{"id":32689,"date":"2023-07-24T09:02:49","date_gmt":"2023-07-24T07:02:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=32689"},"modified":"2024-12-05T09:12:58","modified_gmt":"2024-12-05T08:12:58","slug":"rassismus-in-klassischen-werken-der-philosophischen-tradition-am-beispiel-der-schriften-von-immanuel-kant","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/rassismus-in-klassischen-werken-der-philosophischen-tradition-am-beispiel-der-schriften-von-immanuel-kant\/","title":{"rendered":"Racism in classical works of the philosophical tradition"},"content":{"rendered":"<p>In vielen klassischen Texten der philosophischen Tradition treffen wir auf Passagen, die mindestens nach heutigen Ma\u00dfgaben als rassistisch gelten. Schon seit ein paar Jahren wird \u00fcber dieses Thema sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch innerhalb des akademischen Diskurses diskutiert. Einige Sendungen, Artikelserien und Diskussionsreihen er\u00f6ffnen die Diskussion mit einer Fragestellung nach dem folgenden Schema: \u201eWar \u2013 zum Beispiel: Kant, Fichte oder Hegel, aber auch: Hannah Arendt oder Max Weber ein Rassist \/ eine Rassistin?\u201c. Man k\u00f6nnte daraus den Auftrag entnehmen, die Klassiker nun der Reihe nach durchzugehen, sie auf rassistische Gehalte und Ideologien hin zu untersuchen, um dann ein Urteil \u00fcber sie zu f\u00e4llen. Ich halte diese Vorgehensweise f\u00fcr wenig zielf\u00fchrend, weil bereits die Fragestellung das Untersuchungsfeld auf problematische Weise verengt und \u2013 wie ich im Folgenden andeuten m\u00f6chte \u2013 dadurch wichtige, weitere Aspekte und Dimensionen des Themas nicht mehr in den Blick kommen.<\/p>\n<p>Dies m\u00f6chte ich aber nicht im Allgemeinen behaupten, sondern auf der Grundlage einiger ausgew\u00e4hlter Stellen, und zwar exemplarisch an Stellen aus der Philosophie Kants, auch demonstrieren. Ich m\u00f6chte damit eine Vorstellung davon vermitteln, wie komplex die Auseinandersetzung mit solchen Stellen sein sollte, wenn wir aus dieser Auseinandersetzung nicht nur Einsichten \u00fcber die philosophische Tradition, sondern auch \u00fcber unsere heutige philosophische Praxis gewinnen wollen.<\/p>\n<p>Diese Fragestellung er\u00f6ffnet die Gelegenheit, nicht einfach nur die Klassiker durchzugehen und aus einer vorgeblich moralisch \u00fcberlegenen Position distanzierter Richter:innen \u00fcber sie zu urteilen, sondern auch uns selbst, unsere Rezeptionshaltungen und -erwartungen kritisch zu reflektieren. \u00dcber die \u201egro\u00dfen Individuen\u201c zu richten, ist schon deshalb nicht sonderlich produktiv, weil diese Verfahrensweise das Problem des Rassismus individualisiert und historisiert (also: es als ein Problem blo\u00df von Individuen der Vergangenheit, von Kant, Fichte, Max Weber, Hannah Arendt und anderen erscheinen l\u00e4sst und es dadurch als ein Problem blo\u00df der historischen Vergangenheit von uns distanziert). Entsprechend w\u00fcrden dann zum Beispiel unsere offensichtlich ja nicht unproblematischen, bisherigen Weisen, die Klassiker zu lesen und sie zu diskutieren, gar nicht als Gegenstand der Untersuchung auftauchen. Ich denke daher, wir m\u00fcssen sozusagen \u201emit ins Boot\u201c \u2013 und zwar nicht als Richter:innen \u00fcber die Klassiker, sondern als diejenigen, die durch und im Arbeiten mit den klassischen Werken Kants, Hegels, Fichtes \u2026 wesentlich daran teilhaben, wie die Rezeption k\u00fcnftig fortgesetzt wird und ob sich dabei im Umgang mit der rassistischen Tradition ein angemessenes Problembewusstsein entwickeln wird.