{"id":95981,"date":"2024-11-26T15:29:36","date_gmt":"2024-11-26T14:29:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=95981"},"modified":"2024-12-04T09:57:39","modified_gmt":"2024-12-04T08:57:39","slug":"ein-teures-wunschkind-bayern-der-heilige-stuhl-und-das-konkordat-von-1924-2","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ein-teures-wunschkind-bayern-der-heilige-stuhl-und-das-konkordat-von-1924-2\/","title":{"rendered":"An expensive dream child"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"char-style-override-1\">P<\/span>ers\u00f6nlich ist Mgr. Pacelli sehr angenehm. Er ist ein offener und gerader Charakter, ein Ehrenmann durch und durch, ein frommer Priester, der volles Vertrauen verdient und keine Winkelz\u00fcge liebt. Ich bin daher immer am besten mit ihm gefahren, wenn ich ihm klaren Wein einschenkte. F\u00fcr pers\u00f6nliche Gef\u00e4lligkeiten ist er empf\u00e4nglich, aber dabei bescheiden. Seine Umgangsformen sind tadellos, wenn auch etwas monastisch angehaucht.\u201c So charakterisierte der K\u00f6niglich Bayerische Gesandte am P\u00e4pstlichen Stuhl, Otto Freiherr von Ritter zu Groenesteyn, Eugenio Pacelli, dem K\u00f6nig Ludwig III. am 19. April 1917 das Agr\u00e9ment als Nuntius in M\u00fcnchen erteilte. Eine Person, von der anzunehmen sei, wie der bayerische Diplomat prophetisch schrieb, \u201eda\u00df sie sogar einmal w\u00fcrdig befunden w\u00fcrde, wenn die Verh\u00e4ltnisse danach sind, zum Papste gew\u00e4hlt zu werden.\u201c Eine Person aber auch, die Ritter als einen \u201estrenge[n] Verfechter des kanonischen Rechtes\u201c bezeichnete. Diese Eigenschaft sollte man in M\u00fcnchen alsbald zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>Denn nahezu zeitgleich mit Pacellis Vorg\u00e4nger Giuseppe Aversa war auch der Erzbischof von M\u00fcnchen und Freising, Kardinal Franziskus von Bettinger, Mitte April 1917 verstorben. Pacelli lie\u00df keinen Zweifel daran, dass die Ernennung des neuen Erzbischofs aufgrund des eben erst promulgierten\u00a0Codex Iuris Canonici\u00a0zu erfolgen habe, stie\u00df in dieser Frage jedoch erstmals auf deutlichen Widerstand der bayerischen Regierung. Diese sah ihrerseits keine Veranlassung, das dem K\u00f6nig im Konkordat von 1817 gew\u00e4hrte Recht, den Erzbischof zu ernennen, mit dem Nuntius zu diskutieren.<\/p>\n<p>Dort hei\u00dft es w\u00f6rtlich in Artikel 9: \u201eSeine Heiligkeit werden in Erw\u00e4gung der aus gegenw\u00e4rtiger \u00dcbereinkunft f\u00fcr die Angelegenheiten der Kirche und der Religion hervorgehenden Vortheile Seiner Majest\u00e4t dem K\u00f6nige Maximilian Joseph und Seinen Katholischen Nachfolgern durch Apostolische Briefe, welche sogleich nach der Ratification dieser Uebereinkunft ausgefertigt werden sollen, auf ewige Zeiten das Indult verleihen, zu den erledigten erzbisch\u00f6flichen und bisch\u00f6flichen St\u00fchlen im K\u00f6nigreiche Baiern w\u00fcrdige und taugliche Geistliche zu ernennen, welche die nach den canonischen Satzungen dazu erforderlichen Eigenschaften besitzen. Denselben wird Seine Heiligkeit nach den gew\u00f6hnlichen Formen die canonische Einsetzung ertheilen.\u201c<\/p>\n<p>Nuntius Pacelli wurde vom Vorsitzenden des bayerischen Ministerrates und Au\u00dfenminister Graf Hertling dargelegt, dass man in M\u00fcnchen nicht daran denke, von der bisherigen Praxis abzuweichen. So war in dem Schreiben Ludwigs III. an Papst Benedikt XV. wie bisher von \u201eNominatio\u201c und nicht, wie Pacelli vorgeschlagen hatte, von \u201ePostulatio\u201c die Rede. Durch die Nomination des K\u00f6nigs von Bayern wurde Michael Faulhaber Erzbischof von M\u00fcnchen und Freising sowie Ludwig Sebastian Bischof von Speyer. Das \u201eEos libere nominat Romanus Pontifex.\u201c (CIC\/1917, can. 329 \u00a72) des neuen Codex blieb ein letztes Mal unbeachtet.