{"id":71585,"date":"2024-03-25T13:26:21","date_gmt":"2024-03-25T12:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=71585"},"modified":"2024-12-04T11:14:02","modified_gmt":"2024-12-04T10:14:02","slug":"macht-und-individuum-machtmanifestationen-und-strategien-im-kontext-des-synodalen-wegs","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/macht-und-individuum-machtmanifestationen-und-strategien-im-kontext-des-synodalen-wegs\/","title":{"rendered":"Power and the individual"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-1\">M<\/span>enschen erleben Macht und Ohnmacht in allen m\u00f6glichen biographischen Kontexten \u2013 auch und gerade in der Kirche.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Macht: \u00dcberall und nirgends?<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dabei kann sich die Deutung einer konkreten Situation oder auch eines strukturellen Verh\u00e4ltnisses durchaus unterscheiden: Was die eine Person als Ohnmacht erlebt, muss nicht notwendig von der anderen als machtvoll verstanden werden. Und was die eine Partei gerade nicht als Machtaus\u00fcbung, sondern als wohlwollenden Dienst verstanden wissen will, kann von einer anderen dennoch als entm\u00fcndigend erlebt werden. Dazu kommt, dass konkrete Machtverh\u00e4ltnisse immer in gr\u00f6\u00dferen Kontexten stehen und damit noch weiter an Eindeutigkeit verlieren. Bereits in der Vorstellungsrunde der Tagung zu Allmacht, Macht und Ohnmacht wurde dies von mehreren Personen beschrieben: \u201eNat\u00fcrlich habe ich als Lehrer:in \/ als Pfarrer Macht \u2013 aber ich bin auch eingebunden in Macht von oben und von unten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wenn Macht also praktisch \u00fcberall vorkommt, dabei aber h\u00e4ufig uneindeutig erlebt wird: Was l\u00e4sst sich dann \u00fcberhaupt allgemein \u00fcber das Ph\u00e4nomen der Macht sagen? Welchen analytischen Mehrwert birgt die Kategorie der \u201eMacht\u201c und welche Handlungsoptionen \u2013 sowohl individuell als auch strukturell \u2013 ergeben sich daraus, etwas als Macht bzw. machtvoll zu kennzeichnen? L\u00e4sst sich damit auch etwas \u00fcber die Bewertung von Machtaus\u00fcbung und Machterleben sagen? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, entwickeln wir im Folgenden einige Analysewerkzeuge. Unser Vorgehen ist dabei induktiv und geht von konkreten Machtmanifestationen, -erfahrungen und -strategien im Kontext des Synodalen Wegs aus. Daf\u00fcr haben wir Beispiele ausgew\u00e4hlt, in denen Menschen \u00fcber eigene Erfahrungen von Macht oder Ohnmacht sprechen. Ziel dabei ist es, einerseits zu verstehen, worin konkrete Macht im Einzelnen besteht, andererseits aber auch aufzuzeigen, welche M\u00f6glichkeiten zum Umgang sich daraus ergeben. Wenn Macht ein Element der sozialen Interaktion ist, kann es nicht darum gehen, sie abzuschaffen oder auszublenden. Vielmehr muss die Aufgabe lauten, Macht in legitimer Weise auszu\u00fcben. Die ethische Reflexion kann daf\u00fcr Kriterien und Orientierungen anbieten.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">(Selbst-)Erm\u00e4chtigung durch Erz\u00e4hlen<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Im Bereich der katholischen Kirche wurden Fragen der Macht und Ohnmacht prominent im Rahmen des Synodalen Weges behandelt. Insofern verwundert es kaum, dass sich gerade in dessen Umfeld viele Beispiele f\u00fcr die Beschreibungen individueller Macht- und Ohnmachtserfahrungen finden lassen. Nicht nur aus den erarbeiteten und beschlossenen Texten l\u00e4sst sich einiges \u00fcber Macht lernen, sondern auch anhand von einzelnen Situationen und Erlebnissen, die scheinbar nur am Rande