Eine synodale Kirche braucht einen synodalen Bischof: Das Amt wird sich verändern, wenn es inner- und überdiözesan verbindlich in Partizipationsstrukturen eingebettet wird.
Das Prinzip der Synodalität soll die Kirche auf allen Ebenen prägen und außer dem Klerus auch Laien einbinden: als betende, hörende und argumentierende Gemeinschaft, die zu möglichst einmütigen Entscheidungen findet – nicht im Sinne parlamentarischer Kampfabstimmungen, aber doch als ein deutlicher Zuwachs an demokratischer Kultur.
Anlässlich des 30. Jahrestags der Bischofsweihe von Kardinal Reinhard Marx lädt die Katholische Akademie in Bayern mit der Erzdiözese München und Freising zum gemeinsamen Nachdenken ein:
– Wie kann die bischöfliche „potestas“ in ein konstruktives Verhältnis zur Würde und zu den Rechten aller Getauften gesetzt werden?
– Welche neuen Konturen leiten sich daraus für das Bischofsamt ab?
– Was heißt „synodal Bischof werden“ – und was „synodal Bischof sein“?
– Welche Konzepte für eine synodale Neufassung bischöflicher Vollmacht weisen in die Zukunft?
– Was müsste und könnte dafür durch wen geändert werden?
– Wie kann das Amt unter den bereits heute bestehenden Möglichkeiten synodaler ausgeübt werden?
Das Abendpodium ist Teil einer zweitägigen Studientagung, die die Frage zunächst biblische, historisch, dogmatisch und ökumenisch vertieft, um dann im nächsten Schritt auf inner- und überdiözesaner Ebene Ergebnisse zu sichern.