<\/p>\n<p>Dass der Zeitpunkt, in der Pacelli seine Stelle in Bayern antrat \u201ein der Geschichte vielleicht nicht seinesgleichen hat, hatte der Nuntius schon bei seiner Rede anl\u00e4sslich der \u00dcberreichung des Akkreditierungsschreibens gegen\u00fcber dem K\u00f6nig angemerkt. Als in der Nacht zum 8. November 1918 Kurt Eisner den Freistaat Bayern proklamierte und der K\u00f6nig samt Familie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus M\u00fcnchen floh, war \u2013 wie sich zeigen sollte \u2013 auch das Konkordat von 1817, nicht mehr zu halten. Die Neuregelung des Verh\u00e4ltnisses zwischen Staat und Kirche war unumg\u00e4nglich geworden. Schon die Revolutionsregierung Kurt Eisners hatte die Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht gefordert, zugleich aber volle Freiheit der Religionsgesellschaften und deren Kultusaus\u00fcbung garantiert. Die Ermordung Eisners am 21. Februar 1919 und die anschlie\u00dfenden Revolutionen lie\u00dfen an Verhandlungen \u00fcber die Regelung der kirchlichen Verh\u00e4ltnisse nicht denken.<\/p>\n<p>Die Regierung Hoffmann, die am 17. M\u00e4rz ihre Arbeit aufnahm, war von Anfang an kein idealer Partner f\u00fcr Verhandlungen \u00fcber ein Konkordat. Johannes Hoffmann, der unter Eisner das Kultusministerium geleitet hatte und dabei sein Ministerium vom Ministerium \u201ef\u00fcr Kirchen- und Schulangelegenheiten\u201c in eines \u201ef\u00fcr Unterricht und Kultus\u201c umbenannt hatte \u2013 ein Schritt, den er gerne noch bis zur Umbenennung in \u201eMinisterium f\u00fcr Volksbildung\u201c fortgesetzt h\u00e4tte \u2013 war kirchlichen W\u00fcnschen gegen\u00fcber eher zur\u00fcckhaltend. Der sp\u00e4tere bayerische Ministerpr\u00e4sident Hugo Graf Lerchenfeld schrieb im Dezember 1919 an das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin: \u201eMinisterpr\u00e4sident Hoffmann ist auf diesem Gebiet [dem der Staat-Kirche-Beziehungen] Fanatiker \u2013 er ist ausserdem Volksschullehrer von Beruf: diese beiden Tatsachen gen\u00fcgen vollauf, um die Gefahr unkluger Handlungen zu beweisen.\u201c In der Tat hatte es Hoffmann unterlassen, den Amtsantritt seiner Regierung dem Nuntius mitzuteilen oder sonst irgendwie mit der Nuntiatur in Kontakt zu treten. Ein Vers\u00e4umnis, dessen sich nicht einmal die Regierung des \u201eJuden Kurt Eisner\u201c \u2013 wie Faulhaber ihn nannte \u2013 schuldig gemacht hatte, die ihren Amtsantritt dem Nuntius \u201ein sehr h\u00f6flicher Weise\u201c mitgeteilt hatte, wie Otto von Ritter aus Rom berichtete.<\/p>\n<p>Mit Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung am 11. August 1919 kam ein weiteres Hindernis f\u00fcr Bayern hinzu. Der Artikel 78 besagte: \u201eDie Pflege der Beziehungen zu den ausw\u00e4rtigen Staaten ist ausschlie\u00dfliche Sache des Reiches.\u201c (RVerf. Art. 78) Diese Regelung in Verbindung mit Artikel 6 \u201eDas Reich hat die ausschlie\u00dfliche Gesetzgebung \u00fcber die Beziehungen zum Ausland\u201c (RVerf Art. 6, Abs.1), musste erst umgangen werden. Otto von Ritter hatte, nach seiner Aussage, in Rom nie Widerspruch erfahren, wenn er damit argumentierte, dass \u00fcberall dort, \u201ewo Katholiken wohnten, [&#8230;] auch der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche zu Hause\u201c sei und \u201eder Papst aber kein \u201aausw\u00e4rtiger Staat\u2018 sei.\u201c<\/p>\n<p>Doch war dies gleichsam nur die eine Seite der Medaille, die andere war, dass es galt, die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t Bayerns zu beweisen, die f\u00fcr den Hl. Stuhl wesentlich war, da es ihm im gegenteiligen Fall kaum m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, die diplomatischen Beziehungen auf Dauer aufrechtzuerhalten. Dem geschickten Diplomaten Ritter gelang es mit Hinweis auf die f\u00f6derale Gestalt der Reichsverfassung gegen\u00fcber der Kurie mit der Behauptung zu bestehen, \u201eda\u00df daher auch dem Bayerischen Staate der Charakter einer v\u00f6lkerrechtlichen Pers\u00f6nlichkeit erhalten geblieben sei.\u201c<\/p>\n<p>Es ist kaum denkbar, dass die Kurie a) die Reichsverfassung, die den Teilstaaten ein Gesandtschaftsrecht ausdr\u00fccklich nicht mehr zugestand, nicht kannte und b) die Behauptungen des bayerischen Gesandten einfach akzeptierte. Vielmehr wird diese \u201epia fraus\u201c \u2013 wie Franz-Willing schrieb \u2013 von der staatlichen Eigenst\u00e4ndigkeit Bayerns eine Feigenblattfunktion auch f\u00fcr die Kurie gehabt haben, der Bayern den Fortbestand der diplomatischen Beziehungen gro\u00dfenteils zu verdanken hatte. Dass man sich der Tatsache einer\u00a0pia fraus\u00a0in M\u00fcnchen durchaus bewusst war, belegt eine \u00c4u\u00dferung von Kultusminister Franz Matt, der deutlich den Unterschied der Beziehungen zwischen Papst und Katholiken in Bayern einerseits und dem Papst und dem Freistaat Bayern andererseits hervorhob.