{"id":53027,"date":"2023-12-05T13:17:35","date_gmt":"2023-12-05T12:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=53027"},"modified":"2024-12-04T12:13:42","modified_gmt":"2024-12-04T11:13:42","slug":"die-religioesen-virtuosen-und-die-kirchenreform-schlaglichter-auf-das-traditionelle-moenchtum-die-eremiten-und-reformierten-kleriker","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-religioesen-virtuosen-und-die-kirchenreform-schlaglichter-auf-das-traditionelle-moenchtum-die-eremiten-und-reformierten-kleriker\/","title":{"rendered":"Die &#8222;religi\u00f6sen Virtuosen&#8220; und die Kirchenreform"},"content":{"rendered":"<p>Die Formulierung \u201ereligi\u00f6se Virtuosen\u201c stammt von Max Weber.\u00a0Sie betrifft im Christentum alle \u201eReligiosen\u201c, d. h. M\u00f6nche, Nonnen, Eremiten und Eremitinnen, Regularkanoniker und -kanonissen, Mendikanten und Mendikantinnen. Ein oder eine Religiose zu sein, fu\u00dft auf der gemeinsamen Voraussetzung, zus\u00e4tzlich zu den\u00a0Praecepta, den Vorschriften Gottes, die hinreichendes Richtma\u00df f\u00fcr alle Christen \u2013 Laien wie Kleriker \u2013 sind, noch die im Neuen Testament niedergelegten sogenannten \u201eEvangelischen R\u00e4te\u201c zu befolgen, also in erster Linie in Gehorsam, Armut und Keuschheit zu leben.<\/p>\n<h3>Vorbemerkungen<\/h3>\n<p>Religi\u00f6se Gemeinschaften verstanden sich seit ihren Anf\u00e4ngen in den \u00e4gyptischen und syrischen W\u00fcsten der Sp\u00e4tantike als Einrichtungen zwischen Himmel und Erde. Doch sie vermochten den Himmel nur zu \u00f6ffnen, weil sie dem irdischen Leben diejenige Gestalt verliehen, die die Chance bot, den Himmel tats\u00e4chlich zu erschlie\u00dfen. Trainiert als \u201eVirtuosen\u201c des Glaubens und \u2013 in Verallgemeinerung gesagt \u2013 der weltablehnenden Askese, stellten Frauen und M\u00e4nner, die im Streben nach Selbstheiligung und Vervollkommnung der Seele die Welt verlie\u00dfen, um sich in eine asketische Gemeinschaft zu begeben, eine Elite auch im Umgang mit den pragmatischen Dingen des Lebens dar. Denn diese bildeten die grundlegende Voraussetzung f\u00fcr die spirituelle Perfektionierung. In Gestalt gemeinschaftlichen religi\u00f6sen Lebens konnten sich somit wesentliche Bed\u00fcrfnisse der laikalen Gesellschaft kristallisieren: Bei Investitionen ebenso der Fr\u00f6mmigkeit wie des weltlichen Betriebes von Wirtschaft und Politik gew\u00e4hrleisteten Kl\u00f6ster eine sichere Anlageform. Organisationsbezogene Normen religi\u00f6ser Kommunit\u00e4ten waren zwar an jener\u00a0alienatio a saeculo\u00a0(Entfremdung vom Weltlichen) orientiert, sie regelten dennoch die irdische, die materielle, die menschlich noch unvollkommene Seite der spirituellen Perfektionierung. \u201eLe monast\u00e8re est en m\u00eame temps la cellule d\u2018une cit\u00e9 terrestre\u201c, pointierte Marie-Dominique Chenu.<\/p>\n<p>Diese Vor\u00fcberlegungen sind angebracht, denn die Religiosen sind nicht so klar einzuordnende Glieder der Kirche \u2013 gerade im Zusammenhang von der damaligen Kirchenreform und dem Investiturstreit, also bei Zielsetzungen, die zum einen eine grundlegende Besserung der moralischen Disziplin namentlich des Klerus und zum anderen die Unabh\u00e4ngigkeit der Kirche von den Laien herbeizuf\u00fchren suchte \u2013 wenn man das in Verdichtung erst mal so sagen darf.<\/p>\n<p>Der Kirchenlehrer Augustinus hat schon in der Sp\u00e4tantike eine Gliederung der Christen in drei Gruppen entworfen,\u00a0bei der die Religiosen eine gesonderte Position einnahmen.\u00a0Tria genera hominum\u00a0(drei Arten von Menschen) sind durch Gottes Wille in die Welt gesetzt worden, wobei man typologisch dem Noe den Klerus, dem Job die Laien, und dem Daniel schlie\u00dflich die Religiosen zuzurechnen habe, welche sich im Gegensatz zu den beiden Ersteren nicht in die Tumulte begaben, sondern mit innerer Ruhe Gott dienten und die \u2013 wie der Geschichtsschreiber Otto von Freising dann in der Mitte des 12. Jahrhunderts sagen sollte \u2013 \u201eunber\u00fchrt [blieben] von den [\u2026] jammervollen Wechself\u00e4llen des Weltenlaufes\u201c.<\/p>\n<p>Hier ging es nicht um eine Differenz gegen\u00fcber all jenen Christen, die nicht Religiose waren, sondern vor allem um die Abgrenzung zum Klerikerstand. In einer recht k\u00e4mpferischen Abhandlung aus dem 12. Jahrhundert ist dieser Aspekt auf den Punkt gebracht worden: Drei Dinge seien es \u2013 hie\u00df es \u2013, was ein Mensch gem\u00e4\u00df seinem Stand Gott geben kann: etwas von seinem weltlichen Besitz, etwas von sich selbst und schlie\u00dflich sich selbst ganz.