Nach zahlreichen Tagungen zur Zukunft von Gotteshäusern melden sich nun die beiden großen Kirchen Bayerns zu Wort. Die evangelische und katholische Kirche sind zusammen die größten Denkmalbesitzer in Bayern. Doch wie sollen Kirchenbauten, die nicht mehr für den Gottesdienst benötigt und nicht mehr finanziert werden können, in Zukunft erhalten und unterhalten werden? Die Tagung bietet nicht nur Blicke hinter die Kulissen der Finanz-, Bau- und Denkmalpflegeabteilungen der beiden großen Kirchen, sondern spiegelt auch den intensiven Dialog mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und den Gemeinden vor Ort.
Die Situation der Kirchen in Bayern und die rechtlichen, pastoralen und wirtschaftlichen Herausforderungen mit Blick auf Umnutzung oder Verkauf von denkmalgeschützten Kirchenimmobilien und deren künstlerischen Ausstattung sollen transparent aufgezeigt werden. Dazu werden Führungsverantwortliche der beiden großen Kirchen, Entscheidungsträger in Pfarr- und Kirchengemeinden, Vertreter des Denkmalschutzes, der Heimatpflege, Pastoraltheologen und auch betriebswirtschaftlich denkende Menschen während unserer dreitägigen Veranstaltung miteinander ins Gespräch kommen. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die alle Bedürfnisse in den Blick nehmen.
Ergänzt werden die Referate und Podiumsgespräche durch Best-Practice-Beispiele – wir haben uns auch außerhalb Bayerns umgeschaut – sowie Exkursionen zu Kirchen in München und Umgebung, die bereits eine Umgestaltung erfahren haben oder ihrer harren.
Die Tagung richtet sich an Hauptamtliche in den Kirchen und in staatlichen Behörden, die mit Denkmalschutz zu tun haben, aber genauso an alle, die sich um die Zukunft der Kirchenbauten Gedanken machen, Zusammenhänge verstehen und Anregungen suchen wollen.