{"id":71496,"date":"2024-03-25T11:43:07","date_gmt":"2024-03-25T10:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=71496"},"modified":"2024-12-04T10:46:43","modified_gmt":"2024-12-04T09:46:43","slug":"macht-aus-sozialethischer-perspektive-konsequente-anwendung-des-subsidiaritaetsprinzips-als-ein-loesungsmodell","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/macht-aus-sozialethischer-perspektive-konsequente-anwendung-des-subsidiaritaetsprinzips-als-ein-loesungsmodell\/","title":{"rendered":"Power from a socio-ethical perspective"},"content":{"rendered":"<p>Lange war \u201eMacht\u201c kein explizites Thema in der Christlichen Sozialethik. Man hat sich mehr damit besch\u00e4ftigt, aus der Vogelperspektive eine ideale Theorie zu entwerfen, wie die Welt sein soll, als die Hindernisse und Bedingungen auf dem Weg dorthin in den Blick zu nehmen. Derzeit stellen wir jedoch un\u00fcbersehbar in Kirche und Gesellschaft fest, dass dies nicht ausreicht.<\/p>\n<h3>Eine Epoche der Eskalation von Machtkonflikten<\/h3>\n<ul>\n<li>Autokratische Herrschaftsstrukturen breiten sich seit ca. 15 Jahren weltweit aus und treiben die Demokratie in die Defensive. Unverhohlenes geostrategisches Machtstreben f\u00fchrt zu Kriegen und l\u00e4sst das Bem\u00fchen um Verst\u00e4ndigung, Dialog und Frieden ins Leere laufen. Die \u201eNeue Rechte\u201c und der sogenannte \u201eNeorealismus\u201c hatten dies schon zur Jahrtausendwende kommen sehen und den vermeintlich naiven Idealismus kosmopolitischer Ethik kritisiert.<\/li>\n<li>Die Aufdeckung des Machtmissbrauchs in der Kirche \u2013 sei er sexuell, geistlich oder institutionell \u2013 hat die himmelschreiende Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich gemacht und einen Prozess des massiven Vertrauensverlustes in Gang gesetzt, dessen Ende nicht absehbar ist. Extrem asymmetrische Machtstrukturen zwischen Frauen und M\u00e4nnern sowie zwischen Klerikern und Laien werden von den einen als unverzichtbarer Teil der katholischen Tradition verteidigt und von anderen als unvereinbar mit dem Evangelium gebrandmarkt. Der Synodale Weg ist aus ethisch-systematischer Sicht eine Auseinandersetzung um Machtkonflikte in der Kirche.<\/li>\n<li>Ein dritter Aspekt der besonderen Aktualit\u00e4t des Themas ergibt sich aus der \u00f6kologischen Diagnose der Gegenwart: Die Expansion der Macht des Menschen \u00fcber die Natur war in den vergangenen Jahrhunderten so erfolgreich, dass sie in ihr Gegenteil umzukippen droht und sich \u2013 beispielsweise in der Form des Klimawandels \u2013 gegen den Menschen selbst richtet. Diese Ambivalenz der Macht, wie sie die expansive Moderne in den letzten 500 Jahren praktiziert hat, wurde von Romano Guardini bereits in den 1950er Jahren in seiner Schrift\u00a0Die Macht\u00a0kritisch analysiert und j\u00fcngst von Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben\u00a0Laudate Deum\u00a0von 4. Oktober 2023 als \u201etechnokratisches Paradigma\u201c, das die Wurzel der \u00f6kologischen und sozialen Aggression sei, programmatisch aufgegriffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>All dies ist Anlass, n\u00fcchtern nach den vielschichtigen Formen des Umgangs mit Macht zu fragen. Macht ist ein Schl\u00fcsselthema, um die gegenw\u00e4rtigen Umbr\u00fcche in Kirche und Gesellschaft zu verstehen. Wir scheinen auf dem Weg zu einer Epoche der Eskalation von Machtkonflikten zu sein.