Dankbarer Rückblick auf die Ökumenische Bewegung
Wenn ich auf die vergangenen fünfzig Jahre seit dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils und besonders der Promulgation seines Dekrets über den Ökumenismus „Unitatis redintegratio“ am 21. November 1964 zurück blicke, drängt sich mir ein Wort des Dankes auf. Wir dürfen feststellen, wie viel in diesem halben Jahrhundert in ökumenischer Hinsicht wachsen konnte. An erster Stelle darf die unter den Christen und christlichen Gemeinschaften „wiederentdeckte Brüderlichkeit“ erwähnt werden, die der Heilige Papst Johannes Paul II. mit Recht zu den wichtigsten Früchten der ökumenischen Dialoge gezählt hat. Die zahlreichen Begegnungen, die verschiedenen Gespräche und die wechselseitigen Besuche haben ein Netz von geschwisterlichen und freundschaftlichen Beziehungen entstehen lassen, das das tragfähige Fundament für die ökumenischen Dialoge bildet. Solche Dialoge hat die Katholische Kirche in der Zwischenzeit mit beinahe allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften geführt und führt sie weiter, angefangen bei der Assyrischen Kirche des Ostens und den Orientalisch-Orthodoxen Kirchen wie beispielsweise den Kopten, Armeniern und Syrern, über die Orthodoxen Kirchen der byzantinischen und slawischen Tradition über die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und Gemeinschaften wie den Lutheranern und Reformierten und der Anglikanischen Weltgemeinschaft über die Altkatholiken und die verschiedenen Freikirchen bis hin zu den evangelikalen und pentekostalen Gemeinschaften, die vor allem im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert enorm gewachsen sind. Aus diesen Dialogen konnten viele positive Früchte geerntet werden. Dennoch darf nicht verschwiegen werden, dass das eigentliche Ziel der Ökumenischen Bewegung, nämlich die Wiederherstellung der Einheit der Kirche, beziehungsweise der vollen kirchlichen Gemeinschaft, noch nicht erreicht werden konnte.
Überwindung der zwei grossen Kirchenspaltungen
Dies wird erst der Fall sein, wenn die vielfältigen Spaltungen in der Kirche, die uns von der Geschichte überkommen sind, überwunden sein werden. Dies gilt vor allem von jenen zwei „besonderen Kategorien von Spaltungen“, mit denen sich das Ökumenismusdekret in seinem dritten Teil auseinandersetzt und von ihnen sagt, dass durch sie „der nahtlose Leibrock Christi getroffen“ wurde, nämlich vom Schisma in der Kirche zwischen Ost und West im 11. Jahrhundert und von der Spaltung in der Westkirche im 16. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um grundverschiedene Spaltungen, deren Aufarbeitung in verschiedenen ökumenischen Dialogen zu geschehen hat und seit vielen Jahrzehnten im Gang ist.
Überwindung der Kirchenspaltung zwischen Ost und West
Was zunächst die Überwindung des Schismas in der Kirche zwischen West und Ost betrifft, darf man es als grossen Schritt der Versöhnung würdigen, als am 7. Dezember 1965 in der Kathedrale des Phanar in Konstantinopel und in der Petersbasilika in Rom die gemeinsame Erklärung der höchsten Repräsentanten der beiden Kirchen verlesen wurde, mit der die beiderseitigen Anathemata von 1054 „aus dem Gedächtnis und der Mitte der Kirche entfernt“ worden sind, „damit sie für die Wiederannäherung in der Liebe kein Hindernis mehr darstellen können“. Mit diesem Akt ist das Gift der Exkommunikation aus dem Organismus der Kirche gezogen und das „Symbol der Spaltung“ durch das „Symbol der Liebe“ ersetzt worden, so 1982 der damalige Kardinal Joseph Ratzinger in seinem Buch Rom und die Kirchen des Ostens nach der Aufhebung der Exkommunikationen von 1054, Theologische Prinzipienlehre. Bausteine zur Fundamentaltheologie. Diese Wiederannäherung ist zum Ausgangspunkt für den ökumenischen Dialog der Liebe und der Wahrheit geworden. Der theologische Dialog, der in der Internationalen Gemischten Kommission geführt wird, hat zunächst verheissungsvoll begonnen, weil er sich in den Jahren zwischen 1980 und 1990 zunächst auf jene Glaubensfragen konzentrieren konnte, die der Orthodoxie und der Katholischen Kirche gemeinsam sind. Nach einer schwierigen Phase, die im Jahre 2000 zum Abbruch der Kommissionsarbeit geführt hat, und nach ihrer Wiederaufnahme im Jahre 2006 steht die Frage nach dem Verhältnis zwischen Synodalität und Primat mit ihrer gegenseitigen Interdependenz im Mittelpunkt des Dialogs.
