{"id":52851,"date":"2023-12-05T08:57:03","date_gmt":"2023-12-05T07:57:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=52851"},"modified":"2024-12-04T11:35:38","modified_gmt":"2024-12-04T10:35:38","slug":"wer-wenn-nicht-wir-plaedoyer-fuer-eine-oekumenische-theologie-mit-profil","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/wer-wenn-nicht-wir-plaedoyer-fuer-eine-oekumenische-theologie-mit-profil\/","title":{"rendered":"Who, if not us?"},"content":{"rendered":"<p>Da ich mir einrede, noch nicht das Alter f\u00fcr gro\u00dfe \u201aR\u00fcckblicke\u2018 zu haben, werde ich mich in meinen Anmerkungen auf die beiden anderen Zeitdimensionen, also auf die Gegenwart(sanalyse) und die Zukunft(svisionen) konzentrieren.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Gegenwartsanalyse: Herausforderungen<\/h3>\n<p>Die Gegenwartsanalyse f\u00e4llt auch\u00a0in oecumenicis\u00a0wie so vieles in unseren bewegten Zeiten zun\u00e4chst nicht allzu optimistisch aus. Und wenn ich so \u00fcber den Satz nachdenke, frage ich mich: War das je anders? Wahrscheinlich nicht! Ich greife im Folgenden drei signifikante Entwicklungen f\u00fcr unsere Zeit heraus.<\/p>\n<p>1.\u00a0In allen Konfessionen macht sich ein moderneskeptischer bis modernefeindlicher Affekt breit. Seine Erscheinungsformen sind vielf\u00e4ltig: Vom (Wieder-) Erstarken eines fundamentalistischen Biblizismus, \u00fcber die Ausbreitung eines politisch aufgeladenen, religi\u00f6s verbr\u00e4mten Nationalismus, bis hin zum Versuch der Wiederbelebung der Vorstellung von Kirche und Glaube als Sonder-, Gegen- oder \u00dcber-Welt. Seine Konsequenzen aber \u00e4hneln sich: eine Tribalisierung \u2013 man k\u00f6nnte auch sagen: Blasenbildung \u2013, die das innerkonfessionelle Miteinander mitunter bis zum Zerrei\u00dfen dehnt und die eine (mehr oder minder) \u00fcberraschende \u201aFronten-\u201a oder \u201aLager\u2018bildung \u00fcber die traditionellen Konfessions- (ja mintunter Religions-) grenzen hinweg hervorbringt. Denn dieser religi\u00f6se Anti-Modernismus geriert sich in manchen Kreisen bereits zur transkonfessionellen, \u00f6kumenischen Leitkultur der sp\u00e4ten Moderne.<\/p>\n<p>Verbindende Grund\u00fcberzeugung ist eine Denunziation der s\u00e4kularen Welt und der sp\u00e4ten Moderne als eine Kultur der Unwahrheit und eine Zeit des Glaubensverlustes, die Klage \u00fcber den Schwund ethischer Grund\u00fcberzeugungen und den moralischen Zerfall der \u201awestlichen\u2018, pluralen und offenen Gesellschaften und \u2013 als Konsequenz \u2013 die These von der Unvereinbarkeit des \u201awahren\u2018 christlichen Glaubens mit den Grundprinzipien dieser Moderne, insbesondere Freiheit und Demokratie.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir an dieser Stelle eine kleine Anmerkung aus aktuellem Anlass: Man ist im Augenblick geneigt, bei diesem als\u00a0Clash of Cultures\u00a0inszenierten \u201eKampf zwischen Glauben und Moderne\u201c wie Wilhelm Damberg\u00a0in\u00a0Die \u201aLehrmeisterin des Lebens\u2018 \u2013 Kirchengeschichte und Innovation im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils\u00a0formuliert, nur auf Russland zu blicken. Ja, die Kritik am Patriarchen von Moskau und der Rus hat ihr gutes Recht. Aber man sollte dabei die in allen Konfessionen