<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Debatte dominiert ein negativer Begriff von Macht. Macht ist jedoch omnipr\u00e4sent und hat auch ihre guten und unverzichtbaren Seiten: Denn \u00fcberall, wo Menschen zusammenleben und handeln, spielen Ph\u00e4nomene der Aus\u00fcbung von Macht eine Rolle. Ohne Macht im Sinne der F\u00e4higkeit, das Denken und Handeln anderer zu beeinflussen und Prozesse zielgerichtet zu kontrollieren, ist kein koordiniertes Zusammenleben m\u00f6glich. Entscheidend ist, ob die Macht als Instrument der Unterdr\u00fcckung und Fremdbestimmung ausge\u00fcbt wird oder kommunikativ als Verst\u00e4ndigung, in der sich ein kollektiv geteilter Wille oder zumindest kooperatives Handeln herauskristallisiert. Es kommt darauf an,\u00a0wie\u00a0Macht ausge\u00fcbt wird. Die angemessene ethische Reflexion der Macht bedarf der Auseinandersetzung mit Machttheorien ebenso wie der Analyse konkreter Machtpraktiken.<\/p>\n<h3>Steckt Machtmissbrauch in der DNA der Kirche?<\/h3>\n<p>Seit der konstantinischen Wende steht die Kirche h\u00e4ufig auf der Seite der M\u00e4chtigen und ist selbst zu einer machtaffinen Institution geworden. Dies steht in Spannung zur biblischen Option f\u00fcr die Armen und f\u00fchrt dazu, dass der Umgang der Kirche mit Macht zutiefst prek\u00e4r ist. Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer formulierte 2018 vor dem Hintergrund des sexuellen und geistlichen Machtmissbrauchs, dass der Machtmissbrauch in der DNA der Kirche stecke. Er meint damit, dass das Problem nicht hinreichend als Moralversagen einzelner Priester und Mitarbeiter verstanden werden k\u00f6nne, sondern auch strukturelle Ursachen habe. Ein Kirchenbild, das auf den Aspekt der Heiligkeit fixiert ist und ausblendet, dass die Kirche immer zugleich auch eine Gemeinschaft von S\u00fcndern ist, leistet der Verdr\u00e4ngung der Schattenseiten Vorschub.<\/p>\n<p>Eine fundamentaltheologische Vertiefung dieser Diagnose bietet Gregor Maria Hoff, der die katholische Kirche angesichts ihrer Missbrauchsf\u00e4lle in einer \u201eSakralisierungsfalle\u201c sieht. Um die Problematik zu verstehen, brauche es eine grundlegende Analyse der Macht-Ohnmacht-Gef\u00e4lle als Signatur der Gottesbeziehung: \u201eReligi\u00f6se Sinnsysteme sind grundlegend machtf\u00f6rmig, denn sie koordinieren das Macht-Ohnmacht-Gef\u00e4lle des Lebens im Dauerrisiko des Todes. Auf diesem Weg nimmt religi\u00f6ser Glaube die Form einer Sakralmacht an.\u201c Er formulierte es so im M\u00e4rz 2019 in seinem Vortrag\u00a0Sakralisierung der Macht. Theologische Reflexionen zum katholischen Missbrauch-Komplex\u00a0auf dem Studientag der Fr\u00fchjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Glaube sei Hoffnung auf die Macht der Liebe im Angesicht des Bewusstseins der eigenen Ohnmacht. \u201eDiese Macht-Ohnmacht-Konstellation macht Glaubende schier unendlich verletzbar. [\u2026] Das erm\u00f6glicht den spezifischen Missbrauch priesterlicher Sakralmacht. [\u2026] Verselbstst\u00e4ndigte Sakralmacht steigert systemische Selbstsakralisierung\u201c, hei\u00dft es bei Hoff weiter.<\/p>\n<p>Glauben hei\u00dft Vertrauen zu schenken und sich damit verletzlich zu machen. Der Gl\u00e4ubige wird abh\u00e4ngig von der Macht dessen, dem er vertraut. Indem sich auch Gott bis hin zum Kreuz verletzlich gemacht hat, wird dieses Verh\u00e4ltnis von einer einseitigen Abh\u00e4ngigkeit in ein wechselseitiges Verh\u00e4ltnis transformiert. Gl\u00e4ubige sind verletzbar, weil die Beziehung zu Gott durch die Kirche und ihre Vertreter*innen vermittelt wird. Gott ist verletzbar, weil jede Missachtung des Menschen zugleich auch den menschgewordenen Gott verletzt. Indem Gott Mensch wurde, hat er sich seiner Macht ent\u00e4u\u00dfert. Er will nicht \u00fcberw\u00e4ltigen und zwingen, sondern eine Begegnung mit dem Menschen auf Augenh\u00f6he. Erst dies erm\u00f6glicht eine Antwort aus Freiheit und Liebe und nicht aus Unterwerfung. Diese paradoxe Macht der Machtlosigkeit ist leitender Ma\u00dfstab f\u00fcr eine christliche Existenz und alles kirchliche Handeln. Sie ist anspruchsvoll und stets auf vielf\u00e4ltige Weise gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Klerikalismus ist eine systemische Selbstimmunisierung, die blind macht gegen den Missbrauch sakraler Macht. Er verspricht eine Vermittlung der Gnade Gottes gegen subtile Akte der Unterwerfung. Die eklatante Machtasymmetrie in der katholischen Kirche zugunsten der M\u00e4nner wird von vielen Frauen und M\u00e4nnern zunehmend als ein Versto\u00df gegen die Prinzipien der Gerechtigkeit empfunden. Wer behauptet, die hierarchische Geschlechterdifferenz geh\u00f6re zum Kern des biblischen Glaubens, der verlagert das Problem, dass diese einseitig verteilte Macht prinzipiell ausnutzbar ist, in den Kernbestand des Glaubens. Die in Teilen der Katholischen Kirche bis heute anhaltende polemische Abwehr gegen die Anliegen feministischer Theologie sind ein Indiz daf\u00fcr, dass es im Streit um Bibelauslegung, Gottesbilder und Amtsverst\u00e4ndnis zugleich um h\u00f6chst sensible Machtk\u00e4mpfe geht. Es gen\u00fcgt nicht, das Machtproblem mit einer Rhetorik von Dienst und Liebe sowie dem Hinweis auf Christus, den der Priester in seinem seelsorglichen Dienst repr\u00e4sentiert, zu spiritualisieren. Es braucht auch in der Kirche verbindliche Strukturen der Machtkontrolle, was einklagbare Rechte, transparente Verfahren bei Konflikten und Partizipation auch bei wichtigen Entscheidungen einschlie\u00dft. Ohne einen solchen Strukturwandel drohen eine weitere Erosion des Vertrauens und ein unaufhaltsamer Exodus aus der Kirche.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der Weltsynode zur Synodalen Kirche im Oktober 2023 teilweise durchaus positiv, in der Gesamtbilanz aber deutlich zu halbherzig: Die Ambivalenzen der bisch\u00f6flichen Machtf\u00fclle wurden benannt und Ma\u00dfnahmen zu ihrer Begrenzung gefordert; in Bezug auf die asymmetrische Verteilung der Macht zwischen den Geschlechtern gab es dagegen kaum Konsens. Auch das Thema des sexuellen Missbrauchs wurde noch immer eher defensiv angegangen. Es ist eine gewaltige Herausforderung f\u00fcr die Katholische Kirche als Weltkirche, sich interkulturell \u00fcber die emotional tief verankerten Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Sexualethik und des Umgangs mit Macht zu verst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Friedensethische Grenzg\u00e4nge<\/h3>\n<h4>Feindesliebe jenseits weltfremder Ignoranz gegen\u00fcber Machtkonflikten<\/h4>\n<p>Das jesuanische Gebot der Feindesliebe erscheint als zugespitzte Antithese zu jedem Machtstreben. F\u00fcr Friedrich Nietzsche ist Feindesliebe ein Ausdruck von Schw\u00e4che. Sie zu postulieren widerspreche dem Gesetz des Lebens, in dem sich der St\u00e4rkere durchsetze, was zwar oft hart und grausam sei, aber am Ende der evolution\u00e4ren H\u00f6herentwicklung diene. Sigmund Freud greift dies auf und kommt in seinen psychologischen Analysen zu dem Schluss, dass die durch die Moralgebote des \u00dcber-Ich unterdr\u00fcckte Aggression sich dann nicht selten unbewusst und unkontrolliert an anderen Stellen, z. B. in Kriegen, entlade. Ist unerbittlicher Machtkampf das Gesetz des Lebens? Ist das Gebot der Feindesliebe naiv und weltfremd?<\/p>\n<p>Es lohnt sich, genauer auf den biblischen Befund zu schauen: Der Versuch einer Entsch\u00e4rfung des Konfliktes dadurch, dass man die Feindesliebe nur als Hochethos f\u00fcr die religi\u00f6sen \u201eLeistungssportler\u201c wie M\u00f6nche oder Heilige eingrenzt, ist unzureichend. Joachim Gnilka bezeichnet das Gebot der Feindesliebe als \u201eKulmination der Ethik Jesu\u201c, schreibt er in seinem Buch zum\u00a0Matth\u00e4usevangelium, erschienen im Jahr 1986.