{"id":32669,"date":"2023-07-24T08:27:00","date_gmt":"2023-07-24T06:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=32669"},"modified":"2024-12-05T08:14:01","modified_gmt":"2024-12-05T07:14:01","slug":"die-geschlechter-der-geschoepfe-differenzierte-einsichten-zum-biologischen-geschlecht-sex","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-geschlechter-der-geschoepfe-differenzierte-einsichten-zum-biologischen-geschlecht-sex\/","title":{"rendered":"The sexes of the creatures"},"content":{"rendered":"<p>Bereits Wilhelm von Humboldt pl\u00e4dierte f\u00fcr geschlechtlich offenes Denken. In seinem Aufsatz\u00a0\u00dcber die m\u00e4nnliche und weibliche Form, der 1795 in der Zeitschrift\u00a0Die Horen\u00a0erschien, f\u00fchrte er aus: \u201ereine M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit auch nur aufzufinden, ist unendlich schwer, und in der Erfahrung schlechterdings unm\u00f6glich\u201c. An sp\u00e4terer Stelle setzte er fort, wiederum bezogen auf Geschlecht: \u201eVon diesen beiden charakteristischen Merkmalen der menschlichen Gestalt, deren eigent\u00fcmliche Verschiedenheit in der Einheit des Ideals verschwindet, herrscht in jedem Geschlecht eins vorzugsweise, indes das andere nicht vermisst wird.\u201c Humboldt entwickelte Idealtypen im Sinne \u201ereiner Weiblichkeit\u201c und \u201ereiner M\u00e4nnlichkeit\u201c \u2013 und kam zu dem Schluss, dass diese Idealtypen beim Menschen nie in dieser \u201eReinform\u201c auftreten w\u00fcrden. Menschen w\u00e4ren stets eine geschlechtliche Mischung.<\/p>\n<p>Dass jeder Mensch \u201eweiblich-und-m\u00e4nnlich\u201c zugleich sei, wurde zu einer bedeutenden Denkrichtung in den modernen Wissenschaften. Biologen und Biologinnen leiteten diese Geschlechtermischung aus einer gemeinsamen geschlechtlichen Anlage ab. Jeder Embryo habe zun\u00e4chst das Potenzial, sich in jegliche geschlechtliche Richtung zu entwickeln. Diese individuellen Auspr\u00e4gungsm\u00f6glichkeiten und die genetischen, hormonellen und weiteren Faktoren, die daran beteiligt sind, interessieren die Biologie. Und Biolog:innen gehen heute deutlich weniger wertend vor: Die Merkmalsauspr\u00e4gungen werden zunehmend einfach beschrieben und nicht sogleich als \u201eSt\u00f6rung\u201c oder \u201eAbweichung\u201c bewertet.<\/p>\n<p>Einige Beispiele solcher Variationen:<br \/>\nBei als \u201em\u00e4nnlich\u201c betrachtetem Genital kann ein \u201eHoden\u201c im K\u00f6rperinneren verbleiben und undifferenziertes Keimdr\u00fcsengewebe beinhalten; ein Scheideneingang kann angelegt sein; Spermien k\u00f6nnen gebildet werden oder auch nicht; die Harnr\u00f6hren\u00f6ffnung kann an der Spitze oder am Schaft des Penis liegen usw. Auf genetischer Ebene sieht es \u00e4hnlich aus: Es gibt XY-Frauen, also Menschen mit einem als typisch weiblich betrachteten Erscheinungsbild und einem als typisch m\u00e4nnlich betrachteten Chromosomenbestand, ebenso wie XX-M\u00e4nner, also \u00e4u\u00dferlich \u201etypische\u201c M\u00e4nner, die einen \u201etypisch\u201c weiblichen Chromosomenbestand aufweisen. Es zeigt sich immer klarer, dass verschiedene Gene bzw. Genprodukte komplex zusammenwirken und auf Einflussfaktoren der Zelle, des Organismus und der Umwelt reagieren.<\/p>\n<p>\u00dcber die wichtigsten Uneindeutigkeiten der biologischen Geschlechtlichkeit sollen die folgenden Ausf\u00fchrungen einen \u00dcberblick verleihen. Denn die aktuellen biologischen Forschungen sto\u00dfen mittlerweile auf derma\u00dfen viele Schwierigkeiten, ihre Ergebnisse in ein bin\u00e4res Geschlechterschema zu pressen, dass ein Perspektivwechsel nahezu unausweichlich erscheint \u2013 weg von zwei Geschlechtern, hin zu geschlechtlicher Vielfalt. Und weg von einer klaren genetischen Pr\u00e4formation, hin zu Epigenese.