{"id":71519,"date":"2024-03-25T12:00:05","date_gmt":"2024-03-25T11:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=71519"},"modified":"2024-12-04T11:05:30","modified_gmt":"2024-12-04T10:05:30","slug":"untergang-und-neuer-anfang-romano-guardinis-das-ende-der-neuzeit","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/untergang-und-neuer-anfang-romano-guardinis-das-ende-der-neuzeit\/","title":{"rendered":"Downfall and new beginning"},"content":{"rendered":"<div id=\"_idContainer393\" class=\"_idGenObjectStyleOverride-2\">\n<p class=\"fliess-ERSTER\">Romano Guardinis Schrift <span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0(1950) nimmt eine eigene Position in seinem Schaffen ein. Der insgesamt kurze Text ist ein Gelegenheitswerk und steht in engem Zusammenhang zu den Pascal-Vorlesungen, die 1935 unter dem Titel\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Christliches Bewusstsein<\/span>\u00a0erstmals erschienen sind. Im Folgenden soll der rote Faden des Textes nachgezeichnet werden, unter Bezugnahme auf die Situation von Kirche und Glaube heute. Ferner soll die Gelegenheitsschrift in Guardinis Werk und den zeitgeschichtlichen Horizont eingeordnet werden.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Einleitung: Zu Guardinis Schrift\u00a0<span class=\"CharOverride-46\">Das Ende der Neuzeit<\/span><\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Doch wie ist Guardinis Buch weiter zu charakterisieren? Schon der Untertitel ist bedeutungsvoll: \u201eEin Versuch zur Orientierung\u201c. Guardini verfolgt unmissverst\u00e4ndlich das Ziel, den Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg Orientierung zu geben, ohne dabei \u201avon oben herab\u2018 zu reden oder zu predigen. Dabei sind f\u00fcr Guardini gleicherma\u00dfen die Lehrkanzel in der Universit\u00e4t und die Predigtkanzel in der Kirche wichtig, um seine Zeitgenossen inhaltlich zu erreichen. Guardini hat der Zusammenbruch nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso getroffen, wie die meisten anderen Deutschen auch. Wie viele andere erlebt Guardini nach 1918 das zweite verheerende Kriegsende in Deutschland. W\u00e4hrend Guardini die ersten Kriegsjahre noch in Berlin erlebt hat, wohnte er ab 1943 bei seinem Freund Josef Weiger im Pfarrhaus von Mooshausen im schw\u00e4bischen Allg\u00e4u.\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0besteht, wie bereits kurz erw\u00e4hnt, aus einf\u00fchrenden Vortr\u00e4gen zur Pascal-Vorlesung\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Christliches Bewu\u00dftsein<\/span>\u00a0(1935). Diese Vortr\u00e4ge wurden 1947\/48 in T\u00fcbingen und 1949 in M\u00fcnchen gehalten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Es liegt eine Gelegenheitsschrift vor, da \u201eFreunde und H\u00f6rer\u201c Guardini empfohlen haben, diese einf\u00fchrenden Vortr\u00e4ge einzeln zu ver\u00f6ffentlichen, wie es in der \u201eVorbemerkung\u201c hei\u00dft, als Orientierungspunkt in den sp\u00e4ten 1940er Jahren. Ganz \u00e4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der Schrift\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Die Macht<\/span>\u00a0(1951), die den Untertitel\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Versuch einer Wegweisung<\/span>\u00a0tr\u00e4gt. Mit beiden Schriften unternimmt Guardini \u201eVersuche\u201c, Licht in die un\u00fcbersichtliche Situation der Nachkriegsjahre zu bringen. F\u00fcr viele Menschen war dies ein erster Hoffnungsschimmer nach der \u201aStunde Null\u2018, dem Zusammenbruch 1945. Guardinis\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0ist sehr dicht geschrieben und verweist in engem Geflecht auf weitere Schriften von ihm zur Anthropologie, Kultur und Technik.