Die Konstruktion des Roboters

Agnes Auffinger kam im Jahr 1971 mit der Akademie in Berührung. Eine Ausstellung mit ihren Grafiken und Ölbildern schmückte damals drei Monate lang die Räume in der Mandlstraße. Rund 100 Werke hatte die surrealistische Malerin für diese Schau zusammengetragen. Auffinger versuchte, die innere Zerrissenheit, die in den 1960er Jahren den Einzelnen und die Gesellschaft ergriff, darzustellen. Dabei stünden die „Zwillingsbrüder der Technokratie“, Kapitalismus und Sozialismus, unter Beobachtung.

Besonders deutlich wird das bei einer Reihe von Grafiken, die sich mit dem „Roboter“ befassen. In einem Zyklus, entstanden zu Beginn der 1970er Jahre, wird sowohl seine Entstehung wie auch sein Zerfall gezeigt und versteht sich als Mahnung vor den Gefahren eines grenzenlosen technischen Fortschritts und menschlicher Selbstüberschätzung – im Sinne des prometheischen und faustischen Strebens.

Das Ölbild, das die Gedanken der Grafiken aufgreift, blieb nach der Ausstellung im Haus und hängt heute neben der Garderobe.

Agnes Auffinger – Wikipedia

Foto: Martin Miller