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten die kritische Auseinandersetzung mit den Rezeptionshaltungen, die wir gegen\u00fcber den klassischen Werken einnehmen, f\u00fcr die Frage nutzen, welche Formen der Rezeption wir unhinterfragt als selbstverst\u00e4ndlich ausgebildet haben, wie wir unsere (Philosophie-)Geschichte schreiben, welche Philosophien wir darin aufgenommen haben (und welche nicht) und in welcher Weise wir Philosophen und Philosophinnen der Tradition (aber vielleicht sogar unserer Gegenwart) zum Beispiel zu \u201egro\u00dfen Denker:innen\u201c, von denen wir auch moralische Perfektion erwarten, stilisieren. Ich formuliere hier also die Hoffnung, dass die kritische Auseinandersetzung mit der langen rassistischen Tradition des eigenen Faches auch Wirkung zur kritischen Transformation fest etablierter, unhinterfragter Begriffe und Methoden \u201eder\u201c \u2013 insbesondere: europ\u00e4ischen oder westlichen \u2013 Philosophie entfalten k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Wenn es nur so einfach w\u00e4re \u2026 Ber\u00fccksichtigung historischer Konstellationen<\/h3>\n<p>Die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Klassikern geht nicht darin \u00adauf, schematisch die betreffenden Stellen zu identifizieren und sie als F\u00e4lle von Rassismus auszuzeichnen. Schon dies ist in vielen F\u00e4llen nicht so einfach. Aber wenn man in der Auseinandersetzung auch noch etwas \u00fcber die Wirkungsweisen rassistischer \u00c4u\u00dferungen und \u00fcber die mannigfaltigen Formen, in denen Rassismen unter Umst\u00e4nden bis heute ihre Wirkungen entfalten, in Erfahrung bringen m\u00f6chte, muss man meines Erachtens etwas tiefer einsteigen. Tiefer einsteigen bedeutet in diesem Zusammenhang: auch etwas \u00fcber den Status, die Stellung und die Tragweite, die diese Stellen in den jeweiligen Theorien und innerhalb der zeitgen\u00f6ssischen Diskussion haben, in Erfahrung zu bringen \u2013 ohne die Befunde unter einer bereits im Vorhinein gefassten apologetischen oder verurteilenden Intention zu gewichten. Dazu scheint es mir unerl\u00e4sslich,<\/p>\n<p>a.\u00a0die jeweiligen Passagen im jeweiligen historischen Diskurs zu kontextualisieren. Es nicht zu tun, w\u00e4re deshalb problematisch, weil erst in der konkreten Situierung beurteilt werden kann, ob der mitunter zur Legitimation herangezogene jeweilige Zeitgeist tats\u00e4chlich so homogen war, wie das mitunter \u00ad<br \/>\npropagiert wird.<\/p>\n<p>b.\u00a0herauszuarbeiten, auf welche konkreten Fragen der zeitgen\u00f6ssischen Diskussion die jeweiligen Autorinnen und Autoren mit ihren, teils auch hochproblematischen Konzeptionen antworten. Dies einzubeziehen, ist auch unter wissenschaftstheoretischen Gesichtspunkten wichtig und er\u00f6ffnet uns m\u00f6glicherweise Einsichten, die wir prospektiv zur Kritik unseres Forschens ben\u00f6tigen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>c.\u00a0und nicht zuletzt bedarf es, schon um der historischen und philosophischen Redlichkeit willen, der Klarlegung, um welche Textsorten es sich im jeweiligen Fall handelt und welche Validit\u00e4t der entsprechenden Quelle zukommt.<\/p>\n<h3>Historischer Kontext und Homogenit\u00e4t des Zeitgeistes \u2026<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte mit einer Passage aus Kants\u00a0Beobachtungen \u00fcber das Sch\u00f6ne und Erhabene\u00a0beginnen, um die Komplexit\u00e4t, von der ich eingangs gesprochen habe, zu demonstrieren:<\/p>\n<p>\u201eDie \u2026 haben von der Natur kein Gef\u00fchl, welches \u00fcber das L\u00e4ppische stiege.\u00a0Herr Hume\u00a0fordert jedermann auf, ein einziges Beispiel anzuf\u00fchren, da ein \u2026 Talente gewiesen habe, und behauptet: da\u00df unter den hunderttausenden von \u2026, die aus ihren L\u00e4ndern anderw\u00e4rts verf\u00fchrt werden, obgleich deren sehr viele auch\u00a0in Freiheit\u00a0gesetzt werden, dennoch nicht ein einziger jemals gefunden worden, der entweder in Kunst oder Wissenschaft, oder irgend einer andern r\u00fchmlichen Eigenschaft etwas Gro\u00dfes vorgestellt habe, obgleich unter den Wei\u00dfen sich best\u00e4ndig welche aus dem niedrigsten P\u00f6bel empor schwingen und durch vorz\u00fcgliche Gaben in der Welt ein Ansehen erwerben. So wesentlich ist der Unterschied zwischen diesen zwei Menschengeschlechtern, und er scheint eben so gro\u00df in Ansehung der Gem\u00fcthsf\u00e4higkeiten, als der Farbe nach zu sein\u201c.