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wie l\u00e4sst sich\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0in den gr\u00f6\u00dferen Kontext von Guardinis Schriften einordnen? Guardini legt eine Art \u201akritischer Bilanz\u2018 der Neuzeit vor. Er bestimmt darin die Stellung des Menschen in der Neuzeit und danach. Gewidmet ist die Schrift Romano Guardinis Bruder Mario.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Eine \u00e4hnliche geistige Positionierung liegt bei Eric Voegelin vor, den Guardini sp\u00e4ter, nach 1958 in M\u00fcnchen kennenlernen sollte. Mit seiner Kritik des selbsterl\u00f6senden Charakters der Moderne als \u201aGnosis\u2018 steht Voegelin Guardini inhaltlich nahe. Beide waren 1957 an der Gr\u00fcndung der Katholischen Akademie in Bayern sowie an der Gr\u00fcndung der Akademie f\u00fcr Politische Bildung in Tutzing beteiligt. Anders stellt sich Hans Blumenberg dar. Ihm geht es gut 15 Jahre nach der Ver\u00f6ffentlichung von\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0und\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Die Legitimit\u00e4t der Neuzeit<\/span>\u00a0(1966), also die best\u00e4ndige Legitimierung und Selbstlegitimierung der Neuzeit in einer \u201aHerausl\u00f6sung\u2018 vom Mittelalter.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch auch in die Gegenwart wirkt Guardinis Schrift hinein. Papst Franziskus zitiert ihn in seiner Enzyklika\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Laudato si\u2019<\/span>\u00a0acht Mal aus\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>, um in seiner Enzyklika eine falsche Anthropozentrik zu kritisieren und diese als sch\u00e4dlich f\u00fcr Mensch, Gesellschaft und Umwelt zu erweisen.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Das mittelalterliche Welt- und Menschenbild nach Guardini<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Guardini sieht das Mittelalter als Symbolwelt und Ordnung: \u201eDer mittelalterliche Mensch sieht \u00fcberall Symbole. Das Dasein besteht f\u00fcr ihn nicht aus Elementen, Energien und Gesetzen, sondern aus Gestalten. Die Gestalten bedeuten sich selbst, aber, \u00fcber sich selbst hinaus, Anderes, H\u00f6heres; zuletzt das Eigentlich-Hohe, Gott und die ewigen Dinge. So wird jede Gestalt zum Symbol. Sie weist \u00fcber sich hinaus. Man kann auch, und richtiger, sagen: sie kommt von \u00fcber sich herab, von jenseits ihrer hervor.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieser Gedanke kommt auch im Motto zu\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Welt und Person<\/span>\u00a0(1939) zum Ausdruck, das Guardini von Pascal aus dessen Werk\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Pens\u00e9es<\/span>\u00a0entnommen hat: \u201eDer Mensch \u00fcbersteigt um ein Unendliches den Menschen.\u201c Guardini zeigt hier einerseits das Fortschrittsstreben des Menschen, anderseits aber auch, dass sich der Mensch nicht ganz selbst in der Hand hat und oft von Hybris getrieben ist. Dabei verliert er Ma\u00df und Mitte und schlie\u00dflich sich selbst.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ma\u00df und Mitte gewinnt der Mensch als Person dadurch, dass er sich in eine Ordnung, einen\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Ordo<\/span>, stellt, der kennzeichnend f\u00fcr das Mittelalter war und der einen klaren Transzendenzbezug aufweist: \u201eIm Mittelalter war das Leben in all seinen Schichtungen und Verzweigungen religi\u00f6s durchwirkt. Der christliche Glaube bildete die allgemein angenommene Wahrheit. Gesetzgebung, soziale Ordnung, \u00f6ffentliches wie privates Ethos, philosophisches Denken, k\u00fcnstlerische Arbeit, geschichtlich bewegende Ideen \u2013 alles war in irgendeinem Sinne christlich-kirchlich charakterisiert.