vorhandenen Dynamiken nicht ignorieren und auch die vielf\u00e4ltigen Versuche der letzten beiden Jahrzehnte nicht vergessen, zwischen den Konfessionen (unheilige) Allianzen zur Verteidigung angeblich christlicher Werte (mit emotional hochaufgeladenen Stichworten wie Abtreibung, Homosexualit\u00e4t, \u201aGenderwahn\u2018, \u201aModeerscheinung einer Anpassung von Lehre und Moral\u2018, \u201aZwang zur\u00a0political correctness\u2018) zu schmieden. Es gilt hier explizit die Mahnung: Wer mit einem Finger auf andere zeigt \u2026<\/p>\n<p>In all dem steckt aber eine Gefahr, die nicht zu untersch\u00e4tzen ist. Denn dahinter verbirgt sich letztlich der Versuch, eine grundlegende Verachtung von Freiheit und Demokratie und die Ablehnung einer auf diesen Prinzipien fu\u00dfenden offenen Gesellschaft in die christliche DNA einzuschreiben. Diese zutiefst beunruhigende Entwicklung halte ich f\u00fcr die aktuell gr\u00f6\u00dfte \u00f6kumenische Herausforderung. Und ich bin sicher nicht die Einzige, die von meiner, der r\u00f6misch-katholischen .Kirche, angesichts der politischen Verwerfungen ein eindeutiges Bekenntnis zur Demokratie erwartet und \u00f6kumenisch auf ein entsprechendes offensives Handeln aller christlichen Konfessionen zur Verteidigung der Demokratie auch auf weltpolitischer Ebene hofft!<\/p>\n<p>2.\u00a0Der Markt des Religi\u00f6sen ist \u2013 global betrachtet \u2013 bunter, aber auch ambivalenter geworden. Weltweit gesehen, ist ein spirituell frei flottierender (Neo-) Pentekostalismus\u00a0der\u00a0Verkaufsschlager\u00a0des Christentums schlechthin. Und das meine ich w\u00f6rtlich! Gerade weil er die \u00f6konomischen und spirituellen Bed\u00fcrfnisse der sp\u00e4ten Moderne so wunderbar bedient, hat sich der Neopentekostalismus in den letzten Jahrzehnten zur weltweit zweitgr\u00f6\u00dften christlichen Konfession entwickelt. Religi\u00f6se \u201eWahrheitsfragen\u201c werden hier \u201eals marktpolitische Profilfragen interpretiert\u201c, so schreibt es Thomas Sch\u00e4rtl in seinem Aufsatz\u00a0Amerikanisierter Katholizismus? Ein Blick aus den USA zur\u00fcck nach Deutschland. Er ist abgedruckt in\u00a0Stimmen der Zeit\u00a0230 von 2012.<\/p>\n<p>Eine solche \u00d6konomisierung des Religi\u00f6sen \u201ebedeutet f\u00fcr die Religionen\u201c nicht nur die \u201eAusd\u00fcnnung der religi\u00f6sen Mitte. [Denn] Gest\u00e4rkt werden die R\u00e4nder des religi\u00f6sen Partizipationsspektrums\u201c, so die Formulierung von Rainer Bucher in seinem Online-Beitrag\u00a0Auf ihm bestehen, nicht ihm verfallen. Die katholische Kirche auf dem religi\u00f6sen Markt, sondern die sozialen und politischen Kontexte, in denen neopentekostale Gemeinschaften heute boomen, f\u00f6rdern zugleich eine extensiv gepflegte, gruppendynamisch wirksame Mixtur von exklusiver, religi\u00f6ser Vergemeinschaftung und exkludierendem, politisch-\u00f6konomischem Lobbyismus und Tribalismus.