aufgabe, dass wir den Menschen die Angst vor diesen Ver\u00e4nderungen nehmen m\u00fcssen, brauchen wir Regeln des Zusammenlebens und der guten Zukunftsgestaltung. Wenn wir das nicht tun, votieren die Menschen im Zweifelsfall eben nicht f\u00fcr Zukunftsoffenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Jenseits der Trends zu Globalisierung oder Digitalisierung, die wir nicht verhindern k\u00f6nnen \u2013 wo w\u00e4ren die konkreten Punkte, wie sagen die Politiker immer so sch\u00f6n, die Stellschrauben, an denen gedreht werden m\u00fcsste, dass die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Angst, sei sie berechtigt oder nicht, weniger werden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Erstens, selbst bei uns hier, wo es uns in Deutschland und noch mehr in Bayern so gut wie noch nie geht, gibt es Fairness-Themen. Das sage ich auch als Vertreter einer Partei, die nicht sozialdemokratisch hei\u00dft. Statt Gerechtigkeit ist f\u00fcr mich der Fairness-Begriff etwas handhabbarer. Jemand, der in M\u00fcnchen ein Leben lang gearbeitet hat, f\u00fcr den wird es im Alter schwierig mit Wohnung, Lebenshaltungskosten und dergleichen. Selbst ein Mittelst\u00e4ndler, der auf den Weltm\u00e4rkten zu Hause ist, sagt Ihnen, es geht heute nicht mehr \u00fcberall fair zu. Das hat auch wieder mit Ordnung zu tun.<\/p>\n<p>Um eine Ordnung muss man sich immer wieder bem\u00fchen und sie aktualisieren. Es reicht nicht, zu behaupten, prima, wir haben die soziale Marktwirtschaft. Die l\u00e4uft irgendwann leer, wenn wir nicht sicherstellen, dass ihre Grundprinzipien ins Heute und Morgen \u00fcbersetzt werden und in einer Zeit wirken k\u00f6nnen, in der globale Internet-Giganten unterwegs sind, sich die Grenzen zwischen abh\u00e4ngiger und selbstst\u00e4ndiger Arbeit aufl\u00f6sen und jene zwischen Arbeit und Freizeit verschieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Was ist dann die Botschaft f\u00fcr den, der sich in M\u00fcnchen die Wohnung nicht mehr leisten kann, oder den Mittelst\u00e4ndler mit den erw\u00e4hnten Schwierigkeiten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Dass wir das in den Blick nehmen, Stichwort M\u00fctterrente. Wir haben da als CSU viel Widerspruch erfahren. Aber wenn ich vielleicht gerade in einer Stadt wie M\u00fcnchen die Altersarmut sehe, muss ich auf der einen Seite \u00fcber Wohnraum reden, aber auf der anderen Seite dar\u00fcber, wie ich bestehende Gerechtigkeitsl\u00fccken schlie\u00dfen kann. Dann gehen wir eben auch in den Streit und die Auseinandersetzung und sagen: Der dritte Punkt bei der M\u00fctterrente muss her. Wir wissen, es kostet viel, jawoll, wenn wir Gerechtigkeit herstellen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Professor Nassehi, Sie hatten vorhin als Grund f\u00fcr das Anwachsen des Populismus auch den Eindruck alternativloser Politik genannt. Da denkt man nat\u00fcrlich als erstes an die EU und den Euro. Wo sehen Sie Chancen und Notwendigkeiten, in diesem Bereich alternative Konzepte deutlich zu machen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Ich muss leider abstrakt antworten. Warum ist Europa ein solches Ziel von Ablehnung und Hass? Das ist weder historisch noch objektiv zu erkl\u00e4ren; denn wir profitieren ja alle von Europa. Meine These als Soziologe ist, dass man am europ\u00e4ischen politischen System viele Vorurteile best\u00e4tigt bekommt, die f\u00fcr das Nationale nicht gelten, und zwar, dass es dort eine Art intransparenter Politik gibt. Im europ\u00e4ischen Parlamentarismus finden Sie einen Mechanismus, der f\u00fcr demokratische Nationalstaaten wesentlich ist, au\u00dfer Kraft gesetzt, n\u00e4mlich dass das Parlament die Regierung kontrolliert und zur Not wom\u00f6glich sogar abl\u00f6sen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Das gibt es bei uns auch kaum noch, dass das Parlament die Regierung kontrolliert\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Doch, das gibt es schon. Es passiert vielleicht bei uns in Deutschland nicht oft, dass Regierungen abgew\u00e4hlt werden, aber es passiert als institutionalisierte Opposition, die sichtbar ist und der Anlass f\u00fcr \u00f6ffentliche Diskussionen, zum Teil \u00fcber genau die Fragen, von denen Sie gerade gesprochen haben. Man muss sagen, das funktioniert doch vergleichsweise gut.