{"id":35061,"date":"2023-10-12T10:02:22","date_gmt":"2023-10-12T08:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=35061"},"modified":"2024-12-04T16:06:01","modified_gmt":"2024-12-04T15:06:01","slug":"blicke-mich-nicht-an-ich-bin-der-papst-die-serie-the-young-pope-als-provokation-des-katholischen-fuehlens","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/blicke-mich-nicht-an-ich-bin-der-papst-die-serie-the-young-pope-als-provokation-des-katholischen-fuehlens\/","title":{"rendered":"&#8222;Blicke mich nicht an! Ich bin der Papst!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Als wir uns im Jahr 2021 an die Planung der Tagung zur katholischen Literatur- und Mediengeschichte machten, gab ich, als wir das Programm mit den Vortr\u00e4gen zu konstruieren begannen, die Zusage, \u00fcber die Serie\u00a0The Young Pope\u00a0zu sprechen, die 2016 unter der Regie des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino zuerst im Rahmen der 73. Filmfestspiele in Venedig gezeigt wurde. Zwar hatte ich die zehn Folgen von\u00a0The Young Pope\u00a0genauso wie die zehn Folgen der zweiten Staffel unter dem Titel\u00a0The New Pope\u00a0gesehen und war mir deshalb sicher, dass man genug \u201akatholische\u2018 Themen aus dem Bilder- und Handlungsgeflecht der Serie isolieren kann, um einen fruchtbaren Beitrag zu leisten: Welch produktives Medienbeispiel ist doch\u00a0The Young Pope, ein aufs engste mit der Kirche, mit der vatikanischen Glaubenspolitik und mit allen m\u00f6glichen christlichen und unchristlichen Belangen verschr\u00e4nktes Medienbeispiel.<\/p>\n<p>Doch hatte ich, wie ich nun bei der j\u00fcngsten Wiederbesch\u00e4ftigung bemerkte, au\u00dfer Acht gelassen, was f\u00fcr eine ausgesprochen komplexe katholische Serie\u00a0The Young Pope\u00a0ist, da es vielmehr sogar zur Struktur dieser Serie geh\u00f6rt, mit allergr\u00f6\u00dfter Bildsensibilit\u00e4t, N\u00e4he und katholischem Bewusstsein die kirchlichen Belange aufzugreifen und auf sie zu antworten, au\u00dfer Acht gelassen aber auch, dass ihre Verschlungenheit, Vielschichtigkeit und Widerspr\u00fcchlichkeit es systematischen \u00dcberlegungen sehr schwer ma-<br \/>\nchen. Aufgrund dieser Sachlage und dieses Befundes m\u00f6chte ich allerdings eine erste These formulieren:\u00a0<a id=\"_idTextAnchor017\"><\/a>Die Komplexit\u00e4t, das Zeichengeflecht von\u00a0The Young Pope, die ausgesprochen dominante Visualit\u00e4t sind unter anderem Merkmale, die das Wesen der Kirche zum Ausdruck bringen, ja die Kirche in ihrer Paradoxie, in ihren Gegens\u00e4tzen und in ihrer Sinnhaftigkeit und Sinnverschleierung paradigmatisch beschreiben. Wie die Kirche selbst widerspr\u00fcchlich ist, so widerspr\u00fcchlich, gebrochen, auch dogmatisch, antidogmatisch, klar und verunklarend ist\u00a0The Young Pope.<\/p>\n<p>Ich werde daher im Folgenden auch als erstes Pl\u00e4doyer f\u00fcr weitergehende medienkulturwissenschaftliche Forschung zu diesem Musterbeispiel der katholischen Mediengeschichte der letzten Jahre\u00a0The Young Pope\u00a0in Grundz\u00fcgen vorstellen, die Schwerpunkte der Serie sortieren und innerhalb des Tagungstitels deuten:\u00a0The Young Pope\u00a0ist eine R\u00fcckkehr der Religion ins popul\u00e4re und publikumswirksame Serienformat, ist aber gezwungen aufgrund seines ausufernden Gegenstandes, aufgrund dieser Dichotomie einer traditionellen vs. einer modernen\/liberalen Kirche seine Zeichenstruktur unaufh\u00f6rlich zu \u00fcberdrehen, Zusammenh\u00e4nge zu verr\u00fccken, erste Verst\u00e4ndniserfolge wieder zu brechen, zu verwirren und auch religi\u00f6se und damit moralische Eindeutigkeiten einem klaren Verst\u00e4ndnis wieder zu entziehen.