{"id":32438,"date":"2023-07-17T14:37:22","date_gmt":"2023-07-17T12:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=wie-handelt-gott"},"modified":"2026-01-16T16:02:01","modified_gmt":"2026-01-16T15:02:01","slug":"das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/","title":{"rendered":"Das Handeln Gottes in der Bibel"},"content":{"rendered":"<p>Ohne die \u00dcberzeugung, dass Gott handelt, w\u00e4re die Bibel nicht geschrieben worden. Ohne die \u00dcberzeugung, dass die Bibel Gottes Wort ist, w\u00e4re sie nicht als Heilige Schrift \u00fcberliefert worden. Desto wichtiger ist es, genauer hinzusehen: Was wird in der Bibel als Handeln Gottes erz\u00e4hlt und besprochen? Wie wird es beschrieben, in welchen Formen und Gattungen, von welchen Standpunkten aus, in welchen Perspektiven und Brechungen? Wie verh\u00e4lt sich Gottes Handeln zum Handeln und Leiden von Menschen? Wie zum Funktionieren politischer und kultureller Systeme? Wie zu den Wirkkr\u00e4ften der Natur? Gefragt werden muss aber auch: Wie wird in der Theologie, die sich als reflektierte Gottesrede, als Wissenschaft vom Glauben versteht, die Bibel selbst gesehen? Sie ist ein dickes Buch aus vielen B\u00fcchern, \u00fcber mehr als ein Jahrtausend hin entstanden und dicht verwoben mit dem Leben und Sterben, mit den \u00c4ngsten und Hoffnungen der Menschen aus jener Zeit und aus jeder Zeit, in der sie gelesen wird. Kann sie Gott zum Autor haben?<\/p>\n<p>Nur wenn es gelingt, beide Fragenkomplexe zu beantworten, l\u00e4sst sich zeigen, dass nicht der Fundamentalismus, der die Religionskritik \u00fcberspringen und den Dialog mit anderen Wissenschaften verweigern will, die Bibel beim Wort nimmt, sondern eine aufgekl\u00e4rte Theologie, die in teilnehmender Beobachtung historisch und kritisch zu verstehen versucht, wie jene Menschen, denen die Bibel verdankt ist, auf Gottes Handeln schauen und wie deren Blicke heute gesehen werden k\u00f6nnen. Nur wenn diese Einsichten \u00fcberzeugen, l\u00e4sst sich dem Ansinnen begegnen, die Bibel ins Reich der Legende, der Sagen, Mythen und M\u00e4rchen zu verbannen, weil sie mit Gottes Handeln rechnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Grenzen und Passagen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde\u201c (Gen 1,1) \u2013 mit diesem Satz, wie er meistens \u00fcbersetzt wird, beginnt die Bibel, und mit der Aussicht auf einen neuen Himmel und eine neue Erde endet das Neue Testament (Offb 21,1), das sich auf den Propheten Jesaja bezieht (Jes 65,17; 66,22). Am Anfang setzt Gott eine Grenze, so auch am Ende. Es sind nicht die Grenzen seines Handelns; vielmehr ist es sein Handeln, das Grenzen setzt \u2013 und dadurch Passagen bildet, auf denen sie \u00fcberschritten werden k\u00f6nnen: von den Menschen, die in den Grenzen von Raum und Zeit leben, aber \u2013 so die Bibel \u2013 berufen sind, sie zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Die j\u00fcdische Exegese, in die sich die altchristliche eingeklinkt hat, entwickelt von der Tora her eine Zeitrechnung, der zufolge wir im Advent des Jahres 2016 nach Christi Geburt das Jahr 5777 nach der Erschaffung der Welt schreiben, das am 2. Oktober um 18 Uhr angebrochen ist. Diese alttestamentliche Chronologie ist nicht eindimensional; deshalb widerstreitet sie nicht der modernen Zeitrechnung , die einer eigenen Logik folgt, macht aber geltend, dass es bei der Zeitmessung mehr zu beobachten gilt als Materie und Genetik, Politik und \u00d6konomie. Die Genesis sagt, dass Gott einen Anfang aller Anf\u00e4nge gemacht hat, indem er die Welt und die Menschen in sechs Tagen erschaffen hat, um am siebten Tag Sabbat zu feiern \u2013 wobei der Zweite Petrusbrief mit einem Psalmwort daran erinnert, dass f\u00fcr Gott ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind (2 Petr 3,8 \u2013 Ps 90,4). Die Genesis blickt aber nicht nur in graue Vorzeit zur\u00fcck; sie stellt auch de \u201ecreatio continua\u201c vor Augen: das, was jeden Tag, jeden Moment erschaffen wird \u2013 das Leben der Welt. \u201eDie Himmel erz\u00e4hlen die Herrlichkeit Gottes\u201c, hei\u00dft es im Psalter, \u201evom Werk seiner H\u00e4nde k\u00fcndet das Firmament. Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund\u201c (Ps 19,2f.).<\/p>\n<p>Der Zeittakt der Apokalyptik verl\u00e4uft im Rhythmus der biblischen Chronologie. Auch wenn die Frequenz hochschnellt, wird nicht vom Anfang, sondern vom Ende her auf den Lauf der Geschichte geschaut. Im Christentum hat es zwar auch immer Gruppen gegeben, die meinten, das Ende der Welt ausrechnen zu k\u00f6nnen, meist weil sie die gro\u00dfe Ungerechtigkeit nicht mehr ertragen konnten. Aber die klugen Theologen, allen voran Augustinus, haben sich bei aller Leidenschaft der Zeitdiagnostik nicht auf Berechnungen eingelassen, wann das Ende der Welt kommt, sondern die Augen f\u00fcr die \u201eApocalypse now\u201c ge\u00f6ffnet, f\u00fcr die gegenw\u00e4rtigen Katastrophen, die f\u00fcrchterlich, aber nicht das absolute Ende der Geschichte sind, sondern einen neuen Anfang hervortreiben, immer wieder.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund w\u00e4re es eine fatale Fehldeutung, die Genesis wie die Apokalypse im Gegensatz zur Astrophysik oder zur Evolutionsbiologie zu deuten \u2013 so wie aber die Bibel auch nicht die Theorien vom Urknall und vom W\u00e4rmetod des Kosmos vorweggenommen hat. Sie sieht die Welt \u201esub specie Die\u201c. Deshalb ist sie mit dem modernen Weltbild der Physik in zwei entscheidenden Aspekten kompatibel: Sie h\u00e4lt zum einen daf\u00fcr, dass die Welt, jedenfalls diese, nicht unendlich ist, sondern einen bestimmten Anfang wie ein definitives Ende hat; und sie h\u00e4lt zum anderen daf\u00fcr, dass zwischen Anfang und Ende ein Zeitpfeil verl\u00e4uft, der nicht umkehrbar ist. Zwar gibt es den Kreislauf des Jahres, aber weder Stillstand noch Regression, wie es der Mythos sich denkt, sondern eine unumkehrbare Entwicklung, die jedem Moment eine unverwechselbare Bedeutung zuspricht.<\/p>\n<p>Die Genesis ist nicht gegen oder f\u00fcr Darwin geschrieben worden; sie ist gegen mythologische Kosmogonien geschrieben worden, die den Menschen in seiner Welt als Opfer und Gewinner t\u00f6dlicher K\u00e4mpfe zwischen den G\u00f6ttern hinstellen, und sie ist f\u00fcr ein Volk geschrieben worden, das sich mit seinem Glauben an Gott auf eine lange Wanderung durch die Geschichte geschickt sieht, um jenseits von Eden das religi\u00f6se Wissen wachzuhalten, dass kein Mensch sich anma\u00dfen darf, Gott zu sein, und dass Gott kein Teil dieser Welt ist. Die Apokalypse ist nicht gegen oder f\u00fcr Einstein geschrieben worden; sie ist gegen die politische Theologie einer Symbiose von Macht und Heil geschrieben worden, die damals das r\u00f6mische Reich inszenierte; und sie ist f\u00fcr die um ihres Glaubens willen Verfolgten geschrieben worden, denen Gott eine Zukunft bereitet, jenseits aller Zukunft und jeden Abbruchs in der Geschichte.<\/p>\n<p>Die Genesis hat eine eigene Rationalit\u00e4t, die von der Fundamentalunterscheidung zwischen Gott und Welt lebt, um dann zu zeigen, wie Zeitr\u00e4ume geschaffen worden sind, die mit Leben erf\u00fcllt werden, und wie sich eine Welt formt, in der die Menschen eine herausragende Stellung genie\u00dfen und eine gro\u00dfe Verantwortung tragen. Ebenso hat die Apokalypse ihre eigene Logik, die von der Unterscheidung zwischen Zeit und Ewigkeit lebt, um zu zeigen, dass jeder Moment von Gottes Reich umfangen wird und dass im Himmel die Klagen der Opfer Geh\u00f6r finden, aber auch der Jubel angestimmt wird, dass nicht das B\u00f6se siegt, sondern Gott, der schlechterdings Gute und Gerechte.