Die rasante Entwicklung von Anwendungen Künstlicher Intelligenz verändert ökonomische Entscheidungsprozesse, Wertschöpfungsketten und gesellschaftliche Ordnungsmodelle in grundlegender Weise. Mit dieser Transformation wächst zugleich der Bedarf an einer reflektierten Auseinandersetzung mit den normativen Bedingungen, Grenzen und Potenzialen des Einsatzes von KI in unterschiedlichen Anwendungsgebieten.
Die Fachtagung widmet sich wirtschaftsethischen und moralökonomischen Perspektiven auf die Nutzung von KI und bringt Forschende aus Ökonomie, Ethik, Sozialwissenschaften, Informatik und Rechtswissenschaften in einen interdisziplinären Dialog. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Verantwortungszuschreibung, algorithmischen Fairness, Governance-Strukturen und Markt- und Machtasymmetrien beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Konkret werden folgende Themenfelder analysiert und diskutiert:
– Europa zwischen digitaler Souveränität und digitaler Abhängigkeit
– Bias in der Künstlichen Intelligenz
– Digital Divide, KI und Entwicklungsländer
– Automation in Waffensystemen: operative Notwendigkeit und ethische Verantwortbarkeit
Ziel der Fachtagung ist es, normative Orientierungen für die Entwicklung, Implementierung und Regulierung von KI interdisziplinär zu diskutieren und Möglichkeiten und Grenzen der verantwortungsvollen Nutzung von KI zu identifizieren. Eingeladen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, Praktiker aus Institutionen und Unternehmen, sowie Studierende und allgemein an der Thematik Interessierte.