<br \/>\n(Immanuel Kant, Beobachtungen \u00fcber das Sch\u00f6ne und Erhabene [1764], AA 2: 253)<\/p>\n<p>Ich habe hier die Ausdr\u00fccke wie das N. Wort und \u00fcberhaupt die Anzeige auf bestimmte Menschengruppen herausgenommen \u2013 aus dem Grunde, weil es in der Besch\u00e4ftigung mit dieser Stelle nicht wichtig ist, welche \u201eAnderen\u201c nun unter Bezug auf negative, vorgeblich nat\u00fcrliche Eigenschaften herabgesetzt werden.<\/p>\n<p>Da die Frage der Darstellung aber wichtig ist, will ich kurz eine \u00dcberlegung dazu \u00e4u\u00dfern. Ich bin generell der Ansicht, dass man in wissenschaftlichen Kontexten die Quellen unbearbeitet vorlegen und \u00fcber sie, so wie sie als Quellen verfasst sind, diskutieren muss \u2013 schon deshalb, damit wir uns keine Illusionen \u00fcber unsere Tradition machen; aber das wiederholte laute Vorlesen und die Wiederholung von rassistischen Bezeichnungen oder Verbindungen f\u00fchrt unwillk\u00fcrlich zur \u201eNormalisierung\u201c der Aussprechbarkeit und verkennt freilich das Problem, auf das Judith Butler und eine ganze Reihe von Sprachphilosoph:innen hinweisen: dass jede Zitation den Ausdruck in der Sprache oder besser: in unserem Sprechen h\u00e4lt und dass mit jeder Zitation auch wieder alle Klischees und verletzenden Assoziationen aufgerufen und die so bezeichneten Personen ein weiteres Mal herabgew\u00fcrdigt werden.<\/p>\n<p>Was die betreffende Stelle angeht, so spricht der Autor Kant hier nur in Teilen selbst. Er referiert vielmehr David Hume, und der ist es, der in einer Schrift \u00fcber die Nationalcharaktere (ein Thema, das viele Autoren dieser Zeit besch\u00e4ftigt hat) diese Gedanken \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Bei der Schrift von Hume handelt sich um eine Anmerkung und es ist durchaus interessant und der Untersuchung wert, was Kant aus dieser Stelle macht. Er zitiert nicht w\u00f6rtlich (was er in der Regel nie macht), sondern offensichtlich aus dem Ged\u00e4chtnis und f\u00fcgt auch seine eigenen \u00dcberlegungen und Schwerpunkte in das Hume-Referat ein. Auch wenn sich ohne Frage zu dieser Transformation der Hume-Stelle noch viel sagen lie\u00dfe, werde ich mich auf einen Aspekt beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Hume verlangt nach einem Beispiel zur Widerlegung seiner Hypothese, dass es einen nat\u00fcrlichen und damit die jeweilige Entwicklungsf\u00e4higkeit festschreibenden Unterschied zwischen den Nationen gebe. Dieses Gegenbeispiel hat ihm seiner Ansicht nach noch niemand liefern k\u00f6nnen, daher, meint er, kann er an seiner Hypothese von der Unterlegenheit bestimmter Nationen festhalten. Er f\u00fchrt Jamaika an, als ein Beispiel, das seine Hypothese widerlegen k\u00f6nnte, denn dort soll es einen Gelehrten geben. Aber, so mutma\u00dft Hume, dieser Gelehrte wird sicher nicht den europ\u00e4ischen Standards des Gelehrtentums standhalten k\u00f6nnen, sondern wird vermutlich nur nach jamaikanischen Ma\u00dfst\u00e4ben als gelehrt bewundert.<\/p>\n<p>Kant unterschl\u00e4gt in seinem Hume-Referat sogar diesen\u00a0einen\u00a0Fall. Und er h\u00e4tte sogar selbst mit Anton Wilhelm Amo (verm. 1703\u20131759) von einem weiteren Fall wissen k\u00f6nnen, der Humes Hypothese von der nat\u00fcrlichen Unterlegenheit ersch\u00fcttert h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Amo wurde aus Westafrika verschleppt, er bildete sich aus, studierte in Halle, promovierte dort, lehrte und forschte in Halle und in Jena und wurde \u2013 auch nach den damaligen europ\u00e4ischen Ma\u00dfst\u00e4ben \u2013 als Gelehrter anerkannt. Blumenbach, dessen