Vorurteile über Griechenland

Die Euro-Krise in den deutschen Medien

Peter von Hess/Wikimedia Commons

I.

 

Am 11. Juli 2015 erscheint das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ mit einem Titelbild, das für Diskussionen sorgt: In einer farbigen Grafik der tanzende, lebenslustige Grieche, Arm in Arm mit einem ängstlichen, sein Geld festklammernden Deutschen im Fußballtrikot – beide schwanken bedenklich – nur einen kurzen Schritt entfernt vom gefährlichen Abgrund. Es ist ein Spiel mit den Klischees, den Vorurteilen, die jene Debatte um die Euro-Krise wechselseitig geprägt haben. Die von der Spiegel-Redaktion dazu ausgesuchte Überschrift gibt die Richtung vor: „Unsere Griechen“. Liebevolle Ironie oder böses Vorurteil?

Als Journalist möchte ich einen kritischen Blick auf die Medien in Deutschland werfen und deren Berichterstattung über die Euro-Krise und Griechenland bilanzieren: Welchen Einfluss hatte diese Berichterstattung auf die öffentliche Debatte und welche Konsequenzen können wir daraus ziehen?

Medien wie das Magazin „Der Spiegel“ mit seinem Titelbild greifen bestehende Denkmuster auf, spiegeln, verstärken und prägen unsere Bilder im Kopf und beeinflussen somit unsere Wahrnehmung. Aber helfen sie uns auch, die Zusammenhänge zu verstehen, die Situation der Menschen zu ergründen und uns eine eigene begründete Meinung zu bilden? Denn das ist ja die eigentliche Aufgabe der journalistischen Medien: Partizipation ermöglichen durch Information und Orientierung, im Idealfall sogar „anstiften“ zum eigenen politischen Engagement.

Schauen wir uns zwei Beispiele an: Die Bild-Zeitung ist mit einer verkauften Auflage von etwa 1,9 Millionen Exemplaren und einer äußerst erfolgreichen Online-Ausgabe eines der wichtigsten Medien in Deutschland. Das Boulevardblatt aus dem Springer-Konzern setzt bereits früh auf Polemik und rät der griechischen Regierung in einer plakativen Überschrift am 27. Oktober 2010, ihr Tafelsilber zu veräußern: „Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen … und die Akropolis gleich mit!“

Zwei Jahre später am 22. Juni 2012 spielt die Bild-Zeitung sogar vor dem Spiel des deutschen Teams gegen Griechenland bei der Fußball-Europameisterschaft auf die Finanzkrise an: „Tschüs Griechen. Heute können wir euch nicht retten“. In beiden Beispielen, die für viele weitere Überschriften der Zeitung stehen, ist die Sprache verräterisch. Hier geht es nicht mehr um eine Regierung, einen wirtschaftspolitischen Streit, eine politische Strömung oder eine Partei: Es sind einfach nur „die“ Griechen! Eine Tendenz, die in vielen deutschen Medien zu entdecken ist.

2016 veröffentlicht an der Universität Würzburg der Journalist und Wissenschaftler Professor Kim Otto zusammen mit Andreas Köhler eine Untersuchung zur Qualität der Griechenland-Berichterstattung in den wichtigsten deutschen Print- und Online-Medien. Sein Ergebnis fällt vernichtend aus: „Eine Berichterstattung, die die journalistischen Qualitätskriterien Neutralität und Vielfalt nicht erfüllt, eine Berichterstattung, die in ihrer Gesamtheit unausgewogen ist, eine Berichterstattung, die Hintergrundberichterstattung zu gewichtigen Themen vernachlässigt.“ Grundlage der Untersuchung war die Auswertung von insgesamt 1.442 Artikeln in „FAZ“, „Welt“, „taz“, „Bild“, „Süddeutscher Zeitung“ und „Spiegel Online“ aus dem Jahr 2015, die sich mit der Krise um den Euro und Griechenland beschäftigten.

Matthias Thiele und Rainer Vowe, zwei Wissenschaftler an der Universität Dortmund, bestätigen diesen Eindruck mit einer Untersuchung über die politischen Talkshows in Deutschland: Sie sprechen von einem Gleichklang in der Griechenland-Debatte. Egal welcher Sender oder welche Moderatoren – Polemiken, Ressentiments und eine arrogante Haltung gegenüber der neuen griechischen Regierung und den Griechen dominierten die politischen Diskussionen in den Fernsehsendungen, sagen die Wissenschaftler aus Dortmund bereits 2015.

Ein Beispiel: Im März 2015 ist der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis per Video der Talkshow von Günter Jauch zugeschaltet. Vorab zeigt die ARD den griechischen Politiker höchst unvorteilhaft in der Maske beim Schminken, das Papiertüchlein unters Kinn geklemmt. Der Diskurs in der Sendung geht schließlich unter im Trubel um ein umstrittenes Video, das Varoufakis mit einer beleidigenden Handgeste zeigen soll. Blamiert ist schließlich nicht nur der Politiker aus Griechenland, blamiert sind auch die Fernsehmacher in Deutschland. Die unfreiwillige Pointe setzt Moderator Günter Jauch selbst, als er dem Gast aus Griechenland am Ende der Sendung gönnerhaft bescheinigt: „Sie haben sich tapfer geschlagen.“ Man stelle sich einmal vor, der Talkmaster hätte so den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble verabschiedet!

