{"id":35014,"date":"2023-10-12T09:33:30","date_gmt":"2023-10-12T07:33:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=35014"},"modified":"2024-12-04T14:50:17","modified_gmt":"2024-12-04T13:50:17","slug":"rueckkehr-in-seelsorge-und-diakonie-therapieansatz-fuer-eine-kirche-um-der-menschen-willen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/rueckkehr-in-seelsorge-und-diakonie-therapieansatz-fuer-eine-kirche-um-der-menschen-willen\/","title":{"rendered":"Return to pastoral care and diaconia"},"content":{"rendered":"<p>Kirche um der Menschen willen\u201c\u00a0lautet die Ma\u00dfgabe, die in diesem Vortrag f\u00fcr die Therapie der Kirche angelegt wird. Damit ist eine Pr\u00e4misse gesetzt, die man in ihrer G\u00fcltigkeit nicht erst eingehend begr\u00fcnden muss. Im christlichen Glauben berufen wir uns auf einen Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist (Joh 1,14; Phil 2,7). Diese Menschwerdung Gottes geschah, so beten wir im Gro\u00dfen Glaubensbekenntnis, \u201epropter nos homines et propter nostram salutem\u201c, f\u00fcr uns Menschen und zu unserem Heil. Dem entspricht das Postulat, das Jesus f\u00fcr die Gestaltung aller Praktiken und Ausdrucksformen des Glaubens formuliert:\u00a0\u201eDer Sabbat ist f\u00fcr den Menschen da, nicht der Mensch f\u00fcr den Sabbat.\u201c\u00a0(Mk 2,27) Wenn die Kirche die Glaubensgemeinschaft sein soll, die von dem Gott Jesu Christi Zeugnis gibt, dann muss dieses Fundamentalprinzip auch f\u00fcr sie selbst gelten:\u00a0Die Kirche ist f\u00fcr den Menschen da, nicht der Mensch f\u00fcr die Kirche.<\/p>\n<p>Aber stellt diese Pr\u00e4misse in unseren g\u00e4ngigen kirchlichen Denkmustern und Praktiken wirklich etwas selbstverst\u00e4ndlich Bekanntes und G\u00fcltiges dar? Maximen und Postulate, die im real existierenden Kirchenbetrieb st\u00e4ndig zu h\u00f6ren und zu lesen sind, lassen etwas anderes vermuten: \u201ezum Leben der Kirche beitragen\u201c; \u201elebendige Gemeinde\u201c; \u201eder Gemeinde \/ der Kirche dienen\u201c; \u201esich f\u00fcr die Kirche engagieren\u201c; \u201eder Kirche Zukunft geben\u201c; \u201ein der Gemeinde mitarbeiten\u201c; \u201edie Kirche lieben\u201c; \u201eder Kirche Glaubw\u00fcrdigkeit verleihen\u201c. All diese Topoi nehmen die Zweck-Mittel-Zuordnung in umgekehrter Richtung vor: In ihnen firmiert die Kirche an sich als der Zweck kirchlichen Handelns; die Menschen sollen um der Kirche willen etwas sein oder tun. Wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, mit welch weiter Verbreitung, mit welcher Emphase und \u2013 nicht selten auch \u2013 mit welch penetrantem Gewissensdruck solche Maximen bis heute den Menschen als Anforderungen ihres Glaubenslebens aufoktroyiert werden, dann besteht durchaus Grund, sich zu vergewissern, ob man in der Pr\u00e4misse \u201eKirche um der Menschen willen\u201c wirklich \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Die Mahnung Alfred Delps<\/h3>\n<p>Wenige Monate vor seiner Hinrichtung durch die Nationalsozialisten am 2. Februar 1945 in Berlin-Pl\u00f6tzensee formulierte der Jesuit Alfred Delp eine letzte, eine allerletzte Mahnung an seine Kirche. Ob diese den Weg zu den Menschen findet, h\u00e4ngt nach ihm \u201eentscheidend ab von der R\u00fcckkehr der Kirchen in die \u201aDiakonie\u2019: in den Dienst der Menschheit. Und zwar in einen Dienst, den die Not der Menschheit bestimmt, nicht unser Geschmack oder das Consuetudinarium einer noch so bew\u00e4hrten kirchlichen Gemeinschaft. \u201aDer Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen\u2019 (Mk 10,45). Man muss nur die verschiedenen Realit\u00e4ten kirchlicher Existenz einmal unter dieses Gesetz rufen und an dieser Aussage messen und wei\u00df eigentlich genug. Es wird kein Mensch an die Botschaft vom Heil und vom Heiland glauben, solange wir uns nicht blutig geschunden haben im Dienste des physisch, psychisch, sozial, wirtschaftlich, sittlich oder sonstwie kranken Menschen &#8230; R\u00fcckkehr in die \u201aDiakonie\u2019 habe ich gesagt. Damit meine ich das Sich-Gesellen zum Menschen in allen seinen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen, ohne anschlie\u00dfend irgendwo eine Spalte oder Sparte auszuf\u00fcllen. Damit meine ich das Nachgehen und Nachwandern auch in die \u00e4u\u00dfersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgeben.\u201d (Delp, Alfred: Das Schicksal der Kirchen; in: Delp, Alfred: Gesammelte Schriften. Band IV: Aus dem Gef\u00e4ngnis. Hg. von Roman Bleistein, Frankfurt a. M. 1984, 318\u2013323, 319f.)<\/p>\n<p>Man darf annehmen, dass es Alfred Delp in dieser existentiell bedr\u00e4ngenden Situation nicht um irgendeine augenblickliche Idee ging. Er sah in seiner Mahnung wohl eher ein Erfordernis, auf das es wirklich ankommt, an dessen Erf\u00fcllung sich die Existenzberechtigung der Kirche, aber auch die Stellung der Menschen zu dieser Kirche entscheiden.<\/p>\n<p>Allenthalben f\u00fchrt man das Delp-Zitat ins Feld, um auf den Konnex von Kirche und Diakonie aufmerksam zu machen und um die gesellschaftliche Akzeptanz der Diakonie in eine wiederzugewinnende Akzeptanz der Kirche bei den Menschen umzum\u00fcnzen. Doch Alfred Delp geht es gerade nicht um eine R\u00fcckkehr der Menschen zur institutionellen Kirche, sondern um eine\u00a0R\u00fcckkehr der Kirchen in die Diakonie. Die Anforderung der Umkehr gilt der Kirche, genauer: den verantwortlichen Kr\u00e4ften in der Kirche. Sie m\u00fcssen sich neu ausrichten an dem, was die Bestimmung einer Kirche ist, die sich auf den Gott Jesu Christi beruft.<\/p>\n<p>Die Kirche muss sich mit ihren Strukturen, ihren Praktiken, ihren Institutionen, ihren Lehren, ihren \u00c4mtern wieder in den Dienst f\u00fcr die Menschen stellen. In den Dienst\u00a0f\u00fcr die Menschen\u00a0\u2013 nicht nur f\u00fcr die Christen, nicht nur f\u00fcr die katholischen oder protestantischen Kirchenmitglieder, nicht nur f\u00fcr die Engagierten und Gleichgesinnten, nicht nur f\u00fcr die Genehmen, Begeisterten und einfach Glaubenden \u2013 sondern f\u00fcr radikal alle Menschen. Das \u201ef\u00fcr alle Menschen\u201c ist eine unhintergehbare theologische Norm, wenn zutrifft, dass Gott sich mit seinem Heilswillen allen Menschen zuwendet. Der Versuch, diese Heilszuwendung Gottes, z. B. durch ein \u201ef\u00fcr viele\u201c, auf bestimmte Menschen einzugrenzen, ist letztendlich ein blasphemischer Akt; ein Akt, der das Wesen Gottes als des Unendlichen verletzt. Und: Die Kirche muss sich in einen Dienst f\u00fcr die Menschen nehmen lassen, der wirklich\u00a0selbstloser Dienst\u00a0ist, ein Dienst, bei dem nicht nebenbei oder verdeckt irgendein Zweck oder Interesse zugunsten der Kirche angezielt wird \u2013 kein missionarischer Effekt der Kirchenbindung, keine Motivation zum gemeindlichen Engagement, keine Plausibilisierung von Glaubenslehren, ja nicht einmal eine Rechtfertigung f\u00fcr den Bestand der Kirche in der Gesellschaft. Die Kirche muss \u2013 in den Worten Delps \u2013 den Menschen dienen, ohne anschlie\u00dfend irgendwo eine Spalte oder Sparte f\u00fcr sich auszuf\u00fcllen. Das ist mit \u201eR\u00fcckkehr in die Diakonie\u201c gemeint.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Seelsorge und Diakonie<\/h3>\n<p>Selbstloser Dienst der Kirche f\u00fcr die Menschen ist jedoch nicht nur in der dezidierten Diakonie bzw. Caritas, also im christlich motivierten Hilfehandeln zugunsten Not leidender Menschen, gegeben. Er geschieht auch in dem, was man gemeinhin \u201eSeelsorge\u201c nennt. Bei \u201eSeelsorge\u201c handelt es sich um einen der am h\u00e4ufigsten gebrauchten, aber am wenigsten gekl\u00e4rten Begriffe der Pastoraltheologie. Vor allem der schwierige Begriff \u201eSeele\u201c erweist sich dabei als Stolperstein, weil sich nicht genau bestimmen l\u00e4sst, was die Seele eigentlich ist. Gerade diese Diffusit\u00e4t des Begriffs \u201eSeelsorge\u201c ist aber meines Erachtens zu bewahren, weil sie eine wichtige Funktion erf\u00fcllt. Wenn wir z. B. mit einer Redewendung sagen \u201edas ist eine Seele von Mensch\u201c oder \u201edas ist eine treue Seele\u201c, meinen wir mit \u201eSeele\u201c nicht einen bestimmten Teil dieses Menschen, sondern sein ganzes Wesen, seine Pers\u00f6nlichkeit. \u201eSeele\u201c dient uns als Hilfsbegriff f\u00fcr etwas nicht genau Bestimmbares: das, was einen Menschen zu dieser je individuellen Person macht; daf\u00fcr, dass der Mensch nicht einfach die Summe seiner einzelnen bestimmbaren Teile (K\u00f6rper, Geist, Psyche, Gef\u00fchle \u2026), sondern \u201emehr als seine Teile\u201c, eine je einmalige Person ist.