<\/p>\n<h3>Fortpflanzung der Gattung und des Individuums<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst aber ein paar grunds\u00e4tzliche Gedanken zur Fortpflanzung als biologischer \u201eSinn\u201c der Geschlechtlichkeit. Fortpflanzung ist unabdingbar f\u00fcr die Erhaltung der menschlichen Art. Die menschlichen Keimstoffe werden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts als Ei- und Samenzelle beschrieben; sie m\u00fcssen zur Fortpflanzung verschmelzen und bilden damit die Grundlage f\u00fcr die Entwicklung des Embryos.<\/p>\n<p>Wer damit bereits die Problematik f\u00fcr gekl\u00e4rt h\u00e4lt, sollte sich f\u00fcr ein paar weitere Argumente \u00f6ffnen: Fortpflanzung betrifft nur einige Menschen in der jetzigen Gesellschaft. Zwar setzen wir \u2013 aus unserem gesellschaftlich Erlernten heraus \u2013 bei der Betrachtung und Einordnung von Menschen auch deren Fortpflanzungsf\u00e4higkeit voraus, nicht selten ist diese aber nicht einmal organisch gegeben. So f\u00fchrte das Bundesland Sachsen die im Jahr 2004 bundesweit abgeschaffte Bezuschussung der k\u00fcnstlichen Befruchtung wieder ein, weil \u201eExperten-Sch\u00e4tzungen\u201c ergaben, dass 15 Prozent der heterosexuellen Paare ungewollt kinderlos seien und noch eine \u201ehohe Dunkelziffer\u201c hinzuzurechnen sei. 15 Prozent + X ist durchaus ein hoher Wert, zumal wenn man davon ausgeht, dass nur einige der Paare medizinischen Rat wegen l\u00e4nger ausbleibenden Fortpflanzungserfolgs suchen. Und es sei auch darauf hingewiesen: K\u00fcnstliche Befruchtung ist nur in den wenigsten F\u00e4llen erfolgreich, und auch die Risiken sind f\u00fcr die Frau nicht unbetr\u00e4chtlich; h\u00e4ufig wird ein anderer Eindruck erweckt. Aus etwa 35 bis 40 Millionen Befruchtungen bis zum Jahr 2002 resultierten etwa eine Millionen Kinder; seit der erneuten Einf\u00fchrung der Bezuschussung k\u00fcnstlicher Befruchtung im Bundesland Sachsen im M\u00e4rz 2009 wurden dort bis Juni 2010 552 Behandlungen vorgenommen, die zu 112 Kindern f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Es wird deutlich, dass die Problematik \u201eFortpflanzung\u201c unter zwei Perspektiven zu betrachten ist: Einerseits ist die Fortpflanzung zur Erhaltung der Art Mensch erforderlich, sie ist eine \u201eGattungseigenschaft\u201c. Hierf\u00fcr ist es notwendig, dass zwei Individuen der Art zusammenfinden, dass Ei- und Samenzelle zusammenkommen, dass sich ein Embryo entwickelt, geboren und anschlie\u00dfend betreut wird. Es ist allerdings wohl ausreichend, wenn sich, bei guter Gesundheitsversorgung und guten M\u00f6glichkeiten gesellschaftlicher Betreuung, sagen wir zehn oder 20 Prozent der Menschen zuweilen fortpflanzen, damit sich die Gr\u00f6\u00dfe der Population erh\u00e4lt (sofern dies \u00fcberhaupt als Ma\u00dfstab gelten kann). Von dieser \u201eGattungseigenschaft\u201c kann deshalb nicht auf die individuellen Eigenschaften eines konkreten Menschen geschlossen werden. So muss sich ein Mensch keineswegs fortpflanzen k\u00f6nnen und wollen, um Mensch zu sein.<\/p>\n<p>Gerade bei der Ausbildung von Genitalien werden in der Embryonalentwicklung vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten gegeben sein, weil sie \u2013 im Gegensatz beispielsweise zu Herz, Leber, Lunge \u2013 nicht lebensnotwendig sind. F\u00fchren zahlreiche Entwicklungen des Herzens dazu, dass dieses nicht funktionst\u00fcchtig ist und bereits der Embryo deshalb zu Grunde geht oder aber dass der Mensch fr\u00fch stirbt, so hat ein Genitaltrakt, dem organisch nur die F\u00e4higkeit zur Fortpflanzung fehlt, keineswegs vergleichbare negative Auswirkungen.