<\/p>\n<p>Diese Melange bringt letztlich ein neoliberal konstruiertes und \u00f6konomisch angepasstes\u00a0Gospel of Prosperity\u00a0mit seinen\u00a0Health-and-Wealth-Botschaften hervor, das die Logiken des Marktes zutiefst internalisiert hat und ins Religi\u00f6se verl\u00e4ngert. Neo-Pentekostalismus und \u00d6konomisierung von Religion gehen nicht nur Hand in Hand, sie bedingen sich gegenseitig! Die Leitkultur eines \u201akulturell hegemonialen Kapitalismus\u2018 hat sich das Feld religi\u00f6ser \u00dcberzeugungen angeeignet. Rainer Bucher benennt dies in dem oben genannten Beitrag. Wo das aber geschieht, regiert eine rein instrumentelle (oder \u00f6konomisierte) Vernunft \u2013 gut ist, was n\u00fctzt \u2013; die aber ist der Totengr\u00e4ber jeder kritischen theologischen Pr\u00fcfung.<\/p>\n<p>Der soteriologische Fokus des spirituell Angebotenen liegt auf einem personalisierten Verst\u00e4ndnis von S\u00fcnde und Schuld und der individualisierten Hoffnung auf Heilung und Erl\u00f6sung. So wird die gesellschaftspolitische Systemfrage nach den \u201aStrukturen der S\u00fcnde\u2018 und nach (sozialer) Gerechtigkeit grundlegend ausgeblendet, wie es Philip Jenkins in\u00a0The Next Christendom: The Coming of Global Christianity\u00a0formuliert. Zu erw\u00e4hnen ist hier auch die Kritik am Neoliberalismus und an einer \u2018Wirtschaft, die t\u00f6tet\u2018 aus der Feder von Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben\u00a0Evangelii Gaudium\u00a0von 2013.<\/p>\n<p>Gegenseitige Abh\u00e4ngigkeits- und N\u00fctzlichkeitsverh\u00e4ltnisse werden mit Gottes Gnadenwahl verwechselt. Weil der theologische \u201aTon\u2018 dann auch noch fundamentalistisch, supranaturalistisch und voraufkl\u00e4rerisch grundiert ist, wird das alte Zerrbild westlich-europ\u00e4ischer Religionskritik des 19. Jahrhunderts (die marxsche\/leninsche These, Religion ist Opium f\u00fcrs\/des Volk[es] entspringt nicht ohne Grund aus der Kritik eines ungeb\u00e4ndigten Kapitalismus des Industriezeitalters!) im 21. Jahrhundert die Blaupause f\u00fcr das Christentum, so noch einmal Jenkins.<\/p>\n<p>Betrachtet man das Ganze noch in einer postkolonialen Perspektive, wird sehr schnell deutlich, dass uns hier die eigene kolonialistische Missionsgeschichte auf die F\u00fc\u00dfe zu fallen droht. Auch hier ist die Herausforderung offensichtlich: Wir werden darum ringen m\u00fcssen, das Erbe Europas neu plausibel zu machen: Soziale Gerechtigkeit und eine alle inkludierende Universalit\u00e4t sind ein Erbe, das das Christentum als, wie es Johann Baptist Metz einmal formuliert hat, eine Religion versteht, \u201edie im Namen ihrer Sendung Freiheit und Gerechtigkeit f\u00fcr alle sucht\u201c und die \u201eaus ihrem biblischen Erbe eine \u2026 Kultur der Anerkennung der Anderen in ihrem Anderssein, also die sch\u00f6pferische Anerkennung ethnisch-kultureller Pluralit\u00e4t\u201c entfaltet. Sie sind es allemal wert, auch in andere Weltkontexte \u00fcbersetzt zu werden.<\/p>\n<p>3.\u00a0Eine dritte, eher aus dem Binnenbereich stammende Herausforderung will ich auch anf\u00fchren. Ich beschr\u00e4nke mich hier auf Beobachtungen aus meiner eigenen Kirche und die aktuellen Themenschwerpunkte im Dialog mit den Kirchen der Reformation. Seien es die Diskussionen um das Dokument\u00a0Gemeinsam am Tisch des Herrn\u00a0des \u00d6AK, seien es die r\u00f6mischen Kommentare zur Studie zu \u201aTaufe und Kirchengemeinschaft\u2018, die im Auftrag von LWB und des \u201aDikasteriums zur F\u00f6rderung der Einheit\u2018 erstellt wurde, die Reaktionen aus Rom \u00e4hneln sich: Anstelle einer \u00fcber Jahrzehnte in der \u00d6kumene einge\u00fcbten Hermeneutik des Vertrauens (samt der Methode des differenzierenden Konsenses) wird nun wieder eine konfessionalistisch auf das Eigene enggef\u00fchrte Kriteriologie zum Ma\u00dfstab des theologisch Richtigen und \u00f6kumenisch M\u00f6glichen gemacht.