<\/p>\n<p>Eben weil der Begriff \u201eSeele\u201c nicht genau bestimmbar ist, eignet er sich, um beim Reden \u00fcber Menschen deren Nicht-Bestimmbarkeit, deren Inkommensurabilit\u00e4t anzuzeigen. Seelsorge, die \u201eSorge um die Seele\u201c, kann dann als die Sorge um das Menschsein des Menschen verstanden werden, als Sorge darum, dass dieser je konkrete Mensch eine eigenst\u00e4ndige, individuelle, nicht verf\u00fcgbare Pers\u00f6nlichkeit werden und sein kann. Ein wenig abstrakter formuliert meint Seelsorge das am christlichen Glauben orientierte und auf professioneller Kompetenz beruhende Handeln, mit dem man Menschen bei der Bew\u00e4ltigung ihres Lebensweges beisteht. Der Beistand (\u201eSorge\u201c) zielt darauf, dass der Mensch die vielen Anteile seiner Person \u2013 Leib, Geist, Gef\u00fchle, Beziehungen, Psyche \u2013 zu einer stimmigen Pers\u00f6nlichkeit (\u201eSeele\u201c) zusammenf\u00fcgt und als diese Pers\u00f6nlichkeit auf individuell erf\u00fcllende und sozial verantwortliche Weise leben kann.<\/p>\n<p>Ich glaube, es ist im Sinne Alfred Delps, seine Mahnung zu erweitern zum Postulat der \u201eR\u00fcckkehr in Seelsorge und Diakonie\u201c. Denn so verstanden ist Seelsorge das\u00a0Sich-Gesellen zum Menschen in allen seinen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen; das Nachgehen und Nachwandern auch in die \u00e4u\u00dfersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Abkehr der Kirche von Seelsorge und Diakonie<\/h3>\n<p>Die Rede von einer \u201eR\u00fcckkehr in Seelsorge und Diakonie\u201c setzt voraus, dass es vorher eine\u00a0Abkehr der Kirche von Seelsorge und Diakonie\u00a0gegeben hat. Mit dieser Abkehr meine ich nicht den Prozess, bei dem sich viele Formen des seelsorglichen und diakonischen Hilfehandelns von den konventionellen Gemeinden weg in spezialisierte Professionen und Institutionen wie Krankenh\u00e4user, Pflegeeinrichtungen, Therapieformen oder Beratungsstellen verlagert haben. Diese Professionalisierung und Institutionalisierung erweist sich \u00fcber weite Strecken als schlichtweg notwendig, weil nur so die Hilfe f\u00fcr betroffene Menschen in der gebotenen fachlichen Qualit\u00e4t geleistet werden kann.<\/p>\n<p>Was ich hier als \u201eAbkehr von Seelsorge und Diakonie\u201c moniere, ist die anhaltende Tendenz, dass ein zunehmender Anteil des pastoralen Personals der Kirche durch die Strukturver\u00e4nderungen in der Kirche zur Herausl\u00f6sung aus diesen Praxisfeldern gezwungen wird oder sich absichtsvoll von unmittelbaren, konkreten Aufgaben in Seelsorge und Diakonie absentiert.<\/p>\n<h4>Die pastoralen Gro\u00dfstrukturen<\/h4>\n<p>Seit mehreren Jahrzehnten nimmt die Bildung\u00a0pastoraler Gro\u00dfstrukturen\u00a0(\u201eSeelsorgeeinheiten\u201c, \u201ePfarreiengruppen\u201c, \u201epastorale R\u00e4ume\u201c u. \u00e4.) die kirchlichen Ressourcen in Beschlag. Bekanntlich gelten diese neuen pastoralen Strukturen als unumg\u00e4ngliche Reaktion auf den sogenannten \u201ePriestermangel\u201c, der dazu f\u00fchre, dass nicht mehr ann\u00e4hernd alle bestehenden Gemeinden mit einem Priester besetzt werden k\u00f6nnen. Ein durchg\u00e4ngiges Element der einschl\u00e4gigen Konzepte besteht darin, das hauptamtliche pastorale Personal auf der Ebene der gr\u00f6\u00dferen Struktureinheit anzusiedeln. Die unmittelbare Zuordnung der Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einer Gemeinde entf\u00e4llt. Letzteres bildet wohl die Ma\u00dfnahme, mit der sich die neuen pastoralen Strukturen am deutlichsten als Abkehr von Seelsorge und Diakonie erweisen. Denn damit geht der pastoralen Praxis ihre entscheidende, unabdingbare Grundlage verloren, n\u00e4mlich ihre Lebensweltn\u00e4he, der Bezug der Seelsorgerinnen zur allt\u00e4glichen Lebenswirklichkeit der Menschen.<\/p>\n<p>Mit Verweis auf die \u00dcberlastung des pastoralen Personals sehen viele Verantwortliche den \u201eK\u00f6nigsweg\u201c darin, in den Gemeinden m\u00f6glichst viele Gl\u00e4ubige als Ehrenamtliche zu gewinnen, damit diese in m\u00f6glichst gro\u00dfem Umfang selber pastorale Aufgaben \u00fcbernehmen. Die professionellen Seelsorger sollten im Gegenzug ihre Aufgabe darin sehen, auf der Metaebene f\u00fcr die Anwerbung, Bef\u00e4higung und Begleitung der Ehrenamtlichen zu sorgen. In dieser Gemengelage verfestigt sich ein Erkl\u00e4rungsmuster zur scheinbar alternativlosen Ma\u00dfgabe: Die Seelsorgerinnen und Seelsorger h\u00e4tten immer weniger Zeit f\u00fcr seelsorglich-diakonische Aufgaben; an den Gl\u00e4ubigen sei es, zu akzeptieren, dass seelsorgliche und diakonische Praxisformen \u2013 z.