<\/p>\n<h3>Die Ausbildung des Genitaltrakts in der Embryonalentwicklung<\/h3>\n<p>In fr\u00fchen Phasen der Embryonalentwicklung werden die Embryonen nicht geschlechtlich unterschieden, sondern besitzen gemeinsame geschlechtliche Anlagen: Keimdr\u00fcse, Wolffscher Gang und M\u00fcllerscher Gang sind zun\u00e4chst bei allen Embryonen vorhanden; Granulosa- und Sertoli-Zellen sowie Theka- und Leydig-Zellen zeigen sich als einander homolog, sie gehen also auf den gleichen embryonalen Ursprung zur\u00fcck. Auch die Bildung von Androgenen geschieht in allen Embryonen, sie werden lediglich in unterschiedlicher Quantit\u00e4t in \u00d6strogene umgebildet. Es liegt also nahe, dass der jeweilige Pool an Faktoren, der Zeitpunkt und die Quantit\u00e4t ihrer Bereitstellung von Individuum zu Individuum variieren k\u00f6nnen. Hinzu kommt die Erkenntnis, wie stark verzahnt die Entwicklung des Embryos mit aus dem elterlichen \u00adOrganismus einwirkenden Faktoren ist. F\u00fcr eine detaillierte Darstellung der embryonalen Entwicklung in ihrer ganzen Bandbreite sei auf den Vortrag von Ursula Rosen verwiesen.<\/p>\n<p>In Summe zeigt sich, dass die Ausbildung des Genitaltrakts mit als \u201em\u00e4nnlich\u201c und als \u201eweiblich\u201c geltenden Kennzeichen zwar bipolar ist, aber nicht bin\u00e4r. Es gibt nicht nur das \u201eEntweder-Oder\u201c bez\u00fcglich der Entwicklung der Keimdr\u00fcsen (entweder Hoden- oder Eierstockentwicklung). Schon gar nicht muss es dieses \u201eEntweder-Oder\u201c bei der Ausbildung der \u00fcbrigen Teile des Genitaltraktes geben. Vielmehr stehen wir immer wieder vor dem Befund, dass sich auch ein \u201eSowohl-als-Auch\u201c ergeben kann, wenn zum Beispiel einige Faktoren lediglich auf einen Teil eines sich ausbildenden Gewebes wirken oder wenn Rezeptoren f\u00fcr Androgene oder \u00d6strogene in unterschiedlichem Ma\u00dfe von den Zellen ausgebildet werden etc.<\/p>\n<p>Es zeigt sich also ein differenziertes Bild mit der M\u00f6glichkeit der vielf\u00e4ltig variablen Entwicklung des Genitaltraktes; es ist daher methodisch angezeigt, eine neue Einordnung der vorliegenden Ergebnisse vorzunehmen, bei der nicht schon Zweigeschlechtlichkeit vorausgesetzt ist. Dabei gilt es, aus einer Denkweise auszubrechen, die Variabilit\u00e4t als \u201eSt\u00f6rung\u201c und \u201eAbweichung\u201c von einer \u201eNorm\u201c disqualifiziert. Vielmehr kann man gerade mit einer neuen Einordnung zu einer besseren und vor\u00fcbergehend \u00fcberzeugenderen Beschreibung der sich tats\u00e4chlich darstellenden Vielfalt von geschlechtlichen Auspr\u00e4gungen gelangen.<\/p>\n<h3>Biosynthese und die Wirkung der Hormone<\/h3>\n<p>H\u00e4ufig werden Androgene und \u00d6strogene als zueinander gegens\u00e4tzlich dargestellt. W\u00e4hrend die Ersteren eine verm\u00e4nnlichende Wirkung h\u00e4tten, seien die Letzteren insbesondere f\u00fcr eine verweiblichende Wirkung bedeutsam. Ebenso h\u00e4ufig wird einfach ausgef\u00fchrt, dass Hoden Androgene bilden w\u00fcrden, Eierst\u00f6cke hingegen \u00d6strogene. Hier lohnt eine genauere Betrachtung: Androgene und \u00d6strogene basieren auf einem weitreichend gleichen Biosynthese-Weg. Als Steroidhormone gehen sie auf Cholesterin zur\u00fcck. Androgene leiten sich vom Pregnenolon bzw. von seinem Umwandlungsprodukt Progesteron ab; diese werden zu den Androgenen Androstendion und Androstendiol modifiziert, woraus schlie\u00dflich das Androgen Testosteron gebildet wird. Die Androgene k\u00f6nnen \u2013 insbesondere abh\u00e4ngig von dem Enzym Aromatase \u2013 in \u00d6strogene \u00fcberf\u00fchrt werden. Auf diese Weise wird aus Androstendion das \u00d6strogen \u00d6stron gebildet, aus Testosteron entsteht so \u00d6stradiol. Es zeigt sich also, dass zun\u00e4chst stets \u201eAndrogene\u201c gebildet und diese dann gegebenenfalls zu \u201e\u00d6strogenen\u201c umgebildet werden.