<\/p>\n<p>Am \u00e4u\u00dfersten Horizont dieses r\u00f6mischen Widerspruchs d\u00e4mmert eine Drift zum Identit\u00e4ren, konfessionell Exklusiven herauf, die man im \u00f6kumenischen Miteinander l\u00e4ngst \u00fcberwunden w\u00e4hnte. Diese stellt indes nicht einfach nur einen R\u00fcckfall in vorkonziliare, katholische Argumentations- und Denkmuster aus Zeiten einer R\u00fcckkehr\u00f6kumene dar, obgleich sie sich ihrer ausgiebig bedient. Sondern es ist eine Fortschreibung beziehungsweise sogar Neuerfindung eines bestimmten als \u201awahrhaft katholisch\u2018 verteidigten Profils unter sp\u00e4tmodernen Auspizien: die tribalisierende, exklusive Identit\u00e4t der \u201akleinen Herde\u2018, die auf alles eine eindeutige Antwort hat, die jedes intellektuelle Differenzierungsverm\u00f6gen und noch die eigene vielf\u00e4ltige Tradition unterbietet, und aus der ins Extreme tendierenden Dynamik eines \u201awir\u2018 gegen \u201adie anderen\u2018 lebt; kurz: eine katholische Variante des Populismus.<\/p>\n<p>Etwas zugespitzter formuliert: Der katholische Kulturkampf um die Frage, was es eigentlich im 21. Jahrhundert bedeutet, \u201akatholisch\u2018 zu sein, den wir insbesondere im Streit um die Notwendigkeit von Reformen in der Katholischen Kirche allerorten beobachten, ist nun auch in der \u00d6kumene angekommen. Was w\u00e4re zu tun?<\/p>\n<p>Sie, liebe \u00f6kumenische Geschwister, sind aber nicht einfach nur passive Zuschauerinnen beim binnenkatholischen Ringen um Ver\u00e4nderungen, sie m\u00fcssen zu Akteurinnen werden, wenn sie nicht wollen, dass die \u00d6kumene als Kollateralschaden dieser Auseinandersetzung auf der Strecke bleibt. Mit etwas mehr Pathos: Den Streit um eine \u00f6kumenisch aufgeschlossene, offene, modernekompatible Gestalt der Katholischen Kirche d\u00fcrfen Sie nicht nur den Katholikinnen und Katholiken \u00fcberlassen. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sollte klar sein: Das Schicksal meiner Kirche liegt auch in Ihren H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Soweit die Herausforderungen. Was k\u00f6nnte nun eine \u00f6kumenische Theologie zu ihrer Bew\u00e4ltigung beitragen und was w\u00e4re dazu notwendig?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zukunftsvisionen: Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine \u00f6kumenische Theologie mit Profil<\/h3>\n<h4>Profil 1: Kontingenzsensibilit\u00e4t<\/h4>\n<p>Schon ein eher oberfl\u00e4chlicher Blick in die Wirkungsgeschichte des abendl\u00e4ndischen Epochenbruchs, der mit dem Stichwort \u201aReformation\u2018 verbunden ist, macht auf das Entscheidende aufmerksam: Die Konkurrenz der Konfessionen im gleichen geographischen Raum (im Gegensatz zu der geographisch anders aufgestellten Scheidung von Ost- und Westkirche) zwingt dazu, das Eigene exklusiv zu bestimmen, es zu normieren und zu uniformieren. Konfessionelle Identit\u00e4t wird zur Gruppenidentit\u00e4t, das kirchliche Selbstverst\u00e4ndnis definiert sich als \u201atribal ecclesiology\u2018, die keine Binnendifferenzierung mehr zuzulassen wagt. Ausf\u00fchrlich dargelegt hat das Roger Haight in\u00a0Christian Community in History. Hier ist besonders zu verweisen auf den Band II:\u00a0Comparative Ecclesiology, erschienen in New York und London im Jahr 2005.