<\/p>\n<p>Am Anfang und am Ende, an den Grenzen von Raum und Zeit, setzt die Bibel auf Gott, und zwar so, dass alle Zeit und jeder Raum von Gott erf\u00fcllt wird: \u201eIn deiner Hand steht meine Zeit\u201c, betet \u201eDavid\u201c, der sich Gott anvertraut (Ps 31,16). Der weise Esrachiter \u201eEtan\u201c (vgl. 1 K\u00f6n 5,11; 1 Chr 6,29; 15,17.19) schlie\u00dft sich an: \u201eDein ist der Himmel, dein auch die Erde; den Erdkreis und seine F\u00fclle, du hast sie erschaffen\u201c (Ps 89,12). Also setzt die Bibel an jedem Augenblick und in jedem Winkel dieser Welt auf Gott, der all seine Gesch\u00f6pfe, den gesamten Kosmos und jeden \u00c4on kennt. Er kennt keine Parias, No-go-Areas und keine Auszeiten.<\/p>\n<p>Die Grenzen sind Passagen, an denen Gott ins Leben eingreift und Menschen Gott zu erfahren glauben oder ihn verkennen, vergessen und verdr\u00e4ngen; die Passagen sind Grenzen, vor denen Menschen stehen und nach Gott Ausschau halten, wenn sie, ausgesprochen oder unausgesprochen, mit Jesus beten: \u201eDein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden\u201c (Mt 6,10), damit Gott die Grenze \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>Aus neutestamentlicher Sicht ist das entscheidende Ereignis, das sich in den Grenzen von Raum und Zeit abspielt, das Kommen des Erl\u00f6sers, die Inkarnation des Logos, der Tod des Gottessohnes und die Auferweckung des get\u00f6teten Messias, der alles auf Gott und sein Reich gesetzt hat, weil er ganz \u201ef\u00fcr\u201c die Menschen gelebt hat. Auch im Widerspruch aus dem Munde von Pharis\u00e4ern und Hohepriestern, den das Neue Testament, nicht ohne polemische Ausschl\u00e4ge, vielfach notiert, wird deutlich, dass die Gottesfrage gestellt ist. Jesus kann mit seiner Bergpredigt, seinen Gleichnissen, seinem Nachfolgeruf nur dann nicht im Unrecht sein, wenn Gott handelt, und zwar so, wie Jesus ihn verk\u00fcndet. Die Auferstehung der Toten wird von Jesus selbst als eine Hoffnung ausgewiesen, die alles auf Gott setzen muss, und zwar im R\u00fcckgriff auf die Befreiung Israels aus \u00c4gypten und die Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Mk 12,18-27 parr \u2013 Ex 3,6). Davon ist die biblische Kosmologie bestimmt: Die Welt kann nur dann kein selbstreferentielles System sein, das sich von anderen denkbaren, vielleicht aber inexistenten Systemen abschottet, wenn sie als Sch\u00f6pfung, mithin als Werk Gottes gesehen wird, der die Menschen beauftragt hat, an seiner Kreativit\u00e4t teilzuhaben (Gen 1,26f.).<\/p>\n<p>Sch\u00f6pfung wie Erl\u00f6sung verweisen, wenn die Worte nur irgendeinen Sinn machen sollen, auf ein Handeln Gottes an Menschen \u2013 das aber, der Bibel zufolge, immer ein Handeln durch sie, mit ihnen und in ihnen ist; sonst w\u00e4re Gott der gro\u00dfe Diktator. Deshalb muss \u00fcber Prophetie und Inspiration, \u00fcber Charisma und Ekstase gesprochen werden, \u00fcber Feste und Sakramente, aber auch \u00fcber Weisheit und Wissenschaft, \u00fcber Skepsis, \u00fcber Glaube, Hoffnung und Liebe. Wenn Gott die Welt erschaffen hat und erschafft, ist er kein Faktor, der neben dem oder gegen das agiert, was die Neuzeit als Naturgesetze erkannt hat; er ist dann vielmehr der Herr aller, der in seiner Sch\u00f6pfung und durch sie handelt, so wie dann die Welt immer auf ihn erwiesen bleibt, weil sie von ihm ihr Leben empf\u00e4ngt, ihren Anfang, ihr Ende, ihre Grenze und ihren \u00dcberstieg ins Weite und Offene.