\u00a0The Young Pope\u00a0ist, und dies ist meine zweite These, ein handlungs\u00fcberschie\u00dfender und bildgewaltiger Ausdruck dessen, was ich das katholische F\u00fchlen nenne, nicht um dieses katholische F\u00fchlen, wenn es zu sich selbst kommen und ausruhen kann, sofort wieder zu ersch\u00fcttern und zu provozieren.<\/p>\n<p>Lenny Belardo (Jude Law), der erste Amerikaner auf dem Stuhle Petri, ist zu einer Zeit, die ungef\u00e4hr unserer Gegenwart entspricht, zum Pontifex gew\u00e4hlt worden und hat sich den Namen Pius XIII. gegeben. Damit schlie\u00dft Belardo \u2013 auf eigent\u00fcmliche und widerspr\u00fcchliche Weise ist er ein Traditionalist \u2013 explizit an das Pontifikat Pius\u2019 X. an, des Papstes, der vielen der Reaktion nahestehenden Katholiken noch heute leuchtendes Beispiel der katholischen F\u00fchrungsstrenge ist. Und Sedisvakantisten beziehen sich ja explizit auf die g\u00fcltigen P\u00e4pste zwischen Petrus dem Ersten und Pius dem Letzten. Letzter Pius ist nun Pius XIII., enigmatischer und deutlich sexualisierter Raucher, trinkt in der Fr\u00fch nur eine Cherry Coke, dessen g\u00fcltige Wahl von niemandem angezweifelt wird, der allerdings alle m\u00f6glichen Zumutungen seiner erschlafften Kirche auferlegen wird.<\/p>\n<h3>Ein Papst wie aus dem Bilderbuch \u2013 Folge eins<\/h3>\n<p>Der Vorspann der ersten Folge ist zu einem surrealen Serienbeginn geworden. Der neue Papst erwacht nach einem Sextraum und h\u00e4lt auf der bekannten Loggia am Petersdom seine erste Ansprache an die Gl\u00e4ubigen. Es f\u00e4llt str\u00f6mender Regen. Was wir sehen, ist die Reformulierung der bekannten Bilder, der Diener, der dem Papst das Mikrophon h\u00e4lt, der entrollte Teppich mit dem Papstwappen, die begeisterte Menge auf dem Petersplatz. Alles haben wir so und \u00e4hnlich schon unz\u00e4hlige Male gesehen, vermittelt von Medien. Hier setzt bereits das katholische F\u00fchlen ein, um das es mir gehen wird. Es ist das katholische Spektakel, das zu sehen ist, von dem man sich ergreifen und begeistern oder absto\u00dfen lassen kann, aber es ist das katholische F\u00fchlen, das sich auf die Inszenierung der p\u00e4pstlichen Pers\u00f6nlichkeit als Stillung der Massensehns\u00fcchte bezieht.<\/p>\n<p>Was nun in der ersten Papstrede ans Volk den Gl\u00e4ubigen gesagt wird, hat das Potential nach den liberalen Ma\u00dfst\u00e4ben der deutschen Kirchenberichterstattung in den \u00fcblichen Qualit\u00e4tsmedien zu einer Sensation und Revolution zu werden. Papst Pius XIII. breitet die Arme aus, Begr\u00fc\u00dfungsgeste und Geste des Empfangs h\u00f6herer Wahrheiten gleicherma\u00dfen, da stoppt unter dem erstaunten Raunen der Gl\u00e4ubigen der Regen, Schirme werden eingeklappt und Kapuzen zur\u00fcckgezogen, nachdem sich die Sonne Bahn bricht. Ein Zeichen: Auch die Wetter- und Lichtverh\u00e4ltnisse legitimieren den Stellvertreter Christi auf Erden. Pius XIII. verk\u00fcndet, was wir alles vergessen haben: die Armen, die Schwachen, die Homosexuellen, die Abtreibungswilligen. Die Kardin\u00e4le sind schockiert, auch die Gl\u00e4ubigen sind nicht begeistert, wissen sie doch nichts so recht mit diesem neuen liberalen Wind anzufangen.<\/p>\n<p>Dabei ist doch alles anders, und Lenny erwacht \u2013 zwar als neu gew\u00e4hlter Papst, aber ohne sich bisher den Gl\u00e4ubigen gezeigt zu haben \u2013 in seinem Bett. Ein guter Beleg f\u00fcr die widerspr\u00fcchliche Kippfigur, zu der alle scheinbar stabilen Aussagen und Ontologien in diesem Serienbeispiel schnell werden und damit das katholische F\u00fchlen verwirren und chaotisieren.