Theorie der Epigenesis Kant rezipierte, hat Amo und seine wissenschaftliche Arbeit gegen zeitgen\u00f6ssische rassistische Diskriminierungen verteidigt und soll ihn sehr gesch\u00e4tzt haben (siehe dazu B\u00e4rbel V\u00f6lkel, Kants \u00bbstinkende \u203aN\u2039\u00ab und Anton Wilhelm Amo, Privatdozent f\u00fcr Philosophie in Halle. Kritische Blicke auf den Rassismus der deutschen Aufkl\u00e4rung, in: Stefan Knau\u00df, Louis Wolfradt, Tim Hofmann, Jens Eberhard (Hrsg.): Auf den Spuren von Anton Wilhelm Amo: Philosophie und der Ruf nach \u2026 Transkript Verlag 2021; ferner: Brentjes, Burchard. 1976. Anton Wilhelm Amo. Der schwarze Philosoph in Halle. Leipzig: K\u00f6hler &amp; Amelang. Brentjes 1976, 72).<\/p>\n<p>\u00dcber Anton Wilhelm Amo wurde viel berichtet und Kant hatte \u2013 sei es \u00fcber die zeitgen\u00f6ssischen Magazine sei es durch die lebhafte Gespr\u00e4chskultur, die ihm die Hafenstadt K\u00f6nigsberg erm\u00f6glichte \u2013 von ihm wissen oder sich weiter \u00fcber ihn informieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kant schreibt im Unterschied zu Hume den freigelassenen Sklaven zwar grunds\u00e4tzlich eine gewisse Freiheitsf\u00e4higkeit zu, aber er betont, dass die freigelassenen Sklaven ihre Freiheit offensichtlich nicht dazu genutzt haben, um sich zu kultivieren. Das wirkt in Anbetracht der vorangehenden Unfreiheiten, des erlittenen Unrechts und der alle Freiheit in ihrer Entwicklung verhindernden Grausamkeiten der Sklaverei ausgesprochen zynisch; und Kant schlie\u00dft dann auch mit einer deutlich rassistischen Analogie, wenn er schreibt: \u201eSo wesentlich ist der Unterschied zwischen diesen zwei Menschengeschlechtern, und er scheint eben so gro\u00df in Ansehung der Gem\u00fcthsf\u00e4higkeiten, als der Farbe\u00a0nach zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Kant bezog sich, wie diese Kontextualisierung zeigt, auf Autorit\u00e4ten des zeitgen\u00f6ssischen Diskurses und sch\u00f6pft aus ihm vorliegenden Quellen; die zeitgen\u00f6ssischen Verh\u00e4ltnisse aber waren, wie schon allein die Existenz und die Diskussion um Anton Wilhelm Amo dokumentieren, keineswegs so homogen, als dass sie nicht auch f\u00fcr Irritationen (und Widerlegun-<br \/>\ngen aufgestellter Hypothesen) bereits angenommener Vorurteile h\u00e4tten sorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Fragen des Diskurses \u2013 Demonstration an Kants Race-Begriff<\/h3>\n<p>Wenn man sich etwa mit dem \u201eRace-Begriff\u201c bei Kant besch\u00e4ftigt, dann ist es wichtig zu wissen, dass Kant f\u00fcr die Entwicklung eines Rassebegriffs durchaus auch ein sachliches Motiv hatte. In der Kontroverse, etwa mit dem zeitgen\u00f6ssischen Naturforscher und weit gereisten Georg Forster zeigt sich: Es ging Kant darum, die Einheit der Menschen als Gattung nachzuweisen und entsprechend: eine wissenschaftliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Genese beobachtbarer Unterschiede zu geben. Diese Dimension seiner Rassetheorie nicht zu rezipieren, verstellt uns wichtige Einsichten in die problematischen \u00dcberg\u00e4nge zwischen wissenschaftlichen Anliegen und ihrer weiteren ideologischen Verstrickung, denen auch wir in unseren Forschungen erliegen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Wenn man etwa die folgende Stelle liest, mutet die Verwendung des \u201eRace-Begriffs\u201c erst einmal nicht \u201erassistisch\u201c an. \u201eDer Begriff einer Race enth\u00e4lt erstlich den Begriff eines gemeinschaftlichen Stammes, zweitens notwendig erbliche Charaktere des klassischen [gemeint ist die Klasse im Unterschied zur Gattung \u2013 Erg. der Verf.in] Unterschiedes der Abk\u00f6mmlinge desselben von einander. (\u2026)<br \/>\nDie Klasse der Wei\u00dfen ist nicht als besondere Art in der Menschengattung von der der Schwarzen unterschieden; und es gibt gar keine verschiedene Arten von Menschen.