<\/p>\n<p>Man kann nun versuchen, sich \u00fcber diese binnenkonfessionelle Verarmung dadurch hinwegzutr\u00f6sten, dass man die notwendige Pluralit\u00e4t \u201aexternalisiert\u2018: Die Vielfalt der Konfessionen \u201aersetzt\u2018 hier die verlorene \u201aBreite\u2018 der eigenen Identit\u00e4t. Diese Art des \u201aLobs der Vielfalt\u2018 scheint mir \u2013 mit Verlaub \u2013 die \u201atypisch evangelische\u2018 Art und Weise mit dem Problem umzugehen: sich auszudifferenzieren. Doch dieser \u201aTrost\u2018 erweist sich bei n\u00e4herem Hinsehen als Illusion: Denn w\u00e4hrend die Anerkennung einer pluralen Vielfalt innerhalb der eigenen Konfession darauf aufmerksam macht, dass die eigene Identit\u00e4t immer eine konstruierte, damit aber auch eine ver\u00e4nderbare ist, weil sie aus mitunter sehr kontingenten Selektionsprozessen hervorgegangen ist, neigt eine nach au\u00dfen gewendete Pluralit\u00e4t dazu, jede Alternative nur als Infragestellung des Eigenen wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Ob \u00fcbrigens die \u201aLungenfl\u00fcgel-\u00d6kumene\u2018 zwischen Ost und West hier hermeneutisch besser aufgestellt ist, lasse ich einmal dahingestellt. Zur kritischen Anfrage an die auch hier vorauszusetzende Kontingenz der eigenen, konfessionellen Identit\u00e4tskonstruktionen taugt sie n\u00e4mlich auch nicht, weil sie sich durch die in der verwendeten Metapher implizierte Sollensaussage (wer atmet schon gerne mit einem Lungenfl\u00fcgel \u2026 also m\u00fcssen es schon zwei sein) letztlich gegen eine selbstkritische Analyse dieser \u00adIdentit\u00e4t immunisiert.<\/p>\n<p>Die \u00f6kumenische Nagelprobe des Pl\u00e4doyers f\u00fcr Vielfalt besteht man indes nur, wenn man die Kontingenz bestimmter Selektions- und Konstruktionsprozesse f\u00fcr die eigene konfessionelle Identit\u00e4t ernstnimmt. Konfessionelle Identit\u00e4ten sind in dieser Perspektive nicht der fixe, unhinterfragbare, letzte Orientierungspunkt, sondern sie k\u00f6nnen, ja m\u00fcssen \u201enicht nur relativiert, sondern auch transformiert werden\u201c, wie UIrich H. J. K\u00f6rtner\u00a0es\u00a0in\u00a0Wohin steuert die \u00d6kumene?\u00a0formuliert.<\/p>\n<p>Hier f\u00e4ngt die \u00f6kumenische K\u00e4rrnerarbeit dann erst an. Sie setzt an bei der \u201aErinnerung an das Gewordensein\u2018; und macht deutlich, dass es \u201eIdentit\u00e4t nur in der Weise der geschichtlichen Verwandlungen\u201c gibt, schreibt Joseph Ratzinger in\u00a0Das Problem der Dogmengeschichte in der Sicht der katholischen Theologie. Nachzulesen ist es auf Seite 19f in dem im Jahr 1966 im Westdeutschen Verlag erschienenen Buch. Wer Kontingenz\/Zeitbedingtheit bestimmter getroffener Entscheidungen aufdeckt, ihre Geschichtlichkeit rekonstruiert, legt zum einen eine \u201asichere\u2018, \u201aimmergleiche\u2018 konfessionelle Identit\u00e4t als \u201aKonstrukt\u2018 offen und macht zum anderen auch das, was h\u00e4ufig als \u201aTradition\u2018 gekennzeichnet wird, als \u201akonstruierte Kontinuit\u00e4t\u2018 sichtbar.