Gegenwärtig ist es zwar noch unabsehbar, wann bei dieser Frage ein weiterführender Konsens erreicht werden kann. Da Orthodoxe und Katholiken unter allen christlichen Kirchen einander am nächsten stehen, sind sie aber in besonderer Weise verpflichtet, die eine und ungeteilte Kirche in Ost und West wieder herzustellen und sie in der eucharistischen Gemeinschaft zu bekräftigen. Denn die wieder erwachte kirchliche Liebe muss in die eucharistische Agape münden, wie dies vor fünfzig Jahren der Ökumenische Patriarch Athenagoras mit von Leidenschaft geprägten Worten ausgesprochen hat: „Die Stunde des christlichen Mutes ist gekommen. Wir lieben einander; wir bekennen den gleichen gemeinsamen Glauben; machen wir uns zusammen auf den Weg vor die Herrlichkeit des gemeinsamen heiligen Altars.“
Überwindung der westlichen Kirchenspaltung
Was die Überwindung der Spaltung in der Westkirche im 16. Jahrhundert betrifft, konnte vor allem im ökumenischen Dialog mit den Lutheranern mit der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ vom 31. Oktober 1999 in Augsburg ein weitgehender Konsens bei der wohl zentralsten Frage, die im 16. Jahrhundert zur Reformation und anschliessend zur Kirchenspaltung geführt hat, erzielt werden. Doch die Erklärung hält selbst fest, dass damit die ekklesiologischen Konsequenzen dieses „differenzierten Konsenses“ noch keineswegs geklärt sind. Die Klärung des Kirchenverständnisses gehört deshalb zu den Haupttraktanden im ökumenischen Dialog mit den aus der Reformation hervor gegangenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Diese Klärung könnte und sollte eine künftige – zur Gemeinsamen Erklärung über die Rechtfertigungslehre analoge – Gemeinsame Erklärung über Kirche, Eucharistie und Amt vorbereiten. Dies wäre gewiss ein entscheidender Schritt auf dem Weg auf die sichtbare Kirchengemeinschaft hin.
Eine ökumenische Klärung des Kirchenverständnisses drängt sich auch im Blick auf das im Jahre 2017 bevorstehende Reformationsgedenken auf. Wenn es in ökumenischer Gemeinschaft in ehrlicher Weise begangen werden soll, müssen sich Katholiken und Lutheraner die Frage stellen, wie sie, die ökumenischen Partner für sich und gemeinsam, die Reformation heute betrachten: nach wie vor, wie in der Vergangenheit üblich, als Bruch mit der bisherigen Tradition der Christenheit, mit dem etwas Neues begonnen hat, oder in einer bleibenden Kontinuität mit der gesamten Tradition der universalen Kirche.
Diese Rückfrage entspricht auch dem eigentlichen Anliegen der Reformation vor allem von Martin Luther, dem es um eine durchgreifende und umfassende Reform im Sinne der Erneuerung der ganzen Kirche und gerade nicht um eine Reformation im Sinne der mit ihr schliesslich zerbrochenen Einheit der Kirche und des Entstehens von neuen reformatorischen Kirchen gegangen ist, wie der evangelische Ökumeniker Wolfhart Pannenberg pointiert festgestellt hat: „Luther wollte eine Reformation der Gesamtchristenheit; sein Ziel war alles andere als eine lutherische Sonderkirche.“ Dies bedeutet, dass es bei der ökumenischen Suche nach der Einheit der Kirche um die Vollendung des zentralen Anliegens der Reformation selbst geht. Von daher ist zu hoffen, dass das Reformationsgedenken als willkommene Gelegenheit wahrgenommen wird, mutige Schritte auf dem Weg zur Einheit zu wagen. Von diesem Anliegen ist das von der Lutherisch / Römisch-Katholischen Kommission für die Einheit im Blick auf ein gemeinsames Reformationsgedenken veröffentlichte Dokument „From Conflict to Communion“ getragen.
Neuere Entwicklungen in der ökumenischen Situation
Das Reformationsgedenken bietet sich als Zwischenhalt an, bei dem wir uns darüber zu vergewissern haben, wie die bisherigen ökumenischen Dialoge für weitere Schritte auf die Einheit hin fruchtbar gemacht werden können. Eine solche Rechenschaft erweist sich aber nur als möglich, wenn wir unseren Blick auch auf jene gravierenden Veränderungen richten, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der ökumenischen Situation eingestellt haben.