stattfinden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die ausgew\u00e4hlten Beispiele sind Situationen, in denen sich Personen \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern. Damit geht es nicht mehr nur um das eigene Erfahren von Macht bzw. Ohnmacht, sondern auch um den Prozess ihrer Vermittlung. Was individuell als Ohnmacht erlebt wird, ist uns zun\u00e4chst nur auf dem Weg der Erz\u00e4hlung zug\u00e4nglich. Was die jeweiligen Personen \u00fcber das Erz\u00e4hlte hinaus erlebt haben und wie sie das Erlebte interpretieren, wissen wir nicht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Bei diesem \u00d6ffentlich-Machen handelt es sich selbst um einen machttheoretisch relevanten Akt, bei dem die sprechende Person eine Deutung vornimmt. Von eigener Ohnmacht zu sprechen, f\u00fchrt damit aus der Passivit\u00e4t heraus in eine aktive Gestaltung der Situation. Durch den Wechsel der situativen \u00adUmgebung ver\u00e4ndern sich die Rahmenbedingungen und das \u00d6ffentlichmachen erm\u00f6glicht Reaktionen. Gleichzeitig ist bereits der Prozess, ein bestimmtes Geschehen als Ohnmacht zu verstehen, kein rein individueller Akt, sondern geschieht eingebunden in soziale Bez\u00fcge. Bei der Deutung einer Situation greifen wir n\u00e4mlich zur\u00fcck auf\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">hermeneutische Ressourcen<\/span>, etwa auf geteilte Begriffe und Vorstellungen, auf Bilder und Narrationen. Das wird besonders deutlich etwa in einer Erfahrung von Johanna Beck, die sie in ihrem Buch\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Mach neu, was dich kaputt macht\u00a0<\/span>beschreibt: \u201eIch glaubte, dass ich in meinem Fall gar nicht das Recht hatte, von Missbrauch zu sprechen, da es sich ja \u2018nur\u2019 um sexualisierte \u00dcbergriffe sowie um verbale Grenzverletzungen und nicht um Vergewaltigung gehandelt hat. Somit war mir viel zu lange nicht bewusst, dass all meine negativen Gef\u00fchle und mein Verletztsein ihre Berechtigung hatten.\u201c (Beck 2022, 45.) Erst viele Jahre nach ihren radikalen Ohnmachtserfahrungen konnte sie das, was ihr passiert ist, als sexuellen Missbrauch verstehen. Ausschlaggebend war in ihrem Fall die MHG-Studie sowie der Bericht der\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Grand Jury of Pennsylvania\u00a0<\/span>zu sexuellem Missbrauch in sechs US-amerikanischen Di\u00f6zesen im Bundesstaat Pennsylvania, der wenige Wochen zuvor ver\u00f6ffentlicht worden war. \u201eNun wird mir vollends bewusst, dass es sich auch in meinem Fall um sexuellen Missbrauch gehandelt hat. Auf diese Weise habe ich endlich einen Schl\u00fcssel in der Hand, mit dem ich sowohl meine negativen Erfahrungen als auch die Folgeerscheinungen entschl\u00fcsseln und erkl\u00e4ren kann.\u201c (Beck 2022, 46.) Wenngleich sich ihre Erfahrung durch das \u201aLabel\u2018 nicht ver\u00e4ndert, erm\u00f6glicht ihr dieser Begriff einen anderen Zugriff darauf.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Solche hermeneutischen Ressourcen werden in gesellschaftlichen Prozessen geformt und weitergegeben. Menschen verf\u00fcgen deshalb \u00fcber unterschiedliche Ressourcen, die sie mehr oder weniger sprachf\u00e4hig machen. Insbesondere marginalisierte Gruppen k\u00e4mpfen immer wieder damit, dass sie Unrecht gar nicht als solches benennen oder vielleicht sogar \u00fcberhaupt erst verstehen k\u00f6nnen. Die amerikanische Philosophin Miranda Fricker bezeichnet das als\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">hermeneutische Ungerechtigkeit<\/span>. (Vgl. Fricker 2023.