\u201c\u00a0(Immanuel Kant, Bestimmung des Begriffs einer Menschenrasse [1785], AA 8: 99\u2013100)<\/p>\n<p>Der Race-Begriff hat in diesem Zusammenhang die Funktion zu zeigen, dass sich bestimmte k\u00f6rperliche Eigenschaften auch bei dauerhaftem Wechsel in eine andere Klimazone \u00fcber Generationen weitervererben. Damit verbunden ist vor allem der Versuch, die engen Grenzen des Race-Begriffs aufzuzeigen, ihn \u00fcberhaupt einmal zu definieren und ihn von seiner irrationalen Ausweitung (zum Beispiel bis zur Gattung) zu bewahren. Kant geht es darum, trotz unterschiedlicher Ph\u00e4notypen (Rassen) die Menschen auf einen Urstamm zur\u00fcckzuf\u00fchren und damit Einheit in ein empirisch beobachtbares Mannigfaltiges zu bringen. Das theoretische Interesse an einer Einheit ist darauf gerichtet, die empirische Mannigfaltigkeit einer organischen Gattung nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu erkl\u00e4ren \u2013 und dies ist nach Kant keine Aufgabe, die die Naturbeschreibung leisten kann, sondern eine der Naturgeschichte. Erkl\u00e4rungen f\u00fcr eine Einheit haben entsprechend auch einen besonderen epistemischen Status, d. h. sie gr\u00fcnden auf historischen Begriffen und nicht auf Begriffen der empirischen, beschreibenden Naturforschung. Heute w\u00fcrden wir sagen: Solche Erkl\u00e4rungen haben nicht den Status von biologischen Erkl\u00e4rungen und die darin verwendeten Begriffe sind keine naturwissenschaftlichen.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man meinen, der Kantische Race-Begriff transportiere daher auch keine rassistischen Vorstellungen, denn Unterschiede werden gerade als Unterschiede einer Einheit, einer Gattung formuliert. Dass es so einfach nicht ist, kann einem klar werden, wenn man etwa folgende Stelle aus der sogenannten\u00a0Physischen Geographie\u00a0zur Kenntnis nimmt. \u201eDie Menschheit ist in ihrer gr\u00f6\u00dften Vollkommenheit in der Rasse der Wei\u00dfen.\u201c\u00a0(Immanuel Kant, Physische Geographie [Vorlesungsnachschriften zwischen 1756 und 1796], AA 9: 316)<\/p>\n<p>Wenn man diese Stelle liest, wird man sich fragen, welche Rolle darin noch die Einheit der Gattung spielt bzw. ob und wie die hier vorgenommene Hierarchisierung der Rassen mit der anderw\u00e4rts geforderten Einheit der Gattung kompatibel ist.<\/p>\n<p>Zu ber\u00fccksichtigen ist, dass es sich bei der\u00a0Physischen Geographie\u00a0um eine andere Schrift handelt, und dass diese auch einen anderen Status hat als die vorher zitierte sogenannte\u00a0Rasseschrift. Bei der\u00a0Physischen Geographie\u00a0handelt es sich um Vorlesungen, die Kant \u00fcber Jahrzehnte gehalten hat und dies bereits von Beginn seiner Privatdozentur (1755) bis zum Ende seiner Vorlesungst\u00e4tigkeit im Sommer 1796. Kant war w\u00e4hrend dieser Zeit, wie Werner Stark nachgewiesen hat, ein wacher Beobachter der naturforschenden Publikationen seiner Zeit und hat versucht, seine Zuh\u00f6rer mit diesen Entwicklungen vertraut zu machen. Entsprechend erschlie\u00dfen sich die Inhalte der\u00a0Physischen Geographie\u00a0auch erst \u00fcber den Bezug auf einschl\u00e4gige Reiseberichte, auf Schriften von Naturforschern, auf Lexika der Mineralogie etc., die Kant exzerpiert und seinen Vorlesungen zu Grunde gelegt hat. Werner Stark hat die Vorlesungen zur\u00a0Physischen Geographie\u00a0im Rahmen der Akademie-Ausgabe herausgegeben und ihre Quellen zu entschl\u00fcsseln versucht.<\/p>\n<p>Die hier zitierte Stelle ist zum Beispiel ein fast ein w\u00f6rtliches Zitat aus Buffons\u00a0Allgemeiner Historie der Natur:<br \/>\n\u201eDie Natur hat in ihrer gr\u00f6\u00dften Vollkommenheit wei\u00dfe Menschen gebildet, und die auf das h\u00f6chste ver\u00e4nderte Natur bildet sie gleichfalls wei\u00df.