<\/p>\n<p>Diese Theozentrik hat eine befreiende Kraft. Wenn alle Menschen einen, ein und derselben, Herrgott \u00fcber sich haben, mit sich, um sich, vor sich, in sich, egal ob K\u00f6nig oder Marktfrau, Gelehrter oder Kind, gibt es eine prinzipielle Gleichheit aller: Alle verdanken ihm ihr Leben; alle m\u00fcssen vor seinen Richterstuhl treten; alle m\u00fcssen auf seine Barmherzigkeit und Gerechtigkeit vertrauen. Wenn diese Menschen sich, wie es die Paradiesgeschichte und die Vollendungsbilder in Szene setzen, inmitten des Alls, zusammen mit den Tieren und den Pflanzen, mit Erde und Meer, mit Sonne, Mond und Sternen gesehen werden, wird die westliche Anthropozentrik f\u00fcr ein \u00f6kologisches Denken ge\u00f6ffnet, das genau deshalb bis in die politische Rhetorik hinein nicht umhin kann, von \u201eSch\u00f6pfung\u201c zu sprechen.<\/p>\n<p>In der Geschichte der j\u00fcdischen und der christlichen Theologie zeigt sich ein gro\u00dfes Selbstbewusstsein, diesen theozentrischen Ansatz bei der Sch\u00f6pfung und der Erl\u00f6sung, bei Leben, Tod und Auferstehung im Gespr\u00e4ch mit der Philosophie und anderen Wissenschaften bew\u00e4hren zu k\u00f6nnen. Die Erwartung ist nicht, dass au\u00dferhalb der biblisch kodierten Rede von Gott das \u201eWie\u201c seines Handelns rekonstruiert werden k\u00f6nnte. Begr\u00fcndet wird aber zweierlei: erstens, dass es nicht als unsinnig erscheinen muss, vom Dass eines solchen Handelns auszugehen, und zweitens, dass dieses Handeln, wenn, dann in einer Weise zu konkretisieren ist, die sich als Hermeneutik des Glaubens versteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Worte und Zeichen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bibel zufolge handelt Gott so, dass Menschen es wahrnehmen k\u00f6nnen, wenn sie auch nie hinter das Geheimnis Gottes kommen. Er t\u00e4uscht sie nicht, auch wenn sie sich oft \u00fcber Gott t\u00e4uschen; er redet Menschen an, damit sie ihn h\u00f6ren und dann so reden, dass durch sie auch andere Menschen Gottes Wort vernehmen k\u00f6nnen; er zeigt sich ihnen, damit sie ihn erkennen und dann so auf ihn hinweisen, dass durch sie auch andere Menschen Gottes Zeichen zu erkennen lernen. Die Worte und Zeichen, die Gott nach dem Eindruck gl\u00e4ubiger Juden und Christen w\u00e4hlt und setzt, sind f\u00fcr die biblischen Schriften die wichtigsten Hinweise auf Gottes Handeln. Sie sind selbst ein Handeln und sie helfen, in den vielen Worten, die Menschen \u00fcber ihn, \u00fcber sich und die Welt machen, Gottes Wort herauszuh\u00f6ren, und in den vielen Bildern, die Menschen sich von ihm, von sich und der Welt machen, sein Bild zu entdecken. Kein H\u00f6ren und Verstehen ist vollkommen, solange die Zeit wird, aber keines ist ein Illusionstheater, so wie Paulus es im Hohelied der Liebe ausdr\u00fcckt: \u201eJetzt schauen wir in einem Spiegel nur ein dunkles Bild \u2013 dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich nur Teile \u2013 dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt bin\u201c (1 Kor 13,12).<\/p>\n<p>Gottes Wort zu h\u00f6ren und Worte zu finden, das Geh\u00f6rte weiterzusagen, Gottes Zeichen zu erkennen und Gesten zu finden, sie weiterzugeben, ist nach dem Alten wie dem Neuen Testament das Charisma der Prophetie. F\u00fcr Judentum und Christentum sind nicht nur die Schriftpropheten, sondern auch Mose und David die idealen Autoren der Tora und der Psalmen, prophetisch begabt. Im Neuen Testament ist Jesus nicht ein, sondern der Prophet; Prophetie geh\u00f6rt zum apostolischen Charisma. Zwar ist Inspiration nicht exklusiv an die biblischen Schriften gebunden, so wenig wie Prophetie. Aber die F\u00e4higkeit, die Grenzen der Geschichte und die Passagen der Gnade zu beschreiben, ist nach der