{"id":35028,"date":"2023-10-12T09:45:11","date_gmt":"2023-10-12T07:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=35028"},"modified":"2024-12-04T15:10:10","modified_gmt":"2024-12-04T14:10:10","slug":"katholische-literatur-post-desaekular-eine-individualisierung-des-umgangs-mit-der-religion","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/katholische-literatur-post-desaekular-eine-individualisierung-des-umgangs-mit-der-religion\/","title":{"rendered":"Catholic Literature Post-Desecular?"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesrepublik Deutschland sei ein \u201eLand der Gottlosen\u201c, stellte Hilmar Schmundt im Sommer 2022 fest, und bediente damit die aktuelle Rede von den \u201eKirchen in der Krise\u201c (Der SPIEGEL\u00a034\/2022, S.\u00a094) \u2013 ein Beispiel von vielen, hier stellvertretend genannt. Auch der Umgang mit Kirche\/Religion\/Gott im literarischen Feld ist von \u00e4hnlichen Krisen-Diagnosen gepr\u00e4gt. Dabei ist es noch gar nicht so lang her, dass Arnold Stadler in\u00a0Ein hinreissender Schrotth\u00e4ndler\u00a0mit der Bemerkung, von Gott zu reden sei \u201eErregung \u00f6ffentlichen \u00c4rgernisses\u201c (Berlin 1999, S.\u00a034), \u201adas Wort Gott\u2018 wirkm\u00e4chtig in Szene setzte \u2013 ein Wort, das man sich seitdem ganz besonders \u201ag\u00f6nnte\u2018 (Andreas Maier, in:\u00a0Die Zeit\u00a0Nr.\u00a012, 17.3.2005, S.\u00a033) oder auf das hin man wenigstens eingestand, dass \u201eGott fehlt\u201c (Martin Walser:\u00a0\u00dcber Rechtfertigung, eine Versuchung. Reinbek bei Hamburg 2012, S.\u00a033).<\/p>\n<p>Zugleich fiel dieses Interesse an der Religion in eine Zeit, in der sich die Neumodellierung der These von der S\u00e4kularit\u00e4t der Moderne beobachten lie\u00df, z. B. sprach man dezidiert von einer \u201eR\u00fcckkehr der Religionen\u201c (Martin Riesebrodt 2000) oder von der \u201edesecularization\u201c aller Lebensbereiche (Peter L. Berger 1999). Dass auch diese Entwicklungen selbst Teil des Prozesses der S\u00e4kularisierung sind, ist bekannt und vielfach bedacht worden, es muss hier nicht mehr eigens aufgef\u00e4chert werden. F\u00fcr mich ist stattdessen interessant: Was ist mit Blick auf die Literatur unserer unmittelbaren Gegenwart daraus geworden? Und warum?<\/p>\n<h3>Gegenwartsdiagnose \u201eReligion pass\u00e9?\u201c<\/h3>\n<p>Ein erster Befund: Die Idee einer R\u00fcckkehr der Religion hat an Plausibilit\u00e4t verloren. Ger\u00e4t eine Autorin (wie in diesem Fall Judith Kuckart mit\u00a0Caf\u00e9 der Unsichtbaren, 2022) in Verdacht, \u201eeinen metaphysischen Roman\u201c vorgelegt zu haben, gilt das inzwischen wieder, wie selbstverst\u00e4ndlich, als \u201eunzeitgem\u00e4\u00df, wenn nicht verstiegen\u201c, schlie\u00dflich lebten wir \u201ein abgekl\u00e4rt s\u00e4kularen Zeiten\u201c, so Hubert Winkels (Die Zeit\u00a0Nr.\u00a023, 2.6.2022, S.\u00a058). Oder vielleicht doch in Zeiten der Post-Des\u00e4kularit\u00e4t? Kurz zur Kategorie: Bezeichnet \u201aDes\u00e4kularisierung\u2018 Prozesse einer R\u00fccknahme von Prozessen der \u201aVerweltlichung\u2018, ist \u201aDes\u00e4kularit\u00e4t\u2018 auf deren Ergebnisse zu beziehen, z. B. eben das verst\u00e4rkte und explizite Aufkommen \u201ades Wortes Gott\u2018 in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart. Post-Des\u00e4kularit\u00e4t bezieht sich dann darauf, dass hinter diese Prozesse zwar nicht mehr zur\u00fcckgegangen werden kann, aber dennoch eine neue Phase im Umgang mit Religion und Gottesrede (etc.) zu beobachten ist.<\/p>\n<p>Genau dazu m\u00f6chte mein Beitrag eine These vorstellen: Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur seit der Jahrtausendwende wird von einer Vorstellung geleitet, die ich als\u00a0Ich-Paradigma bezeichnen m\u00f6chte. Innerhalb dieses Paradigmas ist in den letzten Jahren eine Schwerpunktverlagerung zu beobachten: von der Religion zur Herkunftsliteratur und zur (Auto-)\u00a0Soziobiographie. Dazu einige Beobachtungen am Beispiel von Angela Lehner, Christian Baron, Andreas Maier und Ralf Rothmann.