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Romano Guardini zeigt ein offenes Verst\u00e4ndnis vom Mittelalter, verkl\u00e4rt oder romantisiert diese Epoche jedoch keineswegs. Ein Zur\u00fcckdrehen des Rades der Geschichte ist f\u00fcr Guardini nicht m\u00f6glich. Die Existenz des Menschen kann nur in die Zukunft gerichtet sein.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Das neuzeitliche Welt- und Menschenbild<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Eine unbegr\u00fcndbare \u201eDreifalt\u201c pr\u00e4gt f\u00fcr Guardini die Neuzeit: Natur, Subjekt und Kultur: \u201eAuf die Frage, in welcher Weise das Seiende da sei, antwortet das neuzeitliche Bewu\u00dftsein: als Natur, als Pers\u00f6nlichkeitssubjekt und als Kultur.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese drei Ph\u00e4nomene geh\u00f6ren zusammen. Sie bedingen und vollenden einander wechselseitig. Ihr Gef\u00fcge bedeutet ein Letztes, hinter das nicht mehr zur\u00fcckgegriffen werden kann. Es bedarf keiner Begr\u00fcndung von anderswoher, noch duldet es eine Norm \u00fcber sich.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die drei Schl\u00fcsselbegriffe Natur, Subjekt und Kultur charakterisieren den neuzeitlichen Menschen. Sie bauen gewisserma\u00dfen um ihn sein Haus auf, in dem er sich zeitlich einrichtet. Oft \u00fcbersieht der neuzeitliche Mensch dabei aber, dass Endliches absolut wird, wenn keine weitere Norm au\u00dferhalb oder \u00fcber der Natur zugelassen wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Im Gegensatz dazu steht die Selbsterniedrigung des neuzeitlichen Menschen: \u201eDie Neuzeit ist auch bestrebt, den Menschen sinnm\u00e4\u00dfig aus dem Zentrum des Seins herauszur\u00fccken. F\u00fcr sie steht er nicht mehr von \u00fcberall her unter den Augen des Gottes, der die Welt umschlie\u00dft, sondern ist autonom, hat freie Hand und eigenen Schritt \u2013 er bildet aber auch nicht mehr die Mitte der Sch\u00f6pfung, sondern ist irgendein Teil der Welt. Einerseits steigert die neuzeitliche Auffassung den Menschen hinauf, auf Kosten Gottes, wider Gott; andererseits hat sie eine herostratische Lust, ihn zu einem St\u00fcck Natur zu machen, das sich von Tier und Pflanze nicht grunds\u00e4tzlich unterscheidet. Beides geh\u00f6rt zusammen und steht in dem Wandel des Weltbildes in engem Zusammenhang.\u201c Unsicherheit und Unbestimmbarkeit in der Realit\u00e4t lassen den Menschen in die Situation geraten, sich selbst, der Welt und damit auch Gott nicht mehr zu trauen. Die daraus resultierende \u00dcberforderung des Menschen endet nach dem Rausch falsch verstandener Autonomie in Selbsterniedrigung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nach Tagebuchaufzeichnungen vom 10. April 1945, also noch vor dem Kriegsende, schrieb Guardini in seinem Text\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Berichte \u00fcber mein Leben<\/span>\u00a0zum absoluten, nicht historischen Platonismus und den \u201espezifische[n] Gefahren\u201c des platonischen Denkens bereits ganz \u00e4hnlich: \u201eIn der Neuzeit finden sich, gleichzeitig erwachend und heranwachsend, zwei einander seltsam widersprechende und doch offenbar einander bedingende Tendenzen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Einmal: Der Mensch l\u00f6st sich von Gott los, nimmt Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbstgen\u00fcgsamkeit f\u00fcr sich in Anspruch. Das Ganze versch\u00e4rft sich zum Bestreben, Gott abzusetzen, wegzuschaffen, ja schlie\u00dflich ihn, nach dem Nietzsche\u2019schen Wort, zu \u201at\u00f6ten\u2018 \u2026 Zugleich aber entw\u00fcrdigt der