Im Zentrum des neuen Romans „Entzug“ von Christoph Peters steht ein Mann, der den Halt verloren hat. Der Roman führt nah heran an das innere Erleben der Sucht – an Rechtfertigungen, Verdrängung und die Einsamkeit, die sie begleiten.
Im Entzug auf der Suchtstation beginnt die schmerzhafte Phase der Nüchternheit. Erstmals seit Jahrzehnten muss sich der Protagonist ohne Betäubung mit sich selbst auseinandersetzen. Dabei wird deutlich, wie sehr sein Verhalten auch das Leben anderer belastet hat.
Der Roman ist literarische Verdichtung und persönliche Annäherung zugleich. Er verzichtet auf Dramatisierung und moralische Belehrung – und eröffnet dennoch eine Perspektive: Veränderung ist möglich, auch wenn sie Mut, Ehrlichkeit und Ausdauer verlangt.
Christoph Peters, vielfach ausgezeichnet und in Berlin lebend, zählt zu den markanten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Seine Bücher stoßen Debatten an und loten die Grenzen zwischen individueller Erfahrung, gesellschaftlicher Verantwortung und künstlerischer Freiheit aus.
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