<\/p>\n<h3>\u201eIn 2001 spielt die Religion nun keine gro\u00dfe Rolle mehr\u201c. Angela Lehner<\/h3>\n<p>Als referierte sie auf die Tabuisierungsbehauptungen Arnold Stadlers treibt die junge \u00f6sterreichische Autorin Angela Lehner zwei Jahrzehnte nach\u00a0Ein hinreissender Schrotth\u00e4ndler\u00a0in ihrem Deb\u00fctroman\u00a0Vater unser\u00a0(M\u00fcnchen 2019) den F-Wort-Gebrauch auf die Spitze und verbindet dieses Wort geradezu manisch mit dem Themenfeld \u201akatholische Sozialisation\u2018. Lehners Roman lebt von der gargantuesken \u00dcbertreibung, und weil \u201ewir Christen [\u2026] ja gewohnheitsm\u00e4\u00dfig alles gern dreimal [sagen]\u201c (S.\u00a049),\u00a0wird auch das F-Wort mindestens dreimal wiederholt (\u201e\u201aFicken, ficken, ficken\u2018, ich klatschte mir auf die Oberschenkel\u201c, S.\u00a052).<\/p>\n<p>\u201aDas Wort Gott\u2018 wird verkn\u00fcpft mit f\u00e4kalisierter sowie metaphorisierter Konsumption, die den eucharistischen Akt der Kommunion in rein biologische Abl\u00e4ufe transferiert (\u201e\u201aWissen Sie, ich erkenne Gott in dieser Szene: Anspeiben. Auskotzen. Anschei\u00dfen. Ausschei\u00dfen. Und wieder von vorne: Das ist Katharsis\u2018\u201c, S.\u00a051). Die ritualisierte Wiederholung pr\u00e4gt auch Disposition und Stil des Romans, dessen drei Teile in \u201eDer Vater\u201c, \u201eDer Sohn\u201c und \u201eDer Heilige Geist\u201c eine Segensgeste andeuten und konterkarieren. Der Katholizismus, der hier zum Thema wird, ist eine Zumutung.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter legte Angela Lehner ihren zweiten Roman vor:\u00a02001\u00a0(M\u00fcnchen 2021). Auch hier ist, wie Nicole Henneberg\u00a0feststellt, \u201edie Idylle ein einziger Abgrund aus Scheinheiligkeit und Grausamkeit.\u201c Auff\u00e4lliger deshalb ihre Feststellung: \u201eIn\u00a02001\u00a0spielt die Religion nun keine gro\u00dfe Rolle mehr\u201c (in:\u00a0Frankfurter Allgemeinen Zeitung\u00a0Nr.\u00a0226, 29.9.2021, S.\u00a010). Jetzt geht es um anderes: nicht mehr um die Auseinandersetzung mit der Religion (Vater unser), sondern um die Auseinandersetzung mit der eigenen Klasse (2001). Wie Lehners Deb\u00fct ist auch\u00a02001\u00a0zwar wieder in einer kulturell christlichen Umgebung situiert. Ganz anders aber als im Vorg\u00e4nger-Roman interessiert dieses christlich-religi\u00f6se Profil weder als haupts\u00e4chliches Steuerungselement f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsbildung noch als Ursache f\u00fcr z. B. psychische Deformationen. Es hat kein eigenst\u00e4ndiges Gewicht, sondern geh\u00f6rt eben irgendwie dazu. Genau deshalb kann es dann auch (wie in vorliegendem Fall) dazu dienen, soziale Distinktionen zu erzeugen und zu erhellen.<\/p>\n<p>Der Roman erz\u00e4hlt aus Sicht einer F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen namens Julia Hofer davon, wie es ist, zur Jahrtausendwende in einer l\u00e4ndlichen Gegend aufzuwachsen. Die heimische Industrie ist vor der Globalisierung in die Knie gegangen, und die Jugend zieht es in urbanere Regionen. Julia aber geh\u00f6rt zu denjenigen, die keine Chance haben. Denn: Das Leben in \u201eTal\u201c ist von Ungleichheit gepr\u00e4gt, und genau dieses Thema ist es, das jetzt dominiert und f\u00fcr das u. a. auch Religion funktionalisiert wird. \u201eKlasse durchdringt alles\u201c, so Anke Stelling 2021 (https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2021-02\/mittelschicht-anke-stelling-schaefchen-im-trockenen), auch Lehners Roman\u00a02001: Zu den \u201ebesseren H\u00e4user[n]\u201c in \u201eTal\u201c hat Julia Hofer keinen Zugang, mit den \u201ebesseren Kindern\u201c (S.