<\/p>\n<p>Dabei ist Lenny Belardo als Papst ganz das Gegenteil der \u201etelegene[n] Puppe\u201c, f\u00fcr die ihn die \u00e4lteren Kardin\u00e4le im Gespr\u00e4ch halten, denn das genaue Gegenteil ist wahr: \u201eer [kann] manipuliert werden kann. Es war ein Meisterst\u00fcck von Voiellos diplomatischer Raffinesse.\u201c Kardinal Voiello, der vermeintlich die F\u00e4den zieht, weil er Belardo in einem geschickten Spiel zum Papst gemacht hat, wird schnell einsehen m\u00fcssen, dass dieser keineswegs seinen Vorstellungen folgt. \u201eEntgegen den Erwartungen seiner Steigb\u00fcgelhalter erweist er sich nicht als manipulierbare Marionette auf dem Heiligen Stuhl, sondern als religi\u00f6ser Hardliner in der Tradition seiner Namensvettern als Bischof von Rom.\u201c<\/p>\n<p>Eine Einstellung zeigt ihn vor dem Bild Papst Pius X., in dessen Folgelinie ihn die Bilder positionieren. Dabei zeichnen ihn allerlei Schrullen und Exzentrizit\u00e4ten aus. Statt einem Treffen mit Voiello \u00fcber die n\u00e4chsten Planungen, seine erwartete Ansprache und die Ausrichtung seines Pontifikats zuzustimmen, wartet er am Hubschrauberlandeplatz auf die Ankunft von Schwester Mary (Diane Keeton), in deren Kinderheim Lenny aufgewachsen ist und von der er fr\u00fch als \u201eHeiliger\u201c identifiziert wurde. Als Voiello feststellt, dass Schwester Mary f\u00fcr Papst Pius XIII. eine herausgehobene Rolle zugewiesen werden soll, ist er Feuer und Flamme: \u201eWir k\u00f6nnte so eine Art Sonderstellung f\u00fcr sie kreieren. In solchen F\u00e4llen mangelt es uns nicht an Phantasie.\u201c<\/p>\n<p>Er will dem Papst eigentlich seine Ideen f\u00fcr dessen Rede vor dem Kardinalskollegium vortragen, eventuell erste Ideen f\u00fcr eine Enzyklika besprechen. Da wei\u00df er noch nicht, dass Pius XIII. Schwester Mary anstelle von Voiello einsetzen wird. Waren die bisherigen Schilderungen Nachempfindungen und\/oder Karikaturen von Abl\u00e4ufen im Kirchenstaat, kommen wir dem katholischen F\u00fchlen schon n\u00e4her, wenn\u00a0The Young Pope\u00a0auch die Sakramente thematisiert und diese als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr Erinnerungen von Rezipient*innen funktionalisiert. So gibt die Serie Einblicke in die erste Beichte von Belardo, seit er neuer Papst ist, mit dem Bekenntnis, dass er nicht an Gott glaube. Auch dieser Sprechakt ist deutlich in seiner Ambivalenz und schwankenden Ontologie markiert: Das anschlie\u00dfende Entsetzen seines Beichtvaters relativiert Pius XIII. gleich darauf, dass dies ein Scherz gewesen sei. Trotzdem wird dieser Gotteszweifel des Papstes noch \u00f6fter thematisiert, nicht um ihn auch als intensiv Betenden zu zeigen, dessen Flehen Erh\u00f6rung findet.<\/p>\n<h3>Philosophie f\u00fcr Katholik*innen trotz allem<\/h3>\n<p>Nach diesem Res\u00fcmee der ersten Folge sind wir nun beim Untertitel des Vortrags angekommen, der mit dem Terminus des \u201ekatholischen F\u00fchlens\u201c ja schon markiert, dass\u00a0The Young Pope\u00a0eine Herausforderung daf\u00fcr ist. Das Buch, das f\u00fcr den Untertitel als Inspirationsquelle Pate gestanden hat, stammt von dem italienischen Philosophen Mario Perniola:\u00a0Vom katholischen F\u00fchlen. Die kulturelle Form einer universellen Religion.