Seit Jahren ist die Nutzung von Social Media Plattformen aus der Arbeitswelt und dem privaten Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Social Media löst zunehmend die klassischen Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen als Informationsquelle ab. Doch sind diese Informationen genauso verlässlich, wie die Informationen aus den herkömmlichen Medien? Algorithmen und Künstliche Intelligenz bestimmen die Inhalte, die die Nutzerinnen und Nutzer der Plattformen zu sehen bekommen.
Weltweit nutzen Staaten, Parteien und Personen in Regierungsverantwortung diese Netzwerke, um zu kommunizieren und ihre Politik und Programme zu erklären. Insbesondere populistischen und extremistischen Akteuren bieten Social Media Plattformen eine Bühne, um ihre Inhalte und auch Fake News zu verbreiten. Für Verwenderinnen und Verwender der Social Media Apps wird es aufgrund der (vorausgewählten) Informationsfülle zusehends schwieriger, wahre von falschen Informationen zu unterscheiden. Eine weitere Gefahr liegt darin, dass der Besitz der Plattformen mittlerweile in den Händen einiger weniger Milliardäre liegt. Vor allem ökonomische Interessen bestimmen, wie die Algorithmen der Plattformen programmiert werden und ob Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.
Stellen Social Media Plattformen inzwischen eine Gefahr für die Demokratie dar? Muss die „Meinungsfreiheit“ auf den Plattformen begrenzt werden und welche Regulierungen sind denkbar, notwendig und sinnvoll? Und nicht zuletzt: sollte es Altersbeschränkungen für die Nutzung der verschiedenen Plattformen durch Kinder und Jugendliche geben?