\u00a0167) keinen Umgang, und im Unterschied zu eben diesen \u201eBesseren\u201c kann sie sich in der Schule auch kein \u201eGetr\u00e4nke-Abo\u201c leisten: \u201eWenn ich Durst habe, trinke ich am Restm\u00fcll-Waschbecken\u201c (S.\u00a017).<\/p>\n<p>Dass sie einer anderen, schlechteren \u201aKlasse\u2018 angeh\u00f6rt, zeigt sich gerade darin, dass \u201aIhresgleichen\u2018 (\u201e[s]olche wie uns\u201c) weder bei den Sternsingern noch beim ortsans\u00e4ssigen Trachtenverein \u201emitmachen\u201c d\u00fcrfen (S.\u00a08). Das eben sei der Grund daf\u00fcr, warum die \u201eheiligen drei K\u00f6nige [\u2026] in Tal immer sp\u00e4t dran sind\u201c. Es gebe \u201eeinen Notstand an heiligen, anst\u00e4ndigen Kindern\u201c, und so m\u00fcssten \u201edie wenigen eben alle kirchlichen Verpflichtungen erledigen\u201c (ebd.). Die Ausgrenzung ihrer \u201eCrew\u201c (ebd.), ihrer Peer-Group, beruht auf den \u00fcblichen Ingredienzien des Klassismus, v.\u00a0a. auf der klaren Stigmatisierung durch materielle Armut.<\/p>\n<p>Kurz:\u00a0<a id=\"_idTextAnchor004\"><\/a>In Angela Lehners\u00a0Vater unser\u00a0ist \u201aReligion\u2018 im Sinne der eigenen christlich-religi\u00f6sen Sozialisation f\u00fcr die homodiegetisch aufgestellte Protagonistin noch existenziell; sie entwickelte eine Pr\u00e4gekraft, der sich die Heranwachsende nicht entziehen kann. Die Ich-Erz\u00e4hlerin in\u00a02001\u00a0dagegen nimmt religi\u00f6se Praktiken als kulturelle Ausdrucksformen unter anderen wahr, und zwar nur deshalb, weil sie sich daran des eigenen sozialen Status vergewissern kann. F\u00fcr das Zusammenleben im l\u00e4ndlichen Raum immer noch bedeutsame Institutionen wie die Kirche oder der Trachtenverein definieren Ingroup-Zugeh\u00f6rigkeiten; sie dienen im Text als eine Art Katalysator des Othering, mithin der Ausgrenzung Julia Hofers und ihrer \u201eCrew\u201c, die sich gerade dadurch allererst selbst als (in sich denkbar heterogene) Gruppe zusammenfindet.<\/p>\n<p>Zu den aktuell viel beachteten Autosoziobiographien z\u00e4hlen Lehners Romane nicht, auch wenn\u00a02001\u00a0zur soziologisch interessierten Literatur geh\u00f6rt (zu dieser vgl. allgemein Philipp B\u00f6ttcher:\u00a0Der Mythos von der \u201anivellierten Mittelstandsgesellschaft\u2018 und die Soziologie der Gegenwartsliteratur, in:\u00a0Jahrbuch der deutschen Schiller-Gesellschaft\u00a0LXV\/2021, S.\u00a0271\u2013307). Autosoziobiographien nehmen die Herkunft ihrer Verfasser*innen in den Blick, um darin Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das eigene Selbst aus der jeweiligen Sozialisation heraus zu finden \u2013 ein Beispiel daf\u00fcr ist Christian Barons\u00a0Ein Mann seiner Klasse\u00a0(2020).<\/p>\n<h3>Herkunftsliteratur. Religion bei Christian Baron<\/h3>\n<p>Christian Baron stammt aus Kaiserslautern; er ist der Sohn eines (ungelernten) Arbeiters. Was hei\u00dft es nun aber, dass Baron zufolge der eigene Vater als \u201eein Mann seiner Klasse\u201c zu gelten hat, wie es in seinem gleichnamigen Deb\u00fct hei\u00dft? Was diesen Vater ausmacht, ist stets sozial zu denken und soziologisch zu fassen. In einer vermeintlich flexiblen \u201aGesellschaft der Singularit\u00e4ten\u2018 hat ein \u201aMann dieser Klasse\u2018 \u201ekaum eine Wahl\u201c, \u201eweil er wegen seines gewaltt\u00e4tigen Vaters und einer ihn nicht auffangenden Gesellschaft zu dem werden musste, der er nun einmal war.\u201c Bezeichnend der Nachsatz: \u201eDas entschuldigt nichts, aber es erkl\u00e4rt alles.\u201c (Berlin 2020, S.\u00a019)<\/p>\n<p>Religion kommt hier allein in der Negation vor, und auch da nur im Modus der \u201aleeren Versprechung\u2018 \u2013 wie die \u201eGesellschaft\u201c so \u201af\u00e4ngt\u2018 auch der Glaube Menschen dieser \u201eKlasse\u201c schlichtweg nicht auf: \u201eAn Gott hab ich nie geglaubt. Aber wen h\u00e4tte das je vom Beten abgehalten? Also lag ich wispernd unter der Bettdecke: Heute Abend, nur heute Abend m\u00f6ge der Sturm bitte schnell vor\u00fcberziehen\u201c (S.