<\/p>\n<p>Der erste Teil des Buches hei\u00dft:\u00a0Warum ich mich nicht anders als \u201eKatholik\u201c nennen kann\u00a0und formuliert im ersten Kapitel\u00a0Ein Katholizismus ohne Orthodoxie\u00a0einen auch f\u00fcr\u00a0The Young Pope\u00a0entscheidenden Gedanken: \u201eKann man sich als Katholik f\u00fchlen, ohne an den sakramentalen Charakter der Ehe zu glauben? Oder sich als Katholik f\u00fchlen, ohne Glauben an die Unfehlbarkeit des Papstes? Oder sich als Katholik f\u00fchlen, ohne an die G\u00f6ttlichkeit von Jesus Christus zu glauben? Diese Fragen sind nur solange unsinnig, als man von vornherein eine unaufl\u00f6sliche Beziehung zwischen Katholizismus und dem Einverst\u00e4ndnis mit den Doktrinen voraussetzt\u201c. (11)<\/p>\n<p>Weiter fragt er: \u201eL\u00e4sst sich nun aber der Katholizismus schlechthin mit dem identifizieren, was die Kirche \u00fcber sich selbst aussagt? Ist diese Konzeption nicht zu d\u00fcrftig, nicht zu beschr\u00e4nkt f\u00fcr ein immenses kulturelles und geistiges Erbe, das auf das Mittelalter zur\u00fcckgeht und in der Antike wurzelt?\u201c (11) So wie man auch die universelle Bilder- und Motivsprache von\u00a0The Young Pope\u00a0als universell bezeichnen k\u00f6nnte mit dessen ausgesprochen gem\u00e4lde\u00e4hnlichen Lichtf\u00fchrungen und Figurenstaffelungen, so rekurriert die Serie auf einen stark archaischen und ritualaffinen Lebenshintergrund. Bei Perniola hei\u00dft es hierzu, er neige \u201edoch eher dazu, den Wesenskern der Katholizit\u00e4t weniger im Glauben, als vielmehr im F\u00fchlen, nicht im Einverst\u00e4ndnis mit der Doktrin, sondern in der M\u00f6glichkeit einer spezifischen, durchaus universalisierbaren Erfahrung auszumachen.\u201c (12)<\/p>\n<p>Diesen Katholizismus ohne Orthodoxie kombiniert Perniola mit einem im zweiten Kapitel entfalteten\u00a0Ein Glaube ohne Dogma: \u201eWer auf Dogmen und Predigten allergisch reagiert, weil er sie f\u00fcr einen Ausdruck von Unlauterkeit und Heuchelei h\u00e4lt, dem wendet sich dieses Buch ganz besonders zu. Verordneterma\u00dfen an etwas Bestimmtes glauben und sich in einer bestimmten Weise verhalten zu sollen, steht in scharfem Gegensetz zur feierlichen hoheitlichen Bedeutsamkeit einer Institution und beleidigt die religi\u00f6se Sensibilit\u00e4t zutiefst, die mehr noch als Philosophie und Kunst allein in einem Klima aus Freiheitlichkeit und Gro\u00dfmut gedeiht. Eben diese besonderen Charakterz\u00fcge sind es, denen sich die Anziehungskraft der orientalischen Religion verdankt und die ehemals auch dem Katholizismus angeh\u00f6rten. Bleibt zu verstehen, wie es hat geschehen k\u00f6nnen, dass sich der Katholizismus im Verlauf eines halben Jahrtausends zu einer ideologisch politischen Apparatur wandelt, die in einem st\u00e4ndig weiter reichenden dogmatischen Fundament gegr\u00fcndet ist, f\u00fcr das der Schl\u00fcsselbegriff Glaube steht.\u201c (27) Vielleicht sind in\u00a0The Young Pope\u00a0aber noch viele Rudimente dieser Faszinationskraft enthalten, f\u00fcr die das katholische F\u00fchlen mehr als anf\u00e4llig ist.<\/p>\n<p>Nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber: Die anderen Kapitel dieser philosophischen Studie hei\u00dfen:<\/p>\n<p>III\u00a0Hoffnung ohne Aberglauben<\/p>\n<p>IV\u00a0N\u00e4chstenliebe ohne Dem\u00fctigung<\/p>\n<p>V\u00a0Katholizismus, Humanismus und Differenz<\/p>\n<p>VI\u00a0Das rituelle F\u00fchlen<\/p>\n<p>Auf Letzteres werde ich final noch kurz eingehen.