\u00a0B. Trauergespr\u00e4che, Hausbesuche, Sterbebegleitung, Krankenbesuche, caritative Hilfen, feste Sprechzeiten \u2013 deutlich reduziert oder gleich gar nicht mehr angeboten werden.<\/p>\n<p>So dekretierte in einem pastoralen Raum der Erzdi\u00f6zese Paderborn der leitende Pfarrer eines Tages im apodiktischen Ton: \u201eAb jetzt gibt es bei Sterbef\u00e4llen keine Requien mehr.\u201c Unter der Hand verschiebt sich dabei die empirische Diagnose des Priestermangels zu einem konzeptionellen Prinzip des pastoralen Personals. Es schleicht sich ein Grundton der pastoralen Larmoyanz ein. Viele Angeh\u00f6rige der pastoralen Berufe erwecken den Eindruck, sie seien es, die unter dieser Situation am meisten zu leiden h\u00e4tten. Der Gestus, dass man keine Zeit habe, ger\u00e4t zum kennzeichnenden Habitus vieler Seelsorger.<\/p>\n<p>Das Problem der Abkehr von Seelsorge und Diakonie besteht also nicht eigentlich darin, inwiefern das pastorale Personal objektiv \u00fcberlastet ist. Es besteht vielmehr darin, dass sich in der Kirche das subjektive, aber kollektiv leitende Bewusstsein ausbreitet, dass die konkrete Seelsorge- und Diakoniet\u00e4tigkeit in der unmittelbaren Begegnung mit Menschen nicht mehr selbstverst\u00e4ndliche Aufgabe der pastoralen Berufsgruppen sei.<\/p>\n<h4>Der Unwille zu Seelsorge und Diakonie<\/h4>\n<p>Seit 42 Jahren bewege ich mich in der wissenschaftlichen Theologie und habe ich mit Theologiestudierenden zu tun. Die gesamte Zeit \u00fcber beobachte ich speziell bei den angehenden Priestern den Trend, dass viele von ihnen diesen Beruf anstreben, aber dezidiert nicht seelsorgliche und schon gar nicht diakonische T\u00e4tigkeiten aus\u00fcben wollen. Sie tr\u00e4umen sich in eine von vornherein klerikalistisch deformierte Priesterphantasie hinein und sehen in diesem Beruf vorrangig eine M\u00f6glichkeit, diese ihre Priesterphantasie an sich selber auszukosten. Sie erachten es als mit ihrer sakralen W\u00fcrde unvereinbar, sich mit weltlichen Belangen wie allt\u00e4glichen Lebensproblemen und sozialen N\u00f6ten zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Leider zeigt sich der Hang zum\u00a0dezidierten Unwillen zu Seelsorge und Diakonie\u00a0bei Angeh\u00f6rigen aller pastoralen Berufsgruppen, tendenziell aber h\u00e4ufiger bei j\u00fcngeren. Es handelt sich um ein Ph\u00e4nomen, das bislang weitgehend tabuisiert wird. Aber es muss einmal (auch auf die Gefahr hin, Emp\u00f6rung auszul\u00f6sen) benannt werden \u2013 aus Verantwortung gegen\u00fcber den Menschen, die mit diesen seelsorge- und diakonieunwilligen \u201eSeelsorgerinnen\u201c und \u201eSeelsorgern\u201c zu tun bekommen, von ihnen entt\u00e4uscht werden oder auch unter ihnen leiden.<\/p>\n<p>Gewiss nicht alle, aber doch ein betr\u00e4chtlicher Teil der Seelsorgerinnen und Seelsorger passt sich sehr bereitwillig in die Mechanismen der neuen pastoralen Strukturen ein. Dass diese ihre unmittelbare Zuordnung zu einer Gemeinde aufl\u00f6sen, bietet ihnen die M\u00f6glichkeit, sich aus den unmittelbaren Seelsorgefeldern vor Ort herauszul\u00f6sen und sich von der eigenen konkreten Seelsorge- und Diakoniet\u00e4tigkeit zu entbinden.<\/p>\n<p>So manche gefallen sich in diesem Gestus, da sie hoffen, mit vermeintlich wichtigeren Aufgaben auf den h\u00f6heren Strukturebenen zu arrivieren. Die unmittelbare Arbeit in Seelsorge und Diakonie gilt ihnen als wenig reizvoll, als zu niedrig, als zu geringwertig, als zu wenig prestigetr\u00e4chtig. Sie eignet sich nicht, um sich \u00f6ffentlich in Szene zu setzen und zu profilieren; Seelsorge und Diakonie erfordern n\u00e4mlich Diskretion und \u00fcber seelsorgliche Gespr\u00e4che kann man keine Erfolgsmeldungen in Medien platzieren. Seelsorge und Diakonie eignen sich nicht, um in den etablierten Kreisen von Gesellschaft oder Kirche zu re\u00fcssieren und sich dort f\u00fcr h\u00f6here \u00c4mter zu empfehlen; man muss sich \u00addabei n\u00e4mlich \u201eschmutzig\u201c machen, sich in die \u00adUnreinheiten, Br\u00fcche und Schatten der allt\u00e4glichen Lebenswirklichkeiten hineinbegeben. Seelsorge und Diakonie eignen sich nicht f\u00fcr eine schnelle Befriedigung des eigenen Erfolgsbed\u00fcrfnisses; sie sind n\u00e4mlich kr\u00e4fteraubend, oft auch frustrierend, in ihrer Wirkung nicht einfach berechenbar. Und schlie\u00dflich ist die Arbeit in Seelsorge und Diakonie einfach anstrengend; sie nimmt die Person des Seelsorgers oft \u00fcber Geb\u00fchr in Anspruch; sie setzt hohe fachliche wie pers\u00f6nliche Kompetenzen voraus. Manche Seelsorgerinnen und Seelsorger sp\u00fcren \u2013 meist instinktiv und uneingestanden \u2013, dass sie den Anforderungen dieses Berufs nicht wirklich gewachsen sind, und streben nach unverf\u00e4nglichen M\u00f6glichkeiten, sich ihrer zu entledigen.