<\/p>\n<p>Sie begegnet dem Feind nicht in der Form des aggressiven Kr\u00e4ftemessens, sondern in der Bereitschaft zu Gewaltverzicht und Wohlwollen. Die Gesinnung der Feindesliebe bleibt jedoch nur solange moralisch qualifiziert, als sie sich von Resignation und passiv-wehrloser Schicksalsergebenheit unterscheidet. Feindesliebe zielt auf Entfeindung und Vers\u00f6hnung. Sie entspringt einer eigenen Art von Mut und St\u00e4rke. Ihr ist auch eine strategische Komponente zu eigen: Sie will das Unrecht als Unrecht sichtbar machen, indem Sie die Interaktion auf der Ebene der Gewalt unterbricht. Ihr Ziel ist es nicht, den Feind zu besiegen, sondern die Feindschaft als solche zu \u00fcberwinden oder zumindest einzugrenzen.<\/p>\n<h4>Strategien des gewaltlosen Widerstandes<\/h4>\n<p>Inspiriert von der Bergpredigt sowie dem hinduistischen Ahimsa-Prinzip hat Mahatma Gandhi die Macht der Machtlosen zu einer politischen Strategie entfaltet. Sie durchbricht den Kreislauf der Gewalt durch die Methode des gewaltlosen Widerstandes. Der konsequente Verzicht auf bewaffnete Macht l\u00e4sst die Gewalt des Gegners als Unrecht sichtbar werden. Er fordert sein Gewissen sowie das Urteil der \u00d6ffentlichkeit heraus. Gandhi war durchaus machtbewusst, er hat die Macht der Medien entdeckt und zu nutzen gewusst und ebenso die normative Macht des hohen Rechtsbewusstseins der Briten, das er angesprochen hat. Er war k\u00e4mpferisch, aber nicht im Vertrauen auf die Macht der rohen Gewalt, sondern auf die \u00fcberlegene Macht des Rechts und des Normbewusstseins. Er und seine Mitk\u00e4mpfer waren bereit, den hohen Preis auf dem langen Weg bis zur Anerkennung ihrer Rechte zu zahlen: Sie haben sich der Gewalt schutzlos ausgesetzt und Gef\u00e4ngnis sowie das Risiko, ermordet zu werden, auf sich genommen. Letztlich waren sie erfolgreich.<\/p>\n<p>Wer sich im gewaltlosen Kampf der Macht des Feindes ausliefert, braucht ein H\u00f6chstma\u00df an Mut. Er oder sie muss mit Grausamkeit, Folter und Gefangenschaft rechnen. Die Methode des gewaltlosen Widerstandes hat sich jedoch in Indien und seither unz\u00e4hlige Male als revolution\u00e4re und friedensstiftende Kraft bew\u00e4hrt. Aber es ist auch n\u00fcchtern zu realisieren, dass dies bei Weitem nicht jedes Mal gelingt. So wurden beispielsweise am\u00a0Platz des himmlischen Friedens\u00a0in Peking 1989 \u00fcber zweitausend Demonstrant*innen, die gewaltlos zum Widerstand aufriefen, ermordet.<\/p>\n<p>Auch in Russland wird derzeit konsequent und erfolgreich jede Opposition unterdr\u00fcckt. Als Legitimation der oppressiven Machtaus\u00fcbung braucht es ein Feindbild, auf das die Aggression abgeleitet wird. Als solches hat das \u201eSystem Putin\u201c den Westen ausgemacht. Das Unabh\u00e4ngigkeitsstreben der Ukraine wird als westliche Einflussnahme gedeutet. Pr\u00e4sident Putin scheint im Ukrainekrieg nur die Sprache der Macht zu verstehen, so dass sich hier die Hoffnung auf einen nur zivilgesellschaftlichen Widerstand als fruchtlos erweist. Ausf\u00fchrlicher gehe ich auf diese kontroverse und komplexen Debatte ein in\u00a0Der Ukrainekrieg als Herausforderung zur Weiterentwicklung christlicher Friedensethik, in:\u00a0Ethik und Milit\u00e4r 2\u00a0aus dem Jahr 2022 und in meinem Beitrag\u00a0Nationalistische, religi\u00f6se und moralische Identit\u00e4tskonstruktionen als Legitimation im Ukrainekrieg, in der\u00a0M\u00fcnchner Theologischen Zeitschrift, 73, erschienen ebenfalls 2022. (Siehe auch Vogt, in zur debatte, 1\/2022, S. 40 ff.)