\u00a0Hier werden die beiden eben genannten Modelle kombiniert und das Dreifache mit dem Zweifachen verbunden: erstens die Gabe der Laien und zweitens die Gabe des Klerus, da bei beiden die Gebote Gottes, die\u00a0Praecepta Dei\u00a0nicht \u00fcberstiegen werden, und schlie\u00dflich die Gabe des M\u00f6nchs, der auch die Ratschl\u00e4ge, die\u00a0Consilia\u00a0beachtet und der dabei eine vollst\u00e4ndige Hinwendung (conversio) des Herzens zu Gott vollbringt.<\/p>\n<p>Diese Apologetik zeigt, dass es offensichtlich nicht einfach war, christliche Ordnungsvorstellungen von hierarchischen Funktionen und \u00c4mtern des Priestertums mit einem Religiosentum in Einklang zu bringen. Eine klerikal-institutionelle Kirche stand einer monastisch-pneumatischen Kirche gegen\u00fcber, die nicht Hierarchie, sondern die br\u00fcderliche Liebe ohne Einschr\u00e4nkung in den Vordergrund stellte, die das Gel\u00fcbde (votum) statt der Ordination (Weihe), die Weltabl\u00f6sung gegen Weltoffenheit, die Institution \u201eKloster\u201c mit dem Abt als Stellvertreter Christi sich zu Eigen rechnete \u2013 so ausdr\u00fccklich in der Regel Benedikts gefordert\u00a0\u2013 und nicht die Institution \u201eDi\u00f6zese\u201c mit einem Bischof als Nachfolger der von Christus eingesetzten Apostel. Diesem Sachverhalt tat es keinen Abbruch, dass seit der Karolingerzeit die meisten M\u00f6nche auch zu Priestern geweiht wurden, denn dies diente \u00fcblicherweise dem internen\u00a0Servitium Dei, nicht der Seelsorge.<\/p>\n<p>Aber gerade aufgrund dieser gesonderten Position in der Kirche kamen dem Religiosentum, einzelnen religi\u00f6sen Gemeinschaften wie auch gr\u00f6\u00dferen, halb Europa umgreifenden Verb\u00e4nden und Orden ganz ausgepr\u00e4gte Rollen in dem hier nun thematisierten Kampf der R\u00f6mischen Kirche um innere Reform und \u00e4u\u00dfere Unabh\u00e4ngigkeit zu. Die Kirche hatte sich in den vergangenen Jahrhunderten manchmal bis zur Unkenntlichkeit der eigenen Identit\u00e4t unter der Konkurrenz einer ebenso sakral verstandenen weltlichen Herrschaft gebeugt, zeigte sich nun aber wie Ph\u00f6nix aus der Asche emporsteigend mit dem Ziel der\u00a0libertas ecclesiae, der Freiheit der Kirche, welche die Klammer s\u00e4kularer Gewalt absch\u00fctteln w\u00fcrde \u2013 und sei es durch einen Bruch mit den wesentlichen Linien der eingelebten Ordnung und einer fast experimentellen Suche nach neuen Vermittlungen des Glaubens.<\/p>\n<p>Bei diesem Prozess traten Religiosentum und Amtskirche \u2013 gerade weil jenes nicht vollends in der hierarchischen Struktur der Kirche aufging \u2013 in ein sich wechselseitig beeinflussendes Verh\u00e4ltnis von prinzipieller Tragweite ein. Dabei handelte es sich um drei Varianten. Variante 1: das traditionelle M\u00f6nchtum, das dort, wo es noch in voller Bl\u00fcte stand, viel von dem, was die Kirche zu erreichen suchte, selbst schon errungen hatte. Variante 2: ein eremitisches Religiosentum, das sich in neuer Form und Zielsetzung, die sich teilweise von herk\u00f6mmlichen Normen der Kirche separierten, ausgestaltete als spirituelle Antwort auf die Verunsicherungen, die die Reformarbeit in jener Zeit hervorgerufen hatte. Variante 3: das Religiosentum reformierter Kleriker, also der Regularkanoniker, die sich mit Hilfe von Papsttum und gro\u00dfen Teilen des Episkopats ganz neu konstituierte, um eine wirkungsvolle Truppe zu bilden im Kampf der Kirche um ein neues Ansehen.<\/p>\n<p>Mir wird es nun um eine genauere Beschreibung und Analyse dieser drei Varianten gehen, um dann zu beleuchten, welchen Einfluss diese darauf hatten, dass aus jener Kirchenreform tats\u00e4chlich eine der entscheidenden, vielleicht sogar die entscheidende Wende des Mittelalters geworden war.<\/p>\n<h3>Variante 1: Das traditionelle M\u00f6nchtum<\/h3>\n<p>Die Wurzeln des Religiosentums\u00a0liegen bekanntlich bei jenen Eremiten und Eremitinnen, die in der Sp\u00e4tantike ihren Gemeinden entflohen, um Gott in der Einsamkeit der W\u00fcste n\u00e4herzukommen. Schon bald \u2013 noch im ersten Viertel des 4. Jahrhunderts \u2013 entstanden ebenfalls im Orient unter der \u00c4gide des Pachomius, dann unter Basilius die ersten kl\u00f6sterlichen Gemeinschaften von M\u00e4nnern sowie von Frauen. In Nordafrika vereinigte Augustinus und sein Sch\u00fcler Alypius Priester ihrer Bist\u00fcmer nach dem Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde und gaben ihnen jeweils eine Regel. Auch f\u00fcr fromme Frauen geschah dies. In Europa aber sprossen zwischen dem sp\u00e4ten 4. und dem 7. Jahrhundert eine F\u00fclle von monastischen Regeln empor. Cassian, Caesarius von Arles, Columban, Isidor von Sevilla, aber auch ein Marcarius von L\u00e9rins, ein Gregor von Tours, ein Ferreolus von Uz\u00e9s oder ein Fructuosus von Braga, um nur einige zu nennen.