{"id":32461,"date":"2023-07-17T14:37:43","date_gmt":"2023-07-17T12:37:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=primat-des-papstes"},"modified":"2026-03-23T09:31:06","modified_gmt":"2026-03-23T08:31:06","slug":"das-vierte-laterankonzil-und-papst-innozenz-iii-als-alleiniges-haupt-der-christenheit-hoehepunkt-paepstlicher-machtentfaltung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-vierte-laterankonzil-und-papst-innozenz-iii-als-alleiniges-haupt-der-christenheit-hoehepunkt-paepstlicher-machtentfaltung\/","title":{"rendered":"Das Vierte Laterankonzil und Papst Innozenz III. als alleiniges Haupt der Christenheit"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Question<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eMich hat sehnlich danach verlangt, dieses Passahmahl mit euch zu essen, bevor ich sterbe\u201c, so begann in Anklang an Lk 22,15 Papst Innozenz III. (\u2020 1216) seine Er\u00f6ffnungsrede zum Vierten Laterankonzil, das am 11., 20. und 30. November 1215 in Rom tagte. Was wollte der Papst damit sagen? Spricht hier ein Todgeweihter, wie die \u00e4ltere Forschung meinte? Immerhin ersetzt der Text das \u201eantequam patiar\u201c (\u201ebevor ich leide\u201c) des Bibeltextes durch ein \u201eantequam moriar\u201c (\u201ebevor ich sterbe\u201c). Bedeutet der Hinweis auf das Passahmahl aber nur Leiden oder war dies nicht zugleich ein Fest? Jedenfalls scheinen die Leiden hinsichtlich der Aufgaben eines Kreuzzugs und der H\u00e4retikerbek\u00e4mpfung in S\u00fcdfrankreich wichtige Punkte des Konzils gewesen zu sein, denn nach dem Papst ergriffen auch der Patriarch von Jerusalem und Thediscus von Agde das Wort.<\/p>\n<p>Vielleicht waren es aber nur die Worte eines Papstes, der zwar biblisch und theologisch formulierte, aber im Grunde juristisch dachte. War das Konzil die B\u00fchne, um die p\u00e4pstliche Zentralgewalt zur Geltung zu bringen, wie j\u00fcngst mehrfach unterstrichen wurde? Das Vierte Laterankonzil war der bedeutende Abschluss der vier gro\u00dfen Konzilien, die seit 1123 mit dieser gro\u00dfen r\u00f6mischen Kirche verbunden sind. Waren dies Versammlungen, die im Wesentlichen p\u00e4pstlich bestimmt waren und die Konzilsv\u00e4ter gleichsam als Staffage f\u00fcr die p\u00e4pstlichen Entscheidungen benutzten? Jedenfalls f\u00e4llt auf: die drei Versammlungen 1123, 1139 und 1179 fanden nach den Einigungen im Investiturstreit sowie nach einschneidenden Papstschismen statt. Ging es hier vielleicht nur darum, die Ergebnisse solcher Auseinandersetzungen in einen breiten Rahmen zu stellen, den \u00fcbrigen Episkopat gleichsam \u201emitzunehmen\u201c? Boten dann die Konzilien vor allem eine M\u00f6glichkeit, die p\u00e4pstliche Macht eindr\u00fccklich zu demonstrieren?<\/p>\n<p>Die Canones des Vierten Lateranum reichten von zahlreichen innerkirchlichen Regelungen bis zu Fragen von H\u00e4resie, Judenverfolgung, Kreuzzug, Rechtsverfahren. Die Inhalte waren offensichtlich breiter angelegt als die der drei Vorg\u00e4ngerkonzilien. War dies Lothar von Segni, nun Papst Innozenz III., zu verdanken, der in allen diesen Bereichen deutliche Akzente setzte und den man oft als gro\u00dfen \u201eJuristenpapst\u201c bezeichnet hat? Welche Verbindungslinien lassen die Beschl\u00fcsse zu anderen schon existierenden Texten erkennen? L\u00e4sst sich der Anteil des Papstes aus seinen Schreiben und Reden oder aus seinem Verhalten im Verlauf des Konzils ableiten? Wo lagen Schwerpunkte der p\u00e4pstlichen Herrschaft Innozenz\u2018 III.?