<\/p>\n<p>Gerade weil es zum real Existierenden immer auch eine historische, vielleicht sogar eine bewusst verdr\u00e4ngte Alternative gibt, ist die eigene konfessionelle Identit\u00e4t in ihrer Wandelbarkeit und Entwicklung ernst zu nehmen. Zu dieser K\u00e4rrnerarbeit geh\u00f6rt aber zum anderen auch die Bereitschaft, diese \u201aErinnerung(en)\u2018 an das Gewordensein zum Erneuerungspotential werden zu lassen, so wieder Damberg; also ihren Gehalt als \u201agef\u00e4hrliche Erinnerung\u2018 im Sinne eines \u201eBeitrags zur Ambiguit\u00e4ts- und damit Innovationstoleranz\u201c der eigenen Identit\u00e4t zu verstehen und \u00f6kumenisch fruchtbar zu machen. So formuliert es Georg Essen in\u00a0Die Geschichte, die aus der Wahrheit kommt. Reflexionen zu einer innerkirchlichen Kultur der Innovationstoleranz. Nur so werden die theologiegeschichtlich vorliegenden Alternativen im Bewusstsein gehalten, das Spektrum der M\u00f6glichkeiten erweitert und Wege der Selbstkritik und Autokorrektur er\u00f6ffnet.<\/p>\n<h4>Profil 2: (Selbst-)Kritik<\/h4>\n<p>Innerhalb der \u00f6kumenischen Dialoge der letzten Jahrzehnte hat man m\u00fchsam gelernt, Unterschiede als \u201aGewinn\u2018 wahrzunehmen und damit nicht als \u201aHindernis der Einheit\u2018, sondern als deren auch am Ziel zu bewahrendes, weil unaufgebbares Gut zu bewerten. Die damit verbundene Alterit\u00e4tstoleranz akzeptiert die andere Antwort des anderen und zwingt ihn nicht zur eigenen, weil sie wahrnimmt, dass sein Ort, seine Zeit, seine Situation nicht die eigenen sind. Sie rechnet die situative, historische, sprachliche, aber auch die Mentalit\u00e4tsdifferenz als Faktoren ein, denn diese sind je einmalig und so niemals zu kopieren oder zu wiederholen, gerade darin und dadurch stiften sie Identit\u00e4t. Die daraus entwickelte \u00f6kumenische Differenz-Hermeneutik bestimmt die Unterschiede nicht von den Gegens\u00e4tzen, sondern von der gemeinsamen Basis her. Daraus hat sich dann eine \u00f6kumenische Methodologie entwickelt, die unterschiedliche Denkformen im Sinne einer Komplementarit\u00e4t fruchtbar macht. Detailliert nachzulesen bei Wolfgang Klausnitzer, in seinem Buch\u00a0Kirche, Kirchen, \u00d6kumene, erschienen in Regensburg im Jahr 2010.<\/p>\n<p>Die \u00f6kumenische Nagelprobe dieser Hermeneutik l\u00e4sst sich nun mit folgender Frage umschreiben: Haben wir aber das Ziel der \u00d6kumene schon erreicht, wenn wir nicht mehr Gegeneinander oder Nebeneinander, sondern Miteinander einfach Christinnen und Christen sind? Das w\u00e4re in der Tat zu simpel. Denn ein echtes \u00f6kumenisches Miteinander ist \u201edas Ergebnis einer Auseinandersetzung mit einer Alternit\u00e4t des konfessionell anderen \u2026, die nicht in den eigenen Begriffen und Konzepten ungebrochen aufgeht.\u201c Diesen Gedanken hat Gregor Maria Hoff in\u00a0\u00d6kumenische Passagen \u2013 zwischen Identit\u00e4t und Differenz. Fundamentaltheologische \u00dcberlegungen zum Stand des Gespr\u00e4chs zwischen r\u00f6misch-katholischer und evangelisch-lutherischer Kirche\u00a0so formuliert. (Erschienen in Innsbruck im Jahr 2005.)