<\/p>\n<p>In diesem Kreis befand sich auch der gr\u00f6\u00dfte und wirkungskr\u00e4ftigste aller m\u00f6nchischen Autoren von Regeln: Benedikt von Nursia, gestorben um 547, zun\u00e4chst vergessen, dann von Gregor dem Gro\u00dfen als Person wiederentdeckt, wobei seine verschollene Regel bis circa 625 warten musste, um erneut und dann bleibend in Gebrauch zu sein.\u00a0Nach einer kurzen Zeit der Mischregeln (vor allem aus jener des Columban und des Benedikt bestehend), setzte sich die Regel Benedikts ab der Karolingerzeit nach und nach durch, bis sie den Status der einzigen Regel in Europa \u00fcberhaupt (sehen wir von der Basiliusregel in S\u00fcditalien und Sizilien ab) erreicht hatte.<\/p>\n<p>Das 10. und 11. Jahrhundert war der H\u00f6hepunkt des Benediktinertums.\u00a0Mit seinen letztendlich kaum z\u00e4hlbaren einzelnen Abteien, darunter vor allem Montecassino, war es Cluny, das sich mit ihren letztendlich hunderten T\u00f6chterkl\u00f6stern zur einer\u00a0ecclesia\u00a0(einer Kirche), wie es hie\u00df, ausformte, die als M\u00f6nchskirche dann unter ihren gro\u00dfen \u00c4bten Odilo und Hugo durchaus einen selbstbewussten Stand neben der\u00a0ecclesia romana\u00a0des Klerus und des Episkopats hatte.\u00a0Das Benediktinertum von Cluny (gegr\u00fcndet 910) war dann durch seinen adeligen Stifter Wilhelm von Aquitanien von Verstrickungen weitestgehend freigesetzt worden. Aus Liebe zu Gott \u2013 hie\u00df es in seiner Gr\u00fcndungsurkunde \u2013 und zur St\u00e4rkung des Bestandes und der Unversehrtheit der katholischen Religion habe er das Kloster eingerichtet. In einem Atemzug mit der Gew\u00e4hrung einer k\u00fcnftig autokephalen Abtswahl gem\u00e4\u00df der Regel des Heiligen Benedikts legte er fest, dass das Kloster ab sofort frei sei vom Joch jeglicher weltlichen Gewalt (cujuslibet terrenae potestatis jugo) \u2013 einschlie\u00dflich der seiner eigenen Familie. Gleichzeitig \u00fcbergab er die Neugr\u00fcndung mit allem materiellen Zubeh\u00f6r den Aposteln Petrus und Paulus zur eigenen Herrschaft (propria dominatio) und beschwor den Papst als k\u00fcnftigen Sch\u00fctzer und Verteidiger (tutor et defensor) der Abtei, durch seine kanonische und apostolische Autorit\u00e4t alle zu exkommunizieren, die sich an den G\u00fctern Clunys vergriffen.<\/p>\n<p>Nachdem dann 931 von Papst Johannes XI. diese \u00dcbertragung sowie die Freiheit von jeglicher weltlichen Herrschaft best\u00e4tigt worden war und dar\u00fcber hinaus das Kloster herausgel\u00f6st wurde aus der bisch\u00f6flichen Kontroll- und Jurisdiktionsgewalt (Exemption), vermochte Cluny ihm \u00fcbergebene oder selbst gegr\u00fcndete H\u00e4user zu einem Verband (mit Zugeh\u00f6rigkeiten auf der iberischen Halbinsel, in Frankreich, England, Italien und in den westlichen Grenzregionen des Deutschen Reiches) von Abteien und Prioraten bzw. Filiationsgruppen von Prioraten zusammenzuschlie\u00dfen, welcher unter der monarchischen Leitung des Abtes von Cluny stand und gleichsam als ein \u201edislozierter Gro\u00dfkonvent\u201c verstanden werden konnte.<\/p>\n<p>Cluny entwickelte sich nicht zuletzt durch einen regen Export seiner Gebr\u00e4uche, also seiner\u00a0Consuetudines\u00a0zum f\u00fchrenden Reformzentrum des M\u00f6nchtums mit Ausstrahlung auch auf Kl\u00f6ster, die nicht seinem Verband angeh\u00f6rten (z.\u00a0B. Gorze, Farfa, Hirsau usw.). Cluny band zudem den Adel in eine faktische Sch\u00fctzer- und Schenkerrolle bei gleichzeitigem Angebot eines umfassenden Gebetsged\u00e4chtnisses ein. Aufgrund des damit erworbenen Renommees war es f\u00fchrend an der Gottesfriedensbewegung\u00a0beteiligt sowie an der infrastrukturellen Sicherung der Santiago-Wallfahrt.