{"id":35046,"date":"2023-10-12T09:56:29","date_gmt":"2023-10-12T07:56:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=35046"},"modified":"2024-12-04T15:36:49","modified_gmt":"2024-12-04T14:36:49","slug":"mit-dem-boden-wird-das-volk-selbst-auch-veredelt-werden-abt-norbert-webers-konzept-fuer-die-missionsarbeit-in-seiner-schrift-euntes-in-mundum-universum","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/mit-dem-boden-wird-das-volk-selbst-auch-veredelt-werden-abt-norbert-webers-konzept-fuer-die-missionsarbeit-in-seiner-schrift-euntes-in-mundum-universum\/","title":{"rendered":"&#8222;Mit dem Boden wird das Volk selbst auch veredelt werden&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Abt Norbert schloss, w\u00e4hrend am Abend des 5. Januar 1908 in St. Ottilien die Glocken das Fest Epiphanie einl\u00e4uteten, eine Schrift ab mit dem Titel\u00a0Euntes in mundum universum.\u00a0Diese Weisung gibt Jesus seinen J\u00fcngern vor seiner Himmelfahrt: \u201eGehet hin in alle Welt und verk\u00fcndet aller Sch\u00f6pfung die Frohe Botschaft!\u201c Der Satz formuliert den zentralen Auftrag des in den Himmel zur\u00fcckkehrenden Erl\u00f6sers. Um die Bedeutung von Webers Schrift zu erkennen, ist es n\u00f6tig, das historische Umfeld zu betrachten.<\/p>\n<h3>Anf\u00e4nge der Benediktinermission in Ostafrika<\/h3>\n<p>Als sich die erste Gruppe aus der kurz zuvor gegr\u00fcndeten\u00a0St-Benedictus-Missionsgenossenschaft\u00a01887 auf den Weg machte in die milit\u00e4risch noch keineswegs gesicherte Kolonie Deutsch-Ostafrika, hatte sie weder staatlich noch kirchlich feste Grundlagen. Der Aufbruch geschah nur vier Tage nach dem Umzug aus der ersten Niederlassung in dem notd\u00fcrftig renovierten Kloster Reichenbach in die ebenfalls ruin\u00f6sen Geb\u00e4ude um die Ottilienkapelle in Emming in Oberbayern. Nicht alle der 14 M\u00e4nner und Frauen waren, als sie zum Aufbruch nach Afrika in T\u00fcrkenfeld den Zug bestiegen, schon 20 Jahre alt. Sonderlich vorbereitet war niemand. Zwei von ihnen starben rasch unter der tropischen Sonne, drei von ihnen starben bei einem \u00dcberfall auf ihre mit eigenen Kr\u00e4ften gebaute Station in Pugu im Januar 1893, vier in Gefangenschaft geratene kaufte man wieder frei. Drei Mitglieder dieser Gruppe kehrten aber noch im gleichen Jahr nach Ostafrika zur\u00fcck, um in Daressalam Ruinen aus der Zeit der arabischen Herrschaft zu renovieren f\u00fcr die Arbeit mit freigekauften Sklaven. Es kam zu Schwierigkeiten, als der Gr\u00fcnder ihrer Gesellschaft, P. Andreas Amrhein, St. Ottilien verlie\u00df. Im Auftrag Roms \u00fcbernahm die Beuroner Kongregation die Sorge f\u00fcr die Entwicklung. W\u00e4hrend P. Maurus Hartmann als Apostolischer Pr\u00e4fekt die Arbeit in Afrika konsolidierte und erste Stationen im Landesinneren einrichtete, sorgte Abt lldefons Schober f\u00fcr die monastische Sicherung des Klosters in St. Ottilien. Ein Generalkapitel im April 1902 gab der Kongregation den Namen\u00a0Missionsbenediktiner. Am 15. September 1902 wurde P. Cassian Spi\u00df zum Bischof des Vikariats S\u00fcd-Sansibar ernannt. Am 18. Dezember 1902 wurde P. Norbert Weber einstimmig zum ersten Abt des Klosters St. Ottilien gew\u00e4hlt. Lange war nicht gekl\u00e4rt, wie sich beide Rollen zueinander verhalten.