<\/p>\n<h3>Die Forderung des Bildverbots<\/h3>\n<p>Besonders kommt es mir nun auf die zweite Folge an, die mit der ersten \u00f6ffentlichen Ansprache des Papstes, auf die ja schon lange alle warten, einen ersten H\u00f6hepunkt im Handlungsgef\u00fcge darstellt. Die Widerspr\u00fcche, die Papst Pius XIII. erzeugt, durchziehen gerade diese zweite Folge und lassen sich auch hier durchdeklinieren. Die Audienz, die Pius XIII. seinen Mitarbeiter*innen gew\u00e4hrt, zeigt einen erratischen, enigmatischen Papst. Das Papstbild, das\u00a0The Young Pope\u00a0erzeugt, l\u00e4sst nicht hinter Intention und Meinung blicken, aber unentwegt danach fragen. Provozierend ist also die medial generierte Frage: Was m\u00f6chte der Papst f\u00fcr das Katholische und f\u00fcr die Kirche? \u2013 so als w\u00fcrde man von einem wirklichen Menschen sprechen \u2013, um im n\u00e4chsten Moment diese Antwort durch die widerspr\u00fcchliche Zeichenstruktur des Textes zu entziehen.<\/p>\n<p>Die Pressereferentin des Vatikans, Sofia Dubois, m\u00f6chte neue Werbeteller f\u00fcr den Papsttourismus anfertigen lassen. Aber der Papst ist vom Bild-Unwillen gezeichnet. Blicke mich nicht an, ich bin der Papst sozusagen! Den einzig m\u00f6glichen Papst-Portr\u00e4t-Teller, den Pius XIII. autorisieren wird, ist ein leerer Teller, was die Pressechefin in dieser Ambivalenz auch sogleich \u00fcberinterpretiert zur Botschaft, dass also offenbar ausgesagt werden solle, dass nur Christus z\u00e4hlt. Aber dem Pontifex ist es ernst mit dem eigent\u00fcmlichen Bilderverbot, von dem man den Eindruck hat, dass er es in diesem Moment gerade selbst erst hervorbringt: Der Photograph des Papstes wird entlassen. Pius XIII. wolle bei seiner ersten Ansprache unsichtbar sein.<\/p>\n<p>Schwester Marys Diktum, der Papst habe kein Interesse an Diplomatie, bewahrheitet sich mehr als deutlich, und diesen eigent\u00fcmlichen Umstand, dass er nicht dargestellt und gezeigt werden wolle, aber auch nicht vorhabe, sich selbst den Gl\u00e4ubigen zu pr\u00e4sentieren, verdeutlicht der neugew\u00e4hlte Papst mit einer beispielhaften Illustration aus der Kulturgeschichte. Er fragt die Pressereferentin: \u201eDer bedeutendste Autor?\u201c Sie antwortet, Philip Roth, was der Papst sofort zu Salinger korrigiert. \u201eDer bedeutendste Filmregisseur?\u201c lautet die n\u00e4chste Frage. Spielberg, sagt sie. Nein Kubrick, sagt der Papst. \u201eDer bedeutendste zeitgen\u00f6ssische K\u00fcnstler?\u201c Sie l\u00e4sst es sich offen Jeff Koons oder Marina Abramovic, doch es ist gem\u00e4\u00df dem Unfehlbaren: Banksy. Die wichtigste elektronische Musikgruppe ist schlie\u00dflich laut dem Papst Daft Punk. Was haben all die Genannten gemeinsam, bzw. kommt vielleicht eine bestimmte Facette des katholischen F\u00fchlens zum Ausdruck, wenn man das Numinose und Geheimnisvolle zur Anwendung bringt, das diese Personen umrankt? Richtig, und so unterstreicht es auch der Papst: Keiner von ihnen hat sich \u00f6ffentlich gezeigt. Kaum einer von ihnen hat sich fotografieren lassen.<\/p>\n<p>Mit dieser ersten Sto\u00dfrichtung will Lenny Belardo die erste Homilie ank\u00fcndigen lassen. Der Verweis auf die Kulturbeispiele ist also auch eine Antizipation des ausgesprochen sonderbaren Inhalts der ersten Papst-Rede, des donnernden Befehls: Seht mich nicht an, in welchem dem katholischen F\u00fchlen einerseits widersprochen wird, in dem es sich aber andererseits wie nirgends sonst in seiner traditionalistischen Dimension ausdr\u00fcckt: Die Hierarchie hat nicht verf\u00fcgbar zu sein. Der Papst ist bei seiner ersten Ansprache nachts \u00fcber dem Petersplatz in Dunkelheit getaucht und darf nicht beleuchtet werden. Brutal rechnet er den Gl\u00e4ubigen vor, dass sie Gott vergessen haben. Dass sich hinter diesem arrogant-souver\u00e4nen Gestus in Wahrheit auch gr\u00f6\u00dfte Unsicherheit, ja Unf\u00e4higkeit verbirgt, bekommen nur die Zuschauer*innen in privaten Einblicken mit: Hier empfindet das