<\/p>\n<p>Unter Zur\u00fcckdr\u00e4ngung der k\u00f6rperlichen Arbeit entwickelte es eine weit \u00fcber die Regel hinausgehende Steigerung und Prachtentfaltung der Liturgie sowie des Chorgebets zum Ruhme Gottes, die dann einhergingen mit einer Monumentalit\u00e4t des Kirchenbaus. Somit konnte sich Cluny w\u00e4hrend seiner Hochbl\u00fcte an der Wende im 11. Jahrhundert (unter Abt Odilo und Hugo I.) als eine \u00fcberaus selbstbewusste M\u00f6nchskirche (Cluniacensis ecclesia) innerhalb der Universalkirche verstehen, die ein unabh\u00e4ngiges M\u00f6nchtum vorlebte und damit nicht nur auf die gesamte monastische Welt ausstrahlte, sondern ebenfalls auf die gro\u00dfen weltlichen M\u00e4chte wie die kaiserlichen Dynastien der Ottonen und Salier oder wie das franz\u00f6sische K\u00f6nigtum, dessen Vertreter Robert II. erleben musste, wie Odilo zynisch als \u201erex Odilo\u201c bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Noch war das genannte augustinische Schema der drei St\u00e4nde intakt, mehr noch: fand es sich gl\u00e4nzend best\u00e4tigt. Allerdings bezog sich dies mehr auf den rechtlichen Status und auf die wirtschaftliche Prosperit\u00e4t der Kl\u00f6ster. Bei den Einzelabteien jenseits der gro\u00dfen Verb\u00e4nde traf dies nur in sehr beschr\u00e4nktem Ma\u00dfe auch auf die spirituelle Intensit\u00e4t zu.<\/p>\n<h3>Variante 2: Das eremitische Religiosentum<\/h3>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des 11. Jahrhunderts trat ein Paradigmenwechsel in der westlichen Christenheit ein. Die \u00advehementen, auch in der \u00d6ffentlichkeit gef\u00fchrten Diskurse der Gregorianischen Kirchenreform um die sittliche Qualit\u00e4t des Klerus, aber auch partiell des M\u00f6nchtums riefen verbreitet Verunsicherungen und Zweifel an der Erlangung des Heils durch die bestehenden Institutionen hervor.\u00a0Die Folge war der Ruf nach einer neuen, wesentlich st\u00e4rker verinnerlicht gelebten Religiosit\u00e4t, deren nunmehr wieder entdeckter Pr\u00fcfstein das individuelle Gewissen\u00a0war und ein hohes Ma\u00df auch an Selbstverantwortung er\u00f6ffnete. Der Eremit und sp\u00e4ter auch Kardinal Petrus Damiani war um die Mitte des 11. Jahrhunderts einer der ersten, die den Ort eines wahren Klosters umrissen, welches in der individuellen Seele \u2013 im paulinischen Sinne den gew\u00fcnschten Wohnort des Heiligen Geistes \u2013 zu errichten sei.\u00a0Ein Benediktinerabt wie Guibert de Nogent beschrieb im R\u00fcckblick auf das 11. Jahrhundert als einer der ersten, wie die fr\u00fcher so fruchtbare Zeit der Kl\u00f6ster nunmehr auch vielfach am Dahinschwinden sei \u2013 um nur zwei ber\u00fchmte Autoren zu nennen, die es verstanden haben, die Sache schon sehr fr\u00fch auf den Punkt zu bringen.<\/p>\n<p>Eine alte, jetzt allerdings erneuerte Weise des vollkommenen religi\u00f6sen Lebens zeichnete sich ab \u2013 die\u00a0vita eremitica\u00a0\u2013 und sie schwoll vor allem in Frankreich und Italien rasch zur gewaltigen Bewegung an.\u00a0Nicht mehr im benediktinischen M\u00f6nchtum, sondern im Leben der antiken W\u00fcstenv\u00e4ter fand sie ihr Modell. Dadurch aber machte sie das augustinische Schema zumindest erweiterungsbed\u00fcrftig. Denn Eremitentum verstand man w\u00e4hrend der unmittelbar vorausgegangenen Jahrhunderte vornehmlich im Sinne der Regel Benedikts, Kapitel 1, 1\u20135, als Vollendung der kl\u00f6sterlichen\u00a0schola. Nun aber lehnte man \u2013 wie z. B. bei Stephan von Muret, dem Initiator der Grandmontenser \u2013 alle fr\u00fcheren Regeln ab und strebte in der verborgenen Waldw\u00fcste ein Leben ausschlie\u00dflich nach dem Evangelium an. Erst nach dem Tode Stephans werden seine J\u00fcnger darangehen, selbst eine Regel nach seinen vermittelten Verhaltensnormen zu schreiben und sie \u201eRegula Stephani\u201c nennen.\u00a0In der Fr\u00fchzeit der meisten eremitischen Gruppierungen verhielt es sich \u00e4hnlich. Man besa\u00df deutliche Vorstellungen von einem Handeln, das zur religi\u00f6sen Perfektionierung f\u00fchren konnte und dessen Elemente in nahezu allen F\u00e4llen von einem charismatischen F\u00fchrer vorgelebt wurden, aber man lebte zun\u00e4chst ohne eine schriftlich fixierte Regel, denn es galten und reichten das Wort und die Tat des Meisters. Erst in einer sp\u00e4teren Phase suchte man die Kodifizierung der Normen. So schrieb Guigo, f\u00fcnfter Prior der Grande Chartreuse, die Consuetudines der Kart\u00e4user in Form von Statuten auf. Analog handelte der h\u00f6chst erfolgreiche Wanderprediger Robert von Arbrissel f\u00fcr seine Gemeinschaft in Fontevraud \u2013 um nur zwei Beispiele zu nennen.