<\/p>\n<p>In Europa gibt es das alles auch, es wird aber nicht sichtbar, weil oppositionelles Reden im Europaparlament keine Folgen hat; denn am Ende bekommt die europ\u00e4ische Regierung, was immer das hei\u00dft, ihre Legitimation von woanders her, von den nationalen Regierungen n\u00e4mlich, letztlich mit wenig Beteiligung des Parlament. Und das merken die Leute. Was produziert Loyalit\u00e4ten zum politischen System, nicht zu einer bestimmten Partei oder zu einem bestimmten Programm, sondern zum Politischen selbst? Das m\u00fcsste genau das sein, dass dieser Mechanismus Konsequenzen hat.<\/p>\n<p>Herr Blume, Sie haben gerade sehr sch\u00f6n gezeigt und gesagt, wo tats\u00e4chlich bei Gerechtigkeit oder Fairness Probleme auftauchen. Fairness w\u00e4re interessanterweise ein liberaler Begriff; ganz spannend. Wahrscheinlich gibt es wenig politische Kr\u00e4fte innerhalb des Spektrums mit comment, das diesen S\u00e4tzen widersprechen w\u00fcrde. Interessant bleibt: Worin kann man sich unterscheiden? Der Soziologe w\u00fcrde sagen, wir haben ein riesengro\u00dfes Problem mit der Komplexit\u00e4t unterschiedlicher Handlungsformen in der Gesellschaft. \u00d6konomisches, politisches, wissenschaftliches Handeln sind ganz unterschiedlichen Erfolgsbedingungen ausgesetzt, und deshalb ist es so unglaublich schwer, selbst f\u00fcr Experten, zu verstehen, wie die Dynamik dieser Gesellschaft eigentlich funktioniert. Wie soll man es dann anderen erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p>Wenn man mal versucht, jenseits politischer Programme zu beschreiben, was das Bezugsproblem des Konservativen ist, dann w\u00e4re das, nicht von der St\u00e4rke, sondern von der Schw\u00e4che der Menschen auszugehen, von den Bindungsnotwendigkeiten der Menschen, und dann zu zeigen, unter welchen Bedingungen \u00c4ngste entstehen. Ein eher linkes Denken w\u00fcrde wahrscheinlich betonen, wie k\u00f6nnen wir Autonomie so stark st\u00e4rken, dass man in diesen Strukturen klarkommt. Es sind beides legitime Formen, mit diesem Syndrom umzugehen.<\/p>\n<p>Das deutsche politische System hat sich immer dadurch ausgezeichnet, selbst wenn es riesengro\u00dfe Konflikte gab, dass es einen Konsens \u00fcber diesen Konflikt gab, und dass man sich dar\u00fcber auseinandersetzen konnte. Viel von dem, was wir an nicht angemessenem Populismus zur Zeit sehen, stammt von jenen, die diese Form institutionalisierter Differenz der verschiedenen Positionen nicht mehr sehen und deshalb nicht mehr Opposition innerhalb des politischen Systems sondern dagegen machen, und inzwischen nicht nur gegen die Politik, sondern auch gegen die Kirchen, die Presse, gegen die Wissenschaft, gegen Kulturinstitutionen und dergleichen. Insofern ist es besonders wichtig, dass man einen politischen und wissenschaftlichen Diskurs f\u00fchren kann, bei dem man zeigt, dass es in komplexen Welten stets mehrere Reaktionsm\u00f6glichkeiten und legitime Konzepte gibt und geben kann.<\/p>\n<p>Dies ist keine Selbstimmunisierungsstrategie, sondern diese Gesellschaft l\u00e4sst sich tats\u00e4chlich nicht mehr mit den alten Chiffren, die vielleicht einmal positiver Populismus waren, auf den Begriff bringen. Wenn ich an mich selber denke, mein politisches Koordinatensystem vor vielleicht vor 20 Jahren ist weg, v\u00f6llig durcheinandergeworfen, weil die Narrative von fr\u00fcher nicht mehr zu den \u201econstraints\u201c der Gesellschaft passen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Zu diesem Punkt Nachfrage an Sie beide, doch auf eine konkrete Situation dann bezogen. Wenn es die Herausforderung gibt, dass Komplexit\u00e4ten nicht mehr so beschrieben werden k\u00f6nnen wie fr\u00fcher, dass es also unterschiedliche m\u00f6gliche L\u00f6sungswege gibt, k\u00f6nnte dann auch die Situation, dass wir seit Langem und vielleicht auch in Zukunft eine gro\u00dfe Koalition in Deutschland haben, auch ein Grund sein f\u00fcr das Anwachsen von radikalen Positionen links oder rechts?