<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich die eigentliche Zumutung, sich auf dieses Andere so einzulassen, dass das Eigene auch anders gesehen, anders werden kann. Das Miteinander ist also ein aktiv zu gestaltendes Miteinander von Unterschiedenen, das das Eigene in die Schwebe bringt und permanent herausfordert. Wo indes Differenz und Alterit\u00e4t identit\u00e4tsstrategisch verharmlost werden (\u201eIch bin gut, Du bist gut, wir sind gut\u201c), wo man also vom anderen nichts mehr lernen kann\/will, bedient eine Differenzhermeneutik eher die alte, konfessionelle Profilierungs- und Identit\u00e4tsfalle und legt so das Ver\u00e4nderungspotential der \u00d6kumene still. Wenn ich ehrlich bin, war indes das genau das, was mich von Anfang an besonders an der \u00d6kumene fasziniert hat: die Hoffnung, dass sich meine eigene Kirche im Angesicht der anderen selbst ver\u00e4ndert. Was w\u00e4re zu tun, um diese alte Idee der \u00d6kumene mit neuem Elan zu versehen?<\/p>\n<h4>Profil 3: Streitbarkeit<\/h4>\n<p>Nein, wir m\u00fcssen nicht \u201adie anderen\u2018 werden, um aus unseren konfessionellen Identit\u00e4tsdiskursen herauszukommen, aber wir sollten auch nicht so tun, als ob wir die gleichen bleiben k\u00f6nnten, wenn wir \u00d6kumene ernstnehmen.<\/p>\n<p>Auch hierf\u00fcr gibt es so etwas wie eine Nagelprobe: Sie rekurriert auf eine Beobachtung meines T\u00fcbinger Kollegen Ottmar Fuchs: Wenn es so ist, dass \u201ezur religi\u00f6sen Identit\u00e4t im \u2026 interkonfessionellen \u2026Dialog [geh\u00f6rt]\u201c, so Fuchs, \u201edass sie nicht insul\u00e4r den Wahrheitskern ihrer selbst behauptet und nur an deren R\u00e4ndern nach Konsens sucht, sondern dass sie auch mit ihrer Differenz produktiv in die Kontrastivit\u00e4t mit anderen Glaubensrealit\u00e4ten hineinbegibt\u201c (also eine Alterit\u00e4tskompetenz entwickelt), \u2013 wenn es bei den \u00f6kumenischen Dialoggespr\u00e4chen und im \u00f6kumenischen \u00adMiteinander also wirklich um das \u201aEingemachte\u2018 geht \u2013 dann ist es unvermeidlich \u201edass sich in die Erfahrungen der gegenseitigen Andersheit auch die Konnotation einschleicht \u2026, dass das Eigene in Teilen oder im Ganzen das\u00a0Wahrere\u00a0und\u00a0Bessere\u00a0sei\u201c. Er schreibt das in\u00a0Dialog im \u201aMartyrium\u2018 der Wahrheit, in: HThKVatII Bd. 5. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils: theologische Zusammenschau und Perspektiven.<\/p>\n<p>Ohne den Anspruch, das \u201aBessere\u2018, \u201aWahre\u2018, \u201aRichtigere\u2018 selbst zu vertreten, der dann den notwendigen Streit um die bessere L\u00f6sung in Gang setzt, ist n\u00e4mlich auch \u201eder Begriff der Verschiedenheit \u2026 sinn-[besser: folgen]los\u201c, so wieder Ottmar Fuchs. Logisch! Vor jeder Vers\u00f6hnung, auch vor der \u201avers\u00f6hnten Verschiedenheit\u2018 steht eigentlich immer der Streit! Anfrage an uns \u00f6kumenisch Interessierte und Engagierte: Streiten wir uns eigentlich noch? Oder herrscht nicht fl\u00e4chendeckend eine wohlwollende Interessenlosigkeit?