\u00a0\u00dcbernahmen der Benediktsregel blieben die Ausnahme. Der Unterschied zwischen einem religi\u00f6s verinnerlichten Leben in der Freiheit des Heiligen Geistes gem\u00e4\u00df Paulus, 2. Korinther 3, 17 \u201eWo der Geist des Herrn, dort die Freiheit\u201c, wie gerade auch vonseiten der Eremiten immer wieder betont wurde,\u00a0und einem kl\u00f6sterlichen Leben mit strengen Ritualen und formal gefassten Normen erschien zu gro\u00df. Hinzukam, dass eremitische Gemeinschaften benediktinischen Konventen durchaus kritisch gegen\u00fcberstanden, wie der schon genannte Guibert von Nogent berichtete, wie zum Beispiel Stephan von Muret seine Novizen warnte vor der irdischen Verwobenheit traditioneller Kl\u00f6ster,\u00a0oder wie zum Beispiel um 1100 der Eremit Rainaldus in der Schrift\u00a0De vita monachorum\u00a0den Benediktinern vorwarf, sie m\u00f6gen zwar den \u00e4u\u00dferlichen\u00a0claustrales observantiae\u00a0(kl\u00f6sterlicher Gewohnheiten) Gen\u00fcge leisten, die eigentlichen Gebote des Herrn aber lie\u00dfen sie nicht in das Innere ihrer Seele dringen.<\/p>\n<p>Nicht zu Unrecht spricht man heute von einer \u201eKrise des M\u00f6nchtums\u201c in jener Zeit, als das Monopol der Benediktsregel zerbrach und \u2013 um das allegorische Bild des Augustinus noch einmal aufzugreifen \u2013 sich im Sektor des Daniel weitere, nunmehr eremitische Formen einnisteten, die Z\u00f6nobitentum ganz anders verstanden, n\u00e4mlich weltabgewandter, kontemplativer und zugleich spontaner, st\u00e4rker auf das Innere des Menschen ausgerichtet und damit f\u00fcr viele Christen, die den wahren Glauben suchten, auch authentischer.<\/p>\n<p>Am Wechsel vom 11. und 12. Jahrhundert und immer noch mitten im Investiturstreit und in der noch keineswegs beigelegten Kirchenreform bahnte sich jedoch bereits eine entscheidende Wende hinsichtlich der Geschichte der Religiosen an \u2013 und sie wird speziell dem Problem der organisatorischen Gestaltungsfreiheit in bislang nicht geahntem Ma\u00dfe eine besondere Bedeutung geben: Mit den Zisterziensern, die urspr\u00fcnglich der neuen eremitischen Bewegung entstammten, aber auf einem strikten, w\u00f6rtlichen Festhalten an der Benediktsregel bestanden, erwuchs in jener Zeit eine v\u00f6llig neue Form des Religiosentums.\u00a01098 zog ein Teil des eremitisch gegr\u00fcndeten Konventes von Molesme mit ihrem Abt Robert in eine Ein\u00f6de namens\u00a0Cistercium\u00a0bei Dijon und gr\u00fcndeten dort ein Kloster mit dem programmatischen Namen\u00a0novum monasterium\u00a0(\u201eNeukloster\u201c). Sie beriefen sich auf die Freiheit des Heiligen Geistes\u00a0\u2013 und sie waren nicht die ersten, die das damals taten \u2013, um ein Kloster einzurichten, wo sie ihr Gel\u00fcbde \u00fcber strikte Armut einhalten konnten. Ihre Hoffnung, die sie letztlich nicht trog, richtete sich auf weitere Klostergr\u00fcndungen, die sie in ganz neuer Weise gleichberechtigt behandeln und sich in Liebe k\u00fcnftig verbunden wissen wollten. 1115 bis 1119 schrieben sie den ersten Verfassungstext des Mittelalters, die\u00a0Carta Caritatis, in der sie die neue Organisationsstruktur festschrieben. M\u00f6glich war dies nur, weil sie die Form eines prospektiven Rechts, eines Rechts mit hypothetisch-generellen Rechts\u00e4tzen, einf\u00fchrten und damit ein gestaltungsoffenes Normensystem schufen. Auch hierin beriefen sie sich auf die Hoheit des Heiligen Geistes: \u201eMan darf auf keinem Fall glauben, dass unser heiliger Orden eine Erfindung (adinventio) von Menschen ist: Sie ist wahrlich durch die Unterweisung des Heiligen Geistes uns \u00fcbergeben worden\u201c. hie\u00df es. Trotz ihrer Klosterflucht, trotz ihres Freiheitsbewusstseins gab es kein Abweichen vom Glauben \u2013 im Gegenteil, sie f\u00fchlten sich konform mit dem Heiligen Geist, der sich zwar \u00fcber geltendes Kirchrecht hinwegsetzen lie\u00df, nicht jedoch \u00fcber ein durchaus selbstbewusstes Vertrauen in Gott.<\/p>\n<h3>Variante 3: Das Religiosentum reformierter Kleriker<\/h3>\n<p>Die Amtskirche bedurfte jener Zeloten, die das christliche Leben gleichsam von unten radikal reformieren wollten, weil sie in jenem Moment selbst radikale Reformen anstrebte. Auf eben diesen Bedarf war schon jener Wunsch zur\u00fcckgegangen, die charismatisch geleiteten und in vielerlei Hinsicht an der Schwelle zur Heterodoxie stehenden Gemeinschaften der Eremiten und Wanderprediger wieder in die Institutionalit\u00e4t der Kirche integriert zu sehen.\u00a0Genau hier lag aber auch der Nutzen der aufkeimenden Bewegung sich neu definierender Kleriker. Sie konnten zum herausragenden Instrument der Kirchenreform werden \u2013 die allerdings nun nicht von unten, sondern von oben ausging. Eine erste Pflanzst\u00e4tte hatte sie schon im Kloster Saint-Ruf bei Avignon gefunden, das aus Sehnsucht nach einem eremitischen Leben 1039 von Klerikern gegr\u00fcndet worden war.