<\/p>\n<p>Abt Norbert brach im M\u00e4rz 1905 zu einer Visitation des Missionsgebiets auf. Als er an Weihnachten heimkam, waren durch den Maji-Maji-Krieg im S\u00fcden von Deutsch-Ostafrika die Stationen Nyangao, Lukuledi, Peramiho und Kigonsera zerst\u00f6rt; er selbst war mit einer Gruppe von Schwestern durch Mozambique nach Daressalam gefl\u00fcchtet, wo er am 22. Oktober 1905 \u201ewohlbehalten\u201c\u00a0ankam. Die Ereignisse in dieser Zeit waren dramatisch. Dabei bezieht sich Webers sofort geschriebener Visitationsrezess zun\u00e4chst nur auf den Alltag der \u201emonachi missionarii\u201c.\u00a0Er beginnt also mit der Selbstdisziplinierung der M\u00f6nche und \u201ebittet und beschw\u00f6rt\u201c\u00a0sie, \u201edie Mittel, die sie im Mutterhause als F\u00f6rderung ihres Strebens nach Vollkommenheit kennen und lieben gelernt haben, auch in der Mission zu benutzen\u201c.\u00a0Kritik am Leben in den Stationen gibt es nicht. \u00dcber das Leben mit Afrikanern f\u00e4llt kein Wort.<\/p>\n<h3>Kritik am kolonialen Treiben<\/h3>\n<p>Dabei war die Sorge um das monastische Leben der Missionare das eine, der Blick auf die Afrikaner, denen die Arbeit der Gemeinschaft galt, das andere Problem, das auf keinen Fall unkommentiert bleiben durfte. Schon w\u00e4hrend seiner Flucht vom Nyassasee in den S\u00fcden, um dort \u00fcber den Sambesi das offene Meer zu erreichen, fand Abt Norbert Formulierungen f\u00fcr das, was man damals einen \u201eNegeraufstand\u201c\u00a0nannte, inzwischen hei\u00dft es Maji-Maji-Krieg. Als der Angestellte einer deutschen Firma behauptete, Sultane in Ostafrika h\u00e4tten den Aufstand provoziert, widersprach Weber energisch und sein Tagebuch beinhaltet ungew\u00f6hnliche \u00c4u\u00dferungen. Zweimal ben\u00fctzte er das Wort \u201eFreiheitskampf\u201c,\u00a0das erst Jahrzehnte sp\u00e4ter zum Leitwort f\u00fcr den Angriff auf die deutsche Kolonialmacht wurde. Er f\u00fchlte sich an den Kampf der Deutschen gegen Napoleon erinnert trotz des schlimmen Schadens, den die Mission erlitten hatte und stellte fest:<\/p>\n<p>\u201eDer Grund ist im deutschen Gebiet sicher die verhasste Steuer und die noch odi\u00f6sere Steuereintreibung. Ich m\u00f6chte den Krieg fast f\u00fcr einen Freiheitskampf eines unterdr\u00fcckten und geknechteten Volkes halten, das die Sklavenketten absch\u00fctteln will, die man ihm angelegt hat [\u2026] So sehr ich suche und so sehr ich und unsere Kongregation durch diesen Aufstand betroffen sind, so kann ich an sich in diesem Aufstand nichts Ungerechtes finden. Wir Deutschen haben uns auch gewehrt, um das Napoleonische Joch abzusch\u00fctteln, und wir sind stolz auf unsere heldenhaften Ahnen, die es im blutigen Kampf getan. So wie in unseren Kolonien gewirtschaftet wird und wie oftmals der Schwarze behandelt wird, versteht man es sehr wohl, warum dieser sich zum Freiheitskampf aufrafft.