<\/p>\n<p>Dieser tabuisierte, aber un\u00fcbersehbare Un\u00adwille zur konkreten Seel\u00adsorge- und Diakoniearbeit bei vielen Angeh\u00f6rigen der pastoralen Berufe ist nach meinem Daf\u00fcrhalten einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass in vielen deutschen Di\u00f6zesen in unverantwortbarem Ausma\u00df ein Metaapparat aus Planungsreferaten, Projekten, Projektmitarbeitern, Koordinierungsstellen, Gremien, Organisationsberatern und dergleichen wuchern konnte \u2013 weil sich eben viele lieber in diesen Funktionen der Konzeptionsarbeit ergehen, als sich unmittelbaren Begegnungen mit hilfebed\u00fcrftigen Menschen auszusetzen.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren erkl\u00e4rte ein damals junger Pfarrer im Brustton unbeirrbarer Selbstgewissheit: \u201eVon der Kirche wird immer noch erwartet, dass der Pfarrer am Ort ist. Aber der Pfarrer ist nicht am Ort und er kommt auch nicht mehr zur\u00fcck\u201c (Krems, Sebastian zitiert nach:\u00a0Muss die Kirche zur\u00fcck ins Dorf?\u00a0(https:\/\/www.katholisch.de\/aktuelles\/<br \/>\naktuelle-artikel\/muss-die-kirche-zuruck-ins-dorf\u00a0\u2013 abgerufen am 31. 07. 2015). Und ein anderer Kirchenakteur sekundierte ihm: \u201eAuf dem Markt [sc. der Seelsorge \u2013 H.\u00a0H.] sind zahlreiche Konkurrenten t\u00e4tig: Sie bieten \u201afreie Taufen\u2018 an, sie trauen und beerdigen, sie beraten und begleiten, sie tr\u00f6sten und heilen \u2013 und das oft sogar besser (sprich nach heutigen Kriterien: individueller) als kirchliche Seelsorger.\u201c (Leven, Benjamin:\u00a0gd Editorial, in:\u00a0Gottesdienst 49\u00a0(2015) Heft 12, 1.) Sind sich diejenigen, die solches sagen, bewusst, was sie da von sich geben? Wenn Funktionstr\u00e4ger der Kirche die Pr\u00e4senz von Seelsorgern vor Ort kategorisch f\u00fcr beendet erkl\u00e4ren und wenn sie die Aus\u00fcbung von Seelsorge und Diakonie durch das pastorale Personal der Kirche als nicht mehr notwendig erachten, weil das die au\u00dferkirchlichen \u201eKonkurrenten\u201c ohnehin \u201ebesser\u201c machen, dann ist das ein ersch\u00fctternder Bankrott.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Notwendigkeit der R\u00fcckkehr in Seelsorge und Diakonie<\/h3>\n<p>Am 22. Juli 2016 t\u00f6tete ein 18-j\u00e4hriger Deutsch-Iraner bei einem Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum in M\u00fcnchen neun Menschen. In einem Bericht der\u00a0S\u00fcddeutschen Zeitung\u00a0dar\u00fcber hie\u00df es lapidar: \u201eUnd Seelsorger wurden gebraucht.\u201c Dies sollte uns in der Kirche aus mehreren Gr\u00fcnden zu denken geben. Selbst einer gro\u00dfen profanen Tageszeitung \u2013 einem jener Medien also, die von traditionalistischen Kr\u00e4ften der Kirche notorisch als s\u00e4kularisiert und kirchenfeindlich diffamiert werden \u2013 ist der Begriff \u201eSeelsorge\u201c bzw. \u201eSeelsorger\u201c so vertraut, dass sie ihn selbstverst\u00e4ndlich, ohne n\u00e4here Erl\u00e4uterung verwendet. Der Begriff ist der Allgemeinheit der Gesellschaft verst\u00e4ndlich. Das gleiche gilt f\u00fcr die Rede von Diakonie oder Caritas. Zudem gebrauchte die Autorin oder der Autor des Berichts die Bezeichnung \u201eSeelsorger\u201c offensichtlich in einem betont positiven Sinn. Die Zeitung und die Gesellschaft betrachten es demnach als gut und sie sind froh dar\u00fcber, dass es Seelsorgerinnen und Seelsorger gibt, die in einer solchen Situation Hilfe leisten.<\/p>\n<p>Zwar sind normale Situationen von Seelsorge und Diakonie nicht so aufsehenerregend. Aber dass das Hilfehandeln von Seelsorgerinnen und Seelsorgern gerade auch in einer solchen Extremsituation als notwendig und hilfreich erfahren wird, l\u00e4sst vermuten, dass es beim weitaus gr\u00f6\u00dften Teil der Gesellschaft auch in normalen Situationen des Lebens allgemein anerkannt und, wo n\u00f6tig, auch gew\u00fcnscht wird. Die R\u00fcckkehr zu Seelsorge und Diakonie gebietet sich also schon deshalb, weil sie in der Gesellschaft gebraucht werden, weil sie notwendig sind. Dabei erscheinen mir drei \u00dcberlegungen wichtig.