<\/p>\n<p>Hier werden schon zentrale Punkte deutlich, die das Konkordat f\u00fcr Bayern so wertvoll machten. Nachdem Preu\u00dfen eingewilligt hatte, dass seine Gesandtschaft am Heiligen Stuhl in der neu zu gr\u00fcndenden Reichsbotschaft aufgeht, \u00fcbergab am 30. April 1920 Diego von Bergen, der bisherige preu\u00dfische Gesandte, als erster deutscher Botschafter dem Papst sein Akkreditierungsschreiben. Zugleich machte der Vatikan deutlich, dass er den gr\u00f6\u00dften Wert auf die Erhaltung der bayerischen Gesandtschaft und zugleich der Nuntiatur in M\u00fcnchen legte. Dies war f\u00fcr Bayern wertvoll zu wissen. Zugleich aber schwebte die wachsende Bedeutung des Reiches wie ein Damoklesschwert \u00fcber den bayerischen Verantwortlichen. Dies verdeutlicht die Tatsache, dass am 29. Juni 1920 Pacelli Reichspr\u00e4sident Ebert sein Beglaubigungsschreiben \u00fcberreichte und somit zwei Nuntiaturen in Personalunion leitete, wobei er in Berlin Nuntius I. in M\u00fcnchen aber nur II. Klasse war, auch wenn man ihn in M\u00fcnchen \u201eerstklassig\u201c behandelte. Das angestrebte Konkordat hatte somit zentrale Bedeutung f\u00fcr Bayerns staatliche Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>Die Verhandlungen zum Konkordat begannen offiziell mit der Note Pacellis vom 27. Dezember 1919 an die Bayerische Staatsregierung, in der der Nuntius die Verletzung des Konkordates von 1817 konstatierte und zugleich die Bereitschaft des Heiligen Stuhles mitteilte, mit der bayerischen Regierung in Verhandlungen \u00fcber ein neues Abkommen zu treten. Dazu fand sich sogar die Regierung Hoffmann bereit und teilte dies dem Nuntius im Januar 1920 mit. Als im selben Monat Ritter die bayerische Gesandtschaft nach Rom zur\u00fcckverlegen konnte, sprach Benedikt XV. ihn in der ersten Audienz gleich auf die Neuregelung des Staat-Kirche-Verh\u00e4ltnisses an. Der Papst betonte, dass er auf dem Boden der Beziehungen mit dem K\u00f6nigreich Bayern aufbauen wolle, um ein Vakuum zu vermeiden. Besonders die Schulfrage betrachtete Benedikt als von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Neuregelung des gegenseitigen Verh\u00e4ltnisses.<\/p>\n<p>Als die Verhandlungen endlich begannen, war der bayerischen Seite durchaus bewusst, dass die Lage f\u00fcr die Kurie auf Grund der Reichsverfassung eine ungleich bessere war, als zum Zeitpunkt des alten Konkordats von 1817. Dies f\u00fchrte dazu, dass man es in Bayern mit dem Beginn und der Durchf\u00fchrung der Verhandlungen eher z\u00f6gerlich anging. Und das, obwohl der Augenblick daf\u00fcr g\u00fcnstig war, da man in Rom sehr an guten Beziehungen zu Bayern wie Deutschland interessiert war. Dies, so Ritter, gelte es, in einer Situation, \u201ewo wir sonst in der Welt mit wenig Sympathien zu rechnen haben und andererseits das politische Ansehen des P\u00e4pstlichen Stuhles sich seit dem Kriege allgemein gehoben hat, zu pflegen und auszun\u00fctzen und alles zu vermeiden, was die wohlwollenden Gef\u00fchle des Papstes f\u00fcr uns beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte.\u201c Auf der anderen Seite dr\u00e4ngte Pacelli, der unter der neuen Regierung Ritter von Kahr auf ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr kirchliche Belange hoffte. Pacelli erwartete mit dem katholischen Bayern und seiner langen Konkordatstradition jetzt schnelle Verhandlungen, so dass er schon im Juni 1920 an Otto von Ritter schrieb, er m\u00fcsse nun schon bald \u201edieses sch\u00f6ne Land [&#8230;] verlassen, um den neuen, so ausserordentlich schwierigen Posten in Berlin anzutreten.