YRSA VON LEISTNER

(*1917 in München, †2008 in Siegburg)

Franz Kardinal König

1988

Bronzebüste

40cm

Yrsa von Leistner hat eine der ersten Ausstellungen der Akademie in den 1970er Jahren bestreiten können und Roland Friederichsen war mit Max Faller bei der nachkonziliaren Neugestaltung der Akademiekapelle wesentlich involviert. Die beiden Bronzefiguren im Park (Madonna und Nach vorne gebeugte Frau) stammen ebenfalls von ihm.

Franz Kardinal König aus Wien, einer der einflussreichsten Kardinäle nach dem II. Vatikanischen Konzil weltweit, hat der Akademie, ähnlich wie Alfons Goppel, auf kirchlicher Ebene viele Türen weltweit geöffnet. Die Tatsache, dass er den Gesprächskreis „Kirche und Wissenschaft“ in der Akademie gegründet hat und immer wieder bei den Treffen dabei war, spricht für sich.

Mehr Informationen: Yrsa von Leistner – Wikipedia

Foto: Katholische Akademie in Bayern

ROLAND FRIEDERICHSEN

(*1910 in Pommern, †1992 in München)

Alfons Goppel

1978

Bronzebüste

40cm

Der Maler und Bildhauer war Schöpfer zahlreicher sakraler Kunstwerke und Gestalter von Kirchenräumen. An der Breslauer Kunstakademie studierte er bei Kanoldt und Otto Müller, als Bildhauer bei Theodor von Gosen. 1932 übersiedelte er nach München und begann ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München als Maler bei Hess und Gulbransson, als Bildhauer bei Bernhard Bleeker. Mit dem allgemeinen Wiederaufbau nach 1945 fand Friederichsen ein weites Betätigungsfeld im Bereich der kirchlichen Kunst, aber auch Skulpturen und Brunnen an öffentlichen Plätzen entstanden in ganz Deutschland.

Goppel war in seiner Zeit als Ministerpräsident nahezu bei jedem der legendären Fronleichnamsfeste der Katholischen Akademie mit seiner Frau dabei. In seinem Gefolge waren viele hochkarätige Persönlichkeiten aus der Landes- und Kommunalpolitik, aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft, was der Akademie ein bedeutendes Renommee beschert hat.

Mehr Informationen: https://www.muenchenwiki.de/wiki/Roland_Friederichsen

Foto: Katholische Akademie in Bayern

CARLA VON BRANCA

(*1929 in der Schweiz, †2021 in Miesbach)

Prälat Prof. Franz Henrich

Entstehungsjahr unbekannt

Bronzebüste

40cm

Die gebürtige Schweizerin studierte Architektur an der ETH Zürich. Dem Theater zuliebe kam die junge Architektin nach München und arbeitete im Büro ihres späteren Ehemannes, dem Architekten Alexander von Branca. Das Multitalent Carla von Branca entwarf Bühnenbilder, schrieb Texte und fotografierte. Als Bildhauerin schuf sie eine Reihe weiterer Bronzen, die im Priesterseminar Augsburg und in der Katholischen Akademie zu sehen sind.

Prälat Prof. Henrich war der zweite Direktor der Katholischen Akademie nach Karl Forster und lenkte ihre Geschicke von 1967 bis 2000. Er organisierte bedeutende Veranstaltungen am Puls der Zeit und war ein bestens aufgestellter Netzwerker, wovon die Akademie bis heute profitiert.

Mehr Informationen: Carla von Branca – Hommage zum 90. Geburtstag – KulturVision e.V.

Foto: Katholische Akademie in Bayern

ERNA EMHARDT

(*1916 in Malchin/Mecklenburg, †2009 in München)

Schloss Suresnes

Entstehungsjahr unbekannt

Hinterglas

xxcm

„Nicht die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Gegenstände ist wichtig, sondern allein das Geschehen und der Sinn des Geschehens.“ So definiert eine kleine Broschüre der Akademie die naive Malerei anlässlich zweier Ausstellungen im Kardinal Wendel Haus in 1979 und 1994. Die Künstlerin war eine enge Freundin und gute Nachbarin der Akademie aus der Werneckstraße. Sie entdeckte relativ spät ihre Begabung für Hinterglasmalerei, brachte es dann aber zu großer Kunstfertigkeit. Die Hinterglasbilder zu Schwabinger Szenen, die Emhardt eigens für die Akademie schuf, blieben der Akademie halten.

Mehr Informationen: Erna Emhardt – Wikipedia

Foto: Martin Miller