Die Weltlage „nach dem Seitenwechsel der USA“ hat die Katholische Akademie in Bayern schon vielfältig beschäftigt, zuletzt Ende Januar. Nun können wir kurzfristig einen Kooperationsveranstaltung im Amerikahaus (Karolinenplatz 3) anbieten, die diese Analyse mit Blick auf Deutschland und unser Weltbild vertieft.
Das neue Buch des renommierten und vielfach preisgekrönten ZEIT-Journalisten Holger Stark konstatiert: Ohne Amerika kein Europa, ohne US-Soldaten keine Sicherheit – das war die Formel, die seit dem Zweiten Weltkrieg galt. Mit Donald Trump geht diese Epoche unwiderruflich zu Ende. Die US-Amerikaner sind keine Freunde mehr. Für die Babyboomer und alle Generationen nach ihr, die mit Jeans von Levi’s, Musik von Aretha Franklin und mit Big Macs aufgewachsen sind, bedeutet dieser Abschied das Ende eines Weltbildes.
Holger Stark analysiert tiefenscharf und aus nächster Nähe, warum Trumps USA keine Momentaufnahme ist, sondern der Beginn von etwas Neuem. Der vielfach preisgekrönte Journalist und Bestsellerautor sagt, worauf sich Deutschland jetzt einstellen muss: Auf der Grundlage diverser Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertretern in Berlin, Brüssel und Washington rekonstruiert er die Versäumnisse der vergangenen 25 Jahre – und entwirft ein präzises Bild, wie ein Leben jenseits von Amerika aussehen könnte. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es für Deutschland an der Zeit, erwachsen zu werden.
Nach einem Impuls aus Material des Buches folgt ein moderiertes Interview. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Publikumsfragen.