{"id":35052,"date":"2023-10-12T09:59:39","date_gmt":"2023-10-12T07:59:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=35052"},"modified":"2024-12-04T15:49:01","modified_gmt":"2024-12-04T14:49:01","slug":"nachhaltigkeit-und-religion-in-der-literatur-eine-spurensuche","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/nachhaltigkeit-und-religion-in-der-literatur-eine-spurensuche\/","title":{"rendered":"Sustainability and religion in literature"},"content":{"rendered":"<p>Gott ist tot\u201c, so lautet der wohl ber\u00fchmteste Satz Nietzsches, der die Begebenheiten seiner Zeit analysierte und die christliche Kirche kritisch betrachtete. Wenn Friedrich Nietzsche vom Tod Gottes spricht, meint er damit, dass die Idee eines Gottes in der modernen Welt unglaubw\u00fcrdig erscheint.<\/p>\n<p>Der heutigen Generation \u2013 und auch bereits der vorhergegangenen wird Desinteresse und Gleichg\u00fcltigkeit, wenn nicht gar Ablehnung des Religi\u00f6sen nachgesagt. F\u00fcr mich, als Vielleserin auffallend ist, dass sich die Belletristik religi\u00f6ser Motive bedient. So sind in sehr vielen B\u00fcchern, die ich au\u00dfer Fachliteratur, gelesen habe, religi\u00f6se Motive zu finden. Besonders auffallend im Kriminalroman, was aber ein anderes Thema dieser Veranstaltung ist, in der wir uns mit Fragen der Literatur- und Medien besch\u00e4ftigen. Es gibt Unmengen davon \u2013 allein die Aufz\u00e4hlung der Titel w\u00fcrde meine Redezeit hier \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>N\u00e4her eingehen m\u00f6chte ich auf einige wenige, die mir wegweisend erscheinen, um einen roten Faden in meinen Vortrag zu bringen. Und besonders m\u00f6chte ich auf einige Werke Joseph Bernharts hinweisen, die in Verbindung zu meiner Dissertation zu einem \u00e4hnlichen Thema stehen, an der ich gerade arbeite. Das ist der Grund, weshalb der Name Joseph Bernhart, der Ihnen bis jetzt m\u00f6glicherweise v\u00f6llig unbekannt war, h\u00e4ufig zu h\u00f6ren sein wird. Er ist ein Mann, dessen wegweisende Gedanken und Werke bisher viel zu wenig Beachtung gefunden haben.<\/p>\n<h3>Religion und Technik<\/h3>\n<p>Begleiten Sie mich jedoch zu Anfang bitte auf eine kurze Reise durch verschiedene Epochen der Literatur und deren Verbindung zur Religion bzw. zu religi\u00f6sen Motiven.<\/p>\n<p>Im fr\u00fchen Mittelalter, bis etwa zum Ende des karolingischen Reiches (911) bestand Literatur fast ausschlie\u00dflich aus religi\u00f6ser Gebrauchsliteratur, in lateinischer Sprache verfasst, die zur Vermittlung der christlichen Glaubenslehre dienen sollte. Bald folgten deutsche \u00dcbersetzungen von Glaubenstexten, wie das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, Beicht- und Taufgel\u00f6bnisse f\u00fcr das Volk. In dieser geistlich gepr\u00e4gten Zeit waren Bibel- und Legendendichtungen, Reimpredigten und v. a. Marienlyrik literarische Begleiter. Beispielhaft sind hier Willirams\u00a0Paraphrase des Hohen Liedes,\u00a0um 1061 datiert und der Versuch eines\u00a0Memento mori\u00a0des Heinrich von Melk,\u00a0um 1160 entstanden, anzuf\u00fchren, wobei letztes bereits an die h\u00f6fische Dichtung angelehnt ist und Elemente des Minnesangs enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wolfram von Eschenbachs bekanntester Versroman der mittelhochdeutschen h\u00f6fischen Literatur,\u00a0Parzival, der zwischen 1200 und 1210 entstand, ist durchdrungen von religi\u00f6sen Motiven: Denn erst als Parzival die Gier abgelegt und Demut gelernt hat, gelingt es ihm, den Fischerk\u00f6nig durch die richtige Frage zu erl\u00f6sen. Nach dem mittelhochdeutschen W\u00f6rterbuch Lexer bedeutet diemuot, (diem\u00fcete oder d\u00eamuot) auch Herablassung, Milde und Bescheidenheit.