<\/p>\n<h4>Identit\u00e4t der pastoralen Berufe<\/h4>\n<p>Den Menschen mit Seelsorge und diakonischer Hilfe beizustehen, bildet die wesentliche Aufgabe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern \u2013 und zwar die konkrete Seelsorge- und Diakoniearbeit in der unmittelbaren Begegnung mit Menschen. Darin besteht schlicht und ergreifend die\u00a0Identit\u00e4t der pastoralen Berufe, gerade auch des Priesterberufs. Zu diesem Beruf (zu nichts anderem) haben sich Seelsorgerinnen und Seelsorger entschieden; f\u00fcr diese T\u00e4tigkeit (f\u00fcr nichts anderes) sind sie von der Kirche angestellt; mit diesen Aufgaben (mit nichts anderem) l\u00e4sst sich die Akzeptanz der Kirche in der Gesellschaft begr\u00fcnden und ihr privilegierter Status in der Gesellschaft rechtfertigen. Damit ist nicht verneint, dass z.\u00a0B. auch Liturgie, Sakramente oder Verk\u00fcndigung zu den wesentlichen Vollz\u00fcgen der Kirche geh\u00f6ren. Aber die Aus\u00fcbung dieser T\u00e4tigkeiten verliert immer dort ihre theologische Stimmigkeit, wo zu ihren Gunsten die Verpflichtung auf Seelsorge und Diakonie verneint wird.<\/p>\n<p>Die pastoralen Berufe d\u00fcrfen den R\u00fcckzug von Seelsorge und Diakonie bzw. deren Delegation an die Gl\u00e4ubigen nicht zur Maxime ihres Selbstverst\u00e4ndnisses machen. Sie w\u00fcrden damit \u2013 in einer fiktiven Analogie \u2013 B\u00e4ckern gleichen, die erkl\u00e4ren: Wir B\u00e4cker m\u00fcssen unseren Berufsstand umstrukturieren; aufgrund der Arbeitsbelastung in der Organisation unserer Betriebe haben wir keine Zeit mehr f\u00fcr die unmittelbare B\u00e4ckerarbeit; die Kunden m\u00fcssen nun selber in ehrenamtlicher Arbeit Brot backen und damit zum Leben der B\u00e4ckereien beitragen. Der Vergleich mag absurd klingen. Aber es ist die gleiche Absurdit\u00e4t, die die Menschen empfinden, wenn Angeh\u00f6rige der pastoralen Berufe nicht mehr zur unmittelbaren Seelsorge und Diakonie bereit sind und diese auf ehrenamtliche Gl\u00e4ubige abschieben. Kein Berufsstand der Welt kann sich eine derartige Selbstliquidation seiner Professionalit\u00e4t leisten.<\/p>\n<p>Es braucht eine pastorale Kultur, in der z. B. ein Priester selbstverst\u00e4ndlich in der offenen Jugendarbeit t\u00e4tig ist, ohne auch nur die Frage danach zu stellen, ob das eine priesterliche Aufgabe ist; in der z. B. eine Pastoralreferentin selbstverst\u00e4ndlich alte Menschen besucht, ohne sich rechtfertigen zu m\u00fcssen, warum sie das nicht Ehrenamtlichen \u00fcberl\u00e4sst.<\/p>\n<h4>Verantwortung gegen\u00fcber den betroffenen Menschen<\/h4>\n<p>Die R\u00fcckkehr der pastoralen Berufe in die konkrete Seelsorge- und Diakoniet\u00e4tigkeit gebietet sich aus\u00a0Verantwortung gegen\u00fcber den betroffenen Menschen. Diese k\u00f6nnen mit allem Recht der Welt von der Kirche eine fachlich gute Begleitung und Hilfeleistung erwarten. Das gilt umso mehr, als es sich bei Seelsorge und Diakonie tats\u00e4chlich um fachlich h\u00f6chst anspruchs- und verantwortungsvolle T\u00e4tigkeiten handelt. Trauergespr\u00e4che, Lebensberatung, rituelle Feiern, Sterbebegleitung, Krankenbesuche, Deutung von Alltagserfahrungen, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Bearbeitung von Konflikten, soziale Hilfen, Unterst\u00fctzung behinderter Menschen, Interventionen in Familien, Partnerschaftsberatung, Hilfe in akuten Krisensituationen, Zuwendung zu Pflegebed\u00fcrftigen \u2013 bei all diesen Aufgaben wird professionelle Kompetenz abverlangt, sind oft schwierige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen und kann fachliches Fehlverhalten gravierenden Schaden bei den betroffenen Menschen anrichten. Umgekehrt \u2013 auch das wird in Theologie und Kirche oft \u00fcbersehen \u2013 verlangen seelsorgliche bzw. diakonische Beziehungen den betroffenen Menschen ein denkbar hohes Ma\u00df an Vertrauen ab. Sie selbst \u2013 nicht die Seelsorgerinnen und Seelsorger \u2013 sind es ja, die dabei (pointiert formuliert) \u201edie Hosen herunter lassen\u201c m\u00fcssen; das hei\u00dft: die sich mit ihren pers\u00f6nlichsten, oft genug auch belastenden oder besch\u00e4menden Anteilen ihres Lebens zeigen sollen und die sich deshalb darauf verlassen k\u00f6nnen m\u00fcssen, dass damit diskret, sorgsam und in bestm\u00f6glicher Fachkompetenz umgegangen wird.