Theologie | Kirche | Spiritualität

Die verlorene Ehre der Maria Magdalena

Eine Spurensuche zehn Jahre nach ihrer liturgischen Aufwertung
Samstag, 11.04.2026
Noli me tangere? Raoul R.M. Rossmy 2015
Noli me tangere? Raoul R.M. Rossmy 2015

Eine Heilige mit schillernder Vergangenheit: eine der Hauptfiguren des Evangeliums und erste Zeugin der Auferstehung, in apokryphen Schriften gar die engste Gefährtin des Herrn. Dann mit namenlosen biblischen Figuren vermengt und zur großen Sünderin abgestempelt. Zugleich aber in liturgischen Oster-Spielen als Protagonistin der Verkündigung inszeniert.

Seit der Antike arbeitet sich die Rezeption dieser Figur auch an ihrer Weiblichkeit ab. So erscheint sie als Projektionsfläche in unterschiedlichster Färbung. Selbst als ihr Gedenktag (22. Juli) zum Fest der „Apostelin der Apostel“ aufgewertet wurde, gab es Streit um ihr Amt…

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Studiennachmittag – gerahmt von einem kulinarischen Appetizer und einem liturgischen Abschluss – als sinnlich-sinnstiftendem Samstag zu Ehren der Maria Magdalena, an dem wir die erste Osterzeugin und Apostelin (neu) entdecken: Was wissen wir über sie? Und was erzählt uns ihre Rezeption über die Kirche?

Zusammenarbeit mit:

Frauenseelsorge der Erzdiözese München und Freising

Besonderer Hinweis:

Eine Online-Teilnahme an der Veranstaltung ist per Livestream über den YouTube-Kanal der Katholischen Akademie in Bayern möglich:


Programmablauf der Veranstaltung:

Samstag, 11. April 2026

11.00 Uhr Einlass
11.30 Uhr Imbiss und Warming up
12.30 Uhr Maria Magdalena in biblischen und apokryphen Quellen
Prof. Dr. Andrea Taschl-Erber, Neutestamentliche Bibelwissenschaft, KU Linz
Liturgische Inszenierungen rund um das Osterfest
Prof. Dr. Harald Buchinger, Liturgiewissenschaft, Universität Regensburg
Zwischen Erniedrigung und Erhebung: Zur Rezeption der Figur Maria Magdalenas
Prof. Dr. Gisela Muschiol, Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Universität Bonn
14.30 Uhr Kaffeepause
15.00 Uhr Podiumsgespräch: Endlich rehabilitiert?
Moderiert von PD Dr. Achim Budde, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, München
16.15 Uhr Vesper
17.00 Uhr Ende der Veranstaltung

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