katholische F\u00fchlen mit dem Oberhaupt der Kirche mit und sieht hinter den sonst verbergenden Schleier: Papst Pius ist zu Besuch bei Kardinal Spencer, seinem erzkonservativen Mentor, der allerdings mit seinem Sch\u00fctzling Lenny nichts mehr zu tun haben will. Lenny habe durch die Wahl zum Papst Spencers Leben zerst\u00f6rt, der sich als sicher geglaubter Kandidat gesehen hat. Trotzdem bittet Lenny ihn bei diesem Besuch, ihm anl\u00e4sslich seiner ersten \u00f6ffentlichen Rede doch zu helfen: \u201eSchreib die Rede mit mir; ich schaffe es allein nicht.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser vor Spencer seltsamen Offenheit zieht\u00a0The Young Pope\u00a0wieder eine bereits hier bekannte Ambivalenz ein. Wie ist es wirklich? Ist die scheinbar eindeutige Haltung von Pius XIII. gebrochen? Stand \u00fcberhaupt schon fest, dass er sich der Menge auf dem Petersplatz nicht zeigen m\u00f6chte und ist dies also nur eine Ausflucht, weil er zu einer Rede nicht f\u00e4hig ist? Oder ist er \u00fcberzeugter als es anl\u00e4sslich des Eingest\u00e4ndnisses seiner Unf\u00e4higkeit wirkt und testet er in Wahrheit nur Spencers Bereitschaft? Ein anderer, ausgesprochen seltsamer Beschluss, in dessen Folge Pius XIII. sein Pontifikat offenbar mit einem Kreuzzug er\u00f6ffnen m\u00f6chte, zeigt sich im Gespr\u00e4ch mit dem Pr\u00e4fekten der Kongregation f\u00fcr den Klerus, den Pius XIII. zum Vieraugengespr\u00e4ch einbestellt hat.<\/p>\n<p>Auf Nachfrage, wie er ihn finde, erkl\u00e4rt der Pr\u00e4fekt, Belardo sei ein Sch\u00fcler von Kardinal Spencer, der im Ruf stehe, ein Konservativer zu sein, und auch der Papstname Pius biete Anlass zur Sorge. Er selbst sei n\u00e4mlich kein Konservativer. Die Fragen, die Papst XIII. ihm im Anschluss stellt, sind eindeutig privater Natur, erstere steht sogar unter dem Schutz des Geheimnisses des Konklaves: Haben Sie im Kardinalskollegium f\u00fcr mich gestimmt? Sind Sie homosexuell? Die Antworten lauten nein und ja. Der Plan des Papstes wird in den n\u00e4chsten Folgen der sein, die Homosexuellen aus der Leitungsebene der Kirche zu entfernen. Auch solcher, einer seltsamen Morallehre verpflichteter Aktionismus ist in seiner rigiden und kalten Eindeutigkeit Bestandteil der Serie.<\/p>\n<p>Besonders zwei Punkte von Perniolas Studie zum katholischen F\u00fchlen werden in der zweiten Folge der ersten Staffel adressiert: Ein Katholizismus ohne Orthodoxie und ein Glaube ohne Dogma. Zu beidem formuliert\u00a0The Young Pope\u00a0eigentlich einen Antagonismus und eine Provokation: Der gezeigte Katholizismus ist keineswegs ohne Orthodoxie-Bestrebungen, ja lebt eigentlich aus dem von Sorrentino bewusst gesetzten Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Orthodoxie-Bewahrung und deren Zerbrechen; die tradierte Dogmatik, in deren Kontext Pius XIII. die Leitung der Kirche \u00fcbernimmt, die er aber auch selbst setzt, ist ebenfalls ein unaufl\u00f6sbares Paradoxon. Erinnert sei nur an das Rauchverbot im Apostolischen Palast, das, wie ihm gesagt wird, Johannes Paul II. \u2013 also der Papst erlassen habe \u2013, das Pius XIII. auch traditionsbewahrend unangetastet f\u00fcr alle g\u00fcltig sein l\u00e4sst, es aber durch einen Beschluss aufgrund seiner p\u00e4pstlichen W\u00fcrde nur f\u00fcr sich selbst aufhebt.