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das kann bereits grunds\u00e4tzlich erkl\u00e4ren, weshalb Sprache und das Bezeichnen von Ohnmachtserfahrungen wichtig sind. In den meisten F\u00e4llen steckt hinter der Artikulation aber auch der Wunsch nach einer Resonanz. F\u00fcr jeden Austausch zwischen Menschen ist Glaubw\u00fcrdigkeit ein zentraler Faktor. Dabei geschieht es immer wieder, dass bestimmten Personen ungerechtfertigterweise zu viel oder zu wenig Glaubw\u00fcrdigkeit zugestanden wird. Bestimmte Gruppen haben jedoch aufgrund identit\u00e4tsbezogener Vorurteile mit einem strukturellen Defizit an Glaubw\u00fcrdigkeit zu k\u00e4mpfen. Obwohl sie m\u00f6glicherweise hinsichtlich einer bestimmten Frage bedeutsames Wissen besitzen, wird ihnen nicht geglaubt. Fricker spricht hier von\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Zeugnisungerechtigkeit<\/span>. Der Umgang mit Betroffenen und \u00dcberlebenden von sexualisierter Gewalt ist ein trauriges Beispiel f\u00fcr die Bedeutung dieser beiden Formen epistemischer Ungerechtigkeit.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Resonanz als Anerkennung<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">In aller Regel ist die erste Resonanz, die sich Menschen erhoffen, wenn sie von erlebter Ohnmacht sprechen, eine grunds\u00e4tzliche Anerkennung. Die Anerkennung des Erz\u00e4hlten und die Anerkennung der erz\u00e4hlenden Person gehen dabei Hand in Hand: Denn indem der Inhalt der Erz\u00e4hlung geglaubt wird, wird eo ipso die erz\u00e4hlende Person als glaubw\u00fcrdiges Wissenssubjekt anerkannt. Insbesondere dann, wenn die erlebte Ohnmacht mit einer existenziellen Vulnerabilit\u00e4t verbunden ist, ist die individuelle Anerkennung eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr viele weitere Prozesse. Wenn Johanna Beck beschreibt, dass sie bei ihrer Zeuginnenaussage im Rahmen \u201aihres\u2018 kirchenrechtlichen Verfahrens gegen eine \u201eWand des Zweifels\u201c (Beck 2022, 78) angeredet hat, dann fehlte dort genau diese Anerkennung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">W\u00e4hrend sich diese Art der Anerkennung auf das konkrete Geschehen und die einzelne Person bezieht, ist jedoch gerade in Debatten rund um den Synodalen Weg noch eine andere Form der Anerkennung wichtig. Einige Mitglieder der Synodalversammlung kritisierten, dass sowohl in den Diskussionen als auch den ersten Textvorschl\u00e4gen eine theologische Fachsprache vorherrsche. Dadurch wurden viele Mitglieder der Synodalversammlung in ihren M\u00f6glichkeiten zur Teilhabe an der Diskussion beschr\u00e4nkt. So auch Katharina Ges-<br \/>\nkes, eine der 15 Mitglieder des Synodalen Wegs unter 30 Jahren. Sie selbst war zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt und studierte Soziale Arbeit. In einem Interview mit\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">katholisch.de\u00a0<\/span>wird sie nach ihrem Umgang mit der Textarbeit in den Foren gefragt. Daraufhin r\u00e4umt sie zun\u00e4chst ein, dass f\u00fcr eine weltkirchliche Rezeption der Ergebnisse sicherlich wichtig sei, die Beschlusstexte auf einem entsprechend hohen theologischen Niveau zu verfassen. Allerdings \u201ew\u00e4re [es] wichtig, die Diskussionen des Synodalen Wegs in einer verst\u00e4ndlichen Sprache zu f\u00fchren, damit alle mitreden k\u00f6nnen. In der Gespr\u00e4chskultur des Prozesses f\u00e4llt mir n\u00e4mlich schon auf, dass sich haupts\u00e4chlich die TheologInnen und Geistliche zu Wort melden k\u00f6nnen, weil sie sich mit den Begriffen auskennen. Sprache dr\u00fcckt auf eine gewisse Art und Weise Macht aus und gerade, wenn es beim Synodalen Weg ein Forum zu diesem Thema gibt, sollte man bei den Beratungen darauf achten, dass man so wenig Macht wie m\u00f6glich aus\u00fcbt. Nur so k\u00f6nnen alle Menschen daran teilhaben.