\u201c<\/p>\n<p>Schon im Februar 1920 hatte Pacelli der bayerischen Regierung seine Punktationen f\u00fcr ein neues Konkordat \u00fcberreicht, die fortan als Basis der Verhandlungen dienten. Doch bis zum Juni ruhten die Verhandlungen, weil Kahr bei einem \u2013 dann nicht eingetretenen \u2013 eventuellen Regierungswechsel durch die Wahlen, eine Nachfolgeregierung nicht binden wollte. In Rom war man bereit Pacelli solange in M\u00fcnchen zu belassen und nicht nach Berlin zu entsenden, womit man auch in Berlin einverstanden war, da die Errichtung einer Nuntiatur in der deutschen Hauptstadt soweit geregelt war \u201eund weil Pacelli mit seinem weitgehenden Verst\u00e4ndnis f\u00fcr deutsche Eigenheiten und W\u00fcnsche und seiner Selbstst\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber der Kurie uns in M\u00fcnchen n\u00fctzlicher sein kann wie ein weniger informierter und schw\u00e4cherer Nachfolger\u201c, wie es der deutsche Botschafter Diego von Bergen formulierte.<\/p>\n<p>Versuchen von Seiten des Reiches, nun doch vor Bayern ein Konkordat zu erhalten trat Pacelli entgegen. Dies, so der Nuntius, sei nicht im Interesse des Papstes, zudem k\u00f6nne das bayerische Konkordat sp\u00e4teren Verhandlungen mit dem Reich \u201ezur Unterlage\u201c dienen. Eine Haltung, die der Heilige Stuhl stets einnehmen sollte. Berlin wollte seinerseits lediglich vor der Einbringung des Konkordates in den Landtag pr\u00fcfen, ob der Vertrag mit der Verfassung vereinbar war.<\/p>\n<p>Ende des Jahres konnte der bayerische Gesandte aus Rom vermelden, dass man dort daran dachte, das bayerische Konkordat nicht nur als Muster f\u00fcr das Reichskonkordat sondern auch f\u00fcr Konkordate mit anderen L\u00e4ndern zu verwenden, weswegen man in Rom auf ein beschleunigtes Vorgehen dr\u00e4ngte. \u201eIm Interesse der Anerkennung der Staatspers\u00f6nlichkeit und der kirchenpolitischen Bedeutung Bayerns vermag ich dies nur zu begr\u00fc\u00dfen\u201c, schrieb Ritter nach M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Probleme kamen nun von Preu\u00dfen, das zugunsten der Reichsbotschaft auf seine Gesandtschaft verzichtet hatte und sich gegen\u00fcber Bayern benachteiligt sah. Preu\u00dfen sah sich nicht in der Lage, einem Reichskonkordat, an dem Bayern nicht beteiligt sein w\u00fcrde, zuzustimmen. Bei der Reichsregierung war man sich zwar bewusst, dass man den L\u00e4ndern das Recht zum Konkordatsabschluss nicht verweigern konnte, bem\u00fchte sich nun aber darum, nicht eine Flut von L\u00e4nderkonkordaten zu erhalten. Man bat die L\u00e4nder, sie m\u00f6chten sich einem Reichskonkordat anschlie\u00dfen, nach dessen Abschluss es ihnen unbenommen bliebe, \u201eSonderkonkordate \u00fcber die sie besonders ber\u00fchrenden Fragen [zu] vereinbaren.\u201c<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde man in Rom allm\u00e4hlich ungeduldig, da Benedikt auch mit dem Reich in Verhandlungen treten wollte, diese aber erst nach Abschluss der M\u00fcnchner Verhandlungen beginnen sollten. Zudem empfand man die aktuelle Situation in Rom als ein \u201eunangenehmes Provisorium\u201c und bef\u00fcrchtete, \u201eda\u00df es trotz allen Vorbehaltes doch zu unbequemen Pr\u00e4zedenzf\u00e4llen f\u00fcr die Kirche f\u00fchren k\u00f6nnte, wenn sie sich jetzt immer noch geneigt zeigte, dem bisherigen Vertragsverh\u00e4ltnis [dem von 1817] entsprechend die Fragen zu l\u00f6sen, die zwischen Staat und Kirche anfallen.\u201c<\/p>\n<p>Doch auch die Bestrebungen Preu\u00dfens, ein eigenes Konkordat zu erhalten, l\u00f6sten in M\u00fcnchen Unruhe aus. Daher sei es f\u00fcr Bayern \u201emehr oder weniger eine Lebensfrage, ob es ihm gelingt oder nicht, sich in allern\u00e4chster Zeit ein eigenes, vom Reich unabh\u00e4ngiges Konkordat zu sichern und sich dadurch eine Gew\u00e4hr daf\u00fcr zu schaffen, da\u00df ihm wenigstens auf kulturellem Gebiet noch ein Rest von Staatspers\u00f6nlichkeit erhalten bleibe.\u201c Der Regierungswechsel in M\u00fcnchen von Kahr zu Lerchenfeld verz\u00f6gerte das Vorgehen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Die Kurie ihrerseits dr\u00e4ngte Bayern vermehrt zu einem h\u00f6heren Tempo. Man darf getrost annehmen, dass das nicht aus purem Altruismus Bayern gegen\u00fcber geschah. Im Gegenteil \u00e4u\u00dferte man relativ offen die Ansicht, dass es f\u00fcr die Kirche von Vorteil sein w\u00fcrde, wenn sich Bayern in ein Reichskonkordat eingliedern lassen w\u00fcrde, da man so die f\u00fcr Rom zentralen Fragen, wie etwa der Schule, in einem Sinne regeln k\u00f6nne, die der Kurie mehr entspr\u00e4chen, als wie wenn man gezwungen sei mit dem protestantisch gepr\u00e4gten Reich, gleichsam ohne bayerische Sch\u00fctzenhilfe, \u00fcber diese Punkte verhandeln zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ritter sah deutlich, dass \u201edurch ein bayerisches Konkordat, dem es nur noch \u00fcberlassen bliebe, die Brosamen eines Reichskonkordates aufzulesen, [&#8230;] Bayern in eine kl\u00e4gliche Stellung dem Hl. Stuhle gegen\u00fcber\u201c k\u00e4me. Doch zugleich muss betont werden, dass das Reich weit davon entfernt war, der Kurie eine Grundlage f\u00fcr ein Konkordat zu liefern, die attraktiv genug gewesen w\u00e4re, dass Rom das bayerische Konkordat ad acta gelegt h\u00e4tte. Im Januar 1922 wurden von M\u00fcnchen die letzten Antworten auf die Punktationen Pacellis nach Rom geschickt.<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>Im Februar 1922 beherrschte der Pontifikatswechsel von Benedikt XV. zu Pius XI. die Ewige Stadt. Pius XI. zeigte sich bei der ersten Audienz f\u00fcr den bayerischen Gesandten durchaus wohlwollend f\u00fcr die bayerischen Interessen. Er w\u00fcnschte sowohl den Abschluss des Konkordates als auch die Erhaltung der gegenseitigen diplomatischen Missionen. Dass sich jetzt der Ministerpr\u00e4sident selbst um die Angelegenheiten des Konkordates k\u00fcmmern wollte, begr\u00fc\u00dfte der neue Papst ausdr\u00fccklich. Allerdings sah sich Ritter auch gen\u00f6tigt, zur Eile zu dr\u00e4ngen, denn die Gefahr eines Reichskonkordates stieg. Er hatte erfahren, \u201eda\u00df der deutsche Botschafter sich bem\u00fche, den Kardinalstaatssekret\u00e4r f\u00fcr den Gedanken zu gewinnen, das bayerische Konkordat dem Reichskonkordat anzugliedern.\u201c<\/p>\n<p>Wie schwierig die Lage im Reich bez\u00fcglich eines Konkordates jedoch war, belegt eine Aufzeichnung des Vatikanreferenten im Ausw\u00e4rtigen Amt Delbr\u00fcck vom Februar 1922. Die deutschen L\u00e4nder, vor allem Preu\u00dfen, wollten kein Reichskonkordat ohne Bayern abschlie\u00dfen; dar\u00fcber hinaus war Preu\u00dfen nur schwer daf\u00fcr zu gewinnen, die zentrale Schulfrage in ein Konkordat einzubeziehen. Unter derartigen Voraussetzungen w\u00e4re die Kurie zu Verhandlungen wohl nicht zu bewegen gewesen, zumal schon ein Entwurf Pacellis vorlag, der, wie man in Berlin bemerkte, sehr weitgehende Forderungen enthielt. Dieses Problem kannte man auch in Bayern, wo Pacelli die Abl\u00f6sungsfrage unbedingt in das Konkordat mit Bayern aufnehmen wollte. Das Handeln Pacellis entsprang der \u00dcberlegung, so der bayerische Diplomat, dass eine mit Bayern konkordat\u00e4r geregelte Abl\u00f6sungsfrage eine bessere Verhandlungsbasis f\u00fcr die Behandlung dieses Punktes mit dem Reiche geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Man beeilte sich nun auf beiden Seiten, so dass schon im Mai Gasparri gegen\u00fcber Ritter von der M\u00f6glichkeit sprach, noch im selben Monat zu einem Abschluss zu kommen. Doch z\u00e4he Diskussionen in Detailfragen, wie etwa der Vorbildung der Geistlichen, machten den hochfliegenden Pl\u00e4nen der Kurie ein rasches Ende. Dar\u00fcber hinaus wurde dem Konkordat nun zum Problem, dass es als Muster geplant war. Denn andere europ\u00e4ische Staaten, wie etwa Polen, beobachteten die Verhandlungen zwischen M\u00fcnchen und Rom genau, um eventuell Bayern gemachte Konzessionen auch f\u00fcr sich einzufordern. Zudem hatte Delbr\u00fcck inzwischen seinen Entwurf f\u00fcr ein Reichskonkordat beim Hl. Stuhl eingereicht, ein Umstand, der in Bayern mit Besorgnis gesehen wurde, da der Unitarismus, den Delbr\u00fcck, nach Ritters Ansicht, vertrat, Bayern in ein solches Reichskonkordat eingegliedert sehen wollte.<\/p>\n<p>Doch die unnachgiebige Haltung Bayerns, die in der Folge das Beharren Preu\u00dfens auf ein eigenes Konkordat zumindest st\u00e4rkte, lie\u00dfen Ende 1922 die Bem\u00fchungen um ein Reichskonkordat vorerst einschlafen. Dies ist insofern bemerkenswert, als dies zu einem Zeitpunkt geschah, da man mit dem Entwurf Delbr\u00fccks eine Verhandlungsbasis hatte, die auch Pacelli \u201ef\u00fcr eine geeignete Grundlage\u201c hielt.<\/p>\n<p>Auch Rom verlagerte seine Anstrengungen nun wieder auf die bayerische Seite. Als Ritter im September 1922 bei Pius\u00a0XI. in Privataudienz empfangen wurde, berichtete er, dass ihm der Papst mitgeteilt hatte, dass \u201edas bayerische Konkordat [&#8230;] geeignet [w\u00e4re], einem mit dem Reich abzuschlie\u00dfenden Konkordat als Muster zu dienen. Es k\u00f6nnte auch \u00fcber die deutschen Grenzen hinaus von Nutzen sein.