<\/p>\n<p>Die Biosynthese von Androgenen und \u00d6strogenen geschieht vornehmlich, aber keineswegs ausschlie\u00dflich, in den Keimdr\u00fcsen. Androgene werden beispielsweise auch in der Nebennierenrinde gebildet, \u00d6strogene auch in der Plazenta. In weiteren Geweben findet die Produktion in geringen Mengen statt. Hohe Konzentrationen an Androgenen k\u00f6nnen ihre Umwandlung zu \u00d6strogenen im Fettgewebe bewirken.<\/p>\n<p>Wird Androgenen und \u00d6strogenen im popul\u00e4ren Verst\u00e4ndnis h\u00e4ufig eine Bedeutung bei der Ausbildung (prim\u00e4rer und) sekund\u00e4rer Geschlechtsmerkmale zugeschrieben, so werden dabei ihre \u00fcbrigen Wirkungen vernachl\u00e4ssigt. \u00d6strogene scheinen f\u00fcr die Funktionst\u00fcchtigkeit des Herzens, das Knochenwachstum und f\u00fcr die Ausbildung der m\u00e4nnlichen Spermien wichtig zu sein. Testosterone scheinen unter anderem einen Einfluss auf das Kreislaufsystem, die Blutzellen, die Leber, die Fett- und Kohlehydratverbrennung zu haben. Also sowohl \u00d6strogene als auch Testosterone sind f\u00fcr \u201eFrauen\u201c wie \u201eM\u00e4nner\u201c bedeutsam \u2013 Anne Fausto-Sterling schlug entsprechend vor, sie eher als \u201eWachstumshormone\u201c einzuordnen, als durch die Bezeichnung \u201eGeschlechtshormone\u201c den ganzen Umfang ihrer Wirkungen zu verschleiern.<\/p>\n<p>Es scheint also die Quantit\u00e4t der Hormone und ihr Verh\u00e4ltnis zueinander bedeutsam zu sein; die verschiedenen Zellen der sich ausbildenden Keimdr\u00fcsen wirken zusammen, reagieren auf eingehende Stimuli, sofern sie \u00fcber die entsprechenden Rezeptoren verf\u00fcgen. Es sind Enzyme\/Enzym-Komplexe bzw. weitere Protein-Komplexe notwendig, damit Androgene und \u00d6strogene gebildet werden, deren Wirkungen sich schlie\u00dflich auch nur dann entfalten k\u00f6nnen, wenn entsprechende Rezeptoren an Zellen vorhanden sind, an die sie binden und dadurch Reaktionen in Gang setzen k\u00f6nnen. Deutlich wird damit, dass sich ihre Wirkungen \u2013 je nach den individuellen Gegebenheiten und umgebenden Einfl\u00fcssen \u2013 unterschiedlich gestalten.<\/p>\n<p>Entsprechend wird auch klar, dass \u201ehohe Konzentrationen\u201c an Androgenen nicht unbedingt mit einem m\u00e4nnlichen Erscheinungsbild einhergehen m\u00fcssen. Sind beispielsweise keine Androgenrezeptoren vorhanden oder werden gr\u00f6\u00dfere Mengen an Aromatase erzeugt, die wirksam werden, dann kann sich auch bei hohen Androgen-Konzentrationen ein als \u201eweiblich\u201c betrachtetes Erscheinungsbild einstellen. Problematisch ist hier nicht das sich ausbildende Erscheinungsbild, sondern die gesellschaftliche Pathologisierung, die mit den unterschiedlichen Konzentrationen an Hormonen einhergeht. So werden beispielsweise f\u00fcnf bis 15 Prozent der Frauen im \u201egeb\u00e4rf\u00e4higen Alter\u201c als krank beschrieben, nur weil sie \u201ezu viele\u201c als \u201em\u00e4nnlich\u201c geltende Hormone bilden.<\/p>\n<h3>Ein langer Weg und krumme Pfade von der DNA zum Geschlecht<\/h3>\n<p>Wie bereits ersichtlich wurde, weitet sich in der Biologie mittlerweile auch bei Theorien zur Geschlechtsentwicklung das Verst\u00e4ndnis. Es wird nun begonnen, nicht mehr nur ein Gen oder wenige Gene als bedeutsam f\u00fcr die Ausbildung des Genitaltraktes zu beschreiben, sondern man orientiert auf komplexe Interaktionen: Mehrere Gene und ihre Produkte k\u00f6nnen in komplexen Netzwerken zusammenwirken. Gerade wo aber viele Faktoren wirken und besonders, wenn auch die Quantit\u00e4t ihrer Expression eine Rolle spielt, wird es im Sinne \u201ehandwerklich guter\u201c Forschung notwendig zu erw\u00e4gen, dass aus ihrem Zusammenspiel nicht nur zwei M\u00f6glichkeiten der Ausbildung des Genitaltraktes resultieren m\u00fcssen. Vielmehr k\u00f6nnten durch das Wechselwirken zahlreicher Faktoren vielf\u00e4ltige, unterschiedliche, mehr oder weniger f\u00fcr Fortpflanzung taugliche Ausbildungsformen des Genitaltraktes entstehen; bzw. selbst wenn man bei der Ausbildung des Genitaltraktes jeweils auf \u00c4hnlichkeiten zwischen zwei Individuen stie\u00dfe, m\u00fcssten sich diese keinesfalls aus gleichen Entwicklungswegen herleiten.