<\/p>\n<p>Der enorme Einfluss der Kirche im Mittelalter zeigt sich in der Literatur des sp\u00e4ten Mittelalters in den beiden einflussreichsten Glaubensrichtungen der Scholastik, zu deren Hauptwerk die im 13. Jahrhundert entstandene\u00a0Summa Theologiae\u00a0des\u00a0Thomas von Aquin\u00a0geh\u00f6rt und der Mystik. Hier sei der herausragende\u00a0Meister Eckhart\u00a0genannt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Mittelalter als Zeit des dunkeln Aberglaubens angesehen wurde, wollten die Menschen des 18. Jahrhunderts in der Epoche der Aufkl\u00e4rung nun Licht in diese jahrhundertelang w\u00e4hrende Dunkelheit bringen. Immanuel Kants Antwort auf die Frage: \u201eWas ist Aufkl\u00e4rung?\u201c in der Dezemberausgabe des Jahres 1784 der\u00a0Berlinischen Monatsschrift\u00a0scheint f\u00fcr alle gut verst\u00e4ndlich zu sein: Der Mensch soll sich aus seiner selbst verschuldeten Unm\u00fcndigkeit befreien und m\u00fcndig werden. Den Mut haben, selbst zu denken. \u201eHabe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!\u201c\u00a0wurde zum Leitmotiv des 18. Jahrhunderts. Die preu\u00dfischen Zensurbeh\u00f6rden sahen seine Schriften mit den geltenden Herrschaftsverh\u00e4ltnissen und der Bibel als nicht vereinbar an. Schiller, Voltaire, Rousseau, Lessing sind Vertreter dieser Zeit, wobei Lessing bereits der aus der Aufkl\u00e4rung resultierenden Str\u00f6mung der Empfindsamkeit zugewiesen werden muss. Es ist bekannt, dass Kant deren Schriften kannte und mit ihnen korrespondierte. Kants Einfluss auf die Philosophie und Geistesgeschichte ist nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Auch Joseph Bernhart nimmt v. a. in seiner Technik-Kritik Bezug auf diesen Philosophen.<\/p>\n<p>In manchen Epochen wie der Empfindsamkeit oder dem Vorm\u00e4rz hat die Auseinandersetzung mit der Religion eine konstitutive Rolle gespielt. Dabei entstanden vor allem Oden und Elegien. Besonders Friedrich Gottlieb Klopstock pr\u00e4gte die Literatur der Empfindsamkeit durch eine naturnahe Religiosit\u00e4t im Beispiel des Epos\u00a0Messias\u00a0(1748\u20131773). Manche literarische Gattungen wie etwa das barocke Trauerspiel, oder die mittelalterlichen Passionsspiele, einige von Ihnen werden vielleicht in diesem Jahr in Oberammergau gewesen sein, sind ohne deren religi\u00f6sen Kontext nicht zu verstehen.<\/p>\n<p>In der Neueren Deutschen Literatur, im\u00a0Zauberberg\u00a0von Thomas Mann sind sich Lodovico Settembrini und Leo Naphta uneins in der Frage, wie denn Geist und Natur zueinander stehen. Naphta ist der Meinung, dass die Natur v\u00f6llig frei von Geist sei. Settembrini hingegen vertritt die Meinung, dass die Natur selber Geist sei. In den Streitgespr\u00e4chen der beiden, oft im Nietzsche-Kontext, werden neben vielen anderen auch Gespr\u00e4che \u00fcber Religion gef\u00fchrt. Leo Naphta ist j\u00fcdischer Herkunft, zum Christentum konvertiert und hat im Jesuitenorden eine Heimat gefunden, w\u00e4hrend Settembrini als Sprachrohr f\u00fcr Demokratie und Fortschritt auftritt. Religi\u00f6se Motive sind in vielen von Manns Werken zu finden. Denken wir an\u00a0Joseph und seine Br\u00fcder, oder die Novelle\u00a0Tod in Venedig.