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst auf die Einladungsschreiben und Er\u00f6ffnungsrede des Papstes sowie den Verlauf zu sprechen kommen, dann die wesentlichen Beschl\u00fcsse vorstellen und einordnen, um schlie\u00dflich die Rolle des Papstes genauer zu bestimmen, wobei ich den Blick auch \u00fcber das Laterankonzil im engeren richten werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Einladung, Zielsetzung, Er\u00f6ffnung und Verlauf<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIn den Weinberg des Herrn brechen Tiere aller Art ein, um ihn zu verw\u00fcsten\u201c, so beginnt das Einladungsschreiben \u201eVineam Domini Sabaoth\u201c des Papstes vom 19. April 1213 mit dem beliebten Bild des Weinbergs f\u00fcr die Aufgabenfelder der Kirche. Zwei Dinge h\u00e4tten, so der Papst, sein Herz in letzter Zeit bewegt: die Wiedererlangung des Heiligen Landes und die Reformation der universalen Kirche. Unter Tr\u00e4nen habe er h\u00e4ufig gebetet, damit Gott ihm seinen Willen offenbare, und er habe mit den Kardin\u00e4len und anderen klugen M\u00e4nnern die Einberufung eines Konzils beschlossen. Und dann folgt eine Agenda: Laster sollten ausgerottet und Tugenden eingepflanzt, Ausw\u00fcchse korrigiert, die Moral gebessert, Irrlehren beseitigt werden. Ein langer Katalog von Aufgaben und Vorschl\u00e4gen schlie\u00dft sich an. In einem weiteren Abschnitt nimmt Innozenz zur langen Vorbereitungszeit Stellung und bemerkt, dass er \u201eviros prudentes\u201c, kluge M\u00e4nner, in alle Provinzen geschickt habe, die dort ermitteln sollten, was \u201edurch die apostolische F\u00fcrsorge\u201c getan werden m\u00fcsse. Au\u00dferdem wolle er geeignete M\u00e4nner f\u00fcr die Angelegenheit des Heiligen Landes ausschicken. Der Episkopat wird ermahnt zu kl\u00e4ren, was der Korrektur und Reform bed\u00fcrfe, und er m\u00f6ge zur Teilnahme am Konzil \u00fcberfl\u00fcssige Ausgaben vermeiden und vor allem bei der Vorbereitung des Kreuzzugs helfen.<\/p>\n<p>Innozenz III. verfasste \u201eVineam Domini Sabaoth\u201c in einer Zeit, als zahlreiche Konfliktherde auch das Papsttum betrafen. Eine Angelegenheit stand deutlich im Vordergrund: Der Verlust Jerusalems 1187, den Papst Gregor VIII. (\u2020 1187) mit dem Rundschreiben \u201eAudita tremenda\u201c beklagt hatte, war nicht vergessen. Schon an die p\u00e4pstlichen Vorg\u00e4nger waren mehrfach Hilferufe aus dem Heiligen Land gerichtet worden. Der vielfach diskutierte p\u00e4pstliche Aufruf \u201eAudita tremendi\u201c, eine littera von 1187, dokumentiert den tiefen Schmerz Gregors VIII.; 25 Jahre sp\u00e4ter, 1212, sollte Innozenz III. um ein Vielfaches verst\u00e4rkt seiner Freude dar\u00fcber Ausdruck geben, dass die Christen in Las Navas de Tolosa gegen die Muslime in Spanien gesiegt hatten. Nach diesem Sieg stand ein neuer Kreuzzug gleichsam auf der Tagesordnung; er verlangte aber nach Erg\u00e4nzung, oder besser, nach Fortf\u00fchrung im Osten, zumal der Kreuzzug von 1204 unter venezianischer Dominanz nach Konstantinopel gef\u00fchrt hatte. Die Stadt am Bosporus war 1204 von Venezianern erobert und dort ein Lateinisches Kaiserreich errichtet worden. Auch im S\u00fcdwesten Frankreichs sprach man bei der Bek\u00e4mpfung der H\u00e4resie der Albigenser oder Katharer von einem Kreuzzug.<\/p>\n<p>Innozenz\u2018 gro\u00dfe Sorge um den Kreuzzug geht aber auch daraus hervor, dass der Papst wenige Tage nach der Konzilseinladung, am 26. April 1213, an den Patriarchen Albert von Jerusalem schrieb und die Enzyklika \u201eVineam Domini Sabaoth\u201c beilegte. Er wollte verhindern, dass die k\u00fcnftigen Konzilsteilnehmer einen schlechten Eindruck vom Lebenswandel mancher Bewohner des Heiligen Landes erhielten. Der Patriarch sollte deshalb den K\u00f6nig sowie die Templer und andere Ritterordensangeh\u00f6rige ermahnen. Au\u00dferdem bat der Papst den Patriarchen darum, dem Sultan von Damaskus den beiliegenden Brief \u201eDaniele propheta\u201c zu \u00fcbermitteln: Der Sultan solle das Heilige Land, das er zu Unrecht besitze, den Christen zur\u00fcckgeben. Innozenz ersuchte schlie\u00dflich den Patriarchen au\u00dferdem, fr\u00fcher zu kommen und \u201eauch einige kluge und zuverl\u00e4ssige M\u00e4nner\u201c mitzubringen, \u201edie guten Einblick haben in die sachlichen, zeitlichen und \u00f6rtlichen Gegebenheiten\u201c.