j\u00fcdischen wie der christlichen Tradition eine Gabe des Geistes Gottes, dem sich auch die Heilige Schrift verdankt. So hei\u00dft es im Zweiten Petrusbrief, der eine christliche Gemeinde auf die Bibel Israels anspricht: \u201eWir besitzen dieses prophetische Wort desto fester, und ihr tut gut, darauf zu achten wie auf eine Leuchte, die am finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen\u201c (2 Petr 1,19). In der \u201eStunde der wahren Empfindung\u201c (Peter Handke) braucht niemand mehr die Bibel; aber solange es dunkel ist, leuchtet sie den Weg \u2013 weil sie prophetisch ist. Wenn Gott der Autor der Bibel genannt wird, dann deshalb, weil er Menschen inspiriert hat und weiter inspiriert, sie zu schreiben und zu \u00fcberliefern, zu lesen und zu deuten.<\/p>\n<p>Die Bibel mutet der Moderne wie jeder anderen Epoche zu, mit Inspiration zu rechnen: damit, dass es eine zutiefst menschliche Kommunikation mit Gott gibt, die von ihm ausgeht und jedes weitere Gespr\u00e4ch beeinflusst, das Menschen mit anderen und zuweilen auch mit sich selbst f\u00fchren. Seit der Goethezeit wird der Begriff der Inspiration \u2013 s\u00e4kularisiert verwendet \u2013auf K\u00fcnstler bezogen. Er steht aber f\u00fcr origin\u00e4r religi\u00f6se Erfahrungswelten, f\u00fcr Visionen und Tr\u00e4ume, f\u00fcr Eingebungen und Geistesblitze, die von denen, die sie erfahren, Gott zugeschrieben werden, der sich ihnen in ihrer Sprache, ihren Bildern, ihren Gedanken, ihren Emotionen, Sorgen und Hoffnungen mitgeteilt habe. In einem mechanistischen Weltbild ist Inspiration ausgeschlossen, k\u00fcnstlerische so sehr wie prophetische; seine \u00dcberwindung \u00f6ffnet neue Spielr\u00e4ume des Denkens. F\u00fcr den Atheismus ist alles Illusion; doch trifft ihn derselbe Projektionsverdacht, den er auch die Religion richtet. In den Religionen gilt es, Scharlatanerie von Charismatik zu unterscheiden, Zelotismus von Martyrium und Dogmatismus vom Credo.<\/p>\n<p>Deshalb ist es von gro\u00dfer Bedeutung, wie wahre und falsche Prophetie erkannt werden k\u00f6nnen. Die Tora nennt Kriterien. Zuerst: Wunder beweisen gar nichts (Dtn 13,2); denn sie k\u00f6nnen Zaubereien seien. Dann ist dreierlei entscheidend. Erstens muss durch echte Prophetie die Liebe zu Gott wachsen (Dtn 13,2-6); zweitens muss die Treue zur Tora gewahrt werden, zur Weisung Gottes f\u00fcr ein Leben in Freiheit (Dtn 18,15f.), drittens muss eine Zeitansage erfolgen, die zutrifft, ob sie sich auf die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft bezieht (Dtn 18,21f.) \u2013 was sich immer erst im R\u00fcckblick zeigt und nur in der Gemeinschaft des Volkes Gottes festgestellt werden kann, im Zweifel aber strittig bleibt.<\/p>\n<p>Im Neuen Testament werden genau diese Kriterien auf Jesus gem\u00fcnzt, sei es in der Kritik seiner Gegner, sei es im Glauben seiner J\u00fcnger. Er lehnt es ab, sich durch ein \u201eZeichen\u201c als Messias zu beweisen (Mk 8,11ff. par.); er legt das Gesetz so aus, dass es erf\u00fcllt wird (Mt 5,17-20); er sagt die N\u00e4he der Herrschaft Gottes an, die sich den meisten verbirgt, ihm aber zeigt \u2013 und allen, die wie er in die Welt und zum Himmel schauen (Mk 1,15). Jesus erz\u00e4hlt Gleichnisse, um im Alltags- und im Festtagsleben, das Menschen immer schon gef\u00fchrt haben und immer weiter f\u00fchren werden, Gott nahe ist, sei es in einer trotz aller Misslichkeiten guten Ernte (Mk 4,3-9 parr.), sei es in der Vers\u00f6hnung eines Sohnes mit seinem Vater (Lk 15,11-32), sei es durch den Zusammenbruch eines Hauses, das auf Sand gebaut ist, w\u00e4hrend ein anderes stehen bleibt, weil sein Fundament ein Fels ist (Mt 7,24-27). Laut Evangelien, die den Christusglauben durch erz\u00e4hlende Erinnerung bezeugen, setzt Jesus seine ihm von Gott verliehene Macht ein, um Krankheiten zu heilen und b\u00f6se Geister zu vertreiben, von denen Menschen besessen waren; nach dem Johannesevangelium handelt es sich um \u201eZeichen\u201c, die auf die Herrlichkeit Gottes verweisen, wie sie mitten im Leben aufleuchten kann (Joh 2,11; 11,40; vgl. 1,14).