Strittigkeit des ökumenischen Ziels
An erster Stelle drängt sich das Urteil auf, dass das Ziel der Ökumenischen Bewegung im Laufe der Zeit immer undeutlicher geworden ist und kaum mehr ein Konsens darüber besteht, was unter der wiederzugewinnenden Einheit der Kirche zu verstehen ist. Die katholische Kirche wie auch die Orthodoxie verstehen die Einheit der Kirche als sichtbare Einheit im Glauben, im sakramentalen Leben und in den kirchlichen Ämtern. Demgegenüber haben nicht wenige der aus der Reformation hervor gegangenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften diese ursprünglich gemeinsame Einheitsvorstellung weitgehend zugunsten des Postulats der gegenseitigen Anerkennung der verschiedenen kirchlichen Realitäten als Kirchen und damit als Teile der einen Kirche Jesu Christi aufgegeben.
Diese protestantische Einheitsvorstellung hat ihren deutlichsten Ausdruck gefunden in der im Jahre 1973 abgeschlossenen Leuenberger Konkordie, die sich bewusst als Gemeinschaft von bekenntnisverschiedenen Kirchen versteht und darin auch das Modell für die ökumenischen Beziehungen mit den anderen christlichen Kirchen sieht. Diese Sicht der ökumenischen Einheit ist nochmals zugespitzt worden im ökumenischen Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Titel „Kirchengemeinschaft nach evangelischem Verständnis“, in dem ausdrücklich festgehalten ist, dieses Einheitsmodell sei mit der katholischen Vorstellung von der sichtbaren und vollen Einheit „nicht kompatibel“. Noch weitergehend versteht die Evangelische Kirche in Deutschland in ihrem Grundlagentext zum Reformationsgedenken im Jahre 2017 „Rechtfertigung und Freiheit“ die aus der Reformation hervor gegangenen Kirchen als „Teil der legitimen, weil schrift-konformen Pluralisierung der christlichen Kirchen“, die als willkommene Fernwirkung der Reformation im 16. Jahrhundert gerühmt wird.
In der Tatsache, dass heute über das Ziel der Ökumenischen Bewegung kaum eine wirklich tragfähige Verständigung besteht und frühere diesbezügliche Teilkonsense wieder in Frage gestellt worden sind, muss man das Grundproblem in der ökumenischen Situation heute erblicken. Denn es besteht die Gefahr, dass die verschiedenen Kirchen in unterschiedlicher Richtung voran schreiten und dann entdecken müssen, dass sie sich noch weiter als bisher voneinander entfernt haben. Von daher legt sich eine gemeinsame Rückbesinnung darauf nahe, wohin denn die ökumenische Reise gehen soll.
Ökumenische Kontroversen in der Ethik
Eine zweite gravierende Veränderung in der ökumenischen Situation besteht darin, dass in den vergangenen Jahrzehnten massive Spannungen und Divergenzen im Bereich der Ethik aufgetreten sind, und zwar vor allem bei bioethischen und sozialethischen Fragestellungen und bei den Fragen von Ehe, Familie und Sexualität mit dem Vorzeichen des Gender-Mainstream. Während in einer früheren Phase der Ökumenischen Bewegung das Losungswort geheissen hat: „Glaube trennt – Handeln eint“, trifft heute weithin das Gegenteil zu, dass vor allem die Ethik trennt und der Glaube eint. Denn während es in der Vergangenheit teilweise gelungen ist, alte konfessionelle Glaubensgegensätze zu überwinden oder zumindest Annäherungen entgegen zu führen, treten heute grosse Unterschiede vor allem bei ethischen Fragen an den Tag. In dieser Entwicklung liegt eine grosse Herausforderung an die christliche Ökumene heute. Denn wenn die christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu den grossen ethischen Fragen der heutigen Zeit nicht mit einer Stimme sprechen können, wird die christliche Stimme in den säkularisierten Gesellschaften heute immer schwächer und schadet dies der Glaubwürdigkeit des ökumenischen Anliegens heute.
Neue ökumenische Partner
Eine dritte und wahrscheinlich die wesentlichste Veränderung der ökumenischen Landschaft besteht im Auftreten von neuen Dialogpartnern. Die ökumenischen Begegnungen finden heute nicht mehr nur zwischen den historischen Grosskirchen statt, sondern auch mit den zahlreichen Freikirchen. Von besonderer Bedeutung sind das rapide und zahlenmässig starke Anwachsen von evangelikalen und charismatischen Gruppierungen und vor allem das atemberaubende Wachstum von Pfingstkirchen und pentekostalen Bewegungen in der südlichen Hemisphäre, in der Zwischenzeit aber auch in den anderen Kontinenten. Sie bilden heute zahlenmässig die zweitgrösste christliche Gemeinschaft nach der Römisch-katholischen Kirche. Es handelt sich dabei um ein derart expandierendes Phänomen, dass man von einer derzeitigen Pentekostalisierung des Christentums reden muss oder geneigt sein kann, in ihm eine vierte Gestalt des Christseins wahrzunehmen, nämlich neben den Orthodoxen und Orientalisch Orthodoxen Kirchen, der Katholischen Kirche und den aus der Reformation hervor gegangenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Es versteht sich dabei leicht, dass in den ökumenischen Dialogen mit diesen neueren Bewegungen andere Traktanden als in den Dialogen mit den historischen Grosskirchen im Vordergrund stehen.