<\/p>\n<p>Die au\u00dfergew\u00f6hnlich lange Vorbereitungszeit von zwei Jahren zeigt, wie ernst Innozenz das Konzil nahm. Neben dieser intensiven Vorarbeit f\u00e4llt im Vergleich zu fr\u00fcheren Konzilien die gro\u00dfe Beteiligung auf: Neben Bisch\u00f6fen, \u00c4bten, den Generalkapiteln von C\u00eeteaux und Pr\u00e9montr\u00e9, den Gro\u00dfmeistern der Ritterorden, wurden sogar \u2013 eine Neuerung \u2013 Vertreter der Kathedral- und Stiftskapitel nach Rom gebeten. Dies verbreiterte die Basis f\u00fcr gesamtkirchliche Beschl\u00fcsse. K\u00f6nige, F\u00fcrsten und st\u00e4dtische Vertreter waren vor allem deshalb geladen, weil \u00fcber einen Kreuzzug geredet werden sollte. So versammelte das Konzil schlie\u00dflich die wichtigsten Repr\u00e4sentanten des Abendlandes und des Ostens; auch der Primas der Maroniten sowie der lateinische Episkopat aus den Kreuzfahrerstaaten waren zugegen.<\/p>\n<p>Die Ladungsschreiben zeigen, dass Innozenz nicht nur den \u201eorbis latinus\u201c, sondern in sp\u00e4tantiker Tradition die ganze Christenheit versammeln wollte, was zu einem f\u00fcr mittelalterliche Verh\u00e4ltnisse riesigen Konzil f\u00fchrte. Will man die Zahlen sprechen lassen, so waren aus 200 Mitgliedern beim ersten Laterankonzil 1123 rund 1200 geworden, genauer: 400 Kardin\u00e4le, Patriarchen, Erzbisch\u00f6fe und Bisch\u00f6fe sowie 800 weitere Kleriker. Ein anonymer Zeitgenosse (Gie\u00dfener Anonymus) kommentierte, dass eine solche Menge bisher kein Auge geschaut, kein Ohr je geh\u00f6rt habe. Dieser Bericht l\u00e4sst neben demjenigen des Richard von San Germano (\u2020 1244) den Verlauf der Versammlung deutlich werden: Drei Sitzungstage, am 11. (Martini), 20. und am 30. (Andreastag) November bildeten die Grundstruktur.<\/p>\n<p>Nach den einleitenden Bemerkungen schildert der Augenzeuge den Beginn der ersten Sitzung am Martinstag mit einer Messe im Lateran, der nur Kardin\u00e4le, Erzbisch\u00f6fe und Bisch\u00f6fe beiwohnten. Danach wurden die anderen \u201eordines\u201c zugelassen und das \u201eVeni creator Spiritus\u201c angestimmt. Nach der \u201eoratio\u201c habe der Papst in seiner Ansprache zur Befreiung des Heiligen Landes gemahnt, bevor der Patriarch von Jerusalem das Wort ergriffen habe.<\/p>\n<p>Diese beiden Ansprachen bildeten gleichsam eine Grundmelodie. Die schon anfangs kurz zitierte Homilie Innozenz\u2018 III. entsprach dem Zeitgeschmack, sie legte Schrifttexte im allegorischen Sinn aus. Das Paschafest ist die Feier des Konzils \u201ef\u00fcr die Reform der ganzen Kirche und vor allem f\u00fcr die Befreiung des Heiligen Landes\u201c. Wenn aber Pascha eine doppelte Etymologie besitzt und sowohl \u00dcbergang als auch Leiden bedeute, dann gebe es einen dreifachen \u00dcbergang: k\u00f6rperlich \u2013 nach Jerusalem, geistlich \u2013 zu einer Reform und ewig, das hei\u00dft \u201evon diesem Leben zu dem Leben\u201c, also zur Herrlichkeit. Die Auslegung nach dem drei- oder vierfachen Schriftsinn wird deutlich. Innozenz bem\u00fchte weitere biblische Bez\u00fcge, wenn er unterstreicht, er sei bereit, den Kelch des Leidens zu trinken, wenn dieser ihm f\u00fcr die Verteidigung des katholischen Glaubens, die Befreiung des Heiligen Landes oder die Freiheit der Kirche gereicht werde. Obwohl die Probleme des Heiligen Landes in der Er\u00f6ffnungsrede dominieren, kommt Innozenz doch auch auf die Reform der Kirche und des Klerus zu sprechen: \u201eDenn alle Verderbtheit geht haupts\u00e4chlich vom Klerus aus: wenn n\u00e4mlich der geweihte Priester s\u00fcndigt, verleitet er das Volk zur S\u00fcnde\u201c.