<\/p>\n<p>Doch analog zu den Verb\u00e4nden der Eremiten und Wanderprediger konnte eine solche Option nur angesto\u00dfen werden, indem man sich nicht scheute, sich durchaus polemisch vom Bestehenden abzusetzen. Schon die von Papst Nikolaus II. abgehaltene Lateransynode von 1059\u00a0hatte unter der Wortf\u00fchrung Hildebrands, des sp\u00e4teren Papstes Gregor VII., herbe Vorw\u00fcrfe gegen den laxen Umgang von Klerikergemeinschaften, aber auch von Kanonissen mit Privatbesitz und den \u00fcppigen Lebenswandel formuliert. Scharf wurden die alten, von der Aachener Synode (816\u2013819) gefassten Bestimmungen zum kanonikalen Leben kritisiert. Gefordert wurden Zusammenschl\u00fcsse von Klerikern zu m\u00f6nchischen Gemeinschaften, die das apostolische Leben der Urgemeinde in Jerusalem zum Vorbild nahmen. Von dieser k\u00f6nne man in der Apostelgeschichte (4, 32) lesen, sie sei \u201eein Herz und eine Seele\u201c gewesen.\u00a0Mit der Verwirklichung solcher Leitlinien glaubte man, einen erneuerten Klerikerstand zu schaffen, dessen Integrit\u00e4t und Fr\u00f6mmigkeit das Unabh\u00e4ngigkeitsstreben der Kirche auch im Erscheinungsbild legitimierte.<\/p>\n<p>Dieser Ansto\u00df war erfolgreich. Unbesehen von eremitischen Anf\u00e4ngen, die durchaus noch eine lange Fortwirkung hatten, verlagerten sich die Schwerpunkte der Pflanzst\u00e4tten des regulierten Kanonikertums, der Regularkanoniker \u00ad(wie man sie nannte) auf Domkapitel und mehr noch auf neu gegr\u00fcndete Niederlassungen, die \u201edicht bei den Menschen gesetzt wurden\u201c, wie es hie\u00df, und die somit dem apostolischen Auftrag in Form von Seelsorge nachkommen konnten.\u00a0Gef\u00f6rdert wurden sie von Bisch\u00f6fen, die vor Ort die Reform der Amtskirche im r\u00f6mischen Sinne unterst\u00fctzten. Der Ansto\u00df zu Gr\u00fcndungen kam vor allem im Deutschen Reich ebenfalls vom Adel, welcher die Unabh\u00e4ngigkeit suchte und seine gestifteten H\u00e4user lieber dem Papst \u00fcbereignete als der k\u00f6niglichen Gewalt. Die Initiative ging gerade im 11. Jahrhundert aber oft noch direkt von Klerikern aus, von denen zumeist wenig \u00fcberliefert ist und die nicht unbedingt die gro\u00dfen Charismatiker darstellten \u2013 wie zum Beispiel jener sonst nahezu unbekannt gebliebene Adam, der s\u00fcdlich vom oberitalienischen Novara am Ort Mortara zu jener Zeit eine Kirche gr\u00fcndete und eine Gemeinschaft von Klerikern um sich scharte. Damit war dort der Grundstein gelegt worden f\u00fcr einen durch das Papsttum stark gef\u00f6rderten gro\u00dfen Klosterverband von Regularkanonikern, der sich wie Cluny als \u201eKirche\u201c, als\u00a0ecclesia Mortariensis, bezeichnete.<\/p>\n<p>\u00dcberall in Europa bildeten sich Klerikergemeinschaften, die ein Leben f\u00fchrten, wie es fr\u00fcher nur die M\u00f6nche getan hatten. Sie standen zwar nicht auf der Schwelle zwischen Rechtgl\u00e4ubigkeit und H\u00e4resie, wohl aber zwischen reaktion\u00e4ren, reformfeindlichen Kr\u00e4ften und der Avantgarde des Neuen. So war auch die Klerikerbewegung zun\u00e4chst gepr\u00e4gt von der Suche nach dem besten Weg, vom Experiment, das Gef\u00e4hrdung und R\u00fcckfall ins Alte als M\u00f6glichkeit stets in sich trug.<\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst sich an einer der Speerspitzen der Kirchenreform, an Bischof Altmann von Passau (1065\u20131091) deutlich zeigen.\u00a0Er war ein \u00fcberzeugter Anh\u00e4nger des Reformpapsttums, ein echter Anh\u00e4nger Gregors VII., dem seine Di\u00f6zesankleriker schwer zu schaffen machten, indem sie im Widerstand gegen das Verbot der Priesterehe verblieben. Altmann wagte nun ein solches Experiment: Er gr\u00fcndete bei seiner Bischofsstadt um 1067\/73 ein kl\u00f6sterliches Stift mit dem Patrozinium Sankt Nikola, das er mit regulierten Klerikern besetzte. Damit war der Grundstein gelegt f\u00fcr eine zun\u00e4chst au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfolgsgeschichte. 1071 reformierte Altmann sein traditionsreiches Eigenkloster Sankt Florian bei Linz, 1073 wirkte er an der Gr\u00fcndung des Stiftes Rottenbuch im Pfaffenwinkel mit, das er mit Chorherren aus Sankt Nikola besetzte. Rottenbuch wurde zum Zentrum eines eigenen Reformkreises sowie zum Zufluchtsort vieler papsttreuer Kirchenm\u00e4nner.