\u00a06) \u2013 bei diesem \u201aIch\u2018 handelt es sich um den Autor-Erz\u00e4hler als Kind, der \u201eSturm\u201c bildet den abendlich alkoholisiert zur\u00fcckkehrenden, gewaltt\u00e4tigen Vater ab. Die Bitte bleibt vergeblich \u2013 und wird in der Folge auch nicht mehr wiederholt. Religion half nicht, sie fehlte nicht, sie existierte nicht, sie st\u00f6rte nicht (einmal). Wenn sie angespielt ist, dann als sozialer Faktor.<\/p>\n<p>Auch Barons jetzt mit der Gattungsbezeichnung \u201eRoman\u201c versehenes Nachfolgeprojekt\u00a0Sch\u00f6n ist die Nacht\u00a0(Berlin 2022) belegt den Schwerpunktwechsel in der deutschen Literatur der Gegenwart von der Religion zur Soziologie. Als (fiktional erz\u00e4hltes) Prequel zur Kindheitsgeschichte wird jetzt v. a. die Gro\u00dfeltern- und Elterngeneration beleuchtet. Selbst Hinweise auf eine irgendwie christliche Sozialisation im Erz\u00e4hler-Milieu muss man hier mit der Lupe suchen (S.\u00a067, 85, 235, 312, 327); sie dienen allein dazu, eine (negativ kritisch konnotierte) Erm\u00f6glichungsbedingung f\u00fcr die soziale Ausweglosigkeit der Protagonisten des Romans zu liefern.<\/p>\n<p>Wie sieht es dagegen bei Autoren aus, die in Publizistik und Forschung regelm\u00e4\u00dfig zu Vertretern einer Literatur gerechnet werden, die ein besonderes Verh\u00e4ltnis zur (katholisch gepr\u00e4gten) Religiosit\u00e4t pflegen? Mit Ralf Rothmann und Andreas Maier \u2013 zum Beispiel?<\/p>\n<h3>\u201eMan kommt nicht raus aus seinem Leben, oder?\u201c Ralf Rothmann<\/h3>\n<p>Ralf Rothmann, katholisch sozialisiert, steht f\u00fcr eine Literatur, der es\u00a0auf eine ganz besonders eindringliche Weise gelingt, \u00c4sthetisches, im Sinne von \u201apoetisch Gestaltetes\u2018, wie nebenbei mit Religi\u00f6sem zu verbinden. Religi\u00f6ses liegt dem Poetischen als eine Art Palimpsest zugrunde, scheint durch es hindurch. In\u00a0Rothmanns Roman\u00a0Junges Licht\u00a0(2004) z. B. wird \u201edas aus der Transzendenz in die Immanenz hineinschimmernde Numinose zum Stilprinzip\u201c (Georg Langenhorst:\u00a0\u201eIch g\u00f6nne mir das Wort Gott\u201c. Gott und Religion in der Literatur des 21. Jahrhunderts. Freiburg-Basel-Wien 2009, S.\u00a0112).<\/p>\n<p>Rothmanns neuere Romane \u2013\u00a0Im Fr\u00fchling sterben\u00a0(2015),\u00a0Der Gott jenes Sommers\u00a0(2018) und\u00a0Die Nacht unterm Schnee\u00a0(2022) \u2013 bilden eine \u201aum 1945\u2018 angesiedelte Trilogie mit biographischen Ankl\u00e4ngen an die eigenen Eltern. Mit Blick auf meine Fragestellung auff\u00e4llig sind die Differenzen in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung zwischen den Romanen von 2018 und 2022: Dem Roman\u00a0Der\u00a0Gott jenes Sommers\u00a0wurde \u201eGottesn\u00e4he\u201c attestiert (in:\u00a0S\u00fcddeutsche Zeitung\u00a0Nr.105, 8.5.2018, S.\u00a014), \u201estellenweise\u201c sei der Roman \u201eetwas penetrant katholisch, aber ohne jeden Sonntagsreden-Schmu\u201c (in:\u00a0Die Welt\u00a0Nr.109, 12.5.2018, S.\u00a028) u. a. Der Roman spiegelt die letzten Kriegstage 1945 mit Episoden aus dem 30-j\u00e4hrigen Krieg des 17. Jahrhunderts und setzt sich dadurch zu einem kulturhistorischen Umfeld ins Verh\u00e4ltnis, in dem man, wenn man starb, \u201adas Zeitliche\u2018 noch \u201asegnete\u2018. Das dem Roman vorangestellte Motto aus Andreas Gryphius\u00a0Grabschrift Marianae Gryphiae\u00a0(\u201eIch habe diese Welt beschaut und bald gesegnet\u201c; Berlin 2018, o. P.) ruft diesen Kontext auf, der die Jahrhunderte \u00fcberspannt.<\/p>\n<p>Dagegen kommen die durchweg euphorischen Besprechungen (v. a. in:\u00a0Die ZEIT\u00a0Nr.29, 14.07.2022, S.