<\/p>\n<p>An den zwei folgenden Tagen \u2013 den historiographischen Berichten folgend \u2013 sei \u00fcber die Angelegenheiten des Patriarchen von Konstantinopel, dann am dritten Tag der Streit zwischen den spanischen Metropolen Toledo und Compostela entschieden worden. Der n\u00e4chste Absatz schildert die mehrt\u00e4gigen Auseinandersetzungen in S\u00fcdfrankreich um die Albigenser. Anschlie\u00dfend werden liturgische Ereignisse am Sonntag nach Martini und an der Oktav von Martini erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die dritte Sitzung am Andreastag (30. November) hielt zun\u00e4chst die Beschl\u00fcsse zur Rechtgl\u00e4ubigkeit und zur Zur\u00fcckweisung von H\u00e4resien, besonders des Joachim von Fiore (\u2020 1202), fest. Danach berichtet unser Augenzeuge \u00fcber die Kreuzzugspl\u00e4ne mit interessanten Details am Rande zur Einrede des Mainzer Erzbischofs. Als dieser n\u00e4mlich die Stimme erheben wollte, gebot der Papst ihm Schweigen und sagte: \u201eAudias me modo posthac audiam te.\u201c Erst solle er, Innozenz, geh\u00f6rt werden, danach wolle der Papst auch den Erzbischof h\u00f6ren. Der Papst riss damit die Diskussion an sich, und die Einlassungen des Erzbischofs waren de facto erledigt.<\/p>\n<p>Der vorletzte Absatz berichtet zum Abschluss Folgendes: Die Constitutiones wurden gelesen. Weil die Zeit schon vorger\u00fcckt sei (es sei die neunte Stunde gewesen), habe der Papst eine gro\u00dfe Kreuzreliquie aus Konstantinopel gezeigt und dann nach der Verehrung durch Kniebeugen das \u201eTe Deum\u201c angestimmt. Nach der abschlie\u00dfenden Collecta erfolgte der Segen mit dem Heiligen Kreuz und es wird hervorgehoben, dass es nur drei gro\u00dfe Sitzungstage dieses Konzils im Lateran gegeben habe. Der Bericht schlie\u00dft damit, dass er von der R\u00fcckkehr der meisten Bisch\u00f6fe erz\u00e4hlt, aber wissen will, dass vor allem Bisch\u00f6fe aus Deutschland den Advent \u00fcber und bis zur Fastenzeit in Rom geblieben seien, der Schnee d\u00fcrfte unter anderem von der \u00dcberquerung der Alpen abgeschreckt haben.<\/p>\n<p>Was ist zun\u00e4chst aus diesem Ablauf abzuleiten? Symbolisierten die drei Hauptsitzungstage die Trinit\u00e4t? Griff die Struktur symbolisch den ersten Konzilskanon auf, der ja trinitarische Fragen mit Blick auf die Lehren des Joachim von Fiore er\u00f6rterte und die klassische Lehre bekr\u00e4ftigte? Was bedeuteten die Tumulte am zweiten beziehungsweise dritten Sitzungstag und das Verhalten des Papstes? St\u00e4rkte diese Vorgehensweise des Papstes in kritischen Situationen die p\u00e4pstliche Autorit\u00e4t? Wie nutzte man die Pausen zwischen den drei Sitzungstagen? Zwar wurden hier anh\u00e4ngige Streitigkeiten behandelt, wie derjenige zwischen Toledo und Braga beziehungsweise Toledo und Compostela um den Primat auf der Iberischen Halbinsel, aber vielleicht wurden die Pausen auch genutzt, um die Konzilsv\u00e4ter in bestimmte Richtungen zu lenken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Canones<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Canones (Beschl\u00fcsse) sind vielf\u00e4ltig. Die besondere Bedeutung oder Sonderstellung des Kreuzzugsanliegens geht daraus hervor, dass der umfangreiche Canon 71 hierzu an das Ende gesetzt ist, ansonsten haben sp\u00e4tere Rechtssammlungen mehr oder weniger einleuchtende Gruppen gebildet. Da Werner Maleczek in dieser Ausgabe die langfristigen und umfassenden Wirkungen dieser Canones aufzeigt, geht es hier zun\u00e4chst darum, zu fragen, auf welchem N\u00e4hrboden die Rechtss\u00e4tze entstanden, bevor sie zu Canones des IV. Laterankonzils wurden. Wie hoch war der Anteil des Papstes an den Formulierungen? Welche Vorlagen lassen sich ausmachen?