\u201c\u00a0(Mission im Krieg. Abt Norbert Webers Reisetagebuch aus Ostafrika 1905, hrsg. von Sigrid C. Albert, St. Ottilien 2018, S. 350)<\/p>\n<p>Kritik am kolonialen Treiben geht in die Fr\u00fchzeit des Ottilianer Lebens zur\u00fcck. P. Andreas Amrhein unterschrieb zwar in M\u00fcnchen und in Rom 1887 einen Vertrag, der die Mission vollst\u00e4ndig abh\u00e4ngig von den Kolonialherren machte. Doch schon in Pugu begann die Distanzierung. Die hauseigene Zeitschrift\u00a0Missionsbl\u00e4tter\u00a0nannte schon damals die Unruhen von 1889, den sogenannten \u201eAraberaufstand\u201c, einen \u201eAufstand des Volkes\u201c\u00a0\u2013 das ist im Druck unterstrichen. Grund daf\u00fcr waren die \u201enicht zu leugnenden Fehler\u201c der deutschen Politik und das Auftreten der deutschen Amtstr\u00e4ger. Um aber im Gespr\u00e4ch zu bleiben und die missionarische Arbeit, sobald es die Umst\u00e4nde erlaubten, wieder aufnehmen zu k\u00f6nnen, hielt sich die Kritik aus St. Ottilien in Grenzen. Leider wurden, wie man zugab, in St. Ottilien Schriftst\u00fccke zensiert, die aus historischen Gr\u00fcnden wichtig w\u00e4ren. P. Amrhein fasste im Februar 1889 Berichte aus Afrika zum Abdruck in den\u00a0Missionsbl\u00e4ttern\u00a0zusammen (Vgl.\u00a0Missionsbl\u00e4tter 1, 1888\/89, Sp. 553ff) und erkl\u00e4rte: \u201eDa sich P. Bonifaz sehr offen \u00fcber die ostafrikanische Gesellschaft und andere ,deutsche\u2018 Verh\u00e4ltnisse ausspricht, darf aus Vorsicht (um unserer und den katholischen Missionen in Ostafrika nicht sehr zu schaden) vieles nicht ver\u00f6ffentlicht werden. Ich mu\u00df daher die Berichte von A bis Z zurichten.\u201c\u00a0(Annalen St. Ottilien\u00a027.2.1889) Wenig sp\u00e4ter stand in den Annalen: \u201eIn einem Briefe, der heute ankam, \u00e4u\u00dferte sich P. Bonifaz wieder gegen die ostafrikanische Gesellschaft.\u201c\u00a0(Annalen St. Ottilien\u00a011.3.1889)<\/p>\n<p>Es ist nicht korrekt, wenn neuerdings wieder behauptet wird, die Mission habe sich auf Seiten der Kolonialmacht gegen die Afrikaner gestellt. Um noch weiter zu gehen, es ist grober Unfug, die Ottilianer Missionare als \u201eGl\u00e4ubige Imperialisten\u201c zu bezeichnen. Nur behutsamen abw\u00e4gend l\u00e4sst sich ihr Ort zwischen den Parteien fassen. Abt Norbert hielt sich in den Wochen, die er nach der R\u00fcckkehr von seiner Safari in Daressalam verbrachte, gegen\u00fcber der Prominenz der Kolonie mit \u00c4u\u00dferungen zum Maji-Maji-Krieg, die man von ihm erwartete, sehr bedeckt. Dabei erfuhr zu diesem Zeitpunkt die Berliner Kolonialpolitik eine entscheidende Wendung. Im April 1906 wurde der vielsprachige Albrecht von Rechenberg, der als \u201eKenner der Eingeborenen\u201c galt, erster ziviler Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. (Deutsch-Ostafrikanische Zeitung, 19.5.1906) Und im September 1906 \u00fcbernahm der Bankfachmann Bernhard Dernburg die Kolonialabteilung des Ausw\u00e4rtigen Amtes. Mit ihm machte erstmals ein Berliner Politiker eine Inspektionsreise. Er kam nach Afrika mit dem \u201eReformkonzept einer rationalen und humanen Kolonisation\u201c (Speitkamp, Deutsche Kolonialgeschichte, S. 137) und stand neben Rechenberg f\u00fcr eine Politik, die den \u201eWert\u201c\u00a0der afrikanischen Bev\u00f6lkerung hervorhob.