Das Bild stammt aus dem Jahr 1970 und war ein Geschenk des Künstlers an den ehemaligen Akademiedirektor (2000-2018) Dr. Florian Schuller, der Marcel Zapf sehr schätzte und über Jahrzehnte mit ihm freundschaftlich verbunden war. So hielt er auch dessen Totenfeier und Beerdigung am 16. April 2016, dem Vorabend des 94. Geburtstags des Künstlers. Das Bild ist eine persönliche Gabe von Florian Schuller an die Akademie. Der Künstler, der prinzipiell nur mit „Marcel“ signierte, schrieb zu diesem Bild, das erstmals 1972 in der Ausstellung „Ars religiosa“ im Augsburger Rathaus gezeigt wurde:
„Das in Mischtechnik gestaltete Bild entstand aus meinen Erfahrungen mit meinen Mitmenschen und mir. Eine Religion wie das Christentum wird nur wirksam, wenn ihr Geist unser Leben bewegt.“
Und darunter hat Marcel Zapf eine seiner fundamentalen Lebenserfahrungen gesetzt:
„Wir hoffen auf Gnade,
wir hoffen auf Vergebung,
wir hoffen auf Auferstehung.
Doch unsere Hoffnungen bleiben
hoffnungslos,
solange wir ihn permanent
ans Kreuz nageln.“