<\/p>\n<p>Die Literatur der Moderne\/Postmoderne, zu deren Zeit ich auch Max Frisch z\u00e4hle, widmet sich, v. a. in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, der hochgelobten Technik, mit deren Hilfe es m\u00f6glich sein sollte, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die im Krieg verlorene Lebensqualit\u00e4t schnellstm\u00f6glich zur\u00fcckzuholen \u2013 ja sogar noch zu steigern. Der Wandel des Zeitgeistes beschleunigte diese Entwicklung des Technikoptimismus\u2019.<\/p>\n<p>Max Frischs\u00a0Homo Faber\u00a0ist eine klassische Schullekt\u00fcre, 1957 erschienen. Faber, der Protagonist ist Ingenieur mit einem ausgepr\u00e4gten rationalistischen Weltbild. Typisch f\u00fcr diese Zeit sagt er: \u201eWir brauchen gar nicht mehr so viele Leute. Es w\u00e4re gescheiter, Lebensstandard zu heben\u201c. Nach einem Unfall, als er mit dem Flugzeug in der W\u00fcste notlanden muss, ger\u00e4t eben dieses Weltbild erstmals ins Wanken. \u201eHomo faber\u201c als anthropologischer Begriff bezeichnet seit der Antike den Menschen als Handwerker, als ein werkzeugmachendes Wesen. Ob die Romanfigur sich von seiner technikfixierten Weltsicht l\u00f6sen kann, bleibt offen und ist von Kritikern umstritten. In einem von Frischs Tageb\u00fcchern soll folgende Passage zu finden sein: \u201eWir k\u00f6nnen, was wir wollen, und es fragt sich nur noch, was wir wollen; am Ende unseres Fortschritts stehen wir da, wo Adam und Eva gestanden haben; es bleibt uns nur noch die sittliche Frage.\u201c<\/p>\n<p>Die Angst, dass wir uns von der Maschine schon lange haben vereinnahmen lassen, dass Roboter im Alltag unsere Selbstbestimmung zu unterwandern beginnen, schleichend, aber mit immer bedrohlicherer Konsequenz, wirft nicht nur die Frage auf, ob Mensch und Maschine bald miteinander verschmelzen, oder ob die Maschine sogar den Menschen verdr\u00e4ngen wird, der dann bald nicht mehr die \u201eKrone der Sch\u00f6pfung\u201c sein k\u00f6nnte. Wo auf der Skala befinden wir uns gerade, und wie weit geht es noch? Was macht jetzt eigentlich den Menschen zum Menschen? Wenn Maschinen immer menschen\u00e4hnlicher werden, sind sie noch Maschinen? Ist es m\u00f6glich, K\u00f6rper und Geist derma\u00dfen zu optimieren, um wom\u00f6glich sogar Unsterblichkeit zu erreichen? Verfechter sehen durchaus eine M\u00f6glichkeit im Einsatz von Computerchips oder k\u00fcnstlichen Organen im menschlichen Organismus.\u00a0Damit stellen sich nat\u00fcrlich eine Vielzahl ethischer und politischer Fragen.<\/p>\n<p>Bereits f\u00fcr Francis Bacon war in seiner Utopie\u00a0New Atlantis,\u00a0die erst 1627 postum erschien, die Entwicklung der Technologie zur Beherrschung der Natur gleichzusetzen mit der Vollendung der g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung auf Erden, in der auch Wissenschaftler der fr\u00fchen Neuzeit \u2013 bis hin zu Charles Darwin \u2013 den Nachweis f\u00fcr einen vern\u00fcnftigen Plan Gottes\u00a0suchten.