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Vielleicht ist es andersrum! Vielleicht haben wir die Gro\u00dfe Koalition, weil man wom\u00f6glich gar nicht mehr aus guten Gr\u00fcnden die Unterschiede so stark machen kann. Zum Beispiel ist die Union urbaner geworden, weiblicher, zum Teil sogar feministisch in manchen Zusammenh\u00e4ngen. Das erschreckt Sie vielleicht, aber \u00fcberlegen Sie mal, welche S\u00e4tze f\u00fcr Sie heute selbstverst\u00e4ndlich sind, die vor zehn, f\u00fcnfzehn Jahren \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren. Da hat offenbar die Gesellschaft selbst in ihrer Komplexit\u00e4t dazu gef\u00fchrt, dass nicht das Bezugsproblem des Konservativen verloren gegangen ist, sondern die Tr\u00e4gergruppen andere geworden sind.<\/p>\n<p>Oder schauen Sie sich die Entwicklung der Gr\u00fcnen an: Die Gr\u00fcnen sind f\u00fcr mich die konservativste Partei, weil sie vor allem Leute anspricht, die etwas zu verlieren haben und die gewisserma\u00dfen strukturkonservativ in dem Sinne sind, dass sie sehr stark \u00fcber Werte nachdenken. Man kann die Werte teilen oder nicht; das ist eine andere Frage. Aber hier findet sich eigentlich eine sehr konservative Form. Viel gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten, Stichwort Gro\u00dfe Koalition, haben heute Sozialdemokraten, deren Problem ja eigentlich gel\u00f6st ist, n\u00e4mlich die Vers\u00f6hnung von Arbeiterschaft und b\u00fcrgerlicher Gesellschaft. Das muss man heute nicht mehr vorantreiben; das ist geschehen. Trotzdem k\u00f6nnen wir eine Sozialdemokratisierung der gesamten Politik beobachten. Sie sehen, es ist verr\u00fcckt und selbst innerhalb dieses einen Systems sehr komplex.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Professor Nassehi war vor ein paar Jahren bei uns in der Fraktion in Wildbad Kreuth. Damals hatten Sie gesagt, mit konservativ \u2013 ich mache es jetzt sehr simpel \u2013 lockst du niemanden mehr hinter dem Ofen vor, schon mit dem Wort nicht. Was die letzten zwei Jahre passiert ist, f\u00fchrt dazu, dass alleine das Wort wieder viele befl\u00fcgelt, weil es dabei um Dinge geht, die f\u00fcr mich existenziell sind. Es sind Wertefragen, die Fragen nach Recht, Sicherheit, Ordnung \u2013 alles Konzepte, die mit konservativen Kernelementen verbunden werden. Insoweit haben Sie Recht. Ich w\u00fcrde unterst\u00fctzen, dass wir eine Renaissance des Konservativen erleben, nicht in der Weise, wie dieses vielleicht fr\u00fcher gelebt wurde, aber \u00fcbersetzt ins Heute.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen in unserem Land auch wieder aushalten, dass leidenschaftlicher Politik gemacht wird. Und zur Leidenschaftlichkeit in der Politik geh\u00f6rt eine Unterschiedlichkeit in Positionen und auch an manchen Stellen etwas Lautst\u00e4rke. Jetzt einmal ehrlich: In den letzten 15 Jahren hatten wir doch keine wirklich gro\u00dfen Probleme in diesem Land. Wir haben versucht, Fragen wie die Energiewende gro\u00df zu diskutieren \u2013 aber das gelingt halt nicht wirklich. Jetzt liegen wirklich gro\u00dfe Fragen auf dem Tisch, und nat\u00fcrlich bringt 2017 in vielen dieser Fragen eine Richtungsentscheidung. Deswegen ist es zul\u00e4ssig, manche Dinge wieder profilierter und vielleicht auch polarisierter anzusprechen.