„Liturgie ist Kunst gewordenes Leben.“ Romano Guardini, von dem diese Worte stammen, ist nie müde geworden, sich mit den Zusammenhängen von Religion und Kultur, als deren Teil er die Liturgie betrachtete, auseinanderzusetzen. Liturgie findet ihren baulichen Ausdruck in bestimmten stilistischen und architektonischen Formen. Gerade die Neugestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale gibt davon Zeugnis – und fordert zur Auseinandersetzung heraus.
Der Guardini-Tag 2026 in Berlin nimmt deren Wiedereröffnung zum Anlass, den Zusammenhängen von Liturgie und Architektur in Vergangenheit und Gegenwart mit einer Exkursion, mehreren Vorträgen und einer Podiumsdiskussion nachzuspüren. Seien Sie zu dieser zweitägigen Veranstaltung herzlich eingeladen!
Seit jetzt rund 10 Jahren findet der Romano-Guardini-Tag abwechselnd in Berlin und München statt. Die Kooperation zwischen der Berliner Guardini-Stiftung und der Katholischen Akademie in Bayern beleuchtete dabei in großen Tagungen sehr unterschiedliche, aber für das Denken von Romano Guardini wichtige Themen wie zum Beispiel den Sinn des Betens, eine Reflexion über die Zeitenwende oder die Ambivalenz der Macht.
Hinweis: Das Eingangszitat stammt aus Guardinis Schrift „Vom Geist der Liturgie“, Freiburg i.Br. 1957, Seite 61.