\u00a051) von\u00a0Die Nacht unterm Schnee\u00a0ohne jeden Bezug auf \u201aGott\u2018, \u201aReligion\u2018 oder \u201aKirche\u2018 aus. Eines der zentralen Charakteristika im Werk Rothmanns, das \u201eNuminose\u201c als \u201eStilprinzip\u201c, hat, wie es aussieht, ausgedient. Stattdessen lenkt der Roman den Blick auf ein anderes Themenfeld: die Frage der sozialen Ungleichheit. \u201eAlso, spar Dir die teuren B\u00fccher, Kind, f\u00fcr unsereins sind die nicht geschrieben\u201c (Berlin 2022, S.\u00a084), so Elisabeth, die Frau des Melkers Walter, zur Erz\u00e4hlerin Luisa, die einen akademischen Ausbildungsweg einschl\u00e4gt. Die \u201eArbeiterfrau\u201c (S.\u00a0213) Elisabeth ist gefangen in ihrer Klasse und kann ihr nicht entkommen. Mobilit\u00e4t erfolgt h\u00f6chstens horizontal, \u201e[a]us dem Stallmist in den Ru\u00df, vom platten Land in die Kohlengrube. Man kommt nicht raus aus seinem Leben, oder?\u201c (S.\u00a0245), so Elisabeth zu Luisa. \u201eJa, das ist unser Leben. Wir sitzen in der Jauche, wir waschen uns mit Jauche, und wir riechen wie Jauche, und so wird es immer sein\u201c (S.\u00a0246). Im Roman enthaltene Ankl\u00e4nge an Rothmanns Eltern und an den Autor selbst (vgl. u. a. S.\u00a0287\u2013291) machen aus dem sozial interessierten Roman ein soziobiographisches Gebilde.<\/p>\n<h3>\u201aGott\u2018 in der Ortsumgehung. Andreas Maier<\/h3>\n<p>Andreas Maier wiederum geh\u00f6rt zum einen zu den publizistisch wirkm\u00e4chtigen Protagonisten \u201ades Wortes Gott\u2018 in der Literatur. Mit Sanssouci hat er 2009 einen prototypischen Roman der Des\u00e4kularisierung vorgelegt (vgl. Claudia Stockinger: Des\u00e4kularisierung als sprachbildende Kraft. Zum Verh\u00e4ltnis von Gegenwartsliteratur und Religion am Beispiel von Andreas Maier. In: Bildung und Wissenschaft im Horizont von Interkulturalit\u00e4t, hg. von Heinrich Geiger u. a. Ostfildern 2019, S. 81\u201396), und sein immer noch aktuelles Projekt, die autofiktional angelegte Romanreihe Ortsumgehung, steuert dem fr\u00fchen Plan nach auf einen letzten Band mit dem Titel Der liebe Gott zu (vgl. Andreas Maier: Das Haus. Roman. Berlin 2011, S. 92). Zum anderen muss Maier, dessen Projekt Ortsumgehung zum \u201egr\u00f6\u00dfte[n] Eigenblutdopingfall der deutschen Literatur\u201c erkl\u00e4rt worden ist (so Christian Metz in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 185, 12.8.2015, S. 10), als einer der erfolgreichsten Vertreter autosozio-biographischer (Herkunfts-) Literatur im deutschsprachigen Raum gelten. Das als \u201ePose\u201c (Maier:\u00a0Der Ort. Roman. Berlin 2015, S.\u00a024) eingesetzte \u201eIch\u201c ist bei Maier seit seinen gleichnamigen Poetik-Vorlesungen von 2006 mindestens ebenso massiv pr\u00e4sent wie \u201adas Wort Gott\u2018. Sieht man sich aber die Teile der Reihe in chronologischer Folge genauer an, zeigt sich auch hier: Gegen das \u201aIch\u2018 hat \u201aGott\u2018 aktuell kaum eine Chance. Das Interesse an der eigenen Herkunft dominiert. Kommt \u201ader liebe Gott\u2018 dem Projekt abhanden?<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick auf die seit Mitte der 2000er Jahre publizierten Texte f\u00e4llt auf, dass Maiers Interesse an \u201aGott\u2018 mit einer vielfach perspektivierten Kritik an kapitalistischen Wachstums- und Steigerungslogiken einhergeht. Das Beharren auf der Differenz-Erfahrung wird daf\u00fcr zur leitenden Idee: Das Andere, der Au\u00dfenseiter wird dabei als bevorzugte Lebensweise und Figur profiliert. Mit dem vierten Band,\u00a0Der Ort, verschiebt sich die soziale Position \u2013 je erfolgreicher der Autor\/Erz\u00e4hler sich selbst zur Rolle wird, desto unbefragter nimmt er einen Platz \u201ein den vorderen R\u00e4ngen der Sch\u00fclergesellschaft\u201c (S.\u00a044) ein. Im Mittelpunkt steht jetzt die (weltliche) Liebe. Sie ersetzt einerseits Religion oder tritt an deren Stelle; andererseits werden sowohl diese Liebe als auch das religi\u00f6se Erleben profanisiert, wenn sie einem Zustand des \u201aZugekifftseins\u2018 versuchsweise gleichgesetzt werden (vgl. S.