<\/p>\n<p>Die Kirche z\u00e4hlt Seelsorge und Diakonie zu ihren Praxisfeldern und tritt in der Gesellschaft mit dem Selbstanspruch auf, diese anspruchsvollen Aufgaben professionell, qualitativ gut und vertrauensw\u00fcrdig leisten zu k\u00f6nnen. Damit begibt sie sich in Beziehung zu all jenen Menschen, die diese ihre Hilfeleistungen in Anspruch nehmen. Sobald aber die Kirche eine solche Beziehung initiiert, \u00fcbernimmt sie Verantwortung gegen\u00fcber den betreffenden Menschen. Sobald kirchliches Personal Menschen gegen\u00fcber in der Rolle des Seelsorgers oder des Helfenden auftritt und handelt, verbietet sich jeder Dilettantismus, jede Beliebigkeit, jedes bequeme Delegieren an Personen, die diese T\u00e4tigkeit nicht mit Gewissheit auf fachlich gutem Niveau aus\u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn z. B. eine ehrenamtlich t\u00e4tige Person den Besuchsdienst im Altenheim fachlich kompetent machen kann, dann ist das gut so. Aber es ist gut, weil es f\u00fcr die alten Menschen gut ist \u2013 und nicht deshalb, weil der Besuchsdienst ehrenamtlich geleistet wird. Dies zu beherzigen verlangt die Verantwortung gegen\u00fcber den betroffenen Menschen. Denn die Arbeit in Seelsorge und Diakonie muss diesen Menschen dienen \u2013 nicht den Ehrenamtlichen oder deren hauptamtlichen Mentoren. Gegen die hypertrophe Propagierung von Ehrenamtlichkeit in der Kirche und gegen die durchaus fragw\u00fcrdigen, weil Sand in die Augen streuenden Lobhudeleien auf das Ehrenamt muss einmal klipp und klar festgehalten werden: Auch das Ehrenamt ist kein Selbstzweck. Auch eine ehrenamtliche T\u00e4tigkeit hat der Verantwortung gegen\u00fcber den betroffenen Menschen gerecht zu werden. Und wenn sie das nicht tut, ist sie abzustellen.<\/p>\n<h4>Verpflichtung der Kirche gegen\u00fcber der Gesellschaft<\/h4>\n<p>Die R\u00fcckkehr in Seelsorge und Diakonie ist schlie\u00dflich eine\u00a0Pflicht der Kirche gegen\u00fcber der Gesellschaft\u00a0insgesamt. Zumindest hier in Deutschland hat sich die Kirche auf ein sehr spezifisches, enges Arrangement mit dem Staat eingelassen: Der Staat st\u00fctzt die Kirche in finanzieller, struktureller und rechtlicher Hinsicht, weil er deren professionelle Leistungen als f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt bedeutsam und notwendig erachtet; die Kirche verpflichtet sich im Gegenzug zum Erbringen dieser Leistungen. Gerade in Bezug auf die soziale Arbeit und die Seelsorget\u00e4tigkeit der Kirche wird dieser Bedingungszusammenhang immer wieder zur Rechtfertigung der staatlichen St\u00fctzung wie auch der gesellschaftlichen Pr\u00e4senz der Kirche angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es gibt ein ungeschriebenes \u00dcbereinkommen: Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil der Gesellschaft findet es gut, dass es in bestimmten Situationen des Lebens seelsorgliche Begleitung und soziale Hilfen durch die Kirche gibt. Im Umkehrschluss erscheint es gerechtfertigt, dass der Kirche \u2013 weit \u00fcber die dezidierte Kirchensteuer hinaus \u2013 finanzielle und sonstige Mittel aus den allgemeinen staatlichen Ressourcen zuflie\u00dfen. Sie dienen unter anderem der theologischen bzw. pastoralen Ausbildung, dem Unterhalt der vielen kirchlichen Einrichtungen, der Subventionierung von Praxisfeldern oder auch zu einem gewissen Teil der Entlohnung des kirchlichen Personals. F\u00fcr die Bewerkstelligung von Seelsorge und Diakonie werden also Mittel aufgewendet, die von der Gesamtheit der Gesellschaft erwirtschaftet und zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Verantwortungstr\u00e4ger der Kirche legitimieren diese gesamtgesellschaftliche St\u00fctzung der Kirche selber immer wieder mit dem Verweis auf die hohen professionellen Anforderungen der seelsorglichen bzw. diakonischen Aufgaben und auf die hohe fachliche Qualit\u00e4t, mit der die Kirche diese zum Nutzen der Gesamtgesellschaft erf\u00fcllt. \u00dcber eine solche Verkn\u00fcpfung zwischen Kirche und Staat bzw. Gesellschaft kann man unterschiedlicher Meinung sein. Aber wenn die Kirche sich darauf einl\u00e4sst, hat sie das dabei getroffene \u00dcbereinkommen auch tunlichst einzuhalten.