<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren hat meine Schweizer Kollegin Eva-Maria Faber in einem Beitrag zu \u201aUmkehr und Ver\u00e4nderungsbereitschaft als konstitutive Elemente des \u00f6kumenischen Weges\u2018 zu Recht bemerkt, dass die Dialogkommissionen ihren Elan verloren zu haben scheinen. Inzwischen wiederholten sie nur noch das, was in den jeweiligen Kirchen sowieso schon gedacht und praktiziert wird. Angesichts dieser latenten Neigung zum Konformismus h\u00e4tten sie ihren eigentlichen Auftrag, neue Wege zu begehen, Horizonte zu \u00f6ffnen und sich auch einmal auf vermintes Gel\u00e4nde zu wagen, aus den Augen verloren. Ich spitze es nochmals zu: Man streitet in der \u00d6kumene zu wenig. Wer um nichts mehr streiten will\/kann, dem scheint doch alles gleichg\u00fcltig. Erst der ernsthafte Streit macht \u00f6kumenische Theologie zu einer grenz\u00fcberschreitenden, innovativen und so zu einer wirklich auseinandersetzungs- und rechenschaftsf\u00e4higen Disziplin. Ohne Streit keine \u00d6kumene! Um nicht missverstanden zu werden: Dieser notwendige Streit ist immer ein argumentativ (!) auszutragender Streit. Ohne offene, argumentative Auseinandersetzung gibt es n\u00e4mlich keinen ehrlichen Streit um die Wahrheit; und f\u00fcr die Wahrheitsfrage sind reine \u201aTraditionsargumente\u2018 (weil sie \u201asein\u2018 mit \u201asollen\u2018 verwechseln) immer schon untaugliche Argumente.<\/p>\n<p>Manchmal \u00fcberrascht ja Papst Franziskus tats\u00e4chlich. Das gilt auch hier. So mahnt er in einem Brief an den Gro\u00dfkanzler der Pontificia Universidad Cat\u00f3lica Argentina, der Theologie, dem Streit und dem Konflikt nicht auszuweichen. Denn nur hier entwickelt sich im offenen Austausch der Argumente, im gegenseitigen Sich-in-Frage-Stellen eine echte \u201aDebattenkultur\u2018, die den Streit um die \u201abessere L\u00f6sung\u2018 ernst nimmt und auch f\u00fcr die Frage der Pluralit\u00e4t und der Alterit\u00e4t konstruktiv und produktiv umsetzt.<\/p>\n<p>Theolog*innen m\u00fcssten daher bereit sein, so der Papst, \u201eden Konflikt zu erleiden, ihn zu l\u00f6sen und ihn zum Ausgangspunkt eines neuen Prozesses zu machen\u201c, in einer Weise, die erlaubt, \u201eGeschichte in einem lebendigen Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und die Gegens\u00e4tze zu einer vielgestaltigen Einheit f\u00fchren k\u00f6nnen, die neues Leben hervorbringt. Es geht nicht darum, f\u00fcr einen Synkretismus einzutreten, und auch nicht darum, den einen im anderen zu absorbieren, sondern es geht um eine L\u00f6sung auf einer h\u00f6heren Ebene, welche die wertvollen innewohnenden M\u00f6glichkeiten und die Polarit\u00e4ten im Streit beibeh\u00e4lt\u201c.<\/p>\n<p>Ich finde, besser kann man Profil und Ziel einer \u00d6kumenischen Theologie der Zukunft nicht beschreiben. Und so danke ich der Katholischen Akademie in Bayern, auch im Namen des Instituts f\u00fcr \u00d6kumenische und Interreligi\u00f6se Forschung der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, daf\u00fcr, dass sie durch diesen Preis und das damit verbundene Preisgeld die Weiterarbeit an einer profilierten \u00f6kumenischen Theologie so gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich mir einrede, noch nicht das Alter f\u00fcr gro\u00dfe \u201aR\u00fcckblicke\u2018 zu haben, werde ich mich in meinen Anmerkungen auf die beiden anderen Zeitdimensionen, also auf die Gegenwart(sanalyse) und die Zukunft(svisionen) konzentrieren. Gegenwartsanalyse: Herausforderungen Die Gegenwartsanalyse f\u00e4llt auch\u00a0in oecumenicis\u00a0wie so vieles in unseren bewegten Zeiten zun\u00e4chst nicht allzu optimistisch aus. 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