\u00a059). Ihren H\u00f6hepunkt findet die Analogisierung von Kunst\u00a0als\u00a0(neuer) Religion im f\u00fcnften Band,\u00a0Der Kreis\u00a0(2016). Der Roman beschreibt entlang unterschiedlicher musikalischer Erlebnisse die Initiation des K\u00fcnstlers im jungen Mann. Der Schl\u00fcsselbegriff f\u00fcr diese Erlebnisse lautet \u201eDurchwehen\u201c. Bezeichnet wird damit ein Effekt, der eine, wie es im Text hei\u00dft, \u201e\u00e4hnliche Sakralit\u00e4t wie sonntags in der Kirche\u201c erzeugt (Maier:\u00a0Der Kreis. Roman. Berlin 2016, S.\u00a016), und der mithin durchaus als Religionsersatz taugt.<\/p>\n<p>Konsequenterweise berichtet der sechste Band,\u00a0Die Universit\u00e4t\u00a0(2018), von einem Leben als (w\u00e4re es) Literatur. Der Roman steht unter dem Motto der vor \u00fcber einem Jahrzehnt gehaltenen Poetik-Vorlesungen: \u201eIch, das ist der Mittelteil des Wortes Nichts\u201c (Maier:\u00a0Die Universit\u00e4t. Roman. Berlin 2018, o. P.). In den Vorlesungen aber war dieses \u201aNichts\u2018, das den Autor (\u201eIch\u201c) umgab, selbst wieder umgeben von einer Gr\u00f6\u00dfe, die in der Zitat\u00fcbernahme 2018 ausgespart bleibt: \u201e[D]arum herum\u201c, hatte es in\u00a0Ich\u00a0weiter gehei\u00dfen, \u201eist der liebe Gott\u201c (Maier:\u00a0Ich. Frankfurter Poetikvorlesungen. Frankfurt\/M. 2006, S.\u00a0124).<\/p>\n<p>Noch bedeutsamer f\u00fcr die aktuelle Transformation ist allerdings das Faktum, dass in\u00a0Ich\u00a0das\u00a0Matth\u00e4usevangelium\u00a0als der alle \u00dcberlegungen leitende Text ausgestellt wird, das \u201egr\u00f6\u00dfte philosophische Werk des Abendlandes\u201c (Maier:\u00a0Ich, S.\u00a088). Dieser Bezug, der f\u00fcr die theologisch-ethische Fundierung der Poetik-Vorlesungen entscheidend war, spielt in\u00a0Die Universit\u00e4t\u00a0keine Rolle mehr bzw., worauf noch einzugehen sein wird, noch keine Rolle. Kurz: Der Roman steht zwar unter dem Motto der\u00a0Ich-Vorlesungen, kappt aber deren religionssensible Ausrichtung, die mit dem\u00a0Matth\u00e4usevangelium\u00a0begr\u00fcndete Poetik einer Transzendenz des Andersseins. Kein Gott, nirgends.<\/p>\n<p>Der siebte Band,\u00a0Die Familie\u00a0(2019), markiert einen (unfreiwilligen, so die Inszenierung) Bruch im Erz\u00e4hlkosmos. Die \u201eFamiliensage\u201c (Maier:\u00a0Die Familie. Roman. Berlin 2019, S.\u00a017) f\u00e4llt in sich zusammen, denn das Familienerbe gr\u00fcndet in tabuisierter Schuld. Die Familie hatte sich zu NS-Zeiten j\u00fcdischen Besitz angeeignet. Diese Erkenntnis d\u00fcrfte auch f\u00fcr das weitere Projekt der\u00a0Ortsumgehung\u00a0insgesamt nicht ohne Folgen bleiben. Die Familie, in der Reihe als \u201emetaphysisches Konstrukt\u201c (S.\u00a0151) entworfen, hat es so nie gegeben. Herkunftsliteratur muss gleichsam wie ein Schiff auf hoher See und bei laufendem Betrieb umgebaut werden, und wir beobachten sie dabei.Ob der Gesamtplan angesichts dessen tats\u00e4chlich nicht mehr aufrechterhalten werden kann, wird sich zeigen.<\/p>\n<p>Der achte Band, Die St\u00e4dte (2021), der fr\u00fche Reise-Erlebnisse des \u201aIch\u2018 in den Blick nimmt, zeigt sich bemerkenswert unbeeindruckt von den in Die Familie als einschneidend dargestellten Erfahrungen, genauer gesagt, bleibt die Erz\u00e4hlung ihrem radikalen Perspektivismus treu. Dass Gott\/Religion im autosozio-biographischen Gebilde fehlen, l\u00e4sst sich narratologisch erkl\u00e4ren: Die interne Fokalisierung verpflichtet das Projekt ja geradezu dazu, auf die Selbstoffenbarungen der im\u00a0Matth\u00e4usevangelium\u00a0fundierten Frankfurter Poetik-Vorlesungen erst noch hinzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die literarische Strategie der Reihe setzte demnach auf \u201aGott\u2018 als Leerstelle, als ausgespartes Zentrum des Ganzen, und \u201eDer liebe Gott\u201c (s. o.) w\u00e4re dann