<\/p>\n<h3>Die Politik Rechenbergs und Dernburgs<\/h3>\n<p>Es gab damals erst rund 1.000 Deutsche in Ostafrika neben rund 18 Millionen Afrikanern. Wie viele es genau waren, wusste man nie und der deutsche Zuzug lie\u00df sich nicht steuern. Wenn deshalb etwas \u201ezum Besten des Landes\u201c\u00a0geschehen sollte, dann galt es, die Lage der Afrikaner zu verbessern. N\u00f6tig war eine Lockerung des Zwangs, damit sie f\u00fcr ihren eigenen Bedarf arbeiten konnten und nicht nur von Zwangsarbeit f\u00fcr Exportkulturen leben mussten, wobei sie oft um den Lohn f\u00fcr ihre Arbeit betrogen wurden. Der Verkauf von Land, das Afrikanern geh\u00f6rte, an wei\u00dfe Siedler wurde verboten, ebenso der eigenm\u00e4chtige Gebrauch der Nilpferdpeitsche. Auch von gr\u00f6\u00dferer Selbstverwaltung war die Rede. Im Reichstag beschimpfte man Rechenbergs Politik als \u201enegerfreundlich\u201c und \u201esiedlerfeindlich\u201c. Aus kolonialen Vereinen kam heftiger Widerstand.<\/p>\n<p>Sowohl Albrecht von Rechenberg als auch Bernhard Dernburg suchten in Daressalam den Kontakt zur katholischen Kirche. Die Missionsbl\u00e4tter begr\u00fc\u00dften Rechenberg mit dem Wunsch, es m\u00f6ge ihm gelingen, \u201edie Verh\u00e4ltnisse der Kolonie zum Besten des Landes und des Vaterlandes zu leiten\u201c. (Missionsbl\u00e4tter 10, 1905\/06 (August 1906), S. 174) Nach einem Sonntagsgottesdienst bat Albrecht von Rechenberg am 30. September den Bischof um einen Spaziergang und schlug vor, \u201eum den Christen ein \u00dcbergewicht \u00fcber den Mohamedanismus zu verschaffen\u201c t\u00fcchtige afrikanische V\u00f6lker zu Christen zu machen, ohne es mit der Taufe genau zu nehmen, \u201edas h\u00e4tte man bei den alten Germanen auch nicht immer getan und doch seien sie Christen geworden\u201c. Nach dem Vorbild der \u201e\u00e4thiopischen Bewegung\u201c sollten sich die Missionskirchen mithilfe der Bibel selbst organisieren und die Geschlossenheit der Kolonie sichern. Bischof Thomas war so irritiert, dass er sich \u201eschleunigst verabschiedete\u201c, so formulierte er es in seinem Tagebuch am 30.09.1906, denn trotz der guten Absicht war die Verachtung Rechenbergs gegen\u00fcber dem Glauben ebenso wie gegen\u00fcber den Afrikanern deutlich zu erkennen. Die historische Wissenschaft gesteht Rechenberg aber zu, dass er sich \u201egegen\u00fcber der afrikanischen Bev\u00f6lkerung an humanen Grundvorstellungen\u201c orientierte und dass seine \u201eVerantwortungsethik\u201c dem \u201eelit\u00e4ren politischen Denken einen begrenzenden und richtungsweisenden Ma\u00dfstab\u201c bot. (D. Bald, Die Reformpolitik von Gouverneur Rechenberg. Koloniale Handelsexpansion und industrielle Minderheit in Dt-Ostafrika, in: D. Obernd\u00f6rfer (Hg.), Africana Collecta II, \u00ad1971, S. 243)<\/p>\n<p>Der Versuch, die M\u00f6glichkeiten deutscher Kolonialpolitik besser auszun\u00fctzen als bisher und gleichzeitig die Unterdr\u00fcckung der Afrikaner zu verringern, entsprach, obwohl