<\/p>\n<p>In Wei\u00dfrussland ist die Oppositionsf\u00fchrerin Maria Kolesnikowa seit 2020 inhaftiert. Sie wurde wegen konstruierter Anklagen des Extremismus und des Aufrufens zu staatsgef\u00e4hrdenden Handlungen zu elf Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt. Sie ist seitdem weitgehend von der \u00d6ffentlichkeit abgeschnitten und ihr Gesundheitszustand leidet stark unter den Haftbedingen. M\u00f6glicherweise ist das Scheitern des gewaltfreien Widerstandes h\u00e4ufiger als der Erfolg. Es gibt aber auch ermutigende Beispiele: So etwa die \u00dcberwindung der Apartheit in S\u00fcdafrika, f\u00fcr die Nelson Mandela eine Schl\u00fcsselrolle spielte. Nach 27 Jahren Gef\u00e4ngnis erkl\u00e4rte er ganz ohne Verbitterung die politische Vers\u00f6hnung zwischen Schwarzen und Wei\u00dfen zu seinem zentralen politischen Ziel und wurde zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Dies ist ein Zeugnis f\u00fcr die geistige Macht der Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Auch in der gegenw\u00e4rtigen verfahrenen Situation in Israel braucht es dringend einen Ausweg aus der Spirale der Eskalation von Machtkonflikten. Yuval Harari hat hierzu in der S\u00fcddeutschen Zeitung vom 26.10.2023 eine erhellende Analyse formuliert: Die Hamas will Eskalation, sie will, dass m\u00f6glichst viele Israelis und Pal\u00e4stinenser sterben, dass Hass und Gewalt eskalieren und Vers\u00f6hnung unm\u00f6glich wird. Der unmittelbare Anlass des Massakers vom 7. Oktober 2023 war die Vorbereitung des Friedensvertrages mit Saudi-Arabien, den die Hamas mit aller Gewalt verhindern will. Israel kann den Krieg nur gewinnen, wenn es einen politischen Plan hat. \u201eHaben solche Initiativen irgendeine Chance auf Verwirklichung? Ich wei\u00df es nicht. Aber ich wei\u00df, dass der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist und dass das politische Ziel der Hamas darin besteht, jede Chance auf Frieden und Normalisierung zu zerst\u00f6ren. Und dass das Ziel Israels darin bestehen sollte, Chancen auf einen Frieden zu wahren. Wir m\u00fcssen diesen Krieg gewinnen, anstatt der Hamas zu helfen, ihr Ziel zu erreichen.\u201c Mir scheint Hararis Beitrag deshalb wegweisend, weil er nicht von einer idealistischen Verharmlosung der Brutalit\u00e4t der Machtkonflikte ausgeht, sondern von einer n\u00fcchternen Analyse des destruktiven Kalk\u00fcls der Macht auf beiden Seiten und dem Erfordernis eines politischen Plans.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Macht im Zeichen der Opfer<\/h3>\n<p>Die ethisch-politische Zuspitzung der Macht der Machtlosen zeigt sich darin, dass die Menschenrechte gerade dann, wenn sie verletzt werden, nicht zum Verstummen gebracht werden k\u00f6nnen und sich damit als Ma\u00dfstab kritischer Machtkontrolle erweisen. Menschenrechte werden formuliert, weil sie verletzt werden. Gerade in dieser Negation repr\u00e4sentieren sie die Stimme der Stummgemachten, den Schrei der Ungeh\u00f6rten, eine nicht domestizierbare Macht \u00ad<br \/>\naus namenloser Ohnmacht.<\/p>\n<p>Erst hier tritt die theologische Bedeutung der Menschenrechte zu Tage. Sie sind \u201eein Ort, um hier und heute im Zeichen der angetasteten W\u00fcrde von Menschen, von Gott zu sprechen\u201c. Das Zitat stammt von Hans-Joachim Sander aus seinem Buch\u00a0Macht im Zeichen der Opfer. Die Gottesspur der Menschenrechte\u00a0aus dem Jahr 2004. Erschienen in: T. Eggensperger\/ U. Engel\/ F. Prcela (Hrsg.):\u00a0Menschenrechte. Gesellschaftspolitische und theologische Reflexionen in europ\u00e4ischer Perspektive.<\/p>\n<p>Gerade wenn die Menschenrechte verletzt werden, wird deutlich, dass sie weder aus politischer Zuerkennung noch aus biologischen Vorgegebenheiten abgeleitet sind, sondern alles Politische und Biologische transzendieren. Die Rede von Menschenrechten als Recht der Entrechteten wird zu einer neuen Form der Gottesrede. Im Zeichen des Kreuzes hat Gott die Macht der Ohnmacht begr\u00fcndet. Im Ruf zur Nachfolge bef\u00e4higt er Menschen, durch ihre Solidarit\u00e4t dieser Grammatik der Ohnmacht Wirksamkeit zu verleihen.