<\/p>\n<p>Den Blick auf Komplexit\u00e4t gilt es aber noch bedeutend zu erweitern. Bisher waren wir fast ausschlie\u00dflich auf der Ebene der \u201eErbsubstanz\u201c, der DNA (engl. deoxyribonucleic acid; dt. Desoxyribonukleins\u00e4ure [DNS]). Die DNA stellt nun aber keineswegs bereits den in der Zelle tats\u00e4chlich wirkenden Faktor dar; vielmehr sind mehrere, stark durch die Zelle regulierte Schritte erforderlich, damit das schlie\u00dflich in der Zelle wirksam werdende Produkt gebildet wird \u2013 meist handelt es sich dabei um ein Protein, aber es kann auch bereits als Folge eines fr\u00fcheren Schrittes ein in der Zelle wirksames Produkt entstehen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht ein \u201eSignal\u201c ein, das anregt, einen bestimmten DNA-Bereich \u201eabzulesen\u201c. Bei einem solchen Signal kann es sich beispielsweise um einen der oben beschriebenen \u201eTranskriptionsfaktoren\u201c handeln, aber auch Gradienten chemischer Molek\u00fcle, ein starker Hitzereiz etc. k\u00f6nnen in einigen F\u00e4llen ausl\u00f6send sein. DNA-Bereiche der Chromosomen, die nicht exprimiert werden, sind in der Regel sehr dicht gepackt \u2013 man spricht von so genanntem \u201eChromatin\u201c. In dieser Form ist ein \u201eAblesen\u201c der DNA in aller Regel nicht m\u00f6glich, so dass diese dichte Packung zun\u00e4chst gelockert werden muss, damit der n\u00e4chste Schritt \u2013 die Transkription (vgl. nachfolgend) \u2013 erfolgen kann. Auch angelagerte chemische Gruppen (hier: \u201eMethylierungen\u201c) k\u00f6nnen bedeutsam daf\u00fcr sein, ob ein DNA-Bereich abgelesen werden kann oder nicht. Die Lockerung der Chromatin-Struktur erfolgt durch komplexe zellul\u00e4re Prozesse.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kann die Transkription stattfinden. Diese bedeutet ein \u201eUmschreiben\u201c der DNA-Sequenz in ein anderes gro\u00dfes Molek\u00fcl, das wie die DNA ebenfalls eine Nukleins\u00e4ure ist, die RNA (RNA, engl. ribonucleic acid; dt. Ribonukleins\u00e4ure [RNS]). Sowohl bei der DNA als auch bei der RNA handelt es sich um einen langen Strang aufeinander folgender \u201eBasen\u201c, die das Grundger\u00fcst der Nukleins\u00e4uren darstellen. Dabei gehen jeweils zwei ganz bestimmte \u201eBasen\u201c eine Bindung miteinander ein. Auf Grund dieser sehr spezifischen Basenpaarung kann die RNA nun \u201ekomplement\u00e4r\u201c \u2013 quasi spiegelbildlich \u2013 zur DNA-Sequenz erstellt werden; der DNA-Strang hei\u00dft \u201eMatrize\u201c. Auch hierbei handelt es sich um einen komplexen Prozess, bei dem zahlreiche Faktoren zusammenspielen m\u00fcssen, damit spezifisch reguliert wird, ob eine Transkription stattfinden soll, sie schlie\u00dflich eingeleitet (\u201eInitiation\u201c), mit ihr fortgefahren (\u201eElongation\u201c) und sie dann beendet (\u201eTermination\u201c) wird. Das Umschreiben erfolgt dabei nicht mit hundertprozentiger Genauigkeit \u2013 beispielsweise kann eine nicht-komplement\u00e4re \u201eBase\u201c eingebaut werden. Eine spezifische Genauigkeit (und Ungenauigkeit) wird \u00fcber \u201eReparaturmechanismen\u201c \u2013 wiederum mit zahlreichen beteiligten Faktoren der Zelle \u2013 erreicht.