\u201c\u00a0aus: Georges-Louis Leclerc de Buffon: \u201eAllgemeine Historie der Natur nach allen ihren besondern Theilen abgehandelt; nebst einer Beschreibung der Naturalienkammer Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs von Frankreich. Zweyter Teil. \u00dcbersetzung und Vorrede: Albrecht von Haller, bey Georg Christian Grund und Adam Heinrich Holle, Hamburg und Leipzig: 1752, S. 300<\/p>\n<p>Daran kann man erkennen, wie etabliert bestimmte Sichtweisen in der damaligen Diskussion waren: Buffon war ein einschl\u00e4giger Autor und eine Autorit\u00e4t. Diese Kenntnis dient nicht der Entlastung, denn Kant h\u00e4tte Buffon ja auch\u00a0nicht\u00a0zitieren m\u00fcssen, und er h\u00e4tte diese Form der schlichten Teleologie sogar mit den Mitteln seiner eigenen Theorie einer Kritik unterziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um der Gerechtigkeit willen muss man noch betonen: Die Texte zur\u00a0Physischen Geographie\u00a0sind auch nur Nachschriften \u2013 nicht einmal Mitschriften. Michael Wolff, seinerseits angesehener Kantforscher, hat daher gemeint, dass Kant in seinen Vorlesungen sicherlich die herabw\u00fcrdigenden Passagen von Buffon oder anderen kritisch kommentiert habe. Das mag so gewesen sein, aber davon haben wir bislang keine Zeugnisse, auch nicht in den durchaus verschiedenen Nachschriften.<\/p>\n<p>Der Sache nach ist die Auseinandersetzung mit solchen Stellen dennoch wichtig, weil sie uns die \u00dcberg\u00e4nge zeigen kann, die von einem sachlichen Anliegen zu einer ideologischen Position f\u00fchren: Die Naturgeschichte, die Kant hier betreibt, hat das sachliche, das wissenschaftliche Ziel, die Variet\u00e4ten der Menschen, die sichtbaren Unterschiede als Unterschiede einer Einheit, einer Menschengattung zu integrieren. Dahinter steht auch ein bestimmtes emanzipatorisches Anliegen: Was n\u00e4mlich den Rassebegriff f\u00fcr Kant, f\u00fcr Blumenbach und \u00fcbrigens auch f\u00fcr Voltaire interessant machte, war das Versprechen, dadurch eine nat\u00fcrliche, das hei\u00dft von der Theologie unabh\u00e4ngige Ordnung der Welt und der in ihr lebenden Menschen zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Problematisch ist dagegen die spezifische Art und Weise, wie diese Integrationsleistung von vielen Aufkl\u00e4rern vollzogen wird: im Rahmen einer Naturgeschichte. Kant will sie von der Naturbeschreibung unterschieden wissen, denn die Naturgeschichte reflektiert die Ergebnisse der Naturforschung \u201eteleologisch\u201c, n\u00e4mlich im Hinblick auf ein ideales \u201eZiel\u201c hin und das wiederum liegt in der allm\u00e4hlichen Vervollkommnung der Menschheit. Um es kurz zu machen: Die au\u00dfereurop\u00e4ischen Ethnien (wie auch Angeh\u00f6rige niederer Klassen oder des sogenannten \u201esch\u00f6nen Geschlechts\u201c europ\u00e4ischer L\u00e4nder) werden in diese teleologische Naturgeschichte als Vorstufen der vorgeblich in Europa (bzw. der europ\u00e4ischen Elite) bereits erreichten \u201eVollkommenheit\u201c integriert. Auf diese Weise wird der zun\u00e4chst im Allgemeinen etablierte Universalismus der Gattung in concreto \u2013 angetrieben von einem \u00fcberh\u00f6hten Selbstverst\u00e4ndnis und Machtinteressen einer bestimmten Gemeinschaft \u2013 wieder unterlaufen. Dies ist eine Struktur, die ich hier an Kant exemplifiziere, die aber als Struktur und als problematische Denkfigur keineswegs nur auf Kant zutrifft. Auch heute k\u00f6nnen wir auf ein solches teleologisches und an der Fortschrittsgeschichte bestimmter Gemeinschaften orientiertes Geschichtsbild in vielen Zusammenh\u00e4ngen treffen.<\/p>\n<p>Die Verh\u00e4ltnisse in Bezug auf die Rechte der Frauen bzw. des weiblichen Hauspersonals in Katar werden in unserem \u00f6ffentlichen Diskurs etwa mit dem (europ\u00e4ischen) Mittelalter verglichen, \u2013 also einer Phase der europ\u00e4ischen Geschichte \u00fcber die \u201ewir\u201c, die Europ\u00e4er, scheinbar schon lange hinaus sind. Mit diesem Hinweis m\u00f6chte ich nicht das Unrecht relativieren, das Frauen und dem weiblichen Hauspersonal ihn Katar geschieht, sondern die problematische Denkfigur der \u00dcberlegenheit, die sich in dieser Einordnung anderer Gesellschaften in Fr\u00fchphasen \u201eunserer\u201c Geschichte zeigt, demonstrieren.