<\/p>\n<p>Diese sogenannten \u201eWunder\u201c Jesu sind es, die \u2013 wie die des Alten Testaments \u2013 die harsche Kritik der Aufkl\u00e4rung auf sich gezogen haben. Baruch Spinoza meinte zwar, alle Episoden der (j\u00fcdischen) Bibel, die nicht den Naturgesetzen entspr\u00e4chen, seien \u201evon Frevelh\u00e4nden in die Heilige Schrift eingef\u00fcgt worden\u201c, weil es unter Gottes W\u00fcrde sei, an seinen ehernen Gesetzen etwas zu \u00e4ndern. Doch f\u00fcr die gesamte Antike spielen sich die Wunder Jesu einschlie\u00dflich der Naturwunder innerhalb der Sch\u00f6pfungsordnung ab, die f\u00fcr Gott freilich kein \u201eclosed shop\u201c, sondern ein \u201eopen access\u201c ist. Deshalb ist es ein schwerer theologischer Fehler der christlichen Apologetik, Wunder als Durchbrechung der Naturgesetze und insofern als Beweise f\u00fcr die G\u00f6ttlichkeit Jesu anzusehen. Es muss vielmehr gelingen, eine Deutung zu entwickeln, die im modernen Zeitalter nicht auf das Postfaktische setzt, sondern glaubw\u00fcrdig ist. Dies ist prinzipiell m\u00f6glich, weil der Kosmos auch nach physikalischer und philosophischer Betrachtung ein offenes System ist, das g\u00f6ttliches Handeln nicht a priori ausschlie\u00dfen kann, zumal Naturgesetze nur Wahrscheinlichkeiten vorhersagen, nicht aber jeden Einzelfall determinieren und im Falle eschatologischer Einmaligkeit per defintionem nicht greifen k\u00f6nnen. Heinrich Heine, der fromme Sp\u00f6tter, hat den Rationalismus seiner Zeit persifliert, indem er auf eine wunderbare Szene mit Elija am Bach Kerit zur\u00fcckgreift (1 K\u00f6n 17,4):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rationalistische Exegese<br \/>\nNicht von Raben, nein mit Raben<br \/>\nWurde Elias ern\u00e4hret &#8211;<br \/>\nAlso ohne Wunder haben<br \/>\nWir die Stelle uns erkl\u00e4ret.<br \/>\nJa anstatt gebratner Tauben<br \/>\nGab man ihm gebratne Raben,<br \/>\nWie wir deren selbst mit Glauben<br \/>\nZu Berlin gespeiset haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch die allf\u00e4lligen Symbolisierungen, Moralisierungen und Psychologisierungen der Wundergeschichten Jesu, von denen es im 19. und 20. Jahrhundert wimmelt, werden von dieser Ironie getroffen, wenn sie, anders als die Antike, den allegorischen nicht auf den literalen Schriftsinn gr\u00fcnden und leugnen wollen, was nur geglaubt werden kann: dass sich Gnade materialisiert und dass Gott \u201eHerr aller M\u00e4chte und Gewalten\u201c ist, wie im Sanctus mit Kol 1,16 und Jes 6,9 gebetet wird. F\u00fcr den Seewandel Jesu (Mk 6,45-52) gibt es so wenig eine physikalische Erkl\u00e4rung wie f\u00fcr den Durchzug des Volkes Israels durchs Schilfmeer (Ex 13-15) und f\u00fcr die Wandlung von Wasser in Wein zu Kana (Joh 2,1-12), so wenig wie f\u00fcr die Speisung Tausender mit wenig Brot und Fisch (Mk 6,33-44 parr.; 8.1-10 par.), so wie auch von Elija (1 K\u00f6n 17,11-16) und Elischa gottgewirkte Nahrungswunder erz\u00e4hlt werden (2 K\u00f6n 4,1-6). Sind die Geschichten deshalb fiktiv? Oder wollen sie gerade anschaulich werden lassen, dass Glaube Berge versetzen kann (Mk 11,23 parr.) \u2013 und nichts w\u00e4re, wenn es die Liebe nicht gebe (1Kor 13,2)?