<\/p>\n<h3>Das rituelle F\u00fchlen und die Requisiten in The Young Pope<\/h3>\n<p>Nur kurz andeuten will ich noch das von Perniola beschriebene rituelle F\u00fchlen, welches das katholische F\u00fchlen insgesamt besonders auszeichne. In Abgrenzung zu protestantischen Vorw\u00fcrfen gegen\u00fcber dem Katholischen hei\u00dft es: Hinter dieser Anschuldigung verberge sich eine tiefsitzende Verst\u00e4ndnislosigkeit gegen\u00fcber dem katholischen F\u00fchlen, das rituell und keineswegs subjektiv noch idiologisch sei. (66) Dazu finden sich in der Serie\u00a0The Young Pope\u00a0alle m\u00f6glichen Szenen, die auf rituellen Formationen gr\u00fcnden, rituelle Ornamentik, Zeremoniell oder die heilige Messe selbst visualisieren.<\/p>\n<p>Perniola schreibt: \u201eWas hei\u00dft aber nun rituelles F\u00fchlen? Auf den ersten Blick scheint der Ausdruck ein Oxymoron zu sein, also eine Verbindung aus zwei untereinander vermutlich gegens\u00e4tzlichen Begriffen. So wird vom F\u00fchlen in gel\u00e4ufiger Auffassung angenommen, es sei wesentlich subjektiv, spontan, unmittelbar und unformalistisch, w\u00e4hrend dem Ritus die Kennzeichen von Formalit\u00e4t, Konventionalit\u00e4t, Stereotypie und Strenge zugesprochen werden. Der in dieser Untersuchung vertretene Standpunkt stellt diese gel\u00e4ufige Sichtweise auf den Kopf, die sich an einem fest in der Moderne verwurzelten antirituellen Vorurteils [sic] n\u00e4hrt, das allem Spirituellen gegen\u00fcber dem K\u00f6rperlichen, allem Inneren gegen\u00fcber dem \u00c4u\u00dferen, dem Leben gegen\u00fcber der Form, der Absicht gegen\u00fcber dem T\u00e4tigsein den Vorrang gibt. Auf diesem Vorurteil beruht gr\u00f6\u00dftenteils der \u201aantir\u00f6mische Komplex\u2018, also die Kritik am Katholizismus, die ihm Mangel an Wahrhaftigkeit, Redlichkeit und Authentizit\u00e4t vorwirft.\u201c (66)<\/p>\n<p>Das katholische F\u00fchlen aber macht den Katholizismus sehr wahrhaft, redlich und authentisch und verschr\u00e4nkt untrennbar die scheinbar paradoxen Pole. Trotzdem werden die dem rituellen F\u00fchlen verwandten Werkzeuge in\u00a0The Young Pope\u00a0oft zu \u00fcberholten Requisiten\u2026 Nach Wiedererwerb der Tiara, der p\u00e4pstlichen Krone, l\u00e4sst sich der Papst auf der Sedia gestatoria in den Empfangssaal tragen und hat auch die seine W\u00fcrde betonenden Pfauenwedel wieder zum Einsatz gebracht. Im Umkehrschluss von den liturgisch traditionalistischen Essays von Martin Mosebach gesprochen \u201eH\u00e4resie der Formhaftigkeit\u201c: Wie ein Relikt aus der Kost\u00fcmkiste ragen die \u00fcberkommenen Statussymbole als bedeutungstragende Zeichen in unsere Interpretation und verwirren das rituelle katholische F\u00fchlen.<\/p>\n<h3>Katholische Visionen<\/h3>\n<p>Im weiteren Verlauf der Handlung, also als katholische Vision, wie es mit der vatikanischen Welt weitergeht, kommt in der zweiten Staffel, als Papst Pius XIII. in ein mysteri\u00f6ses Koma gefallen ist, nach der kurzen, durch einen pl\u00f6tzlichen Unfalltod beendeten Amtszeit von Franziskus II. ein neuer Papst an die Macht: der enigmatische englische Adlige Johannes Paul III. (John Malokovich). Auch in dieser Welt gibt es also zwei P\u00e4pste nebeneinander, die ja seit der Ausgestaltung von Anthony McCarten, schon ein deutlicher Verweis auf den 2023 verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. sind und den amtierenden Papst Franziskus I., wie \u00fcberhaupt das Namensspiel der P\u00e4pste bei Sorrentino \u00fcber und \u00fcber bedeutungstragend ist.