sich die Herren durchaus nicht einig waren, auch den Zielen von Bernhard Dernburg, der als \u201eSpezialist f\u00fcr die Sanierung heruntergewirtschafteter Aktiengesellschaften\u201c im Mai 1907 die Kolonialabteilung des Ausw\u00e4rtigen Amtes \u00fcbernahm, die zum Reichskolonialamt wurde und damit dem Reichskanzler unterstand. Die Kolonien galten nun als \u201erein innerdeutsche Angelegenheiten\u201c. Bei einem Vortrag in Berlin interpretierte Dernburg wie gehabt \u201eKolonisation\u201c als \u201eNutzbarmachung\u201c von Menschen zugunsten der \u201ekolonisierenden Nation\u201c, machte dabei jedoch eine entscheidende Wendung: \u201eHat man fr\u00fcher mit Zerst\u00f6rungsmitteln kolonisiert, so kann man heute mit Erhaltungsmitteln kolonisieren, und dazu geh\u00f6ren eben der Missionar wie der Arzt, die Eisenbahn wie die Maschine, also die fortgeschrittene theoretische und angewandte Wissenschaft auf allen Gebieten.\u201c (Zielpunkte des Deutschen Kolonialwesens. Zwei Vortr\u00e4ge gehalten von Bernhard Dernburg, Berlin 1907, S.\u00a09) Es ging also nicht um jene Aufwertung des Afrikaners, die die Missionare wollten. Aber es wurden gemeinsame Interessen sichtbar.<\/p>\n<p>Dernburg besuchte unmittelbar nach seiner Ankunft in Daressalam die katholische Kirche, sa\u00df dort l\u00e4ngere Zeit allein und meldete sich dann f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen an. Weil Bischof Thomas nicht zugegen war, \u00fcbernahm Provikar P. Anton Ruedel den Empfang. Dernburg fragte \u2013 eine ganze Seite war n\u00f6tig, um die Fragen zu notieren \u2013 vor allem, wie die Mission vorging, wenn sie sich den Menschen n\u00e4herte; viele Siedler taten das mit brutalem Zugriff. P. Anton erkl\u00e4rte seinen G\u00e4sten, die erste Ber\u00fchrung mit Afrikanern bei der Gr\u00fcndung einer Station geschehe, indem man ihnen \u201egegen Bezahlung Arbeit gibt\u201c.\u00a0Die Eingeborenen lernen so die Intention der Missionare kennen; regelm\u00e4\u00dfiger Unterricht findet, auch wegen der Sprachprobleme, noch nicht statt. Weil aber die Missionare t\u00e4glich beten, Gottesdienst halten und mit Geschriebenem umgehen, werden die Leute neugierig. Der Unterricht im Lesen und Schreiben beginnt mit zwei bis drei Mutigen. \u00c4hnlich geschieht es mit dem katechetischen Unterricht. \u201eGezwungen wird niemand zum Katechumenen-Unterricht.\u201c (Annalen Daressalam\u00a03.\u20136.8.1907)<\/p>\n<p>Die Mission hatte also in 20 Jahren ein Programm entwickelt f\u00fcr das, was die Politik suchte. Entscheidend f\u00fcr dieses Programm war der letzte von P. Antons S\u00e4tzen: Es bestehe \u201eHoffnung\u201c, dass es \u201enach einigen (!) Generationen\u201c seine Wirkung zeigt. Schon w\u00e4hrend Dernburgs Aufenthalt entstand Streit in den Zeitungen. Radikale Siedler erkl\u00e4rten in der\u00a0Usambara-Post\u00a0am 4. Januar 1908, es gebe zwar neben den \u201eallerdings ziemlich degenerierten K\u00fcstennegern\u201c auch eine intelligente, auf die Arbeit ihres K\u00f6rpers angewiesene Bev\u00f6lkerung. Doch die Leute arbeiteten nur, weil sie mussten. Und weil sie faul seien, liefen sie lieber als Tr\u00e4ger herum, statt Eisenbahnen zu bauen oder sich am wirtschaftlich wertvollen Plantagenbau zu beteiligen. Die Folgerung hie\u00df: \u201eDas Material (also pauschal: der Afrikaner, JM) ist gut, aber zurzeit noch sehr roh; es ist f\u00fcr ein wirkliches Bl\u00fchen des Landes weder dicht noch langlebig genug.