<\/p>\n<h3>Religion und Technik bei Joseph Bernhart<\/h3>\n<p>Joseph Bernhart, schw\u00e4bischen Ursprungs, geboren 1881 in Ursberg, 1904 zum Priester geweiht, aber 1913 standesamtlich geheiratet und nach einem bewegten Leben 1969 gestorben. Der kritisch theologische Denker und Schriftsteller hat sich Gedanken \u00fcber Fluch und Segen der Technik gemacht. Der technisierte Mensch ist ein B\u00fcchlein von nur 47 Seiten, auf das ich folgend n\u00e4her eingehen m\u00f6chte, vollgepackt mit Wissen, Vorahnungen auf die Entwicklungen und Warnungen. Es ist 1946 erschienen, aber bereits 1932 scheint er sich Gedanken zu dieser brisanten Thematik gemacht zu haben, was aus seinen unver\u00f6ffentlichten Aufzeichnungen, die in seinem Nachlass, der in der Bayerischen Staatsbibliothek M\u00fcnchen zu finden ist, hervorgeht.<\/p>\n<p>Deus ex machina\u00a0betitelt er ein Fragment zur Eschatologie der Technik. Er schreibt:\u00a0\u201eDie schlechten Tragiker haben sich f\u00fcr alle Zeiten den Spott des Sokrates zugezogen. Sie nehmen, sagt er, ihre Zuflucht zu den Maschinen, wenn sie in Verlegenheit sind, und lassen zur L\u00f6sung ihres St\u00fccks die G\u00f6tter herauf. Deus ex machina hei\u00dft der athenische Witz.\u201c Denn, wenn es im griechischen Drama unl\u00f6sbare Konflikte gab, erfolgte die L\u00f6sung dieser Konflikte durch das \u00fcberraschende Eingreifen einer Gottheit, die, gehalten durch eine Art Kran \u00fcber der Theaterb\u00fchne schwebte, und so unerwartete Hilfe in die sonst unl\u00f6sbare Situation brachte.<\/p>\n<p>Deus ex machina: Ein Maschinengott? Oder ein Retter in der Not?<\/p>\n<p>Bernhart ahnte zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht, wie brisant diese Thematik ist, dass 2015 angelehnt an sein Wortspiel ein Gruselfilm mit dem Titel\u00a0Ex Machina\u00a0\u00fcber die Leinw\u00e4nde flimmert, in dem es um einen Silicon-Valley-Milliard\u00e4r und Menschen, die gnadenlos nach Perfektion streben, geht, und es von Androiden nur so wimmelt, was nach der Lekt\u00fcre von\u00a0Mark O\u2018Connells Buch\u00a0Unsterblich sein.\u00a0Reise in die Zukunft des Menschen,\u00a0erschienen 2017 im Carl Hanser Verlag, durchaus die nahe Zukunft widerspiegeln k\u00f6nnte. Denn er f\u00fchrt uns in eine Welt, die einem Science-Fiction-Film zu entstammen scheint, wo zum Beispiel K\u00f6pfe in Lagerhallen darauf warten, zum Leben erweckt zu werden, wo Menschen zu Cyborgs geworden sind, wo Technik Milliard\u00e4re hervorgebracht hat, die fieberhaft daran arbeiten, was dem Menschen bisher nicht gelungen ist \u2013 letztendlich unsterblich zu werden. \u201eEine digitale Finsternis\u201c, schreibt ein Leser in seiner Rezension auf Amazon \u00fcber die 279 Seiten.<\/p>\n<p>Joseph Bernhart meint im Zusammenhang mit seiner Technikkritik: \u201eDeus ex machina ist auch die Formel f\u00fcr die Trag\u00f6die des technisierten Menschen, eine wahre, erschreckend gute Trag\u00f6die, weil ihre Handlung hervorgeht aus Schuld und Notwendigkeit zugleich. [\u2026] [H]\u00e4tten wir\u2018s unterlassen sollen, auch nur unterlassen k\u00f6nnen, die Maschine, nachdem sie einmal unserem Hirn entsprungen war, einzusetzen [\u2026]? War es denn nicht gut, nicht menschen- und naturgem\u00e4\u00df, die Zeugung aus Vernunft und Element auch gro\u00df zu ziehen? Aber nachdem wir sie aus allen Kr\u00e4ften gro\u00df gezogen haben, steht sie selbstherrlich