<\/p>\n<ol>\n<li>Das umfangreiche Glaubensbekenntnis im ersten Kanon liest sich fast wie eine Erl\u00e4uterung zum Credo von Niz\u00e4a\/Konstantinopel. Au\u00dferdem hat man Bez\u00fcge zum 11. Konzil von Toledo (675) hergestellt, das die Auffassung der Kirchenlehrer Athanasius, Ambrosius, Hilarius, Fulgentius und Augustinus aufgegriffen hatte. Zumindest die Passage des ersten Kanons: \u201eJesus Christus \u2026 dessen Menschwerdung von der ganzen Dreifaltigkeit gemeinsam gewirkt wurde\u201c l\u00e4sst an das Toletanum denken: \u201eWir glauben aber, dass der Sohn nicht nur vom Vater, sondern auch vom Heiligen Geist gesandt worden ist\u201c und \u201evon sich selbst, denn untrennbar ist nicht nur der Wille, sondern auch das Wirken der ganzen Dreifaltigkeit\u201c. Auch die Bemerkungen zur Auferstehung \u201emit dem eigenen Leib\u201c k\u00f6nnten darauf verweisen.<br \/>\nDie Ekklesiologie dieses ersten Canons war aber auch neu, wenn man bedenkt, dass hier die Kirche auf Christus dergestalt bezogen wird, dass Christus \u201ePriester und Opfer zugleich\u201c sei. Christi Leib und Blut seien im Altarssakrament in Brot und Wein wahrhaft enthalten, denn sie seien durch Gottes Macht \u201etranssubstantiiert\u201c, wesensverwandelt, worden. Die aktuellen theologischen \u00dcberlegungen des 12. und des 13. Jahrhunderts wurden aufgegriffen (zum Beispiel die von Alanus ab Insulis, Stephan Langton). Aber der Papst hatte sogar selbst in seinem sechsteiligen Abhandlung \u201eDe sacro altaris mysterio\u201c, \u201e\u00dcber das Geheimnis des Altares\u201c, zur Transsubstantiation Stellung genommen. Das Konzil rezipierte damit die neusten Ideen der damaligen scholastischen Theologie.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Die zweite, damit zusammenh\u00e4ngende \u00dcberlegung betrifft die Reformsynoden des beginnenden 13. Jahrhunderts au\u00dferhalb Roms. Neben dem R\u00fcckgriff auf Bestimmungen des dritten Lateranum lassen sich eine Reihe weiterer Versammlungen nennen, an deren Beschl\u00fcsse die Canones ankn\u00fcpften. Eine 1209 in Avignon zusammengetretene Synode h\u00e4tte die einschl\u00e4gigen Bestimmungen des zweiten und dritten Laterankonzils erneut eingesch\u00e4rft, handelte aber auch von der Bek\u00e4mpfung der H\u00e4retiker durch Predigt und \u00dcberzeugung; hier bestehen \u00c4hnlichkeiten mit Canon 10 des IV. Laterankonzils. Die Synodalstatuten, die Stephan Langton (\u2020 1228) im Juni 1213 nach seiner Ankunft in England beschlie\u00dfen lie\u00df, betrafen Kirchenzucht, Sakramentenverwaltung und Pastoral. Auch hier wurde der Empfang des Bu\u00dfsakraments und der Eucharistie verpflichtend gemacht. Dies nahm gleichsam den Canon 21 des IV. Laterankonzils mit Beichtpflicht und Osterkommunion vorweg.<br \/>\nStephan Langton geh\u00f6rte aber zu den ehemaligen Studiengef\u00e4hrten Innozenz\u2018 III. Zu diesem Personenkreis geh\u00f6rte auch Robert de Courson (\u2020 1219), der als Legat in Frankreich ab 1213 mehrere Synoden abhielt und der auch durch eine Summa, die von den Quaestiones des Stephan Langton abh\u00e4ngig sind, bekannt wurde. Die unter seinem Einfluss tagenden Synoden besch\u00e4ftigten sich unter anderem mit der Klerikerdisziplin und mit anderen Fragen der Pastoral. Die Reformer, die vor allem im 12. Jahrhundert mit der Domschule von Notre Dame verbunden waren und deren \u00dcberlegungen oft als \u201espekulative Theologie\u201c bezeichnet wird, waren in verschiedene kirchliche \u00c4mter aufgestiegen \u2013 Innozenz hatte Stephan Langton 1206, Robert de Courson 1212 zur W\u00fcrde von Kardinalpriestern verholfen. Nun konnten sie auch ihre Ideen in die Vorbereitung von Konzilsbeschl\u00fcssen direkt oder indirekt einbringen.