Nicht zuletzt das Phänomen des Pentekostalismus bringt es an den Tag, dass man im Rückblick auf fünfzig Jahre der Ökumenischen Bewegung in der Katholischen Kirche feststellen muss, dass sich in der Zwischenzeit die weltweite Geographie der Christenheit tiefgreifend verändert hat und die ökumenische Situation unübersichtlicher und keineswegs leichter geworden ist. Ehrlicherweis muss auch eingestanden werden, dass das Ziel der Ökumenischen Bewegung, nämlich die Wiederherstellung der Einheit der Kirche, nicht erreicht worden ist und offensichtlich sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, als in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils angenommen worden ist. Dieser gravierende Wandel kann aber kein Grund zur Resignation sein. Denn es gibt zur Ökumene schlechterdings keine Alternative: Sie entspringt dem Willen des Herrn, sie entspricht seinem Hohepriesterlichen Gebet um die Einheit, und sie ist um der Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens in der heutigen Welt willen dringend Not-wendend.
Ökumene der Märtyrer als existenzieller Ernstfall
Dies gilt zumal, da die christliche Ökumene eine besondere existenzielle Dringlichkeit in der heutigen Welt erhalten hat, in der mehr Christenverfolgungen als in den ersten Jahrhunderten stattfinden und die Christenheit erneut Märtyrerkirche geworden ist. Denn achtzig Prozent aller Menschen, die heute wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Der christliche Glaube ist in der heutigen Welt die am meisten verfolgte Religion. Dabei haben heute alle christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ihre Märtyrer. Christen werden heute nicht verfolgt, weil sie katholisch oder orthodox, protestantisch oder pentekostalisch sind, sondern will sie Christen sind. Das Martyrium ist heute ökumenisch, und man muss von einer eigentlichen Ökumene der Märtyrer sprechen.
Bei aller Tragik enthält die Ökumene der Märtyrer auch eine schöne Verheissung in sich. Denn die standfesten Glaubenszeugen in allen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften haben gezeigt, wie Gott selbst bei den Glaubenden unter dem höchsten Anspruch des mit dem Opfer des eigenen Lebens bezeugten Glaubens die Gemeinschaft auf einer tieferen Ebene aufrecht erhält. Während wir Christen und Kirchen auf dieser Erde noch in einer unvollkommenen Gemeinschaft zu- und miteinander stehen, leben die Märtyrer in der himmlischen Herrlichkeit bereits jetzt in voller und vollendeter Gemeinschaft. Die Märtyrer sind, wie der heilige Papst Johannes Paul II. in eindrücklicher Weise hervorgehoben hat, „der bedeutendste Beweis dafür, dass in der Ganzhingabe seiner selbst an die Sache des Evangeliums jedes Element der Spaltung bewältigt und überwunden werden kann“. Bei der Ökumene der Märtyrer oder, wie Papst Franziskus zu sagen pflegt, bei der Ökumene des Blutes, bestätigt sich die Überzeugung der Alten Kirche erneut, die der Kirchenschriftsteller Tertullian mit den Worten ausgesprochen hat, das Blut der Märtyrer sei der Same von neuen Christen. So dürfen wir auch heute hoffen, dass sich das Blut von so vielen Märtyrern unserer Zeit einmal als Same der vollen ökumenischen Einheit des Leibes Christi erweisen wird.
In der Ökumene der Märtyrer dürfen wir den innersten Kern allen ökumenischen Bemühens um die Einheit der Kirche wahrnehmen, wie ihn Papst Franziskus mit dem einprägsamen Satz zum Ausdruck gebracht hat: „Wenn uns der Feind im Tod vereint, wie kommen wir dann dazu, uns im Leben zu trennen?“ Darin besteht die kairologisch vordringliche ökumenische Verantwortung der Christen heute, die wir in ökumenischer Geistesgegenwart wahrzunehmen haben. Wenn nämlich in der Ökumenischen Bewegung der Heilige Geist am Werk ist, wäre es Kleinglaube, würden wir diesem Geist nicht zutrauen, dass er das, was er verheissungsvoll begonnen hat, auch zu Ende führen wird – freilich so und zu jener Zeit, wie er will.