\u201c (Geskes 2021a.) Einige Monate sp\u00e4ter wird im Rahmen einer Synodalversammlung schlie\u00dflich in erster Lesung \u00fcber einige erste Texte abgestimmt. Die Vorlagen werden wenige Wochen vor der Versammlung ver\u00f6ffentlicht und k\u00f6nnen von allen Mitgliedern der Synodalversammlung kommentiert werden. In einem erneuten Interview mit\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">katholisch.de\u00a0<\/span>wird Katharina Geskes danach gefragt, wie sie sich auf die Versammlung vorbereitet habe. Sie sagt: \u201eIch fand es ehrlich gesagt ziemlich schwierig, mich inhaltlich darauf vorzubereiten. Es war mir nicht m\u00f6glich, alle Texte, die eingereicht wurden, zu lesen. Es waren sehr viele und sehr lange Texte und der Synodale Weg ist nicht mein Hauptberuf. Ich war im Praxissemester, habe nebenbei gearbeitet und einen Umzug gestemmt. Daher konnte ich die Texte nur \u00fcberfliegen und ich habe auf die Expertise von vielen Menschen gehofft und mich mit anderen ausgetauscht und Expertisen eingeholt.\u201c Auch nachdem sie nach den Kommentierungen gefragt wird, bei denen von den 15 Personen unter 30 Jahren lediglich f\u00fcnf Personen \u201eAntr\u00e4ge eingereicht\u201c h\u00e4tten, sagt sie: \u201eGerade bei den Kommentierungen hatte ich nicht die Zeit und nicht die Mu\u00dfe dazu, mitzukommentieren. Und ich glaube, das ging vielen anderen auch so. Das liegt nicht daran, dass wir nicht willig gewesen w\u00e4ren, sondern einfach daran, dass das quasi unsere Freizeit ist, die wir hier gerade hergeben und im normalen Alltag nicht so viel Zeit daf\u00fcr ist.\u201c (Geskes 2021b.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Beide Beispiele illustrieren den Zugang zu Ressourcen: In einem Fall die sprachlichen und habituellen Fertigkeiten, die die Teilnahme an Fachdiskussionen im Synodalen Weg erleichterten, im anderen Fall um zeitliche Kapazit\u00e4ten, die gro\u00dfen Mengen an Text qualifiziert lesen und verarbeiten zu k\u00f6nnen. Wenn Katharina Geskes kritisiert, dass damit bestimmte H\u00fcrden und Ausschlussmechanismen zum Tragen kommen, dann f\u00fchrt das vor Augen, dass gro\u00dfe Gruppen sich weit weniger beteiligen konnten als die Gruppe, die die theologische Fachsprache beherrscht und im Rahmen ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit auch die Zeit zur Befassung mit den Themen hatte: \u201eNur so k\u00f6nnen alle mitreden.\u201c Geskes Aussagen in den Interviews machen diese H\u00fcrden sichtbar, indem sie sie offen ansprechen. Die Strukturen, die die Teilhabe einer Gruppe verhindern, werden als machtvoll erlebt. Wenn der Zugang zu bestimmten Ressourcen H\u00fcrde zur Teilhabe an einem Diskurs wird, gibt es grunds\u00e4tzlich zwei M\u00f6glichkeiten, dies zu ver\u00e4ndern: Entweder indem die entsprechenden Ressourcen anders verteilt werden oder indem die H\u00fcrden abgebaut oder vermieden werden. Die Benennung der eigenen Ohnmacht zielt also darauf ab, eine Gegenmacht zu erzeugen oder die angeprangerte Macht zu begrenzen.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Macht durch Teilhabe<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dass die Teilnahme an den Diskussionen im Synodalen Weg in machttheoretischer Hinsicht relevant ist, wird noch an einem anderen Beispiel deutlich. Julia Knop, ebenfalls Synodalin und Professorin f\u00fcr Dogmatik in Erfurt, sprach in einem Interview mit dem K\u00f6lner Stadtanzeiger davon, dass \u201eder Synodale Weg [.] das Prinzip der Partizipation in der Kirche quasi umgekehrt\u201c habe. \u201eEs geht nat\u00fcrlich um Partizipation der Gl\u00e4ubigen an der Kirchenleitung \u2013 aber auch darum, dass die Bisch\u00f6fe an den theologischen Debatten partizipieren, dass sie argumentieren m\u00fcssen und nicht mehr nur dekretieren k\u00f6nnen.