Globale Krisen erschüttern die Entwicklungszusammenarbeit – und die Folgen sind dramatisch: Zuerst die Pandemie, dann der Ausfall ukrainischer Getreidelieferungen und zuletzt die Sperrung der Straße von Hormus haben Versorgungsketten weltweit ins Wanken gebracht. Gleichzeitig brechen zentrale Geldgeber weg: Die USA haben unter Präsident Donald Trump die Entwicklungsbehörde USAID aufgelöst – ein Schritt, den Expert:innen als „Todesurteil für Millionen Menschen“ bezeichnen. Finanzierungslücken treffen vor allem Gesundheit, Ernährungssicherung und Demokratieförderung, während sich viele Länder des Globalen Südens neuen Partnern wie China oder Russland zuwenden.
Was bedeutet all das für die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit? Welche neuen Allianzen entstehen – und welche Risiken bringen sie mit sich? Wie können lokale Initiativen – wie die „Learning Lions“ – trotz globaler Schocks erfolgreich sein? Welche Chancen bieten private Initiativen gegenüber knapperer staatlicher Finanzierung? Was unterscheidet sie in ihrer Herangehensweise? Und welche Art Engagement von uns als Kirchen und Privatpersonen hier in Deutschland ist besonders hilfreich?
Unsere Veranstaltung zeigt die Brennpunkte der internationalen Zusammenarbeit – die mutigen Projekte und die überraschenden Erfolgsrezepte – und fragt, wie eine gerechte, nachhaltige Entwicklung in einer Welt im Umbruch gelingen kann.
Zu Gast: Prinz Ludwig von Bayern engagiert sich vielfältig in der Entwicklungshilfe in Afrika. Sein Projekt „Learning Lions“ ist eine gemeinnützige Organisation in Kenia, die kostenlose IT-Ausbildungen für junge Erwachsene anbietet. Dr. Gerd Müller ist seit 2021 Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Von 2013 bis 2021 war er bereits Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung