{"id":95971,"date":"2024-11-26T14:58:21","date_gmt":"2024-11-26T13:58:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=95971"},"modified":"2024-12-04T09:49:48","modified_gmt":"2024-12-04T08:49:48","slug":"die-katholiken-im-dritten-reich-ueber-die-begriffe-widerstand-distanz-anpassung-und-kollaboration","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-katholiken-im-dritten-reich-ueber-die-begriffe-widerstand-distanz-anpassung-und-kollaboration\/","title":{"rendered":"Die Katholiken im &#8222;Dritten Reich&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"char-style-override-1\">M<\/span>it einem konkreten und verb\u00fcrgten historischen Ereignis soll diese Analyse zum Verh\u00e4ltnis Katholiken und Nationalsozialismus beginnen.<\/p>\n<h3>Ein pf\u00e4lzischer Pfarrer \u2013 Widerst\u00e4ndler und Opfer (?)<\/h3>\n<p>In der Nacht des 23. Juni 1933 ereignete sich im pf\u00e4lzischen K\u00f6nigsbach, nahe der Gauhauptstadt Neustadt an der Haardt, eine schreckliche Gewalttat. Eine Gruppe von etwa zehn Neustadter SS-M\u00e4nnern war auf einem Kohlelastwagen nach K\u00f6nigsbach gekommen. Unterwegs hatten sie noch weitere zw\u00f6lf SS-Leute in Zivil in Mu\u00dfbach zusteigen lassen. Die SS-M\u00e4nner kehrten zun\u00e4chst in der Bahnhofsgastwirtschaft des NSDAP-Zellenleiters Adolf Frey ein, wo sie, wie es in einer sp\u00e4teren Zeugenaussage hie\u00df, \u201eeimerweise\u201c Wein ausgeschenkt bekamen, um sich Mut anzutrinken f\u00fcr die anschlie\u00dfend geplante Aktion. Die M\u00e4nner wollten den katholischen Pfarrer von K\u00f6nigsbach, Jakob Martin, verhaften, wobei den in Zivil auftretenden SS-Leuten die Rolle zukam \u201eetwas Tam Tam um die Sache herum zu machen\u201c, damit es so aussehe, als habe man den Pfarrer vor einem w\u00fctenden Mob in Schutzhaft nehmen m\u00fcssen. Nachdem alle hinreichend angetrunken waren, zog man zum Pfarrhaus, wo ringsherum die Stra\u00dfen von SA-Leuten bereits abgesperrt worden waren, um nicht allzu vielen Leuten die M\u00f6glichkeit zu geben, Zeugen des Vorgehens zu werden.<\/p>\n<p>Was nun geschah, war nichts weniger als ein \u00e4u\u00dferst brutaler \u00dcberfall auf den Pfarrer, der nur mit einigem Gl\u00fcck diese schwere Straftat \u00fcberlebte. Erst schlugen die SS-Leute die Fenster ein, brachen die Haust\u00fcre auf und zerrten den Pfarrer, der sich ins Obergeschoss gefl\u00fcchtet hatte, in Pantoffeln auf die Stra\u00dfe. Dort wurde er mit einem geladenen Revolver bedroht und dann unter w\u00fcsten Beleidigungen und dauernden Schl\u00e4gen durch die Stra\u00dfen getrieben. Einzelne K\u00f6nigsbacher Katholiken wollten helfen, wurden aber selbst geschlagen und von den SA-Leuten abgedr\u00e4ngt. Was die vielen anderen K\u00f6nigsbacher Katholiken machten, ist unklar. Als Martin zu dem Kohlenlaster kam, war er blut\u00fcberstr\u00f6mt. Nach sp\u00e4teren Zeugenaussagen wurde er sodann \u201ewie ein St\u00fcck Vieh\u201c auf die Ladefl\u00e4che geworfen, begleitet von Rufen wie \u201eBisch du noch net bald verreckt, du schwarzer Hund!\u201c und \u201eMacht ihn kaputt!\u201c.<\/p>\n<p>Die betrunkenen SS-Leute fuhren Martin sodann nach Neustadt, wo er im Geb\u00e4ude der Gauleitung weiter mit Gummikn\u00fcppeln geschlagen und verh\u00f6rt wurde. Dann wurde er im Amtsgerichtsgef\u00e4ngnis eingesperrt und erst drei Tage sp\u00e4ter wieder freigelassen unter der Auflage, sich im Pfarrhaus zu verbergen, bis seine Wunden einigerma\u00dfen verheilt seien.<\/p>\n<p>Die SS-M\u00e4nner lie\u00dfen ihren sadistischen Trieben freien Lauf, weil sie seit Jahren verhetzt worden waren und Pfarrer Martin wegen seinen Predigten gegen den Nationalsozialismus und seiner politischen T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Bayerische Volkspartei als Gegner \u201eihrer Volksgemeinschaft\u201c ansahen. Um ein hinreichend brutales Vorgehen sicherzustellen, waren bekannte SS-Schl\u00e4ger ausgesucht worden, m\u00f6glicherweise waren aber auch Katholiken unter den SS- und SA-Leuten, die hier in Aktion traten, denn der 96 M\u00e4nner starke Neustadter SS-Sturm 9\/10 hatte, wie Martin Hanischs Forschungen ergeben haben, etwas mehr als sieben Prozent Katholiken in seinen Reihen, ein Drittel war evangelisch, der Rest konfessionslos. Einige Katholiken unter den SS-Leuten l\u00f6sten im Laufe der Zeit unter dem Druck des Verhaltenskodex in der SS ihre Bindungen zur Kirche, der SS-Mann Walter Lanz beispielsweise aber nicht. Noch 1936 lie\u00df er sich katholisch trauen und seine Kinder in den Folgejahren auch katholisch taufen.<\/p>\n<p>Wo standen die Katholiken? Diese Frage stellt sich angesichts des Geschehens im pf\u00e4lzischen K\u00f6nigsbach, das \u00fcbrigens so bekannt wurde, dass es mit einigem Nachdruck bei den 1933 laufenden Konkordats-Verhandlungen in Rom angesprochen wurde. Und zugleich l\u00e4sst sich an diesem Beispiel die ganze Entwicklung der Diskussion um den Standort der Katholiken und ihren \u201eWiderstand\u201c im \u201eDritten Reich\u201c aufrollen.<\/p>\n<h3>Katholiken und Widerstand \u2013 erste Einordnungen der Nachkriegszeit<\/h3>\n<p>Pfarrer Martin war auf den ersten Blick wohl ein \u201eVerfolgter\u201c, ein \u201eOpfer\u201c des geschilderten SS-\u00dcberfalls und \u00adwegen \u00adseiner antinationalsozialistischen Reden zur rechten Zeit auch ein fr\u00fcher \u201eWiderstandsk\u00e4mpfer\u201c. In der unmittelbaren Nachkriegszeit und in den 1950er Jahren h\u00e4tten die meisten Menschen dem jedenfalls mehrheitlich zugestimmt. Damals war die allgemeine Auffassung von Widerstand gepr\u00e4gt von Erfahrungen, die dem Geschehen in K\u00f6nigsbach \u00e4hnlich waren, und zudem von zwei fr\u00fchen und bald recht prominenten Schriften \u00fcber das Thema Kirche und Nationalsozialismus, die gro\u00dfe Wirkung entfalteten: Zum einen propagierte der Jesuit Anton Koch schon 1947 in einem Aufsatz Vom Widerstand der Kirche: \u201eKirche und Nationalsozialismus schlossen sich in allem Wesentlichen aus wie Licht und Finsternis, wie Wahrheit und L\u00fcge, wie Leben und Tod.\u201c<\/p>\n<p>Zum anderen dokumentierte der M\u00fcnchner Weihbischof Johannes Neuh\u00e4usler, selbst Opfer des Repressionsapparats und jahrelang im KZ inhaftiert, in seinem Buch Kreuz und Hakenkreuz (2. Aufl. 1946) den katholischen Widerstand und stellte ihn als eine gleichsam allgemeine Erscheinung des Katholizismus dar, die man in einer Art Formel \u201eKatholischsein = NS-Gegner und Widerst\u00e4ndler sein\u201c fassen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u00dcbersehen sollte man freilich nicht, dass es an solchen pauschalen Einordnungen schon von Anfang an Kritik gegeben hat. Die wohl deutlichste formulierte schon 1946 der Katholik und erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, in einem Brief an den Bonner Pastor Dr. Bernhard Custodis. Darin hie\u00df es: \u201eNach meiner Meinung tr\u00e4gt das deutsche Volk und tragen auch die Bisch\u00f6fe und der Klerus eine gro\u00dfe Schuld an den Vorg\u00e4ngen in den Konzentrationslagern. Richtig ist, da\u00df nachher vielleicht nicht viel mehr zu machen war. Die Schuld liegt fr\u00fcher. Das deutsche Volk, auch Bisch\u00f6fe und Klerus zum gro\u00dfen Teil, sind auf die nationalsozialistische Agitation eingegangen. Es hat sich fast widerstandslos, ja zum Teil mit Begeisterung [\u2026] gleichschalten lassen. Darin liegt seine Schuld.\u201c Und weiter formulierte Adenauer: \u201eIch glaube, da\u00df, wenn die Bisch\u00f6fe alle miteinander an einem bestimmten Tage \u00f6ffentlich von den Kanzeln aus dagegen Stellung genommen h\u00e4tten, sie vieles h\u00e4tten verh\u00fcten k\u00f6nnen. Das ist nicht geschehen und daf\u00fcr gibt es keine Entschuldigung. Wenn die Bisch\u00f6fe dadurch ins Gef\u00e4ngnis oder ins Konzentrationslager gekommen w\u00e4ren, so w\u00e4re das keine Schande, im Gegenteil. Alles das ist nicht geschehen und darum schweigt man am besten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDarum schweigt man am besten\u201c \u2013 dieser Schlusssatz ist decouvrierend: Weil die Generation der Miterlebenden schwieg oder wie wir mittlerweile aus den Tageb\u00fcchern des M\u00fcnchner Kardinals Faulhaber wissen, sich das eigene Versagen trotzig und selbstgerecht nicht eingestehen wollte, konnte sich allzu leicht eine reichlich schiefe Vorstellung \u00fcber die katholische Kirche und den Nationalsozialismus verbreiten. Diese tendierte dazu, zu undifferenziert den moralisch immer irgendwie auch aufgeladenen Widerstandsbegriff f\u00fcr sich zu beanspruchen, was je l\u00e4nger, je mehr heftigen Widerspruch hervorgerufen hat.