\u201c Joachim Frank, der das Interview f\u00fchrte, fragte weiter: \u201eIst das wirklich so? Die zentralen Beschlussvorlagen mussten vor der Abstimmung abgeschw\u00e4cht werden, sonst \u2013 so die Drohung \u2013 w\u00e4ren sie an der bisch\u00f6flichen Sperrminorit\u00e4t gescheitert. Nennen Sie das Partizipation?\u201c, woraufhin Julia Knop antwortete: \u201eNein, das ist Blockade. Aber schauen Sie sich die Redelisten der letzten Synodalversammlung im Vergleich zur ersten an! Da hat eine Entwicklung stattgefunden: Viele Bisch\u00f6fe traten raus aus der Anonymit\u00e4t, raus aus dem beredten Schweigen der Macht, und haben sich \u00f6ffentlich zu den Reformvorhaben positioniert. Im weltlichen Kontext ist das l\u00e4cherlich wenig, ich wei\u00df. Aber in der Kirche ist das schon eine Menge.\u201c (Knop 2023.) Julia Knops Argument lautet also, dass es dem Synodalen Weg \u2013 wenigstens in einem begrenzten Rahmen \u2013 gelungen war, die Arena der Macht und damit ihre Spielregeln zu verschieben. Wenngleich die Di\u00f6zesanbisch\u00f6fe nach wie vor als Gesetzgeber in der Lage sind, g\u00fcltige Dekrete zu erlassen, war diese Ressource der Macht nun nicht mehr die einzig entscheidende. Daneben trat nun das theologische Argument, das allerdings nicht von Amts wegen ausschlie\u00dflich einer bestimmten Gruppe innerhalb der Synodalversammlung zukommen kann, sondern einer anderen Verteilungslogik folgt. (Vgl. Dietz 2022.) Freilich bedeutet das wiederum andere Ausschl\u00fcsse und H\u00fcrden, wie Katharina Geskes Beispiel deutlich macht.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Bedeutung des Settings<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Was dem Synodalen Weg in kollektiver Weise gelungen ist, l\u00e4sst sich jedoch auch in individuellen Situationen ausmachen. Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Auseinandersetzung zwischen der Synodalin Viola Kohlberger und Rainer Maria Woelki. W\u00e4hrend einer Synodalversammlung im September 2021 gab es eine Aussprache zur allgemeinen Situation. Dies fand statt kurz nachdem Rainer Maria Woelkis erster R\u00fccktritt als Erzbischof von K\u00f6ln abgelehnt worden war. In Reaktion darauf hat die Synodalin Viola Kohlberger auf Facebook gepostet, dass sie nicht wisse, wie sie w\u00e4hrend der bevorstehenden Versammlung Rainer Maria Woelki und den anderen in diesem Fall betroffenen Bisch\u00f6fen gegen\u00fcbertreten sollte. In der entsprechenden Aussprache w\u00e4hrend der Versammlung nahm sie in einer Wortmeldung Bezug auf diesen Post. Am n\u00e4chsten Tag wurde sie in der Mittagspause auf dem Weg zur Toilette von Woelki angesprochen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Einige Tage sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte sie ein Video auf Instagram, in welchem sie ihre Erfahrung schilderte und als Machtmissbrauch deutete. Sichtlich angegriffen schildert sie ihre Eindr\u00fccke: \u201eUnd dann, einen Tag sp\u00e4ter ziemlich genau war es gegen Ende der Mittagspause und ich dachte jetzt gehe ich nochmal kurz auf Toilette, und die Wege waren richtig weit, und bin dann auf dem Flur als quasi schon die allermeisten Menschen wieder im Saal waren, bin ich abgefangen worden von Rainer Maria Woelki, dem Erzbischof von K\u00f6ln. Und er hat mich angesprochen und hat gesagt, Sie waren doch das, die gestern diesen Post zitiert hat. Und ich hab gesagt, ja, das bin ich, das war ich. Und daraufhin kam es zu einer etwa