\u201c Dar\u00fcber hinaus hatte Pius Pacelli angewiesen, alles f\u00fcr die Beschleunigung der Verhandlungen zu unternehmen. Am 27. September hatte Pacelli Kultusminister Matt die kurialen Antworten auf Matts Eingaben nach Rom \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Doch der r\u00f6mische Entwurf l\u00f6ste auf bayerischer Seite keine Euphorie aus. Der ansonsten so zur\u00fcckhaltende Diplomat Ritter schrieb nach M\u00fcnchen: \u201eEr ist nicht, wenigstens dem Anscheine nach nicht, auf \u201edo ut des\u201c gestimmt. Das ist der erste Eindruck, den man von ihm gewinnt, wenn man auf den ersten 7 \u00bd Seiten nur von Verpflichtungen des Staates lie\u00dft und erst ganz zum Schlu\u00dfe in kaum 19 Zeilen erf\u00e4hrt, zu welchen Gegenleistungen sich die Kirche verpflichtet.\u201c<\/p>\n<p>Bayern versuchte nun g\u00fcnstigere Bedingungen zu erreichen. Ritter wollte der bayerischen Regierung nicht nur bei der Ernennung der Bisch\u00f6fe, sondern auch bei der der Domherren und Pfarrer ein Einspruchsrecht verschaffen. Ein Vorschlag, der in klarem Widerspruch zur Reichsverfassung stand. Haderte man in M\u00fcnchen mit Bestimmungen \u00fcber die Einflusssph\u00e4re der Reichsverfassung, so setzte man in Rom die Priorit\u00e4ten anders. Gasparri ging es um die Umsetzung der Bestimmungen des CIC und einer f\u00fcr die Kirche befriedigenden L\u00f6sung der Schulfrage.<\/p>\n<p>Als die Verhandlungen endlich ein gewisses Tempo erreicht hatten, trat in M\u00fcnchen Graf Lerchenfeld zur\u00fcck und Ritter von Knilling \u00fcbernahm die Regierungsgesch\u00e4fte. Zu Beginn des Jahres 1923 hatte sich der sp\u00e4tere Ministerpr\u00e4sident Heinrich Held eingeschaltet, um beim Vatikan darauf hinzuarbeiten, dass das Konkordat eine Chance hatte durch den bayerischen Landtag zu kommen. Ritter, der Helds Ansichten teilte, sah gro\u00dfe Probleme im Hinblick auf die steigenden staatlichen Leistungen und die dezimierten Rechte Bayerns. Im Januar 1923 war in M\u00fcnchen \u201eauf der Basis des vatikanischen Entwurfs ein [&#8230;] Gegenentwurf verfa\u00dft [worden], der das Minimum dessen enthalte, was die Regierung verlangen zu m\u00fcsse[n] glaub[t]e, damit das Konkordat Aussicht habe, eine Majorit\u00e4t im Landtag zu erhalten.\u201c<\/p>\n<p>Auch Pacelli empfahl Rom \u00e4u\u00dferstes Entgegenkommen. Die Bem\u00fchungen hatten Erfolg. In Rom arbeitete man mit Hochdruck an dem Referat zum bayerischen Gegenentwurf und schon am sechsten Mai tagte die Kardinalskongregation mit Ergebnissen in Detailfragen, die zur Beschleunigung beitrugen. Nicht gekl\u00e4rt blieben dabei die Fragen zur Besetzung der Bischofsst\u00fchle, die Zulassung der Theologiestudenten zu den Universit\u00e4ten durch ein nicht an einer staatlichen Schule erworbenes Abitur und die Vorbildung der Geistlichen. Im Vatikan war man nun deutlich daran interessiert, das Konkordat ungest\u00f6rt seiner Vollendung entgegenzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Zudem hatte sich die ohnehin schwelende Lage in der Saarpfalz zugespitzt, weswegen der Kardinalstaatssekret\u00e4r auf einen Abschluss dr\u00e4ngte, \u201eum [&#8230;] Versuche Frankreichs a limine abzuweisen\u201c, die auf einen Einflussgewinn in der Di\u00f6zese Speyer gerichtet waren. Im August 1923, als die Verhandlungen schon weitestgehend vollendet zu sein schienen, spitzte sich die Frage des Nominationsrechtes f\u00fcr die (Erz-)bisch\u00f6fe derart zu, dass der bayerische Gesandte bef\u00fcrchtete, Rom lasse das Konkordat scheitern und nehme alle daraus f\u00fcr die Kirche entstehenden Nachteile in Kauf. Dies d\u00fcrfte nicht unwesentlich zu dem letztlich bayerischen Einlenken gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>In dieser Phase der Verhandlungen ereignete sich der \u201eHitler-Ludendorff-Putsch\u201c. Der Putsch, f\u00fchrte den Verhandlungspartner vor Augen, mit wem sie es noch zu tun bekommen sollten. \u201eDass die nationalistischen und besonders die katholikenfeindlichen Bestrebungen f\u00fcr unser Sorgenkind im Allgemeinen eine nicht zu untersch\u00e4tzende Gefahr bilden, verhehle ich mir nicht.