<\/p>\n<p>Der 1955 bis 1957 vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragene Reichskonkordats-Prozess hat dann allerdings entgegen allem Schweigen die Frage nach dem Verhalten der katholischen Kirche doch sehr \u00f6ffentlich gemacht und zu einer ersten veritablen Kontroverse dar\u00fcber gef\u00fchrt. Die erstatteten Prozessgutachten lenkten den Blick auf die allzu schnelle Erkl\u00e4rung der deutschen Bisch\u00f6fe vom 28. M\u00e4rz 1933, die einige Vorbehalte gegen\u00fcber dem Nationalsozialismus, die bis dahin gegolten hatten, zur\u00fccknahm, und auf das Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 selbst, dessen Rolle f\u00fcr die Konsolidierung des NS-Staates nun beleuchtet wurde.<\/p>\n<p>Mehr noch entz\u00fcndete ein Aufsatz von Ernst-Wolfgang B\u00f6ckenf\u00f6rde 1961, der in der katholischen Zeitschrift\u00a0Hochland\u00a0ver\u00f6ffentlicht wurde, die Auseinandersetzungen, weil B\u00f6ckenf\u00f6rde eine Affinit\u00e4t der katholischen Kirche gegen\u00fcber autorit\u00e4ren Regimen behauptete, den Antiliberalismus der Kirche hervorhob und im Antibolschewismus eine wichtige Gemeinsamkeit im Denken der Nationalsozialisten wie der Katholiken erkannte. Vor allem auf dieser Grundlage erkl\u00e4rte er eine gewisse Ann\u00e4herung der katholischen Kirche an den Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Die Debatte wurde in vielen thematischen Teilbereichen fortgef\u00fchrt, prominent vor allem im Hinblick auf die Aufgabe des politischen Katholizismus der Zentrumspartei. Schon dieser oberfl\u00e4chliche Blick auf fr\u00fche Kontroversen um Kirche und NS-Staat zeigt: Anders als manche einschl\u00e4gigen Ver\u00f6ffentlichungen glauben machen wollen, ist die Frage, wo denn nun eigentlich die Katholiken gestanden h\u00e4tten, im Widerstand oder doch n\u00e4her beim Regime, keineswegs neu und hat in den vergangenen rund 60 Jahren schon immer die Debatte gepr\u00e4gt. Freilich hat es dabei immer eine Fraktion gegeben, die das kirchliche Verhalten zu erkl\u00e4ren, ein andere, die es vornehmlich vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung zu kritisieren bestrebt war. Aber selbst ein Historiker wie Konrad Repgen, der heute gerne als Apologet der kirchlichen Position eingeordnet wird, hat schon in den 1970er Jahren betont, dass die Kirche \u201enach allem, was von 1933 bis 1945 geschehen ist \u2013 kein[en] Grund zum Stolz\u201c habe.<\/p>\n<h3>Umstrittene Haltung der katholischen Kirche<\/h3>\n<p>Dies gilt umso mehr, als in der Folgezeit immer weitere Bereiche des kirchlichen Verhaltens in die Kritik geraten sind: Man denke nur an die Stellung, die die katholische Kirche gegen\u00fcber der Verfolgung j\u00fcdischer Mitb\u00fcrger eingenommen hat, bef\u00f6rdert durch Rolf Hochhuths Drama Der Stellvertreter 1963, mit dem das vielzitierte Wort vom \u201eSchweigen des Papstes\u201c ebenso popul\u00e4r wie umstritten wurde. Auch die Frage des Verh\u00e4ltnisses von Antijudaismus und Antisemitismus hat diese Diskussion angesto\u00dfen, bis hin zu der gelegentlich ge\u00e4u\u00dferten Vermutung, ein auch in der katholischen Kirche sich mehr und mehr verbreitender moderner Antisemitismus habe die bis dahin unvorstellbaren Menschheitsverbrechen an den Juden bef\u00f6rdert und dem rassistischen Antisemitismus der Nationalsozialisten in die H\u00e4nde gespielt. Auf diesen wie vielen weiteren Themenfeldern kirchlichen Handelns in der NS-Zeit hat es intensive Diskussionen gegeben, die einen generellen Widerstand\u00a0der\u00a0Kirche, wie er in den ersten Jahren nach dem Krieg vielfach angenommen wurde, fraglich hat erscheinen lassen.