 

II.

 

Auch wissenschaftliche Untersuchungen bedürfen der Einordnung: Die beiden zitierten Experten aus Dortmund können in Interviews ihre Sympathie für die Syriza-Regierung in Athen nicht verbergen. Und die Untersuchung aus Würzburg ist im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellt worden. Wirtschaftspolitische Positionen spiegeln sich in der wissenschaftlichen Arbeit wieder. Wichtiger ist vielleicht, dass in den Medien selbst die eigene Leistung kritisch reflektiert wird. Sogar die von Professor Kim Otto kritisierte Tageszeitung „Die Welt“ wirft der Talkrunde bei Jauch im März 2015 „plumpe Anfeindungen“ gegen den griechischen Politiker vor.

Die „Frankfurter Rundschau“ zitiert ausführlich unter der Überschrift „Kritik an der Griechenland-Berichterstattung“ aus der Untersuchung der Würzburger Wissenschaftler. Und das Deutschlandradio sendet im Oktober 2015 ein Dossier von Birgit Baetz, das den Medien in Deutschland vorwirft, die Austeritätspolitik der Berliner Regierung durchgängig als alternativlos darzustellen: „Das alles ist so primitiv“, wird in der Radiosendung die verzweifelte Politologin Gesine Schwan zitiert. Sie vermisst intellektuelle Qualität sowohl im Journalismus als auch in der Wirtschaftswissenschaft. Der bildblog, eine Website, die sich kritisch allein mit der Boulevardzeitung des Springer-Verlags beschäftigt, wirft der „BILD“ im Februar 2015 vor, „ein ganzes Volk“ zu stigmatisieren und diffamieren. Auch diese Medienkritik findet statt in eben jenen Medien!

Und zum Glück, es gibt viele gute Beispiele einer anderen Berichterstattung: Eine wunderbare Reihe mit Kurzporträts etwa über Menschen in Griechenland auf der Plattform sueddeutsche.de: der Fahrrad-Händler in Athen ohne Einnahmen zum Beispiel oder die Deutschlehrerin auf Kreta, die ihren Schülern nur schwer erklären kann, warum sie gerade jetzt diese Sprache lernen sollen.

Oder eine NDR-Reportage vom Juli 2015 unter dem Titel „Das Märchen von den faulen Griechen“ von Reporter Christoph Lütgert, der unterwegs in Athen ist bei Rentnern, in der Ambulanz für mittellose Arme und auch bei verbitterten Griechen in Hamburg. Und bereits im Mai 2011 im „Tagesspiegel“ der Faktencheck: „Merkel und das Märchen von den faulen Griechen“. Fazit der Autoren: „Arbeitnehmer in angeschlagenen Euro-Ländern wie Griechenland oder Portugal hätten mehr Urlaub und gingen früher in Rente, behauptet die Kanzlerin. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das ist Unfug.“

Auch Medien werden durch ihre Leser, Zuschauer und Nutzer subjektiv wahrgenommen. So beklagen sich seit Jahren in Deutschland die Freunde von Israelis und Palästinensern gleichermaßen, dass die jeweils eigene Position in den Medien allenfalls am Rande vorkomme, die jeweils andere Seite aber in den Darstellungen bevorzugt werde. Jeder nimmt in den Medien oft nur das wahr, was er dort auch erwartet. Journalismus ist zudem keine Wissenschaft, er bracht die Zuspitzung, die Kürze der Darstellung und auch eine Spur Unterhaltung. Und nicht zuletzt: Journalisten dürfen und müssen Haltung zeigen!

 

III.

 

Das alles darf aber nicht davon abhalten, Auswüchse auch als solche bezeichnen: Aktionen wie die der BILD-Zeitung mit ihrer NEIN-Kampagne im Februar 2015. Die Leser sollten sich selbst fotografieren, mit der Titelseite als Plakat in der Hand und somit in großen Buchstaben ihr Nein zu weiteren Krediten an Griechenland zum Ausdruck bringen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert die Aktion als unzulässige politische Kampagne. Die Resonanz auf den Aufruf der BILD-Zeitung ist übrigens mäßig. Nur einige hundert Leser machen mit. Im Verhältnis zu der Auflage von knapp zwei Millionen Zeitungen ist das wenig.

Zum Fremdschämen ist im Februar 2010 das Magazin „Focus“. Auf der Titelseite eine Fotomontage: die Aphrodite von Milos in einer obszönen Geste. Schlimmer noch ist der Text, eine vergiftete Polemik  über Griechen und Griechenland mit der Überschrift: „2000 Jahre Niedergang“. Mehr fällt dem „Focus“ tatsächlich zur neueren Geschichte Griechenlands nicht ein. Und so ist der weitere Weg des Autors Michael Klonovsky vermutlich konsequent: Er firmiert heute auf seiner eigenen Website als publizistischer Berater der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry.

