Die politische Mobilisierung der radikalen Rechten macht nicht an nationalen Grenzen halt. Dabei zeigt sich in Hinblick auf das Christentum auch auf transnationaler Ebene eine bekannte Dynamik: Einerseits bemühen sich die Akteur:innen der Neuen Rechten, ihre ausgrenzende Ideologie christlich zu grundieren, während gleichzeitig auch innerhalb katholischer Kontexte einige Gruppen die Nähe zur radikalen Rechten suchen. So verbinden sich adlige Milieus, „Christfluencer“ und politische Akteur:innen zu einem weltweiten Netzwerk, das durch gemeinsame Narrative, digitale Medien und weitgehend geteilte Menschen- und Familienbilder zusammengehalten wird.
In Vorträgen und Workshops fragen wir: Wie funktionieren diese transnationalen Netzwerke – und welche Herausforderungen entstehen daraus für Kirche und Gesellschaft? Wo genau liegen die menschenrechtlichen, kirchlichen und theologischen Konfliktfelder?