<\/p>\n<h3>Intensivierte Forschung<\/h3>\n<p>Hinzu kommt, dass sich die Widerstandsforschung generell und speziell die Erforschung eines kirchlichen \u201eWiderstands\u201c im Laufe der Jahre immer mehr spezialisiert hat und durch theoretisch-methodische \u00dcberlegungen immer pr\u00e4ziser geworden ist. So hat, um nur ein Beispiel zu nennen, die Erforschung der so genannten sozial-moralischen Milieus in den 1990er Jahren f\u00fcr den Bereich des Katholizismus ein pr\u00e4ziseres Bild der sozio-kulturellen Grundlagen f\u00fcr m\u00f6glichen Widerstand in der Kirche gezeichnet.<\/p>\n<p>Kritisch ist auf der Grundlage solcher Forschungen die Frage aufgeworfen worden, inwiefern \u201eoppositionelles\u201c Verhalten der Katholiken \u00fcberhaupt ein Ziel \u00fcber das Bewahren des eigenen Milieus hinaus gehabt hat, ob nicht gleichsam das, was wir vielleicht allzu voreilig als kirchlichen Widerstand bezeichnen, eigentlich einem \u201eMilieuegoismus\u201c entsprungen ist. Kein Kampf also f\u00fcr Menschenrechte oder gegen eine menschenfeindliche Politik, nur ein Kampf um die Bewahrung des eigenen Milieus? Und das, so lautet eine weitere kritische Perspektive, k\u00f6nnte am Ende auch nur ein Kampf gegen die Moderne gewesen sein, wie ihn die Kirche ja auf verschiedenen Feldern schon gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>Zeitlich etwas fr\u00fcher hatte sich die Forschung des Problems angenommen, dass Widerstand eine Vielzahl von Formen und Auspr\u00e4gungen haben kann, so dass es sinnvoll erscheint, den Begriff zu differenzieren. Dies geschah nicht, wie Olaf Blaschke 2010 noch vermutet hat, um \u201eangesichts wachsender gegenl\u00e4ufiger Quellenbefunde\u201c daf\u00fcr zu sorgen, dass sich \u201eKatholiken und die \u00c4mterkirche weiterhin unter dem ger\u00e4umigen Schirm des Widerstands [\u2026] wohlf\u00fchlen konnten\u201c, so dass mit viel \u201eKreativit\u00e4t\u201c \u201em\u00f6glichst viele Varianten, Unterarten oder wenigstens dem Widerstand \u00e4hnelnde Ph\u00e4nomene entdeckt\u201c worden seien und den unkundigen Betrachter verwirrt haben.<\/p>\n<p>Vielmehr entsprangen die in vielen Varianten vorgeschlagenen Stufenmodelle des Widerstands der Einsicht, dass nicht jedes irgendwie nichtkonforme Verhalten mit dem gro\u00dfen Wort des \u201eWiderstands\u201c bezeichnet werden d\u00fcrfe, zumal ein gro\u00dfes, etwa zeitgleiches Projekt des Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte Bayern in der NS-Zeit sich auch bem\u00fchte, durch die Einf\u00fchrung des Resistenzbegriffs Kleinformen zivilen Mutes und abgrenzendes Verhalten gegen\u00fcber den Anforderungen des NS-Staates begrifflich zu fassen, ja zugleich auch in einer Theorie gesellschaftlichen Verhaltens unter den Bedingungen einer modernen totalit\u00e4ren Diktatur zu entwickeln.<\/p>\n<p>Der Umstand, dass sich die Vielf\u00e4ltigkeit widerst\u00e4ndigen Verhaltens in der Realit\u00e4t nicht trennscharf durch solche Modelle einfangen l\u00e4sst, und die Problematik vielschichtiger Motivlagen bei den \u201eWiderst\u00e4ndlern\u201c haben diese Versuche l\u00e4ngst fragw\u00fcrdig werden lassen. Gleichwohl hat Olaf Blaschke gefordert, man m\u00fcsse, um dem seiner Meinung nach immer noch einseitig vorherrschenden Bild einer katholischen Kirche im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, entgegenzutreten, Stufenmodelle des Widerstands von Katholiken durch ein Stufenmodell der Anpassung von Katholiken im NS-Regime erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr schl\u00e4gt er vor, gleichsam gespiegelt zum Modell von Klaus Gotto, Hans G\u00fcnter Hockerts und Konrad Repgen, das den Widerstand in die vier Stufen \u201epunktuelle Nonkonformit\u00e4t\u201c, \u201eVerweigerung\u201c, \u201e\u00f6ffentlicher Protest\u201c und \u201eWiderstand im engeren Sinne\u201c gliedert, erg\u00e4nzend und am besten gleichzeitig auch ein Modell der Kollaboration von Katholiken mit den Stufen \u201eaktive Kollaboration\u201c, \u201eKonsens\/Loyalit\u00e4t\u201c, \u201eKooperation\/Anpassung\u201c und \u201epunktuelle Zufriedenheit\u201c zu verwenden.