n\u00e4mliche Mensch sich selbst, sucht mit allen Mitteln zu beweisen, da\u00df er nur ein St\u00fcck der Natur ist, da\u00df er vom Tier abstammt, da\u00df er aus Materie besteht. Die W\u00fcrde des Menschen ist \u00fcber ihm aufbewahrt. Er lebt im Letzten nicht aus sich heraus, sondern von \u00fcber sich herab. Er ist von Wesen \u201aEbenbild\u2018. Sobald er das verleugnet und von Demjenigen, dessen Ebenbild er ist, abf\u00e4llt, verliert er den Bezugspunkt seines Wesens, seine Ehre und den Ma\u00dfstab seines Daseins. Dann \u201a\u00fcberl\u00e4\u00dft Gott ihn seinen Gel\u00fcsten \u2026\u2018 (R\u00f6m 1,24).\u201c Der Mensch schwebt also in der Neuzeit und an deren Ende seltsam zwischen \u00dcbersch\u00e4tzung (los-von-Gott) und Untersch\u00e4tzung (Selbsterniedrigung im Materiellen). So charakterisiert Guardini den Menschen und seine Lebenssituation in ganz aktueller Weise, eine Existenz zwischen Extremen, die zu keinem Ausgleich mehr kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein weiteres Resultat aus der prinzipiellen Verunsicherung des neuzeitlichen Menschen ist der Rechtfertigungszwang des Glaubens in der Neuzeit, der uns nicht nur Mitte des 20. Jahrhunderts, sondern auch heute noch betrifft: \u201eSo wird der christliche Glaube immer mehr in eine Verteidigungsstellung gedr\u00e4ngt. Eine Reihe von Glaubenss\u00e4tzen scheint mit wirklichen oder vermeintlichen Ergebnissen der Philosophie oder Wissenschaft in Konflikt zu kommen \u2013 denken wir etwa an das Wunder, an die Erschaffung der Welt, an Gottes Weltregierung \u2013 und es entsteht, als Literaturgattung wie als geistige Haltung, die neuzeitliche Apologetik. Vorher waren Offenbarung und Glaube einfachhin Grundlage und Atmosph\u00e4re des Daseins; jetzt m\u00fcssen sie ihren Wahrheitsanspruch beweisen. Aber auch da, wo er feststeht, verliert der Glaube seine ruhige Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Er wird angestrengt; er betont und \u00fcberbetont sich. Er f\u00fchlt sich nicht mehr in einer ihm geh\u00f6rigen, sondern in einer fremden, ja feindlichen Welt.\u201c Guardini spricht zu Recht von einem \u201eKonflikt\u201c, den der Mensch heute zwischen S\u00e4tzen des Glaubens und Wissen \u00fcber die Welt austragen muss, um im Glauben bestehen zu k\u00f6nnen. Fasst der Mensch den Glauben als vern\u00fcnftigen Realit\u00e4tszugang auf, der indes nicht rein wissenschaftlichen Prinzipien folgt, kann \u00fcber die Vorstellung der einen und einigenden Vernunft eine Br\u00fccke zwischen religi\u00f6sem Glauben und den Wissenschaften geschlagen werden. Doch dieser Br\u00fcckenschlag wird allzu oft nur durch eine angestrengte Selbstrechtfertigung des Glaubens erreicht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die daraus folgenden Fragenkaskaden sind von bleibender Aktualit\u00e4t: \u201eWie steht es mit Gott und seiner Souver\u00e4nit\u00e4t, wenn das Freiheitserlebnis des neuzeitlichen Menschen recht hat? Wie mit der geforderten Autonomie des Menschen, wenn Gott wesenhafter Gott ist? Wirkt Gott wirklich, wenn der Mensch die Initiative und Schaffenskraft hat, welche die Neuzeit behauptet? Und kann der Mensch handeln und schaffen, wenn Gott am Werk ist?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wenn die Welt das ist, was Wissenschaft und Philosophie in ihr sehen \u2013 kann dann Gott in der Geschichte wirken? Kann Er dann Vorsehung f\u00fchren und Herr der Gnade sein? Kann Er in die Geschichte eintreten und Mensch werden? Kann Er in ihr eine Stiftung aufrichten, die mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t menschlichen Dingen gegen\u00fcbertritt, die Kirche? Und wieder: Kann der Mensch ein echtes Verh\u00e4ltnis zu Gott haben, wenn die Kirche Autorit\u00e4t hat? Kann der individuelle Mensch in Wahrhaftigkeit zu Gott kommen, wenn die Kirche f\u00fcr alle gilt?