<\/p>\n<p>Hans-Joachim Sander, Dogmatiker in Salzburg, pl\u00e4diert f\u00fcr einen Paradigmenwechsel im theologischen Zugang zu den Menschenrechten: Ausgangspunkt k\u00f6nne nicht die \u00advermeintliche Notwendigkeit einer spezifisch christlichen Begr\u00fcndung sein, da diese nur zu leicht f\u00fcr die Durchsetzung religi\u00f6ser Macht und den Versuch, Gott in die Partikularismen der Religionsgemeinschaften einzusperren, missbrauchbar sei. Dadurch w\u00fcrde das damit verbundene Friedensprojekt, dem die Menschenrechte als entscheidende Basis f\u00fcr die Verst\u00e4ndigung zwischen unterschiedlichen Nationen, Kulturen und Religionen dienen, gerade konterkariert. Da jedoch auch die s\u00e4kular-aufgekl\u00e4rte Vision der Menschenrechte im 20. Jahrhundert grausam zerst\u00f6rt worden sei, bleibe nur der Ausgang von den Opfern her \u201eim Zeichen der angetasteten W\u00fcrde\u201c, so Sander. Demnach ist die Geltungskraft der Menschenrechte nicht hinreichend vom abstrakten Begr\u00fcndungsdiskurs her zu verstehen, sondern bedarf immer auch des Rekurses auf konkrete K\u00e4mpfe der Abwehr von Unrecht \u2013 so die entscheidende Pointe der \u201eGenealogie der Menschenrechte\u201c von Hans Joas in seinem Buch\u00a0Die Sakralit\u00e4t der Person. Die herrschaftskritische Macht der Menschenrechte gewinnt erst im Zeichen der Opfer ihre zugleich universale und konkrete Bedeutung.<\/p>\n<p>Hintergrund des Beitrags von Sander sind Michel Foucaults Analysen zur Macht sowie die Homo-sacer-These von Giorgio Agamben. Er versteht die Offenbarung Gottes im verletzten, nackten K\u00f6rper als eine Br\u00fccke von den Menschenrechten zur christlichen Kreuzes- und Erl\u00f6sungslehre. Die offenbarende Qualit\u00e4t der Menschenrechte zeige sich aus der Negation der verletzten Menschenw\u00fcrde, deren Schrei nicht zum Verstummen gebracht werden k\u00f6nne. \u201eSich mit den Menschenrechten auseinanderzusetzen, bedeutet, einer neuen Sprache f\u00fcr Gottes Gegenwart auf der Spur zu sein. Es bedeutet, seine Gegenwart unter den Menschen heute aufzusp\u00fcren. [&#8230;]<br \/>\nIn den K\u00e4mpfen f\u00fcr Menschenrechte geht es zugleich um einen Ort Gottes in der heutigen Welt.\u201c, schreibt wiederum Sander. Wenn es eine Chance gibt, sich jenseits der Zuspitzung von Machtkonflikten in der Kirche, in Deutschland und weltweit zu verst\u00e4ndigen, dann ist es die vorbehaltlose Anerkennung der unbedingten und gleichen<br \/>\nW\u00fcrde jedes Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Strukturen subsidi\u00e4rer Machtbegrenzung<\/h3>\n<p>Das Sozialprinzip der Subsidiarit\u00e4t ist ein Kompass f\u00fcr Strukturen der Machtbegrenzung sowie zugleich f\u00fcr einen Gebrauch der Macht als Erm\u00f6glichung von Freiheit. Es zielt darauf, vorhandene Kompetenzen zu f\u00f6rdern und die Eigenverantwortung des Einzelnen und der kleinen Einheit stark zu machen, sei es durch Zur\u00fcckhaltung, wo die kleinere Einheit \u2013 egal ob Individuum, Gruppe oder Institution \u2013 ihre Aufgaben selbst erledigen kann, oder durch assistierende Unterst\u00fctzung, wo diese n\u00f6tig ist. Macht wird in den Dienst der Bef\u00e4higung zu m\u00f6glichst eigenst\u00e4ndiger Handlungsf\u00e4higkeit der untergeordneten Einheiten genommen. Subsidiarit\u00e4t zielt auf Empowerment, also Vermehrung der Machtressourcen der untergeordneten oder marginalisierten Gesellschaftsmitglieder.<\/p>\n<p>Das Subsidiarit\u00e4tsprinzip wird in der Kirche jedoch bisher nicht konsequent rezipiert \u2013 so eine harsche Kritik von Ursula Nothelle-Wildfeuer in ihrem Text\u00a0Glaubw\u00fcrdig Kirche sein? Das Subsidiarit\u00e4tsprinzip in der Kirche. Das Subsidiarit\u00e4tsprinzip r\u00fchre an den Grundfesten der Kirche. Es sei f\u00fcr die Kirche gerade aufgrund ihrer hierarchischen Struktur von besonderer Bedeutung, damit diese nicht die einfachen Gl\u00e4ubigen entm\u00fcndige. Subsidiarit\u00e4t zielt auf Einheit in Vielfalt, auf einen gesunden Pluralismus im Verh\u00e4ltnis zur Hierarchie jenseits von Obrigkeitszentrierung hin zum Schutz von Eigenverantwortung und Partizipation der untergeordneten Einheiten.