<\/p>\n<p>Ein solcher Vorschlag erscheint sachlogisch, da das Mittun eines Teils der katholischen Bev\u00f6lkerung im NS-Staat ja auch zuvor schon Thema in diversen Debatten gewesen ist und eine konsequente Anwendung dazu f\u00fchren m\u00fcsste, eine nach wie vor ausstehende differenzierte Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus schreiben zu k\u00f6nnen, in der die Katholiken lediglich eine von mehreren gesellschaftlichen Gro\u00dfgruppen w\u00e4ren, in der es\u00a0auch\u00a0\u201eNein-Sager\u201c gegeben hat. Dies w\u00e4re immerhin zielf\u00fchrender, als eine immer l\u00e4nger werdende Liste von Bedingungen und Voraussetzungen zu definieren, wann \u00fcberhaupt noch von katholischem Widerstand gesprochen werden darf, wie es andere Autorinnen und Autoren vorschlagen.<\/p>\n<p>Denkt man zur\u00fcck an den 1933 wegen seiner antinationalsozialistischen Haltung so heftig misshandelten K\u00f6nigsbacher Pfarrer Martin, fragt man sich vor dem Hintergrund dieser Forschungsentwicklung, wo er jetzt wohl einzuordnen w\u00e4re. Als Widerst\u00e4ndler und Verfolgter w\u00e4re er jedenfalls nach den geschilderten, vielf\u00e4ltigen Einw\u00e4nden nicht mehr so einfach anzusprechen. Stand er also im Lager der Mitl\u00e4ufer, der Angepassten, der Nationalsozialisten gar? Wohl kaum.<\/p>\n<h3>Neue Ans\u00e4tze<\/h3>\n<p>Hilfreich erscheint vor diesem Hintergrund ein Vorschlag, den Olaf Blaschke und Thomas Gro\u00dfb\u00f6lting vor rund drei Jahren in ihrer Sammelschrift Was glaubten die Deutschen zwischen 1933 und 1945? Religion und Politik im Nationalsozialismus gemacht haben. Auch sie sind der Auffassung, dass unser Denken \u00fcber Kirche und Nationalsozialismus nach wie vor zu sehr von dichotomischen Vorstellungen \u2013 hier Nationalsozialismus, dort Kirche \u2013 gepr\u00e4gt sei, und schlagen einen ver\u00e4nderten Blick vor: \u201eDer Perspektivwechsel besteht darin, dass die \u201apolitische Religion\u2018 des Nationalsozialismus nicht per se als mit der \u201areligi\u00f6sen Religion\u2018 des Christentums oder anderer Religionsgemeinschaften f\u00fcr unvereinbar gehalten wird.<\/p>\n<p>Stattdessen soll das \u201aWechselspiel\u2018 von religi\u00f6sen und politischen Identit\u00e4ten analytisch in den Mittelpunkt r\u00fccken [\u2026]. Mit diesem Zugriff verbindet sich die Chance, die herk\u00f6mmliche und stark verwurzelte Dichotomie von \u201aKreuz und Hakenkreuz\u2018 heuristisch zu \u00fcberwinden und offen nach dem Verh\u00e4ltnis von Religion und politischer Weltanschauung zu fragen.\u201c Denn auch f\u00fcr viele Katholiken, so die Grundannahme, h\u00e4tten Nationalsozialismus und christlicher Glaube nicht notwendigerweise einen Gegensatz dargestellt, sondern Gemengelagen, Zusammenarbeit, hybride Verh\u00e4ltnisse h\u00e4tten den Lebensalltag der Christen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Dieser Vorschlag empfiehlt also, bei dem eingangs geschilderten Beispiel nicht nur den Blick auf den misshandelten Pfarrer zu richten, sondern auch auf die vielen K\u00f6nigsbacher Katholiken, die ihrem Pfarrer\u00a0nicht\u00a0geholfen haben, und auf die gewaltt\u00e4tigen SS-Leute, unter denen sich eben\u00a0auch einige\u00a0Katholiken befunden haben. Die Lebensrealit\u00e4t der Katholiken in der \u201eVolksgemeinschaft\u201c des \u201eDritten Reiches\u201c zeigte, so die These, viel mehr Arrangement mit dem neuen System als Gegensatz, war viel mehr auf Vers\u00f6hnung als auf Distanzierung aus, suchte nach Vereinbarkeit statt nach widerst\u00e4ndiger und opferbereiter Abgrenzung.<\/p>\n<p>Das ist nicht ganz neu, denn auch zuvor wurde in der \u00e4lteren Forschung von Teilwiderst\u00e4nden oder partiellem Widerstand gesprochen, wenn es darum ging, ideologische Gemengelagen bei widerst\u00e4ndigen Menschen zu charakterisieren, aber Blaschkes und Gro\u00dfb\u00f6ltings Ansatz ist zugespitzter und deshalb analytisch pr\u00e4ziser.<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich wie Blaschke und Gro\u00dfb\u00f6lting haben Christiane Hoth und Markus Raasch bereits 2017 am Beispiel der Bischofsstadt Eichst\u00e4tt exemplifiziert, welchen Mehrwert ein solcher leichter Perspektivwechsel haben kann. Hoth und Raasch haben dazu den Milieubegriff erneut fruchtbar gemacht, dabei auf die Unterscheidung verschiedener katholischer Regionalmilieus abgehoben, aber anders als in den 1990er Jahren nicht nur die m\u00f6gliche Zerst\u00f6rung durch die NS-Politik, also gleichsam die Konkurrenzlage, untersucht, sondern vielmehr danach gefragt, wie \u201eintensiv die Pr\u00e4gekraft nationalsozialistischer \u00dcberzeugungen\u201c auch unter Katholiken war, und \u201ewelche Reichweite\u201c diese im katholischen Milieu in Eichst\u00e4tt gehabt haben.