vor uns, steht gegen uns [\u2026]\u201c. In Joseph Bernharts unver\u00f6ffentlichten Anmerkungen zu seinem B\u00fcchlein\u00a0Der technisierte Mensch\u00a0findet sich eine wundervolle Geschichte aus den Gleichnissen des alten Chinesen Dschuang-Tse, der im 4. Jahrhundert v. Chr. lebte: \u201eDa war das Sch\u00f6pfrad erfunden worden, und die Bauern freuten sich \u00fcber die Erleichterung ihres Tagewerks. Einer aber sagte, er wolle nichts davon wissen, und erkl\u00e4rte auch warum. So eine Maschine, meinte er, ist ein listiges Werkzeug, und wenn ich damit umginge, bek\u00e4me ich selbst ein listiges Herz \u2013 ein Maschinenherz \u2013 und so h\u00f6rte ich auf, ein guter Mensch zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Wir m\u00f6gen dar\u00fcber l\u00e4chelnd den Kopf sch\u00fctteln und ihn vielleicht einen Dummkopf nennen, der sich lieber abplagt, als die Hilfe dieser einfach konstruierten Maschine anzunehmen. Aber irgendwo muss der Ursprung liegen, woraus sich die Technik, die wir, mit Bernharts Worten \u201egro\u00dfgezogen\u201c haben, oder so wie wir ihr heute, ob kritisch oder nicht, gegen\u00fcberstehen, oder wie Bernhart sagt, sie uns selbstherrlich gegen\u00fcbersteht, entwickelt haben. Ernst Kapp, ein Liberaler, schreibt 1877 in seinem Werk\u00a0Grundlinien einer Philosophie der Technik,\u00a0das 2015 neu aufgelegt wurde,\u00a0dass technische Ger\u00e4te Erweiterungen der menschlichen Organe sind. Ein Hammer verbessert also die Wirkung der Faust und das Fernrohr erm\u00f6glicht weiteres Sehen, was dem blo\u00dfen Auge nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Die Technik ist nach Kapp ein zentrales Element zivilisatorischen Fortschritts. Nicht weit entfernt also von dem von Joseph Bernhart zitierter Geschichte, und doch bereits so nah am Cyborg.<\/p>\n<h3>Religion und Nachhaltigkeit<\/h3>\n<p>Bei meiner Spurensuche bin ich auf einen Artikel in der Zeitschrift\u00a0NATUR\u00a0aus dem Jahr 2016 gesto\u00dfen, in dem das Anthropoz\u00e4n als ein neues Zeitalter beschrieben wird, das nun angebrochen sei. Dieser Begriff geht auf den Chemie-Nobelpreistr\u00e4ger Paul Crutzen zur\u00fcck. Im Jahr 2000 argumentierte der Atmosph\u00e4renforscher, dass die Einwirkung menschlicher Aktivit\u00e4ten eine neue Dimension erreicht habe, und somit die Definition eines neuen Erdzeitalters gerechtfertigt sei. Bisher seien die Erdzeitalter durch typische Formen von Ablagerungen wie beispielsweise von Kreide oder Sandstein charakterisiert, meint der Verfasser des Artikels, der auf eine Studie der Freien Universit\u00e4t Berlin verweist, jetzt hingegen seien es M\u00fcll, Dreck und Abgase. \u201eWir produzieren j\u00e4hrlich fast so viel Plastik, wie es der Biomasse aller auf der Erde lebenden Menschen entspricht. Plastik findet sich bereits in allen Ablagerungsr\u00e4umen der Erde, vom Gebirgst\u00fcmpel bis zur Tiefsee und wird so als Technofossil zu einem der wichtigsten Leitfossilien des Anthropoz\u00e4ns werden\u201c, sagt Reinhold Leinfelder, einer der beteiligten Forscher der Freien Universit\u00e4t Berlin.