<\/p>\n<p>Das Subsidiarit\u00e4tsprinzip ist ein Kompetenzanma\u00dfungsverbot, das die Intervention und Macht der \u00fcbergeordneten Instanzen auf das Ma\u00df begrenzt, das f\u00fcr die untergeordneten Einheiten zur Erh\u00f6hung ihrer Handlungsf\u00e4higkeit hilfreich ist. Zugleich ist es ein Hilfestellungsgebot, das die \u00fcbergeordneten Instanzen verpflichtet, die untergeordneten Einheiten zu unterst\u00fctzen und zu koordinieren, damit diese zielf\u00fchrend ihre Probleme bew\u00e4ltigen und kooperativ handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Subsidiarit\u00e4t bezweckt, dass solidarische Hilfe nicht paternalistisch zur Erzeugung von Abh\u00e4ngigkeit und damit zur Ausnutzung von Machtpositionen missbraucht wird. Sie setzt auf einen kommunikativen Machtbegriff, der diejenigen, die Hilfe brauchen, nicht fremdbestimmt, sondern sie so unterst\u00fctzt, dass ihre eigenen Potenziale zum Zug kommen und aktiviert werden. Sie ist Ma\u00dfstab und Weg eines freiheitszentrierten Gebrauchs der Macht. Subsidiarit\u00e4t fordert \u201eheilsame Dezentralisierung\u201c (Franziskus), ein pluralismusoffenes Neudenken des Katholizismus als Einheit in Vielfalt und Partizipation statt Obrigkeitszentrierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Macht im Dienst der Sorge<\/h3>\n<p>Wo Macht herrscht, besteht immer auch die potenzielle Gefahr eines Machtmissbrauchs. Dieser geschieht oft unbewusst und auf sublime Weise. Die Inhaber von gesellschaftlichen Machtpositionen erstreben in der Regel die Erhaltung oder Ausweitung der Distanz zu weniger m\u00e4chtigen Personen. Die praktische Bedeutung dieser Beobachtung ist offensichtlich: Die Spitze einer Organisation (einer Gewerkschaft, einer Kirche, eines Betriebs) entfremdet sich von der Basis, wenn sie dieser Tendenz nicht bewusst und systematisch gegensteuert. Eine solche Entfremdung von der Basis ist gerade in der Kirchenhierarchie h\u00e4ufig zu beobachten, aber genauso bei s\u00e4kularen Machthabern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft oder etwa bei Akademikern, die sich hinter der Macht des Wissens verschanzen.<\/p>\n<p>Die Nutzung von Machtmitteln f\u00fchrt nicht selten zu einer Abwertung der Leistung der unterstellten Personen. Wer \u00fcber viele Machtmittel verf\u00fcgt, versucht, die Arbeitsresultate seiner Untergebenen geringer zu bewerten oder sich diese selbst zuzuschreiben. In der Katholischen Kirche ist dies besonders in Bezug auf die Anerkennung der Arbeit von Frauen, Ehrenamtlichen und Laien derzeit virulent. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrung mit Machtkonflikten in der Ordenstradition hebt der ehemalige Provinzial der Jesuiten, Stefan Kiechle, als Res\u00fcmee die Einsicht hervor, wie wichtig es f\u00fcr gelingende Leitungsverantwortung ist, ehrlich, direkt und wahrhaftig \u00fcber unterschiedliche Wahrnehmungen zu reden. Das genaue Hinschauen und Ernstnehmen unangenehmer Erfahrungen werde in der F\u00fchrungsverantwortung oft vernachl\u00e4ssigt, schreibt er 2019 in\u00a0Achtsam und wirksam \u2013 F\u00fchren aus dem Geist der Jesuiten. Bei aller Kritik sollte aber nicht \u00fcbersehen werden, dass es in der Kirche auch zahlreiche Beispiele f\u00fcr eine vorbildliche Wahrnehmung von Leitungsverantwortung zum Wohl der anvertrauten Menschen gibt.