\u201c, schrieb gute zwei Wochen nach dem Putsch Pacelli an Otto von Ritter. In Rom hatte es vor allem \u201eeinen sehr \u00fcblen Eindruck gemacht\u201c, wie von Ritter berichtete, dass es gegen die katholische Geistlichkeit und gegen Erzbischof Faulhaber zu Demonstrationen gekommen war. Es ist auch hier dem verdienten Diplomaten Otto von Ritter anzurechnen, dass die Putschereignisse, die Bayerns Ansehen bei der Kurie nicht gef\u00f6rdert hatten, ohne gr\u00f6\u00dfere Folgen geblieben waren.<\/p>\n<p>Gegen Ende 1923 war man schlie\u00dflich so weit, dass \u00fcber die Modalit\u00e4ten der Ratifikation verhandelt werden konnte. Der Vatikan verbat sich eine Verhandlung \u00fcber Inhalte des Konkordates nach dessen Unterzeichnung. Im Januar 1924 \u00fcbergab Kultusminister Matt den endg\u00fcltigen Text des Konkordates an den Nuntius. Mitte M\u00e4rz teilte Reichskanzler Marx der Bayerischen Regierung mit, dass die Reichsregierung keine Einw\u00e4nde gegen das Konkordat erhebe. Am 29. M\u00e4rz 1924 unterzeichneten schlie\u00dflich im Montgelas-Saal des bayerischen Au\u00dfenministeriums Ministerpr\u00e4sident Knilling sowie die Minister Matt und Krausneck f\u00fcr Bayern und Pacelli f\u00fcr den Heiligen Stuhl das Konkordat.<\/p>\n<p>Dass mit der Unterzeichnung noch nicht alle Schwierigkeiten \u00fcberwunden waren, war wohl allen Verantwortlichen klar. Eine Unsicherheit ergab sich, als nach der Landtagswahl Heinrich Held mit nur einer d\u00fcnnen Mehrheit zum Ministerpr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt wurde, was f\u00fcr das Konkordat insofern von Bedeutung war, als dass es vom Landtag erst noch angenommen werden musste. Die protestantische Mittelpartei spielte nun die zentrale Rolle, dem Vertragswerk zum Durchbruch zu verhelfen, was dazu f\u00fchrte, dass man den evangelischen Kirchen ein \u00c4quivalent anbieten musste. Ein Recht der evangelischen Kirchen, welches der Vatikan durchaus nicht bestritt, doch achtete er \u2013 nicht zu Unrecht \u2013 peinlich darauf, dass es einen Unterschied geben musste zwischen dem Konkordat als v\u00f6lkerrechtlichem Vertrag und den Vertr\u00e4gen mit den beiden evangelischen Landeskirchen.<\/p>\n<p>Keine Alternative jedoch sah Held dazu, das Konkordat mit den Staatsvertr\u00e4gen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern rechts des Rheins und der Vereinigten protestantisch-evangelisch-christlichen Kirche der Pfalz im so genannten Mantelgesetz zusammenzufassen. Diese Zusammenlegung als auch der in weiten Teilen identische Wortlaut waren den politischen Verh\u00e4ltnissen im Landtag geschuldet. Der Kurie musste dies erst vermittelt werden. Held schrieb an Ritter: \u201eIch zweifle nicht im geringsten, da\u00df es der so oft bew\u00e4hrten, hervorragenden diplomatischen Gewandtheit Euerer Exzellenz gelingen wird, den Hlg. Stuhl f\u00fcr eine gerechte W\u00fcrdigung der vorstehend dargelegten R\u00fccksichten zu gewinnen und die [&#8230;] erw\u00e4hnten Empfindlichkeiten zu zerstreuen.\u201c Ritter wurde den Erwartungen gerecht. Schon zwei Tage sp\u00e4ter konnte der Gesandte nach M\u00fcnchen melden, dass man in Rom Verst\u00e4ndnis habe f\u00fcr das taktische Vorgehen der bayerischen Regierung.<\/p>\n<p>Anfang 1924 legte Ministerpr\u00e4sident Held seine Regierungserkl\u00e4rung, die er \u2013 mit dem Ziel einer reibungslosen Abstimmung im Landtag \u2013 vor dem Parlament halten wollte, dem Nuntius vor. Dieser reagierte mit Erstaunen auf die Interpretationen Helds, vor allem in Bezug auf die Besetzung der Kirchen\u00e4mter und der finanziellen Fragen, welche Pacelli zu gro\u00dfz\u00fcgig ausgefallen waren. Die Kurie sah die Substanz des Vertragswerkes in Gefahr und wollte sp\u00e4tere Konflikte von vorne herein vermieden wissen, auch wenn man sich der Beweggr\u00fcnde in M\u00fcnchen bewusst war.<\/p>\n<p>Endlich lag eine \u00dcbereinkunft vor, die es Rom erm\u00f6glichte den \u2013 \u00fcberarbeiteten \u2013 Ausf\u00fchrungen Helds zuzustimmen. Pacelli, der der Beschleunigung der Sache willen nach Rom gereist war und sich mehrere Stunden mit Pius XI. \u00fcber die Materie unterhalten hatte, hatte das seinige dazu beigetragen. Nach dreit\u00e4giger Verhandlung wurde das Mantelgesetz, am Abend des 15. Januar 1925 mit 73 gegen 52 Stimmen angenommen. Neun Tage sp\u00e4ter wurde das Konkordat ratifiziert.