\u201c (Usambara-Post. Unabh\u00e4ngiges Organ f\u00fcr die wirtschaftlichen Interessen von Deutsch-Ostafrika 4.1.1908) Zeitungen im Reich \u00fcbernahmen den Vorwurf und warfen Dernburg vor, er sch\u00fctze und h\u00e4tschle die Eingeborenen. Durch die Abschaffung der Pr\u00fcgelstrafe w\u00fcrden die Afrikaner frech. Es gab inzwischen Beispiele, wie in Daressalam wei\u00dfe Siedler von Afrikanern verpr\u00fcgelt wurden.<\/p>\n<h3>Mission auf Augenh\u00f6he<\/h3>\n<p>In diesem Kontext entstand Abt Norberts Schrift\u00a0\u201eEuntes in mundum universum\u201c. Zitate, die er einf\u00fcgte, zeigen, dass er die Kolonialliteratur kannte, au\u00dferdem traf er im Dezember 1907 \u201eExcellenz Dernburg\u201c\u00a0zum Gespr\u00e4ch. Weber ging davon aus, dass das Benediktinertum \u201ewie geschaffen sei f\u00fcr die Missionst\u00e4tigkeit unter den Heiden\u201c und kritisierte den gegenw\u00e4rtigen Stand der eigenen Arbeit. Man habe \u201ebenediktinische Prinzipien und Traditionen\u201c aufgegeben und ein \u201ePfarrsystem\u201c\u00a0entwickelt, das mehr der Organisation der Stationen diente, als dass es versuchte, \u201eauf die Schwarzen einzuwirken\u201c. Zur Zeit des heiligen Benedikt stand die Kirche auch \u201evor der gro\u00dfen sozialen Frage, welche die r\u00f6mische<br \/>\nSelbstsucht in Italien geschaffen hatte\u201c; vor der Kluft n\u00e4mlich \u201ezwischen dem reichen Patrizier und seinen H\u00f6rigen, die auf den Latifundien ihr elendes Dasein fristeten\u201c. Diese Kluft galt es zu \u00fcberwinden und \u201egro\u00dfe soziale Sch\u00e4den auszubessern\u201c.\u00a0Das k\u00f6nne auch in der Gegenwart nicht geschehen auf dem Weg reiner Belehrung, deshalb erkl\u00e4rte Abt Norbert:<\/p>\n<p>\u201eDie Gnade will, da\u00df wir menschliche Mittel gebrauchen. Und eines der vorz\u00fcglichsten, ja menschlicher Weise gesprochen, ein unerl\u00e4\u00dfliches Mittel ist das Eingreifen in das Leben der Neger. Seine Kulturentwicklung spielt sich nicht ausschlie\u00dflich in der Schule und in der Kirche ab. Sein Christentum baut sich nicht auf der Belehrung auf, die er hier empf\u00e4ngt. Das Christentum soll und mu\u00df ja das ganze Leben erfassen und es in eine neue Form umgie\u00dfen [&#8230;] Wir m\u00fcssen, um eine Operationsbasis f\u00fcr unsern Feldzugsplan gegen den Unglauben und das geistige Elend zu haben, hinabsteigen zum Neger und m\u00fcssen ihm begegnen als friedliche Mitk\u00e4mpfer im Kampfe gegen das leibliche Elend und gegen die soziale Not [&#8230;] Neben der sittlichen und geistigen Ausbildung mu\u00df die Mission angestrengt arbeiten an der Herstellung eines gewissen materialen Wohlstandes unter den schwarzen V\u00f6lkerschaften.