<\/p>\n<p>Letztlich aber war es Papst Urban II., der der jungen, schwach institutionalisierten Bewegung der Regularkanoniker ein wirklich tragendes Fundament gab. Er schrieb im Jahre 1092 in eine (mittlerweile recht ber\u00fchmte) Urkunde f\u00fcr das Kloster Rottenbuch in Oberbayern, das damals eines der bedeutendsten Zentren der Bewegung der Regularkanoniker im S\u00fcden des Deutschen Reiches war, das Verbot, \u2013 wie es w\u00f6rtlich hie\u00df \u2013 \u201eunter dem Anreiz einer Erleichterung des Lebens oder unter dem Deckmantel strengerer Lebensform\u201c aus diesem Kloster \u201eohne Erlaubnis des Vorstehers und des ganzen Konvents auszutreten\u201c.\u00a0Zudem d\u00fcrfen solche Personen von keinem Bischof oder Abt aufgenommen werden. Dies fixierte die Regularkanoniker zwischen den S\u00e4kularklerikern auf der einen Seite und den M\u00f6nchen auf der anderen und sicherte sie zugleich in dieser derartig unangreifbaren und eigenst\u00e4ndigen Position ab. Hier liegt wohl die Antwort auf meine oben gestellte Frage hinsichtlich der Aufsprengung des augustinischen Schemas und damit auch hinsichtlich der Schaffung einer spezifischen Identit\u00e4t der Regularkanoniker. Jene Formulierung Urbans II. leistete einem solchen Aufbau von Identit\u00e4t Vorschub. Sie wurde von ihm formularartig auf H\u00e4user der Regularkanoniker in ganz Europa (unter anderem auch z. B. auf das schon erw\u00e4hnte Saint-Ruf) angewandt und fand sogar ihren Platz in den f\u00fchrenden Rechtssammlungen jener Zeit (Ivos von Chartres und dann auch Gratians).<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig war in diesem Zusammenhang, dass offensichtlich bis in die ersten Jahre des 12. Jahrhunderts hinein die eben entstandenen Gemeinschaften der Regularkanoniker wie auch die meisten der eremitischen Gruppierungen noch ohne schriftliche Regel lebten. Zwar war oftmals von einer\u00a0regula beati Augustini, gem\u00e4\u00df der sie angeblich lebten, die Rede, aber jeglicher Regeltext von Augustinus war seit Jahrhunderten verloren. Erst w\u00e4hrend der Jahre 1107\/1108 l\u00e4sst sich \u00fcberhaupt zum ersten Mal der tats\u00e4chliche Gebrauch eines augustinischen Regeltextes nachweisen \u2013 n\u00e4mlich in den Kl\u00f6stern Springiersbach, Hamersleben (bei Halberstadt) und Saint-Victor in Paris.\u00a0Es verhielt sich dabei aber nicht so, dass die Regularkanoniker wie viele Eremiten generell glaubten, keiner Regel zu bed\u00fcrfen, vielmehr verstanden sie es \u2013 dies wiederum analog zu den Eremiten \u2013, zun\u00e4chst nur mit einer Idee zu leben und diese im ideellen Sinne wie eine Regel zu handhaben. In ihrem Falle waren es bekannte \u00c4u\u00dferungen des Augustinus \u00fcber die Apostelgemeinde, verbunden mit dem Text der biblischen Apostelgeschichte, deren zentrale Aussage das Bekenntnis zum \u201eein Herz und eine Seele sein\u201c in der gelebten Form einer\u00a0vita comunis\u00a0war, wo alle G\u00fcter allen Mitgliedern gemeinsam sein sollten.<\/p>\n<p>Eine solche Adaptation von Normen, die textlich nur auf ihre Leitideen reduziert waren, bot im Vergleich zur elaborierten Benediktsregel kaum Orientierungen im Detail und verlangte deshalb eine intensive Exegese durch eine reflektierte Praxis des Lebens. Sie war jedoch nur erreichbar \u2013 wie wir es schon bei den Eremiten sahen \u2013 mittels der St\u00e4rke eines individuell verinnerlichten Glaubens \u2013 sei er durch einen Charismatiker unterst\u00fctzt oder nicht. Von der Wichtigkeit dieses Aspektes zeugt die F\u00fclle an par\u00e4netischen Texten, die gewisserma\u00dfen eine kontinuierliche\u00a0conversio\u00a0in den einzelnen Individuen zu erzeugen suchten \u2013 und dies generell ohne Bezug auf eine bestimmte Regel.\u00a0In jener Zeit sind sie erstmals mit gro\u00dfer Verbreitung angefertigt worden und kursierten insbesondere in kanonikalen und eremitischen Gemeinschaften, einschlie\u00dflich zisterziensischen.<\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<p>Die Struktur dieser Abgrenzungskonflikte, die schon im 11. Jahrhundert begannen und weit ins 12. Jahrhundert fortgef\u00fchrt worden sind, gleicht frappierend jener, die \u2013 wie wir sahen \u2013 auch weitverbreitet das Verh\u00e4ltnis zwischen Eremiten und M\u00f6nchen bestimmten. Sowohl hier wie dort ging es, wenn auch von unterschiedlicher Richtung her, um ein Hineindringen in den Sektor des Monastischen und um ein Bezweifeln der Monopolstellung des Benediktinischen (mit Ausnahme seitens der Zisterzienser). Es war eine Auseinandersetzung zwischen Altem, Eingewurzeltem, und Neuem, Wurzel Schlagendem, um die metaphorische Ausdrucksweise aus dem damaligen Schrifttum aufzugreifen.