<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>Bleibt die Frage nach der Bedeutung des Vertragswerkes. Welche Bedeutung es f\u00fcr Bayern in der Zeit seiner Entstehung und sicher in den Jahren danach hatte, ist unstrittig und geht aus dem schon Genannten deutlich hervor. Es war Unterpfand staatlicher Eigenst\u00e4ndigkeit, was auch die preu\u00dfischen Interventionen belegen. Zudem spielte es eine nicht unerhebliche Rolle, die dauernden franz\u00f6sischen Bestrebungen um Einflussgewinn in der dem V\u00f6lkerbund unterstellten bayerischen Pfalz eind\u00e4mmen zu helfen. All die Jahre hatte der Heilige Stuhl auch deswegen auf einen raschen Abschluss gedr\u00e4ngt. Nur mit einem v\u00f6lkerrechtlichen Vertrag im R\u00fccken konnte die Kurie gegen\u00fcber Frankreich hier solide argumentieren.<\/p>\n<p>\u00dcber den bayerischen Tellerrand hinausgeblickt ist festzustellen, dass das Konkordat der ihm zugedachten Musterrolle gerecht wurde, auch wenn die Abbildungen des Musters milder ausfielen als das Original.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erhielt das Vertragswerk eine Bedeutung, die \u2013 wie die Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus belegen \u2013 nie intendiert war. Es diente, ebenso wie das Reichskonkordat, dem Heiligen Stuhl als diplomatisches Druckmittel gegen ein diktatorisches Unrechtsregime.<\/p>\n<p>In bundesrepublikanischer Zeit ist indes die Lage neu zu bewerten. Das Recht auf ein Konkordat stand nie in Frage. Im Gegenteil: In den 1950er und nochmals in den 1960er Jahren war es Konsens, dass man Bayern das Recht auf eine eigene Gesandtschaft am Heiligen Stuhl nicht w\u00fcrde verwehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heute, in einer Zeit, in der der Heilige Stuhl mit deutschen L\u00e4ndern, wie etwa Mecklenburg-Vorpommern, deren katholischer Bev\u00f6lkerungsanteil die 4%-Marke unterschreitet, Konkordate schlie\u00dft, wird deutlich, dass die Bedeutung von Konkordaten allgemein darin liegt, das Staat-Kirche-Verh\u00e4ltnis zu regeln. Die dar\u00fcber hinaus gehende Bedeutung, die das Bayerische Konkordat zur Zeit seines Abschlusses hatte, ist heute als historisch bedingte anzusehen. Dennoch bewies die erste \u00c4nderung des bayerischen Konkordates 1966 \u2013 42 Jahre nach seinem Abschluss wurde es wegen der Schlie\u00dfung der theologisch-philosophischen Hochschule in Freising erstmalig ge\u00e4ndert \u2013 seine Qualit\u00e4t; das gleiche gilt f\u00fcr seinen ungebrochenen Fortbestand bis heute. Ob ein Konkordat, das der Kirche in vielfacher Hinsicht, man denke an die Finanzleistungen, derart gro\u00dfe Konzessionen macht, in einer zunehmend s\u00e4kularen Gesellschaft auf Dauer zu halten sein wird, muss abgewartet werden. Dennoch ist festzuhalten, dass mit dem Konkordat ein modus vivendi gefunden wurde, der alle Umbr\u00fcche des 20. Jahrhunderts \u00fcberdauerte und sich in der Praxis weitestgehend bew\u00e4hrt hat. Von welch gro\u00dfer Bedeutung es ist, wird auch daran sichtbar, dass es regelm\u00e4\u00dfig im \u00f6ffentlichen Diskurs auftaucht. Man denke nur an die Besetzung der Bischofsst\u00fchle oder auch der so genannten Konkordatslehrst\u00fchle, der Rolle der Kirche an der Universit\u00e4t und \u2013 seltener \u2013 im schulischen Bereich. Bei allem Diskurs und auch Dissens war das Konkordat w\u00e4hrend der letzten 85 Jahre offenbar ein guter Rahmen f\u00fcr ein fruchtbares Verh\u00e4ltnis von Staat und Kirche in Bayern. Wie dieses Vertragswerk heutigen ver\u00e4nderten Bedingungen k\u00fcnftig angepasst wird, wird spannend sein zu beobachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Personally, Mgr Pacelli is very pleasant. He is an open and straightforward character, a man of honour through and through, a pious priest who deserves complete trust and doesn't like any tricks. I have therefore always done best with him when I have poured him clear wine. He is receptive to personal favours, but modest at the same time. 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