<\/p>\n<p>Es ging also darum, das lebensweltliche Neben-, Mit- und Gegeneinander zwischen katholischem Milieu und Nationalsozialismus auszuloten und damit eine Alltags- und Gesellschaftsgeschichte in einem begrenzten historischen Raum unter Beachtung der regionalen Spezifika zu schreiben. Im Hintergrund dieses Konzeptes steht zudem das seit einigen Jahren intensiv beforschte Forschungsparadigma der \u201eVolksgemeinschaft\u201c, das die Frage ins Zentrum r\u00fcckt, wie denn die zahlenm\u00e4\u00dfig h\u00f6chst relevanten religi\u00f6sen Milieus eigentlich in die Fiktion einer nationalsozialistischen \u201eVolksgemeinschaft\u201c in praxi zu inkludieren waren, was ja unumg\u00e4nglich war, wenn aus der propagierten Vision irgendeine Wirklichkeit werden sollte.<\/p>\n<p>Hoths und Raaschs Arbeit l\u00e4sst gut erkennen, wo die Einbruchstellen in das katholische Milieu waren, wo Kompromisse des Milieus um des Einbezugs in die \u201eVolksgemeinschaft\u201c willen vorstellbar wurden, aber auch, wo die Abgrenzung, der Gegensatz un\u00fcberbr\u00fcckbar erschien, und aus welchen Gr\u00fcnden ebendies geschah. Ob man die Pr\u00e4zision dieses Ansatzes noch \u00fcbertreffen kann, indem man, wie es in allerj\u00fcngster Zeit versucht wird, die tats\u00e4chlichen Einstellungen der Menschen zur NS-Herrschaft hinter der formellen Parteimitgliedschaft oder der Verweigerungshaltung durch Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden eruiert, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>In jedem Fall sind dies fruchtbare, weiterf\u00fchrende Ans\u00e4tze, die im Hinblick auf die Widerstandsforschung den Vorzug haben, dass sie eine Entsch\u00e4rfung der vielfach zu polemisch gef\u00fchrten Forschungsdiskussion erm\u00f6glichen und verschiedene Perspektiven b\u00fcndeln, ja eine differenzierte Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus erm\u00f6glichen. Aus der Warte solcher Forschungen m\u00fcsste man wohl auf die eingangs gestellte Frage, wo denn die Katholiken im Nationalsozialismus gestanden haben, antworten: in der Mitte der gedachten \u201eVolksgemeinschaft\u201c und innerhalb dieser sowohl bei den Begeisterten, den aktiven und stillen Unterst\u00fctzern wie auch bei den Abwartenden\/Indifferenten und manche auch bei den \u201eWiderst\u00e4ndlern\u201c.<\/p>\n<h3>Was bleibt vom Widerstand \u201eder\u201c Katholiken?<\/h3>\n<p>Gleichwohl bleibt die Frage, wo wir denn das so offensichtliche Unrecht, das Pfarrer Martin in K\u00f6nigsbach 1933 angetan wurde, seine doch an sich klare Gegnerschaft zum Nationalsozialismus am Ende nun verorten sollen, und wie die vielen Zeugnisse des von Katholiken auf sich genommenen Martyriums, die sich im Martyrologium der katholischen Kirche finden, zu interpretieren sind. Darf oder soll man das alles lieber nicht mehr als \u201eWiderstand\u201c und \u201eVerfolgung\u201c bezeichnen, weil sich das oft als vorbildhaft und mutig erscheinende Verhalten von \u201eKatholiken im Widerstand\u201c aufl\u00f6st in einer komplexen und hochdifferenzierten Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, die eigentlich tendenziell viel mehr immer dunkler werdende Graut\u00f6ne kennt?<\/p>\n<p>Eine Antwort auf diese Frage f\u00e4llt nicht ganz leicht, und aus der Sicht der Widerstandsforschung ist es auch unbefriedigend, dass das bisweilen ja exzeptionelle, die eigene Existenz gef\u00e4hrdende Verhalten von Menschen in Extremsituationen mittlerweile in Gefahr ist, nivelliert und tendenziell abgewertet zu werden. Auch wenn die allgemeine Widerstandsforschung l\u00e4ngst nicht mehr \u201estrahlende Widerstandshelden\u201c propagiert, sondern \u00e4hnliche Forschungsentwicklungen durchgemacht hat, wie sie f\u00fcr die Zeitgeschichte des Katholizismus beschrieben worden sind, bleibt doch das Au\u00dferordentliche der historischen Tat unter Einsatz des eigenen Lebens als Faktum und erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftiges Faszinosum zugleich.