<\/p>\n<p>Ein zweites: Sie m\u00fcssen nat\u00fcrlich mit ihren Botschaften ankommen, auf der Stra\u00dfe geh\u00f6rt werden, von einfachen Leuten, die sich eben nicht nur bei Akademiegespr\u00e4chen aufhalten. Das war vielleicht die letzten Jahre einfacher. Wir m\u00fcssen uns in diesem Umfeld wieder aktiv bem\u00fchen, weil sonst nur die Vereinfacher ihre Sicht verbreiten. Wir haben leider in den letzten zwei Jahren h\u00e4ufig Situationen erlebt, in denen jemand, der ein kleines Fragezeichen im Kopf hatte beim Thema Zuwanderung, gleich das Gef\u00fchl bekam, er steht jetzt nicht innerhalb der Bandbreite des zul\u00e4ssigen Diskurses. Das ist doch unser Auftrag und in dem Sinne auch konservativ im besten Sinne des Wortes: wissen, was der eigene Standpunkt ist, auch f\u00fcr den eigenen Standpunkt streiten, aber stets diskussions- und zukunftsoffen sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller<\/strong>: Was Sie eben gesagt haben, dem w\u00fcrde wohl auch Boris Palmer, der Gr\u00fcnen-OB von T\u00fcbingen, zustimmen. Deshalb zum Problem, dass Positionen stigmatisiert werden mit dem Begriff Populismus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Armin Nassehi<\/strong>: Seit einigen Wochen wird diskutiert, dass die Linksliberalen inzwischen im B\u00fc\u00dferhemd durch die Gegend laufen und sagen, wir sind schuld am Rechtspopulismus, weil wir die Sorgen der Menschen nicht ernst genommen haben. Das ist eine sehr selbst\u00fcberhebende Redeweise. Und ziemlich hochn\u00e4sig. Ich glaube eher, dass auch das \u201ejuste milieu\u201c seine eigenen Begrenzungen hat. Nehmen wir das Thema Migration. Meine These dazu ist eine doppelte. Einerseits sind wir ein erfolgreiches Einwanderungsland, erstaunlicherweise, erstaunlicherweise deshalb \u2013 das ist der zweite Punkt \u2013, obwohl wir nie ein Einwanderungsland sein wollten. \u00dcber alle politischen Lager hinweg hat man sich geweigert, \u00fcber Migration als politisches Thema wirklich nachzudenken, und was das \u201ejuste milieu\u201c tats\u00e4chlich nicht geschafft hat, ist, anzuerkennen, dass es auch negative Migrationsfolgen gab und gibt. Das konnte man nicht diskutieren, zum Teil bis in die Forschung hinein nicht. Inzwischen entdecken wir, dass es in allen deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten Migranten-Communities in der dritten Generation gibt. Im internationalen Vergleich w\u00fcrde man die Leute gar nicht mehr Migranten nennen. Die haben eine Art von Islam entdeckt, den sie von zu Hause gar nicht kennen. In der dritten Generation merken sie, dass es wahrscheinlich kaum einen Weg in die Gesellschaft gibt au\u00dfer \u00fcber diese stark familienintegrierten Formen. Das ist ein sehr kleiner Teil der Migrationsrealit\u00e4t in Deutschland. Weil wir die nicht gesehen haben und nicht sehen wollten, und auch niemand da war, der daf\u00fcr die Chiffren hatten \u2013 auch an die eigene Nase gepackt \u2013, fehlt uns ein Narrativ dar\u00fcber, wie positiv die Migrationsgeschichten in der Bundesrepublik tats\u00e4chlich gelaufen sind.<\/p>\n<p>Es ist sehr schwer, den Migrationsstatus loszuwerden, auch in der zweiten oder dritten Generation. Man verliert diesen Status nicht, aber die Menschen leben hier vergleichsweise gut, und das Religionsthema ist erst seit Kurzem ein zentrales Thema, weil es nat\u00fcrlich weltpolitische Bedeutung hat. Was ich vorhin abstrakt gesagt habe, dass bei manchen Themen offenbar das Gef\u00fchl entsteht, dass es kaum m\u00f6glich ist, legitime Alternativen zu formulieren, kann man gerade am Migrationsthema besonders deutlich sehen.<\/p>\n<p>Es ist hochgradig interessant, dass der inklusive Druck in den kleinen St\u00e4dten und Gemeinden, nicht in den Gro\u00dfst\u00e4dten, zeigen kann, was Integration eigentlich hei\u00dft, \u00fcber praktische T\u00e4tigkeiten die Regelhaftigkeit eines Alltags zu lernen, mit zum Teil unglaublichem Engagement von Menschen, die milieum\u00e4\u00dfig weit weg davon sind, irgendwie Migrationsaktivisten zu sein. Ich halte es \u00fcbrigens demokratisch f\u00fcr absolut legitim, auch ein Migrationsskeptiker zu sein. Aber wenn die einzige Alternative ist, und das wird uns sozusagen von Rechtsau\u00dfen zur Zeit diktiert, dass es nur die Frage gibt, ja oder nein zu Migration zu sagen, dann wird es auch in der Mitte nicht gelingen, Alternativen zu diskutieren.