<br \/>\nDie Diskussionen der Pariser Theologie betrafen aber auch die Sakramentalisierung der Beichte. Zu bestimmen war das Verh\u00e4ltnis von Tods\u00fcnde und l\u00e4sslicher S\u00fcnde, au\u00dferdem die Bedeutung des Bekenntnisses als Akt der Bu\u00dfe und Genugtuung, das Verh\u00e4ltnis von Beichte und ewiger Strafe. Diese Fragen hatten bereits seit dem 12. Jahrhundert die \u201eSummae confessorum\u201c konturiert. Die Heilung der Seele eines S\u00fcnders trat hier gegen\u00fcber der Strafe f\u00fcr die S\u00fcnde in den Vordergrund. Das pastorale Anliegen des Canon 21 atmet damit den Geist dieser \u201eSummae confessorum\u201c, wenn es dort hei\u00dft, dass der Beichtvater \u201edie n\u00e4heren Umst\u00e4nde des S\u00fcnders und der S\u00fcnde sorgf\u00e4ltig erforschen m\u00fcsse\u201c, um den richtigen Rat zu geben.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Das dritte Beispiel zum Zustandekommen der Canones gilt dem wichtigen Kreuzzugskanon 71. Hier waren schon durch die Einladungsschreiben des Papstes eine gewisse Linien vorgezeichnet. Au\u00dferdem hatten aber die Kenner auf Wunsch Innozenz\u2018 eine Textvorlage erarbeitet, die der inzwischen neue Patriarch von Jerusalem, Radulf (\u2020 1225), auf der ersten feierlichen Sitzung verlesen hatte. Der Historiograph Roger von Wendover (\u2020 1236) hat diese Fassung \u00fcberliefert. Sie weicht von der verk\u00fcndeten Fassung ab: neben vielen Einzelheiten werden vor allem die Ausf\u00fchrungsbestimmungen im endg\u00fcltigen Canon 71 klarer gefasst, etwa die Frage der Eink\u00fcnfte aus den Pf\u00e4ndern, die Kreuzfahrer j\u00fcdischen Gl\u00e4ubigern \u00fcberlassen hatten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Schlie\u00dflich ist noch auf die Vorarbeiten des Papstes Innozenz III. selbst hinzuweisen. Neben seinen Briefen ist er mit verschiedenen Werken hervorgetreten, verantwortete aber vor allem die erste offizielle Dekretalensammlung \u201eCompilatio tertia\u201c von 1210 mit zahlreichen kirchenrechtlichen Satzungen. Hier formulierte Innozenz III. bewusst abstrakt, um langfristige und \u00fcbergeordnete G\u00fcltigkeit sicherzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein p\u00e4pstliches Konzil \u2013 Innozenz III. als Haupt der Christenheit?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch will das Passahmahl mit Euch essen, bevor ich sterbe\u201c. Das Zitat nach Lk 22,15 r\u00fcckt den Papst in die N\u00e4he von Christus. Wenn er mit den Konzilsv\u00e4tern wie Christus mit den J\u00fcngern Mahl halten will, dann tritt der Papst an Christi Stelle. Dieser Christusbezug verweist auch darauf, dass nach fr\u00fcheren Titeln f\u00fcr den Papst wie Stellvertreter Petri (\u201eVicarius Petri\u201c) nun die seit Gregor VII. anzutreffende Bezeichnung \u201eVicarius Christi\u201c, Stellvertreter Christi, bei Innozenz III. h\u00e4ufig belegt ist. Sie l\u00f6ste die Bezeichnung als Stellvertreter Petri ab und korrespondierte so mit dem Zitat der Er\u00f6ffnungsrede. Schon an anderer Stelle hatte Innozenz geschrieben: \u201eDer Papst jedoch ist geringer als Gott, aber gr\u00f6\u00dfer als der Mensch\u201c. Der starke Christusbezug ist auch bei der Beschreibung der religi\u00f6sen Gemeinschaften in den Canones zu erkennen, sodass man sogar vom Prinzip der \u201echristoformitas\u201c sprechen wollte.<\/p>\n<p>Welche Rolle hatten dann aber der Papst und welche die Konzilsv\u00e4ter? Die Einladungsrede begr\u00fcndet folgenderma\u00dfen: \u201eDa es um das gemeinsame Wohl aller Gl\u00e4ubigen geht, wollen wir nach dem alten Brauch der heiligen V\u00e4ter nur im Hinblick auf das Heil der Seelen zu gelegener Zeit ein allgemeines Konzil halten\u201c. Der Kanonist Huguccio (\u2020 1210) verstand unter einem Generalkonzil ein Konzil mit p\u00e4pstlicher Best\u00e4tigung. Demnach verleiht der Papst dem Konzil seine Universalit\u00e4t. Andererseits spricht die gro\u00dfe Beteiligung f\u00fcr eine bedeutende Rolle der Konzilsv\u00e4ter. Albert Hauck hat sogar die Meinung vertreten, das IV. Lateranum nehme den kollegialen Typus der Konzilien des 15. Jahrhunderts vorweg; Horst Fuhrmann und J\u00fcrgen Miethke sind ihm darin teilweise gefolgt. J\u00fcngst hat Christoph Meyer aber Zweifel an dieser Deutung ge\u00e4u\u00dfert und geltend gemacht, dass die Quantit\u00e4ten der beteiligten Konzilsv\u00e4ter sich aus den Diskussionspunkten ergeben h\u00e4tten: Die F\u00f6rderung des Kreuzzuges und der Kampf gegen die H\u00e4resie.