f\u00fcnfmin\u00fctigen Unterhaltung, es hat sich wesentlich l\u00e4nger angef\u00fchlt, die aber vor allem daraus bestand, dass er meinte, dass ich komplett emotional handle, dass ich ihm nichts vorwerfen k\u00f6nne, weil er alles richtig macht, dass das mehrere Gutachten und sogar der Heilige Vater in Rom best\u00e4tigt h\u00e4tten, dass er keine Fehler gemacht hat. [\u2026] Im Nachhinein w\u00fcrde ich sagen, das war so ein wirkliches verbales Umsichschlagen. [\u2026] Und in dieser Zeit stand er total nah vor mir. Also eigentlich war es viel zu nah, mir war das zu dem Zeitpunkt aber einfach nur krass unangenehm und ich konnte aber nicht so genau das benennen. Und dazu ist er ja auch noch gr\u00f6\u00dfer als ich und hat so auf mich herabgeschaut und hat so mit der gesamten Autorit\u00e4t seines erzbisch\u00f6flichen Daseins gesprochen und mich immens unter Druck gesetzt. Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich immerhin noch gesagt habe, dass ich der Meinung bin, dass er Verantwortung \u00fcbernehmen m\u00fcsse, dass er Verantwortung f\u00fcr das System \u00fcbernehmen m\u00fcsse und dass ich der Meinung w\u00e4re, dass er als Erzbischof zur\u00fccktreten solle. Denn das glaube ich wirklich. Und das kann ich jetzt auch ganz gut so sagen, nachdem ich ihm das auch ins Gesicht gesagt hab. Das Gespr\u00e4ch endete dann ziemlich abrupt, weil er gemeint hat, er m\u00fcsse jetzt wieder in die Versammlung, und ich so: Ja \u2013 ich auch.\u201c (Kohlberger 2021.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wiederum ein paar Tage sp\u00e4ter entschuldigt sich Rainer Maria Woelki in einem Facebookpost, in welchem er zun\u00e4chst erkl\u00e4rt, den Synodalen Weg als Ort des offenen Diskurses zu verstehen, sodass er auch Viola Kohlbergers Kritik im Rahmen eines pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chs adressieren wollte. \u201eIm Verlauf dieses pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chs ist bei Frau Kohlberger offenbar der Eindruck entstanden, dass ich auf Ihre Person Druck aus\u00fcben wollte. Nichts lag mir ferner und das tut mir leid. Ich m\u00f6chte mich daf\u00fcr ausdr\u00fccklich entschuldigen.\u201c (Woelki 2021.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Viola Kohlberger hat die Konfrontation am Rande des Synodalen Wegs als Ohnmachtserfahrung gedeutet. Das wird an mehreren Aspekten ihrer Beschreibung der Situation deutlich: Sie nennt die r\u00e4umliche Konstellation, die N\u00e4he, der Unterschied in der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, dazu kommen noch Rollenzuschreibungen und die Gelegenheit, die sie als \u201eabfangen\u201c umschreibt. Indem sie das aber auf ihrem Instagram-Account erz\u00e4hlt, wechselt sie die Arena der Macht. Hier wird sehr schnell deutlich, dass das Setting wesentlich mitbestimmt, welche Formen der Machtaus\u00fcbung wirksam werden k\u00f6nnen. Denn weder K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, noch die N\u00e4he oder Distanz existieren auf Instagram. Und indem sie die Hauptadressat:innen wechselt, sind auch die Zuschreibungen von Rollen und Glaubw\u00fcrdigkeit \u2013 hier die junge Frau, dort der Erzbischof \u2013 v\u00f6llig anders wirksam. Kohlberger erf\u00e4hrt gro\u00dfe mediale Resonanz und dabei auch ein gro\u00dfes Ma\u00df an Sympathie. Die ver\u00e4nderte Arena ver\u00e4ndert auch hier Mittel und Wirkung von Macht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich also festhalten: Je nachdem, in welchem Setting man sich befindet, kann sich Macht aus unterschiedlichen Quellen speisen. Allein im Rahmen der genannten Beispiele lassen sich mit dieser Perspektive bereits zahlreiche Formen von Machtgef\u00e4llen identifizieren: Geschlecht, Identit\u00e4ts- und Rollenzuweisung (z.