\u00a0\u201eDie Signatur des Menschen wird damit in allen Sedimentschichten nachweisbar\u201c, erg\u00e4nzt er. Deshalb sei eine formale Etablierung des Anthropoz\u00e4ns als Zeiteinheit der Erdgeschichte nicht nur gerechtfertigt, sondern geradezu erforderlich. Ein weiteres Mal m\u00f6chte ich auf Max Frisch verweisen. N\u00e4mlich auf sein wenig beachtetes Sp\u00e4twerk\u00a0Der Mensch erscheint im Holoz\u00e4n,\u00a0das besonders nach dem Vorschlag von Paul Crutzen, ein neues Erdzeitalter als das Anthropoz\u00e4n zu bezeichnen, plausibel erscheint.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen Religion und Technikkritik ist verst\u00e4ndlich. Wie steht es mit der Nachhaltigkeit, die wie die Religion, ebenfalls Teil meiner Spurensuche sein soll? Verfolgen wir den Faden, der sich von der Religion zur Technikkritik zieht, weiter, dann f\u00fchrt uns dieser zielstrebig zum Thema Nachhaltigkeit. Die immer ausgefeiltere Technik hielt Einzug in der Landwirtschaft. Die Felder konnten mit Traktoren in weitaus k\u00fcrzerer Zeit mit weitaus weniger Anstrengung bestellt werden. Der M\u00e4hdrescher f\u00fchrte zwei Aufgaben gleichzeitig aus und Melkmaschinen erm\u00f6glichten, dass in derselben Zeit weitaus mehr K\u00fche gemolken werden konnten als mit der Hand. All diese Dinge f\u00fchrten zu einer Technisierung im landwirtschaftlichen Bereich. Diese Ger\u00e4te waren teuer in der Anschaffung und als dringendes Ziel galt die Gewinnmaximierung, wenn sie sich bezahlt machen sollten. Besonders in der Tierhaltung waren die Folgen verheerend. Die Tiere wurden auf immer engerem Platz gehalten. Witwe Boltes scharrende H\u00fchner im Hinterhof sind heutzutage eher ein seltenes Spektakel. Das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Menschen und den sogenannten Nutztieren hat sich ge\u00e4ndert. Wir sehen heute nichts mehr vom Sterben des Schlachtviehs. Das geht maschinell, anonym und von der \u00d6ffentlichkeit abgeschottet vor sich. Was eben noch ein Tier war, ist im Nu zerteiltes Fleisch, oder zu drolligen Tierfiguren verarbeitete \u201aH\u00fchnermatsche\u2018, die Otto Normalverbraucher nicht billig genug sein kann. Gewinn vor Tierwohl ist die Devise!<\/p>\n<p>Jonathan Safran Foer hat in seinem Spiegel-Bestseller\u00a0Wir sind das Klima,\u00a0der 2019 in der 2. Auflage erschien, recherchiert, dass laut der Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO Nutzvieh verantwortlich f\u00fcr ca. 7.516 Millionen Tonnen Co2-\u00c4quivalent pro Jahr und somit ein Hauptverursacher des Klimawandels ist. Weltweit werden f\u00fcr den Futteranbau Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt. Viele sind f\u00fcr den Anbau von Soja und Mais bestimmt, denn die vielen Tiere in den Intensivhaltungsbetrieben wollen fressen. Somit gelangen diese Gifte in unseren K\u00f6rper, da der Mensch am Ende der Nahrungskette steht. Und dass wir Menschen 59 Prozent der auf der Erde landwirtschaftlich nutzbaren Fl\u00e4che zum Anbau von Tierfutter verwenden, ist ebenso bei Foer zu lesenwie das Ergebnis einer Studie der Johns Hopkins University, die folgendes besagt: \u201eHalten die globalen Trends beim Konsum von Fleisch und Milchprodukten an, wird die mittlere Temperatur h\u00f6chstwahrscheinlich um mehr als zwei Grad ansteigen, selbst im Falle dramatischer Emissionsreduzierung in allen nicht-landwirtschaftlichen Bereichen.