<\/p>\n<h3>Was aber geht es uns an? Tradierung rassistischer Gedanken und Vorstellungen in Klassischen Texten<\/h3>\n<p>Nun habe ich versucht, Sie ein wenig mit den Erscheinungsformen des Rassismus und auch mit der Weise der Streuung und Tradierung (von Hume \u00fcber Buffon zu Kant und anderen) bekannt zu machen, auf die wir in den Klassischen Werken treffen. Ich habe aber auch gemeint, dass wir uns nicht in der Rolle von Richtern \u00fcber in diesem Fall Kant, Hume, Buffon einrichten sollten, weil<\/p>\n<ul>\n<li>diese Verfahrensweise das Problem des Rassismus individualisiert und historisiert<\/li>\n<li>und wir \u201emit ins Boot\u201c m\u00fcssten, und zwar nicht als Richterinnen \u00fcber die Klassiker, sondern als diejenigen, die durch und im Arbeiten mit den Klassischen Werken Kants, Hegels, Fichtes wesentlich daran teilhaben, wie sie rezipiert werden, ob sich ein angemessenes Problembewusstsein entwickelt, und wie es k\u00fcnftig weitergeht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun, uns geht es heute schon deshalb etwas an, weil wir uns fragen m\u00fcssen, wie wir die Geschichte des Fachs k\u00fcnftig schreiben sollen. Sollen<br \/>\nwir weiterhin, statt an konkreten \u00adDiskussionskonstellationen an der problematischen Konzentration auf sogenannte gro\u00dfe Individuen festhalten? Verweigern wir nicht dadurch, dass wir uns nun deren Rassismus zuwenden, den Opfern der Verdr\u00e4ngung, den aus der Philosophiegeschichtsschreibung ausgeschlossenen Philosophinnen und Philosophen, ein weiteres Mal eine angemessene Rezeption? Vielleicht sollten wir gerade dieses, mit der Klassikerproduktion verbundene Bild des Genies, das alles aus sich selbst sch\u00f6pft, korrigieren, auch, weil es keine aufschlie\u00dfenden Einsichten in die tats\u00e4chliche Entwicklung philosophischer Theoriebildung \u2013 und auch nicht in deren Irrt\u00fcmer vermittelt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem stilisiert die Philosophiegeschichtsschreibung der gro\u00dfen Individuen die Autorinnen und Autoren dar\u00fcber hinaus zu \u2013 in ihrem Denken durchweg koh\u00e4rente, konsistente, sich selbst durchsichtige \u2013 Personen, die wir dann auch unter derart idealisierten Ma\u00dfgaben be- oder verurteilen, statt mit den Ambivalenzen in den Werken und in den Personen \u2013 nun \u2013 eben kritisch umzugehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die \u00dcberlegung, dass wir \u201emit im Boot sitzen\u201c \u2013 und zwar nicht als Richter, sondern als Teil dieser rassistischen Tradition, von der viele von uns m\u00f6glicherweise mehr und tiefer gepr\u00e4gt sind, als sie das in idealisierten Selbstbeschreibungen wahrhaben wollen, ist eine weitere Kant-Stelle ganz aufschlussreich.<\/p>\n<p>Sie stammt aus einer soliden Quelle, aus einer \u201ekritischen\u201c Schrift\u201c, aus der GMS. \u201eDa sieht man nun, da\u00df zwar eine Natur nach einem solchen allgemeinen Gesetze immer noch bestehen k\u00f6nne, obgleich der Mensch (so wie die S\u00fcdsee-Einwohner) sein Talent rosten lie\u00dfe und sein Leben blo\u00df auf M\u00fc\u00dfiggang, Erg\u00f6tzlichkeit, Fortpflanzung, mit einem Wort auf Genu\u00df zu verwenden bedacht w\u00e4re; allein er kann doch unm\u00f6glich wollen, da\u00df dieses ein allgemeines Naturgesetz werde, oder als ein solches in uns durch Naturinstinkt gelegt sei. Denn als ein vern\u00fcnftiges Wesen will er notwendig, da\u00df alle Verm\u00f6gen in ihm entwickelt werden, weil sie ihm doch zu allerlei m\u00f6glichen Absichten dienlich und gegeben sind \u201c.