<\/p>\n<p>Die Wirksamkeit von Leitung h\u00e4ngt wesentlich von der Achtsamkeit f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des Gegen\u00fcbers ab. F\u00fchrung ist umso wirksamer und wird umso bereitwilliger akzeptiert, je mehr der Leitende auf die tieferen W\u00fcnsche, Potenziale und spezifischen Schwierigkeiten der Untergebenen h\u00f6rt und an diese ankn\u00fcpft, was keineswegs ausschlie\u00dft, bisweilen auch harte Grenzen zu setzen. Ein Chef sollte die ihm anvertrauten Menschen nicht zu Befehlsempf\u00e4ngern degradieren, sondern danach streben, ihre Kreativit\u00e4t und Eigeninitiative zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Mit Paulus ist das Priesteramt nicht als T\u00fcrh\u00fcter- und Kontrollinstanz des Zugangs zu Gott zu verstehen, sondern konsequent als Dienst: \u201eNicht Herren eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude\u201c (2 Kor 1,24). Nach Romano Guardini ist Jesus selbst Vorbild f\u00fcr einen solchen Gebrauch der Macht als Dienst an der Freude: \u201eGott selbst tritt in die Welt und wird Mensch. Jesu ganzes Dasein ist \u00dcbersetzung der Macht in Demut\u201c, hei\u00dft es in seinem zentralen Werk\u00a0Die Macht\u00a0auf Seite 122 in der Ausgabe von 2019. Der Mut zu dienen sei \u201edie erl\u00f6sende Antwort auf das Problem der Macht, die das Christentum<br \/>\ngibt\u201c, schreibt Guardini auf Seite 120 des selben Werks.<\/p>\n<p>Die subsidi\u00e4re Einheit des Spannungef\u00fcges von Macht und Dienst braucht einen ausgewogenen Begriff von Macht als konstitutiven Bestandteil aller menschlichen Beziehungen, der jedoch stets in der Gefahr steht, in Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse zu m\u00fcnden. Diese Gefahr betrifft keineswegs nur die Inhaber von Machtpositionen, sondern ebenso all diejenigen, die ihre oft unbequeme Eigenverantwortung zugunsten einer blinden Gehorsamsmentalit\u00e4t loszuwerden meinen. Wer kennt nicht die Versuchung, die Verantwortung an die Chefin, den Staat, die Kirche oder die Umst\u00e4nde zu delegieren? Es gibt oft starke innere Widerst\u00e4nde gegen die M\u00fche, selbst zu denken und autonom zu handeln. Die Bef\u00e4higung dazu fordert Selbst\u00fcberwindung und Bildung. Ohne eine Mentalit\u00e4t des Mitl\u00e4ufertums w\u00e4re die Gefahr des Machtmissbrauchs viel geringer. Wie im M\u00e4rchen von des Kaisers neuen Kleidern wagt es oft niemand auszusprechen, dass der Kaiser \u201enackt\u201c ist. Petra Morsbach umschreibt dieses Ph\u00e4nomen des durch Schweigen und mangelnden Widerstand erm\u00f6glichten Machtmissbrauchs als \u201eElefant im Zimmer\u201c. Machtkontrolle braucht die Zivilcourage unabh\u00e4ngiger und charakterstarker Menschen. Das ist auch eine Bildungsaufgabe.<\/p>\n<p>Ein verantwortlicher Umgang mit Macht in der Kirche fordert Gewaltenteilung und Machtkontrolle als Mittel gegen die Verselbstst\u00e4ndigung einer Macht, die sich selbst sakralisiert und damit gegen Kritik immunisiert. Es braucht transparente Verfahren und Entscheidungsprozesse sowie eine Kultur der subsidi\u00e4ren F\u00f6rderung von Freiheit. Genauso wichtig ist jedoch der Mut zu echter F\u00fchrungsverantwortung in Kirche, Politik und Gesellschaft, um kollektives Handeln als Antwort auf die vielschichtigen Herausforderungen der Gegenwart zu erm\u00f6glichen. Die Kritik am Missbrauch sollte nicht die Einsicht verdr\u00e4ngen, dass gerade in Krisenzeiten die \u00dcbernahme von Verantwortung im Sinne kommunikativer Macht unverzichtbar ist. Letztlich ist die Idee der Verantwortung nicht denkbar ohne einen positiven Begriff von Macht. Ihr verantwortlicher Gebrauch wird jedoch nur denen gelingen, die sich ihrer Ambivalenzen bewusst sind und sich t\u00e4glich neu darum m\u00fchen, sie menschen- und sachgerecht auszu\u00fcben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange war \u201eMacht\u201c kein explizites Thema in der Christlichen Sozialethik. 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