<\/p>\n<p>Das Migrationsthema ist f\u00fcr mich nur eines unter vielen anderen. Dazu geh\u00f6ren auch Milieufragen der akademischen Milieus, die zum Teil ganz eigene Probleme l\u00f6sen m\u00fcssen. Ich bin weit davon weg, das akademische Milieu zu kritisieren; ich lebe davon. Aber spannend ist doch, dass auch diejenigen, die in diesen akademischen Milieus leben, eben auch in einem eigenen Milieu leben, und das hei\u00dft immer: einen relativ begrenzten Blick auf das Ganze zu haben. Wir tun immer so, als w\u00e4ren wir die, die den Blick auf das Ganze haben und die anderen halt ein bisschen beschr\u00e4nkter. So einfach ist die Welt nicht aufgebaut. Die Ehrlichkeit erfordert es, dass man sowohl wissenschaftliche als auch mediale als auch politische Chiffren findet, die das reflektieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Blume<\/strong>: Chiffren finden \u2013 ich \u00fcbersetze es einmal, das hei\u00dft auch, die Institutionen in Verantwortung nehmen, die Menschen nicht durch Wort und Tat in ihrer Ohnmacht noch zu best\u00e4rken, und zwar mit dem Vorwurf, dass sie das Falsche denken. Mit dem, was diese Menschen bewegt, finden sie dann politisch kein Angebot. Wir treiben sie damit in eine Ecke und machen sie ein St\u00fcck weit zu politisch Abgeh\u00e4ngten. Da sind viele Akteure gefordert, nat\u00fcrlich die Politik zuvorderst, aber eben auch die Medien, die Kirchen. Wer kein Interesse an Spaltung in diesem Land hat \u2013 und das sollte keiner haben \u2013, der muss versuchen zusammenzuf\u00fchren. Und zusammen f\u00fchre ich nicht, indem ich diese Ohnmacht noch verst\u00e4rke, sondern indem ich denen, die mit Fragezeichen unterwegs sind, das Gef\u00fchl gebe, dass es eine Berechtigung gibt, ein solches Fragezeichen zu haben, und gemeinsam eine Antwort suche.<\/p>\n<p>Das geht allerdings nur, wenn ich die Bandbreite des zul\u00e4ssigen Diskurses wieder vergr\u00f6\u00dfere. Ich habe in den letzten Jahren schon beobachtet, dass sich diese Bandbreite verkleinert hat und mitunter ein ganz schmaler Pfad wurde. Wir m\u00fcssen ein gemeinsames Interesse haben, die Meinungsvielfalt wieder zu vergr\u00f6\u00dfern. Wenn wir das nicht tun, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn es sich die Menschen in ihren Meinungsh\u00f6hlen ganz gem\u00fctlich einrichten, sie sich repolitisieren und dann noch sagen, die Welt au\u00dferhalb sei ohnehin nur eine Welt von L\u00fcge und Unterdr\u00fcckung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Professor Nassehi, Herr Blume, ich danke Ihnen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Responding to political populism<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32557,"menu_order":1607,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32427","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-n-a","focus-area-demokratie"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Reagieren auf politischen Populismus\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-01-16T10:23:11+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/\",\"name\":\"Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:37:14+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-16T10:23:11+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/reagieren-auf-politischen-populismus\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Reagieren auf politischen Populismus\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Reagieren auf politischen Populismus","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2026-01-16T10:23:11+00:00","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"21 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/","name":"Reagieren auf politischen Populismus - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:37:14+00:00","dateModified":"2026-01-16T10:23:11+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/reagieren-auf-politischen-populismus\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Reagieren auf politischen Populismus"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32427\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117845,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32427\/revisions\/117845"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}