\u00a0(Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten [1785], AA 4: 423)<\/p>\n<p>Kontext: AA 4: 421 (Hervorh. durch die Verf.in):<\/p>\n<p>\u201eNun wollen wir einige Pflichten herz\u00e4hlen, nach der gew\u00f6hnlichen Einteilung derselben &#8230;\u00a01<\/p>\n<p>1\u00a0Man muss hier wohl merken, da\u00df ich die Einteilung der Pflichten f\u00fcr eine k\u00fcnftige Metaphysik der Sitten mir g\u00e4nzlich vorbehalte, diese hier also nur als beliebig (um meine Beispiele zu ordnen) dastehe.<\/p>\n<p>Mit dieser Stelle l\u00e4sst sich meines Erachtens. zeigen, dass uns der Rassismus, der sich in Kants Texten befindet, gar nicht\u00a0so\u00a0fremd ist, wie wir uns das vielleicht w\u00fcnschen. Wenn ich in der \u201eGrundlegung zur Metaphysik der Sitten\u201c von den \u201eS\u00fcdsee-Einwohnern\u201c lese, die er beispielhaft nennt f\u00fcr das Laster\u00a0die Talente \u201erosten\u201c zu lassen und das Leben auf M\u00fc\u00dfiggang, Erg\u00f6tzlichkeit, Fortpflanzung, mit einem Wort auf Genu\u00df zu verwenden\u201c, dann produziert meine \u201eEinbildungskraft\u201c im Nu bereitwillig die ganzen Klischees, mit denen ich gro\u00df geworden bin (von Pippi Langstrumpfs Vater auf Taka Tuka, Robinson Crusoe), aber auf die man auch heute noch in angepriesenen Urlaubsidyllen, in der Bacardi-Werbung und anderen vorgeblichen Paradiesen, wie sie in zahllosen Filmen vermittelt werden, treffen kann. Die Subtilit\u00e4t liegt in dieser Stelle aber darin, dass die Leserin der GMS nicht, wie bei den Rasseschriften oder der Physischen Geographie schon ahnt, dass sie hier mit den Vorl\u00e4ufern unserer rassistischen Tradition zu tun haben wird, sondern annimmt, dass sie sich mit einer systematischen Schrift und deren systematischen Argumentationen auseinandersetzt, \u2013 also auch in einer entsprechenden Rezeptionshaltung ist, in der das Beispiel in der Klammer nebenbei serviert wird \u2013 und in gewisser Weise \u201eout of focus\u201c dann doch seine Wirkung entfalten kann. Die Stelle zeigt, welches \u201erassistische Gift\u201c wir gleichsam unbemerkt und nebenbei \u201emitschlucken\u201c, wenn wir die wichtigen, kritischen Einsichten Kants rezipieren.<\/p>\n<p>Die (selbst-)kritische Auseinandersetzung nicht nur mit Stellen dieser Art, sondern auch mit unserer eigenen Rezeptionshaltung w\u00e4re gerade wichtig, um m\u00f6gliche Blockaden der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen rassistischen Tradition heraustreten zu lassen, die aus dem grunds\u00e4tzlichen Selbstverst\u00e4ndnis des Fachs und den damit verbundenen, sogenannten \u201eFachmythen\u201c (Karl-Siegbert Rehberg) erwachsen. Einen solchen Fachmythos bildet in der Philosophie die feste \u00dcberzeugung, dass jederzeit alles der Kritik unterzogen werde: Meinungen, Theorien, auch die Bestimmungen sogenannter Grundbegriffe und damit verbundene Universalisierungsanspr\u00fcche. Dieses Ideal kann zu dem Irrtum verleiten, man\u00a0habe\u00a0es schon realisiert, man habe die angenommenen \u00dcberzeugungen gewissenhaft gepr\u00fcft und\u00a0sei\u00a0bereits vorurteilsfrei, obgleich man nur die normalisierten Rassismen nicht bemerkt. Sie k\u00f6nnen dann innerhalb der Philosophie bis heute ihre Wirkung entfalten; nicht selten wird ihre Kritik vom Selbstverst\u00e4ndnis des Faches behindert.\u00a0<img decoding=\"async\" src=\"debatte_2_2023-web-resources\/image\/54.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"debatte_2_2023-web-resources\/image\/Esser_4c_klein1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen klassischen Texten der philosophischen Tradition treffen wir auf Passagen, die mindestens nach heutigen Ma\u00dfgaben als rassistisch gelten. Schon seit ein paar Jahren wird \u00fcber dieses Thema sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch innerhalb des akademischen Diskurses diskutiert. 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