
JOHANN HALBIG
(*1814 in Donnersdorf, †1882 in München)
Löwe „Swapo“
1848
Steinskulptur
280cm, 15t Gewicht
„Die Freiheit verteidigen…“
Der Löwe stand ursprünglich – zusammen mit einem zweiten Löwen – vor dem Wittelsbacher Palais an der Ecke Brienner-/Türkenstrasse, der späteren Gestapo-Zentrale. Im Krieg wurde das Gebäude zerstört, 1964 abgerissen und an seiner Stelle die Bayerische Landesbank errichtet. Seit 1970 steht der Löwe vor der Katholischen Akademie in Bayern und wird nach „Swapo“, dem sagenhaften Gründer Schwabings, benannt. 1994 schuf der Bildhauer Max Faller eine Bronzetafel beim Löwen, „Die Freiheit verteidigen…“, die an den katholischen Publizisten und NS-Gegner Fritz Gerlich erinnern soll, der am 1. Juli 1934 in Dachau von den Nazis ermordet wurde. Der Löwe wurde so zu einer Mahnung an die Freiheit, die auch der Akademie sehr am Herzen liegt.
Mehr Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Halbig
Foto: Martin Miller
BLASIUS GERG
(*1927 in Lenggries, †2007 in Haslach)
Vom Chaos zur Ordnung
1962
Steinrelief
340cm x 2450cm
Das fast 25m lange Relief wurde kurz nach der Eröffnung der Katholischen Akademie an der Fassade angebracht. Es ist eines der wichtigsten Werke von Gerg, der Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste war. Das Relief besteht aus quadratischen und trapezförmigen Platten sowie zylindrischen Balken, allesamt aus Muschelkalk.
Der 500m² große Platz vor dem Relief (auf städtischem Grund) wurde nach Entwürfen des Bildhauers Max Faller 1995 neu gestaltet. Die rautenförmig angeordneten Pflastersteine verweisen auf das bayerische Wappen. Auch die Poller, die den Fußgängerbereich von der Parkbucht trennen, sind nach einer Idee Fallers gestaltet.
Mehr Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Blasius_Gerg
Foto: Katholische Akademie in Bayern
JÖRG KICHERER (*1937 in Stuttgart)
Kerzenleuchter „Ich bin das Licht der Welt“
1997
Stahlplastik
76cm x 23,5cm
Der mit Schrott und Alteisen arbeitende Künstler ist Absolvent der Staatlichen Kunstakademie, Stuttgart und der Hochschule für Gestaltung, Ulm. Sein zweiter Kerzenleuchter, nach dem St. Michaelsleuchter in der Kapelle, kam 1997 zur Akademie. Sein wohl bekanntestes Werk, nicht zuletzt wegen der damaligen Bürgerproteste, ist das Holocaust-Mahnmal in Seeshaupt am Starnberger See.
Foto: Martin Miller