<\/p>\n<p>Gleichwohl\u00a0muss\u00a0dieser gelegentlich in der Forschungsdiskussion entstehende Eindruck nicht existieren, wenn die einschl\u00e4gige Forschung sich wirklich f\u00fcr alle Auspr\u00e4gungen gesellschaftlichen Handelns offen, ja sensibel genug zeigt und weder einseitig den \u201eWiderstand\u201c noch die \u201eAnpassung\u201c von Katholiken im Nationalsozialismus herausstellt. Wenn nicht gleich gewertet und kategorisiert wird, vielmehr Prozesshaftes im Vordergrund steht, Kontinuit\u00e4ten und Diskontinuit\u00e4ten gleicherma\u00dfen gesehen werden, w\u00e4re viel erreicht.<\/p>\n<p>Dies sollte in einer Zeit, in der wir die systematische Unterdr\u00fcckung oppositioneller Kr\u00e4fte in Russland und den Mut beobachten k\u00f6nnen, den es braucht, sich \u00f6ffentlich auch nur mit einem wei\u00dfen Blatt Papier gegen den Krieg in der Ukraine zu \u00e4u\u00dfern, vielleicht wieder leichter m\u00f6glich sein. Dabei hilft es, sich einige fundamentale Erkenntnisse zu vergegenw\u00e4rtigen, die seit langem bekannt sind, aber immer wieder gerne \u00fcbergangen werden:<\/p>\n<p>1.\u00a0Der Begriff \u201eWiderstand\u201c ist seit jeher problematisch und impliziert moralische Wertungen \u2013 dagegen wird man mit noch so viel Differenzierung kaum ankommen k\u00f6nnen. Diejenigen, die gegen das NS-Regime waren und jedes Jahr mit der Gedenkfeier im Bendlerblock am 20. Juli geehrt werden, standen nach landl\u00e4ufiger Wahrnehmung jedenfalls auf der richtigen Seite und k\u00f6nnen f\u00fcr sich einen hohen moralischen Respekt beanspruchen. Dass dies kritische Nachfragen \u00fcber die Berechtigung dieser Aufwertung hervorruft, ist nicht anders zu erwarten. Andererseits kommt man aber auch kaum ohne diesen Begriff aus, weil mit ihm das Gemeinte im Alltag so klar gemacht werden kann wie mit wenig anderen Begriffen.<\/p>\n<p>2.\u00a0Die Vorstellung,\u00a0die\u00a0katholische Kirche sei im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gestanden, war schon immer falsch. Hans Maier hat bereits vor Jahren darauf hingewiesen, es sei \u201ewenig realistisch\u201c, dass eine Kirche sich als Ganzes \u201ein den Widerstand begibt.\u201c<\/p>\n<p>3.\u00a0Es l\u00e4sst sich bei der Frage nach der Motivation widerst\u00e4ndigen Verhaltens auch bei Christen nicht per se davon ausgehen, dass es\u00a0allein\u00a0der christliche Glaube war, der das widerst\u00e4ndige Verhalten gleichsam automatisch erzeugt hat. Martin Greschat hat deshalb davon gesprochen, dass sich das christliche Element in der Motivation f\u00fcr widerst\u00e4ndiges Verhalten selten rein, sondern meist in der Form von \u201eAmalgamen\u201c wiederfindet. Sowohl der Widerstand kann also vielf\u00e4ltig motiviert sein, er kann sich umgekehrt aber auch brechen oder relativieren durch Lebenswirklichkeiten ganz anderer Art jenseits der Gl\u00e4ubigkeit.<\/p>\n<p>4.\u00a0Vor diesem Hintergrund muss immer auch pr\u00e4zisiert werden, was denn genau gemeint ist, wenn wir von\u00a0katholischer Kirche\u00a0oder\u00a0Katholiken im Widerstand\u00a0sprechen. Die katholische Kirche ist hierarchisch gegliedert: der Papst in Rom, dann die Bisch\u00f6fe in Deutschland, die Priester und die ja wiederum h\u00f6chst heterogene Menge der Gl\u00e4ubigen \u2013 sie alle hatten unterschiedlich weit reichende Verantwortungen und Handlungsspielr\u00e4ume. Auch dies ist stets differenzierend auszuleuchten, wenn von Widerstand im katholischen Milieu die Rede ist.<\/p>\n<p>Sodann ist festzuhalten, dass die Ertr\u00e4ge der historischen Wahlforschung, wie sie J\u00fcrgen Falter vor Jahrzehnten pr\u00e4sentiert hat, sowie seine j\u00fcngsten Forschungen zur Mitgliedschaft in der NSDAP ihre Bedeutung in keiner Weise verloren haben. Noch im Juli 1932 waren die W\u00e4hler der NSDAP nur zu 17 % Katholiken, im M\u00e4rz 1933 bei der letzten, eigentlich schon nicht mehr freien Wahl war \u201enur\u201c jeder vierte NSDAP-W\u00e4hler Katholik. Und auch wenn man nach der Parteimitgliedschaft fragt, f\u00e4llt auf, dass Katholiken vor 1933 unter den PGs stark unterrepr\u00e4sentiert waren.