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Glauben und Zweifeln<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die biblischen Texte bezeugen in Gottes Worten und Zeichen eine Offenbarung, die aber immer zugleich eine Verh\u00fcllung ist, eine Epiphanie, die ein Mysterium ist. Wie Erik Peterson gezeigt hat, wahrt die Bibel in ihrer Gottesrede einen \u201eeschatologischen Vorbehalt\u201c, gerade dort, wo es sich um einen direkten Bezug auf Gottes Handeln und das Wissen darum handelt. Dieser Vorbehalt l\u00e4sst sich nicht aufheben, weil die Bibel ein menschliches Werk ist, das auf Gott hindeutet, ohne ihn festlegen oder festhalten zu k\u00f6nnen. T\u00e4te sie dies, w\u00fcrde sie gegen das Bilderverbot versto\u00dfen. W\u00fcrde sie Gott hingegen ins Schweigen bannen, w\u00e4re sie ebenso \u00fcbergriffig, weil sie menschliche Ma\u00dfst\u00e4be dort als letzte ausg\u00e4be, wo sie nur dann gelten k\u00f6nnen, wenn es Gott nicht gibt. Ludwig Wittgenstein notierte in seinen lange unterdr\u00fcckten Tageb\u00fcchern, die Naturwissenschaft (\u201escience\u201c) im Sinn: \u201eEs ist zu ersehen, da\u00df die Behauptung: \u201aDie Wissenschaft hat bewiesen, da\u00df es keine Wunder gibt\u2018, absurd ist. In Wirklichkeit ist die wissenschaftliche Art, eine Tatsache zu betrachten, einfach nicht die Art, sie als ein Wunder anzusehen.\u201c Die Theologie darf diese Differenzierung nicht unterlaufen, sondern kann mit ihr arbeiten.<\/p>\n<p>Die Bibel selbst weist ihr dabei den Weg. Sie macht, speziell im Neuen Testament, den Glauben zur zentralen religi\u00f6sen Kategorie, weil er Vertrauen und Wissen, Erkenntnis und Bekenntnis, Entscheidung und Praxis verbindet. Dieser Glaube hat die Kraft, die Grenzen von Nationen und Geschlechtern, Religionen und Rollen, Generationen und Kulturen zu passieren (Gal 3,26ff.); er l\u00e4sst die Passagen der Gottesbegegnung weder im Nirwana noch in Utopia verlaufen, sondern in dieser Welt, mitten im Volk Gottes und, so Gott will, ins Reich Gottes hinein.<\/p>\n<p>In der Bibel wird deutlich, dass der Glaube nicht im Gegensatz zum Wissen steht, sondern eine sensible Form der Wahrnehmung von Gottes Handeln ist, die dem Aberglauben verborgen bleibt. Glaube ist nicht ein System von dogmatischen S\u00e4tzen, sondern ein Prozess, dessen Dynamiken, dessen Br\u00fcche und Wendungen die Bibel in tausend Beispielen erz\u00e4hlt, von Abraham und Sara bis zu Maria und Joseph, von Mose und Miriam bis zu Maria Magdalena und Petrus.<\/p>\n<p>Die Skepsis, der Zweifel, die Versuchung sind diesem Glauben nicht fremd. In der Bibel wird diese Menschlichkeit aufgedeckt: in der Hoffnung auf Erl\u00f6sung, die nach Paulus immer eine Hoffnung wider alle Hoffnung ist (R\u00f6m 4,18). \u201eIch glaube, hilf meinen Unglauben\u201c, ist das vielleicht tiefste Glaubensbekenntnis der ganze Bibel; nur bei Markus steht es und wird vom schier verzweifelten Vater eines von D\u00e4monen geplagten Kindes gesprochen, dem die J\u00fcnger Jesu nicht zu helfen vermochten (Mk 9,24). Im Alten Testament ist das ganze Buch Kohelet der Unm\u00f6glichkeit gewidmet, eine Theologie zu treiben, die keine Zweifel mehr aufkommen l\u00e4sst. Die paulinische Theologie des Kreuzes ist die radikale Kritik eines jeden theologischen Positivismus, der nicht die Dialektik von St\u00e4rke und Schw\u00e4che, von Schande und Ehre, Torheit und Weisheit aush\u00e4lt (1Kor 1,17-2,16).