„Genau dieser Weg der Synodalität ist das, was Gott sich von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet. […] Gemeinsam voranzugehen – Laien, Hirten und der Bischof von Rom –, ist ein Konzept, das sich leicht in Worte fassen lässt, aber nicht so leicht umzusetzen ist.“
Dies sagte Papst Franziskus im Herbst 2015 bei der 50-Jahr-Feier der Errichtung der Bischofssynode. 2021 berief er die Weltsynode ein und stieß somit einen dreijährigen Prozess an, in dem sich Geistliche und Laien aus aller Welt mit dem Thema „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe, Mission“ beschäftigten.
Spätestens seit der Veröffentlichung des Abschlussberichts im Oktober 2024 stellt sich die Frage, wie wir mit den Ergebnissen der Weltsynode umgehen. Wie kann und soll Synodalität in der Lebenswirklichkeit vor Ort umgesetzt werden? Geht es um eine Methode geistlichen Zuhörens? Sind Strukturveränderungen im Hinblick auf Leitung angebracht? Braucht es diözesane Synoden? Soll sich Synodalität in allem Handeln zeigen?
Gemeinsam mit zwei Podiumsgästen, die selbst an der Weltsynode teilgenommen haben, lassen wir die dortigen Beratungen und Gespräche Revue passieren. Zudem diskutieren wir, welche theologischen und praktischen Auswirkungen die Weltsynode hat, wie sie bislang vor Ort aufgenommen wurde und welche Perspektiven sich nun unter Papst Leo XIV. eröffnen. Über die Weltsynode und deren Rezeption in verschiedenen Wirkungsbereichen und Regionen sprechen der Passauer Bischof Stefan Oster SDB und die Linzer Pastoraltheologin Klara-Antonia Csiszar.