\u00a0B. der kirchliche Stand), Wissen bzw. Sprachf\u00e4higkeit, Sichtbarkeit und Repr\u00e4sentanz, die Kontrolle \u00fcber die Gestaltung des Settings und schlie\u00dflich die Macht, die in der Kooperation, der Kollektivierung und Solidarisierung liegt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">All diese Ressourcen stehen unterschiedlichen Personen in unterschiedlichen Ma\u00dfen zur Verf\u00fcgung. Zweierlei Konsequenzen lassen sich daraus ziehen: Zuerst positiv gewendet: M\u00f6chte man ein bestimmtes Ziel erreichen, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit stark davon abh\u00e4ngig, welche Machtressourcen zur Verf\u00fcgung stehen und in welchem Rahmen das Ziel verfolgt werden kann. Indem man sich dieser Einflussfaktoren bewusst wird, vergr\u00f6\u00dfert sich der Handlungsspielraum deutlich: Was m\u00f6chte ich in welchem Kontext erreichen? Welche Ressourcen kann ich daf\u00fcr in Anspruch nehmen? Schlie\u00dflich kann man sich gezielt solche Settings suchen, in denen m\u00f6glichst gute Erfolgsaussichten bestehen, weil genau die tats\u00e4chlich vorhandenen Ressourcen dort einschl\u00e4gig sind.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Ethische Legitimation und Begrenzung von Macht<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Anders gewendet bedeutet diese Einsicht aber auch, dass sich verschiedenen Formen von Machtgef\u00e4lle nicht nur im Modus des gegenseitigen Ausgleichs \u00fcberlagern k\u00f6nnen, sondern auch als gegenseitige Verst\u00e4rkung. Man spricht hier von Intersektionalit\u00e4t: Verschiedene Formen der strukturellen Benachteiligung \u00fcberlappen sich. Eine Frau ist eben immer auch gleichzeitig Lai:in und hat m\u00f6glicherweise auch keinen theologischen Abschluss. In der Allgemeingesellschaft treten dazu noch viele weitere Marker: Staatsangeh\u00f6rigkeit, Migrationserfahrung oder -hintergrund, Sprachkenntnisse, Krankheitszustand, Hautfarbe, Religionszugeh\u00f6rigkeit und viele mehr.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Es ist mitunter also gar nicht m\u00f6glich, die Arena zu wechseln, weil die Rahmenbedingungen dazu fehlen. Der Blick auf individuelle Strategien, wie er oben erfolgt ist, kann also immer nur ein Baustein sein, mit Machtgef\u00e4llen umzugehen. Er entbindet jedoch nicht von der Frage, wie sich Macht \u00fcberhaupt begrenzen und legitimieren l\u00e4sst. Macht an sich ist zwar ethisch neutral, in jeder konkreten Situation zeitigt sie aber ethisch \u00fcberaus relevante Wirkungen. Sie kann die Rechte von Personen ebenso sch\u00fctzen wie sie sie verletzen kann, kann Gerechtigkeit (wieder-)herstellen oder Unrechtserfahrungen verursachen. Die Frage danach, wie Macht strukturiert werden soll, ist also eng verbunden mit der sehr grundlegenden Frage, wie wir miteinander leben wollen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei ist zun\u00e4chst wichtig, festzuhalten, dass es kein Leben au\u00dferhalb von Macht gibt. Jedes realistische Verst\u00e4ndnis von Freiheit muss ernstnehmen, dass menschliches Leben in Beziehungen und damit in sozialen Bez\u00fcgen stattfindet. Jede Freiheit ist damit auch eine bedingte Freiheit, weil sie nur in Relation zu anderen Personen und Strukturen verwirklicht werden kann. Die F\u00e4higkeit, selbstbestimmt handeln zu k\u00f6nnen, ist gleichzeitig im Sinne einer \u201evulnerable agency\u201c (Haker 2019), davon abh\u00e4ngig, dass diese Selbstbestimmtheit verletzt werden kann. F\u00fcr den Soziologen und Machttheoretiker Heinrich Popitz trifft das den Kern menschlichen Seins: \u201eWir leben in einer verletzbaren Existenz, angewiesen auf Artefakte, zukunftsbezogen und begr\u00fcndungsbed\u00fcrftig in unserem Handeln. Daher m\u00fcssen wir Macht erleiden.