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese und \u00e4hnliche Probleme kommen im religi\u00f6sen Leben der Zeit zur Auswirkung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vor allem innerlich.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Sicher sind Fragen keine Antworten. Aber Guardini stellt uns in\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0auch Antworthorizonte vor Augen, die uns auch in den gegenw\u00e4rtigen Krisensituationen von Kirche und Glaube eine Perspektive gegen k\u00f6nnen, die \u00fcber den Alltag hinausweist. Auch hier spielen das Verh\u00e4ltnis von Gott und Mensch, Freiheit und Autorit\u00e4t sowie das Erfassen von Wahrheit eine zentrale Rolle.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Ende des neuzeitlichen Welt- und Menschenbildes und \u201edas Kommende\u201c<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Guardini nimmt den Untergang nach dem Zweiten Weltkrieg als Krisis, also als Entscheidungssituation wahr. Er analysiert den Charakter der Neuzeit nicht als einen direkten Weg in den Untergang durch das Hitler-Regime. Die Ideologie des Nationalsozialismus ist f\u00fcr Guardini eher ein Epochenbruch, denn eine Konsequenz der Geistesgeschichte, wie es Theodor W. Adorno sieht. Vielmehr f\u00fchrt die Krisis des \u201eDritten Reiches\u201c dazu, die Problematik der Neuzeit klarer zu sehen und richtig zu beurteilen, ihrem falschen Fortschrittsoptimismus einen ehrlichen Pessimismus entgegenzustellen und damit zu einer wahren Beurteilung der Situation des Menschen zu gelangen. Dies ist der neue Anfang, auf den Guardini verweist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit geht der Mensch des falschen neuzeitlichen Optimismus verlustig. Er verliert ja durch das wesentlich szientistische Defizit seines Bezugs zu Natur und Kultur letztlich den Bezug zu sich als Subjekt und Person, zu seiner eigenen Gesch\u00f6pflichkeit und damit zu Gott selbst.<\/p>\n<p class=\"fliess\">In der Folge hat das Individuum keinen Stand mehr in der Wirklichkeit. Es verliert den Sinn f\u00fcr die Zusammenh\u00e4nge des Seins- und Weltganzen und schlie\u00dflich f\u00fcr sich selbst; jegliche Positionierung fehlt ihm dann. Der Mensch wird ortlos und damit haltlos. Er verliert dadurch auch seinen tr\u00fcgerischen Fortschrittsoptimismus.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der neue Anfang besteht f\u00fcr Guardini in einer glaubensoffenen Orientierung in der Welt als Person.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch zun\u00e4chst wird der neuzeitliche Mensch eben ortlos, wie Guardini in seiner Pascal-Vorlesung \u00e4u\u00dfert: \u201eDer Mensch ist ortlos geworden. Er h\u00e4ngt im Irgendwo. Er steht mit seinen Qualit\u00e4ten im Irgendwas. Mit seinen Massen im Irgendwieviel. Er ist aus dem Bewu\u00dftsein der Wesenhaftigkeit in das der reinen Faktizit\u00e4t geglitten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">In\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Das Ende der Neuzeit<\/span>\u00a0bekr\u00e4ftigt Guardini sein Urteil: \u201eDer Mensch geriet immer mehr ins Zuf\u00e4llige, ins \u201aIrgendwo\u2018.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch nicht allein die Ortlosigkeit belastet den Menschen. Es ist mindestens ebenso sehr der widerchristliche Charakter der Zeit nach 1945 bis heute: \u201eSo bildet sich eine nicht-christliche, vielfach wider-christliche Lebensform heraus. Sie setzt sich so konsequent durch, da\u00df sie als das Normale einfachhin erscheint, und die Forderung, das Leben m\u00fcsse von der Offenbarung her bestimmt werden, den Charakter kirchlichen \u00dcbergriffs bekommt. Selbst der Gl\u00e4ubige nimmt diesen Zustand weithin an, indem er denkt, die religi\u00f6sen Dinge seien eine Sache f\u00fcr sich, und die weltlichen ebenfalls; jeder Bereich solle sich aus dem eigenen Wesen heraus gestalten, und es m\u00fcsse dem Einzelnen \u00fcberlassen bleiben, wie weit er in beiden zu leben w\u00fcnsche.