<\/p>\n<p>Mit der beschriebenen Abkehr von Seelsorge und Diakonie verletzt sie es hingegen mit befremdlicher Unbek\u00fcmmertheit. Man stelle sich vor, \u00c4rzte lie\u00dfen sich mit dem Bescheid vernehmen, die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen h\u00e4tten sich f\u00fcr sie ung\u00fcnstig entwickelt, so dass sie sich veranlasst s\u00e4hen, \u00e4rztliche Behandlungen durch Ehrenamtliche vornehmen zu lassen; die Krankenversicherungen sollten aber weiter bestehen bleiben und die Honorierung der \u00c4rzte gew\u00e4hrleisten. Das w\u00e4re geradezu grotesk. Aber genau das machen diejenigen kirchlichen Funktionstr\u00e4ger, die es gerne annehmen, dass Seelsorge und Diakonie \u00fcber weite Strecken durch die gesamtgesellschaftliche Kommunit\u00e4t finanziert werden, die aber im selben Augenblick erkl\u00e4ren, dass sie diese Aufgaben nicht mehr selber leisten k\u00f6nnten und den Gl\u00e4ubigen vor Ort \u00fcbertragen m\u00fcssten.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Eine Geschichte zum Abschluss: die Rettungsstation<\/h3>\n<p>An einer gef\u00e4hrlichen K\u00fcste befand sich vor Zeiten eine kleine, armselige Rettungsstation. Das Geb\u00e4ude war nicht mehr als eine H\u00fctte; aber die Leute des Rettungsdienstes versahen unentwegt ihren Wachdienst und wagten sich tags wie nachts unerm\u00fcdlich und ohne R\u00fccksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbr\u00fcchige zu bergen. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterst\u00fctzen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.<\/p>\n<p>Denen, die f\u00fcr die Rettungsstation verantwortlich waren, gefiel das \u00e4rmliche und schlecht ausger\u00fcstete Geb\u00e4ude nicht mehr. Die Geretteten ben\u00f6tigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die Lagerst\u00e4tten durch richtige Betten ersetzt und das Geb\u00e4ude mit besserem Mobiliar ausgestattet. Doch damit erfreute sich die Rettungsstation bei den M\u00e4nnern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sich noch gem\u00fctlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Angeh\u00f6rige des Rettungsdienstes waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man f\u00fcr die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schm\u00fcckte das Wappen des Seenotdienstes noch \u00fcberall die R\u00e4ume, und von der Decke des Zimmers, in dem gew\u00f6hnlich der Einstand eines neuen Clubmitglieds gefeiert wurde, hing das Modell eines gro\u00dfen Rettungsbootes.<\/p>\n<p>Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der K\u00fcste ein gro\u00dfes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchn\u00e4sster und halbertrunkener Menschen zur\u00fcck. In dem sch\u00f6nen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee lie\u00df deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbr\u00fcchigen vor Betreten des Clubhauses gr\u00fcndlich s\u00e4ubern k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Bei der n\u00e4chsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wollten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schlie\u00dflich auch noch als \u201eLebensrettungsstation\u201c bezeichne. Sie wurden schnell \u00fcberstimmt. Man lie\u00df sie wissen, dass sie ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen k\u00f6nnten. Das taten sie dann auch.<\/p>\n<p>Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gr\u00fcndung einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die Geschichte. Wenn man heute diese K\u00fcste besucht, findet man eine betr\u00e4chtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verh\u00e4ngnis; nur die meisten Schiffbr\u00fcchigen ertrinken.\u00a0(Wedel, Theodore Otto:\u00a0Evangelism \u2013 the Mission of the Church to Those Outside Her Life, in:\u00a0The Ecumenical Review, Vol. 6 (1), October 1953, 19\u201325. \u2013 Deutsche \u00dcbersetzung nach: Peter Bleeser (Hg.):\u00a0Geschichten f\u00fcr Sinndeuter, D\u00fcsseldorf 1981, 23\u201325.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirche um der Menschen willen\u201c\u00a0lautet die Ma\u00dfgabe, die in diesem Vortrag f\u00fcr die Therapie der Kirche angelegt wird. Damit ist eine Pr\u00e4misse gesetzt, die man in ihrer G\u00fcltigkeit nicht erst eingehend begr\u00fcnden muss. Im christlichen Glauben berufen wir uns auf einen Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist (Joh 1,14; Phil 2,7). 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