<\/p>\n<p>Auf diese Weise entsteht eine RNA, die aber noch nicht \u201efertig\u201c ist, eine pre-mRNA (bzw. dt. pr\u00e4-mRNS). Vielmehr finden nach der Transkription (\u201eposttranskriptional\u201c) noch verschiedene Ver\u00e4nderungen des Molek\u00fcls statt, bis dann eine reife RNA vorliegt.<\/p>\n<p>Die dann vorliegende mRNA wird nun aus dem Zellkern ins Zellplasma transportiert. Auch der Transport erfolgt nicht \u201eeinfach so\u201c, sondern als regulierter Prozess. Erst im Zellplasma kann die mRNA der Translation zur Verf\u00fcgung stehen. Allerdings muss keine Translation stattfinden, sondern die mRNA kann rasch abgebaut werden. Gewebespezifisch \u00fcberdauert die mRNA wenige Minuten bis viele Stunden \u2013 es k\u00f6nnen dabei viele, eine oder auch gar keine Translationen stattfinden.<\/p>\n<p>Und auch an der Translation, bei der die mRNA-Sequenz in eine Aminos\u00e4uresequenz \u2013 diese ist dann der Grundbaustein des Proteins \u2013 umgeschrieben wird, sind zahlreiche Faktoren beteiligt. Auch hier wird genau reguliert, ob die Translation erfolgen soll, wird sie initiiert, aufrechterhalten und beendet. Damit liegt dann die Aminos\u00e4uresequenz vor, die den Grundbaustein der Proteine darstellt \u2013 aber noch keineswegs das fertige, in der Zelle wirksame Produkt. So erfolgen nach der Translation (\u201eposttranslational\u201c) noch chemische Ver\u00e4nderungen, die erst dazu f\u00fchren, dass ein Produkt mit spezifischer Aktivit\u00e4t, Reaktivit\u00e4t und Lokalisation in der Zelle entsteht. Es k\u00f6nnen Teile der Aminos\u00e4uresequenz spezifisch entfernt werden, oder es werden zus\u00e4tzliche Aminos\u00e4uren an die existierende Sequenz angelagert oder zwischen Aminos\u00e4uren der Sequenz eingebaut. Es k\u00f6nnen chemische Gruppen \u2013 wie Eiwei\u00dfe, Zucker, Fette, \u00adProteine \u2013 angebaut werden, und es k\u00f6nnen neue chemische Bindungen eingef\u00fcgt werden. Erst jetzt entsteht ein spezifisches Produkt, mit einer definierten r\u00e4umlich-geometrischen Form, das ganz charakteristische chemische und physikalische Eigenschaften aufweist.<\/p>\n<p>Als Fazit ist festzuhalten: DNA bzw. \u201eGene\u201c enthalten keine Informationen, die dann nur umgesetzt werden m\u00fcssten; vielmehr wird erst durch vielf\u00e4ltige Prozesse der Zelle, in spezifischer Reaktion auf umgebende Einfl\u00fcsse \u2013 aus der Zelle, dem elterlichen Organismus, der Umwelt \u2013 die spezifische, aktuell notwendige Information eines Gens erzeugt. Aus einem einzigen Gen (DNA) k\u00f6nnen zahlreiche unterschiedliche Produkte entstehen, die dann in der Zelle unterschiedlich lokalisiert sind und unterschiedliche Aktivit\u00e4ten entfalten. Auf allen Ebenen findet Regulation statt. Das hei\u00dft also, es kommt auf die Umgebungsbedingungen an, also auf die Zelle und gegebenenfalls den elterlichen Organismus, und das auch nicht etwa in der Weise eines (passiven) Materiallagers, sondern als (aktiver) \u201eReaktionsraum\u201c, in dem zahlreiche Reaktionen ablaufen und Einfl\u00fcsse aus Zelle, Organismus und Umgebung wirksam werden. Erst dieser \u201eReaktionsraum\u201c und die dort wirkenden Einfl\u00fcsse f\u00fchren zu konkreten Produkten, die gebildet werden und zu deren Ausbildung DNA als einer der Bestandteile dient.<\/p>\n<p>Um es noch einmal anders zu sagen: Die pr\u00e4formistische Annahme einer DNA, die alles bestimme, ist falsch \u2013 und widerlegt. Vielmehr sind die Prozesse der Embryonalentwicklung weiter und komplexer zu denken. Die DNA stellt einen der beteiligten Faktoren in der Zelle dar. Aus ihr wird erst durch zellul\u00e4re Prozesse die Information gewonnen, die zu dem konkreten Zeitpunkt in der Zelle ben\u00f6tigt wird. Dabei sind viele zellul\u00e4re Faktoren \u2013 wie verschiedene Proteine \u2013 involviert, die sich zusammenlagern und interagieren m\u00fcssen, damit aus einer DNA-Sequenz das \u201eben\u00f6tigte\u201c Produkt gebildet wird.