<\/p>\n<p>Aus demselben Grund und in derselben Haltung wird die Theodizeefrage gestellt \u2013 nicht von Menschen, die Gott zur Disposition stellen, sondern von Menschen, die mit ihm ringen und deshalb nicht weniger leiden, sondern auch an Gott zu verzweifeln drohen. Im Alten Testament gibt Hiob das ersch\u00fctternde Beispiel eines Menschen, der schuldlos leidet und aus seiner Verzweiflung nur von Gott erl\u00f6st werden kann. \u201eGott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c, mit diesem Ruf aus Ps 22, der Klage eine leidenden Gerechten, stirbt Jesus nach dem Matth\u00e4us- und dem Markusevangelium (Mt 27,46 par. Mk 15,34); \u201eVater, in deine H\u00e4nde gebe ich meinen Geist\u201c, betet er, gleichfalls mit einem Psalm (Ps 31,6), nach der Lukaspassion (Lk 23,46), und: \u201eEs ist vollbracht\u201c verk\u00fcndet er nach Johannes (Joh 19,30). Hat er Recht? Erliegt er einer Illusion? Erh\u00e4lt er eine Antwort? Die Evangelien verweisen auf Ostern. Erst die Auferstehung zeigt, weshalb Gott Jesus allein gelassen hat, wem Jesus sich hingibt und wie das Ende ein Anfang sein kann. Die J\u00fcnger fliehen vor diesem Drama; sie verraten und verleugnen ihn. Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Die Exegese hat die Aufgabe, diese Glaubensgeschichten aufzudecken und sie so zu interpretieren, dass sich Menschen von heute mit ihren Lebensgeschichten in ihnen wiederfinden k\u00f6nnen. Wenn sie es tun, setzen sie auf Gottes Handeln \u2013 nicht nur damals, sondern heute. Wenn sie auf Gottes handeln setzen, k\u00f6nnen sie an der Bibel ablesen, vor welche Fragen sie gestellt werden und wie viele Antworten sie erhalten k\u00f6nnen, wie viele Gebete sie mitzusprechen eingeladen sind und wie viel H\u00f6ren und Schweigen zum Beten geh\u00f6rt, wie viele Zeichen Gottes sie in der Welt erkennen und verkennen k\u00f6nnen, wie viele Worte Sinn machen und wie viele Worte besser unausgesprochen bleiben, wie viele Wege zu Gott f\u00fchren und wie viele Stolpersteine auf dem Weg liegen. Es kann ihnen die Welt mit ihrer Sch\u00f6nheit und ihrer Grausamkeit zum Gleichnis Gottes werden, des ersehnten und vermissten, des erfahrenen und erkannten, des verleugneten und verachteten. Wer diesen Glauben nicht teilt, hat das Recht, von den Gl\u00e4ubigen respektiert zu werden, sollte aber nicht damit rechnen, vergessen oder verachtet zu werden. Glauben und Zweifel sind zu eng miteinander verwandt. Worte und Zeichen sind immer vieldeutig. Grenzen sind immer zu eng und Passagen immer zu weit. Aber das Gebet steht im Raum: \u201eMit meinem Gott \u00fcberspringe ich Mauern\u201c (Ps 18,30).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lectures on the image of God<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32561,"menu_order":1614,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32438","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-n-a"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vortr\u00e4ge zum Gottesbild\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-01-16T15:02:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"23 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/\",\"name\":\"Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:37:22+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-16T15:02:01+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Handeln Gottes in der Bibel\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Vortr\u00e4ge zum Gottesbild","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2026-01-16T15:02:01+00:00","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"23 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/","name":"Das Handeln Gottes in der Bibel - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:37:22+00:00","dateModified":"2026-01-16T15:02:01+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-handeln-gottes-in-der-bibel-strukturen-und-kategorien\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Handeln Gottes in der Bibel"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117887,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32438\/revisions\/117887"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}