\u201c<\/p>\n<p>Was hier \u201eherabsteigen\u201c genannt wird, ist nur m\u00f6glich, wenn die Mission den Afrikanern hilft, dass sie sich selbst helfen k\u00f6nnen und dazu ist es n\u00f6tig, sie unabh\u00e4ngig zu machen. \u201eMan mag den Neger in die Handelsstadt am Meer verpflanzen und mag ihm dort ein sorgenfreies Leben auf Grund horrender L\u00f6hne schaffen, die sich seine starken Muskeln mit Leichtigkeit verdienen, er wird immer ein unzivilisierter Mensch bleiben; ja er wird tiefer sinken als er in seiner Wildnis war.\u201c Ein gesunder Entwicklungsprozess im Volke findet nur statt durch selbst\u00e4ndige Arbeit, \u201edie einen direkten Gewinn abwirft\u201c. Ausdr\u00fccklich wird angef\u00fcgt: Es gehe nicht um Gewinn durch \u201eArbeit f\u00fcr Andere\u201c.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlich schildert Weber die Schritte, wie die afrikanischen Menschen, aufbauend auf der Landwirtschaft, unabh\u00e4ngig werden k\u00f6nnen von kolonialen Arbeitgebern. Ein besonderes Kapitel erhalten die Frauen und ihr m\u00f6glicher Aufstieg in der Gesellschaft, wenn sie zu einem St\u00fcck Eigenbesitz kommen. Nur so wird christliches Leben m\u00f6glich:<\/p>\n<p>\u201eIst diese Erziehung so weit gediehen, da\u00df das Volk soviel produziert, da\u00df es nicht mehr von der Hand in den Mund leben muss, wie es jetzt der Fall ist, sondern da\u00df es auch f\u00fcr die Zeit der Not zur\u00fcckgelegt hat; ist das Volk soweit vorangeschritten, da\u00df es infolge eines gewissen Reichtums an Vieh und besserer Bodenkultur seine Heimat zu lieben beginnt und nunmehr an der Scholle haftet; ist dann die Zeit angebrochen, da sich das Volk in sicherem und besserem Wohnen bei einem behaglichen Wohlstand und bei bescheidenen Anspr\u00fcchen an das Leben gl\u00fccklich f\u00fchlt; dann ist es auch f\u00fcr die Lehre des Christentums zug\u00e4nglicher; es bilden sich christliche Gemeinden, die ein in sich geschlossenes Ganzes ausmachen. Das Christentum beginnt das Leben zu durchdringen, das durch die sittigende Kraft der Arbeit gehoben und veredelt worden ist.\u201c<\/p>\n<h3>Hilfe zur Selbsthilfe<\/h3>\n<p>Es bleibt die Frage, warum Webers Schrift auch in der eigenen Gemeinschaft kaum beachtet wurde. Eine einfache Antwort bietet der Hinweis auf das Schicksal von Albrecht von Rechenberg und Bernhard Dernburg, deren Konzept eines \u201eradikalen Kurswechsels und einer Auss\u00f6hnung mit den Afrikanern\u201c\u00a0(H. Gr\u00fcnder:\u00a0Christliche Mission und deutscher Imperialismus. Eine politische Geschichte ihrer Beziehungen w\u00e4hrend der deutschen Kolonialzeit (1884\u20131914) unter besonderer Ber\u00fccksichtigung Afrikas und Chinas, Paderborn 1982, S. 231) so viel Widerstand fand, dass sie es aufgaben. Besonders Bernhard Dernburg stritt w\u00e4hrend seines Aufenthaltes in Ostafrika vergeblich mit Siedlern, die darauf bestanden, dass die Afrikaner \u201eMaterial\u201c\u00a0zu sein h\u00e4tten f\u00fcr ihren kolonialen Wohlstand. Leider hat sich kein Widerspruch von Bischof Thomas Spreiter erhalten, dem Webers \u201eSchriftehen\u201c\u00a0sicher nicht gefielen und der f\u00fcr seine Arbeit engen Kontakt mit der Kolonialregierung