<\/p>\n<h3>Prozessdenken in der chromosomalen Geschlechtsentwicklung<\/h3>\n<p>Solche integrierten, systemischen Betrachtungen fanden und finden durchaus statt, allerdings blieben sie gegen\u00fcber der Genetik im Hintertreffen, die lediglich die DNA fokussierte und diese mit der so weitreichenden Bedeutung auflud, dass sie bereits alle Information zum Aufbau eines Organismus enthielte und diese nur gelesen werden m\u00fcssten. Schon die Theorien von Goldschmidt und Kammerer zeigten integrierte und systemische Betrachtungen; seit den 1940er Jahren wurden solche Auffassungen vielfach unter dem Begriff \u201eEpigenetik\u201c gefasst. Conrad Hall Waddington thematisierte seit den 1940er Jahren als \u201eEpigenetik\u201c Faktoren des Zellplasmas, die zur Umsetzung der \u201eInformationen\u201c der Gene beitragen sollten. Gene waren bei ihm durchaus dominant gesetzt, allerdings seien sie auf weitere Bestandteile der Zelle angewiesen \u2013 und diese sollten untersucht werden. Heute k\u00f6nnten die Betrachtungen weiter reichen, und die dominante Stellung von DNA w\u00e4re berechtigt in Zweifel zu ziehen. Es k\u00f6nnten unter \u201eEpigenetik\u201c die Betrachtungen eingeordnet werden, die hier zur Umgestaltung der Chromatinstruktur, zu Transkription und Translation und daran ankn\u00fcpfende weitere chemische Ver\u00e4nderungen, beschrieben wurden. Es k\u00f6nnten zudem einwirkende Faktoren aus dem elterlichen Organismus in den Blick genommen werden, ebenso wie etwa die Auswirkung von Ern\u00e4hrung und Stress \u2013 denen mittlerweile durchaus dominant eine Bedeutung bei Entwicklungsvorg\u00e4ngen zugeschrieben wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Geschlechtsentwicklung bedeuten die vielen beteiligten Faktoren und die Prozesshaftigkeit, die stets f\u00fcr Regulation offen ist, dass sie nicht nach einem starren und einfachen Muster \u201eweiblich\u201c oder \u201em\u00e4nnlich\u201c abl\u00e4uft, dass sich die Entwicklung des Genitaltraktes vielmehr nach den sich individuell darstellenden Bedingungen und einwirkenden Einfl\u00fcssen vollzieht. So leuchtet unmittelbar ein, dass zahlreiche Auspr\u00e4gungsformen des Genitaltraktes m\u00f6glich sind. Diese stellen sich in der Realit\u00e4t tats\u00e4chlich auch dar, nur sind sie im Allgemeinen ohnehin durch die Kleidung verdeckt, und sie gelangen \u2013 wohl zum Gl\u00fcck \u2013 nicht in den Blick der Medizin. Bei den Menschen, die auffallen, weil sie nicht in die derzeitigen Normen von \u201eweiblich\u201c oder \u201em\u00e4nnlich\u201c passen, wird noch immer und oft \u00e4u\u00dferst r\u00fccksichtslos und gewaltsam ein eindeutiges Erscheinungsbild \u201eweiblich\u201c oder \u201em\u00e4nnlich\u201c hergestellt; oder es wird Menschen nahegelegt, sich selbst als \u201ekrank\u201c anzusehen, nur weil sie sich nicht fortpflanzen k\u00f6nnen, weil sie nicht die als \u201etypisch\u201c angesehenen Chromosomenbest\u00e4nde oder Hormonspiegel aufweisen. Die Frage ist doch aber, wenn man die vielf\u00e4ltigen Faktoren betrachtet, die an der Geschlechtsentwicklung Anteil haben: Was ist typisch? Ist der Chromosomensatz das Entscheidende? Sind es die einzelnen Gene und die vielen daraus gebildeten Produkte? Von welcher Quantit\u00e4t eines gebildeten Produkts an gilt ein Mensch als \u201eweiblich\u201c, wann als \u201em\u00e4nnlich\u201c? Sind es die Keimdr\u00fcsen, die eindeutig sein sollen \u2013 oder m\u00fcssen sie auch Keimzellen produzieren (k\u00f6nnen)? Muss ein \u201eMann\u201c \u00fcber funktionsf\u00e4hige Samenzellen verf\u00fcgen, und muss eine \u201eFrau\u201c neben der M\u00f6glichkeit, Eizellen zu produzieren, auch die \u201einneren Genitalien\u201c aufweisen, einen Embryo entwickeln und austragen k\u00f6nnen? Oder ist doch schlicht das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild der Genitalien \u2013 insbesondere mit Penis, Hoden und Vagina das Typische? Alle diese Merkmale zusammen werden bei keinem einzigen Menschen in eine \u201eeindeutige\u201c Richtung \u201eweiblich\u201c oder \u201em\u00e4nnlich\u201c zusammenspielen.