in der Tat die letzte Stufe eines Werkprojekts, dessen Erz\u00e4hlzeit Mitte der 2000er Jahre enden d\u00fcrfte. Ist aber das Fehlen Gottes eine Konsequenz der spezifisch autobiographischen Anlage von Ortsumgehung, und liest man die fr\u00fcheren Texte Ich sowie Sanssouci als Belege f\u00fcr die \u201aR\u00fcckkehr der Religion in der Gegenwartsliteratur\u2018, dann bedeutet Post-Des\u00e4kularisierung im Fall Maiers, jener Phase des eigenen Herkommens einen eigenen Erz\u00e4hlzyklus einzur\u00e4umen, in der das Nicht-mehr- oder\/und Noch-nicht-wieder-Glauben, das \u201eIch betete nicht\u201c (Maier: Die Universit\u00e4t, S. 142), die eigene Existenz bestimmt hat.<\/p>\n<h3>Religion\/Gott im Ich-Paradigma der deutschen Gegenwartsliteratur. Ein Erkl\u00e4rungsversuch<\/h3>\n<p>Die Verpflichtung auf Selbstverwirklichung durch Wahl, die soziologische Modelle seit den 1980er Jahren hervorheben (vgl. Claudia Stockinger: Der \u201aFeuilletonkatholizismus\u2018 und die \u00c4sthetisierung der Religion nach 2000. In: Kunstreligion. Bd. 3: Diversifizierung des Konzepts um 2000, hg. von Albert Meier u. a. Berlin-Boston 2014, S. 11\u201342), r\u00fcckt das \u201aIch-Sagen\u2018 wieder st\u00e4rker in den Vordergrund. Auch die (aktuelle) Entscheidung f\u00fcr oder gegen Religion ist in der \u201eexpressivistischen Kultur\u201c (Charles Taylor: Ein s\u00e4kulares Zeitalter. Frankfurt\/M. 2009, S. 857) der Gegenwart stets dem Primat der Selbstverwirklichung unterworfen. Die fiktionalen wie faktualen (Auto-) Soziobiographien der Gegenwart machen den Status Quo der gesellschaftlichen Posts\u00e4kularit\u00e4t beobachtbar, zu deren Merkmalen die Individualisierung des Umgangs (u. a.) mit Religion geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Sich vom Druck des Wahlimperativs zu entlasten, kann deshalb Vieles hei\u00dfen: Um eine Aufmerksamkeit sichernde Position zu besetzen, hat es sich seit der Jahrtausendwende z. B. als sinnvoll erwiesen, die Rede von Gott zu enttabuisieren (Stadler u. a.), sich f\u00fcr das Konstrukt einer \u201avorkonziliaren katholischen Kirche\u2018 stark zu machen (Mosebach u. a.) oder die soziale Frage in den Mittelpunkt zu stellen, den Klassismus (Baron u. a.) ebenso wie Gender und\/oder Race (Jackie Thomae u. a.).<\/p>\n<p>Dass sich \u201eder sozialwissenschaftliche Diskurs der 2000er und 2010er Jahre ganz dominant sozialstruktureller Ungleichheit und Krisenph\u00e4nomenen\u201c \u201azuwendet\u2018 (Jan Delhey\/Christian Schneickert:\u00a0Aufstieg, Fall oder Wandel der Erlebnisorientierung? Eine Positionsbestimmung nach 30 Jahren \u201eErlebnisgesellschaft\u201c, in: ZfS 51\/2022, 2, S.\u00a0114\u2013130, hier S.\u00a0118), l\u00e4sst sich eben inzwischen auch an der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ablesen. Seit den 1990er Jahren beherrscht den insbesondere feuilletonistisch gef\u00fchrten Diskurs das Thema der \u00d6konomisierung des literarischen Feldes. Wenn die \u00f6konomische Dimension von Literatur im Vordergrund steht, geht es in erster Linie um Verkaufszahlen, Vertriebswege, Zielgruppen und mediale Logiken.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Literatur bleibt das nicht ohne Folgen: Ihr Bild wird ent-idealisiert. Literatur wird jenes Eigenwerts beraubt, der ihr in der Sattelzeit (um 1800) zugeschrieben worden war. Arnold Stadlers eingangs bereits erinnerte Provokation\u00a0von 1999 l\u00e4sst sich ebenfalls auf diesen Kontext beziehen (\u201e[v]on Ficken h\u00e4tte ich sprechen k\u00f6nnen, das war nun m\u00f6glich [\u2026], nicht aber von Gott\u201c;\u00a0Ein hinreissender Schrotth\u00e4ndler, S.\u00a034). Der hier in erster Linie auf Fragen sozialer Moral anspielende Befund ist daf\u00fcr ins \u00d6konomische zu wenden und auf die Formel zu bringen: \u201aSex sells, Gott nicht\u2018. Erst vor diesem Hintergrund wird \u00fcberhaupt verst\u00e4ndlich, warum man sich \u201adas Wort Gott\u2018 (wie Andreas Maier) explizit \u201ag\u00f6nnen\u2018 muss, als handle es sich um eine besonders kostspielige, jedenfalls in \u00f6konomischer Hinsicht wenig Erfolg versprechende Anschaffung.