<\/p>\n<p>Wenn wir die Beschl\u00fcsse zur Ketzerbek\u00e4mpfung in den Blick nehmen, so l\u00e4sst sich jedoch gegen\u00fcber fr\u00fcheren Versuchen eine gewisse \u00c4nderung ablesen. Die Ketzerbek\u00e4mpfung wird 1215 mit der Klerusreform verbunden. Eine reformierte Seelsorge mit einem neuen Bild vom Beichtvater, mit der St\u00e4rkung des Pfarrklerus und der Predigt wandte sich auch gegen h\u00e4retische Wanderprediger. Man k\u00f6nnte sagen: Kanzel und Beichtstuhl sollten es richten. Auch in diesem Zusammenhang wird der Blick auf die Pastoraltheologie gelenkt, die wiederum in Paris ihre Heimstatt hatte. Maurice de Sully (\u2020 1196) mit seinen Predigttraktaten, Petrus Cantor (\u2020 1197) oder Alanus von Lille (\u2020 1202) geh\u00f6rten zu den wichtigen Vordenkern, deren Sch\u00fcler aber beispielsweise Jakobus von Vitry (\u2020 1240) und Lothar von Segni, der sp\u00e4tere Papst Innozenz III., waren. Pastorale Handb\u00fccher nahmen vorweg, was sp\u00e4ter bei den zur gleichen Zeit entstandenen Ordensgemeinschaften der Dominikaner und Franziskaner gleichsam zum kurzen und griffigen Schlagwort nach Lk 24,19 wurde: \u201everbo et exemplo\u201c, durch Wort und Beispiel wollte man \u00fcberzeugen und Terrain zur\u00fcckgewinnen. Im Canon 10 hei\u00dft es, die Bisch\u00f6fe sollten geeignete Prediger heranziehen, die \u201em\u00e4chtig in Tat und Wort\u201c erbauen sollten. Man k\u00f6nnte hinzuf\u00fcgen, dass die etwa 80 erhaltenen, freilich noch nicht ausreichend untersuchten Predigten Innozenz III. sich auch an diese Lehren der \u201eartes praedicandi\u201c aus Paris anlehnten. Dass schlie\u00dflich die Dominikanerliteratur sp\u00e4ter den eigenen Gr\u00fcndungsakt mit dem Laterankonzil verband, zeigt die Bedeutung dieser Bestimmungen aus einer anderen Perspektive.<\/p>\n<p>Will man die Person Innozenz\u2018 etwas n\u00e4her fassen, so d\u00fcrfte es hilfreich sein, dessen verschiedene Werke kurz zu nennen: Sein Traktat \u00fcber das Elend des menschlichen Daseins, sein Traktat \u00fcber die Messe, seine Abhandlung \u00fcber den vierf\u00e4ltigen Sinn der Ehe oder sein Kommentar \u00fcber die Psalmen sind massenhaft \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Dass diese Gedanken auch sein Pontifikat bestimmten, l\u00e4sst sich gut an seinen Einlassungen auf der Iberischen Halbinsel im Vorfeld der entscheidenden Schlacht von Las Navas de Tolosa 1212 ablesen. Meist werden dazu nur die Kreuzzugsbullen herangezogen. Blickt man aber auf die Aktivit\u00e4ten des Legaten Rainer von Ponza (\u2020 1207), so ging es vor allem um die unheiligen Allianzen, die mit Muslimen gegen andere Christen abgeschlossen wurden, zum zweiten aber gegen unkanonische Herrscherehen. Beides wurde verkn\u00fcpft und die erlittenen Niederlagen mit S\u00fcndhaftigkeit der Christen oder mit der Heirat eines Herrschers mit einer J\u00fcdin in Verbindung gebracht. Damit griff der Papst Gedanken auf, die er in seinem Buch zur vierfachen Form der Ehe, \u201eDe quadripartita specie nuptiarum\u201c, niedergelegt hatte, denn dem \u201ematrimonium carnale\u201c steht eine \u201eunio sacramentalis\u201c zur Seite. Insofern ist den neueren \u00dcberlegungen von Matthias Maser zuzustimmen, dass weniger allgemeine Konzeptionen zum Glaubenskrieg die F\u00f6rderung der spanischen Reconquista vor 1212 bestimmten, sondern dass bei den \u00c4u\u00dferungen Innozenz\u2018 III. und seines Legaten auch hier das \u201enegotium crucis\u201c als eine \u201eimitatio Christi\u201c verstanden wurde.