<\/p>\n<h3>Geschlechtliche Vielfalt und kirchliche Tradition<\/h3>\n<p>Blickt man historisch zur\u00fcck, so ist die rigorose Einordnung von Geschlecht historisch neu. Bis etwa um 1500 reagierten Gesellschaft und \u2013 damals insbesondere in Europa relevant \u2013 die Kirchengerichtsbarkeit relativ unaufgeregt, wenn ein Mensch nicht klar einem der beiden sozialen Geschlechter \u201eMann\u201c oder \u201eFrau\u201c zugerechnet werden konnte. Kam ein Zweifel auf, wie es bei Fragen der Eheschlie\u00dfung, des Erbens und Vererbens der Fall sein konnte, so urteilte das angerufene Kirchengericht, dass der Mensch w\u00e4hlen solle, sich entweder zu diesem oder zu jenem Geschlecht zu verhalten und von der getroffenen Entscheidung zeitlebens nicht abweichen sollte. Christof Rolker hat in seinem Aufsatz\u00a0Der Hermaphrodit und seine Frau: K\u00f6rper, Sexualit\u00e4t und Geschlecht im Sp\u00e4tmittelalter\u00a0(2013) nuanciert diesen vergleichsweise \u201eunaufgeregten\u201c Umgang mit \u201euntypischem\u201c Geschlecht beleuchtet und erkennt eine Ver\u00e4nderung etwa ab 1530: Ab dem fr\u00fchen 16. Jahrhundert w\u00fcrden scharfe Urteile wie das Verbrennen getroffen.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, die darauf zielen, geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung zu erm\u00f6glichen und zu bef\u00f6rdern sowie gewaltvolle gesellschaftliche Umgangsweisen mit \u201eAbweichungen von der Norm\u201c abzustellen, k\u00f6nnte es g\u00fcnstig sein, die katholische Kirche bez\u00f6ge sich mehr auf die eigene \u2013 offenere \u2013 Tradition. Geschlechter im Sinne einer Sch\u00f6pfung Gottes zu verstehen, kann gerade bedeuten, die Vielfalt der konkret vorhanden Menschen anzuerkennen. Diese Anerkennung tut dar\u00fcber hinaus Not: Transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche (aber auch Erwachsene) berichten von vielen gewaltvollen Erfahrungen und viel zu oft von daraus erwachsenen tempor\u00e4ren Suizidabsichten. Hier ist Seelsorge in der Pflicht, anzuerkennen und zu unterst\u00fctzen; schlie\u00dflich sollte gerade Seelsorge ein Ort sein, der unterst\u00fctzt, anstatt Menschen zu bedr\u00e4ngen und ihnen den letzten Lebensmut zu rauben. Konkret ergeben sich die folgenden Themen und Aufgaben im Hinblick auf die katholische Kirche und ihre Seelsorge:<\/p>\n<ul>\n<li>Annehmen der Sch\u00f6pfung \u2013 auch wenn sie vielf\u00e4ltig ist und nicht in den Bahnen beschr\u00e4nkter menschlicher gesellschaftlicher Ordnung verl\u00e4uft.<\/li>\n<li>Wahrnehmen des ganzen Menschen \u2013 ganzheitlich, inklusive der sexuellen und geschlechtlichen Dimensionen.<\/li>\n<li>Ernstnehmen von Unterst\u00fctzungsbedarfen: seelische bzw. psychische Gesundheit f\u00f6rdern, statt bei Menschen Leid und \u2013 im Extrem \u2013 Suizidgedanken zu erzeugen.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfen an die eigene Tradition gr\u00f6\u00dferer Offenheit.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Differentiated insights into biological sex (sex)<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":86615,"menu_order":977,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32669","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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