Solche Beispiele sind zu Recht auch in Deutschland nicht zuletzt von vielen Journalisten kritisiert worden! Am amüsantesten vielleicht von den beiden Entertainern und Stars der jungen Fernsehzuschauer Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf, die im Juli 2015 in einem Video Titelzeilen und Polemiken aus deutschen Medien aneinander reihen und feststellen: „Einige deutsche Medien benehmen sich in der Causa Griechenland wie ‚Arschlöcher‘.“ 1,5 Millionen Menschen schauen sich das Video bei Youtube an! Ein riesiger Erfolg für die beiden „Medienkritiker“.

„Die Berichterstattung war in ihrer Gesamtheit nicht ausgewogen zwischen unterschiedlichen Positionen und Meinungen“, so hatten es die Wissenschaftler aus Würzburg festgestellt. Sie beklagen unter Hinweis auf die ausgezählten Artikel und Berichte, dass in den deutschen Medien zwar häufig über Griechenland geredet, griechische Akteure aber nur unterproportional zu Wort kommen. Allein in der linken „tageszeitung“ kann die griechische Regierung auf ein wenig Sympathie hoffen. Alle anderen Medien berichten überwiegend negativ wertend über die Regierung in Athen.

In gut einem Viertel der untersuchten Artikel nahmen die Journalisten selbst eine Wertung vor, sagt die Untersuchung. Journalisten positionierten sich in ihren Beiträgen auch außerhalb der Kommentare  in den meisten Fällen gegen die griechischen Regierungsmitglieder (44,6 Prozent), nur 16,4 Prozent äußerten sich positiv gegenüber der griechischen Regierung, 39 Prozent äußerten sich neutral. Eine positive Positionierung eines Journalisten gegenüber Griechenlands Regierung fand sich bei „BILD“ in keinem einzigen Artikel.

In einer erst im September 2016 veröffentlichen Untersuchung zu aktuellen Sendungen im Fernsehen in Deutschland (Tagesschau, Heute, ARD-Brennpunkt, ZDF-Spezial) kommt Professor Kim Otto im Auftrage der Otto-Brenner-Stiftung zu einem ähnlichen Ergebnis: „In gerade einmal zehn Prozent der Nachrichtenbeiträge zur griechischen Staatsschuldenkrise war die griechische Regierung mit einem O-Ton präsent. Zum Vergleich: Der Anteil der deutschen Regierung war mehr als doppelt so hoch. Außerdem wurde die griechische Regierung zehnmal öfter von Journalistinnen und Journalisten kritisiert als positiv beurteilt.“

Diese Form der Berichterstattung hat Ursachen. Viele Journalisten flüchten vor der schwierigen Komplexität der Themen und suchen stattdessen einfache Lösungen in Klischees, Stereotypen und personalisierten Konflikten. Vermeintliche „Duelle“ wie das zwischen Schäuble und Varoufakis lassen sich einfacher darstellen als Analysen einer komplexen Finanzpolitik. Hinzu kommt die Homogenität der Medienszene. Viele Journalisten  verfügen ausschließlich über nationale Quellen, sprechen allein mit Politikern aus dem Heimatland. Dies schränkt die Perspektive ein.

Medien wie auch der öffentliche Diskurs sind letztlich allein national organisiert! Und so beobachten der Hafenarbeiter in Piräus und der Monteur bei Volkswagen zwar beide ein Stück unter der Überschrift „Euro und Griechenland“ mit denselben Akteuren aus beiden Regierungen, aber sie erleben zwei völlig verschiedene Dramen. Es ist ein nationaler Wir-Diskurs, der da stattfindet.  „Das ist das eigentlich Erstaunliche: Wir reden, aber wir reden aneinander vorbei. Wir diskutieren, aber wir hören einander nicht zu“, schreibt Marc Brost in der „ZEIT“ im März 2015.

So kommt es geradezu zwangsläufig zur bitteren Konsequenz: Aus der Debatte wurde ein „Wir“ Deutschen gegen „Die“ Griechen! Während viele, zumal die wichtigsten politischen Entscheidungen heute auf europäischer Ebene gefunden werden müssen, gibt es keine europäische Öffentlichkeit! „Es gibt keine paneuropäischen Medien. Nur nationale Reflexe“, so Marc Brost.

Eine gemeinsame Währung in Europa braucht auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, hat es oft in der Debatte um den Euro geheißen. Wenn wir als Europäer aber gemeinsam die Herausforderungen meistern können wollen – nicht nur in der Wirtschaft, auch im Umgang mit den Flüchtlingen, in der Frage nach der Sicherheit an unseren Grenzen –, dann brauchen wir dringend auch eine gemeinsame Debattenkultur. Ansonsten blockieren auch in Zukunft die Stereotypen der nationalen Diskussionen supranationale Entscheidungen und Konfliktlösungen.

Wir brauchen gemeinsame, europäische Plattformen der Diskussion und des politischen Streits. Damit wir miteinander und nicht übereinander reden. Zum Beispiel hier in dieser gemeinsamen Tagung der Katholischen Akademie in Bayern und der Orthodoxen Akademie von Volos in Griechenland.

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