<\/p>\n<p>Die Zukunft der katholizismusaffinen Kunst ist aufgrund der Serie\u00a0The Young Pope\u00a0und dem Sequel\u00a0The New Pope\u00a0gesichert. Auch Perniola sieht den Erhalt des katholischen F\u00fchlens \u00fcber \u201eideologische[ ] Sintfluten\u201c hinweg durch K\u00fcnstler gew\u00e4hrleistet. \u201eDaraus ist die widerspr\u00fcchliche Situation entstanden, dass sich das katholische F\u00fchlen au\u00dferhalb und unabh\u00e4ngig von der katholischen Kirche fortentwickelt hat, w\u00e4hrend die Kirche selbst als Reaktion auf das von Aufkl\u00e4rung und Positivismus geschaffene, kulturell allgemein feindliche Klima stattdessen gezwungen war, sich in einen erstickenden dogmatischen und ideologischen Panzer zu verschie\u00dfen.\u201c (143) Diesbez\u00fcglich bedient Sorrentinos Serie ein bekanntes Modell \u201ezwischen religi\u00f6ser und \u00e4sthetischer Erfahrung\u201c: das Numinose (144), das Perniola unter dem katholischen F\u00fchlen subsumiert. \u201eDas Wunder, das \u201amysterium tremendum\u2018, der \u201aabsolut andere\u2018 Charakter Gottes im Alten Testament stellen die Voraussetzung her, in die sich die \u00e4sthetische Erfahrung des Erhabenen aufpfropft, verstanden als das Gef\u00fchl des eigenen Nichts angesichts der \u00dcbermacht und der Kraft der Natur.\u201c (145)<\/p>\n<p>Die faszinierende Wucht der Themenf\u00fclle und der unaufl\u00f6sbaren Komplexit\u00e4t der Motivverzahnungen in\u00a0The Young Pope\u00a0sind Beleg f\u00fcr dieses katholische Numinose. Boris Klemkow schreibt in einem Aufsatz, ver\u00f6ffentlicht im Release der Blu-ray-Box als Res\u00fcmee der filmischen Leistung dieser Serie: \u201eNeben seinem Stamm-Director-of-Photography Luca Bigazzi, dessen Kameraarbeit sowohl zur Bebilderung eines Lehrbuchs f\u00fcr Bildgestaltung und Kameraf\u00fchrung taugt als auch in einem Kunstmuseum ausgestellt werden k\u00f6nnte, haben der ma\u00dfgeschneiderte, mit klassischen wie aktuellen Songs angereicherte Soundtrack von Lele Marchitelli und die gleicherma\u00dfen elegante wie pointierte Montage von Christiano Travaglioli ihren Anteil daran, dass THE YOUNG POPE zu einer verf\u00fchrerischen, sinnlichen Erfahrung im Sinne von Prof. Dr. Marcus Stigleggers Seduktionstheorie geworden ist.\u201c<\/p>\n<p>Ob Seduktion, ob Faszinationserh\u00f6hung durch r\u00e4tselhafte Deutungsstrukturen, ob Pr\u00e4senzerzeugung, ob Anschluss an das katholische F\u00fchlen, das auch au\u00dferhalb der katholischen Kirche m\u00f6glich ist, wird\u00a0The Young Pope\u00a0zu einem eigenen Gro\u00dfkapitel in der katholischen Literatur- und Mediengeschichte des 21. Jahrhunderts. Um zuletzt noch einmal an dieses katholische Betrachtungsverbot anzuschlie\u00dfen, dieses Noli me videre, dieses \u201eBlicke mich nicht an! Ich bin der Papst!\u201c: In seinem Essay\u00a0Die Lichter des Toren\u00a0schreibt der Schriftsteller Botho Strau\u00df: \u201e\u1f00\u03c0\u03bf\u03ba\u03b1\u03bb\u03cd\u03c0\u03c4\u03c9 \u2013 ich enth\u00fclle, entbl\u00f6\u00dfe, nicht ohne Anklang von \u201aschamlos\u2018. Dagegen besteht aus \u201aIch zeige mich nicht\u2018 das erste und letzte Geweb der Religion. Die Schrecken der Entbl\u00f6\u00dfung sind die Sensationen, die die Zweifler und Ungl\u00e4ubigen anziehen.\u201c\u00a0Also erg\u00e4nzen wir mit Lenny Belardo, Papst Pius XIII., dass wir f\u00fcr die Verh\u00fcllung sind und das Geweb der Religion unangetastet lassen, weil es f\u00fcr das katholische F\u00fchlen unsichtbar bleiben m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir uns im Jahr 2021 an die Planung der Tagung zur katholischen Literatur- und Mediengeschichte machten, gab ich, als wir das Programm mit den Vortr\u00e4gen zu konstruieren begannen, die Zusage, \u00fcber die Serie\u00a0The Young Pope\u00a0zu sprechen, die 2016 unter der Regie des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino zuerst im Rahmen der 73. 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