<\/p>\n<p>Interessant ist f\u00fcr mich, was daraus zu folgern ist und (tats\u00e4chlich ja auch) folgt(e). Sowohl Literatur vor dem Hintergrund der Idee ihrer Autonomie als auch Religion leben von einer Art \u00dcberschuss\u00f6konomie. Positiv gesagt transportieren sie einen Mehrwert, der in rein wirtschaftlichen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht zu fassen ist. Auf die seit um 2000 dominierende Rede von der \u00d6konomisierung der Literatur ausgerechnet mit einem Salto mortale in die Religion zu reagieren\u00a0<a href=\"http:\/\/\">(<\/a>wie Stadler, Maier u. a.), erzeugte bemerkenswerte R\u00fcckkopplungseffekte, indem Literatur genau dadurch einen neuen Wert erhielt.<\/p>\n<p>Posts\u00e4kularit\u00e4t als Versuch, \u201emit der S\u00e4kularit\u00e4t \u00fcber die S\u00e4kularit\u00e4t hinaus[zu]gelangen\u201c (Martin Stobbe:\u00a0Posts\u00e4kular erz\u00e4hlen. M\u00fcnster 2018, S.\u00a03), hei\u00dft dann eben auch: Die Rede von der Religion\/Gott wurde zur Distinktionsgeste gegen zeitgen\u00f6ssisch vorherrschende literarische Str\u00f6mungen, die ihrerseits erfolgreich den \u00f6konomischen Diskurs bedienten, wie \u201aum 2000\u2018 z. B. die sogenannte Popliteratur. Religion\/Gott wurde so zu einem Erm\u00f6glichungsraum f\u00fcr eben jene Eigenwertigkeit von Literatur, die im \u00f6ffentlichen Diskurs einer \u00d6konomisierung (auch) der Literatur verloren zu gehen droht(e).<\/p>\n<p>Dass sich innerhalb des skizzierten\u00a0Ich-Paradigmas mit einem Trend zur (auto-) soziobiographischen Literatur die Aufmerksamkeit auf das Interesse an literarischen Erkl\u00e4rungen sozialer (Miss-)\u00a0Verh\u00e4ltnisse hin verschoben hat, birgt (teils bereits genutzte) Chancen gerade f\u00fcr das Themenfeld Religion\/Gott. Beispiele wie Ulrich Greiners \u00f6ffentliches Eintreten f\u00fcr das\u00a0Mysterium Fidei\u00a0im Jahr 2020 (in:\u00a0Die ZEIT\u00a0Nr.\u00a049, 26.11.2020, S.\u00a062), das vom Fortbestand des 2010 bereits totgesagten (Gustav Seibt, in:\u00a0S\u00fcddeutsche Zeitung\u00a0Nr.\u00a088, 17.\/18.4.2010, S.\u00a0V2\/5) Feuilletonkatholizismus zeugt, belegen ja nicht nur die Gleichzeitigkeit der Diskurse.<\/p>\n<p>Das Themenfeld Religion\/Gott wird aktuell vielleicht weniger beleuchtet, aber es ist sichtbar und verweist anders als die soziologisch interessierten, sozialkritischen Romane auf die eigentliche Funktion der Literatur, die eben nicht darin besteht, ein Analyseinstrumentarium f\u00fcr gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse zu sein. Zu ihren ureigenen Aufgaben geh\u00f6rt vielmehr \u201edie Auslegung der Existenz im Horizont ihrer Zuf\u00e4lligkeit, Endlichkeit, Gl\u00fccksbed\u00fcrftigkeit und Kommunikativit\u00e4t\u201c. Wie Religion kann sie dazu beitragen, \u201adas Unverf\u00fcgbare\u2018 \u201aaufzuhellen\u2018 (Peter Sloterdijk:\u00a0Den Himmel zum Sprechen bringen. \u00dcber Theopoesie.\u00a0Berlin 2020, S.\u00a0334, 331). Gerade auch als genuin katholisch lesbare Literatur wie aktuell Peter Handkes Novelle\u00a0Mein Tag im anderen Land\u00a0(2021) ist daf\u00fcr aufschlussreich.<a id=\"_idTextAnchor007\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesrepublik Deutschland sei ein \u201eLand der Gottlosen\u201c, stellte Hilmar Schmundt im Sommer 2022 fest, und bediente damit die aktuelle Rede von den \u201eKirchen in der Krise\u201c (Der SPIEGEL\u00a034\/2022, S.\u00a094) \u2013 ein Beispiel von vielen, hier stellvertretend genannt. Auch der Umgang mit Kirche\/Religion\/Gott im literarischen Feld ist von \u00e4hnlichen Krisen-Diagnosen gepr\u00e4gt. 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