suchte. Erhalten ist nur ein Brief Webers an seine Mitbr\u00fcder vom Oktober 1908. Darin bat er, alles \u201eKritisieren und Murren unter einander\u201c\u00a0zu vermeiden und dem Bischof unbedingt zu gehorchen. Weber bestand aber auf seinem Vorschlag, anstelle des Kisuaheli in den Schulen \u201edie Eingeborenensprache als Schulsprache\u201c\u00a0zu ben\u00fctzen, weil nur so das Kind lernt, durch den Gebrauch der Muttersprache sich aus der Welt seiner Familie heraus zu entwickeln ohne sinnlos Zeit abzusitzen. Nur wenn es gelingt \u201et\u00fcchtige Handwerker, Garten- und Feldarbeiter heranzubilden\u201c, sind sie im Lauf der Zeit in der Lage, mit Dingen zurechtzukommen, \u201edie ihnen geh\u00f6ren\u201c.<\/p>\n<p>Keinesfalls soll die Arbeit der Mission dazu dienen, den Reichtum der Siedler zu vergr\u00f6\u00dfern. Was sie den Afrikanern bietet, ist Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist aber nur m\u00f6glich, wenn sie ihnen von Beginn an auf Augenh\u00f6he begegnet, also anders als die zur eigenen Bereicherung entschlossenen Siedler. Dieser Gedanke lie\u00df sich in der Kolonie vorl\u00e4ufig nicht vermitteln, auch nicht an die Bisch\u00f6fe. Bischof Thomas demonstrierte das, als er P. Johannes H\u00e4fliger ma\u00dfregelte und versetzte, als dieser sich in Kigonsera scharf gegen Soldaten verwahrte, die dorfweise aufst\u00e4ndische Afrikaner niedermachten.<\/p>\n<p>Die Frage ist, was bleibt, wenn die Landwirtschaft, von der Abt Norbert ausging, 120 Jahre sp\u00e4ter nicht mehr die Basis des modernen Lebens bildet. Vielleicht sollte man noch einmal den Titel der Schrift beachten. Es ist die Mahnung Jesu, die Botschaft von seinem Leben \u00fcber die L\u00e4nder und \u00fcber die V\u00f6lker hinweg zu verbreiteten. Dabei ist aber die deutsche \u00dcbersetzung nicht korrekt. \u201eEuntes\u201c ist ein Partizip, kein Imperativ. Es hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201eGehend in alle Welt &#8230;\u201c oder \u201eIndem ihr in die Welt geht, verk\u00fcndet aller Sch\u00f6pfung die Frohe Botschaft\u201c. Der Weg in die Welt ist etwas, das f\u00fcr Missionsbenediktiner unter sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Bedingungen immer geschieht. Die Aufforderung Webers, die Verk\u00fcndigung auf dem Weg \u00fcber die Landwirtschaft stattfinden zu lassen, bezieht sich auf eine bestimmte historische Situation, deren Schritte im R\u00fcckblick verst\u00e4ndlich sind. Was zeitlich \u00fcber diese Situation hinaus bleibt und zur Lebensaufgabe der Missionsbenediktiner wird, ist die Mahnung, mit der P. Norbert Weber sein Buch am Festtag Epiphanie abschlie\u00dft. Ein Aufbruch in die Welt ohne die monastische Grundlage zu verlieren, geschieht zur Hilfe f\u00fcr Menschen, die verstrickt sind in Lebensbedingungen, die sie am Aufbruch hindern. So wird es m\u00f6glich, gemeinsam ins Offene zu gehen, damit Epiphanie beginnen kann: Erscheinung, Wiederkunft Christi.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abt Norbert schloss, w\u00e4hrend am Abend des 5. 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