<\/p>\n<p>Was bedeutet dies f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis von Papst und Konzil? Innozenz scheint durch seine Pariser Studienzeit stark gepr\u00e4gt worden zu sein, wie nicht nur an seinen Schriften, sondern auch aus der Nutzung dieser Schriften geschlossen werden kann. Blickt man auf die vielf\u00e4ltigen Bez\u00fcge auch der hier zur Diskussion stehenden Canones von 1215, so scheint jedenfalls Paris die wichtigere Bezugsgr\u00f6\u00dfe gegen\u00fcber seinem m\u00f6glichen Studienort Bologna gewesen zu sein. Vielleicht kann man das Konzil sogar als Kommunikationsforum \u00fcber die verschiedenen Entwicklungen in Paris und an anderer Stelle zum gelehrten Diskurs und zur theologischen Praxis ansehen. Offensichtlich waren weiterhin die Weggef\u00e4hrten von Paris wichtig, wenn man auf die Kardinalskreationen des Papstes schaut. Bologneser Studienfreunde spielten offensichtlich keine Rolle. Damit wird die Bezeichnung Innozenz\u2018 III. als \u201eJuristenpapst\u201c, ein Kampfbegriff des 19. Jahrhunderts, zunehmend problematisch, selbst wenn einige Jahrzehnte sp\u00e4ter der Kanonist Heinrich von Segusio (Hostiensis, \u2020 1271) Innozenz als \u201eVater des Rechts\u201c bezeichnete. Dies zielt aber eher darauf, dass Innozenz durchaus die Formen der rechtlichen Setzung beherrschte und damit pr\u00e4gend wurde. Aber \u00fcber all dem stand viel eher ein pastorales Grundanliegen, das neu war. Mit der Verkn\u00fcpfung dieses Anliegen und den Rechtss\u00e4tzen des Konzils erreichte Innozenz eine \u201eRetheologisierung des Kirchenrechts\u201c (Peter Landau).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Outlook<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Innozenz hat das Instrument des Konzils wohl f\u00fcr seine Vorstellungen genutzt, hat seine \u201eimitatio Christi\u201c auch auf sich bezogen. Insofern ist die Dominanz des Papstes auf dem Konzil unstrittig. Aber deutlich wird auch, dass die Vorarbeiten, die Denkanst\u00f6\u00dfe zur Sakramententheologie, zur Predigt und Beichte, aber auch zu anderen Fragen auf einem breiten Diskussionsfundament aufbauten. Pariser Theologie fand den Weg nach Rom. Selbst f\u00fcr die Frage des Kreuzzugs war der Rat der gelehrten M\u00e4nner wohl wichtig, wenn man auf die \u00c4nderungen der definitiven Textfassung blickt. Insgesamt blieben dabei die Fragestellungen wichtiger als die teilweise zeitgebundenen Antworten.<\/p>\n<p>Innozenz III. scheint wesentlich st\u00e4rker Theologe als Jurist (Werner Maleczek) gewesen zu sein, wie nicht nur der Christusbezug, sondern auch seine Werke erkennen lassen. Dem Anspruch nach war er als \u201eVicarius Christi\u201c auch alleiniges Haupt der Christenheit. Jedoch bleibt der Begriff \u201echristianitas\u201c in den Quellen so vage, dass die Durchsetzung dieses Anspruchs auch von Innozenz immer wieder neu ausgehandelt werden musste und das IV. Laterankonzil sicher nicht oder noch nicht den H\u00f6hepunkt p\u00e4pstlicher Machtentfaltung darstellte.<\/p>\n<p>Innozenz hatte das Passahmahl gegessen, aber erlebte den Kreuzzug nicht mehr. Er starb am 16. Juli 1216 in Perugia.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reform of the Church, Talk of God<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32556,"menu_order":1691,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32461","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-13-jahrhundert","media-library-category-konzil","media-library-category-papsttum","focus-area-kirche-in-der-geschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Vierte Laterankonzil und Papst Innozenz III. als alleiniges Haupt der Christenheit - 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