\u00a0Denn noch herrschten im sp\u00e4ten 11. Jahrhundert zwangsl\u00e4ufig ebenso im Eremitentum wie in der\u00a0vita canonica\u00a0ungefestigte Verh\u00e4ltnisse, gab es in gro\u00dfen Teilen noch labile Identit\u00e4ten, die sich mehr noch im Flusse als schon im Zustand institutioneller Perseveranz befanden. Erkennbar war dies mancherorts zum Beispiel anhand eines anf\u00e4nglichen Schwankens zwischen eremitischen oder kanonikalem Leben bzw. an Versuchen, beides miteinander zu verbinden, nachdem man die Foren der Welt verlassen und sich an einen Ort einsamer Abgeschlossenheit zur\u00fcckgezogen hatte. Die anf\u00e4nglichen Gemeinschaften von Saint-Ruf oder zum Beispiel auch Springiersbach in der Pfalz k\u00f6nnten als signifikante F\u00e4lle unter vielen genannt werden. Ein Indiz f\u00fcr ein durchaus noch unfestes Bild \u00e4u\u00dferlicher Zugeh\u00f6rigkeiten, die beobachtende Zeitgenossen noch nicht eindeutig zu bestimmen vermochten, ist auch die eindringliche Warnung des Ordericus Vitalis, eines sorgf\u00e4ltig seine Zeit beobachtenden Benediktiners, vor der gro\u00dfen Zahl von weit und breit schwer zu entlarvenden religi\u00f6sen Heuchlern.<\/p>\n<p>In dieser sehr bewegten Epoche des Religiosentums konnten wir dennoch drei Formen in den Fokus nehmen: die klassischen M\u00f6nche in cluniazensischer Ausformung, die \u201eneuen\u201c Eremiten und die Regularkanoniker. Alle drei standen tats\u00e4chlich in einem jeweils ganz eigenen Wechselverh\u00e4ltnis zur Kirchenreform jener Zeit.<\/p>\n<p>Die Cluniazenser f\u00fchrten eine in sich noch gefestigte M\u00f6nchskirche von h\u00f6chstem Renommee vor, die dem Papsttum auch im Investiturstreit mit dem Kaiser, der Patenkind des Abtes Hugo war, eine zuverl\u00e4ssige St\u00fctze bedeutete.\u00a0Die Anwesenheit ihres Abtes Hugo in Canossa spricht f\u00fcr sich. Vor allem aber wies Cluny eine Freiheit vor, die den r\u00f6mischen Reformern ein Muster darstellen konnte. Ein konkretes Modell f\u00fcr die Reform aber war Cluny nicht, allenfalls wirkte die durch Cluny vermittelte Erfahrung von Freiheit bei einigen Biographien der Reformer nach. Man sollte auch nicht \u00fcbersehen, dass Cluny letztendlich einer der Verlierer der Umw\u00e4lzungen in der westlichen Christenheit war. Cluny bedurfte der Harmonie zwischen weltlicher und geistlicher Macht als ein Fundament der g\u00f6ttlichen Ordnung. Nach dem Tode Hugos begann \u2013 trotz des gro\u00dfen Petrus Venerabilis \u2013 der langsame \u00dcbergang hin zu einem \u201eCluny apr\u00e8s Cluny\u201c.<\/p>\n<p>Die Eremiten waren die eigentlichen Gewinner. Sie waren nach ihrer eigenen \u00dcberzeugung vom Heiligen Geist durchweht und damit auf den Weg der Freiheit sowohl zu Gott wie auch zu sich. Obgleich sich erhebend aus einer tiefen Verunsicherung, begr\u00fcndeten sie ganz aus dem Inneren ihre Seele, aus einem\u00a0claustrum animae\u00a0heraus, ein neues und starkes Religiosentum, das innovative, ja experimentelle Formen religi\u00f6sen Lebens schuf, deren Rationalit\u00e4t seinen Fortbestand sicherte und sogar zur Reform des althergebrachten M\u00f6nchtums f\u00fchren konnte. Auch das \u201eCluny apr\u00e8s Cluny\u201c nahm dann wesentliche Ordnungselemente der Zisterzienser an. Die Eremiten waren sowohl die Nutznie\u00dfer der Kirchenreform als in vielem auch deren spiritueller Motor.<\/p>\n<p>Die Regularkanoniker deckten einen dringlichen Bedarf der Kirchenreform ab. Sie stellten das neue Personal an Klerikern dar, das den religi\u00f6s-sittlichen Kriterien entsprach. \u201aVerm\u00f6nchte\u2018 Kleriker war eine stupende L\u00f6sung, die noch dadurch sublimiert wurde, als die Anf\u00e4nge der Kirchengemeinschaft damit in Verbindung gebracht wurde und eine heilsgeschichtliche Legitimation gewonnen war. Dass sie im Ganzen nicht den totalen Erfolg brachte, lag vielleicht an der wirklichkeitsnahen St\u00e4rke jenes augustinischen Dreier-Schema, das eine strikte Tennung von\u00a0clericus\u00a0und\u00a0monachus\u00a0festgeschrieben hatte.<\/p>\n<p>Summa summarum aber kann man wohl mit Berechtigung sagen, dass die Geschichte der Kirchenreform ohne den Einbezug der Religiosen nicht rekonstruierbar ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Formulierung \u201ereligi\u00f6se Virtuosen\u201c stammt von Max Weber.\u00a0Sie betrifft im Christentum alle \u201eReligiosen\u201c, d. h. M\u00f6nche, Nonnen, Eremiten und Eremitinnen, Regularkanoniker und -kanonissen, Mendikanten und Mendikantinnen. 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