\u201c\u00a0Selbst demjenigen, dem Tierschutz nicht am Herzen liegt, ist die Lekt\u00fcre dieses Buches sehr zu empfehlen. Denn jedem wird danach bewusst werden, dass wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, solange wir weiter an dem immensen Fleischkonsum und der daraus resultierenden Intensivhaltung festhalten. Um Platz f\u00fcr den Anbau von Tierfutter und Viehweiden zu schaffen oder um Holz und Papier zu gewinnen, wird der Regenwald abgeholzt. Die dort beheimateten Tiere sind gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen und woandershin auszuweichen \u2013 auch in von Menschen bewohnte Gebiete. So werden Viren wilder Tiere auf Menschen oder Nutztiere \u00fcbertragen. Sogenannte Zoonosen, darunter Ebola, die Schweinegrippe, Tollwut, Malaria und das neuartige Coronavirus. Dass die Zahl an Zoonosen steigt, liegt vor allem an der Art und Weise, wie die Menschheit in \u00d6kosysteme eingreift und mit Tieren umgeht.<\/p>\n<h3>Vertraute Gewohnheit oder vertrauter Planet<\/h3>\n<p>Wir k\u00f6nnen unsere vertrauten Gewohnheiten nicht beibehalten und zugleich unseren vertrauten Planeten behalten. Eins davon m\u00fcssen wir aufgeben. Davon berichtet bereits Alexis Carell, der 1912 den Nobelpreis f\u00fcr seine medizinische Forschung erhalten hat, in seinem 1955 erschienenen, nicht unumstrittenen Buch Der Mensch, das seine N\u00e4he zum Nationalsozialismus sp\u00fcren l\u00e4sst. Recht zu geben ist ihm jedoch in einer Forderung nach einem neuen Menschen, denn: \u201esolange die von der Technik geschaffene Geborgenheit, Sch\u00f6nheit und mechanische Wunderwelt ihn umgibt, kann er nicht verstehen, wie dringend die Notwendigkeit des \u00adEingriffs ist. Es ist ihm nicht richtig klar, da\u00df [sic] er entartet: warum also sollte er sich anstrengen und seine Wesens-, Denk- und Lebensgewohnheiten \u00e4ndern?\u201c Und sein Fazit lautet: \u201eWir m\u00fcssen uns aufmachen und vorw\u00e4rts schreiten, m\u00fcssen das Joch einer blinden Herrschaft der Technik absch\u00fctteln und die Vielfalt und Reichhaltigkeit unserer Natur recht erfassen. [\u2026] In einer Welt also, die nicht f\u00fcr uns gemacht ist, da sie aus einem Irrtum unserer Vernunft und aus der Unkenntnis unseres wirklichen Wesens stammt. In eine solche Welt k\u00f6nnen wir durch keine Anpassung hineinfinden, so bleibt uns nur, uns gegen sie zu emp\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Wie Joseph Bernhart bereits in seiner Schrift Der technisierte Mensch warnt, hat sich der Mensch die Z\u00fcgel aus der Hand nehmen lassen, wobei der technische Fortschritt eine Art Eigenleben erfahren hat, dessen rasante Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Wer glaubt, die Natur durch Technik \u201aaufheben\u2018 zu k\u00f6nnen, um sie dann auf einer vermeintlich h\u00f6heren Stufe reproduzieren zu k\u00f6nnen, hat die Worte Hegels falsch gedeutet. Weiter bedauert Bernhart: \u201eMan kann es nicht genug beklagen, dass wir \u00fcber lauter Eroberung der Natur, \u00dcberwindung von Zeit und Raum durch die Wissenschaft ertaubt sind f\u00fcr die tiefste Sprache der Sch\u00f6pfung. Diese Sprache aber ist ein einziger Seufzer nach Erl\u00f6sung und Wiederkehr des Urzustandes der ersten Kraft und Freudigkeit, zu welchen Gottes \u201aWerde\u2018! [Gen 1,3] sie herangerufen hat.\u201c<a id=\"footnote-016-backlink\" href=\"debatte_3_2023.html#footnote-016\"><\/a>\u00a0Seit Joseph Bernhart seine Gedanken niedergeschrieben hat, sind sowohl die Wissenschaftsgl\u00e4ubigkeit als auch die Technisierung fortgeschritten und haben viel Platz eingenommen.