\u201c (Popitz 2009, 33.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ausgehend von diesen zun\u00e4chst rein deskriptiven Befunden gilt es nun also, normativ danach zu fragen, wo Macht auf welche Weise wirken sollte und wo bzw. wie nicht. Wir m\u00f6chten im Folgenden einige Vorschl\u00e4ge unterbreiten, was dies im Raum von Kirche bedeuten kann. Das Ziel dabei ist, eine im umfassenden Sinn gerechte und befreiende kirchliche Praxis zu etablieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">In einem ersten Schritt gilt es, missbr\u00e4uchliche Denkstrukturen, Mentalit\u00e4ten und Geisteshaltungen aufzudecken. Mit anderen Worten geht es darum, die hermeneutischen Ressourcen der Kirche machtkritisch danach zu befragen, wo sie zu Teilhabe und Empowerment beitragen und wo sie im Gegenteil verletzende und marginalisierende Aspekte beinhalten. Das gilt sowohl f\u00fcr Aussagen des kirchlichen Lehramts als auch f\u00fcr den allt\u00e4glichen Umgang in kirchlichen Gemeinden und Gruppierungen. Die aktuelle theologische Forschung nimmt sich dieser Aufgabe in vielen Bereichen an. Auch die analytischen Teile dieses Beitrags k\u00f6nnen als ein Baustein dazu verstanden werden. Gelingt es, die Ergebnisse dieser Forschung in die Praxis zu \u00fcberf\u00fchren, sodass sich tats\u00e4chliche Gewohnheiten im Denken, Sprechen und Handeln ver\u00e4ndern, ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr gelingendes Miteinander geschaffen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dar\u00fcber hinaus muss sich jedoch die Qualit\u00e4t des Umgangs ebenso ver\u00e4ndern. In gewisser Weise muss das bereits im Begriff des Synodalen Wegs anklingende Programm eines Miteinanders umgesetzt werden. Das meint jedoch nicht einfach, die konkrete Struktur des Synodalen Wegs zu verstetigen \u2013 auch dieser hatte sicherlich einige Defizite. Wesentlich w\u00e4re vielmehr eine tats\u00e4chliche Wahrnehmung aller Stimmen. Denn nur der Einbezug m\u00f6glichst vieler Perspektiven kann zu einem ernstgemeinten Miteinander im Handeln f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Schlie\u00dflich m\u00fcssen Strukturen durchgehend so gestaltet werden, dass die eigene Machtf\u00f6rmigkeit stetig kritisch reflektiert und n\u00f6tigenfalls angepasst wird. Das bedeutet einerseits ganz grunds\u00e4tzlich, Kritik \u00fcberhaupt auszuhalten und produktiv aufzugreifen. In einem weiteren Sinn folgt daraus jedoch auch, dass Personen bestm\u00f6glich in die Lage versetzt werden m\u00fcssen, um die Strukturen konstruktiv-kritisch zu begleiten. Das bedeutet beispielsweise umfangreiche Angebote zur theologischen Bildung \u2013 nicht nur in Form von Katechesen, sondern auch mit einem spezifischen Fokus auf die Bef\u00e4higung zur kritischen Reflexion der Machtstrukturen und der eigenen Position darin.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die moralischen Anspr\u00fcche sind dabei an die Kirche besonders hoch. Angesichts ihrer Sendung ist das jedoch nur konsequent. Denn ein wirksames Zeichen und Werkzeug des Heils kann sie nur dann sein, wenn sie im Rahmen des Menschlichen \u2013 und damit eben auch hinsichtlich der Macht \u2013 alles ihr m\u00f6gliche tut, um gerecht und befreiend zu sein.<\/p>\n<p class=\"fliess\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen erleben Macht und Ohnmacht in allen m\u00f6glichen biographischen Kontexten \u2013 auch und gerade in der Kirche. Macht: \u00dcberall und nirgends? 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