<\/p>\n<p>Das deutet alles darauf hin, dass Katholiken in Deutschland \u2013 aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden \u2013 jedenfalls nicht zu den wichtigsten F\u00f6rderern des NS-Staates geh\u00f6rt haben. Und zugleich ist richtig, dass\u00a0auch\u00a0Katholiken in der Lage waren, in der NS-\u201eVolksgemeinschaft\u201c mitzumachen und einen Weg zu finden, wie sie ihren Glauben irgendwie mit den politischen Anforderungen der NSDAP vereinbaren konnten. Dabei ist festzustellen, dass der Anteil der Katholiken in den NS-Organisationen im Laufe der Diktatur gestiegen ist, aber insgesamt nie die Mehrheit gebildet hat.<\/p>\n<p>Zu verkennen ist schlie\u00dflich und vor allem nicht, dass eine tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben und der katholischen Tradition das Potential hatte, Widerst\u00e4ndigkeit im weiteren und Widerstand im engeren Sinn zu motivieren. Was in den Kirchen gepredigt wurde, war, sieht man einmal von den unbestritten ganz wenigen wirklich braunen Pfarrern ab, eine Art Werte-Gegenwelt zum Nationalsozialismus, die, nahm man das wirklich ernst und machte es zur Richtschnur des eigenen Lebens, immer wieder Widerspr\u00fcche im Alltag des nationalsozialistischen Deutschlands f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen hervorrufen musste, die bei manch einem am Ende Widerstand hervorgebracht haben. Hier liegt der eigentliche Grund, warum es sich lohnt, sich \u00fcberhaupt mit dem Thema \u201echristlicher\/katholischer Widerstand\u201c im \u201eDritten Reich\u201c zu befassen.<\/p>\n<p>Dabei wirkte freilich kein Automatismus, und zweifellos ist vor dem Hintergrund der Forschungsentwicklung immer mehr als das Widerstandsereignis an sich in den Blick zu nehmen, sind die Hintergr\u00fcnde, die Rahmenbedingungen, die Alltagswirklichkeit der Widerst\u00e4ndler auszuleuchten, um eine m\u00f6glichst genaue Vorstellung nicht nur von der Motivierung des widerst\u00e4ndigen Verhaltens zu erhalten, sondern gleichsam den Sitz in der Lebenswirklichkeit des widerst\u00e4ndigen Menschen auszuleuchten.<\/p>\n<p>In der christlichen Weltdeutung war zumindest eine Grundlage vorhanden, die ein Andersdenken motivieren konnte (nicht musste!). Das ist es wohl, was Helmuth James Graf von Moltke, der Motor des widerst\u00e4ndigen Kreisauer Kreises, 1942 in einem Brief an seinen Freund Lionel Curtis, erkannte. Moltke diagnostizierte etwas zu hoffnungsfroh ein allm\u00e4hliches Erwachen der deutschen Bev\u00f6lkerung gegen das Regime und seine Ideologie.<\/p>\n<p>Moltke: \u201eDas R\u00fcckgrat dieser Bewegung bilden die beiden christlichen Konfessionen, die protestantische wie die katholische. Die katholischen Kirchen sind jeden Tag voll, die protestantischen noch nicht, aber die Entwicklung ist wahrnehmbar. [\u2026] Vielleicht erinnerst Du Dich, da\u00df ich in Unterhaltungen vor dem Kriege der Meinung war, da\u00df der Glaube an Gott nicht wesentlich sei, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sind. Heute wei\u00df ich, da\u00df ich Unrecht hatte, ganz und gar Unrecht. Du wei\u00dft, da\u00df ich die Nazis vom ersten Tage an bek\u00e4mpft habe, aber der Grad von Gef\u00e4hrdung und Opferbereitschaft, der heute von uns verlangt wird und vielleicht morgen von uns verlangt werden wird, setzt mehr als gute ethische Prinzipien voraus, besonders da wir wissen, da\u00df der Erfolg unseres Kampfes wahrscheinlich den totalen Zusammenbruch als nationale Einheit bedeuten wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem konkreten und verb\u00fcrgten historischen Ereignis soll diese Analyse zum Verh\u00e4ltnis Katholiken und Nationalsozialismus beginnen. Ein pf\u00e4lzischer Pfarrer \u2013 Widerst\u00e4ndler und Opfer (?) In der Nacht des 23. Juni 1933 ereignete sich im pf\u00e4lzischen K\u00f6nigsbach, nahe der Gauhauptstadt Neustadt an der Haardt, eine schreckliche Gewalttat. 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