Die Ikone des heiligen Michael wurde vom ehemaligen Akademiedirektor Prälat Dr. Franz Henrich erworben, um sichtbar zu machen, dass die Kapelle dem heiligen Michael geweiht ist. Die Ikone stammt aus Russland und wurde mit einer der ältesten Maltechniken hergestellt: der Eitempera auf Holz. Dabei werden anorganische Farbpigmente mit einer Öl-Wasser-Emulsion und verschiedenen Bindemitteln wie Eigelb, Leim, Honig, Kasein und Gummiarabikum vermischt. Diese Mischung sorgt dafür, dass die Farben nach dem Auftragen schnell trocknen. Obwohl die Oberfläche bereits nach kurzer Zeit trocken ist, dauert es deutlich länger, bis die Farbschichten vollständig ausgehärtet sind.
Foto: Martin Miller