<\/p>\n<p>Es ist wie bei Goethes\u00a0Zauberlehrling. Die Geister, die wir riefen, sie wachsen uns \u00fcber den Kopf und wir sind nicht l\u00e4nger Herr der Lage. Betroffen sind davon nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere haben unter dem \u201aFortschritt\u2018 zu leiden. Abgesehen vom Umweltschutz ist Intensivhaltung eine Qual f\u00fcr die so ausgebeuteten Tiere, was erst in den letzten Jahren ins Bewusstsein der breiten \u00d6ffentlichkeit durchgesickert zu sein scheint. Angesto\u00dfen durch einen im Winter des Jahres 1940 geschriebenen Brief des Pfarrers Christoph Kaiser aus Walchensee im Allg\u00e4u, der sich fast schon verzweifelt die Frage stellte, warum das Wild in den Bergen in den strengen Wintermonaten so viel Leid erfahren musste, und Joseph Bernhart um seine Meinung zu diesem Thema bat, hat sich der Theologe Joseph Bernhart auch \u00fcber diese Gesch\u00f6pfe Gottes Gedanken gemacht und in seinem Anfang der 60er-Jahre erschienenen Buch\u00a0Die unbeweinte Kreatur\u00a0zusammengefasst. Von der Theodizee-Frage angetrieben versucht er das Leid der Tiere zu (er)kl\u00e4ren, indem er sich sehr intensiv mit den Fragen zur Rolle des Tiers in der Sch\u00f6pfung und der Beseelung der gesamten Erdbev\u00f6lkerung auseinandersetzt. Die Antwort auf die Frage nach dem Warum des Leidens blieb Bernhart verwehrt \u2013 und wird auch in Zukunft offen bleiben.<\/p>\n<p>Aktuell wird Religion nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich mit dem erhobenen Zeigefinger theologischer Dogmatik oder dem Christentum identifiziert, nein, inzwischen findet sich j\u00fcdische Zugeh\u00f6rigkeit, islamische Fr\u00f6mmigkeit und spirituelles Wissen ganz allgemein in der Literatur wieder, wobei der Begriff \u201eNachhaltigkeit\u201c, der inzwischen zu einem Modewort, nahezu einem Leitbild in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geworden ist, ganz eng mit der Religion zusammenh\u00e4ngt, denn es geht eigentlich um nichts anderes als den Sch\u00f6pfungsauftrag, gepackt in die Form eines gerechten Zivilisations- und Wirtschaftsmodells, das Verantwortung tr\u00e4gt, den heute und k\u00fcnftig lebenden Erdbewohnern \u00adgerecht zu sein.<\/p>\n<p>Einer meiner Sch\u00fcler hat k\u00fcrzlich seinen schriftlichen Beitrag eines Diskurses \u00fcber Nachhaltigkeit mit dem Rechtschreibfehler \u201eNachhalltigkeit\u201c bei mir abgegeben. Vielleicht hat er ja recht mit der Herleitung des Wortes, denn wir sollten stets darauf achten, dass unser Fu\u00dfabdruck, den wir auf dieser Welt hinterlassen, unser Nachhall also, es auch nachfolgenden Generationen m\u00f6glich macht, ein gutes Leben auf diesem Planeten zu f\u00fchren. Vielleicht gelingt es uns, wie einst Parzival, mit etwas mehr Demut. M\u00f6ge uns die Literatur dabei eine Hilfe sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott ist tot\u201c, so lautet der wohl ber\u00fchmteste Satz Nietzsches, der die Begebenheiten seiner Zeit analysierte und die christliche Kirche kritisch betrachtete. Wenn Friedrich Nietzsche vom Tod Gottes spricht, meint er damit, dass die Idee eines Gottes in der modernen Welt unglaubw\u00fcrdig erscheint. 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