\u201c Wenig sp\u00e4ter hei\u00dft es: \u201eDie kommende Zeit wird in diesen Dingen [radikale Unchristlichkeit] eine furchtbare, aber heilende Klarheit schaffen.\u201c Und: \u201eWo die kommende Zeit sich gegen das Christentum stellt, wird sie damit ernst machen. Sie wird die s\u00e4kularisierten Christlichkeiten f\u00fcr Sentimentalit\u00e4ten erkl\u00e4ren, und die Luft wird klarer werden. Voll Feindschaft und Gefahr, aber sauber und offen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Was will Guardini damit ausdr\u00fccken? Sicher keinen reinen Pessimismus. Vielmehr sieht Guardini die Chance des neuzeitlichen Menschen, in der klaren Frontstellung gegen das Widerchristliche einen unverstellten Blick auf die Realit\u00e4t zur\u00fcckzugewinnen und mit neuer argumentativer Kraft den Glauben ins Heute zu tragen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Schlie\u00dflich geht es Guardini um einen Neuanfang, der sich allerdings der Gefahr des Atheismus stellen muss. Hier warnt Guardini mit Nietzsche: \u201eMit genauestem Recht kann man sagen, da\u00df von jetzt an ein neuer Abschnitt der Geschichte beginnt. Von jetzt an und f\u00fcr immer wird der Mensch am Rand einer sein ganzes Dasein betreffenden, immer st\u00e4rker anwachsenden Gefahr leben.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das Nutznie\u00dfertum eines flachen Glaubens oder eines bequemen Agnostizismus, der den \u201aLieben Gott einen (bestenfalls) braven Mann\u2018 sein l\u00e4sst, reicht heute bei weitem nicht aus, um der Glaubenskrise Hoffnung und einen lebendigen Glauben entgegenzusetzen: \u201eDer Nicht-Glaubende mu\u00df aus dem Nebel der S\u00e4kularisation heraus. Er mu\u00df das Nutznie\u00dfertum aufgeben, welches die Offenbarung verneint, sich aber die von ihr entwickelten Werte und Kr\u00e4fte angeeignet hat. Er mu\u00df das Dasein ohne Christus und ohne den durch Ihn offenbarten Gott ehrlich vollziehen und erfahren, was das hei\u00dft. Schon Nietzsche hat gewarnt, der neuzeitliche Nicht-Christ habe noch gar nicht erkannt, was es in Wahrheit bedeute, ein solcher zu sein. Die vergangenen Jahrzehnte haben eine Ahnung davon vermittelt und sie waren erst der Anfang.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein neues Heidentum wird sich entwickeln, aber von anderer Art als das erste. Auch hier besteht eine Unklarheit, die sich unter anderem im Verh\u00e4ltnis zur Antike zeigt. Der heutige Nicht-Christ ist vielfach der Meinung, er k\u00f6nne das Christentum ausstreichen und von der Antike ausgehend einen neuen religi\u00f6sen Weg suchen. Darin irrt er aber. Man kann die Geschichte nicht zur\u00fcckdrehen.\u201c Auch hier betont Guardini die Irreversibilit\u00e4t der Geschichte und die Ausrichtung auf das Neue, Kommende, das der Mensch nicht in Angst, sondern im Vertrauen auf Gott annehmen soll.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die L\u00f6sungsans\u00e4tze und der neue Anfang liegen f\u00fcr Guardini vornehmlich in einer R\u00fcckgewinnung der Personalit\u00e4t des Menschen: \u201eDie Personalit\u00e4t ist dem Menschen wesentlich; sie wird aber dem Blick erst deutlich und dem sittlichen Willen bejahbar, wenn sich durch die Offenbarung in Gotteskindschaft und Vorsehung das Verh\u00e4ltnis zum lebendig-personalen Gott erschlie\u00dft. Geschieht das nicht, dann gibt es wohl ein Bewu\u00dftsein vom wohlgeratenen, vornehmen, sch\u00f6pferischen Individuum, nicht aber von der eigentlichen Person, die eine absolute Bestimmung jedes Menschen jenseits aller psychologischen oder kulturellen Qualit\u00e4ten ist. So bleibt das Wissen um die Person mit dem christlichen Glauben verbunden. Ihre Bejahung und ihre Pflege \u00fcberdauern wohl eine Weile das Erl\u00f6schen dieses Glaubens, gehen aber dann allm\u00e4hlich verloren.