Die Verfassung der Vereinigten Staaten sieht die Trennung von Staat und Religion vor und garantiert zugleich die Religionsfreiheit. Gleichzeitig wirkt die vom Christentum geprägte „civil religion“ seit jeher auf die politische Kultur des Landes – als moralische Orientierung, gesellschaftliche Kraft und politische Ressource. In den vergangenen Jahren hat sich dieses Verhältnis deutlich zugespitzt: Religiöse Sprache, Symbole und Milieus werden gezielt mobilisiert, um politische Macht zu sichern und gesellschaftliche Konflikte zu verschärfen.
Besonders Donald Trump gelingt es, religiöse Gruppen eng an sich zu binden. Wie funktioniert diese Allianz? Welche Rolle spielen evangelikale Bewegungen und der sogenannte „christliche Nationalismus“? Und warum schwanken auch katholische Milieus zwischen Papst und Präsident?
Im Rahmen einer Abendveranstaltung werden Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Religion und Politik in den USA beleuchtet und eingeordnet. Dabei geht es um die Rolle von Religion in gesellschaftlichen Konflikten, um den Einfluss religiöser Milieus auf politische Entscheidungen und um die Frage, welche Folgen diese Dynamiken für demokratische Gesellschaften haben können.