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das Bewusstsein des Menschen in seinem Personsein muss neu geweckt werden und durch den Glauben an Jesus Christus in Entschiedenheit gesucht werden. Der Glaube selbst verlangt eine neue Entschiedenheit: \u201eDer christliche Glaube selbst aber wird eine neue Entschiedenheit gewinnen m\u00fcssen. Auch er mu\u00df aus den S\u00e4kularisationen, den \u00c4hnlichkeiten, Halbheiten und Vermengungen heraus. Und hier ist, scheint mir, ein starkes Vertrauen erlaubt.\u201c Daraus resultiert ein erneuertes Vertrauen darauf, dass es Gott ist, der den Weg mit uns als Personen geht. Im entschiedenen Glauben ist man nie allein. Diese Entschiedenheit im Glauben setzt, so Guardini, Tapferkeit voraus: \u201eWenn wir die eschatologischen Texte der Heiligen Schrift richtig verstehen, werden Vertrauen und Tapferkeit \u00fcberhaupt den Charakter der Endzeit bilden.\u201c Guardini bezieht sich hier in eschatologischer Hinsicht auf Mt 24,36: \u201ejene Stunde kennt [\u2026] nur der Vater.\u201c Dadurch warnt Guardini vor einer k\u00fcnstlich hergestellten Eschatologie, einem Vorziehen des Weltendes, das dem Menschen nicht Erl\u00f6sung, sondern ideologische Enge und schlie\u00dflich Vernichtung bringt.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Res\u00fcmee: Ende und Anfang \u2013 Zeitenwende<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Romano Guardini kritisiert den szientistischen Geist der Neuzeit, den er durch Ren\u00e9 Descartes repr\u00e4sentiert sieht. Der Mensch kann diesen falsch gewichteten Szientismus nicht mehr bew\u00e4ltigen und beherrschen, nicht mehr austarieren. Askese tut hier not. In dieser Askese, die eine n\u00fcchternere Sicht auf Welt und Realit\u00e4t bef\u00f6rdert, wird eine neue Positionierung des Menschen als Person in der Welt erreicht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ferner darf politische Macht nie d\u00e4monisch werden. Sie muss ein pers\u00f6nliches Antlitz tragen, das wir ihr verleihen m\u00fcssen. Guardini ist Optimist. Er will auf einen neuen Anfang nach dem \u201eDritten Reich\u201c hinaus, der den Menschen sein Wesen als Person f\u00fcr sich zur\u00fcckgewinnen l\u00e4sst. Einen gedanklichen R\u00fcckschritt im Sinne einer philosophischen Romantik lehnt Guardini indes entschieden ab. Das Rad der Geschichte wird nicht zur\u00fcckgedreht! In einem klaren Verst\u00e4ndnis von Fortschritt und einem Denken \u201anach vorne\u2018 sieht Guardini einen Ausweg aus der Orientierungslosigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu ist ein entschiedener Glaube notwendig. Hier folgt Guardini Blaise Pascal und S\u00f6ren Kierkegaard, die beide zu ihrer Zeit eine existentielle Neuausrichtung auf den Glauben gefordert haben. Der Offenbarungsbezug wird dadurch neu fruchtbar und kann \u2013 damals wie heute \u2013 ein wahres alternatives Sinnangebot sein.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Romano Guardini's writing The End of the Modern Age (1950) occupies a unique position in his oeuvre. The overall short text is an occasional work and is closely related to the Pascal Lectures, which were first published in 1935 under the title Christian Consciousness. 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